Etüde Nummer zwei im Oktober 2018

Wieder hat Christiane zu einer Etüdenrunde eingeladen, dort findet ihr auch die Teilnahmebedingungen.

Die Wörter Pfründe, mondän und lassen hat dieses Mal Bernd von redskiesoverparadise gestiftet. Mein herzlicher Dank an euch beide.

 

 

Man muss seine Pfründe sichern! ICH investiere ja schon länger in Kunst. Schauen Sie einmal … s o w a s kann man sich doch nicht ins Wohnzimmer hängen!“ Die Chice zeigt entrüstet auf ein rotes Bild. Eine Schere hat einen Frauenkörper durchtrennt. Angewidert schüttelt sie ihren Kopf. Ihr Begleiter bleibt stumm.

Er schaut einmal, schaut zweimal und zieht leise seinen Hut, dass sich jemand traut die Beschneidung von Frauen zum Thema zu machen.

Sie ist schon weitergezogen und steht ganz verzückt vor einem Mohnblumenbild: “Nun kommen Sie doch endlich! Das hier, das müssen Sie sehen … das ist Kunst! Das will ich haben, es passt ganz wunderbar zu meiner roten Ledercouch.“

Er nickt. Besser ist das. Nicken, wenig sagen, sie lassen, das gehört zu seinem Job. Nur noch heute, dann … dieses mondäne Leben, dieses geistlose Getue geht ihm auf die Nerven. Dann lieber Barkeeper als Diener und Gespiele, scheiß doch auf´s Geld! Pfründe … pffft.


155 Wörter

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Alltag – eine Idee

Alltag mal zwölf

Erinnert ihr euch an das Projekt von Zeilende, dem Zwölfmonatsblick?

Über dieses Projekt habe ich einige Blogger und Bloggerinnen kennengelernt, die mir ansonsten vielleicht nie begegnet wären.

Ich mag neue Begegnungen. Ich mag Netze.

Und ich mag einzelne Themen zu denen jede und jeder die eigenen Assoziationen per Wort, Bild oder Musik umsetzen kann.

Ich möchte dich dazu einladen einmal im Monat, ein Jahr lang, jeweils zum ersten Wochenende eines Monats, ein Bild, einen Text, ein Musikstück auf deiner Seite mit dem Thema „Alltag“ vorzustellen und dieses mit diesem Beitrag zu verlinken.

Gerne kannst du dafür das Logo übernehmen.

Damit auch für Außenstehende das Netz sichtbar werden kann, werde ich jeweils am darauffolgenden ersten Monatswochenende die Teilnehmenden mit den Links zu ihren Seiten veröffentlichen.

Bei aller Gier auf das Besondere, den Hyperkick, das weltbeste Foto zu machen oder den weltbesten Text zu schreiben oder … interessieren mich die Dinge, die während (m)eines Alltags eine Rolle spielen, die immerwiederkehrenden, wie die besonderen; diese zu würdigen, sie in einem speziellem Licht, einer spezieller Perspektive darzustellen. Das Feld ist groß, von der Zahnbürste bis zur Bushaltestelle …

Beginn ist am ersten Wochenende eines jeden Monats, dieses Mal also am 03./04.11. – ich freue mich, wenn du dabei bist.

Ich freue mich auch über die Weitervertreibung dieser Idee und bin gespannt.

Willkommen

Zur Erinnerung und als Beispiel:

die kleine Schönheit war einst auch ein Alltagsgegenstand, mehr von ihr gab es hier zu sehen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/17/kleine-schoenheit/

Kleine Schönheit

Ein Spiel mit Perspektiven, Abständen und Blenden

Noch ist die kleine Schönheit kaum zu sehen, vielleicht weil man auch gar nicht weiß wonach man Ausschau halten soll, aber schon beim nächsten Bild wird sie sichtbarer.

Und nun wird es klar, das kennst du, oder?!

Die Gallerie öffnet sich, die Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Licht – 20 –

Die Birke

Für mich ist die Birke ein Lichtbaum, in dem Feen wohnen.

Mancherorts ist die Birke ein Symbol für die Jungfräulichkeit, die junge Göttin, die weiße Frau. An anderen Orten ist sie der Baum der Liebe, des Lebens und des Glücks. Sie ist Symbol für Neubeginn und deswegen auch immer noch in vielen Orten der Maienbaum.

Gerade eben ist sie ein Oktoberbaum, sie hat dem Wind ihre Blätter geschenkt.

Mai und Oktober liegen sich gegenüber, ich bin ein Maienkind und liebe den Oktober so wie den Mai, vielleicht fiel mir deswegen vor ein paar Tagen die Birke ein, als ich mal wieder zeichnete.

Sonntagsbilder 43 2018

Durchlässig – permeable 008

Auf einem meiner Septembersonntagsspaziergänge entdeckte ich diesen Unterstand und freute mich somit doch noch einmal Bilder dem Thema DURCHLÄSSIG hinzufügen zu können.

die Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Habt es schön heute!



Noch zehn Sonntagsbilder und dann ist auch dieses Jahr vorbei. Ein Jahr voller Umbrüche für Viele, ein Jahr, das uns zeigte, dass die Probleme in der Welt nicht wirklich geringer geworden sind …

Licht -19-

Die Serie „Licht“ setzt sich fort

-1-

 

-2-

-3-

Alles begann 2015 →

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/07/22/licht-und-wind/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/08/26/wind-3-und-licht/

Mehr Beiträge findest du zum Thema Licht, wenn du in die Suchmaschine diesen Begriff eingibst, aber ich glaube, dass es an der Zeit ist eine Zusammenfassung zu machen. Eine schöne Winterarbeit! Noch ist Oktober, noch ist viel Draußenzeit.

Etüde im Oktober 2018

© Christiane

Eine minikleine Etüde zu Christianes Schreibprojekt die Wortspende kam dieses Mal von Gerda Kazakou, ihr lest sie oben auf der famosen Einladungskarte, die dieses Mal wieder Christiane gestaltet hat. Danke an euch beide.

Für Marie

Schneide, kleine Schere, schneide

voll Geschick die zarten Silhouetten,

mit Genuss die Schemen, Schatten, Kreise –

sei nicht skrupulös –

schneide fein und feiner,

hab auch auf die Schnittpunkte Acht.

 

Leise, leise mit Schnipp und mit Schnapp

schneidet Maries Scherchen die Zipfel ab.

 

© mmandarin

Mehr von Maries filigranen Scherenschnitten könnt ihr sehen, wenn ihr dem obigen Link folgt.

Und nun habe ich auch noch ein bisschen geschnibbelt. Liebe Marie, ich hoffe, dass es in deinem Sinne ist, aber oh weh, ich habe mich ein bisschen verschnibbelt …

Miniatur 008 2018

Das Rad der Zeit –

und plötzlich erschien in allem Grün und Gold ein Rot

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Es riecht so gut. Nach Herbst, nach Zwiebeln, nach Kartoffeln und Knobi, nach Feuer im Ofen und vor der Tür. Nach satten Bienen, reicher Ernte. Eichhörnchen springen in die höchsten Äste. Restliche Walnüsse und Eicheln zu ernten. Dorthin hat noch kein Wind gereicht. Noch kein Sturm. Nur Winde. Es riecht so gut. In der Stube und im Hof. Nach Laub und nach Ernte, nach verblassenden Farben, nach Fruchtbarkeit fürs nächste Jahr. Die Kräfte neigen sich der Erde zu. Ruhe. Frieden. Advent. Kein Kreuz. Nur Wiedergeburt. Jahr für Jahr. Bald.

Es riecht so gut.