Sonntagsbild #38

Zeitfenster

003

004

Alles hat seine Zeit.

Genießt den Sonntag wo immer ihr seid, was immer ihr tut!

Advertisements

Der Zwölfmonatsblick #8

Mein achter Zwölfmonatsblick in die Weite zu dem Projekt von Zeilenende

Heute Morgen habe ich schon einen kleinen Spaziergang zur roten Bank gemacht, um den 8. Blick in die Weite zu fotografieren. Ja, schwuppsdiwupps ist nun auch schon fast der September rum, das letzte Wochenende ist angebrochen, Herbstanfang war gestern und wie man auf den Bildern sehen kann, herbstelt es auch hier schon sehr. Ich freue mich, dass, nach zwei Wochen Regen und Kälte, die Sonne wieder scheint.

Der Blick in den Süden

Der Blick in den Westen

Die Zaungäste

Sie kam dann ganz nah und schaute mich sehr lange an und ich sie…

Ich wünsche euch allen ein zauberhaftes Septemberwochenende.

Boot und Fährfrau

für Gerda und Bruni,

weil ihr mich an „meine“ Fährfrau und an „Die kleine blaue Frau“ erinnert habt – danke dafür…

„Die kleine blaue Frau singt sich zum See. Ungerufen kommt die alte Fährfrau, sie rudert die kleine blaue Frau zur Insel. Hier hüten Bärin und Rabe das Tor zum Wald, neckt der Rabe die Bärin, winkt die Bärin der kleinen blauen Frau.

Viele Jahre schon rudert die alte Fährfrau hin und her, mit und ohne Passagiere, mit und ohne Mond. Sie kennt keine Angst und keinen Tod. Ihr Herz ist Liebe geworden, in all den Jahren des Hinundwiederzurücks. Sie schenkt der kleinen blauen Frau das Lied der Wiederkehr.“



„Die kleine blaue Frau wäscht ihr Kleid am Fluss, als ein leeres Boot an ihr vorübergleitet. Sie sieht keine Ruder, keine Frau und keinen Mann. Zarte Schleier umwehen das Boot. Die kleine blaue Frau hört einen leisen Gesang, schwimmt zum Boot und nimmt es an die Leine, sie zieht es bis zum Strand. Dort setzt sie sich hinein.
Die Sonne geht unter, die Sonne geht auf, die Sonne geht wieder unter. Die kleine blaue Frau sitzt in dem ruderlosen Boot und lauscht seinem leisen Gesang. Sie lernt die Totenlieder. Die Sonne geht auf. Jetzt erhebt sich die kleine blaue Frau, sie trägt die Lieder zur Alten mit dem erdigen Gesicht. Die nimmt die Lieder in ihr Herz, dann lässt sie sie wieder frei. Da wird es still. Zarte Schleier wehen ins Blau des Morgenhimmels.“

Textausschnitte aus „Der kleinen blauen Frau“ copyright Ulli Gau

Drei und Fünf

Nominiert wurde ich von Geistesgewitter. Dort findet ihr auch die Regeln…  Ich freue mich und danke sehr herzlich!

Drei Dinge über mich

  1. Ich gewinne im Handumdrehen die Herzen von Kindern und Jugendlichen, so schnell, dass ich manchmal selbst staune und mich auch schon das eine und andere Mal fragte wieso das so ist; ja, ich ahne es.
  2. Ich war schon seit 11 Jahren nicht mehr beim Frisör, ich schneide mir meine Haare selbst, nur hinten muss manchmal noch meine Tochter ran.
  3. Es ärgert mich, dass es immer noch Menschen gelingt mich einzuschüchtern.

Fünf Fragen an die Nominierten

  1. Hattest du als Kind ein Lieblingsbuch, einen Lieblingsfilm (-serie) und einen Lieblingssänger (-sängerin, -gruppe)? Und wie sehen deine heutigen drei Favoriten aus?
  2. Wie stehen deiner Meinung nach deine Chancen, 100 Jahre alt zu werden?
  3. Hast du irgendeine Art von Phobie?
  4. Was ist für dich ein Glücksmoment?
  5. Gibt es eine Speise, bei der du dich noch nicht überwinden konntest, sie zu probieren?

zu 1.

Mein Lieblingsbuch war von Michael Ende: Jim Knopf, beide Bände, die ich bestimmt während meiner Kindheit dreimal gelesen, und später meinen Kindern vorgelesen habe. Ich schaute mir sehr gerne die Augsburger Puppenkiste an, liebte „die kleinen Strolche“ und „die Kinder aus Bullerbü“.

Musikalisch war ich schon immer sehr breit aufgestellt, sodass ich nichts über Lieblingsbands zu berichten habe, das hat sich bis heute nicht verändert, ich höre genauso gerne klassische Musik,

wie auch Blues, Jazz, Funk, HipHop, Punk, Raga, Rock und Elektro, nicht zu vergessen Weltmusik und Liedermacher*innen. Ähnlich ist es mit Filmen, es gibt einfach zu viele, um nur einen oder zwei herauszupicken, aber dieser hier gehört auf alle Fälle zu den Lieblingsfilmen der letzten Jahre:

Antonias Welt

leider gab es den Trailer nicht in deutscher Sprache, aber es ist auch so zu verstehen, oder?!

zu 2.

Ich glaube nicht, dass ich so alt werde, und ich will es auch gar nicht mehr. Ich wünsche mir geistig und körperlich fit bis zu meinem natürlichen Ende zu leben, wie es sich wohl auch die meisten anderen Menschen wünschen.

zu 3.

Ja, ich habe Höhenangst, ganz schlimm sind Gittertreppen, die hoch hinauf führen, da darf ich nicht hinunterschauen.

Als ich letztens im Arp-Museum noch einmal die Betonsäulen im Treppenschacht fotografierte bekam ich je weichere Knie, je höher ich gestiegen bin; da hilft nur immer wieder sehr bewusst zu atmen und der Realitätencheck…

zu 4.

Einen generellen Glücksmoment kann ich nicht benennen, aber ich erinnere mich immer wieder an einen Moment in den Bergen, oberhalb des Gardasees, mein damaliger Partner und unser Sohn schliefen noch, ich ging einen kleinen Pfad hinauf, um meine Morgentoilette zu verrichten, zarte Nebel stiegen vom See in die Berge hinauf, ein Hahn krähte, die Sonne ging auf und da hockte ich, atmete Frieden und war einfach nur glücklich!

zu 5.

Es gibt einige solcher Speisen, alle haben etwas mit Fleisch zu tun, ganz schlimm ist Wurstsuppe und sind jegliche Form von Innereien.



Ich habe immer Mühe mit den Nominierungen, an drei Frauen denke ich, wer sich außerdem gerufen fühlt, möge sich die Fragen mitnehmen und sie beantworten.

Es bleibt bei den drei ersten Fragen, wichtig dabei ist, dass es drei Dinge sind von denen du meinst, dass sie noch keiner von dir weiß und dies trotzdem in die Öffentlichkeit darf. Meine fünf Fragen sind diese:

  1. Was ist dein Antidot gegen die Schwere des Lebens?
  2. Was möchtest du in deinem Leben nicht missen?
  3. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was würdest du dann jetzt sofort tun oder dir anschaffen oder wen unterstützen?
  4. Gibt es etwas was du ganz anders machen würdest, wenn du heute auf dein Leben zurück schaust?
  5. Was möchtest du auf alle Fälle noch in deinem Leben machen/verwirklichen?

Marie

Gerda

die Springerin

Bitte nicht das Titelbild und den Hinweis wer dich nominiert hat vergessen, und bitte denke an die Regeln (s.o.).

Danke und viel Spaß!

Bahnhof Rolandseck – Arp Museum # 04

Die Toiletten des Bahnhofs

(für Maren herzlichste Grüße 😉 )

Als ich das erste Mal den Bahnhof, bzw. das Arp-Museum besucht hatte, meinte meine Freundin später ich müsse mir unbedingt einmal die Toiletten des Bahnhofs anschauen. Dieses Mal hat es geklappt. Über Geschmack lässt sich ja trefflich streiten oder lieber gar nicht … kurios ist mein Wort hierzu. Wer die Toiletten gestaltet hat weiß ich nicht, ich vermute mal ein Mann … 😉

Die Frauentoiletten

In die Männertoilette traute ich mich nicht wirklich hinein, ich fotografierte durch die geöffnete Tür, dass ich dabei beobachtet wurde, habe ich nicht bemerkt …

wie immer öffnen sich die Galerien, wenn man auf ein Bild klickt

Mit einem Zitat von Hans Arp und einem Wolkenbild von eben diesem Tag endet meine diesjährige Führung durch das Arp-Museum und den Bahnhof Rolandseck. Bis zum nächsten Mal … gerne komme ich wieder!

 

Bahnhof Rolandseck – Arp Museum # 03

Das Auge ist ein seltsames Tier

Fotografien und Wahrnehmungsobjekte von Werner Klotz

Zum einen wurden im Arp-Museum großformatige Wasseraufnahmen von Werner Klotz gezeigt, Steine unter der Wasseroberfläche. Hierfür besucht er immer wieder einen Wildbach in Kanada, entdeckt besondere Steinformationen, die er dann mit einem Titel versieht, wie z.B. die drei Grazien. Er malt auch mit Wasser auf Kieselsteine, ob nun mit einem Finger oder einem Zeh, diese Bilder nennt er: Minute Drawing …

Beide Bilder habe ich aus dem Begleitheft des Museum abgeknipst, leider sind sie nicht sehr scharf geworden.

Als Manko dieser Präsentation empfand ich die Hängungen der Bilder, oft in dunklen Ecken auf dem Weg von hier nach dort oder als dekoratives Beiwerk im sogenannten Festsaal. Da die Fotos auf Acryl entwickelt wurden, haben sie eine spiegelnde Oberfläche, sodass ich darauf verzichtet habe sie abzulichten.

Einzig seine Spiegel und Wahrnehmungsinstrumente bekamen eigene Räume. Hierzu steht im Begleitheft:

Mit seinen Spiegeln und „Wahrnehmungsinstrumenten“ greift Werner Klotz den Grundgedanken von Richard Meiers auf, Natur und Architektur miteinander zu verbinden und lässt die äussere Umgebung in die Räume dringen.

Die Spiegel setzen sich beim Näherkommen in Bewegung und drehen sich horizontal, sie spiegeln die Räume gleichzeitig mit der Welt vor dem Fenster, so entstehen einzigartige, nie selbige Bilder. Bei den entstehenden Formen dachte ich an Gustav Klimt.

Hier zeige ich euch noch ein Werk von Werner Klotz mit dem Titel „Reisebar des Dionysos“ – eine Vitrine aus Glas, in der sich  handversilberte Gläser durch viele eingebaute Spiegel gegenseitig reflektieren.

Die sogenannten Wahrnehmungsinstrumente lassen sich zwar fotografieren, aber das, was man sieht, wenn man hinschaut, nicht.

Vielleicht ist jetzt die Eine oder der Andere neugierig geworden und hat Lust selbst ins Arp-Museum zu fahren, ich kann nur einen Abklatsch wiedergeben, erleben muss man das alles selbst.