Die letzte Erinnerungsrunde an mein Alphabet der mutigen Träume

Willkommen zur dritten und letzten Erinnerung an mein Alphabet der mutigen Träume!

Q = Querdenken. Ist es nicht traurig, wie manche Begriffe mit der Zeit negativ besetzt werden? Ich bemühe mich in der Regel bei solchen Wörtern an ihre Wurzel zu denken und negative Bewertungen, die Zeit und Wandel verursachen, wegzulassen. Das ist nicht generell und immer möglich. Zu dem, was ich 2017 in Bezug auf „Querdenken“ geschrieben habe, stehe ich. Zu dem, was im letzten Jahr daraus gemacht wurde, nicht.

Hier die Links von Q – Z

Q = Querdenken → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/19/q-querdenken/

R = Richtungswechsel → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/20/r-richtungswechsel/

S = Spiel → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/21/s-spiel/

T = (mutige) Träume → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/24/t-traeume/

U = Utopie → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/25/u-utopie/

V = Vertrauen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/26/v-vertrauen/

W = Widerstand und Wohlwollen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/27/w-widerstand-und-wohlwollen/

X = das Unbekannte → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/28/x-das-unbekannte/

Y = Yin und Yang → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/30/y-yin-und-yang/

Z = Zuversicht → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/31/z-zuversicht/


So, das war’s. Mehr habe ich auch nicht mehr zum Alphabet oder zu den mutigen Träumen zu sagen. Mögen die einen und die anderen Inspiration gefunden haben und zusammen mit mir und anderen gute Samen in die Welt streuen.


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Erinnerung an das Alphabet des mutigen Träumens

Durch einen Beitrag von TeggyTiggs in der letzten Woche erinnerte ich mich noch einmal an mein Alphabet des „Mutigen Träumens“. Seitdem sind ein paar Tage vergangen, aber interessanter Weise tauchte das mutige Träumen auch bei Bruni Wortbehagen auf und am Mittwoch bei meinem 11. Fragment. Hier schrieb ich am Ende: „Nairobi träumt den Frieden in die Welt“. Lachmitmaren schrieb im Kommentarstrang: „Oh ja, lasst uns mit Nairobi den Frieden in die Welt träumen … :-)!“ Auch Pit ist dieser Meinung!

Nein, ich will jetzt keine Neuauflage starten. Wie es Ende 2016 zu dem Alphabet kam und wie es weiterging stelle ich via Links heute hier ein. Den Startschuss hierfür gab mir TeggyTiggs. Sie ist der Meinung, dass es gerade in diesen Zeiten umso wichtiger ist der Angst vor der Zukunft und dem Bild der jetzigen Welt etwas dagegen zu stellen. Hierin sind wir uns einig. Auch darin, dass es für meine neuen Leserinnen und Leser interessant sein kann, mein Alphabet kennenzulernen und sich damit auseinander zu setzen.

Für mich kommt noch ein weiterer Gedanke dazu: viele von uns spüren und denken schon länger, dass es so mit der Welt nicht weitergehen kann, dass es gilt dem etwas entgegen zu setzen, es braucht aus meiner Sicht mehr Aktivität. Mir geht es ums Tun. Gedacht und gegrübelt haben die meisten von uns lange genug!

Um Missverständnissen vorzubeugen: es geht nicht um Tagträume, es geht nicht um Nachtträume, nicht um luzides Träumen. Den Begriff „Mutig träumen“ habe ich von Alberto Villoldo* übernommen, doch lest selbst:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/10/17/mutig-traeumen-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/10/19/mutig-traeumen-2/

Es gab vor einiger Zeit ein Experiment in einer US amerikanischen Kleinstadt mit 100.000 Einwohner.innen (es können auch 300.000 gewesen sein, daran erinnere ich mich nicht mehr ganz genau):

1000 Einwohner.innen dieser Stadt verbanden sich jeden Tag per Meditation mit dem Frieden und der Vorstellung einer friedlichen Welt, bzw. in ihrer Stadt. Sie träumten also den Frieden in ihre Stadt. Dies machten sie einen Monat lang. Während diesen Monats nahm die Kriminalität spürbar ab und insgesamt wurden die Einwohner.innen friedlicher, es gab weniger Anrufe wegen Ruhestörung oder häuslicher Gewalt. Als dann der Monat rum war und somit das Experiment zuende, nahm die Kriminalität und alles andere wieder zu.

Für mich ein Beweis, dass mutiges Träumen funktionieren kann, wenn sich genügend Menschen finden, die aktiv eine bessere, friedlichere, gerechtere Welt träumen. Zudem beweist dieses Experiment, dass nicht alle Menschen den selben Traum in die Welt setzen müssen, 1.000 zu 100.00 sind 1,111%! Übersetzt heißt das, es würden, auf die Welt gesehen, 2-10% der Menschheit reichen, um einen spürbaren Wandel zu erreichen. Wie ich aber schon bei meinen Beiträgen „Mutig träumen 1 und 2 (Links s.o.) schrieb: es braucht Disziplin, Ausdauer und Aufrichtigkeit im Träumen. Schon das kleinste „Ja, aber“ macht alles zunichte!

In meinem Alphabet tauchen viele ethische Begriffe auf, ohne Ethik, bzw. ethischem Verhalten, finde ich, kann die Welt nicht zu einem besseren Ort werden.

Hier nun die Links zum mutigen Alphabet von A – H

A-B → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/11/alphabet-2/

C → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/12/alphabet-3-c/

D → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/14/alphabet-mutig-getraeumt-d/

E → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/02/alphabet-mutig-getraeumt-eeinigung/

F → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/03/alphabet-mutig-getraeumt-f-frieden/

G→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/04/g-guete/

H→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/06/h-hilfe/

Erwähnen möchte ich noch, dass Gerda Kazakou parallel zu meinem Alphabet der mutigen Träume an einem Alphabet des freien Denkens gearbeitet hat. Wie wir beide heute feststellten, war das eine wunderbare Zusammenarbeit. Und eigentlich finde ich immer noch, dass daraus ein Buch werden sollte. Nun, schauen wir einmal.

Wer nun Interesse hat, das ganze ABC kennenzulernen, die/der kann sich an der obigen Tafel orientieren und in die Suchmaschine z.B. L = Liebe eingeben oder K = Kommunikation oder Q = Querdenken* und gelangt dann zu dem jeweiligen Beitrag, den dazu gehörigen Bildern und den Kommentaren. Da ich nun selbst noch einmal das eine und andere nachgelesen habe, fand ich in dem Fall den Kommentarstrang bereichernd und spannend, weil ich Gedankenanstöße fand.

*Herrjeh, schon wieder ein Wort, das über die Zeit negativ kontuniert ist! Das ist auch so ein Thema, das mich beschäftigt, gestern schrieb ich: „Ich nehme die Worte bei ihren Wurzeln.“

So, jetzt aber viel Spaß mit meinem ABC der mutigen Träume.


*Alberto Villoldo – einen kurzen Lebenslauf fand ich bei „LovelyBooks“: Alberto Villoldo lebt in Los Angeles und ist klassisch ausgebildeter medizinischer Anthropologe. 25 Jahre lang bereiste er die Hochländer der Anden und des Amazonas’ und studierte die schamanischen Heilpraktiken. In seinen Seminaren führt er alljährlich Tausende von Medizinern und Laien in die energiemedizinischen Techniken ein. Er ist Autor zahlreicher Bücher.


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Sonntagsbild 46 2020 und eine Idee

Der blaue Vogel oder die Halkyonischen Tage

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Vor kurzem sind mir zum ersten Mal die „Halkyonischen Tage“ begegnet. Ich fand sie bei meiner Blogfreundin „Blaue Feder“ https://blauefeder.home.blog/2020/11/20/14354/. Weil ich aber nicht ganz schlau daraus wurde, schaute ich bei Wiki nach:
https://de.wikipedia.org/wiki/Halkyonische_Tage Jetzt sah ich schon klarer und dann hat es auch nicht mehr lange gedauert, dass mir ein Ritual für die Zeit der Halkyonischen Tage, der Wintersonnenwende und den Rauhnächten eingefallen ist.

Ja, nach diesem außergewöhnlichen Jahr möchte ich den Jahresausklang rituell begehen. Allein. Aber gerne im Herzen mit anderen verbunden.

Ich finde, dass die Welt neue Visionen, neue Geschichten und neue Ideen braucht. Jede und jeder kann sich von diesem Ritual gerufen fühlen. Jede und Jeder macht es auf ihre/seine ganz eigene Weise oder eben auch nicht. Rituale haben Kraft und Kraft braucht die Welt, wie eben auch neue Geschichten!

Nur noch eins, bevor ich das Ritual beschreibe, ich sagte ja schon vor einiger Zeit, dass ich festgestellt habe, dass immer mehr Menschen von der Angst getrieben sind, Angst vor dem Virus, Angst aus der Ungewissheit heraus, wie sich unser aller Zukunft entfalten wird. Wir sind nicht ausgeliefert. Jede und Jeder kann etwas dazu beitragen, dass dieser wunderschöne Planet auch für die nächsten sieben Generationen und darüber hinaus ein sicherer und zauberhafter Ort bleibt und er gesunden kann.

Corona und der Klimawandel sind eine große Herausforderung und eine Chance für einen Wandel – einen Wandel zum Guten, zum Lebensbejahenden, zur Freude und für mehr Liebe in dieser Welt.

Zurzeit geht eine Spaltung durch das Land, durch die Welt, ja, auch durch den Kreis der Freundinnen und Freunde. Das muss nicht sein! Jede Angst hat ihre Berechtigung. Es geht nicht darum andere von der eigenen Meinung zu überzeugen, es geht darum Jede und Jeden ernst zu nehmen. Auch zu halten, wenn es das braucht, wenn Die- oder Derjenige das möchte. Und es geht immer wieder darum die/den Anderen anders sein zu lassen, statt Türen zuzumachen.

Juli Zeh, ihres Zeichens Schriftstellerin, Juristin und Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, schreibt Folgendes:

„Wir haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein wertvolles Geschenk erhalten: eine Gesellschaft, in der wir angstfrei miteinander leben und reden können. Lasst uns die Gesundheit der Gesellschaft schützen, indem wir den AHA-Bestimmungen drei SOS-Regeln zur Seite stellen: Sensibilität im Umgang mit fremden Ängsten, Offenheit für abweichende Positionen, Sorgfalt beim Formulieren der eigenen Ansichten…“

Doch nun zu den Halkyonischen Tage und dem Ritual, das ich euch vorschlagen möchte:

Beginn ist Montag, 14.12. am Neumondabend. Hier beginnen die Halkyonischen Tage und der Nestbau (bitte lies erst bei Wiki, falls du Interesse hast, sonst ist das jetzt nicht verständlich!). Möge es ein schönes, ein gemütliches Nest für das Ei werden! Das Ei wird am Mo., 21.12. zur Wintersonnenwende, zum zunehmenden Halbmond hineingelegt. Wie genau schaut das Ei aus, ist es groß, klein, mittel, ist es golden, blau, oder beige mit bunten Punkten oder…? (Zur Erinnerung: das alles sind symbolische und visuelle Handlungen! Sie können in Worte gefasst, in Bildern dargestellt werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!)
Am 21.12. beginnt also die Zeit der Bebrütung, sich eine Woche auf dieses Ei zu setzen, in es hinein zu spüren, es mit durch die Tage zu tragen und es dabei immer schön warm zu halten. Vielleicht ist am Abend Zeit, um einmal in Stille auf dem Ei zu hocken, mit ihm zu sprechen, so wie einige von uns einst mit dem kleinen, werdenden Wesen in ihrem Bauch gesprochen hat – gibt das kleine, werdende Wesen eine Antwort? Und wenn, welche? Vielleicht schreibst du die Antwort auf, um sie zu bewahren.

Dann kommt der Tag der Geburt, am Montag, 28.12. darfst du gespannt sein, was sich da aus der Schale schält. Vielleicht braucht es etwas länger und schlüpft erst am 30.12., in der Nacht des Vollmondes. Wie auch immer noch und was auch immer es sei, behüte es wie einen Schatz und trage es durch den neuen Jahreskreis bis zur nächsten Wintersonnenwende. Dann ist das „Küken“ groß geworden und es gibt bestimmt einige Abenteuer zu berichten. Wenn alles gut gegangen ist, dann sind neue Geschichten, frische Ideen geboren, die du mit Freundinnen und Freunden an einem Feuer teilen, und in die Welt tragen kannst.


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Horx oder wider der Angst

Angst essen Seele auf, meine Seele kriegt sie nicht.

Erinnert ihr euch noch an Matthias Horx? Im Frühjahr stellte ich diesen Beitrag über/von ihm ein:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/03/21/das-gefaellt-mir/ Viele von euch waren begeistert. Monate sind seitdem vergangen und das Virus hat uns fester im Griff als schon. Die Angst wächst, leider auch die Aggression und der Streit,  Freundschaften brechen, Feindschaften wuchern. Viele meinen die Wahrheit gepachtet zu haben und verteidigen sie mit spitzer Zunge und Unerbittlichkeit.

Ich mache nicht mehr mit, wie ich einigen von euch in der letzten Woche mitgeteilt habe. Das soll aber kein Grund sein vollkommen zu schweigen!

Nein, ich habe auch keine Antworten, aber ich verhalte mich wider der Angst, die die meisten schüren, ob nun Drosten zugewandt oder der Gegenseite. Ja, ich stehe der einen oder anderen Maßnahme kritisch gegenüber, heiße noch lange nicht alles gut, zumal manche der Maßnahmen aus meiner Sicht jegliche Logik vermissen lässt.

Die Gegenseite lässt mich immer öfter die Stirne runzeln. Mal von den Menschen abgesehen, die scheinbar nicht mit Intelligenz und eigenem Denken gesegnet sind, habe ich kein Verständnis für Diejenigen, die sich mit Nazis gemein machen und sich mit ihnen die Straße teilen. DAS GEHT FÜR MICH GAR NICHT! Hier ist für mich klare Abgrenzung angesagt. Ich kann auch anders meine Kritik oder meine Fragen stellen, als zusammen mit alt bekannten Neunazis zu maschieren, die schon gar keine Neunazis mehr sind. Manche von ihnen sind mir seit Anfang der 1990er Jahren bekannt. Es ist perfide genug, dass sie nun einen Samen gefunden haben, den sie vereinnahmen und dadurch Menschen für ihr Ansinnen instrumentalisieren, die eigentlich „nur“ gegen die Maßnahmen auf die Straße gehen.

Ich möchte nicht missverstanden werden, ich habe keine Probleme den MNS zu tragen, Abstand zu halten und Hygieneregeln einzuhalten. Es gibt wahrlich Schlimmeres und es verlangt mir nicht wirklich etwas ab.

Aber zurück zu Matthias Horx. Am Samstag hörte ich ein Interview mit ihm, das ich nun gerne mit euch teilen möchte. Vielleicht trägt es ja dazu bei eigene Gedanken zu hegen, die nichts mit Angst und Sorgen zu tun haben.

https://www.ardaudiothek.de/zeitgenossen/matthias-horx-das-alte-normal-kommt-nie-wieder/83285126

Meinen herzlichen Dank an Wechselzeiten, die diesen Link am Sonntag geteilt hat und mir erstens erlaubt hat, dass ich den Link kopieren darf und mir zweitens Recherche im Netz erspart hat, da ich eh vor hatte dieses Interview hier einzustellen.


Wie immer sind Kommentare Willkommen, aber bitte verschont mich mit Links und anderem, die meinen etwas beweisen zu können, ich kann selbst lesen und denken und tue das auch. Bitte respektiert meine Haltung und Meinung, ich mache das umgekehrt auch. Und bitte bleibt freundlich. Herzlichen Dank!


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Etüde 10 2020

Meine zweite Etüde in dieser Runde, zu den Worten Idee, engelhaft und vergraben, die dieses Mal der Etüdenerfinder Ludwig Zeidler gespendet hat und wie immer von Christiane moderiert wird.


Eine Miniatur

Es gibt genügend Ideen in diesem Land – und in anderen auch – um das Schlimmste abzuwenden. Um Weichen für eine Zukunft zu stellen, in denen auch unsere Enkelkinder und deren Kinder sich an der Schönheit des Lebens freuen könnten, ob es um die Folgen der Klimakatastrophe, die Hungersnöte oder um die Flüchtlingsströme geht.

PolitikerInnen aller Couleur blocken mit engelhaftem Lächeln und vergraben ihre Millionen, die sie am Ende weder essen, noch mitnehmen können.

Der Unmut wächst – nicht nur in diesem Land – Spaltungen werden voran getrieben, Rechthabereien sind en vogue, Vehemenz, Häme und Verächtliches sind mit im Gepäck. Menschlich sein und bleiben ist die Herausforderung dieser Zeit.

109 Wörter



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Etüde 07 2020

 

Die Worte, um die es in dieser Etüdenrunde geht, sind auf dem Bild zu sehen, gespendet hat sie für die abc.etüden dieses Mal Gerhard. Herzlichen Dank Gerhard und Christiane!


Ich konnte den Zeitplan nicht einhalten. Die Angst vor Konsequenzen wurden schlimm und schlimmer. Die Angst noch tiefer zu fallen auch.

21 Wörter



To my English speaking readers:

If you are interested, you can read every article of me in English. You have to go to the end of my blog page, there you’ll find the buttom „Google Translater“. Enjoy!

 

Maisonntag 2020

Letzten Sonntag in meinem neuen Garten

Die Rosen an meinem Rosenbogen beginnen zu blühen. Ich war sehr gespannt in welcher Farbe sie sich präsentieren werden. Am linken Bogen öffnen sie ihre kleinen Blüten in einem warmen Dunkelrot und bilden zudem eine innige Symbiose mit einer Eiche.

Am rechten Rosenbogen kann ich die Farbe nur so beschreiben: lachsrosagelb mit zarten Rottönen. Oberhalb der Laterne hat sie sich mit dem rechts von ihr, etwas rüde beschnittenen Pflaumenbaum befreundet, der aber hier nicht mehr ins Bild passte.

Draufklick = große Bilder – please click to enlarge

Soviel zur spätnachmittaglichen Stimmung am letzten Sonntag. Im Kopf spukte ein Schreibprojekt, auf das ich durch einen Beitrag von Sofasophia aufmerksam geworden bin → https://sofasophia.wordpress.com/2020/05/16/erzaehlen-und-erzaehltbekommen/ .

Es geht darum zu erzählen wie wir unseren „Coronaalltag“ erleben. Eingeladen sind alle, die sich gerufen fühlen.

Mittlerweile habe ich eine Momentaufnahme dieses Sonntags an den Initiator geschickt. Von seiner Seite ist es in Ordnung, dass ich diese Geschichte mit euch teile, obwohl er plant aus den Zusendungen ein Buch zu machen: „Cronica Corona“. Wenn du mitmachen willst → https://cronica-corona.ch/mitschreiben/

Eine weitere Geschichte zum Projekt las ich bei Irgendlink → https://irgendlink.de/2020/05/16/bei-einer-ruhebank-ein-halber-hund/



Ein Sonntag im Mai im Jahr von Corona

Am Sonntag ist der Garten mein sicherster Ort. In Wald und Flur tummeln sich die Hungrigen – wer will es ihnen verdenken? Ich visoniere Wandermenschen mit Knickerbockern, roten Strümpfen und Mundschutz. Seitdem ich auf Instagram zig Fotos von Mundundnasenschutzmenschen aller Couleur gesehen habe, empfinde ich anders. Bedrohter?

Um Alltag ringen, den Tagen am Morgen ihre angestammten Namen zuordnen und die dazugehörigen Ziffern – als Halt. Ich denke an Zeiten, in denen es weder Tagesnamen, noch bezifferte Tage gegeben hat, nur Mond- und Sonnenläufe und Jahreszeiten. So unvertraut es uns auch ist, auch damals ging es um ein Dach, einen Menschen oder mehrere an der Seite, um Partnerschaften, Essen, Trinken, Sex, Liebe und Musik. Welche Geschichten Väter, Mütter, Großeltern wohl den Kindern zur Guten Nacht erzählt haben? Welche Melodien haben sie beim Wiegen gesummt? Welche Worte haben sie verliedert?

M sagt, sie sei schon ganz verlottert. Ihre Tage und Nächte verschwämmen ineinander. Wieder denke ich an die vier Tage und vier Nächte allein im Zelt – damals verschwammen Tage und Nächte auch. Ich schlief, wenn ich müde gewesen bin und machte Menschensachen, wenn ich wach und munter gewesen bin; ich fühlte mich frei – ich wollte nicht mehr zurück; ein tränenreicher Abschied, einer mehr. So kam ich zurück. Ein winziger Teil von mir blieb für immer dort, wir sind nicht getrennt voneinander.

Ewige Verbundenheit über mich hinaus ist ein Unsicherheitsfaktor, den ich schwankend betrachte und ich denke an die Taube mit dem verletzten Flügel. Ob er verheilte?

Worte der Verluste, des Scheiterns und Suchens, der Fragen und Sehnsüchte finden sich auf Bergen von Papier, sie füllen Buch um Buch und verliedern sich. Der Jubel des Glücks ist schnell erschöpft. Stetige Wasser von Vertrauen und wachsender Liebe strömen leise in tiefen Betten.

Heute wandere ich durch meine inneren Wälder und Wiesen, sitze am Ufer von Bruder Fluss, den nur ich so nannte und noch nenne. Ich lausche seinem stillen Lied. Die zwei Fische, den kleinen und den großen, hat der Fluss schon längst zum Meer getragen. Dort sind sie untergegangen.

Isolation also – freiwillig und unfreiwillig. Verschwimmende Tage, Verlotterung, Freiheit, Vermeintlichkeit, Struktur in Nichtstruktur knüpfen, von Knoten zu Knoten hangeln, die inneren Dialoge werden lauter.

Ach, ihr armen Kinder! Immerzu gefilmt, fotografiert und behütet – die Einen. Die Anderen … es ist eine Grausamkeit in unserer Menschenwelt! Mehr denn je. Autos zählen mehr als Kinder, Technik mehr als intakte Natur. Besinnung zur Umkehr ist eintragslos. Schwere Zeiten, nachdenkliche Zeiten, Tage mit roten Freudepunkten, willig meine Freude teilen und säen, für den Widerstand. Um den Ängsten, der Schwere, den Unsäglichkeiten standzuhalten. Den Rücken gerade halten, den Kopf oben, jegliche Häme und Gehässigkeit aus dem Gesicht streicheln, behutsame Schritte nach vorne gehen, Geheimnisse sind die Begleiter.

Einmal noch die Halskette anlegen, die Perlenohrringe und das beste Kleid anziehen, das ich Aschenputtel nicht mehr besitze, noch einmal zur Schiffskapellenmusik mich auf der Tanzfläche drehen und dann sinken; tief sinken – in den feuchten Meeresgrund hinein. Dort den kleinen und den großen Fisch wiedersehen, mich zu ihnen legen, dann still – Vergessen und Verlockung.

Ich möchte nie mehr von hier weg, erzähle ich heute dem Garten. Ich möchte weit weg, erzähle ich später den Zimmerwänden. Überall Wände. Hier nicht hindürfen und dorthin auch nicht. Die Zelle ist weitläufig, Sicherheitstürme sind keine zu sehen. Keine Kontrollaugen in der Nachbarschaft. Was weiß ich schon?

Doch ja, es ist Sonntag, der siebzehnte Mai im einundzwanzigsten Jahr des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Die Sonne wandert hinter die Bäume. Ich war heute spät dran, bis ich den Weg von drinnen nach draußen fand.

Ich höre dein Flattern. Wie schön! Dein Flügel ist verheilt.

Sechsmal schlägt die Kirchenglocke. Ich brate Kartoffeln und mache einen Salat. Die Mahlzeit, die nichts von Vermählung hat, nehme ich auf dem linksseitigen Stuhl am Tisch ein. Auf dem Stirnseitenstuhl sitze ich, wenn ich frühstücke, der rechtsseitige Stuhl ist für die Gäste, die jetzt ausbleiben. Nach dem Essen werde ich gesellig. Ich öffne ein Bier und stoße mit mir an. Ich lächel mir zu und wünsche uns ein gutes Leben.



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Etüde 06 2020

Die Worte, um die es in dieser Etüdenrunde geht, sind auf dem Bild zu sehen, gespendet hat sie für die abc.etüden dieses Mal Olpo Olponator. Herzlichen Dank Olpo Olponator und Christiane!


Man wird doch wohl noch mit dem eigenen Katamaran und ein paar Freunden auf den See hinausfahren dürfen! Was will man uns denn noch alles verbieten? Totschweigen, was wirklich ist, ja, das können die und A L L E S verbieten und verordnen. Ja, das können die, diese großspurigen Politiker und Wissenschaftler – als ob ich denen ein Wort glauben würde! Komm, Ilse, wir gehen jetzt segeln und lass mich bloß mit Mundschutz und dem anderen Quatsch in Ruhe.

79 Wörter



P.S

Es hat sich leider herausgestellt, dass diese Etüde missverstanden werden kann – siehe meinen Kommentarstrang. Natürlich habe ich hier nicht meine eigene Meinung abgebildet! Ich bin in die Haut derjenigen gekrochen, die gerade meinen sich an keine Regeln mehr halten zu müssen, die aggressiv und laut werden, das alles unter dem Deckmantel, dass sie die Grundrechte verteidigen wollen. Mir sind die Grundrechte auch wichtig und ich bin bereit diese zu verteidigen, aber dadurch, dass ich mich an die Abstandsregeln halte und auch einen Mundschutz in den Geschäften trage, schütze ich meine Mitmenschen. An dieser Stelle zu provozieren und Menschen lächerlich zu machen, die sich an diese Regeln halten, liegt mir nicht.



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