Ping Pong 012

Ping 012

Gerda an Ulli → Glück ist, wenn …

Pong Ulli an Gerda → … ich mit der Freundin spiele.

Ping 013

Ulli an Gerda → Als ich einsam war …

draufklick = große Bilder – please click to enlarge



Die Idee → https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

Was bisher geschah → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

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All over Heimat

Eine Rezension

all over Heimat ist eine Anthologie, herausgegeben von Matthias Engels, Thomas Kade und Thorsten Trelenberg.

Sie sammelten von 150 Autor*innen und Lyriker*innen auf internationaler Ebene Texte und Gedichte zum Thema Heimat. Ein Begriff, der in den letzten Jahren immer wieder besprochen wurde und wird, zu dem sich auf verschiedensten Ebenen Kunstschaffende, Schreibende, Filmemacher*innen Gedanken gemacht haben und machen.

Heimat ist ein großes Wort.

Meinen herzlichen Dank, nun auch noch einmal von dieser Stelle, an Matthias für das Rezensionsexemplar.

Heute ist Premiere. Die Anthologie wird von den drei Herausgebern im Rahmen der Reihe „Nacht der Bibliotheken“ in der Steinfurter Stadtbücherei vorgestellt.

Es wird ein sehr abwechslungsreicher Abend mit Gästen und internationalen Häppchen- literarischer und kulinarischer Art. Wer in der Nähe weilt oder gern ins nördliche Münsterland fährt- wir freuen uns über Besuch!

Mehr kannst du bei Interesse lesen, wenn du dem Link folgst.

Wie aber soll ich nun diese Anthologie rezensieren? Diese Frage stellte sich mir sehr bald, nachdem sie bei mir angekommen ist. Einhundertfünfzig Autor*innen gerecht zu werden ist schlichtweg unmöglich. Einhundertfünfzig Autor*innen heißt auch einhundertfünfzig unterschiedliche Sicht-, bzw. Herangehensweisen an das Thema in zigfachen Facetten. Und genau das macht diese Anthologie so besonders. Heimat ist, je nach Hintergrund der/des Schreibenden, anders, fühlt sich unterschiedlich an, füllt sich mit unterschiedlichen Inhalten.

Geflüchtete Menschen erleben, beschreiben und empfinden Heimat anders als ausgewanderte, als hiergeborene.

Viele, die in Deutschland geboren wurden, hadern mit ihrem Heimatland, auch dieses findet Raum in der Anthologie und ließ mich streckenweise an das Projekt am Ende des letzten Jahres von Graugans aka Margarete Helminger denken: die Mutmaßungen über das Deutschsein, – ein literarisch/philosophischer Adventskalender …

Doch zurück zu all over Heimat

Seit gut zwei Wochen schlage ich die Anthologie immer wieder auf, um einen Text, ein Gedicht zu lesen, manchmal auch mehrere hintereinander, ich wurde noch nicht einmal enttäuscht. Das Niveau ist hoch.

Einhundertfünfzig Autor*innen, aber weitaus mehr Beiträge haben die drei Herausgeber hier versammelt, manche sind nur mit einem Beitrag vertreten, andere mit mehreren.

Sehr gefallen hat mir die Zusammenarbeit von Klára Hůrková mit Monika Littau und Maria Topali, sie haben drei Sicht- oder Erlebnisweisen in einem Gedicht vereint – ungewöhnlich und erfrischend zugleich.

So, wie mich die vielen Gedanken über und um die Heimat herum bewegen und berühren, mich zum Nachspüren und Weiterdenken inspirieren, so gefällt mir auch die Gestaltung des Buches und die Idee nach den Beiträgen die Autorin/den Autor kurz vorzustellen. Es ist anders, ob ich erst nach hinten blättern und die Schreibenden dort aufspüren muss oder gleich etwas über sie lesen kann –

Mein Fazit lautet: sehr gelungen und sehr empfehlenswert. Für mich ist all over Heimat eine Anthologie aus einem Guss.

Sehr gefreut hat mich auch, dass Pega Mund und Diana, zwei Lyrikerinnen von einhundertfünfzig sind. Meinen herzlichen Glückwunsch ihr Zwei, auch von dieser Stelle!

Um euch nun einen Geschmack zu geben, erlaube ich mir zwei Beiträge zu zitieren*. Ja, ich will euch neugierig auf diese gelungene Anthologie machen, das hat sie verdient.

diss heimatdingl

dörfl mir abhanden fein gefältelt im

erinnern laden schübe ballast viel zu viel

von allem drückt mich schweigend

schimmernd scheint erscheint es lampe

lichtmess auf dem tisch die schüssel

weit geschwungen heller dampf und

duftet nach dem beten hör ich löffel

schaben aus den tellern erdäpfel butter

schmales salz

Pega Mund

Mein Garten im Osten

Es gibt dort eine Feuerstätte

nah an den beiden Lindenbäumen

Am Zaun sind tibetische

Gebetsfahnen gespannt

Flieder blüht dort

Pfingstrosen und Jasmin

Im Kreis geordnet stehen

astrologische Zeichen

 

Im Blumenbeet liegt

ein Hund begraben

daneben eine Katze

Am Abend kommen

viele Insekten

und Bachstelzen und Schwalben

Der Kuckuck fragt

aus dem Wald:

Wo ist mein Heim?

Klára Hůrková

Für mich ist übrigens Heimat ein Apfelbaum im Garten … und eine äußerst fragile Angelegenheit



*sollte ich hiermit gegen das Urheberrecht verstoßen oder solltest du, Pega, und Sie, Frau Hůrková, nicht mit der Veröffentlichung deines, Ihres Gedichtes einverstanden sein, so bitte ich mir dies mitzuteilen, dann nehme ich sie wieder raus. Danke.

Wer will fleißige Handwerker seh´n …

… der muss zu uns in die Stube geh´n …

Die Bilder werden groß, die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst

Diese Werkstücke haben letzte Wochen die Enkelkinder gemacht, wir haben „getöpfert“.

Fazit meiner Enkeltochter war: „Oma … ich glaub` von dir können wir noch ne Menge lernen.“ Hier wohnen Freude und Verantwortung in einem Haus.

Ich habe ihnen erstens gezeigt, wie man, ohne „Würstchentechnik“ eine Schale formen kann und zweitens, versuchte ich mich an einer Eule, deren Gefieder allerdings „falschrum“ geriet. Darf ich vorstellen: Monsieur Machtnix.

„Es geht um die Inspiration und um die Freude“, sagt er und fügt an: „um nix anderes“.



© U., M., L., Gau

Sonntagsbilder 10 2019

Jetzt ist Kranichzeit

… wenn auch nicht unbedingt hier. Blogger*innen aus den nördlicheren Gefilden von Deutschland haben mich daran erinnert und dann ich mich, wie es um diese Jahreszeit im Wendland gewesen ist, wenn die Kraniche trötender Weise über die weiten Himmel geflogen sind.


Und noch zwei Fotomontagen, die ich im Herbst 2014 machte.

draufklick = große Bilder



Schöne Bilder zur Kranichbalz zeigte Puzzleblume → https://2puzzle4.wordpress.com/2019/02/26/kranichbalz/ und zum Kranichflug auch → https://2puzzle4.wordpress.com/2019/03/03/ziehende-kraniche/, mehr findet ihr auf ihrer Seite.


Einen kurzen Film über Räume und Geschichten fand ich am letzten Montag auf der Seite von Cambra Skade – Tanz – Musik – Ausdruck


Habt´s schön heute!

Etüde 005 2019

Zwei Miniaturen*

-1-

Weißt du noch … Wie wir durch den Nieselregen wanderten? Es dämmerte schon. Hier und da stiegen Nebel aus den Wiesen, schwebten feengleich. Wir verirrten uns. Ein bisschen liefen wir im Kreis. Dann erinnerte ich mich. Du folgtest zögerlich.

-2-

Weißt du noch … wie wir auf Regen warteten? Das hätten wir uns nicht gedacht. Auf Regen warten die Menschen in Afrika, in Südeuropa, in … Wir haben an Vieles nicht gedacht. Nicht so. Nicht im Irrgarten der Jugend.

Und dann war er da. Endlich! Ein köstlich weicher Nieselregen, der leise und zart die trocken gewordene Erde durchweichte, Schicht für Schicht, von Würzelchen zu Wurzeln. Erst viel später war er zu einem Pladder geworden. Blasen tanzten auf der Straße.

zusammen 121 Wörter


Dies ein Beitrag zu dem Etüden-Projekt von Christiane, einst von Ludwig Zeidler ins Leben gerufen, dieses Mal mit einer Wortspende von Natalie/Fundevogelnest – Herzlichen Dank, dass es immer weitergeht!


*Miniatur 006 2019

Alltag 5

Willkommen zur fünften Runde mit Bildern und/oder Texten aus meinem Alltag. Seitdem Alltag 4 erschienen ist, veröffentliche ich meinen monatlichen Beitrag am ersten Freitag eines Monats. So habe ich Luft euers anzuschauen, zu lesen, zu kommentieren und in die Linkliste aufzunehmen..

Für die Leser*innen, die neu hier sind: dieses Projekt nahm seinen Anfang im letzten Oktober → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/.

Alle weiteren Beiträge und die Linkliste aller Teilnehmer*innen s.u. –

TANZ ist mein heutiges Thema. Ich läute es mit einem Gedicht von Friedrich Schiller ein:

Der Tanz

Siehe wie schwebenden Schritts im Wellenschwung sich die Paare
Drehen, den Boden berührt kaum der geflügelte Fuß.
Seh ich flüchtige Schatten, befreit von der Schwere des Leibes?
Schlingen im Mondlicht dort Elfen den luftigen Reihn?
Wie, vom Zephyr gewiegt, der leichte Rauch in die Luft fließt,
Wie sich leise der Kahn schaukelt auf silberner Flut,
Hüpft der gelehrige Fuß auf des Takts melodischer Woge,
Säuselndes Saitengetön hebt den ätherischen Leib.

Jetzt, als wollt es mit Macht durchreißen die Kette des Tanzes
Schwingt sich ein mutiges Paar dort in den dichtesten Reihn.
Schnell vor ihm her entsteht ihm die Bahn, die hinter ihm schwindet,
Wie durch magische Hand öffnet und schließt sich der Weg.
Sieh! Jetzt schwand es dem Blick, in wildem Gewirr durcheinander
Stürzt der zierliche Bau dieser beweglichen Welt.
Nein, dort schwebt es frohlockend herauf, der Knoten entwirrt sich,
Nur mit verändertem Reiz stellet die Regel sich her.

Ewig zerstört, es erzeugt sich ewig die drehende Schöpfung,
Und ein stilles Gesetz lenkt der Verwandlungen Spiel.
Sprich wie geschiehts, daß rastlos erneut die Bildungen schwanken,
Und die Ruhe besteht in der bewegten Gestalt?
Jeder ein Herrscher, frei, nur dem eigenen Herzen gehorchet,
Und im eilenden Lauf findet die einzige Bahn?
Willst du es wissen? Es ist des Wohllauts mächtige Gottheit,
Die zum geselligen Tanz ordnet den tobenden Sprung,

Die, der Nemesis gleich, an des Rhythmus goldenem Zügel
Lenkt die brausende Lust und die verwilderte zähmt;
Und dir rauschen umsonst die Harmonieen des Weltalls,
Dich ergreift nicht der Strom dieses erhabnen Gesangs,
Nicht der begeisternde Takt, den alle Wesen dir schlagen,
Nicht der wirbelnde Tanz, der durch den ewigen Raum
Leuchtende Sonnen schwingt in kühn gewundenen Bahnen?
Das du im Spiele doch ehrst, fliehst du im Handeln, das Maaß.

Viele Texte habe ich geschrieben, viele Bilder habe ich gestaltet, die um das Thema Tanz kreisen. Tanz gehört zu meinem Alltag. Weil ich das Leben als Tanz begreife. Tanz ist nicht immer nur leichter Schritt. Tanz ist Ausdruck. Tanz ist ein Gefährte der Musik. Tanz tanzt sich mit inneren und äußeren Melodien und Stimmen. Tanz ist Interaktion, ist Anziehung und weg, ist Verschmelzung und jede*r für sich. Tanz ist immer Jetzt.

Tatsächlich tanze ich auch während meiner Alletage. Manchmal mit den Fingerspitzen auf der Tastatur. Manchmal quer durch diesen wunderbaren Raum. Manchmal mit anderen. Meist allein. Ja, ich tanze gerne für mich.

(Pssst … das war jetzt ein Geständnis – ich lache)

Und das ist das, was der Tanz mit mir macht, irgendwann werde ich leicht, egal wie schwer anfangs noch die Schritte waren, irgendwann verschmelze ich mit dem Klang, dem äußerem und dem innerem Lied. Tanz ist mein Antidot für die Zuschwerkräfte.

Es darf leicht sein.

Ein Tanz durch die Jahre und JahresZeiten

Draufklick und die Galerie öffnet sich, die Bilder werden groß und du kannst auch die Titel lesen.



Hier sind die Links zu allen anderen Teilnehmer*innen – Habt vielen herzlichen Dank, es ist jeden Monat eine Freude.

Falls ich jemanden vergessen haben sollte, dann bitte melde dich!

https://pawlo.wordpress.com/2019/02/01/farbig-bitte-coloured-please-2/

http://www.schorfheidewald.de/das-immerwiederkehrende-jahresaktion/das-immerwiederkehrende-4/

https://kopfundgestalt.com/2019/02/01/alltagsfrucht/

https://amazonasknallerbse1.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4-buero/

https://worteausdemwunderland.wordpress.com/2019/02/02/alltag-februar/

https://erntetank.wordpress.com/2019/02/02/alltag-00004/

https://alpinerot.wordpress.com/2019/02/02/jeden-tag-in-einer-deutschen-schule-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

https://alpinerot.wordpress.com/2019/02/02/werkbankalltag-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

http://voller-worte.de/blog/2019/02/02/alltag-februar/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/02/02/alltag-4-wandlungen-oder-stufen/

https://gerdakazakou.com/2019/02/02/alltag-4/

https://mitziirsaj.com/2019/02/02/alltag-fotos-iv/

https://klunkerdesalltags.blog/2019/02/02/alltag-ist-ein-kind-des-februars/

https://agnesblogsite.wordpress.com/2019/02/02/s-bahn-skizzen-%ef%bb%bf53-alltag-4/

https://fundevogelnest.wordpress.com/2019/02/02/aus-dem-nestalltag-fuer-das-projekt-alltag-von-ulli-gau/

https://geschichtenundmeer.wordpress.com/2019/02/02/ein-samstag-im-februar/

https://fraurebis.wordpress.com/2019/02/03/alltag-4-worte/

https://mmandarin.wordpress.com/2019/02/03/alltag/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2019/02/03/alltag-februar-2019/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2019/02/03/alltag-januar-2019/

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2019/02/05/alltag-februar/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/februar/zu_ullis_projekt_alltag_4

https://versspruenge.wordpress.com/2019/02/05/allabendlich/

https://susannehaun.com/2019/02/06/alltag-4-susanne-haun/

https://fuenfprozentfrau.blogger.de/stories/2713790/



Beiträge 1 – 4

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/11/03/alltag-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4/

Ping Pong 006

Ping Gerda 006

Musikanten sind in der ganzen Welt …

Pong Ulli 006a

… Aufspieler zum Tanz

draufklick = große Bilder


Ping 007 Ulli an Gerda

Alle Vögel fliegen hoch …



Das ist die Idee zum Ping Pong zwischen Gerda Kazakou und mir → https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

Mittlerweile ist einiges passiert, ich habe nun eine eigene Galerie (s.o)  eingerichtet, dort könnt ihr euch die fortlaufenden Bilder anschauen.

Etüde 04a Februar 2019

Miniatur 005 2019

Es ist die Zeit der Astscheren und kreischenden Motorsägen. Alles was altersschwach, krank oder morsch ist muss weg. Es ist die Zeit, in der die Lesezeichen in den Büchern verharren, die Lesenden treibt es hinaus. Sie folgen dem Klang der Schneeglöckchen. Kinder hüpfen und singen, eine Melodie schwebt in der Luft. Noch zart, noch zögernd, bald tirillierend: Frühling, Frühling wird es nun bald.

63 Wörter



Dies ist ein Beitrag zum abcEtüden-Projekt von Christiane, mit einer Wortspende von wortgeflumselkritzelkram.

Etüde 04 Februar 2019

Miniatur 004 2019

Ein aufgemaltes Hinkekästchen auf dem Trottoir lässt ihr altersschwaches Herz vor Freude hüpfen. Erinnerungen an längst vergangene Kindertage steigen hoch. Hinkekästchen, die gehörten in die ersten warmen Tage, wie rutschende Kniestrümpfe, anstelle von kratzenden Wollstrumpfhosen, wie Rollschuhfahren, wie das Säckchen mit den Murmeln in den Hof tragen. Als stecke ein Lesezeichen in ihren inneren Erinnerungsseiten, die sich von allein aufschlagen, beim Anblick eines selten gewordenen Hinkekästchen auf dem Trottoir.

69 Wörter



Dies ist ein Beitrag zum abcEtüden-Projekt von Christiane, mit einer Wortspende von wortgeflumselkritzelkram.

Sonntagsbilder 07 2019

Diese Sonntagsbilder sind keine Sonntagsbilder. Sie sind Würdigung. Bruno Ganz ist Welt geworden.

Und wenn es denn einen Himmel geben sollte, dann sehe ich dich dort wieder. Ja, über Berlin … gute Reise.