Jede Woche eine Fotomontage

Und ein Beitrag zu den Etüden von Christiane

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Die Wörter Baracke, lau und widerfahren hat Red Skies over Paradise gespendet Danke dafür.

Etüde

Schon lange ist es nicht mehr jeder und jedem vergönnt in einem eigenen Häuschen, in einer Wohnung zu leben. An den Stadträndern wachsen selbstgezimmerte Baracken, Bauwägen gesellen sich hinzu. Was für manche romantisch wirkt, ist für andere eine Notbehelf. Schon grübeln die Stadtplaner*innen, wie man diesem Wildwuchs entgegentreten könnte. Diese feinen Damen und Herren fragen nicht, was den Menschen, die hier leben, widerfahren ist.

– Unsere Stadt soll sauber bleiben.

– Man kann doch nicht einfach irgendwo eine Hütte hin bauen und dann auch noch für lau leben. Wo kommen wir denn dahin?

– Planierraupe und ab dafür!

Und der gute Mond zieht unberührt seine Bahnen.

107 Wörter


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Mindestbestellgröße für Abzüge auf hochwertigem Fotopapier- ohne Rahmung

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Persönliche Wünsche können gerne mit mir besprochen werden, auch Postkarten sind möglich. Ich freue mich über jede Bestellung. Bitte schicke Deine Anfrage an meine Mailadresse ulli.gau@web.de. Herzlichen Dank.


Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst, ich lese immer wieder, dass eure Wände voll wären, was ich nur zu gut nachvollziehen kann; aber wie wäre es mit einem Geschenk für eine liebe Freundin, einen lieben Freund … oder ab und an mal ein Bild auswechseln?

Vieles ist möglich.


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Nischenliteratur

Und Nischenkunst

Es gibt den Literaturmarkt und den Kunstmarkt. Beide grenzen aus. Beide orientieren sich am sogenannten Mainstream und suchen nach Kriterien, die Verkäufe garantieren. Beide suchen die Literatur und die Kunst aus, die sie anbieten und bewerben.

Mainstream wird gemacht. Mainstream bildet sich aus den Angeboten und so schließt sich ein Kreis, der viele Kunstschaffende und Schreibende außen vor lässt.

Hinzu kommen Schreibwerkstätten und Malkurse, die dir zeigen wollen/sollen, wie du am besten einen Text schreibst, ein Bild gestaltest. So wird alles glatt gebürstet. Persönliche Handschriften sind selten zu finden. Es sei denn, man tummelt sich, wie ich, gerne in Nischen.

Das Problem ist nicht neu. Unter anderem war Dada eine Kunstbewegung, die dies schon damals thematisierte.

Liest man Briefwechsel von Schriftsteller*innen, die heute berühmt sind, sei es Rainer Maria Rilke, Ingeborg Bachmann oder Paul Celan und viele andere mehr, so wird schnell klar, dass auch diese um Anerkennung, um Lohn und Brot gerungen haben. Oder man denke an van Gogh, der nur dadurch, dass sein Bruder Theo ihn finanziell unterstützt hat, malen konnte.

Dies sind nur einige wenige Beispiele, sie ließen sich noch viele Zeilen lang fortsetzen.

Ich bin Nischenfan, mein Bücherregal zeugt davon, meine Wände mit kleinen Kunstwerken von befreundeten Künstler*innen auch. Bilder möchte ich euch heute keine zeigen, aber euch folgende Bücher ans Herz legen:

Pega Mund – Reste von Landschaft

Elke Engelhardt – Sansibar oder andere gebrochene Versprechen

Elke Engelhardt – Bis der Schnee Gewicht hat – Märchenmotive

Peter Walther – Herrgott zwo null – ein haidnisches Symposium

Glumm – Geplant war Ewigkeit – Geschichten vom räudigen Leben

Jürgen Rinck aka Irgendlink (Ebooks) – #Ans Kap – Zwei Fahrradreisen ans Nordkap 1995 und 2015 – weitere Ebooks und Buchtipps findest du auf seiner Seite

Über weitere Tipps zur Nischenliteratur freue ich mich!

Nachtrag: bei Ulrike Sokul fand ich einen Lesetipp, der für mich noch unbedingt hier hinein gehört, das Buch von Nathalie Berghahn aka Fundevogelnest „Zwischenzeit“ https://leselebenszeichen.wordpress.com/2021/05/16/zwischenzeit/


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Ungut

Bald sind alle, die sich kritisch äussern oder Fragen stellen, Verschwörungstheoretiker*innen. Bitte lies das:

https://neue-debatte.com/2021/05/25/van-morrison-stop-bitching-do-something/

oder das:

https://www.wsws.org/de/articles/2021/05/25/vers-m25.html

Bei aller Liebe zu Blümchen und feinen Worten, zu eigenen Wegen, zur Liebe und dem Mond, wir sollten sehr aufmerksam sein und bleiben, was gerade weltweit passiert. Und wir sollten uns positionieren, nicht nur im Blog, auf fb oder twitter. Das genügt nämlich aus meiner Sicht so gar nicht mehr.

Ein Nachsatz von Patti Smith aus ihrem neuen Buch: Im Jahr des Affen (zu Allen Ginsberg):

Auf meinen Reisen blende ich die Nachrichten aus und lese wieder Allens Gedichte, eine umfangreiche Wasserstoff-Jukebox, die sämtliche Nuancen seiner Stimme enthält. Er hätte sich nicht von der aktuellen politischen Atmosphäre gelöst, sondern sich mitten hineingestürzt und unter vollem Einsatz seiner Stimme alle ermahnt, wachsam zu sein, mobilzumachen, zu wählen und sich falls nötig, unter Berufung auf zivilen Ungehorsam in eine grüne Minna zerren lassen.


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Geschlossen – verschlossen

Verschlossene Türen – geschlossene Geschäfte und Cafés

Da fällt selbst die Puppe (fast) vom Pferd

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Und ich? Bin ich verschlossen? Hat mein Seelenoutput geschlossen?

Ja und Nein. Ich habe nur Zurzeit nicht viel zu sagen und auch oft nicht zu kommentieren. Es gibt immer diese und diese Zeiten, mal sprudeln die Worte, mal kreiere ich ein Bild nach dem anderen, jetzt fotografiere ich.

Gerade eben sind es die geschlossenen Läden, die verschlossenen Türen. Symbole und Tatsachen im zweiten Covidjahr. Keine Pointe.


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Zeichen und Worte

„… gerade das Nichtverstehen ist das Wichtigste in der Kunst …“ Johannes Stüttgen

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Johannes Stüttgen – ehemaliger Student von Joseph Beuys zum 100jährigen Geburtstag von Beuys und andere:

https://kunstmuseenkrefeld.de/de/Exhibitions/2021/Kunst-Mensch-Joseph-Beuys-In-Krefeld  (Um zu den Redebeiträgen zu kommen, musst du das Bild anklicken)


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Etüde 04 2021

Neue Runde, neues Schreibeglück. Christiane hat wieder eingeladen, die Wortspende ist dieses Mal von Berlinautor. Vielen Dank euch beiden!

Die Etüde muss die 3 Wörter: Klassenkeile, schwammig und trödeln beinhalten und darf nicht mehr als 300 Wörter beinhalten.

Mehr zu den Regeln kannst du bei Interesse auf Christianes Seite lesen (s. Link oben).


Triggerwarnung: Es geht in dieser Etüde um Gewalt.


Viele gegen Eine*n. Treten, schlagen, boxen, spucken.

Immer weiter treten, schlagen, boxen, spucken. Blut. Das erste.

Verhöhnen, erniedrigen, weiter treten, schlagen, boxen, spucken. Mehr Blut.

Weiter treten, schlagen, boxen, spucken. Bis.

Dummheit gegen Schwächere.

Zuerst die Klassenkeile,

dann die Gangs.

Vorbei trödelnde Menschen haben nichts gesehen. Nie.

Schwammige Antworten.

Keine Antworten.

 

51 Wörter


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Leeres Urban

Nach einem Jahr Lockdown

Am Samstag war ich des Waldes, der Wiesen, des Flüsschens, des eigenen Gartens, des Dorfes müde. Ein Jahr habe ich nichts anderes gesehen, ich hatte Lust auf mehr Urbanität und fuhr in die nächstgelegene Kleinstadt. Mehr ist noch nicht drin. Basel ist noch für Deutsche dicht, Freiburg lockte mich nicht und an Hamburg oder Berlin musste ich erst gar nicht denken. Und dachte dann doch daran.

Ein Gruß aus oder an Berlin-Kreuzberg 36

Nahezu heimatlich

Grafittis auf den Stützen einer Autobahnbrücke

Kinder sollen draußen spielen und toben, sie sollen sich und ihre Grenzen erfahren.

Eine Crossradstrecke unter der Autobahn für Kids.

Corona?

Leerstand, leere Fußgängerzonen, leere Läden, nackte Büsten.

 

Wohin gehen wir?

Puppets in the streets*

Und es ward Frühling, der Zweite.

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* einige Beispiele aus meiner Serie „Puppets in the Streets“

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/22/sonntagsbild-3-2017/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/07/30/sonntagsbild-30-pausenbild/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/08/sonntagsbild-1-2017/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/10/15/sonntagsbild-42/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/06/25/sonntagsbild-25/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/12/sonntagsbild-7-2017/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/05/sonntagsbild-5-2017/


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