Miniatur 009 2018

Leere Stühle

Rot, orange und gold leuchtet der Oktober. Nebeltropfen am Morgen. Tränen. Sterben lehrt der Herbst. Zwei Freunde – leere Stühle – Licht im Spiegel – keine Gesichter, die wohnen hinter meinen Augen. Verbundenheit über alle Vergänglichkeit hinaus. Herbstlieder in Moll.

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Miniatur 008 2018

Das Rad der Zeit –

und plötzlich erschien in allem Grün und Gold ein Rot

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Es riecht so gut. Nach Herbst, nach Zwiebeln, nach Kartoffeln und Knobi, nach Feuer im Ofen und vor der Tür. Nach satten Bienen, reicher Ernte. Eichhörnchen springen in die höchsten Äste. Restliche Walnüsse und Eicheln zu ernten. Dorthin hat noch kein Wind gereicht. Noch kein Sturm. Nur Winde. Es riecht so gut. In der Stube und im Hof. Nach Laub und nach Ernte, nach verblassenden Farben, nach Fruchtbarkeit fürs nächste Jahr. Die Kräfte neigen sich der Erde zu. Ruhe. Frieden. Advent. Kein Kreuz. Nur Wiedergeburt. Jahr für Jahr. Bald.

Es riecht so gut.

Miniatur 007 2018

Hoffnung und Zuversicht. Ohnmacht und Hoffnungsverlust. Hin und her … her und hin … hin und her … her und hin …

Kluge Köpfe zeigen Lösungswege, schreiben sich die Finger wund, reden sich den Mund fusselig. Kluges prallt auf Betonköpfe. Drei Affen hocken in alten, weißen Männerköpfen.

Leicht darf es sein. Hoffnung will genährt sein, Freude, Mut und Glücklichsein auch. Neue Wege wollen gegangen werden.

Schönes am Wegesrand

Bilder von meinem Sonntagsspaziergang

Jahr für Jahr rühren mich im Herbst die kleinen, lilafarbenen Glockenblümchen an. Wenn kaum noch ein anderes Blümchen in den Magerwiesen hier oben blüht, verzaubert es mit Farbe und Klang.

Ikebana auf dem Waldboden

Winziges inmitten von Moos, sind es Blüten, Fruchtstände, wer weiß da mehr?

Ein Baumpilz (leider kam ich nicht näher ran, da ein Elektrozaun im Weg war, er ist gigantisch und soll, laut meiner Nachbrain, essbar sein, wir trauen uns aber nicht …)

Holzzauber (von Samstag, an einem Haus entdeckt)

Die Woche darf mit Schönem beginnen, ich wünsche euch Gutes und Schönes …

Sonntagsbilder 39 2018

Jetzt beginnt die Zeit der wallenden Nebel am Morgen

 

So schaute es gestern Morgen aus, als ich mich um kurz nach 8h auf den Weg gemacht habe. Meine Enkelin ist gestern eingeschult worden, was für ein bewegter Tag!

Es ist schade, dass ich euch kein Bild von ihr zeigen kann, das verbietet mir meine Ethik. Gerade dachte ich, ich könnte ja ein Bild von der ganzen Klasse zeigen, als sie nach der Zeremonie in der Aula mit ihren Sonnenblumentöpfen und den Schultüten in ihren Händen, ihren Ranzen auf den kleinen Rücken vor der Schultüre standen, aber dann fragte ich mich worin der Unterschied bestünde – statt einem kleinem Mädchen würde ich viele kleine Mädchen, plus viele kleine Jungs zeigen. Ich müsste meine Enkelin nicht benennen, wer sie kennt, würde sie erkennen – nein ist nein, ich kann und will das nicht!

Ihr alle kennt Kindergesichter, ob mit dunklen oder hellen Zöpfen, ob mit Pferdeschwanz oder Kurzhaarfrisur, ob mit langen oder kurzen Hosen, ob mit bunten Sommerkleidern oder Blusen/T-Shirts und Röcken. Ihr könnt euch diese kleinen, aufgeregten Menschen vorstellen, bei manchen seht ihr helle, bei manchen stille Freude, bei anderen Schalk oder Skepsis durchscheinen … Ihr alle kennt die Szenen auf der Schultreppe, mit der Lehrerin, dem Lehrer an der Seite, mal hinten links oder hinten rechts stehend, ihr seht in verlegene oder strahlende, in offene und verschämte Gesichter, vielleicht hier und da in ein gelangweiltes, aber immer ist es die Schultreppe und immer sind es kleine Menschen, die ihren ersten Schultag hatten!

Manches ändert sich nicht und manches eben doch, wenn ich mein Klassenfoto aus der 1. Klasse anschaue: wir wurden „drapiert“, wir waren noch mehr Kinder in einer Klasse, die Mode war eine andere und das Foto wurde nicht am Einschulungstag aufgenommen, auch nicht von den Eltern oder Großeltern, es kam der Schulfotograf …

Wenn ich dieses Foto betrachte, erinnere ich mich an viele dieser Mädchen und Jungen, wer welchen Namen trug, wie wer gewesen ist, mit wem ich Freundschaften pflegte, mit wem nicht, wer die Pfiffigen und Lustigen, die Liebenswerten waren und wer die Doofies … lang ist`s her, sechsundfünfzig Jahre.

Ich freue mich, dass M. seit heute in die 1. Klasse der hiesigen Waldorfschule geht, ich wünsche ihr viel Freude am Lernen und viele bereichernde Stunden, sowie gute Freundinnen und Freunde, wohlwollende Lehrerinnen und Lehrer auf ihrem Weg.


Hier zeige ich euch noch zwei Ausschnitte des Schulgartens, es fehlen die Gemüse- und Blumenbeete, die Schafe, Enten und Hühner, das Labyrinth, die Jurte, die Holzwerkstatt, die Schuppen in denen Kerzen gezogen werden oder die Gartengeräte ihren Platz haben. Ja, ich bin froh und dankbar, dass es solche Schulen gibt!

Habts schön heute!

Auf dem Weg

Licht und Schatten auf dem Weg

Grenzgebiete – zwischen Wildwuchs und Zivilisation

-1-

-2-

Kulturland, wohin ich auch schaue

Alte Weiber spinnen unbeirrt ihre Netze

It is time we truly recognize that the era of the hunter is past.
This should be a more “feminine” era – an era when women make greater contributions to society. If we continue to devalue what women have to offer, we will continue harming women and continue overlooking and devaluing these virtues that are considered “feminine.” And these are precisely the virtues that the world needs more now.

Worte des 17. Karmapas, genannt Gyawang Karmapa, Ogyen Thinley Dorje

Alles fließt, alles ändert sich, immerfort –

Ich möchte Zöpfe flechten aus Altbewährtem und Neuem

die Bilder werden groß, wenn du sie anklickst



Diese Bilder habe ich am Sonntag von einem langem Spaziergang mitgebracht. Einem Spaziergang, der bei allem wunderbaren Septemberlicht und der immer wärmer werdenden Sonne nicht unbeschattet gewesen ist.

Die Schatten nehmen überhand in den letzten Wochen und Tagen, das Säbelrasseln wird immer lauter, das Schweigen auf fb und twitter dazu könnte ich jetzt also als beredt bezeichnen? Wieso wird jetzt und hier nicht zu einer Massendemo z.B. in Berlin aufgerufen und ist Chemnitz stattdessen immer noch Thema?

In Bloghausen haben einige nicht geschwiegen:

11/9. Das große Spiel spitzt sich zu. Was tun? Sag NEIN!

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2018/09/11/1-handlungen-die-geeignet-sind-und-in-der-absicht-vorgenommen-werden/

nachdenkenswert:

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2018/09/11/nichteinmischung-nichteinmischung-nichteinmischung-nichteinmischung-nicht-einmischen/

Ein Putsch jagt den anderen!

Schönes

Mir ist nach Schönem. Mir ist nach Septemberlicht. Mir ist nach Wasser.

Wir haben hier in den letzten Tagen unglaublich viel diskutiert, ich danke allen, die sich daran beteiligt haben. Nichts von dem geht an mir vorbei, weder Zuspruch, noch Widerspruch, noch Zwischentöne und es gibt noch vieles zu überdenken.

Ich muss nicht alles vom anderen mögen.

Jetzt aber möchte ich mich einstweilen wieder den schönen Seiten des Lebens zuwenden. Schönheit nährt Herz und Seele. Schönheit schenkt mir Kraft, Ja zum Leben zu sagen. Schönheit wohnt in den Augenblicken.

Das sind Bilder von Dienstag, 04. September, als ich mit meinen Enkelkindern einen Rheinspaziergang gemacht habe und der Schwan wiederkam, er kommt immer, wenn ich dort bin und jedes Mal noch näher. Ich „baute“ mit den Kindern einen Flussarm. Sie hatten gefragt was das denn sei, ein Flussarm … nun wissen sie auch das –

Von Bäuchen und Höhlen

Für Gerdas Projekt

Venus von Willendorf, Venus vom Hohle Fels, eine Erdmutter

Wieder stöberte ich durch meine und durch digitale Archive. Hängen geblieben ist der Satz unter dem Bild der Venus vom Hohle Fels: „Die Geburt der Kunst“.

Ja, um Geburt geht es mir, ob nun von Kunst oder dem Leben. Kunst ist Ausdruck des menschlichen Lebens, ist Verehrung, ist Liebe, ist Schönheit, ist Kritik, ist Spiegel und mehr.

Um Höhlen geht es mir, ihrem Blick von Innen nach Außen. Luna darf für mich bei diesem Thema nicht fehlen!

Um Schutzräume geht es mir. Höhlen sind Schutzräume für Tier und Mensch. Höhlen führen ins Erdinnere, in andere Welten, mal Unterwelt, auch Hades genannt oder Untere Welten, wie es im Schamanismus heißt und sie führen in Schattenreiche, aus psychologischer Sicht.

Um Bäuche geht es mir, Bäuche sind Höhlen, sind Schutzräume für die Organe, Schutzräume für neues Leben bei den Frauen.

Ich denke an Nester,

an Nestbau,

an Fruchtbarkeit und an rote Eier.


So schlage ich meine Bögen von einem zum anderem …

Die Bilder stammen aus verschiedenen Epochen, nur die erste Bildtafel ist neu zusammengestellt.

Wer mir schon länger folgt weiß,  dass die Venus von Willendorf im Närrinnenzyklus auftauchte. Die Erdmutter ist eine Tonfigur von einer meiner Lehrerinnen, die ich abfotografiert habe. Wer sie geformt hat weiß ich nicht. Sie war Bestandteil der einen und anderen Fotomontage und Collage in 2011 und 2012, z.B. hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2012/01/24/oh-du-alte-mutter-erde/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2012/10/28/its-a-black-magic-woman/

Das Nest ist eine neue Fotomontage und die drei folgenden Bilder habe ich heute bearbeitet, diese aber lasse ich jetzt unkommentiert, vielleicht magst ja du? Nur so viel will ich verraten, eins ergibt das andere.

wie immer werden alle Bilder groß, die Galerie öffnet sich, wenn du sie anklickst –


Die Bilder der Venus von Willendorf und der Venus vom Hohle Fels habe ich aus dem Netz gefischt, alle anderen Bilder © Ulli Gau