Alltag 5

Willkommen zur fünften Runde mit Bildern und/oder Texten aus meinem Alltag. Seitdem Alltag 4 erschienen ist, veröffentliche ich meinen monatlichen Beitrag am ersten Freitag eines Monats. So habe ich Luft euers anzuschauen, zu lesen, zu kommentieren und in die Linkliste aufzunehmen..

Für die Leser*innen, die neu hier sind: dieses Projekt nahm seinen Anfang im letzten Oktober → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/.

Alle weiteren Beiträge und die Linkliste aller Teilnehmer*innen s.u. –

TANZ ist mein heutiges Thema. Ich läute es mit einem Gedicht von Friedrich Schiller ein:

Der Tanz

Siehe wie schwebenden Schritts im Wellenschwung sich die Paare
Drehen, den Boden berührt kaum der geflügelte Fuß.
Seh ich flüchtige Schatten, befreit von der Schwere des Leibes?
Schlingen im Mondlicht dort Elfen den luftigen Reihn?
Wie, vom Zephyr gewiegt, der leichte Rauch in die Luft fließt,
Wie sich leise der Kahn schaukelt auf silberner Flut,
Hüpft der gelehrige Fuß auf des Takts melodischer Woge,
Säuselndes Saitengetön hebt den ätherischen Leib.

Jetzt, als wollt es mit Macht durchreißen die Kette des Tanzes
Schwingt sich ein mutiges Paar dort in den dichtesten Reihn.
Schnell vor ihm her entsteht ihm die Bahn, die hinter ihm schwindet,
Wie durch magische Hand öffnet und schließt sich der Weg.
Sieh! Jetzt schwand es dem Blick, in wildem Gewirr durcheinander
Stürzt der zierliche Bau dieser beweglichen Welt.
Nein, dort schwebt es frohlockend herauf, der Knoten entwirrt sich,
Nur mit verändertem Reiz stellet die Regel sich her.

Ewig zerstört, es erzeugt sich ewig die drehende Schöpfung,
Und ein stilles Gesetz lenkt der Verwandlungen Spiel.
Sprich wie geschiehts, daß rastlos erneut die Bildungen schwanken,
Und die Ruhe besteht in der bewegten Gestalt?
Jeder ein Herrscher, frei, nur dem eigenen Herzen gehorchet,
Und im eilenden Lauf findet die einzige Bahn?
Willst du es wissen? Es ist des Wohllauts mächtige Gottheit,
Die zum geselligen Tanz ordnet den tobenden Sprung,

Die, der Nemesis gleich, an des Rhythmus goldenem Zügel
Lenkt die brausende Lust und die verwilderte zähmt;
Und dir rauschen umsonst die Harmonieen des Weltalls,
Dich ergreift nicht der Strom dieses erhabnen Gesangs,
Nicht der begeisternde Takt, den alle Wesen dir schlagen,
Nicht der wirbelnde Tanz, der durch den ewigen Raum
Leuchtende Sonnen schwingt in kühn gewundenen Bahnen?
Das du im Spiele doch ehrst, fliehst du im Handeln, das Maaß.

Viele Texte habe ich geschrieben, viele Bilder habe ich gestaltet, die um das Thema Tanz kreisen. Tanz gehört zu meinem Alltag. Weil ich das Leben als Tanz begreife. Tanz ist nicht immer nur leichter Schritt. Tanz ist Ausdruck. Tanz ist ein Gefährte der Musik. Tanz tanzt sich mit inneren und äußeren Melodien und Stimmen. Tanz ist Interaktion, ist Anziehung und weg, ist Verschmelzung und jede*r für sich. Tanz ist immer Jetzt.

Tatsächlich tanze ich auch während meiner Alletage. Manchmal mit den Fingerspitzen auf der Tastatur. Manchmal quer durch diesen wunderbaren Raum. Manchmal mit anderen. Meist allein. Ja, ich tanze gerne für mich.

(Pssst … das war jetzt ein Geständnis – ich lache)

Und das ist das, was der Tanz mit mir macht, irgendwann werde ich leicht, egal wie schwer anfangs noch die Schritte waren, irgendwann verschmelze ich mit dem Klang, dem äußerem und dem innerem Lied. Tanz ist mein Antidot für die Zuschwerkräfte.

Es darf leicht sein.

Ein Tanz durch die Jahre und JahresZeiten

Draufklick und die Galerie öffnet sich, die Bilder werden groß und du kannst auch die Titel lesen.



Hier sind die Links zu allen anderen Teilnehmer*innen – Habt vielen herzlichen Dank, es ist jeden Monat eine Freude.

Falls ich jemanden vergessen haben sollte, dann bitte melde dich!

https://pawlo.wordpress.com/2019/02/01/farbig-bitte-coloured-please-2/

http://www.schorfheidewald.de/das-immerwiederkehrende-jahresaktion/das-immerwiederkehrende-4/

https://kopfundgestalt.com/2019/02/01/alltagsfrucht/

https://amazonasknallerbse1.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4-buero/

https://worteausdemwunderland.wordpress.com/2019/02/02/alltag-februar/

https://erntetank.wordpress.com/2019/02/02/alltag-00004/

https://alpinerot.wordpress.com/2019/02/02/jeden-tag-in-einer-deutschen-schule-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

https://alpinerot.wordpress.com/2019/02/02/werkbankalltag-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

http://voller-worte.de/blog/2019/02/02/alltag-februar/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/02/02/alltag-4-wandlungen-oder-stufen/

https://gerdakazakou.com/2019/02/02/alltag-4/

https://mitziirsaj.com/2019/02/02/alltag-fotos-iv/

https://klunkerdesalltags.blog/2019/02/02/alltag-ist-ein-kind-des-februars/

https://agnesblogsite.wordpress.com/2019/02/02/s-bahn-skizzen-%ef%bb%bf53-alltag-4/

https://fundevogelnest.wordpress.com/2019/02/02/aus-dem-nestalltag-fuer-das-projekt-alltag-von-ulli-gau/

https://geschichtenundmeer.wordpress.com/2019/02/02/ein-samstag-im-februar/

https://fraurebis.wordpress.com/2019/02/03/alltag-4-worte/

https://mmandarin.wordpress.com/2019/02/03/alltag/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2019/02/03/alltag-februar-2019/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2019/02/03/alltag-januar-2019/

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2019/02/05/alltag-februar/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/februar/zu_ullis_projekt_alltag_4

https://versspruenge.wordpress.com/2019/02/05/allabendlich/

https://susannehaun.com/2019/02/06/alltag-4-susanne-haun/

https://fuenfprozentfrau.blogger.de/stories/2713790/



Beiträge 1 – 4

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/11/03/alltag-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4/

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99 Gedanken zu „Alltag 5

  1. Liebe Ulli, was für ein Augentanz am frühen Morgen bei Deinen zauberhaften Bildern, die ich mir nicht nur einmal anschauen werde und den Tanz von Schiller kannte ich Gedichtfan noch nicht. Ich tanze wie Du auch oft allein durch mein Reich hier .Sogwirkung für mich hat das vorletzte blaue Bild. Tanze beschwingt in das Wochenende hinein und sei herzlich gegrüßt von Karin

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    • Liebe Karin, wie schön, dass auch du für dich alleine tanzt! Das ist nämlich gar nicht so selbstverständlich, wie es du und ich wohl empfinden!
      Das Gedicht kannte ich auch nicht. Ich fand es, als ich mir das Thema Tanz für die Alltagsbeiträge vorgenommen hatte und war so angetan und fasziniert. Überhaupt kenne ich viel zu wenig von Schiller, in meiner Schulzeit wurde Goethe und nochmals Goethe durchgekaut, ich brauchte einen großen Abstand, bis ich überhaupt begriff, wie groß eben Goethe gewesen ist – und Schiller … den entdecke ich ganz für mich allein, aber auch erst in den letzten Jahren.
      Herzlichste Grüße mit wippenden Füßen,
      Ulli

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    • Liebe Karin, wie schön, dass auch du für dich alleine tanzt! Das ist nämlich gar nicht so selbstverständlich, wie es du und ich wohl empfinden!
      Das Gedicht kannte ich auch nicht. Ich fand es, als ich mir das Thema Tanz für die Alltagsbeiträge vorgenommen hatte und war so angetan und fasziniert. Überhaupt kenne ich viel zu wenig von Schiller, in meiner Schulzeit wurde Goethe und nochmals Goethe durchgekaut, ich brauchte einen großen Abstand, bis ich überhaupt begriff, wie groß eben Goethe gewesen ist – und Schiller … den entdecke ich ganz für mich allein, aber auch erst in den letzten Jahren.
      Herzlichste Grüße mit wippenden Füßen,
      Ulli

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  2. Pingback: Alltag – voller worte

  3. Ulli… welch leichte herrliche Pracht. Mir gefällt besonders das Bild der kornblumenstreuenden Frau. Ich muss Dir dazu unbedingt separat schreiben… 💃
    Komm beschwingt durch den Tag! Liebe Grüße, Birgit

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    • Da bin ich sehr auf deine seperate Nachricht gespannt, liebe Birgit – die Frau auf dem Bild bin ich und dargestellt habe ich einen Traum von mir, einen nächtlichen … damals war ich sehr oft im Wendland und sah endlich wieder Felder mit Korn- und Mohnblumen, plus der Kamille. Eines Nachts träumte ich von diesem Kornblumenblütenregen und das fand dann einen Raum in diesem Bild.
      Und ja, ich liebte und liebe Kornblumen schon immer!
      Herzliche Grüße
      Ulli

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  4. Ein großartiger Einstieg in den März, Ulli! So viel übermütige augenblitzende tanzende Fröhlichkeit, eine wunderbare Palette des menschlichen (und nicht nur des menschlichen!) Ausdrucks. Auch ich kannte das Schiller-Gedicht nicht. Wieso lernten wir die Glocke und die Kraniche des Ibikus und den Ring des Polykrates auswendig, und man verschwieg uns dies tiefsinnige und pädagogisch so wertvollle Tanz-Poem?
    „Die, der Nemesis gleich, an des Rhythmus goldenem Zügel
    Lenkt die brausende Lust und die verwilderte zähmt;
    Und dir rauschen umsonst die Harmonieen des Weltalls,
    Dich ergreift nicht der Strom dieses erhabnen Gesangs,
    Nicht der begeisternde Takt, den alle Wesen dir schlagen,
    Nicht der wirbelnde Tanz, der durch den ewigen Raum
    Leuchtende Sonnen schwingt in kühn gewundenen Bahnen?
    Das du im Spiele doch ehrst, fliehst du im Handeln, das Maaß.“

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    • Liebe Gerda, auch ich kannte das Gedicht nicht, bis ich mich zum Thema „Tanz“ entschied und dann ein Gedicht dazu suchte – du hast genau die Strophe herausgestellt, die ich gefühlt schon zwanzigmal gelesen habe – und ich werde sie wieder und wieder lesen, bis ich sie durchdrungen habe!
      Ich wurde während meiner Schulzeit nur mit Goethe konfrontiert, Schiller ließ man runterfallen, unglaublich, jetzt, zwar war ich nie scharf darauf „die Glocke“ auswendig lernen zu müssen, wie einige meiner Freundinnen und Freunde auf dem Gymnasium, aber es gibt ja so viel mehr von ihm, aber er war wohl zu „revolutionär“ für meine sehr konservative Deutschlehrerin?! Immerhin nahm sie Brecht mit ins Programm … ja, seltsam …
      Herzliche Grüße
      Ulli

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  5. Pingback: Alltag #5 – Kurzfristiger Alltag | la parole a été donnée à l´homme pour cacher sa pensée

  6. Auch für mich ist der Tanz mit dem Leben ein wichtiger Bestandteil des Alltags oder vielmehr des Lebens an sich t.Allerdings meine ich damit nicht den Tanz selbst sondern die Art an das Leben heranzugehen, mit Situationen umzugehen. Sehr gut gefällt mir dein tänzerischer Lebenslauf, der auch noch das Skelett bewegt.
    Zum Glück hatte ich den Beitrag schon gestern geschrieben https://wordpress.com/view/laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com

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  7. Deine Pirouetten-Tänzerin hängt ja bei mir im Zimmer!
    Ich habe einmal vor Freunden gesagt: Auf meinem Grabstein sollten drei Dinge stehen: Eine Kaffeebohne, eine Schachfigur (Springer oder Läufer) und eine Tänzerin. 🙂

    Was schwebt mir als Monatsthema vor? Nun, meine Zwangskrankheit habe ich ja schon gestern leider verbraten, also kann und will ich das nicht anführen. Vielleicht eher etwas Helles wie Du es wieder mal tust.
    Ich hatte schon eine Idee im Vorfeld dieses 5. Termins…ich muß das nochmal innerlich prüfen.

    Viel Erfolg weiterhin mit dieser Reihe!

    Gefällt 2 Personen

    • Lieber Gerhard,
      dein Grabsteinwunsch rührt mich tief an. Was für ein schönes Bild! Und dann sehe ich die Spieluhrtänzerin vor mir, die auf einigen Bildern zu sehen ist. Die Tänzerin, die von mir bei dir hängt, mag ich auch sehr, weil sie nach vorne schwingt/springt/schwebt – sie ist so herrlich leicht und ich freue mich sehr sie bei dir zu wissen! Danke.

      Nun lasse ich mich überraschen was du nach deiner Prüfung mit uns teilen wirst.
      Bloggen empfinde ich immer wieder auch als eine Art Spagat: was zeige ich, was nicht, wie verpacke ich was, wie zeige ich mich nackt, geht das überhaupt und wieso sollte ich und …
      Hab herzlichen Dank.
      Liebe Grüße
      Ulli

      Gefällt 2 Personen

  8. Ja, das Leben als Tanz. Damit kann ich mich anfreunden. Ein Spiel mit den Schwerkräften. Das scheint mir wesentlich. Dass wir nicht den Schwerkräften trotzen wollen und den Tanz zum Kampf pervertieren. Die Schwerkräfte gehören dazu – buchstäblich und metaphorisch. Wir würden sonst abheben. Sinn- und haltlos. Wer des Lebens Schwere nicht erlebt hat, wird sich wohl schwer damit tun, Leichtigkeit zu leben.
    Allein zu tanzen ist letztlich wohl die Tanzform mit dem größten Potenzial – sich ALL-EIN tanzen… 🙂
    Übrigens gefällt mir hier auch dieser feine Humor (auch eine Tanzform): ein wenig bekanntes Gedicht von Schiller als Glocke, mit der dieser Beitrag eingeläutet wird… 😀

    Gefällt 4 Personen

    • Lieber Random,
      als ich diesen Beitrag gestaltete, dachte ich auch immer wieder an den Zusammenhang von Tanz und Musik – und damit auch an dich – selbst wenn keine Musik hörbar spielt, sie sitzt in den Gliedern, sie bestimmt den Gang, die Haltung (durchaus auch metaphorisch zu verstehen) und sie verändert ihren Klang – ein Wechselspiel von Innen und Außen, von Schwerkraft zu Flugkraft, von Leid und Euphorie. Ich persönlich denke oft Gefühle in Körperhaltungen, die ich aber leider nicht zeichnerisch festhalten kann, so versuch ich mein Möglichstes mit den Fotomontagen.
      ALL-EIN tanzen – bei mir heißt es: tanzen ohne Tänzerin … da wohnen unglaubliche Erinnerungen in mir, die ich selbst aber nicht in Worte fassen kann – Schiller tat es in seinem Gedicht.
      Nun aber herzlichen Dank für deins und dir einen schönenAbend gewünscht,
      herzliche Grüße
      Ulli

      Gefällt 2 Personen

      • Vielen Dank, liebe Ulli, für diese ausführlich-aufschlussreiche Antwort. 🙂
        Ja, ähnlich wie Musik bewegt, selbst wenn man sich nicht sichtbar dazu bewegt, schwingt im Tanz selbst dann noch Musik, wenn man nicht nur keine hört, sondern sich nicht einmal welche denkt. 😉
        Es ist ganz spannend, wie sehr das Leben mit verschiedenen Haltungen verknüpft ist. Und da scheinen die etwas weniger greifbaren Haltungen ja oft durch die Körper-Haltung gleichsam geerdet zu werden. Wobei die Frage “wie halte ich meinen Körper?” ja auch mehrdeutig sein kann. Und so ist es letztlich irgendwie (auch) ein musikalisches Thema. Auf welche Weise gehe ich in Resonanz zu meiner Umwelt? Wo ist Harmonie? Wo sind Dissonanzen?
        Das passt auch zu meinem fünften Alltags-Beitrag, der zur Abwechslung nicht ein Bilderreigen ist, aber zum Thema “Tanz” passt:
        https://erntetank.wordpress.com/2019/03/02/alltag-00005/
        Mit einem herzlichen Gruß zum klang- und tanzverzauberten Tag 🐻

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        • Lieber Random, gerade lausche ich deinem 1. Musibeitrag in deinem Alltagsbeitrag 00005, und was mir zuerst auffällt, sind die tanzenden Finger …
          so, nun aber lausche ich weiter und kommentiere dann bei dir.
          Vielen herzlichen Dank, dass du dabei bist.
          Liebe Grüße
          Ulli

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  9. In mir ist kein Tanz, doch ich sehe es gerne, wenn andere tanzen, wenn es in der Welt tanzt und auch in meiner Alltagsgeschichte, die morgen früh erscheint, geht es irgensdwie um Tanz. Eigentlich lustig, weil ich sie schon vor 3 Wochen schrieb.

    Gefällt 2 Personen

  10. Ja, die Vielfalt und ganz persönliche „Eigen-Art“ deiner Bild zeigt mir gut, wie wichtig „Tanz“ und Lebenstanz für dich sind. Dies ist ein sehr anregender Beitrag für mich. Ich habe hier nun auch schon lange verweilt, weil ich mich hier ganz nah und doch auch ganz ferne finde. Ja, es lebe der Tanz! Auch ich habe viel getanzt, viel zum Tanz gemalt und das Leben ist Klang und beständiger Wandel für mich. Tanz im Alltag geht durch mein Leben, immer noch. Dabei ist mir „Tanz“ nie als Metapher fürs Leben gekommen. Verrückt! Vielleicht gefällt mir unter den Bildern die Hommage an Tina Bausch auch so besonders gut, weil ihr Gesicht so viel ausstrahlt, was Tanz für mich ist? Das werde ich jetzt erst einmal alles auf mich wirken lassen. Lieben Dank für das spannende Gedanken-und Erlebnisfutter. Herzlich, Petra

    Gefällt 3 Personen

    • Liebe Petra,
      hach … ich freue mich gerade wieder einmal über eine Gemeinsamkeit von uns:“Auch ich habe viel getanzt, viel zum Tanz gemalt und das Leben ist Klang und beständiger Wandel für mich. Tanz im Alltag geht durch mein Leben, immer noch. “
      Pina Bausch … über diese wunderbare Frau habe ich immer mal wieder hier geschrieben, sie war auf so viele Arten und Weisen eine meiner größten Inspiratorinnen – in der Zeit als ich ihr Tanztheater mehrmals im Jahr sah, spielte ich selbst Theater, tanzte auch und träumte, aber dann kam alles doch ganz anders. Aber es gibt eben noch immer diesen sehr lebendigen Anteil in mir, der sich nun eher in den Bildern und manchen Texten Raum genommen hat.
      Aber ich spüre auch oft körperlich Haltungen, die verschiedene Gefühlslagen darstellen.
      Ja, weites Feld!
      Ich freue mich sehr über deine Resonanz!
      Hab herzlichen Dank.
      Liebe Grüße
      Ulli

      Gefällt 1 Person

    • Das teilen wir, liebe Mitzi, die Freude auf alle weiteren Beiträge. Ich staune immer wieder welche Themen mit dieser Überschrift auftauchen, Themen, an die ich nie gedacht hätte und mir doch so nahe sind.
      Der Tanz mit dem Leben/des Lebens, ja, das ist (für mich) ein großes Thema!
      Herzliche Grüße
      Ulli

      Gefällt 1 Person

  11. Pingback: Alltag 5. Mittagessen | GERDA KAZAKOU

  12. Der Tanz des Lebens, eigentlich hast Du genau ihn durch Deine wundervollen Fotomontagen beschrieben, liebe Ulli, und dann durch Deine feinen Worte ergänzt und untermauert. Schiller half ein bissel mit *lächel*` und er hat es mit Sicherheit sehr gerne gemacht. Er und Goethe waren nicht die besten Freunde, aber sie respektierten sich, weil einer die Größe des anderen erkannte.
    Es ist ein verblüffender Zufall, daß ich gerade heute, noch bevor ich Deinen tollen Tanzbeitrag las, im Kino den Film über Carlos Acosta, den kubanischen Tänzer und Choreographen gesehen habe, der mich sehr beeindruckt hat.
    Im Tanzen arbeitet er sein Leben auf und es ist so gut, daß ich beim Hinsehen vergaß, daß es *nur* Tanz ist und nicht das echte Leben… https://www.youtube.com/watch?v=B_GOiK5CFlI
    Ich tanze nicht ununterbrochen, liebe Ulli, ich hüpfe nicht bei jedem Schritt, aber wenn mir eine Collage gut gelungen war, meist mitten in der Nacht, dann tanzte ich immer und es tat irre gut.
    Ja, Tanz ist Ausdruck, Ausdruck des Lebensgefühls und gehen wir steif und hölzern, ohne jeglichen Rhythmus, dann geht es uns gar nicht gut.
    Und mit meinem Tanz im Sonnenglanz verabschiede ich mich in die Nacht, liebe Ulli
    http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2018/april/tanz_im_sonnenglanz

    Gefällt 2 Personen

    • Guten Morgen, liebe Bruni, neben mir liegt die wunderbare CD „Brot und Tulpen“, auf dem Cover sieht man Bruno Ganz mit Lucia Maglietta tanzen, sie strahlen sich an! Es scheint als ob das Thema „Tanz“ gerade in der Luft liegt, tatasächlich taucht er in der 5. Runde auch bei anderen auf. Dein verlinktes Gedicht passt auch wunderbar dazu. Und nun zauberst du schon einen neuen Filmtipp aus der Manteltasche … danke dafür und für deinen schönen Kommentar.
      herzliche Grüße
      Ulli

      Gefällt 1 Person

      • Aaaah, ja, sein Tanz mit Lucia Maglietta, Während ich meinen Kommi schrieb, dachte ich gar nicht daran, aber nun erinnere ich mich sofort. Ich liebte diesen Film lange und wunderte mich immer, wenn ihn jemand nicht kannte *lach*
        Herzlichst zum Samstagmorgen
        Bruni

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        • Ich kannte ihn ja bis gestern auch nicht, bzw. bis mich Rotewelt im Kommentarstrang zu meiner Hommage an Bruno Ganz auf ihn aufmerksam gemacht hat und du dann auch ganz begeistert in ihre Begeisterung eingestiegen bist. Daraufhin habe ich ihn mir sofort bestellt und gestern Abend eben angeschaut. Ich habe an manchen Stellen laut gelacht, viel geschmunzelt und bin total begeistert! Vorhin habe ich überlegt, ob ich mir nach und nach eine Sammlung mit Filmen mit Bruno Ganz zulege, bislang habe ich nur diesen und den Himmel über Berlin, sehr gerne hätte ich auf alle Fälle: Mein Ende ist mein Anfang nach dem Buch von Terzani, das Buch ist so lesenswert, wie der Film sehenswert.
          Liebe Grüße
          Ulli

          Gefällt 1 Person

  13. Hach, wie schön, deine wunderbaren vielfältigen Bilder und deine Worte und es freut mich sehr, dass der Tanz zu deinem Alltag gehört und das passt sehr gut, so wie ich dich kenne. Liebe Grüße, Marion

    Gefällt 1 Person

  14. Pingback: Phrasen-durchpflügter Alltag – Kopf und Gestalt

  15. Pingback: Alltag Februar 2019 – Arno von Rosen

  16. Liebe Ulli, bereits am Freitag bin ich durch deinen Beitrag getanzt, nur hatte ich da meine Gedanken noch nicht geordnet 😉 Danke für deine wunderbar positive Sichtweise auf das Leben ❤
    Hier mein Link: arnovonrosen.wordpress.com/2019/03/03/alltag-februar-2019/

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  17. Pingback: Für Ulli Gaus Alltags-Projekt: Aus dem Nestalltag (2) – Fundevogelnest

    • Liebe Natalie,
      ich komme gerade von dir – las voller Interesse deine Facette der Alltage, die so gar nicht mein Leben ist. Da mag Tanz vielleicht erobert werden! Ich finde ja interessant, dass Tanz immer mit Leichtigkeit assoziiert wird – sicherlich ist es auch das, was mir als erstes einfällt – Ich habe in jungen Jahren viel Tanztheater gesehen, habe selbst das eine und andere Stück getanzt, hier drücken sich dann durchaus auch Schwere und Leid aus. Für mich ist Tanz eine gute Ausdrucksform, wenn ich ansonsten spüre, dass sich etwas einklemmt/festsetzt, etwas, das unbequem ist, aber auch dies will ja ein Gesicht, eine Form o.ä.
      Hab noch einmal herzlichen Dank für deins!
      Liebe Grüße
      Ulli

      Gefällt 1 Person

      • Liebe Ulli,
        Mit der Leichtigkeit hatte ich vor allem deine Bilder gemeint.
        Wobei das faszinierende am Tanz ist dass er Schweres scheinbar leicht ausdrücken kann.
        Kennst du die – nur als Replik erhalten Bilder – vom „Lübecker Totentanz“, entstanden nachdem neun von zehn Einwohnern der Pest erlegen waren.
        Meine Schwester studierte viele Jahre klassisches Ballet bissie schließlich aufhören musste, ich habe also mitbekommen wieviel Hartes hinter dem Leichten liegt.
        Danke nochmal für das schöne Projekt.
        Natalie

        Gefällt 1 Person

  18. Ich komme auch noch schnell angetanzt, das Wochenende ist ja noch nicht ganz vorbei. Ich habe an Fasching so viel
    getanzt, dass ich noch ganz viel in Ruhe nachlesen muss.
    Mein Beitrag ist hier:

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  19. Pingback: Gucken oder sehen. Wahrnehmungen im Alltag – Agnes Podczeck

  20. Pingback: Alltag 5 – Susanne Haun | Susanne Haun

  21. Pingback: alltagswege, eine melodie | verssprünge

  22. herrlich, das leben ein tanz, JA! irgendwie, unbewusst, hat nun mein beitrag auch mit musik zu tun 🙂
    deine bilder sind ein augenschmaus, ganz wunderbar.
    ganz liebe grüße an einem sonnigen märzdienstag von diana

    Gefällt 1 Person

  23. Pingback: Alltag | März | Irgendwas ist immer

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