Schneeglöckchen – Snowdrop

Noch eine Erinnerung an die kleine Stadt. 

Just another memory of the little town.

Schneeglöckchentanz – Snowdropdance

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Weil jetzt wieder die Schneeglöckchen läuten.

Und weil Quilttraum und Blaue Feder beim Anblick der diesjährigen Schneeglöckchen das Tanzbein gejuckt hat.

Because the snowdrops are ringing again.

And because the dancing legs of Quilttraum and Blaue Feder got itching, in the moment when they saw snowdrops for the first time in this year. (Links to Quilttraum and Blaue Feder in the German version upon, if you want to see, what they are showing in their blogs.)

Alltag 12 2019

Und somit kommen wir ans Ende, der Kreis schließt sich. Letztes Jahr im November startete ich mit dem Alltagsprojekt, also endet es im Oktober. Aber ein Jahr hat dreizehn Monde, nicht?! Darum wird es von mir einen allerletzten Beitrag Anfang November geben, sozusagen ein Dessert, in dem ich auch die Links derjenigen einstellen werde, die bei dieser letzten Runde teilgenommen, und ihren Beitrag mit diesem hier verlinkt haben. Ohne diesen Link wird es nicht funktionieren – Dankeschön!

Wie immer findet ihr die Liste der Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der elften Runde unten. Euch treuen Seelen meinen herzlichen Dank für eure Unermüdlichkeit bei diesem Einjahresprojekt!

Sollte ich jemanden übersehen haben, dann sag bitte Bescheid, ich füge dann deinen Link gerne noch hinzu. Merci vielmals.

Mir hat das Alltagsprojekt große Freude gemacht. Herzensdank an alle, die mitgemacht haben, ob nun einmal oder zweimal oder zwölfmal. Ihr alle habt gezeigt worum es mir ging: Alltag ist NICHT grau in grau. Er ist voller bunter Facetten, er schenkt uns ein Gerüst für unser Tun und Wirken, ob es die Tasse Kaffee oder Tee am Morgen ist oder das über die Monate sich wandelnde Atelier oder der Tanz, der eingeübt wird und zig Alltage später in den Beinen sitzt, als wären sie damit geboren worden. Ob es die Wege von hier nach dort sind, oder die Listen voller To-Do’s, die Rasur am Morgen (die Gerhard auf seinem Blog „Kopf und Gestalt“ dann leider doch nicht gezeigt hat …), die Lieblingstasse oder die Tassensammlung an sich oder der Nichtbeitrag, der dann eben doch ein Beitrag gewesen ist, die arbeitsamen und nachdenklich stimmenden Seiten oder die mal freudigen, mal schweren Schritte durch die Alletage, alles gehört(e) dazu; alles durfte gewürdigt werden und ist es von euch auf mannigfaltige Weise.

Zugegeben, die Liste der Teilnehmenden ist mit dem Fortgang und der Dauer des Projekts zurückgegangen, auch die Kommentare, aber so ist das vielleicht, wenn ein Projekt ein Jahr lang dauert? Ich bin dennoch rundum zufrieden und dankbar, habe ich doch nicht nur viele unterschiedliche Gedanken gelesen und Wandelbilder gesehen, sondern auch Einblicke in eure Alltage erhalten. Nochmals ein herzliches Dankeschön dafür…


Da mein September von vielen Gängen bestimmt gewesen ist, zeige ich euch heute spätsommerliche, alltägliche Schritte über meine Terrasse als Diashow. Wem die Diashow zu langsam geht, kann manuell weiterklicken und einen ganz eigenen Rhythmus finden, vielleicht zum Takt von Poppy Ackroyds Musik, dann wird der Gang zu einem Tanz (ihr wisst es schon längst, Musik und Tanz gehören auch zu meinem Alltag) – enjoy!

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.



Die Links aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der elften Runde:

https://erntetank.wordpress.com/2019/09/01/alltag-00011/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2019/09/01/alltag-september-01-09-19/

https://gerdakazakou.com/2019/09/01/alltag-11-schattensuche-abschied-vom-august/

https://vrojongliert.wordpress.com/2019/09/03/alltag-11-12-wofuer-wir-lernen/

https://pawlo.wordpress.com/2019/09/04/alltag-11-alles-im-eimer-everything-in-the-bucket/

https://www.schorfheidewald.de/das-immerwiederkehrende-jahresaktion/das-immerwiederkehrende-11/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2019/09/07/alltag-september-2019/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/september/zu_ullis_projekt_alltag_11

https://www.jaellekatz.de/fragen/nicht-auszudenken-nicht-drueber-nachdenken

https://geschichtenundmeer.wordpress.com/2019/09/08/ein-samstag-im-september/

https://susannehaun.com/2019/09/07/alltag-11-susanne-haun/

https://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/2019/09/12/wenn-der-sommer-zur-neige-geht/

https://agnesblogsite.wordpress.com/2019/09/12/rueckzug-vom-alltag-mandala/

https://klunkerdesalltags.blog/2019/09/08/alltag-oder-das-glueck-einen-zu-haben/

https://driftout.wordpress.com/2019/09/27/alltag-ist-wundertute-hamburg-gertrud-kolmar-preis-fixpoetry-pega-mund/

https://worteausdemwunderland.wordpress.com/2019/10/01/alltag-august-die-wuerde-des-montags/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/09/08/alltag-11-unsichtbarer-alltag/


Die Idee → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/

Was bisher geschah:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/11/03/alltag-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/03/01/alltag-5/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/04/05/alltag-6/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/05/03/alltag-7/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/06/01/alltag-8/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/06/29/pausenzeichen-und-alltag-9/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/08/13/alltag-10/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/09/06/alltag-11/

Gedankenfäden 005

RoteFadenGeschichte 021

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Gedankenfäden 005

-1-

Heute Morgen ist etwas mit den Raben. Sie krächzen und krächzen. Alle anderen Vögel sind verstummt. Der Nebel wird immer dichter. Es fällt mir schwer nicht an dich zu denken. Heute kommst du zurück. Nebelgrauer Willkommensgruß. Alles Verdrängte, alles Nichterledigte, Nichtsausgesprochene wird wieder auf dich einstürzen.

An manchen Tagen möchte ich kein Holz holen müssen. Heute ist so ein Tag. Heute wäre ich gerne eine Seerose. Rein und weiß bin ich dem Teichschlamm entwachsen. Ich lasse mich von den leisen Windteichwellen wiegen, der Schönheit zuliebe. Es gibt Windbrunnen, die hat das Schilf gebaut. Du würdest mich wieder nicht erkennen.

Den tiefen Stachel will ich ziehen. Die alte Haut fällt in Schuppen ab, ich kann ihn jetzt sehen, kann ihn mit einer Pinzette ergreifen, ein Ruck und er ist raus. Ein Tropfen dunkelroten Blutes ist das Opfer für die neue Haut. Ich warte nicht, bis sich die Wunde entzündet, ich lecke sie. Meine Zärtlichkeit ist mein Pflaster. Als mein Vater nehme ich mich in den Arm, ich rieche an seiner Männerbrust, die nach Tabak und Waldharz riecht. Seine große Hand streichelt leise meine neue Haut.

Wenn ich groß bin, sagt meine Kleine, dann heirate ich dich. Er wirft mich lachend in die Luft, ich fliege, ich juchze, ich habe keine Angst, er wird mich wieder auffangen, wieder und wieder.

Die Freundin sagt, wie traurig das alles ist. Ich liebe sie. So, wie man eine Freundin liebt.

Die Zeit der Prinzen und Johnnys ist vorbei. Eine Prinzessin bin ich nie gewesen, auch wenn ich eine Erbse, unter zehn Matrazen begraben, erspüre. Ich kam als kleine Kaiserin zur Welt. Damals, vor elf Jahren. Oh ja, die kleine Kaiserin ist prächtig gewachsen. Sie wächst sich selbst entgegen. Die alte Buche ist unsere Zeugin. Sie braucht kein Land, kein Volk, die sie „ihres“ nennen müsste. Sie verschenkt sich, sie nimmt die Geschenke vom Wegesrand, sie wandert ihrer Einheit entgegen. Sie spiegelt sich in den Seerosenteichen, hinter ihr erblüht das Land. Sie wird nicht müde Blumensamen in die Lüfte zu werfen und mit nackten Füßen in Bergbächen zu tanzen, ihr Lied mit den Vögeln zu singen. Am Ende wird sie Liebe geworden sein. Das hat sie von der Fährfau gelernt, von ihrem unermüdlichem Vor und Zurück.

Ich bin Anna – Hannah – Lucie, die kleine Kaiserin aus dem Land ÜberAll-im-IrgendWo – ich bin die kleine blaue Frau – ich bin.

Ein Gefühl wie ein Gemälde: links von mir ist eine alte, dicke Mauer – weiß gekälkt, ein Fenster ist darin, das offen steht. Sein Flügel weist nach draußen, er ist festgehakt, gegen den Wind. Eine weiße Chiffongardine bauscht sich hinein, hinaus. Es ist ein Turm – es ist ein Haus – es wellt ein Meer vor dem Fenster, vor und zurück. Ich sitze schräg davon, ich kämme mein langes rotblondes Haar, nicht alt, nicht jung, ein Ist im Sein, ein Gemälde wie ein Gefühl.

-2-

RoteFadenGeschichten sind Gedankenfäden, Gedankenfäden sind RoteFadenGeschichten, sie schreiben sich fort, mit und ohne Bilder, mit und ohne Worte. Sie sind keine blauen Stunden und auch keine Momentaufnahmen, auch wenn heute immer gerade jetzt ist; der Moment in dem die Raben krächzen oder wie gerade jetzt der Nebel nach oben steigt, die Sonne die ersten Schatten des Tages an die Wand wirft.

Sie sind Geschichten des VorundZurücks, der Ankünfte und Abschiede, der Bahnhöfe und Flughäfen, der Kaimauern und Leuchttürme, der Schwäne und der Nebelhörner. Es sind Geschichten von der Aufrichtung in Aufrichtigkeit mit närrischen Kapriolen. Es sind die Geschichten von den Zwillingsbäumen und der Moosfrau, von singenden Steinen und von Sternenstaub im weiß gewordenem Haar. Sie sind Tanz in jeder Form.



P.S. Heute haben sich verschiedene Kategorien und Geschichten aus der Vergangenheit in die Gedankenfäden geflochten, es sind die

  • Momentaufnahmen
  • blaue Stunden
  • die kleine blaue Frau

bei Interesse kannst du diese Begriffe in die Suchmaschine eingeben. Anderes, wie Lucie, die kleine Kaiserin, liegt noch immer als zweiter Kinderbuchentwurf in der Schublade.

Alltag 5

Willkommen zur fünften Runde mit Bildern und/oder Texten aus meinem Alltag. Seitdem Alltag 4 erschienen ist, veröffentliche ich meinen monatlichen Beitrag am ersten Freitag eines Monats. So habe ich Luft euers anzuschauen, zu lesen, zu kommentieren und in die Linkliste aufzunehmen..

Für die Leser*innen, die neu hier sind: dieses Projekt nahm seinen Anfang im letzten Oktober → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/.

Alle weiteren Beiträge und die Linkliste aller Teilnehmer*innen s.u. –

TANZ ist mein heutiges Thema. Ich läute es mit einem Gedicht von Friedrich Schiller ein:

Der Tanz

Siehe wie schwebenden Schritts im Wellenschwung sich die Paare
Drehen, den Boden berührt kaum der geflügelte Fuß.
Seh ich flüchtige Schatten, befreit von der Schwere des Leibes?
Schlingen im Mondlicht dort Elfen den luftigen Reihn?
Wie, vom Zephyr gewiegt, der leichte Rauch in die Luft fließt,
Wie sich leise der Kahn schaukelt auf silberner Flut,
Hüpft der gelehrige Fuß auf des Takts melodischer Woge,
Säuselndes Saitengetön hebt den ätherischen Leib.

Jetzt, als wollt es mit Macht durchreißen die Kette des Tanzes
Schwingt sich ein mutiges Paar dort in den dichtesten Reihn.
Schnell vor ihm her entsteht ihm die Bahn, die hinter ihm schwindet,
Wie durch magische Hand öffnet und schließt sich der Weg.
Sieh! Jetzt schwand es dem Blick, in wildem Gewirr durcheinander
Stürzt der zierliche Bau dieser beweglichen Welt.
Nein, dort schwebt es frohlockend herauf, der Knoten entwirrt sich,
Nur mit verändertem Reiz stellet die Regel sich her.

Ewig zerstört, es erzeugt sich ewig die drehende Schöpfung,
Und ein stilles Gesetz lenkt der Verwandlungen Spiel.
Sprich wie geschiehts, daß rastlos erneut die Bildungen schwanken,
Und die Ruhe besteht in der bewegten Gestalt?
Jeder ein Herrscher, frei, nur dem eigenen Herzen gehorchet,
Und im eilenden Lauf findet die einzige Bahn?
Willst du es wissen? Es ist des Wohllauts mächtige Gottheit,
Die zum geselligen Tanz ordnet den tobenden Sprung,

Die, der Nemesis gleich, an des Rhythmus goldenem Zügel
Lenkt die brausende Lust und die verwilderte zähmt;
Und dir rauschen umsonst die Harmonieen des Weltalls,
Dich ergreift nicht der Strom dieses erhabnen Gesangs,
Nicht der begeisternde Takt, den alle Wesen dir schlagen,
Nicht der wirbelnde Tanz, der durch den ewigen Raum
Leuchtende Sonnen schwingt in kühn gewundenen Bahnen?
Das du im Spiele doch ehrst, fliehst du im Handeln, das Maaß.

Viele Texte habe ich geschrieben, viele Bilder habe ich gestaltet, die um das Thema Tanz kreisen. Tanz gehört zu meinem Alltag. Weil ich das Leben als Tanz begreife. Tanz ist nicht immer nur leichter Schritt. Tanz ist Ausdruck. Tanz ist ein Gefährte der Musik. Tanz tanzt sich mit inneren und äußeren Melodien und Stimmen. Tanz ist Interaktion, ist Anziehung und weg, ist Verschmelzung und jede*r für sich. Tanz ist immer Jetzt.

Tatsächlich tanze ich auch während meiner Alletage. Manchmal mit den Fingerspitzen auf der Tastatur. Manchmal quer durch diesen wunderbaren Raum. Manchmal mit anderen. Meist allein. Ja, ich tanze gerne für mich.

(Pssst … das war jetzt ein Geständnis – ich lache)

Und das ist das, was der Tanz mit mir macht, irgendwann werde ich leicht, egal wie schwer anfangs noch die Schritte waren, irgendwann verschmelze ich mit dem Klang, dem äußerem und dem innerem Lied. Tanz ist mein Antidot für die Zuschwerkräfte.

Es darf leicht sein.

Ein Tanz durch die Jahre und JahresZeiten

Draufklick und die Galerie öffnet sich, die Bilder werden groß und du kannst auch die Titel lesen.



Hier sind die Links zu allen anderen Teilnehmer*innen – Habt vielen herzlichen Dank, es ist jeden Monat eine Freude.

Falls ich jemanden vergessen haben sollte, dann bitte melde dich!

https://pawlo.wordpress.com/2019/02/01/farbig-bitte-coloured-please-2/

http://www.schorfheidewald.de/das-immerwiederkehrende-jahresaktion/das-immerwiederkehrende-4/

https://kopfundgestalt.com/2019/02/01/alltagsfrucht/

https://amazonasknallerbse1.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4-buero/

https://worteausdemwunderland.wordpress.com/2019/02/02/alltag-februar/

https://erntetank.wordpress.com/2019/02/02/alltag-00004/

https://alpinerot.wordpress.com/2019/02/02/jeden-tag-in-einer-deutschen-schule-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

https://alpinerot.wordpress.com/2019/02/02/werkbankalltag-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

http://voller-worte.de/blog/2019/02/02/alltag-februar/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/02/02/alltag-4-wandlungen-oder-stufen/

https://gerdakazakou.com/2019/02/02/alltag-4/

https://mitziirsaj.com/2019/02/02/alltag-fotos-iv/

https://klunkerdesalltags.blog/2019/02/02/alltag-ist-ein-kind-des-februars/

https://agnesblogsite.wordpress.com/2019/02/02/s-bahn-skizzen-%ef%bb%bf53-alltag-4/

https://fundevogelnest.wordpress.com/2019/02/02/aus-dem-nestalltag-fuer-das-projekt-alltag-von-ulli-gau/

https://geschichtenundmeer.wordpress.com/2019/02/02/ein-samstag-im-februar/

https://fraurebis.wordpress.com/2019/02/03/alltag-4-worte/

https://mmandarin.wordpress.com/2019/02/03/alltag/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2019/02/03/alltag-februar-2019/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2019/02/03/alltag-januar-2019/

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2019/02/05/alltag-februar/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/februar/zu_ullis_projekt_alltag_4

https://versspruenge.wordpress.com/2019/02/05/allabendlich/

https://susannehaun.com/2019/02/06/alltag-4-susanne-haun/

https://fuenfprozentfrau.blogger.de/stories/2713790/



Beiträge 1 – 4

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/11/03/alltag-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4/

Sonntagsbild 50 2018

Orte 004

-1-

draufklick = große Bilder – please click to enlarge

-2-

Orte also – Wohnorte, Ortschaften, Aborte, Handelsorte und Orte der Handlung. Ortung, sich verorten, Begegnungsorte, ein geweihter Ort, auch ein gesegneter und nicht zu vergessen ein entweihter Ort. Orte, die vorüber ziehen, andere, die festhalten, laute und leise Orte, Heimatorte, versunkene Orte, wachsende Orte und verlassene Orte. Standorte und Sitzorte, hässliche und schöne Orte, Traumorte mit und ohne Ortskern – und eine Straßenbahn, die von einem Ort zum anderen fährt. Kurbeln, bimmeln, gleiten, manchmal auch ein Ruckeln.



Stell es dir doch einfach mal vor … ja, genau, das könnte sehr witzig werden.



Apropos Straßenbahn, wer mag, kann hier einen Text aus dem Jahr 2013 von mir dazu lesen, er beginnt mit der Nomadin, einem Blick durch Facettenaugen und dann kommt sie gefahren: https://cafeweltenall.wordpress.com/2014/08/23/blaue-stunde-13-die-nomadin-in-der-strassenbahn/

Einen fröhlichen Sonntag wünsche ich euch.

Sommergäste

Ein Heupferdtanz

Wie schon im letzten Jahr beginnt nun die Zeit der Heupferde auf meinen Dachfenstern. Mich interessierte der Unterschied zwischen Heuschrecken und-pferden, Grashüpfern und Grillen.

Die Art ist die Heuschrecke, die über 26.000 verschiedene Gattungen weltweit ausgebildet hat, die zur Familie der Insekten gehört. Zu ihnen gehören auch die Grillen und die kleinen Grashüpfer. Es wird unterschieden zwischen den Langfühlerschrecken = Ensifera und den Kurzfühlerschrecken = Caelifera. Ihnen allen gemein ist, dass die Männchen ihre Hinterbeine an ihrem Körper reiben, sie „zirpen“ und versuchen damit ein Weibchen anzulocken. Das Wort Schrecke ist althochdeutsch und geht auf das Wort schrecken = aufspringen zurück.

Mehr in den bekannten Nachschlagewerken…

Ich weiß jetzt auf alle Fälle, dass mich das grüne Heupferd besuchen kommt, so schaut es von unten auf meinen Dachfenstern aus – aufgenommen an verschiedenen Tagen –

anklick = große Bilder

und ein bisschen Musike

Buchalov war hier

bye-bye – Auf-Wiedersehen

Zwei Tage können lang oder kurz sein. Zwei Tage können kurzweilig sein – eine kurzweilige, intensive Zeit. Eine Zeit des miteinander Vertrautseins, sogar nach drei Jahren und wenig davor, so, wie ich es hier geschrieben habe → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/06/16/buchalov-ist-hier/

Im Austausch, im Geplauder und Gespräch finden sich Punkte für die gemeinsame Arbeit, die dann wieder ganz andere Wege geht als gedacht. Ich habe in diesen zwei Tagen immer wieder über den Begriff, und die damit verbundene Haltung, des Sich-Freilassens nachgedacht,  habe ihr nachgespürt und Raum gegeben.

Man sagt so einfach: „Fühl dich frei“ … Worte sind noch keine Haltung, Worte können Wegweiser sein. Schön, wenn zwei Menschen ihnen einfach folgen, ohne sie zuvor gelesen zu haben.

Soweit erst einmal. Alles andere lasse ich jetzt erst einmal sacken. Hier die gemeinsamen Bilder von Buchalov aka Jürgen Küster und mir.

Auf einer gemeinsamen Grundierung von Samstag –

Dito …

aber „eigentlich“ verworfen, dann umgedreht: auf die Perspektive kommt es an. Dann der zweite Schritt …

ein dritter und vierter –

Bei den folgenden Arbeiten benutzten wir als Hintergrundmaterial Bilder der Künstlergemeinschaft „MachArt“ aus Brüggen, die sie Jürgen mit den Worten mitgegeben haben: mach unterwegs was draus – wir machten…

Eins, zwei,

eins, zwei

und mehr.

Jetzt – Raum.



alle Bilder © Jürgen Küster, Ulli Gau und Künstlergruppe MachArt – mein Dank an die Gruppe MachArt und an dich, Jürgen, schön, dass du hier warst! Auf bald!

Mein Tanz, mein Lied

0154 05.09.2014 über die Liebe

Gerade noch saß ich auf der Treppe und sinnierte über mein Lebenslied. Es  sang in mir. Ich kenne mein Lied, ich singe es oft. Den Tanz darf ich noch weitererforschen. Mit den Möglichkeiten des Jetzt.

Es finden sich Worte, ich erzähle, mir. Die Zeit ist immer jetzt, gestern ist jetzt, morgen ist jetzt, jetzt ist die Weite des Hochtals und die Weite in mir. Bewegungen in mir. Figuren, die ich sind, die ich schon kenne. Es ist eine Neugierde in mir. Morgen ist immer noch weit, nicht weg, nur weit. Das Ende ist Jederzeit. Immer kann es kommen, unverhofft oder uralt. So what?! Morgen ist immer noch weit. Die Arme öffnen sich, ich umarme das Hochtal, den Abendhimmel. Da kommen zig Schwalben geflogen, ganz nah. Ich fliege mit ihnen zur untergehenden Sonne. Ich singe. Ich tanze. Jetzt.

Ich gehe ins Haus hinein. Ich lächle. Der Schritt, vorhin noch mit schweren Beinen vom vielstündigen Kachellauf, ist jetzt beschwingt. Mal schauen, ob Jemand geschrieben hat oder etwas zeigt. Da finde ich das:

https://cambraskade.wordpress.com/2016/08/30/wie-es-ist-das-leben-als-tanz-zu-begreifen/

Ich lächle. Ich freue mich sehr.

In der Weite wohnen die Begegnungen. Aus der Weite kommt das Mitgefühl, die Liebe, Freiheit, Glück. Angst macht Herzen eng, Neid und Vergleiche auch. Das enge Herz hat keine Fühler, die die Weite ertasten, es kreist um sich selbst herum, steht vor verschlossenen Türen, findet Eingang nur zu Dunkelkammern. Eins ums andere Mal dreht es sich um sich selbst. Manchmal bekommt es eine Idee, wie es sein könnte, wenn ein Lichtstrahl zu ihm dringt …

Morgen ist immer noch weit, bleibt unbekannt und unbenannt.

0129 13.08.14

The Unknown

Das Ostschild singt und tanzt sich ein …