Blüten, Knospen, Zwei- und Vierbeiner

Pustehuflattichblumen

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Als ich am Dienstagmittag Nachhause fuhr und sich zwischen dem letzten Dorf und „meinem“ Abbiegefeldweg das Tal öffnete, weiß getupft mit Obst- und Beerenblüten und über die Wiese vier Störche stakten, war ich glücklich. War es den ganzen Tag. Ich lud nur schnell meine Einkäufe daheim ab, schnappte mir die Kamera und fuhr wieder los. Zwei Stunden stromerte ich im Tal herum. Leider hatte sich der Himmel zugezogen, sodass das eine und andere Bild lange nicht so strahlend ist, wie es hätte sein können.

Blüten und Knospen

Ich erwischte eine ganz junge, noch sehr zarte Schrecke auf einer Löwenzahnblüte

Am meisten aber habe ich mich gefreut, dass es mir gelang zwei Störche zu fotografieren. Ich musste den Zoom bis zum Anschlag ausfahren und hatte meine Bedenken wegen der Schärfe, aber ich bin zufrieden.

So innig, so berührend und schön

Ein Sprung,

hin zu Gründonnerstagmorgen, kurz nach dem Erwachen,

so klassisch Tulpe –

Die Sonne scheint wieder, Licht wirft Schatten –

One big Yes

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Gedankenfäden 004

RoteFadenGeschichte 019 – 020

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Gedankenfäden 004

Es ist ja nicht so, als ob es nicht traurig wäre! Du bist mir Heimat gewesen, bist es noch, nur anders. Jetzt bist du meine verlassene Heimat. Verlassene Orte sind merkwürdig kalt, sie riechen nach Pilzen.

So gerne möchte ich schneller gehen. Die Sehnsucht nach der Mündung treibt mich. Wieviel Traurigkeit noch immer zwischen den Zeilen ist! Es hat schon mehr als einen Tränenbach in meinem Leben gegeben. Wie befreiend es ist rückwärts zu schauen: das habe ich schon einmal geschafft – und dann nach vorne zu gehen.

Damals waren die Beine noch jünger, vielleicht trugen sie mich schneller zur Mündung, aber vielleicht täuscht das alles auch nur. Erinnerungen neigen zu Kapriolen und manch anderen Narreteien.

Du bist Zurzeit eine Leerstelle. Ich brauche das jetzt. Ich schütze mein Herz. Es ist noch zu früh die kostbaren Erinnerungen in der roten Lackschachtel zu betrachten. Anderes ist zu spät für uns. Manch roter Faden verflechtet sich mit einem anderen auf seinem Lebensweg, andere baumeln lose im Raum.

 

Ich denke an Mr. Aufziehvogel*, der auf dem Boden des ausgetrockneten Brunnens saß, suchte und fand, anderes, vielleicht auch ein Stück von sich selbst. Daneben steht das Bild der österreichischen Bergwiese aus der einhundertundachtundmehr Quellen blubbern, spitzfelsige Berge rahmen das Bild. Heiliger Boden, reines Wasser, ein Stein senkt Altlasten auf den Grund. Still. Tief. Bergsee. Kalt. Kalt ist auch der quicklebendige Bergbach, der einlädt Schuhe und Strümpfe auszuziehen und darin zu tanzen.

Du sagst, du wärst ganz Schuld. Als ob es darum ginge!

Die Freundin sagt, dass sie gerade die ganz einfachen Dinge glücklich machen. Sie könnte jetzt Erbsen puhlen. Ich muss so lachen!

Du hast gesagt, ich hätte den Frieden mit Nachhause gebracht. Damals, als ich von der Bergwiese mit den einhundertundachtundmehr Quellen zurückgekehrt bin. Dass selbst solch ein Frieden nicht halten konnte – und als ob das nicht traurig wäre!

Und dann sehe ich mich in der Abendsonne sitzen. Vögel zwitschern.

Die Vögel kümmert der Aprilregen nicht. Auch nicht die Flocken, die dann und wann wieder und noch fallen. Auch nicht der Nebel, der an manchen Morgenden noch bergan wallt. Die Vögel singen. Ihr Nest, ihre Eier, ihre Vogelfrau, ihr Vogelmann, das ist ihr Lied, in artenreichen Variationen.

Was macht ein Vogel, wenn er Schmerzen hat? Hat ein Vogel Schmerzen? Er muss Schmerzen haben, wenn er sich verletzt hat, zum Beispiel. Von so Vielem weiß ich nichts, als lebte ich ein karges Leben!

Die Haut ist ganz trocken, ich schmiere und schmiere. Die Brüste ganz weich, längst haben sich die Ellbogen daran gewöhnt sie zu berühren, wenn sie nicht hochgelupft werden. Wozu eigentlich?

Was sich so alles gehört und was so alles nicht – und auch nicht gehört, und schon gar nicht erhört wird!

Was und wer alles kam und vorüberging, welche Schritte vor der Haustüre verharrten und sie passierten, wer alles draußen blieb und bleiben musste, leider oder auch nicht. Und wer auch später wieder ging, mit und ohne Wiederkehr.

Das Leben ist eine Bahnhofsgeschichte von Ankunft und Abschied. Eine Geschichte vom Umsteigen, von richtig und falsch gestellten Weichen, von richtigen und falschen Signalen, von Gleisüberquerungen mit und ohne Schranken. Die Geräusche am Bahndamm haben sich über die Jahrzehnte verändert. Gibt es noch spielende Kinder dort? Legt noch eins sein Ohr auf die Schienen, um zu hören, ob ein Zug naht?

Nein, Mutter hat davon nichts gewußt. Mütter dürfen manches nicht wissen! Erst später, wenn die Kinder und Mütter auf gleiche Augenhöhe herangewachsen sind, dann können sie gemeinsam über die kindlichen Spiele lachen.

In den Fluren der Häuser und Schulen in Schweden riecht es nach nasser Wolle – oder ist das jetzt auch vorbei? Länderraumakklimatisationen?

Die weiße Kugellampe beleuchtet das feine Gesteck der zarten Schlehenblüten mit einer tiefroten Ranunkel in der weißen Porzellanschale, mit dem weißen Bretagnestein. Und immer dieses Rot! Als wollte es mich erinnern, an das Blut und an das Leben, an die Kraft und den Willen, an die Liebe, die Lust und die Leidenschaft.

Rote, blaue, grüne und schwarze Schuhe, jetzt also blaue, wie fremd sie mir noch sind! Als Mädchen habe ich einmal beim Ostereinkauf hellblaue Schuhe bekommen. Ich musste bitten und betteln. Mutter war skeptisch, weil sie ein Absätzchen hatten. So stolz war ich während jener Ostertage, wenn ich auf meine Füße schaute.

Immer fuhren wir vor Ostern in die große Stadt, Mutter und ich. Immer dann gab es neue Sonntagskleidung. Und immer betrübte ich Mutter, weil ich nie ein Hütchen wollte. Am Abend gab es dann Röggelchen * mit Feinkostsalaten von „Nordsee“. Ein Fest! Einmal im Jahr war das so. Alle anderen Kleider, Röcke, Blusen, Mäntel und Pullover kamen von den größeren Cousinen, nähte, strickte, häkelte Mutter selbst oder brachte der Nikolaus/das Christkind. Letzteres konzentrierte sich auf Schlafanzüge, die sich, je größer ich wurde, in immer länger werdende Nachthemden wandelten.

Und dann die vielen Horsts in meinem Leben. Der erste Kuss von dem Horst, der nicht Förster wurde, aber so hieß. Die Ferienliebe Horst und auch ein Kuss, mindestens, der sich kurz danach versehentlich erschoss. Die zweite Ferienliebe, unerwiedert, der feine Gedichte schrieb, später, als ich ihn schon nicht mehr kannte, die dennoch ihren Weg zu mir gefunden haben, später, als auch er schon nicht mehr lebte. Und dann die große Liebe, die längste, die, die sich gerade verwandelt, worein auch immer noch. Die mich, trotz aller Ewigkeit, die Notbremse ziehen ließ. Der Zug hielt kreischend auf weit offenem Land. Ich bahne mir meinen Weg zur Mündung.

Ja, ich mag wieder erzählen – meine und andere Geschichten.



Hierzu passt auch das neueste Video von Cambra Skadé



*Mr. Aufziehvogel ist ein Buch von Haruki Murakami

*Röggelchen werden in Düsseldorf die Roggenbrötchen genannt

Gedankenfäden 003

RoteFadenGeschichte 017

Gedankenfäden 003

-1-

Der rote Faden, der du einst gewesen bist, drohte mich zu strangulieren. Viele Quälgeister habe ich eingeladen und alle Männer waren Vater. Niemand ist mir je Vater gewesen. Ich bin mir über die Jahre Mutter geworden, es wird Zeit mir Vater zu sein. Liebevoll werde ich mich auf den breiten Schultern tragen, mich in die Luft werfen und wieder auffangen. Mit neuen Bildern und Worten werde ich mir die Welt erklären, meine kleine Hand in meine große legen, die mich führen wird – über Abgründe hinweg.

-2-

Nur er, der Ritter mit der blauschwarzen Rüstung, wußte was Leiden war. Nur er kannte Schmerz, er allein ist dem Tod von der Schippe gesprungen. Sie lachte ihr gluckerndes Lachen. Seine Rüstung, ein Narrengewand. Sie hat ihre Angst weggelacht. Verwundert schaut er ihr nach. Sie hat nur einmal Simsalabim geflüstert, da war er zu einem hässlichen Zwerg geschrumpft. Verlust und Schmerz ließ seinen Blick sterben. Sie tanzt jetzt für einen anderen.

-3-

Mitten im Strom hängengeblieben, im Gegenstrudel des Fürundwiders auf der Stelle tretend weitergegangen.

Eine Bewegung, erst klein, die Tür ist geöffnet. Es gibt kein Haus. Ein Bett unter einem trockenem Dach, das Winterholz hinter der Wand, geflüsterte Worte, du bist weit weg, es hat sich nichts geändert.

Bittere Frauen, ein Bänkelsänger, ein zugeklebter Mund, verstopfte Ohren, rollende Räder, weg von brennenden Scheiben, berghohe Feuer, keine Gefahr.

Weg weg, dichtes Dickicht, lose Worte, Los gekauft, Geld los, ein Loch in der Hosentasche. Den Ball eingelocht, schwere Verbrecher erbrechen Kaviar in goldene Schüsseln.

Drei Kammern: Altglas, Altpapier, Restmüll. Der ohne Obdach, am Bahnhof verlor die Mission, lehnt an der dritten Kammer. Toni Restmüll. Eiserne Besen fegen den Winter der Welt. Hitze und Dürre, verirrte Eisbären sterben vor vergoldeteten Türen.

Eiserne Bänder geflochten, bunte Bilder, bemühte Schönheit, gefütterte Freude, kein Prinz, viel Angst, kleine Hände graben nach Liebe.

Die Sonne scheint. Der Nachbar kotzt. Guten Morgen!

Es geht gut – es kann nicht gut gehen – gehen tut gut.

Wir ist auf die Fliesen gekracht. Eine Hand fegt Scherben. Das Herz gehalten. Eisenband. Kein Wagen, kein Heinrich. Flüsse fließen wieder. Steine und Wagen poltern über Kopfstein, Kopf und Stein, Stolperstein, Erinnerungen, Gedenken, an dich denken, Trauer, Frieden, Stille, Meer.

Bierdumpf ist auch so ein Wort. Dumpf überhaupt – Dampf, Qualm, Nebel, Rauch – bald Bahnhof, dann Flugzeug, dann weg.

Gedankenfäden 002

RoteFadenGeschichte 014 – 016

Oben hinein, unten heraus, dazwischen, davor, dahinter, danach nichts weiter.

Oben hinein, er bleibt, sie kreiselt um den roten Faden herum, der sich verwickelt, verknotet, Anfang und Ende sind kaum noch zu unterscheiden.

Er gibt unerwartet Leine, bildet eine Linie von der Großmutter, zur Mutter, zur Tochter, zur Tochtertochter, zur Enkelin. Verbunden, verstrickt, entknotet strebt er weiter, führt um sie herum, kein Kreis, schlangenähnlich zieht er weiter.

Manchmal verwirrt verknäult er sich. Sie hält den Anfang in ihren Händen. Oder ist es das Ende?

Was, wenn er zerreißt – mittendrin – auf dem Weg heraus aus dem Labyrinth?

Was, wenn der rote Faden auf den blauen Weg fällt, hin zum Grün des Lebens strebt?

Was, wenn Einer kommt und ihn um seinen kleinen Finger wickelt?

Sie wird ihm folgen, ihm standhalten, seinen kleinen Finger nehmen. Er gibt ihr die ganze Hand. Sie nimmt sie nicht. Sie nimmt den roten Faden. Sie wickelt ihn um ihr Herz, es braucht jetzt ein Nest.

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Unendliche Geschichten, ihre eigenen, die der anderen, die fremden – verschachtelt, in- und umeinander, Wanderdünen in ihrem Kopf.

Sie steht jetzt auf, zieht sich ihre Socken an, den dicken Pullover über, das schafft sie, genügend Holz für einen weiteren Tag zu holen, die gerade geschlüpften Sonnenblumen zu gießen, sie und sich in die Wärme der Märzsonne zu stellen.

Kleine Opfergaben für die neue Haut, die alte ist ihr zu eng geworden. Sie reißt, fällt in Schuppen auf den zurückgelegten Weg, den sie nicht mehr betreten wird. Pelzig ist die Zunge, der nicht zu löschende Durst treibt sie. Eine Kanne Zitronenhonigwasser, Altbewährtes auf neuem Weg. Sie hat den Tränenbach überquert. Schnell und schneller geht sie seiner Mündung entgegen, am Ziel angekommen, wird die Quelle versiegen.



P.S. RoteFadenGeschichten habe ich die Serie der Bilder genannt, die Texte Gedankenfäden.

Wer will fleißige Handwerker seh´n …

… der muss zu uns in die Stube geh´n …

Die Bilder werden groß, die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst

Diese Werkstücke haben letzte Wochen die Enkelkinder gemacht, wir haben „getöpfert“.

Fazit meiner Enkeltochter war: „Oma … ich glaub` von dir können wir noch ne Menge lernen.“ Hier wohnen Freude und Verantwortung in einem Haus.

Ich habe ihnen erstens gezeigt, wie man, ohne „Würstchentechnik“ eine Schale formen kann und zweitens, versuchte ich mich an einer Eule, deren Gefieder allerdings „falschrum“ geriet. Darf ich vorstellen: Monsieur Machtnix.

„Es geht um die Inspiration und um die Freude“, sagt er und fügt an: „um nix anderes“.



© U., M., L., Gau

Der Hase

Der Hase – eine lose Sammlung oder was mir der Hase ist

„Sinnbild der Wiedergeburt ist der Hase auch für Joseph Beuys, in dessen Werk der Hase immer wieder einen Platz findet. Im Kontext seiner Aktion „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ sagte er, dass der Hase direkt eine Beziehung zur Geburt hat (…).

„Für mich ist der Hase das Symbol für die Inkarnation. Denn der Hase macht das ganz real, was der Mensch nur in Gedanken machen kann. Er gräbt sich ein, er gräbt sich eine Mulde. Er inkarniert sich in der Erde, und das allein ist wichtig.“

Mensch und Hase – zärtliche Gesten

Oma, was macht der Hase eigentlich im Winter?

Mutter, Mutter, der Jäger, der Hase, der Brunnen …

Es war ein Fiebertraum; einen, den ich nie vergessen habe. Es ist eben kein Spaß, wenn ein Hase mit einem Schießgewehr auf mich zielt. Dieser Struwwelpeter …

Frieden

Joseph Beuys – Friedenshase © wize.life

Und ein Hasen-Haiku von Eulenschwinge → https://eulenschwinge.wordpress.com/2017/05/28/hasen-haiku/

Wenn ich an Hasen denke, dann ist das erste was mir einfällt „Zärtlichkeit“. Frag nicht, es ist einfach so. Das zweite ist Frieden, das dritte sein Zick-Zack-Lauf und erst dann kommt alles, was ich im Laufe des Lebens über ihn, sein Verhalten, sein Leben gelernt habe, nicht zuletzt auch wegen der Frage meines Enkelsohnes (s.o.).

Hasen sind für uns Menschen harmlos, sie greifen nicht an, sie flüchten und das aus gutem Grund, nicht nur der Mensch ist des Hasens Feind. Opfertier von Mensch und anderen Tieren, eine Jagdtrophäe war und ist er.

Hasen waren/sind auch ein Symbol für die Fruchtbarkeit (wobei Mäuse sich ja noch emsiger vermehren …).

Dass er ein Symbol für Ostern wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass er im ausgehenden Winter, der Zeit des ersten Frühlingahnens wieder sichtbar wird, nachdem er im Winter, gut getarnt, in seinen Mulden = Sassen liegt, gerne auch unter umgefallenen Baumstämmen. Hungrig hoppelt er nun über Feld und Flur.

Mehr über seine Symbolik in der Kunst und überhaupt kannst du bei Interesse im oberen Link nachlesen.

Das wohl berühmteste Bildnis eines Hasens malte einst Albrecht Dürer.

Der Hase wurde zum „Markenzeichen“ vieler Fluxus-Künstler, (vielleicht) angeregt durch Joseph Beuys, was ich aber nicht so genau weiß und auch nicht recherchieren konnte.

Auch sonst fand der Hase seinen Weg durch alle Zeiten hindurch in die Kunst, wie u.a. bei Gerda Kazakou zu sehen ist (das zweite Bild in der Zärtlichkeits-Galerie).

Nun zeige ich euch noch zwei Hasenskulpturen, die mir seltsam fremd geblieben sind. Gerade fand ich im Netz etwas über ihre Hintergründe und schon sind sie mir etwas weniger fremd.

Fondation Beyeler – Thomas Schütte

Kunst kann man nicht machen. Man kann nur die Bedingungen herstellen, damit etwas Spezielles passiert. Sagte Thomas Schütte gestern bei der Pressekonferenz seiner Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen.

Die monumentale Hasenfigur im Teich dokumentiert, wie etwas Spezielles entstehen kann. Der Hase wurde vor Jahren von seiner kleinen Tochter aus Tonresten gestaltet. Sie nannte ihre 20 Zentimeter hohe Figur einen Allzweckheiligen für alle Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Als Allzweckheiliger stand die kleine Plastik auf dem Schreintisch von Schütte – bis er sie aus einer Laune heraus einer Sendung auf ein monumentales Mass vergrösserte und dann in Styropor schnitt.

Dieser Grosshase stand dann jahrelang in seinem Atelier bis ein Bekannter dringend Arbeit suchte. So bearbeiteten sie beide die Hasenskulptur; und was dann daraus entstand,  fügt sich jetzt  so organisch in das Ambiente des beyelerischen Teiches ein, als ob es gerade dafür geschaffen worden sei.

https://www.journal21.ch/thomas-schuette-in-der-fondadion-beyeler

„De Düvel sinneert över sien Karninken“ (Der Teufel sinniert über sein Kaninchen) von Markus Daams, zu sehen an der Teufelsbrücke in Hamburg

Eine Legende erzählt:

An der Furt, wo heute die Elbchaussee die Flottbek überquert, verunglückten immer wieder Fuhrwerke durch Radbruch. Man nahm an, dass es dort „mit dem Teufel zuginge“. Daraufhin wurde ein Zimmermann beauftragt, eine Brücke über den Bach zu bauen. Dieser nahm für den Bau der Brücke die Hilfe des Teufels in Anspruch und versprach ihm dafür die Seele des ersten Lebewesens, das über die Brücke gehen würde.
Nachdem der Pfarrer aus Nienstedten am Tag der Einweihung die Brücke gesegnet hatte und sie betreten wollte, wurde ein Hase von der Menge aufgescheucht und lief als erstes Lebewesen über die Brücke.

https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelsbr%C3%BCck

An einem Zaun in Priesseck/Wendland entdeckt

Ein letztes Bild – eine Fotomontage von 2011

Das Motiv fand ich ebenfalls an einem Zaun, dieses Mal in Riehen/Schweiz. Inspiriert wurde es wohl von dem „Dreihasenfenster“ am Paderborner Dom oder von dem Dreihasenfenster im Kloster Muottatal in der Schweiz oder …

Das Dreihasenbild stellt drei springende Hasen dar, die in Kreisform angeordnet sind. Eine Beschreibung dieses Symbols findet sich auch in dem Vers: „Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei“. Dabei sind drei Hasen so angeordnet, dass zwar jeder Hase zwei Ohren hat, auf dem Motiv aber insgesamt nur drei Ohren dargestellt sind.

Das Dreihasenbild taucht an verschiedenen Orten und in den unterschiedlichsten Kulturen der Welt auf. Seine ursprüngliche Bedeutung ist nicht klar. Es wird häufig als ein Archetypus angesehen. Eine ähnliche Form der Figurvereinigung, allerdings mit drei menschlichen Köpfen, stellt der Tricephalus, Triceps oder Triphons dar. Allgemein spricht man bei derartigen dreigliedrig-symmetrischen Figuren von Triskelen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dreihasenbild

Und … gestern Abend hoppelten drei Hasen über die Wiese, der Hasenwiese, wie ich sie nenne, als ich vom Tal Nachhause fuhr. Denn wenn Hasen, dann dort!

Sonntagsbilder 01 2019

Here we go

Jetzt ist der Winter hier angekommen, sowohl hier, wie Erstrecht auf dem alten Berg, wo ich wieder arbeite und während dieser Zeit dann auch wohne.

Guten Morgen, ihr Schönen

High noon

 

Räume

Am Abend

Alle Bilder werden groß, die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst –

Raum und Licht, anstelle von Raum und Zeit, nehmen sich Raum in mir und ich bin gespannt wie sie sich ausdrücken werden. Mehr dazu demnächst.

Jetzt wünsche ich euch/dir einen guten Wintersonntag, mit einem kleinem bisschen Glücklichsein.

 

Alltag 3

Weiter geht es mit den Bildern und Geschichten rund um meinen Alltag oder wie ich lieber sage: um meine „Alletage„.

Ein Projekt zu dem ich Mitte Oktober die Idee hatte → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/

Diese Idee hat so viel Anklang gefunden, dass daraus ein sehr bewegtes Projekt geworden ist, Alltag 1 und Alltag 2 sind schon Vergangenheit, aber vielleicht hast du ja noch gar nicht alle Beiträge dazu gelesen? Hier noch einmal der Link zu Alltag 2 → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/, bei dem am Ende die Liste aller Mitwirkenden zu Alltag 1 steht, so, wie auch in diesem Beitrag die Liste aller Mitwirkenden zu Alltag 2 am Ende steht.

Und wenn nun auch du in der 3. Runde mit dabei bist, dann verlinke doch bitte deins mit DIESEM Beitrag, dann habe ich es einfach diese zu sammeln und in der 4. Runde aufzulisten. MERCI!

Heute zeige ich euch eine Auswahl kleiner Dingelinge aus meiner Welt. Manche von ihnen begleiten mich schon seit meiner Kindheit, andere kamen nach und nach dazu, manche sind Fundstücke, andere sind Geschenke, aber allen ist eins gemein, sie tragen eine Geschichte und sind Teil meiner eigenen.

Weitreichende Erinnerungsgeschichten, ohne und mit Blitz

-1-

-2-

Wichtel-und-Enkelkinder-Geschichten

Tochtergeschichten

Fundstück-und-Verbundenheitsgeschichten

Alte und lange Geschichten

Trotz meiner unzähligen Umzüge habe ich es geschafft einiges aus meiner Kindheit von einem Ort zum anderen mitzunehmen, habe den Ideen anderer getrotzt und zum Beispiel meinen Goofy nie weggeschmissen. Ja, alt ist er geworden, mittlerweile lebt er seit 54 Jahren mit mir, nicht ohne Blessuren, wie auch? Noch älter ist der kleine Holzelefant im oben abgebildetem Regal bei mir, ihn brachte mein Vater vor 60 Jahren aus Indien mit, nur seine winzigen Stoßzähne hat er auf den vielen Wegen von dort nach hier verloren. Und dann noch der Same, ebenfalls im Regal zu entdecken, der seit 56 Jahren bei mir wohnt. Seit zehn Jahren ist er nicht mehr allein, ich brachte ihm die kleine Trolldame aus Schwedisch Lappland mit, seitdem sind sie unzertrennlich.

Anderes ging verloren oder wurde mir geklaut. Ja, auch das hat es in meinem Leben gegeben, damals, während der wilden Jahre. Diese Dinge gibt es zwar nicht mehr in meiner Stube, aber in meinem inneren Schatzkästchen sind sie wohl verwahrt.



Habt vielen herzlichen Dank für eure Begeisterung für diese Idee, für eure Kreativität, eure Bilder und Geschichten, jeder einzelne Beitrag ist ein Geschenk. Und nun bin ich sehr gespannt auf euers in der 3. Runde!

https://erntetank.wordpress.com/2018/11/30/alltag-00002/

https://pawlo.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://alpinerot.wordpress.com/2018/12/01/noch-ein-sachtext-alltag/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://fuenfprozentfrau.blogger.de/stories/2706889

https://kopfundgestalt.com/2018/12/01/alltag-meine-leseroutinen/

https://gerdakazakou.com/2018/12/01/alltag-2/

https://amazonasknallerbse1.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2-abendrituale/

https://friend-of-friends.com/2018/12/01/das-besondere-im-alltag-kaffee-und-ich-eine-erfolgsgeschichte/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2018/12/02/alltag-dezember-2018/

https://mitziirsaj.com/2018/12/02/alltag-der-substantiv-maskulin-ohne-plural/

https://klunkerdesalltags.blog/2018/12/02/alltag-im-advent/

https://www.jaellekatz.de/allgemein/alltag-gerne

https://eulenschwinge.wordpress.com/2018/12/02/alltag-dezember-02-12-18/

https://geschichtenundmeer.wordpress.com/2018/12/02/ein-samstag-im-dezember/

http://voller-worte.de/2018/alltag-mal-wieder/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2018/dezember/zu_ullis_projekt_alltag_2

https://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/2018/12/02/alltag-das-immerwiederkehrende-2/

https://agnesblogsite.wordpress.com/2018/12/02/alltag-2-nicht-ganz-zum-ursprung/

https://lebenskreisblog.wordpress.com/2018/12/02/dezember-alltag/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2018/12/03/alltag-november-2018/

https://kormoranflug.wordpress.com/2018/12/03/alltag/

https://pawlo.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://susannehaun.com/2018/12/04/alltag-2-von-susanne-haun/

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2018/12/04/alltag-dezember/

https://handundgemacht.wordpress.com/2018/12/08/alltag/

Rückblick Dezember 2018

Wie bei jedem Rückblick eines Monats zeige ich euch die Bilder, die noch „übrig“ sind.

Dieser Monat hatte es anfänglich noch einmal in sich. Ich sag nur „Turbulenzen“. Davon aber ist auf meinen Bildern nichts zu sehen und das ist auch gut so. Auf ihnen zeigt sich der Wechsel von Frost, Reif, Schnee und Regen, von Momenten der Besinnlichkeit und dem Zauber der Stille, die seit der Wintersonnenwende in mir wirkt, die mich nährt.

Dass es in der Welt anders zugeht, das nehme ich wahr, kaum eine Atempause, das Geschäft geht weiter und weiter. Gerade noch Weihnachtsdeko, jetzt Sylvesterknaller und Luftschlangen und dann kommen schon die Fasnachtsartikel, um auf der profanen Ebene zu bleiben und die Politik mal außen vor zu lassen. Bei den Geschäften muss ich nicht mitmachen! Freude verschenkt sich anders. Liebe wirkt. Stille nährt.

Viel Freude bei meinem Dezemberrückblick!

Die Adventszeit wird eingeläutet

Ab und an wintert es,

dann regnet es wieder. So Willkommen!

Die Stille kehrt ein – Wintersonnenwende

WeiheNacht – der Schmaus – die Deko – das Licht

Frostreifige Rautage

In mir (sich) geborgen

Aufwiedersehen – aufwiederlesen – aufwiederhören im neuen Jahr. Kommt gut herüber … wir lesen uns dann!

Es ist immer wieder bereichernd, dass es euch gibt!

DANKE.

Weiter geht´s …