Schönes am Wegesrand

Bilder von meinem Sonntagsspaziergang

Jahr für Jahr rühren mich im Herbst die kleinen, lilafarbenen Glockenblümchen an. Wenn kaum noch ein anderes Blümchen in den Magerwiesen hier oben blüht, verzaubert es mit Farbe und Klang.

Ikebana auf dem Waldboden

Winziges inmitten von Moos, sind es Blüten, Fruchtstände, wer weiß da mehr?

Ein Baumpilz (leider kam ich nicht näher ran, da ein Elektrozaun im Weg war, er ist gigantisch und soll, laut meiner Nachbrain, essbar sein, wir trauen uns aber nicht …)

Holzzauber (von Samstag, an einem Haus entdeckt)

Die Woche darf mit Schönem beginnen, ich wünsche euch Gutes und Schönes …

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Sonntagsbilder 39 2018

Jetzt beginnt die Zeit der wallenden Nebel am Morgen

 

So schaute es gestern Morgen aus, als ich mich um kurz nach 8h auf den Weg gemacht habe. Meine Enkelin ist gestern eingeschult worden, was für ein bewegter Tag!

Es ist schade, dass ich euch kein Bild von ihr zeigen kann, das verbietet mir meine Ethik. Gerade dachte ich, ich könnte ja ein Bild von der ganzen Klasse zeigen, als sie nach der Zeremonie in der Aula mit ihren Sonnenblumentöpfen und den Schultüten in ihren Händen, ihren Ranzen auf den kleinen Rücken vor der Schultüre standen, aber dann fragte ich mich worin der Unterschied bestünde – statt einem kleinem Mädchen würde ich viele kleine Mädchen, plus viele kleine Jungs zeigen. Ich müsste meine Enkelin nicht benennen, wer sie kennt, würde sie erkennen – nein ist nein, ich kann und will das nicht!

Ihr alle kennt Kindergesichter, ob mit dunklen oder hellen Zöpfen, ob mit Pferdeschwanz oder Kurzhaarfrisur, ob mit langen oder kurzen Hosen, ob mit bunten Sommerkleidern oder Blusen/T-Shirts und Röcken. Ihr könnt euch diese kleinen, aufgeregten Menschen vorstellen, bei manchen seht ihr helle, bei manchen stille Freude, bei anderen Schalk oder Skepsis durchscheinen … Ihr alle kennt die Szenen auf der Schultreppe, mit der Lehrerin, dem Lehrer an der Seite, mal hinten links oder hinten rechts stehend, ihr seht in verlegene oder strahlende, in offene und verschämte Gesichter, vielleicht hier und da in ein gelangweiltes, aber immer ist es die Schultreppe und immer sind es kleine Menschen, die ihren ersten Schultag hatten!

Manches ändert sich nicht und manches eben doch, wenn ich mein Klassenfoto aus der 1. Klasse anschaue: wir wurden „drapiert“, wir waren noch mehr Kinder in einer Klasse, die Mode war eine andere und das Foto wurde nicht am Einschulungstag aufgenommen, auch nicht von den Eltern oder Großeltern, es kam der Schulfotograf …

Wenn ich dieses Foto betrachte, erinnere ich mich an viele dieser Mädchen und Jungen, wer welchen Namen trug, wie wer gewesen ist, mit wem ich Freundschaften pflegte, mit wem nicht, wer die Pfiffigen und Lustigen, die Liebenswerten waren und wer die Doofies … lang ist`s her, sechsundfünfzig Jahre.

Ich freue mich, dass M. seit heute in die 1. Klasse der hiesigen Waldorfschule geht, ich wünsche ihr viel Freude am Lernen und viele bereichernde Stunden, sowie gute Freundinnen und Freunde, wohlwollende Lehrerinnen und Lehrer auf ihrem Weg.


Hier zeige ich euch noch zwei Ausschnitte des Schulgartens, es fehlen die Gemüse- und Blumenbeete, die Schafe, Enten und Hühner, das Labyrinth, die Jurte, die Holzwerkstatt, die Schuppen in denen Kerzen gezogen werden oder die Gartengeräte ihren Platz haben. Ja, ich bin froh und dankbar, dass es solche Schulen gibt!

Habts schön heute!

Kräutersegen

Vier Frauen sind wir am Mittwochabend gewesen. Ich habe, wie jeden Monat, die Frauen meiner Trommelgruppe (schamanische Reisen) eingeladen. Seit diesem Jahr verknüpfe ich diese Abende verstärkt mit den vier Sonnen- und den vier  Mondfesten. Jetzt ging es um den Kräutersegen.

Es ist das Fest der roten Schnitterin oder auch Lughnasadh oder Lammas genannt. In den alten Zeiten war dies das Fest, das die Getreideernte einläutete. Das Datum ist der 2. August. Da ich aber nie am 2. August daheim bin, habe ich es auf diesen Mittwoch, 15. August gelegt, in der christlichen Tradition Mariä Himmelfahrt genannt wird. Mancherorts ist es noch üblich, dass in den katholischen Gemeinden an diesem Tag eine Kräuterweihe stattfindet. Vieles haben die Christen für sich aus den alten Traditionen übernommen und für sich modelliert (deswegen auch die Datumsverschiebung!), was sich nicht aus den Brauchtümern „vertreiben“ ließ wurde in abgewandelter Form übernommen. So blieb wenigstens noch ein bisschen des archaischen Wissens erhalten.

Irgendwo habe ich dazu gelesen, dass bei Marias Tod einige der Apostel durch die Lüfte zu Marias Totenbett geflogen sein sollen, die einen sagen nach Jerusalem, die anderen nach Ephesos. Was ich noch spannend finde. In Ephesos ist der Tempel der Artemis. Artemis ist die Göttin der Jagd und des Waldes, sie ist die Schützerin der Frauen und Kinder –

Mich interessiert immer wieder die vorchristliche Zeit und das, was davon noch überliefert ist, wohlwissend, dass vieles,  besonders in Bezug auf die Kelten, in den Bereich der Spekulation fällt. An dem Tag des Kräutersegens dachte ich an die alten Geschichten der Kornkönigin, an den ersten Schnitt mit der goldenen Sichel (symbolisch), an Fruchtbarkeit und Tod – wer ernten will muss töten. Die Farben dieses Festes sind rot und schwarz, bzw. nachtblau.

Unsere Kräutersträuße haben wir mit weißem Salbeirauch gesegnet, Dankbarkeit für die diesjährige Ernte im Herzen. Mein Strauß hängt nun in der Stube und wird dort bis zum 02. Februar 2019 hängen, dann beginnt wieder alles von vorne, eine Spiralumdrehung weiter. Möge er mich durch die dunkle Jahreszeit tragen und mich immer wieder daran erinnern, dass unter dem Schnee das Leben (nur) ruht.

Und gerade eben bin ich weg…

Wie in jedem Jahr fahre ich heute ins schöne Baerenthal, das nicht, wie ich viele Jahre geglaubt habe, im Elsass, sondern in Lothringen liegt. Dort werde ich, wie auch in jedem Jahr, viele Freundinnen und Freunde treffen, werde mit den Jugendlichen „arbeiten“, weisen, auch inspirierenden Gedanken lauschen, am Abend Musik hören, schwatzen, lachen, lauschen, debattieren, schweigen…

Eure Kommentare werde ich nicht mehr lesen können, aber ich weiß, dass ihr mir Gutes wünscht und genau das wünsche ich euch auch – so gut, dass es euch gibt! Danke.


Im Moment wünsche ich mir für diese Zeit, neben aller Freude für mich und euch und alle anderen, dass es viiiel regnen möge, der Wald schaut traurig aus, hier und da schon herbstlich. In den letzten 3 Wochen krachten voll beladene Obstbaumäste herunter, weil sie zu wenig Wasser hatten, Weizenfelder brannten, Früchte verdorrten, Getreide, das nur noch für Viehfutter gereichte und, und – und das nur in diesem Land, in anderen brannten und brennen Städte und Wälder und darüber hinaus ist in diesem Jahr Vieles mehr wie bedenklich.

Heute, am Mittwochabend, verdunkelte sich der Himmel, ein Wind kam auf, Lindenblütenpropeller segelten durch den Dramahimmel zur Erde –

geregnet hat es woanders, hier ist plötzlich die Luft wunderbar frisch geworden und als ich in den Himmel schaute sah ich das –

für mich ist ein Regenbogen ein glückverheißendes Zeichen.

In diesem Sinne, bye for now.

Der Juni in Bildern

Eine musikalische Untermalung zu den Bildern. Noch ein Stück von der Band „Rising Appalachia“, mit ihrem song „SUNU“. Schaut mal den unglaublichen Tanz des Stelzenmannes am Ende des Videos, ach und überhaupt dieser Sommertanz aller Beteiligten, eine Freude ist das! Dafür muss man nicht wieder jung sein, da kann man auf eigene Weise einfach mitmachen.

Flora und Fauna

Obwohl wir ein Blütenjahr hatten, habe ich in diesem Juni verhaltnismäßig wenige fotografiert, alleine die Linden haben in diesem Jahr alles gegeben, in unserem Baum im Hof hat es wochenlang gesummt und gebrummt, und sooo herrlich hat es geduftet, aber das ist nun auch schon wieder vorbei.

Ein Fuchsschwänzchen, sein Tanz auf den Brombeerblüten und seine Ruhepause

Am Wasser

Ein Schwan zeigt Bein

die Galerien öffnen sich, wenn du ein Bild anklickst



alle Bilder © Ulli Gau

Generationen

Musik

In den letzten Wochen habe ich einige neue Musik für mich entdeckt, dass es fast nur Frauen sind, dass das Banjo im Vordergrund steht, dass sie aus den USA kommen, all das ist mehr oder weniger Zufall, wenn es ihn den geben sollte.

Musik ist oft ein Generationenstreit, den ich nur schwer nachvollziehen kann, da ich immer noch sehr neugierig bin und mich gerne, auch und besonders musikalisch und im künstlerischen Ausdruck, von der jüngeren Generation inspirieren und mitreißen lasse. Das hat für mich nichts mit „forever-young“ zu tun, es geht um gegenseitige Befruchtung! Es geht um Offenheit füreinander. Und immer mal wieder staune ich, wie weise so manch junger Mensch ist, wie selbstbewusst sie ihre Wege gehen und ihr Wissen verbreiten, wie eine Generation die andere überholt, manches sich nie zu ändern scheint und manches dann eben doch.

Dieses Video aber macht mich etwas sprachlos, kann das jetzt sein, woher nimmt sie das? Wenn es denn Reinkarnationen gibt, dann denke ich, dass wir es hier mit einer sehr alten Seele zu tun haben. Was denkt ihr?

Buchalov war hier

bye-bye – Auf-Wiedersehen

Zwei Tage können lang oder kurz sein. Zwei Tage können kurzweilig sein – eine kurzweilige, intensive Zeit. Eine Zeit des miteinander Vertrautseins, sogar nach drei Jahren und wenig davor, so, wie ich es hier geschrieben habe → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/06/16/buchalov-ist-hier/

Im Austausch, im Geplauder und Gespräch finden sich Punkte für die gemeinsame Arbeit, die dann wieder ganz andere Wege geht als gedacht. Ich habe in diesen zwei Tagen immer wieder über den Begriff, und die damit verbundene Haltung, des Sich-Freilassens nachgedacht,  habe ihr nachgespürt und Raum gegeben.

Man sagt so einfach: „Fühl dich frei“ … Worte sind noch keine Haltung, Worte können Wegweiser sein. Schön, wenn zwei Menschen ihnen einfach folgen, ohne sie zuvor gelesen zu haben.

Soweit erst einmal. Alles andere lasse ich jetzt erst einmal sacken. Hier die gemeinsamen Bilder von Buchalov aka Jürgen Küster und mir.

Auf einer gemeinsamen Grundierung von Samstag –

Dito …

aber „eigentlich“ verworfen, dann umgedreht: auf die Perspektive kommt es an. Dann der zweite Schritt …

ein dritter und vierter –

Bei den folgenden Arbeiten benutzten wir als Hintergrundmaterial Bilder der Künstlergemeinschaft „MachArt“ aus Brüggen, die sie Jürgen mit den Worten mitgegeben haben: mach unterwegs was draus – wir machten…

Eins, zwei,

eins, zwei

und mehr.

Jetzt – Raum.



alle Bilder © Jürgen Küster, Ulli Gau und Künstlergruppe MachArt – mein Dank an die Gruppe MachArt und an dich, Jürgen, schön, dass du hier warst! Auf bald!

Der April in Bildern

Ein Wonnemonat mit frühsommerlichen Temperaturen und einer Flora und Fauna, die eigentlich Mai heißt,

kühle Schatten schon willkommen waren

und lieber Besuch die letzten Apriltage beschwingten und bereicherten.



Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich für eine Weile, ich lege eine Blogpause ein. Wie immer werde ich die Sonntagsbilder weiterführen und bestimmt auch einmal hier und dort lesen. Mich rufen nun der Garten, die Wälder, Wiesen und Felder.

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit, sende herzliche Grüße und meinen Dank an alle für alles.

 

Boote und Schiffe 008

Ein Waldboot

Generationenschiffchen oder wenn Oma und Enkelsohn einen Nachmittag zusammen verbringen

Ein Boot für eine bunte Welt

Nachtschiffe

Freundschaftschiffe

Sie kamen mit der Post. „Ein Schiff wird kommen“, hat sie im Kommentarstrang geschrieben. Ich dachte an etwas ganz anderes. Aber dann kam das Schiff, nicht nur eins und meine Freude war und ist riesengroß. Was ich doch für tolle Blogfreundinnen und -freunde habe! DANKE, du Liebe! Beides, Postkarte und dieser wunderbar gestaltete Stein von der Ostsee, haben einen Ehrenplatz in einem meiner Regale gefunden.



Links

Lu Finbar zeigt ein Narrenschiff → https://finbarsgift.wordpress.com/2017/06/18/schiff-der-narren/

Verssprünge hat eine Miniatur geschrieben → https://versspruenge.wordpress.com/2018/04/18/bootsminiatur/

von Random Randomsenhttps://randomrandomsen.wordpress.com/2018/04/17/boots-steg/

von Pit → https://pitsfritztownnews.files.wordpress.com/2017/08/galveston_2017_s9500_0070.jpg?w=1076&h=&zoom=2

https://pitsfritztownnews.files.wordpress.com/2017/08/galveston_2017_elissa_0002.jpg?w=605&h=&zoom=2

https://pitsfritztownnews.files.wordpress.com/2017/08/galveston_2017_s9500_0082.jpg?w=1076&h=&zoom=2

https://pitsfritztownnews.files.wordpress.com/2017/08/galveston_2017_elissa_0005.jpg?w=1076&h=&zoom=2

von Gerda

Holz, Boote, Holzrassel mit Glöckchen (Bleistiftzeichnung)

https://gerdakazakou.com/2018/04/09/origanon-und-andere-hoelzer-knochenvase-keramikboot-bleistiftzeichnung/

September

von Skylla und Charybdis zu den Rindern des Helios

von mir – das Waldschiff farblich anders gestaltet mit einem Text vom Juli 2013 → https://cafeweltenall.wordpress.com/2013/07/04/die-melancholie-und-das-meer/

 https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/10/22/sonntagsbild-42-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/09/07/gute-reise/ das Bild und der Artikel waren eine Antwort auf Gerda → https://gerdakazakou.com/2016/09/07/auch-im-schlaf-sind-wir-miterschaffer/

dazu passt auch → https://gerdakazakou.com/2016/09/05/welches-boot-welches-boot/