Ein Blumenstrauß von Mai bis jetzt – ein Rückblick

Ich habe euch Blumen mitgebracht

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Ich wachse langsam in mein Neu hinein. Entschleunigung ist das Zauberwort und es geht Hand in Hand mit weniger Internetpräsenz. Ihr aber haltet mir die Treue, obwohl ich seit einiger Zeit kaum Gegenbesuche mache. Dafür möchte ich mich bei euch mit diesem Blumenstrauß aus den letzten zwei Monaten bedanken.

Das eine ist mein Neu, das andere ist ein Kunstprojekt, an dem ich seit einiger Zeit mit zwei anderen Blogerinnen im Hintergrund arbeite, das Zeit und Raum braucht. Das nächste ist hier und da auch Geld zu verdienen, die Tochter mit ihren zwei Kindern zu unterstützen und … Es geht mir gut mit all dem, die Sorgen sind leiser geworden. Nun gilt es dran zu bleiben, auch wenn dann manch anderes zu kurz kommt.

Schön, dass es euch gibt!



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GedankenFäden 001 2020

Manches wird deutlicher im Licht der Dämmerung, in der alles Schatten und Zwilling wird. Ein Dazwischen von dem was gewesen ist, hätte gewesen sein können, dem was war und ist. Ein Scheitern, ohne es-könnte-noch-werden. Was war und ist und nicht, liegt verborgen in deiner und meiner Wahrheit. Verdammt dazu, dass eine Hälfte immer unwahr bleibt. Ich lasse den Wollmantel in der roten Lackschachtel, die, die kleine blaue Frau einst vergraben hat, ohne eine Marke des Wiederfindenkönnens gesetzt zu haben. Dort, wo die Träume von Liebe ohne Scheitern wachsen. Ich kenne diese Bäume nicht bei ihrem Namen, nicht ihre Erde in der sie wachsen, ich halte nur die Träume in mir warm. Nicht alle sind gescheitert, manche wärmen sich noch ins hohe Alter hinein. Eine hält Einem die Hand oder Einer der Einen oder Eine der Einen oder Einer dem Einen. Vereint im Getrennten bis über Tod hinaus. Irgendwo dort ist die Erde, wachsen die Traumbäume, deren Wurzeln in keinem noch so starkem Sturm wanken. Es gibt noch deine Stimme und meine in unseren Ohren – die Hände bewegen sich auf den eigenen Körpern hinauf und hinab. Die Abdrücke auf unseren Häuten haben Wind und Wellen mit sich genommen. Trost schenkt sich jeder selbst. Natürlich ist das traurig – das Leben hat einen schiefen Mund. Ich habe wieder keinen roten Nagellack gekauft, ich wässere die Bäume in diesen trockenen Zeiten.



Inspiriert zu diesem Text hat mich das Buch von Nancy Hünger „4 Uhr kommt der Hund“



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Erinnerungsschaukel 08

M A N T E L H A U T

Gerade noch hatte sie ihm hinterher gewunken. Berlin, Bahnhof Zoo. Er, hinter der Scheibe des davon fahrenden Zuges. Ein kleines Stück war sie noch mit gelaufen, aber dann raste der ICE davon. Nahm ihn mit.

Sie kehrte um. Ging durch die Blicke hindurch, die ihr nichts anhaben konnten. Heute nicht. Einem dicken Wintermantel gleich, seine Liebe um ihre Haut. Die Welt war still. Kein Blick wagte sie heute auszuziehen. Keiner störte. Sie perlten ab. Auf ihrer Haut Abdrücke der Zärtlichkeit. Seiner Zärtlichkeit. Sie lauschte ihren Spuren. Flüchtige, leichte, schnell verwehte, Pulverschnee und Meeressand. Gerade  noch da. Dann trugen Meer und  Wind sie ins Vergessen.

Endstation, alles aussteigen bitte. Sie lief nicht mit den Anderen, hastete nicht ihrem Ziel entgegen. Der Moment des Eingehülltseins hielt an. Sie schlenderte dem Ausgang entgegen. Jeder Schritt ein Genuss, jeder Millimeter ihres Körpers präsent. Wiegende Hüfte, weicher Gang. Die Hände frei.

Daheim angekommen wickelte sie den Tag in zartes Seidenpapier und legte ihn in die rote Lackschachtel.

2010


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Was man tun kann oder Freude ist Widerstand

IT IS THROUGH JOY THAT ONE RESISTS!

Der untenstehende Text ist von „White Eagle“ – aus dem Stamm der Hopi (Nordamerika)

Durch Freude leistet man Widerstand!

Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Pforte oder Loch betrachtet werden.Die Entscheidung, ins Loch zu fallen oder durch die Pforte zu schreiten, liegt an Euch.
Wenn Ihr das Problem bedauert und rund um die Uhr Nachrichten konsumiert, mit negativer Energie, dauernd nervös, mit Pessimismus, werdet Ihr in dieses Loch fallen.
Aber wenn Ihr die Gelegenheit ergreift, Euch selbst zu betrachten, Leben und Tod zu überdenken, für Euch und andere Sorge tragt, dann werdet Ihr durch das Portal gehen.
Sorgt für Euer Zuhause, sorgt für Eure Körper. Verbindet Euch mit Eurer spirituellen Heimat.

Wenn Ihr Euch um Euch selbst kümmert, kümmert Ihr Euch gleichzeitig um alle anderen.

Unterschätzt nicht die spirituelle Dimension dieser Krise.
Nehmt die Perspektive eines Adlers ein, der von oben das Ganze sieht mit erweitertem Blick.
Es liegt eine soziale Forderung in dieser Krise, aber genauso eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand.
Ohne die soziale Dimension fallen wir in Fanatismus. Aber ohne die spirituelle Dimension fallen wir in Pessimismus und Sinnlosigkeit.

Ihr seid vorbereitet, um durch diese Krise zu gehen. Nimm deinen Werkzeugkasten und verwende alle Werkzeuge, die Dir zur Verfügung stehen.

Lerne Widerstand am Vorbild indianischer und afrikanischer Völker:
Wir wurden und werden noch immer ausgerottet. Aber wir haben nie aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu zünden und Freude zu haben.

Fühle Dich nicht schuldig, Glück zu empfinden während dieser schwierigen Zeiten. Es hilft überhaupt nicht, traurig und energielos zu sein.

Es hilft, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen.
IT IS THROUGH JOY THAT ONE RESISTS!
Durch Freude leistet man Widerstand!

Auch wenn der Sturm vorübergezogen ist, wird jeder einzelne von Euch sehr wichtig sein, um diese neue Welt wiederaufzubauen.
Ihr müsst stark und positiv sein.

Und dafür gibt es keinen anderen Weg, als eine schöne, freud- und lichtvolle Schwingung zu bewahren.

Das hat nichts mit Entfremdung (Weltfremdheit) zu tun. Es ist eine Strategie des Widerstands.

Im Schamanismus gibt es einen Ritus des Übergangs, genannt „ die Suche nach Weitsicht“. Sie verbringen ein paar Tage allein im Wald, ohne Wasser, ohne Nahrung, ohne Schutz.

Wenn sie durch die Pforte gehen, bekommen sie eine neue Sicht auf die Welt, weil sie sich ihrer Ängste, ihrer Schwierigkeiten gestellt haben.

Das ist es, was nun von euch verlangt wird:
Erlaube dir, diese Zeit dafür zu nutzen, deine Rituale zum Suchen deiner Visionen auszuführen. Welche Welt möchtest du für dich erschaffen?

Das ist alles, was du momentan tun kannst: Gelassenheit im Sturm.
Bleib ruhig, bete täglich. Mach es dir zur Gewohnheit, das Heilige jeden Tag zu treffen.

Gute Dinge entstehen daraus. Was jetzt aus dir kommt, ist das
Allerwichtigste. Und singe, tanze, zeig Widerstand durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe!
Widerstehe!

von White Eagle, Hopi Indianer,
Nordamerikanischer Stamm

 

Erinnerungsschaukel 07

 

V A T E R

1.

Als ich noch sehr klein gewesen bin, fuhr ich mit der Mutter den Vater besuchen. Wir kamen in ein fremdes Land. Dort gab es ein Meer, Sand, Felsen und einen roten Ball. Das Meer holte sich den roten Ball. Das Land den Vater.

2.

Als ich jung war, trieb mich eine diffuse Todessehnsucht. Ich war die Steppenwölfin. Ich trank billigen Weinbrand, den ich Cognac schrieb. Ich saß in Spelunken. Nur schreibend war ich mir nah.

Langsam nur lernte ich den Lebenden näher als den Toten zu sein.

3.

Der Alptraum hieß „nie-mehr“. Nie mehr würde Vater König wiederkommen. Ich fiel ins Dunkeltal und schwieg. Mit viereinhalb Jahren war ich Inanna gleich. Nackt hing ich am Haken. Meine Retterin war nicht die Dienerin, ich nannte sie Oma.

4.

Als ich durch Bilbao fuhr, war ich fünfunddreißig Jahre alt. Ich suchte noch immer deine Gestalt hinter den Palmen, erkannte aber nur einen Brunnen. Ich suchte dich in jedem Mann. Der an meiner Seite war es nicht. Mir warst du König. Ich war deine Prinzessin. Du trugst mich auf Händen, bis sie nichts mehr tragen konnten.

5.

Der Vater ist tot, Opa und Oma auch. Aber nur einmal bin ich Inanna* gewesen.

2016


* https://de.wikipedia.org/wiki/Inanna


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Pingpong 084

PING 084

GERDA AN ULLI →  MAN TRIFFT SICH IN DER HAFENBAR ODER AM KAI, UND DER PIANIST ….

PONG 084

ULLI AN GERDA → … SPIELT AS TIME GOES BY

PING 085

ULLI AN GERDA → LEBEN IN SCHICHTEN UND LEBEN IN …

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Hier geht es zu allen bisherigen PingPongs → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/.

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/


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Etüde 05 2020

Die Worte, um die es in dieser Etüdenrunde geht, sind auf dem Bild zu sehen, gespendet hat sie für die abc.etüden dieses Mal Myriade, herzlichen Dank. Und wie immer auch dir, liebe Christiane, die du die Etüden zusammen hälst und nicht müde wirst sie zu moderieren und zu kommentieren. Ich schrieb es ja schon beim letzten Mal: Konstanten tun gut in Zeiten von Brüchigkeiten!


Es gab sie schon

die sprachlosen Zeiten

kein Teppich ist so dick

als dass er wirklich etwas verbergen könnte

es geht immer noch sprachloser

so gläsern

so zerbrechlich

Beine und Welt

Schmetterlinge flattern

tun was Schmetterlinge tun

und du

und nicht

und weiter –

43 Wörter


Zurzeit höre ich öfters Musik von Asaf Avidan. Während ich diese Zeilen schrieb auch, dann schaute ich auf den Titel und dachte: passt. Und diese Stimme … Enjoy!



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Etüde 04 2020

Die Worte, um die es in dieser Etüdenrunde geht, sind auf dem Bild zu sehen, gespendet hat sie für die abc.etüden dieses Mal der Etüden-(Er-)Finder Ludwig Zeidler. Herzlichen Dank Ludwig und auch dir, liebe Christiane, die du die Etüden zusammen hälst. Konstanten tun gut in Zeiten von Brüchigkeiten!


Es ist eine Unruhe in mir

Es ist eine Unruhe in mir

ein Pendeln dazwischen

Untergang und Auferstehung

Freude

echte Freude, ja

Traurigkeit und

Sorge

Wut

Ohnmacht

Liebe

immer wieder Liebe

wo

ist Heimat

ein Herz eine

Rumpelkammer

wovon

zehren

mutvoll

mundvoll zu viel

es ist ein Pendel

dazwischen.

49 Wörter


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Was mich froh macht

Ein Spaziergang am frühen Morgen am Fluss, der auch hier Wiese heißt.

Vorher wohnte ich an der kleinen Wiese, jetzt an der großen. Nicht weit von hier fließen sie zusammen und kurz vor Basel fließen sie in den Rhein.

Froh machen mich auch die Nachbarschaften von Steinen und Bäumen,

die Stille der Steine,

ein Vogel, der nicht wegfliegt, wenn ich ihn fotografieren will, auch wenn ich seinen Namen (leider) nicht weiß. (Vielleicht kann mir ja jemand helfen?)

Froh macht mich ebenfalls der Birnbaum vor meinem Fenster, der nun angefangen hat zu blühen und …

… dass nicht alle Magnolienblüten erfroren sind.

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Es ist zu jeder Zeit gut zu wissen was einen froh macht, mehr noch in dieser, für uns alle nicht einfachen Zeit.

Mich machen nicht nur solche frühen Morgenspaziergänge froh. Hinzu kommt der Kontakt mit meinen Freundinnen und Freunden über das Netz, über Telefon, Briefe und Postkarten. Ich bin froh, dass unsere Familie wohlauf ist. Ich bin froh und dankbar für alle Werkzeuge, die ich im Laufe meines Lebens geschenkt bekommen habe und dass ich sie zu nutzen weiß. Froh und dankbar bin ich für alle Menschen, die mich darin unterstützt haben die zu werden, die ich heute bin. Große Freude habe ich an meiner Kreativität, meinem offenen Herzen und an der täglichen Meditation. Und natürlich bin ich sehr froh über Bloghausen und dass es euch gibt!

Vieles ließe sich hier noch aufzählen, aber ich lasse es mal hier stehen, denn ich bin neugierig, was dich froh macht! Vielleicht magst das ja im Kommentar schreiben?!


Ich mache in dieser Woche eine Pause mit meinem Projekt der „Erinnernungsschaukel“. So sehr ich sie einerseits mag, so wichtig erscheint es mir gerade im Hier und Jetzt zu sein.



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