Novemberleuchten

Am Montag war es, als ich einen Besuch machte. Auf meinem Hin- und Rückweg und mittendrin musste ich immer wieder innehalten, um dieses zauberhafte Leuchten, das noch immer in der Welt ist, zu fotografieren. Es ist zwar kalt am Abend und am Morgen geworden, aber während des Tages gibt es noch immer jackenlose Stunden.

auf dem Hinweg

mittendrin

noch während des Aufbruchs entdeckt

am Stausee

am Fluss

Das sind die Momente, die mir Kraft für die übervollen arbeitsreichen Novemberwochen schenken, die mich glücklich machen.

Noch viel mehr Bilder habe ich in meinem innerem Fotoalbum gespeichert. Es sind die zauberhaften Nebelmorgende, wenn ich vom Berg ins Tal zur Arbeit fahre, bei denen keine Zeit für die Fotografie bleibt, was ich aber mitnichten bedauer. Es sind die inneren Bilder, die mich auf besondere Art nähren und mit Freude erfüllen.

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Miniatur 006 2018

Erntedank

Ein Rosenkranz hängt im Blauweißem. Stiele ohne Dornen. Himmel, der behütet, Erde, die trägt. Ein Kranz aus Dank und Traurigkeit, aus Freude und Frieden. Liebe kennt keine Dornen.



Erntedank 2011 →  https://cafeweltenall.wordpress.com/2011/09/27/erntedank/


Ich wünsche euch eine l(e)ichte Woche.

Schönes am Wegesrand

Bilder von meinem Sonntagsspaziergang

Jahr für Jahr rühren mich im Herbst die kleinen, lilafarbenen Glockenblümchen an. Wenn kaum noch ein anderes Blümchen in den Magerwiesen hier oben blüht, verzaubert es mit Farbe und Klang.

Ikebana auf dem Waldboden

Winziges inmitten von Moos, sind es Blüten, Fruchtstände, wer weiß da mehr?

Ein Baumpilz (leider kam ich nicht näher ran, da ein Elektrozaun im Weg war, er ist gigantisch und soll, laut meiner Nachbrain, essbar sein, wir trauen uns aber nicht …)

Holzzauber (von Samstag, an einem Haus entdeckt)

Die Woche darf mit Schönem beginnen, ich wünsche euch Gutes und Schönes …

Musik und eine Geschichte

Yepp, das war DER song (das Video sehe ich gerade zum ersten Mal)!

Es war einmal … wir schrieben das Jahr 1997 (ja, lange her, aber unvergesslich), ich traf dich wieder. Ich wollte nicht fühlen, was ich fühlte. Ich fand ein vierblättriges Kleeblatt. Noch nie hatte ich ein vierblättriges Kleeblatt gefunden. Ich taumelte durch Wiesbaden. Ich wollte nicht fühlen, was ich fühlte, zu absurd erschien es mir. Ich tat etwas, was ich selten tat, ich ging in einen Musikladen und fand die CD von Luscious Jackson „fever in, fever out“. Ich hörte hinein und ich fühlte noch viel mehr, es gab kein Entrinnen. Es war keine Frage mehr, ich wehrte mich nicht mehr. Ich kaufte die CD, steckte das vierblättrige Kleeblatt hinein und fuhr zu dir.

Ich bin schüchtern, wenn es darauf ankommt, aber ich schenkte dir die CD mit dem vierblättrigen Kleeblatt. Mehr hat es nicht gebraucht. Du hast verstanden. Wie du vielleicht immer mehr verstanden hast als ich wahr haben wollte?!

Wir kommen nicht aneinander vorbei. Noch immer nicht. Und das ist gut so. Lange Wege, viele Jahre und so manchen Knoten haben wir gelöst und die nicht gelösten drücken gerade nicht mehr.

Papiercollage von 1997

Falls sich Eine *r von euch an die DarstellerInnen auf der Collage erinnert und mir sagen kann aus welchem Film sie sind, dann freue ich mich sehr, ich erinnere mich nicht mehr und habe jetzt stundenlang (gefühlt) deutsche Filme der 1980er und 1990er Jahre geguggelt, aber ich fand ihn nicht – MERCI – ich weiß nur noch, dass ich ihn damals sehr mochte…

Griechenlandfotos 04

Athener Stadtansichten – 3 –

Ein Mosaik, das ich in einem Hauseingang zu einer Galerie entdeckte, die aber leider geschlossen hatte. Mich faszinierte sehr das eingearbeitete Gesicht…

Ein paar wenige Graffitis.

Wie in allen großen Städten gibt es natürlich jede Menge Graffitis und die sogenannten „Tags“, die an vielen Hauswänden zu finden sind. Viele sind für mich nur Markierungen, nach dem Motto: Ich war hier – sie langweilen mich und schön finde ich die wenigsten. Und so manches, gerade erst frisch gestrichene, alte Haus wird dadurch in meinen Augen verschandelt. Ich habe nur wenige Graffitis fotografiert, dort, wo wir unterwegs waren sah ich einfach zu wenig Originelles.



Ein Reisender verdient sich sein Geld mit Seifenblasenmacherei, allen zur Freude!

Ein Markttag geht zuende

Das letzte Bild zeigt eine alte Frau, die Reste von den Marktständen eingesammelt hat. Die Armut in Griechenland/in Athen ist sichtbar. Bettler *innen aus allen möglichen Ländern und Kontinenten, Obdachlosenlager direkt neben einer S-Bahn-Strecke. Menschen, die versuchen irgendetwas zu verkaufen, seien es Roma, Sintis (hier waren es insbesondere die Frauen), Albanerinnen*, die Tischdecken angeboten haben oder viele kleine Stände, wo es von gerösteten Kastanien über allerlei Tand vieles zu sehen und zu kaufen gab. All das zu fotografieren behagt mir nicht. Ich denke dann immer an den Satz: „Wir sind doch hier nicht im Zoo!“

Bilder, die nicht nur in Athen zu finden sind, die Schere zwischen arm und reich hat sich weltweit geöffnet und öffnet sich immer weiter, auch in Deutschland. Auch hier wird die zunehmende Armut immer sichtbarer, auch wenn dies deutsche Politiker *innen negieren oder als Lüge bezeichnen – Ich bin mir bewusst, dass ich die Situation in Griechenland nicht mit Deutschland und auch nicht mit anderen Ländern vergleichen kann. An der sogenannten Krise in Griechenland verdient der deutsche Staat ziemlich gut, auch wenn dies in unseren Medien nur selten benannt wird. Wie überhaupt immer irgendjemand an einer Krise verdient, ein anderer verliert.

Diese Themen bieten viel Gedankenstoff und Diskussionsfläche und sollen in diesem Reisebericht zwar anklingen, aber nicht vertieft werden (Kommentarstrang ausgenommen). Zurück nach Athen →

Sehr kreativ fand ich diese Frau, die unterhalb der Akropolis in einer der Gassen Second-Hand-Klamotten und selbstgemachten Schmuck angeboten hat, sie war sehr guter Dinge, mit ihr kurz zu plaudern ist eine Freude gewesen!

Hier enden meine Bilder aus Athen, es fehlen die Katzen, die vielen Orangen- und Zitronenbäume, das eine oder andere Blümelein, die vielleicht später noch einen Ort finden. Morgen geht es erst einmal mit Bildern aus der Mani und vom Meer weiter.



*P.S. Ich habe Gerda missverstanden, es waren keine Albanerinnen, die Tischdecken angeboten haben, sie schrieb mir gerade im Kommentarstrang Folgendes dazu:

Eine Korrektur möchte ich anbringen: es sind keine Albanerinnen, die Tischdecken im Straßenverkauf anbieten. Ich finde es falsch, „Armut“ und „Straßenhandel“ gleichzusetzen. Solche Jobs sind spezialisiert. In diesem Fall waren es Frauen aus Osteuropa, vielleicht Russland, sonst sind es Zigeunerinnen, die zur heimischen Bevölkerung gehören oder aus Bulgarien kommen. Warum betone ich das? Ich habe in all den Jahren, seit hunderttausende Albaner barfuß über die Grenzgebirge kamen, nie einen bettelnden oder hökernden Albaner gesehen. Sie haben jeden anderen Job angenommen, den sie fanden, überall in Griechenland, auch im allerletzten Kaff, oft völlig allein – Erntehelfer, Schafhirt, Bauarbeiter, Reparaturwerkstätten, sie lernten blitzschnell die Sprache und so ziemlich alle Berufe. Die Frauen gingen putzen oder arbeiteten als Serviererinnen, Köchinnen. Alle, die ich kenne, haben sich inzwischen verbessert, haben ihre Kinder in den griechischen Schulen, haben Wohneigentum erworben…

Winterfreuden

Erste Freude

Draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Bei mir auf der Terrasse finden sich nun allerlei Vögel ein, da ich Meisenknödel aufgehängt habe. Es zeigt sich, dass aber nicht nur Meisen kommen, sondern auch das Rotkehlchen und die Amsel, die beiden kommen immer gemeinsam und picken das vom Boden auf, was den Meisen herunterfällt. Zum Glück ist in meiner Wohnungstüre ein Fenster, sodass ich das Vogelvolk in aller Ruhe betrachten und fotografieren kann.

Zweite Freude

Gestern habe ich einen Spaziergang an der „kleinen Wiese“ entlang gemacht, die kleine Wiese ist ein Bächlein, das allerdings gerade ziemlich braust und rauscht, nicht weit von dort fließt sie dann in die „(große) Wiese“, die am Feldberg entspringt, gemeinsam münden sie in den Rhein bei Basel.

draufklick = große Karte © https://de.wikipedia.org/wiki/Wiesental

Hier gibt es noch etwas über das kleine Wiesental zu lesen → https://de.wikipedia.org/wiki/Kleines_Wiesental

Während sich im Hochschwarzwald wieder der Schnee türmt, schaue ich hier auf grüne Wiesen, blühende Weiden- bzw. Haselbäume, die Misteln tragen nun ihre Früchte.

Mein Wohnortwechsel beschert mir vollkommen andere Winterbilder, nicht besser, nicht schlechter, nur anders.

Euch wünsche ich nun eine Wocher mit kleinen und großen Winterfreuden…

Weihnachtsspaziergang

Wenn ich am Morgen aufwache und solchen einen Blick durch mein Dachfenster habe, dann weiß ich, dass das Schmuddelwetter weitergezogen, die Sonne zurück, und es wieder ein bisschen kälter geworden ist,

dann mache ich zwar noch immer zuerst den Ofen an, koche Kaffee, esse meine Stulle, aber dann muss ich in die leuchtend, funkelnde Welt hinaus.

Eine stille Welt ist es an diesem Weihnachtsmorgen, eine Zauberwelt –

Ich kann nur staunen,

und in den Wald hineingehen, dort funkeln tausend kleine Tröpfchen, winzig kleine Weihnachtskügelchen in rot und grün und blau und voller Durchsicht –

nein, sie lassen sich nicht fangen und jeder Wichtel verschwindet zwischen den Bäumen, wenn man versucht ihn anzuschauen –

mit jedem Schritt werde ich froher,

bei den Moossteinen halte ich ein, schöpfe nach Atem, der Aufstieg ist hier steil,

es gibt nichts zu tun, an nichts zu drehen, es gilt nur zu sein und das Beste zu wünschen,

nie mehr auf Biegen und Brechen,

das, was nicht zu mir gehört bei den anderen lassen, ausatmen, leuchten und lieben, that`s it.

Wieder Zuhause…

…gibt es Nachwuchs im Stall

 

Nachdem ich gestern viel zu erledigen hatte und von hier viele hundert Meter die Berge hinauf fahren musste und keine wirkliche Freude an Schnee und Winterzeit hatte, habe ich heute Mittag meine erste Hofrunde gedreht. Hej, es gibt Nachwuchs im Ziegenstall, welch eine Freude!

Das Feuer im Ofen wärmt meine Stube, der Himmel ist hellgrau, es liegt Schnee, aber gemessen an dem, was am alten Wohnort liegt, lächele ich und freue mich schon wieder oder auch noch immer, dass ich in diesem frühen Jahr den Schritt gewagt habe…

Freude und Schönes

Heute habe ich frei, das war die Gelegenheit am Morgen wieder eine grosse Runde mit dem kleinen Hund zu drehen. Der Himmel zeigte, neben seinem üblichen hell- bis dunkelgrau, ein paar blaue Flecken und die Luft war herrlich frisch.

Vielleicht hat Gerda ja doch Recht, wenn sie schreibt, dass neuere Forschungen ergeben haben, dass Menschen, die einen Hund haben älter werden. Mich macht so ein morgendlicher Gang auf alle Fälle glücklich und Wetter ist dann eben Wetter.

Ich habe heute Morgen auch an das Bild vom Mai gedacht (s.o.), als ich den Mann mit seinem kleinem Hund in Szene setzte, fast erschien es mir als Omen und ich dachte, dass mir so ein „Struppi“ schon gut gefallen würde, ausserdem steht er mir… 😉

Freude und Schönes

Gerade eben stehe ich erneut vor einer grösseren Herausforderung und auch der Weihnachtsmarkt und sein Drumrum hat viele traurige und tragische Gesichter, aber heute Morgen dachte ich einmal mehr, dass es immer nur an mir liegt, ob ich das Leben als Last empfinde oder als Freude, ob ich nur die hässlichen Seite wahrnehme oder eben auch die vielen schönen…