Empfehlungen

Zwei Blogartikel möchte ich euch ans Herz legen:

  1. Das 10jährige Tagebuch, initiiert von Margarete Helminger, befüllt von befreundeten Künstlerinnen, braucht mehr als einen Blick. Vielleicht wird es euch wie mir ergehen, dass ihr immer mal wieder hineinschaut.

10 Jahre gemeinsames Tagebuch – Experiment

2. https://irgendlink.de/2022/06/07/das-hohelied-des-null-leserinnen-blogs/

Weil mir Irgendlink hier aus der Seele spricht.

Zu Myriades Impulswerkstatt 4 2022

Fensterln

Myriades 3. Bild, mein vierter Beitrag zur Impulswerkstatt Jänner/Februar 2022.

Als ich dieses Bild sah, dachte ich sofort an einen Abendspaziergang durch eine kleine Stadt im Südschwarzwald im Winter. Nun musste ich nur noch das Jahr bestimmen. Nicht immer ganz so einfach. Aber ich bin fündig geworden.

Fensterln also … ich habe zig Aufnahmen von Fenstern, gerne fotografiere ich Schaufenster, in denen sich plus der Auslage die Welt drumrum spiegelt. Bei diesem Gang aber ging es mir nicht um Spiegelungen, sondern um den Versuch die richtige Ausleuchtung auf meiner Kamera zu finden, um die abendlich beleuchteten Fenster abzubilden.

Und immer bleibt die Frage, was sich hinter den Fenstern abspielt. Bürofenster sind noch relativ eindeutig, aber all die heimelig wirkenden Fenster in den Straßen und Gassen, was spielt sich dort ab? Ist es traute Behaglichkeit oder wohnen dort Drama oder Tragödie, Freude oder Trostlosigkeit, Gemeinsamkeit oder Einsamkeit, Geselligkeit oder Sozialphobie, Liebe oder Hass oder alles nebeneinander und umeinander rum?

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Zu Myriades Impulswerkstatt 3 2022

Rosarot

Myriades 1. Bild, mein dritter Beitrag zur Impulswerkstatt Jänner/Februar 2022.

Rosarot und kleine Mädchen – die Farbe, die ich Zurzeit als meine Tochter Baby gewesen, und aufgewachsen ist als Kleidung vermieden habe. Auch kleidete ich meinen Sohn nicht in hellblau. Diese Festlegungen von Farben, die willfährig den Geschlechtern zugeordnet wurde ( es gibt Länder, da wird hellblau für Mädchen propagiert, babyrosa für Jungs), wollte und konnte ich nicht folgen. Bunt war meine Devise. Später wählten die Kinder selbst. Klar gab es Zeiten, als meine Tochter pink großartig fand, plus lila, blau, türkis bis grün und blieb ihnen, bis auf pink, treu, mein Sohn wechselte seine Vorlieben mit dem Wachsen.

Das eine ist gesellschaftliche Erwartungen zu entsprechen oder eben zu ignorieren, das andere meine Haltung zu Rosa. Ich stelle Unterschiedliches fest. Als Kleidung ein No-Go für mich, in der Natur als Blüten und Blumen oder am Himmel durchaus attraktiv. Auf Bildern als Farbklekse tauchten sie hier und da schon auf, ich stelle fest, dass ich also nicht generell sagen kann, dass ich Rosa nicht leiden kann, es bestimmen Zusammenhänge, Kontraste, Harmonien und die Temperatur der Farbe selbst, nur als Kleidung kommt Rosa für mich nicht in Frage.

Ich bin mal durch meine Archive gewandert, dem Rosa in meinen Bildern auf der Spur.

Los geht’s

Ach guck, ein Selbstporträt, 2009 kreiert, mein Gesicht zur Hälfte rosa.

 

Viele, viele Abendhimmel, aber nur ein Beispiel

und zwei Blumenbilder

-1-

Moosröschen im Regen

-2-

Cosmeen am Morgen

 

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Ich stelle fest, dass mir die Kombination von Rosa mit Blau oder Grau, aber auch mit Grün gut gefällt. Die Forschung geht weiter …

Zu Myriades Impulswerkstatt 2 2022

Zu Myriades zweitem Bild:

Dieses Mal geht es mir um einen Kontrast. Myriade schrieb zu diesem Bild:

Damit der Winter nicht zu kurz kommt, die Kälte aber auch das Licht

Für mich bilden die Eiszapfen ein Gitter, sodass ich an ein Foto von mir denken musste, das ich im vergangenen September, im Spätsommer aufgenommen habe.

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Licht ist beiden gemeinsam, aber einmal ist es das Winterlicht, beim anderen das Spätsommerlicht, die Gitterstruktur ist eine andere, die Wirkung sowieso.

Ich möchte niemals in einer Wohnung mit vergitterten Fenstern leben müssen; zeitlebens fürchte ich mich vor dem Gefängnis. Nein, nicht ständig, nur manchmal, jeglicher Realität entbehrend und immer schnell vorbei. Wer weiß, was da in mir wirkt.

Zu Myriades Impulswerkstatt 1 2022

Ich zäume das Pferd von hinten auf, soll heißen, dass ich Myriades viertes Bild als ersten Impuls ausgewählt habe. Zwar habe ich das Bild hier schon einmal gezeigt, aber stelle es gerne noch einmal ein, weil es gerade die Hand dieser desolaten Schaufensterfigur ist, die für mich in diesem Bild charakteristisch ist.

Eine offene Hand, eine weisende Hand, vielleicht eine Hand einer Bettlerin, hier kann man vieles hineinsehen und gerade deswegen erscheint es mir besonders passend.

Spontane Einfälle kommen hinzu: die gebende Hand, die nehmende Hand, die Hände, die sich reichen, die unsichtbare (helfende) Hand, die ich bei der Lektüre von C. G. Jung fand und seitdem oftmals spürte und mich damals auch an viel Erlebtes erinnerte. Hinzu kommen die betenden Hände von Dürer, die mich durch meine Kindheit begleitet haben. Sowie die zärtlichen, gestaltenden, dirigierenden, verdeckenden, schreibenden, schlagenden, zupackenden, haltenden, arbeitenden, loslassenden Hände, Greisenhände und Kinderhände.

Mich faszinieren Hände von jeher. Leider finde ich die „Schornsteinfegerhände“ meines Ex-Schwiegersohnes nicht mehr, aber die Greisinnenhände aus meinem Memorandum für unsere Großmütter, zusammen mit dem Text von Elke Engelhardt möchte ich nun doch noch hier anhängen.

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P.S. mal ein Lob auf WP – denn jetzt habe ich die Schornsteinfegerhände gefunden, siehe hier https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/08/25/sonntagsbilder-28/

Puppets in the streets 03 2021

Ohne Worte – without words

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Das Original wurde mir freundlicher Weise von Kaffeesatzleser – https://twitter.com/cafesatz zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank!

Das Foto ist für mich eine Collage der realen Welt und doch reizte mich diese Puppe sie noch einmal anders in Szene zu setzen.

 

 

Zündstoff Hoffnung

Zu dem Projekt von Petra Pawlo

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Hoffnung und Zuversicht gehen für mich Hand in Hand. Dieses Bild gestaltete ich einst zu dem Alphabet der mutigen Träume, unter Z = Zuversicht.

Es ist schwieriger geworden die Zuversicht zu nähren, unsere Gesellschaft steht vor großen Hürden und nicht nur unsere. Weltweit hat das Leiden zugenommen und wiederum nicht nur für die Menschen. Arten sterben schneller als je zuvor, Dystopien wachsen in den Himmel. An manchen Tagen sehe ich nur schwarz und meine Traurigkeit über den Zustand der Welt wird groß. An anderen denke ich, dass auch diese Ära vorübergehend ist, wie alle Ären zuvor, mit ungewissem Ausgang. Und so bleibt am Ende nichts weiter als die Zuversicht und die Hoffnung zu nähren und das Beste zu tun – für unsere Kinder und Enkelkinder und alle Generationen danach.

Die kleine blaue Frau machte es so:

Die kleine blaue Frau tanzt Geburt und Tod als Eins. Ihr Gesicht ist weiß geschminkt, ihre Lippen rot. Sie trägt die Maske der Ewigkeit.

Sie tanzt die junge Frau der freudigen Erwartungen, die Fülle des Lebens, die Sehnsüchte der Nacht. Sie tanzt den Zorn. Hinter ihm leuchtet eine Hoffnung. Die tanzt sie auch, die Hoffnung auf Umkehr, für die Welt; die Hoffnung auf Einkehr, für sich selbst. Die junge Frau feiert Abschiede mit geröteten Augen und heißem Gesicht.

Ich schenke der Hoffnung ein weiteres Bild mit Licht und Wind

 

Aktuelle Bilder

Wenn die Sonne scheint und es trotzdem eisig ist

Und mein vierter Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt

Das Bild von Myriade zeigt eine wunderschöne Eisformation.

Bei uns hat sich eine erste dünne Eisschicht über die Teiche gezogen, sodass ich mich entschieden habe drei neue Fotos zum Projekt hinzuzufügen. Natürlich habe ich schon viele Eis- und Schneeformationen in den letzten 20 Jahren im Schwarzwald eingesammelt, aber nun gilt es den späten Herbst und Winter am neuen Wohnort zu erkunden.

Das erste Eis malt Striche auf die Wasseroberfläche und schließt das ein, was noch im Teich gewachsen ist.

Bei den folgenden zwei Bildern seht ihr ein Seerosenblatt, das auf der glatten Eisfläche liegt, aber in der Mitte noch von Wasser bedeckt ist, das fand ich sehr faszinierend.

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Dass die Sonne mal wieder ein paar Stunden geschienen hat war eine Wohltat. Diese norddeutsche, graue Himmelsdecke ist für mich sehr gewöhnungsbedürftig.

Mutter tanze, dann bist du schön

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Seit drei Tagen hat Frau Graugans, aka Margarete Helminger, ihre Blogpforten für die „Mutmaßungen über meine Mutter“ geöffnet. Heute erschien mein Beitrag. Schaut doch mal selbst https://www.graugans.org/24-t-mutmassungen-ueber-meine-mutter-tag-3-ulli-gau/

24 T gleich 24 Türchen, 24 Mutmaßungen, 24 Facetten, Blickwinkel auf die jeweils eigene Mutter – ich bin sehr gespannt!

Dank dir, liebe Frau Graugans, dass du wieder einmal zu einem Projekt der Mutmaßungen aufgerufen hast und danke auch an alle Mitwirkenden.

Für Myriades Impulswerkstatt III

La Mer

Der erste Impuls von Myriade ist mein dritter Beitrag. Myriade schrieb: „Ein Foto vom Meer darf natürlich nicht fehlen. Dies ist eines ohne nennenswerte Wellen, ohne Schiffe und ohne Strand. Es lässt sich daher alles mögliche damit anfangen. Auch die Figuren sind so unbestimmt, dass sie vieles sein können.“

Wieder zeige ich zwei Bilder als Resonanz. Ich mag es gerade, wenn andere ihre Geschichten zu den Bildern erzählen.

-1-

Bretagne 2015

-2-

Asturien 2016