Sonntagsbild 48 2018

Licht 22

draufklick = große Bilder

Weiß auf weiß

Für nächste Woche ist hier der erste Schnee angesagt. Ein mir lieb gewonnener Gedanke ist, dass die Samen unter ihm schlummern, bis es wieder Frühling wird. So kam es, dass ich vor einigen Jahren eine Schneefläche fotografierte und darunter eine Sonnenblume legte, so entstand das zweite Bild.

Heute auch wieder einmal mit Musik. GoGo Penguin entdeckte ich vor ein paar Wochen, gerne lausche ich ihrer vielfältigen Musik.

Ich wünsche euch einen gemütlichen Novembersonntag.

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Novemberleuchten

Am Montag war es, als ich einen Besuch machte. Auf meinem Hin- und Rückweg und mittendrin musste ich immer wieder innehalten, um dieses zauberhafte Leuchten, das noch immer in der Welt ist, zu fotografieren. Es ist zwar kalt am Abend und am Morgen geworden, aber während des Tages gibt es noch immer jackenlose Stunden.

auf dem Hinweg

mittendrin

noch während des Aufbruchs entdeckt

am Stausee

am Fluss

Das sind die Momente, die mir Kraft für die übervollen arbeitsreichen Novemberwochen schenken, die mich glücklich machen.

Noch viel mehr Bilder habe ich in meinem innerem Fotoalbum gespeichert. Es sind die zauberhaften Nebelmorgende, wenn ich vom Berg ins Tal zur Arbeit fahre, bei denen keine Zeit für die Fotografie bleibt, was ich aber mitnichten bedauer. Es sind die inneren Bilder, die mich auf besondere Art nähren und mit Freude erfüllen.

Sonntagsbild 46 2018

Licht -21- oder -weiß auf weiß-

 

draufklick = großes Bild

Die Farbigkeit der Welt und die Sonnenstunden sind im Rückzug. Reich an Frühjahrs-, Sommer- und Herbstfarben, an Eindrücken und Erlebnissen schaue ich der weißgrauen Jahreszeit gelassen entgegen.


mehr zum Thema weiß auf weiß:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/20/weisszeit/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/07/20/weiss/


Habts schön heute …

Das Kind

Das Kind in Ehrfurcht aufnehmen, in Liebe erziehen, in Freiheit entlassen.

Rudolf Steiner

Freie und unautoritäre Erziehung bedeutet nicht, dass man die Kinder sich selbst überlässt, dass sie tun und lassen dürfen was sie wollen. Es bedeutet nicht, dass sie ohne Normen aufwachsen sollen, was sie selber übrigens gar nicht wünschen. Verhaltensnormen brauchen wir alle, Kinder und Erwachsene, und durch das Beispiel der Eltern lernen die Kinder mehr als durch andere Methoden.

Astrid Lindgren, 22.10.1978 in der Frankfurter Paulskirche

 

Das Kind ist unschuldig. Das Kind liebt die Mutter, es liebt den Vater, das Kind liebt. Es fühlt sich schuldig. Das Kind fühlt sich falsch, es bemüht sich. Das Kind verschließt die Tür, es hat seine Gespenster eingesperrt. Es fürchtet sich.

Das Kind wächst, es wird groß. Manch eines will nicht erwachsen werden. Es will dem Elternhaus entwachsen.

Es gibt die gute Mutter. Es gibt die böse Mutter. Es gibt den guten Vater. Es gibt den bösen Vater. Das Kind liebt beide.

Das ungeliebte Kind braucht Zeit, zum Entwachsen. Es gibt immer noch etwas im Sein, das erwachsen werden will.

Das Kind hat sich aufgerichtet, es ist dem Haus entwachsen. Es schaut der bösen Mutter ins Gesicht, dem bösen Vater auch. Es wird weinen, es wird wüten, es wird nicht mehr gut zu böse sagen. Es schaut der guten Mutter und dem guten Vater ins Gesicht. Es wird nicht mehr böse zu gut sagen. Es hat die Türen geöffnet, die Gespenster sind frei.

Das Kind ist dem Haus entwachsen, es hat sich ein eigenes Haus gebaut, es ist kein Kind mehr. Alle Türen stehen offen.



Nachtrag: Ich widme diesen Beitrag dem Projekt „Kinder im Aufwind“ → https://pawlo.wordpress.com/home-2/fundgrube-fuer-kinder-im-aufwind/ mit herzlichen Grüßen …

Kleine Schönheit

Ein Spiel mit Perspektiven, Abständen und Blenden

Noch ist die kleine Schönheit kaum zu sehen, vielleicht weil man auch gar nicht weiß wonach man Ausschau halten soll, aber schon beim nächsten Bild wird sie sichtbarer.

Und nun wird es klar, das kennst du, oder?!

Die Gallerie öffnet sich, die Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Licht – 20 –

Die Birke

Für mich ist die Birke ein Lichtbaum, in dem Feen wohnen.

Mancherorts ist die Birke ein Symbol für die Jungfräulichkeit, die junge Göttin, die weiße Frau. An anderen Orten ist sie der Baum der Liebe, des Lebens und des Glücks. Sie ist Symbol für Neubeginn und deswegen auch immer noch in vielen Orten der Maienbaum.

Gerade eben ist sie ein Oktoberbaum, sie hat dem Wind ihre Blätter geschenkt.

Mai und Oktober liegen sich gegenüber, ich bin ein Maienkind und liebe den Oktober so wie den Mai, vielleicht fiel mir deswegen vor ein paar Tagen die Birke ein, als ich mal wieder zeichnete.

Licht -19-

Die Serie „Licht“ setzt sich fort

-1-

 

-2-

-3-

Alles begann 2015 →

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/07/22/licht-und-wind/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/08/26/wind-3-und-licht/

Mehr Beiträge findest du zum Thema Licht, wenn du in die Suchmaschine diesen Begriff eingibst, aber ich glaube, dass es an der Zeit ist eine Zusammenfassung zu machen. Eine schöne Winterarbeit! Noch ist Oktober, noch ist viel Draußenzeit.

Licht – 17 – am 03. Oktober 2018

Verschiedene Lichtbilder, aufgenommen im September

Lichtundschattenspiele auf meiner Wäschewanne

Lichtundschattenspiele auf einer Zimmerwand

Lichtspiele auf Glas

 

Lichtspiele auf Glas mit junger Hornisse

Ich habe diese junge Hornisse, wie viele andere zuvor und danach, am Abend in einem Glas eingefangen, um sie nach draußen zu tragen. Sie halten natürlich nicht still, wenn ich sie fotografieren will, aber wenn du genau hinschaust, kannst du sie auf dem zweiten und dritten Bild sehen. Ich finde das Ergebnis faszinierend. Manchmal mag ich Unschärfe.

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Ich hatte in den letzten Wochen hier ein kleines Problem mit jungen Hornissen. Wo sie Eingang fanden weiß ich nicht, aber ich hatte echt zu tun, sie entweder aus dem Fenster herauszuwedeln oder am Abend unter einem Glas zu fangen und dann nach draußen zu tragen. Dem Himmel sei Dank waren sie enorm friedlich. Ende September an einem Sonntagmorgen habe ich gefühlt mehr als fünfzig zur Freiheit verholfen. Ein bisschen genervt war ich schon, sie brummen sehr laut und mir war so nach Morgenkaffee im Bett mit Buch. Es ist an diesem Sonntag zu kalt gewesen, um das Dachfenster die ganze Zeit geöffnet zu lassen. Nun ist auch das vorbei.


Schnitt


Heute ist der 3. Oktober. Ein relativ neuer, deutscher „Feiertag“, der für mich mit einer kleinen Schildkröte verbunden ist, die über märkischen Sandboden läuft.

Wieso?

Weil ich am 03. Oktober 1990 einen Spaziergang in der Umgebung von Berlin machte (damals lebte ich noch dort) und mir mitten im Nirgendwo eine Schildkröte begegnete. Das Bild hat sich mir eingebrannt, genauso wie das Gefühl am selbigen Abend, als wir an einem Imbissstand erfuhren, dass die Menschen aus der ehemaligen DDR den Anschluss an die BRD gewählt hatten. Mir schwante nichts Gutes und gut ist es bis heute nicht.*

Heute schenke ich diesem Tag Licht.

Und ein Bild.

Möge sich die Angst in unserem Land in Mut verwandeln die Probleme, die nicht wegzuschwätzen sind, anzugehen, statt aus Angst vor neuen Wegen und Ohnmacht und Gier eine Fehlentscheidung nach der anderen zu treffen.


*Ich habe am 03. Oktober den Menschen aus der ehemaligen DDR einen unabhängigen, eigenen Staat gewünscht, ich kannte ja die kapitalistischen Machenschaften und vieles mehr in und aus der BRD. Es wurde schlimmer.



Bei märkischem Sand denke ich auch immer an das Bild von Anselm Kiefer mit gleichnamigem Titel. Es ist das erste Bild von ihm gewesen, das ich entdeckte; seitdem entdeckte ich viele andere mehr von ihm.

Ich denke vertikal, und eine der Ebenen war der Faschismus.

Doch ich sehe alle diese Schichten. Ich erzähle in meinen Bildern

Geschichten, um zu zeigen, was hinter der Geschichte ist.

Ich mache ein Loch und gehe hindurch.

Anselm Kiefer


Das Bild habe ich in der Bildersuche des www gefunden – https://www.google.com/search?q=Bild+Anselm+Kiefer+M%C3%A4rkischer+Sand&client=firefox-b-ab&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=7Gk8YpudptLsRM%253A%252CoCcHZIrh54DLIM%252C_&usg=AI4_-kTq2OSUtk_th5cL-JKNJ59-CYjuTg&sa=X&ved=2ahUKEwiJ-YWM2OLdAhVupIsKHaerBtIQ9QEwBXoECAUQDg#imgrc=7Gk8YpudptLsRM:

sollte ich hiermit Urheberrechte verletzen, bitte ich mir dies mitzuteilen, dann werde ich das Bild löschen.

Licht – 16 –

Herbst-Wehen

Vor dem Winter

Ich mach ein Lied aus Stille
Und aus Septemberlicht.
Das Schweigen einer Grille
Geht ein in mein Gedicht.

Der See und die Libelle
Das Vogelbeerenrot.
Die Arbeit einer Quelle.
Der Herbstgeruch von Brot.

Der Bäume Tod und Träne.
Der schwarze Rabenschrei.
Der Orgelflug der Schwäne,
Was es auch immer sei,

Das über uns die Räume
Aufreißt und riesig macht
Und fällt in unsre Träume
In einer finstren Nacht.

Ich mach ein Lied aus Stille.
Ich mach ein Lied aus Licht.
So geh ich in den Winter;
Und so vergeh ich nicht.

Eva Strittmatter