Kleiber #2 und Montagimpressionen

Nun hatte ich doch noch einmal die Gelegenheit den Kleiber zu fotografieren und dieses Mal hat er sich von allen Seiten gezeigt.

Es hat ein bisschen in der Nacht geschneit, manchmal kam sogar heute die Sonne raus, dann wieder Graupelschauer, Regen, nun wieder Schnee…

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Hungrige Meisen, Amseln und ein Buntspecht

 

alle Fotos © Ulli Gau – aufgenommen am 31.01. und am 03.02.2018

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Wen doch diese Meisenknödel alles anlocken! Bislang ließen sich die Tannenmeise und der Eichelhäher noch nicht fotografieren, beide sind so aufmerksam, dass sie mich selbst hinter der Fensterscheibe meiner Haustüre bemerken und sofort auf und davon sind, der Eichelhäher natürlich mit lautem Protest! Die Kohlmeise ist noch die unerschrockendste. Eine große Freude war es, als ich den Buntspecht „erwischte“.

Weihnachtsspaziergang

Wenn ich am Morgen aufwache und solchen einen Blick durch mein Dachfenster habe, dann weiß ich, dass das Schmuddelwetter weitergezogen, die Sonne zurück, und es wieder ein bisschen kälter geworden ist,

dann mache ich zwar noch immer zuerst den Ofen an, koche Kaffee, esse meine Stulle, aber dann muss ich in die leuchtend, funkelnde Welt hinaus.

Eine stille Welt ist es an diesem Weihnachtsmorgen, eine Zauberwelt –

Ich kann nur staunen,

und in den Wald hineingehen, dort funkeln tausend kleine Tröpfchen, winzig kleine Weihnachtskügelchen in rot und grün und blau und voller Durchsicht –

nein, sie lassen sich nicht fangen und jeder Wichtel verschwindet zwischen den Bäumen, wenn man versucht ihn anzuschauen –

mit jedem Schritt werde ich froher,

bei den Moossteinen halte ich ein, schöpfe nach Atem, der Aufstieg ist hier steil,

es gibt nichts zu tun, an nichts zu drehen, es gilt nur zu sein und das Beste zu wünschen,

nie mehr auf Biegen und Brechen,

das, was nicht zu mir gehört bei den anderen lassen, ausatmen, leuchten und lieben, that`s it.

Winter ist anders…

Ich habe am Abend ein Laubfeuer entzündet. Die große Linde entblättert sich, Tag für Tag – wie es knistert, wie es duftet, wie das Laub dann die Rindenstückchen, die dünnen Ästchen, später die Scheite entfacht! Das Gelächter, das ums Feuer kreist, ist so ehrlich, wie der Feuergeruch in meiner Jacke … Herbstlieder.

Ich schrieb es schon einmal: ich bin ein Übergangsmensch. Ich erblühe im Frühling, im Herbst beginne ich zu leuchten – in der Winterstille wohnt das ganze Jahr: vor und zurück – im Sommer sterben meine Worte, Jahr für Jahr, trotz aller Fülle oder gerade deswegen? Ich denke an das Sommermädchen, das ich einst gewesen bin…

Manches spricht und denkt sich aus Gewohnheit, der alternde Körper hat eine eigene Sicht. Kein Jammern, kein Zagen, gerade eben auch keine Angst, kein Tod, nur dieses unglaubliche Leuchten: so golden, so grün, so rot, so orange – das Leuchten des Alters, Winter ist anders.