Miniatur – so viele Jahre

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So viele Jahre, bis ich dich fand, so viele Stunden, so viele Wünsche. Und dann warst du da. Für mich. Woher du kamst und wieso erst jetzt, das fragte ich dich nicht. Nahm nur deine Hände und wagte zaghafte Tanzschritte. Komm, komm tanz mit mir, flüsterte ich. Zart und leise tanzten wir, vergessen war die Welt und ihr Geschrei. Mondschein und Sternenglanz und du und ich. Ich dachte nicht an wir, das so schnell zerbricht, dachte nur an du und ich. All die vielen Jahre…

Frieden

0167a 15.07.16 weisse kühe

Karl Jaspers soll gesagt haben: „Der Frieden beginnt im eigenen Haus“. Sag ich doch, wobei etwas anders, ich sage immer: Der Frieden beginnt bei mir. Und dann seufze ich gerne…

Gestern erinnerte ich mich an den Artikel vom 24.07.2014: give peace a chance

Gestern bekam ich von einer Freundin einen Link zugeschickt. Ich finde den Artikel von Götz Eisenberg sehr lesenswert. Ja, er ist lang…

http://www.nachdenkseiten.de/?p=34349#more-34349

Und dann geht es noch, wer mag, hier entlang:

Agenda Mut von Frau Knobloch

mehr habe ich heute nicht zu sagen

Anhang

Die neue Kamera hat seltsame Funktionen, wobei ich dieses Foto noch als einigermassen gelungen ansehe, gewollt habe ich das so nicht, ich muss da Ausversehen am Rad gedreht haben! Zuhause habe ich ziemlich dumm geguckt, als ich das Ergebnis sah, dann habe ich das Beste draus gemacht … gibt es friedlicheres als wiederkäuende Kühe? Ja, Schafe😉

Aber dass es immer mehr hornlose Küge gibt, mag ich nicht!

Miniatur – So viel

0128 01.06.16

So viele wunderbare Menschen! So viele wunderbare Worte, tiefe und schöne, auch wahre und kluge, solche die fragen und solche, die sagen. So viel Schönheit, Weite, Klarheit, Wind, Baum, Fuchs und du. Und so viel wunderbare Musik zum träumen, zum sinnieren, zum spüren, für den Groove und das zuckende Bein. Und so viele wunderbare Bilder, bunte, schwarz-weiße, schmerzhafte und Spiegelbilder. Und so viel Freude, so viel du, so viele Hände und rote Münder, so viele Küsse und so viel hach… Und so viele Wunder, so viel staunen und rätseln und schmecken und riechen und nie genug, nie durchdrungen, nie alles erfasst und nichts ist selbstverständlich. Wo ein Teufel steckt weiß nie Irgendwer genau. Zeigt er seine Fratze ist es zu spät. Dann gebiert sich das Unheil und niemand weiß wie weit es reicht, wen es treffen wird, wer verschont bleibt und nichts bleibt, wie es war. Nie. Wie reich wir waren! Was hätten wir glücklich sein können!

Sommerfreude

zweigeteilt

Es war noch Juni. Ich machte einen Spaziergang über die Höhen, der Himmel war zweigeteilt. Hier schien noch die Sonne, in der Ferne dräute es grau. Die Wiesen standen hoch, sie blühten vielfältig und bunt.

blühende wiese

Es dauerte eine lange Weile, bis der graue Himmel die Sonne umschloss.

angekommen

Auf dem Rückweg plötzlich ein Jauchzen und Rufen:“Fang mich doch!“ „Find mich doch!“ Ein Junge und ein Mädchen spielten Verstecken im hohen Gras. Sie kicherten, sie rannten, sie duckten sich, sie wurden mucksmäuschenstill. Ich lehnte an einem Baum und wartete. Und dann hatte ich ihn im Moment eingefangen…

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An manchen Tagen wird „Bullerbü“ wieder lebendig.

Hier gibt es mehr zu „Bullerbü“ von Bruni Wortbehagen Danke Bruni❤

Nachtfalterflüstern

0172 21.07.16 Nachtfalterflüstern

Am Abend spielt das Radio Klavier, die Küchentür steht offen, ein Vogel singt dazu. Er hat keinen Namen, nur einen Gesang. Holzhackgeräusche von einem der Nachbarn, Lachen, Plauderstimmen und Schwalbenzwitsch, die Mücken fangen, Kuhbimmelimm, Einer pfeift, eine Tür klappt, herrliche Wolken und Gula Gula. Wildgänse, Graugänse, Eulen in der Nacht. Noch donnert es nicht, die Luft steht und wir sind doch schon längst alle cyber. Man denkt in tweets oder jagt kleine, gelbe Monster in Städten, in denen man schon Jahrzehnte lebt und sie nun endlich so richtig kennenlernt. Andere kennen Sie nun auch noch besser. Spieleapps für die Kontrolle, ob das mit den Geo-Caches auch so ist? Es grummelt in der Ferne, noch sind es 26°, es ist halb zehn. Türkei, sagt wer was? Wie weit reichen mächtige Arme? Gewitterstimmung. Passt. Menschen wollen Sommerfreuden, jetzt. Ausruhen vom Gerenne, dem Lärm der Welt. Sie wandern, paddeln, radeln, liegen am Strand, fahren Bahn, Schiff, Auto, Bus, fliegen, sitzen vor Bars und Restaurants. Worüber plaudern, worüber lachen sie? Es riecht nach Gegrilltem. Jetzt. Das war noch nie ein Lieblingsgeruch an Sommerabenden. Vorhin roch es frisch in der geputzten Küche, dem geputzten Bad. Jetzt also Grillzeugs, Fleischlappen und Würste, wie früher oder immer noch im Görlitzer Park, im Tiergarten und. Und doch, lass mal, immerhin buntes Leben vor der Tür. Jetzt sehe ich Gärten in denen Steine wachsen oder solche mit gepflegten Rasenflächen, von Rosen- und Lavendelrabatten eingefasst. Wann sitzen die Leute in ihren Gärten und wo darin? Es brennen keine Feuer durch die Nacht. Vollmond, Rotmund. Schöner wohnen, schöne Landlust, ein Hahn kräht am Morgen auf dem Mist. Polizeialarm! Kann man denn da gar nichts machen? Man macht nichts gegen laut schreiende Gockel und eine wild gewordene Hühnerschar. Man braucht sie noch. Wohlfeile Argumente, kein Boykott, kein Embargo, kein gerader Rücken. Das gibt zu denken! Gewitterstimmung. Nachtfalterflüstern, sie sehen noch Licht. Aufrichtige Menschen braucht die Welt. Die Welt schreit nach Führern. Neue eiserne Ladies streichen sich die Rüstung glatt. Eiserne sollen das Chaos richten und stürzen es ins Niedrigste. Dunkel wars, der Mond schien helle… Wenn einer eine andere „Bimbo, Schlampe und fettes Schwein“ nennt, kann es kaum niedriger sein. Niveau war gestern. Populismus ist heute. Die Welt will ihre Show. Ich bin unruhig, mir ist schlecht. Der Abend steht im Raum. Todesstrafe ist auch so ein Wort dieser Woche und Säuberung und Ausnahmezustand. Dazwischen Freude über weite Grenzen hinaus. Von Herz zu Herz, Begegnung, Berührung, Geist trifft Geist. Es gibt uns doch! Es gibt auch Alternativen, Visionen, Innovationen und Träume. Vielleicht ist es wichtiger denn je die Welt bunt zu träumen und dem Nachtfalterflüstern zu lauschen, sie sehen noch Licht. Wider der Angst.