Etüde 07 2020

 

Die Worte, um die es in dieser Etüdenrunde geht, sind auf dem Bild zu sehen, gespendet hat sie für die abc.etüden dieses Mal Gerhard. Herzlichen Dank Gerhard und Christiane!


Ich konnte den Zeitplan nicht einhalten. Die Angst vor Konsequenzen wurden schlimm und schlimmer. Die Angst noch tiefer zu fallen auch.

21 Wörter



To my English speaking readers:

If you are interested, you can read every article of me in English. You have to go to the end of my blog page, there you’ll find the buttom „Google Translater“. Enjoy!

 

Maisonntag 2020

Letzten Sonntag in meinem neuen Garten

Die Rosen an meinem Rosenbogen beginnen zu blühen. Ich war sehr gespannt in welcher Farbe sie sich präsentieren werden. Am linken Bogen öffnen sie ihre kleinen Blüten in einem warmen Dunkelrot und bilden zudem eine innige Symbiose mit einer Eiche.

Am rechten Rosenbogen kann ich die Farbe nur so beschreiben: lachsrosagelb mit zarten Rottönen. Oberhalb der Laterne hat sie sich mit dem rechts von ihr, etwas rüde beschnittenen Pflaumenbaum befreundet, der aber hier nicht mehr ins Bild passte.

Draufklick = große Bilder – please click to enlarge

Soviel zur spätnachmittaglichen Stimmung am letzten Sonntag. Im Kopf spukte ein Schreibprojekt, auf das ich durch einen Beitrag von Sofasophia aufmerksam geworden bin → https://sofasophia.wordpress.com/2020/05/16/erzaehlen-und-erzaehltbekommen/ .

Es geht darum zu erzählen wie wir unseren „Coronaalltag“ erleben. Eingeladen sind alle, die sich gerufen fühlen.

Mittlerweile habe ich eine Momentaufnahme dieses Sonntags an den Initiator geschickt. Von seiner Seite ist es in Ordnung, dass ich diese Geschichte mit euch teile, obwohl er plant aus den Zusendungen ein Buch zu machen: „Cronica Corona“. Wenn du mitmachen willst → https://cronica-corona.ch/mitschreiben/

Eine weitere Geschichte zum Projekt las ich bei Irgendlink → https://irgendlink.de/2020/05/16/bei-einer-ruhebank-ein-halber-hund/



Ein Sonntag im Mai im Jahr von Corona

Am Sonntag ist der Garten mein sicherster Ort. In Wald und Flur tummeln sich die Hungrigen – wer will es ihnen verdenken? Ich visoniere Wandermenschen mit Knickerbockern, roten Strümpfen und Mundschutz. Seitdem ich auf Instagram zig Fotos von Mundundnasenschutzmenschen aller Couleur gesehen habe, empfinde ich anders. Bedrohter?

Um Alltag ringen, den Tagen am Morgen ihre angestammten Namen zuordnen und die dazugehörigen Ziffern – als Halt. Ich denke an Zeiten, in denen es weder Tagesnamen, noch bezifferte Tage gegeben hat, nur Mond- und Sonnenläufe und Jahreszeiten. So unvertraut es uns auch ist, auch damals ging es um ein Dach, einen Menschen oder mehrere an der Seite, um Partnerschaften, Essen, Trinken, Sex, Liebe und Musik. Welche Geschichten Väter, Mütter, Großeltern wohl den Kindern zur Guten Nacht erzählt haben? Welche Melodien haben sie beim Wiegen gesummt? Welche Worte haben sie verliedert?

M sagt, sie sei schon ganz verlottert. Ihre Tage und Nächte verschwämmen ineinander. Wieder denke ich an die vier Tage und vier Nächte allein im Zelt – damals verschwammen Tage und Nächte auch. Ich schlief, wenn ich müde gewesen bin und machte Menschensachen, wenn ich wach und munter gewesen bin; ich fühlte mich frei – ich wollte nicht mehr zurück; ein tränenreicher Abschied, einer mehr. So kam ich zurück. Ein winziger Teil von mir blieb für immer dort, wir sind nicht getrennt voneinander.

Ewige Verbundenheit über mich hinaus ist ein Unsicherheitsfaktor, den ich schwankend betrachte und ich denke an die Taube mit dem verletzten Flügel. Ob er verheilte?

Worte der Verluste, des Scheiterns und Suchens, der Fragen und Sehnsüchte finden sich auf Bergen von Papier, sie füllen Buch um Buch und verliedern sich. Der Jubel des Glücks ist schnell erschöpft. Stetige Wasser von Vertrauen und wachsender Liebe strömen leise in tiefen Betten.

Heute wandere ich durch meine inneren Wälder und Wiesen, sitze am Ufer von Bruder Fluss, den nur ich so nannte und noch nenne. Ich lausche seinem stillen Lied. Die zwei Fische, den kleinen und den großen, hat der Fluss schon längst zum Meer getragen. Dort sind sie untergegangen.

Isolation also – freiwillig und unfreiwillig. Verschwimmende Tage, Verlotterung, Freiheit, Vermeintlichkeit, Struktur in Nichtstruktur knüpfen, von Knoten zu Knoten hangeln, die inneren Dialoge werden lauter.

Ach, ihr armen Kinder! Immerzu gefilmt, fotografiert und behütet – die Einen. Die Anderen … es ist eine Grausamkeit in unserer Menschenwelt! Mehr denn je. Autos zählen mehr als Kinder, Technik mehr als intakte Natur. Besinnung zur Umkehr ist eintragslos. Schwere Zeiten, nachdenkliche Zeiten, Tage mit roten Freudepunkten, willig meine Freude teilen und säen, für den Widerstand. Um den Ängsten, der Schwere, den Unsäglichkeiten standzuhalten. Den Rücken gerade halten, den Kopf oben, jegliche Häme und Gehässigkeit aus dem Gesicht streicheln, behutsame Schritte nach vorne gehen, Geheimnisse sind die Begleiter.

Einmal noch die Halskette anlegen, die Perlenohrringe und das beste Kleid anziehen, das ich Aschenputtel nicht mehr besitze, noch einmal zur Schiffskapellenmusik mich auf der Tanzfläche drehen und dann sinken; tief sinken – in den feuchten Meeresgrund hinein. Dort den kleinen und den großen Fisch wiedersehen, mich zu ihnen legen, dann still – Vergessen und Verlockung.

Ich möchte nie mehr von hier weg, erzähle ich heute dem Garten. Ich möchte weit weg, erzähle ich später den Zimmerwänden. Überall Wände. Hier nicht hindürfen und dorthin auch nicht. Die Zelle ist weitläufig, Sicherheitstürme sind keine zu sehen. Keine Kontrollaugen in der Nachbarschaft. Was weiß ich schon?

Doch ja, es ist Sonntag, der siebzehnte Mai im einundzwanzigsten Jahr des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Die Sonne wandert hinter die Bäume. Ich war heute spät dran, bis ich den Weg von drinnen nach draußen fand.

Ich höre dein Flattern. Wie schön! Dein Flügel ist verheilt.

Sechsmal schlägt die Kirchenglocke. Ich brate Kartoffeln und mache einen Salat. Die Mahlzeit, die nichts von Vermählung hat, nehme ich auf dem linksseitigen Stuhl am Tisch ein. Auf dem Stirnseitenstuhl sitze ich, wenn ich frühstücke, der rechtsseitige Stuhl ist für die Gäste, die jetzt ausbleiben. Nach dem Essen werde ich gesellig. Ich öffne ein Bier und stoße mit mir an. Ich lächel mir zu und wünsche uns ein gutes Leben.



To my English speaking readers: You can read every article of me in English, if you’ll go to the end of my blog page, you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!

Etüde 06 2020

Die Worte, um die es in dieser Etüdenrunde geht, sind auf dem Bild zu sehen, gespendet hat sie für die abc.etüden dieses Mal Olpo Olponator. Herzlichen Dank Olpo Olponator und Christiane!


Man wird doch wohl noch mit dem eigenen Katamaran und ein paar Freunden auf den See hinausfahren dürfen! Was will man uns denn noch alles verbieten? Totschweigen, was wirklich ist, ja, das können die und A L L E S verbieten und verordnen. Ja, das können die, diese großspurigen Politiker und Wissenschaftler – als ob ich denen ein Wort glauben würde! Komm, Ilse, wir gehen jetzt segeln und lass mich bloß mit Mundschutz und dem anderen Quatsch in Ruhe.

79 Wörter



P.S

Es hat sich leider herausgestellt, dass diese Etüde missverstanden werden kann – siehe meinen Kommentarstrang. Natürlich habe ich hier nicht meine eigene Meinung abgebildet! Ich bin in die Haut derjenigen gekrochen, die gerade meinen sich an keine Regeln mehr halten zu müssen, die aggressiv und laut werden, das alles unter dem Deckmantel, dass sie die Grundrechte verteidigen wollen. Mir sind die Grundrechte auch wichtig und ich bin bereit diese zu verteidigen, aber dadurch, dass ich mich an die Abstandsregeln halte und auch einen Mundschutz in den Geschäften trage, schütze ich meine Mitmenschen. An dieser Stelle zu provozieren und Menschen lächerlich zu machen, die sich an diese Regeln halten, liegt mir nicht.



To my English speaking readers:

If you are interested, you can read every article of me in English. You have to go to the end of my blog page, there you’ll find the buttom „Google Translater“. Enjoy!

 

Was man tun kann oder Freude ist Widerstand

IT IS THROUGH JOY THAT ONE RESISTS!

Der untenstehende Text ist von „White Eagle“ – aus dem Stamm der Hopi (Nordamerika)

Durch Freude leistet man Widerstand!

Dieser Moment, den die Menschheit gerade erlebt, kann als Pforte oder Loch betrachtet werden.Die Entscheidung, ins Loch zu fallen oder durch die Pforte zu schreiten, liegt an Euch.
Wenn Ihr das Problem bedauert und rund um die Uhr Nachrichten konsumiert, mit negativer Energie, dauernd nervös, mit Pessimismus, werdet Ihr in dieses Loch fallen.
Aber wenn Ihr die Gelegenheit ergreift, Euch selbst zu betrachten, Leben und Tod zu überdenken, für Euch und andere Sorge tragt, dann werdet Ihr durch das Portal gehen.
Sorgt für Euer Zuhause, sorgt für Eure Körper. Verbindet Euch mit Eurer spirituellen Heimat.

Wenn Ihr Euch um Euch selbst kümmert, kümmert Ihr Euch gleichzeitig um alle anderen.

Unterschätzt nicht die spirituelle Dimension dieser Krise.
Nehmt die Perspektive eines Adlers ein, der von oben das Ganze sieht mit erweitertem Blick.
Es liegt eine soziale Forderung in dieser Krise, aber genauso eine spirituelle. Beide gehen Hand in Hand.
Ohne die soziale Dimension fallen wir in Fanatismus. Aber ohne die spirituelle Dimension fallen wir in Pessimismus und Sinnlosigkeit.

Ihr seid vorbereitet, um durch diese Krise zu gehen. Nimm deinen Werkzeugkasten und verwende alle Werkzeuge, die Dir zur Verfügung stehen.

Lerne Widerstand am Vorbild indianischer und afrikanischer Völker:
Wir wurden und werden noch immer ausgerottet. Aber wir haben nie aufgehört zu singen, zu tanzen, ein Feuer zu zünden und Freude zu haben.

Fühle Dich nicht schuldig, Glück zu empfinden während dieser schwierigen Zeiten. Es hilft überhaupt nicht, traurig und energielos zu sein.

Es hilft, wenn jetzt gute Dinge aus dem Universum kommen.
IT IS THROUGH JOY THAT ONE RESISTS!
Durch Freude leistet man Widerstand!

Auch wenn der Sturm vorübergezogen ist, wird jeder einzelne von Euch sehr wichtig sein, um diese neue Welt wiederaufzubauen.
Ihr müsst stark und positiv sein.

Und dafür gibt es keinen anderen Weg, als eine schöne, freud- und lichtvolle Schwingung zu bewahren.

Das hat nichts mit Entfremdung (Weltfremdheit) zu tun. Es ist eine Strategie des Widerstands.

Im Schamanismus gibt es einen Ritus des Übergangs, genannt „ die Suche nach Weitsicht“. Sie verbringen ein paar Tage allein im Wald, ohne Wasser, ohne Nahrung, ohne Schutz.

Wenn sie durch die Pforte gehen, bekommen sie eine neue Sicht auf die Welt, weil sie sich ihrer Ängste, ihrer Schwierigkeiten gestellt haben.

Das ist es, was nun von euch verlangt wird:
Erlaube dir, diese Zeit dafür zu nutzen, deine Rituale zum Suchen deiner Visionen auszuführen. Welche Welt möchtest du für dich erschaffen?

Das ist alles, was du momentan tun kannst: Gelassenheit im Sturm.
Bleib ruhig, bete täglich. Mach es dir zur Gewohnheit, das Heilige jeden Tag zu treffen.

Gute Dinge entstehen daraus. Was jetzt aus dir kommt, ist das
Allerwichtigste. Und singe, tanze, zeig Widerstand durch Kunst, Freude, Vertrauen und Liebe!
Widerstehe!

von White Eagle, Hopi Indianer,
Nordamerikanischer Stamm

 

Sonntagsbilder 18 2020

Z E I T  W I E  Z E I T U N G

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Auf der Suche nach Wahrheit

Blätterwald.


Hab einen schönen Sonntag. Trotz allem.


To my English speaking readers: If you are interested you can read every article of me in English. You have to go to the end of my blog page, there you’ll find the buttom „Google Translater“. Enjoy!

Sonntagsbilder 17 2020

F U N D S T Ü C K  02 2020

eine Papiercollage aus den 1980er Jahren – weil sie so in das Hier und Jetzt für mich passt

draufklick = großes Bild – please click to enlarge


To my English speaking readers: If you are interested you can read every article of me in English. You have to go to the end of my blog page, there you’ll find the buttom „Google Translater“. Enjoy!

Pingpong 082

PING 082

GERDA AN ULLI →  WELCHES STÜCK STEHT WOHL HEUTE AUF DEM SPIELPLAN?

082 PONG

ULLI AN GERDA → „ALLE MASKEN BRENNEN“

 

083 PING

ULLI AN GERDA → WENN DIE WELT IN EINE SCHIEFLAGE GERÄT …

draufklick = große Bilder – please click to enlarge


Hier geht es zu allen bisherigen PingPongs → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/.

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/


To my English speaking readers: You can read every article of me in English, if you’ll go to the end of my blog page, you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!

Sonntagsbilder 15 2020

Ich wünsche dir von Herzen frohe Ostern!

Ja, ich weiß, für viele von uns ist es gerade schwer froh zu sein. Unser Leben ist und bleibt reglementiert. Die gewohnten Osteraktivitäten fallen flach. Kreativität und Umdenken ist gefragt. Mir hilft das Wissen, dass wir alle im selben Boot sitzen, das verbindet über zig Kilometer hinweg.

Mir hilft auch täglich kleine Freuden in die Welt zu säen, mal hier, mal dort.

In diesem Sinne, bleib gesund und nähre die guten Gedanken.

Vielleicht konnte ich dir mit diesen drei Bildern ein kleines Lächeln auf dein Gesicht zaubern. Dann freue ich mich sehr!

draufklick = große Bilder – please click to enlarge


To my English speaking readers: If you are interested you can read every article of me in English. You have to go to the end of my blog page, there you’ll find the buttom „Google Translater“. Enjoy!

Licht

Morgensonnenstrahlen in meiner Küche

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

An dieser Stelle möchte ich noch einmal allen meinen herzlichen Dank sagen, die mir auf meinen letzten Beitrag geantwortet haben. Ich bin froh all das einmal in Worte gefasst zu haben und durfte dadurch erfahren, dass es den meisten von uns hier und in der Welt gerade nicht anders geht. Schon einige Stunden später war ich aus dem Dunkeltal heraus. Ich habe mich wieder mit den positiven Visionen für die Zukunft verbunden, im Sinne des „Mutigen Träumens“ (hierzu gab es etliche Beiträge von mir). Es geht nicht um naive Tagträumereien, sondern darum die Felder für eine bessere Welt zu bestellen und das am besten gemeinsam.

Viele von Euch haben sehr positiv auf meinen Link von Matthias Horx reagiert, https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/03/21/das-gefaellt-mir/

So ist „mutiges Träumen“ (eine Technik von Alberto Villoldo) gemeint. Wenn du Zeit und Lust hast, dann empfehle ich dem Vorschlag von Horx zu folgen. Schreibe auf was und wie sich die Welt aufgrund des Virus verändert hat. Du darfst „spinnen“. Du darfst dich selbst als Schöpferin, als Schöpfer visualisieren, um gute Samen in die Welt zu streuen, auf dass sie ein besserer Ort wird. Ich finde dies ist ein wunderbares Antidot für alle Zweifel und Ängste, für all die resignativen Gedanken, die manche von uns beherrschen.

Mit diesem Lichtbild möchte ich diejenigen unter uns erreichen, die gerade in ihrem Dunkeltal wandern. Gutes Euch!

P.S. Auf der Tube kann man weiteres von Matthias Horx hören, es reicht den Namen einzugeben.

Hier noch ein Link zu meinem ersten Beitrag: „Mutig träumen“ https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/10/17/mutig-traeumen-1/


To my English speaking readers: From now on you can read every article of me in English, too, if you’ll go to the end of my blog page, you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!