Wenn…

Eine liebe Freundin schickte mir vor ein paar Tagen diese Karte:

 

Auf der Rückseite steht folgendes:

Ein in der Meditaion erfahrener Mann wurde einmal gefragt, warum er trotz seiner vielen Beschäftigungen immer so gesammelt sein könnte. Dieser sagte:

Wenn ich stehe, dann stehe ich

wenn ich gehe, dann gehe ich

wenn ich sitze, dann sitze ich

wenn ich esse, dann esse ich

wenn ich spreche, dann spreche ich…

Da fielen ihm die Fragesteller ins Wort und sagten:

Das tun wir auch, aber was machst du darüber hinaus?

Er sagte wiederum:

Wenn ich stehe, dann stehe ich

wenn ich gehe, dann gehe ich

wenn ich sitze, dann sitze ich

wenn ich esse, dann esse ich

wenn ich spreche, dann spreche ich…

Wieder sagten die Leute: Das tun wir doch auch.

Er aber sagte zu ihnen: Nein,

wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon

wenn ihr steht, dann lauft ihr schon

wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel…

Ein Zen-Mönch

Danke du Liebe, dafür und für alles andere…

Sonntagsbild #31

Die Klage der Kaiserin

Die Bilder zu dieser Collage fand ich hier:

https://www.google.de/search?q=bilder+zu+die+Klage+der+Kaiserin+von+Pina+Bausch&client=firefox-b&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjz6e72jcHVAhUFaFAKHdzfCrgQsAQIKA&biw=1440&bih=791#imgrc=ffyLLaIpWPgNAM:


https://daoweg.wordpress.com/2017/07/30/pina-bausch-die-klage-der-kaiserin/ – dieses Video von Pina Bausch braucht Zeit, nehmen sie wir uns doch einfach – danke Gerda. Danke Ralph Butler.


Elvira am 30.07.

Die Welt geht unter. Das Klima hat sich verändert. Beim Wetter und in der Moral. Ob eine Taucherbrille und Schwimmflossen helfen?…

Von mir modellierte Fragmente von lieberlebenblog aus ihrem Kommentar zu meinem Sonntagsbild #30 am 30.07.

Verlorene Gestalten … trostlose Kulisse … Inspiration …. Hoffnung … Nahrung … mutige … Träume … träumen … den Weg finden…

bruniwortbehagen schrieb:

…aus dem Alten wird Neues entstehen.

Fragmente, von mir modelliert, von TeggyTiggs (hej, ich hab die Hürde genommen, TeggyTiggs 😉 )

auf dem Boden der Tatsachen kein Glück … keine Zukunft? … Fessel? … sich ergeben … Ruhe finden…


Es ist immer beides gleichzeitig: Leid und Glück, Klage und Freude, selbst in dieser Welt, in der so vieles immer dunkler zu werden scheint und sich das Chaos seinen Raum nimmt. Chaos hier, neue Wege dort. Wir sind alle gefragt, wenn wir uns wünschen, dass die Welt zu einem besseren Ort wird.

Vielleicht wundert ihr euch über diesen Beitrag, schließt dieser Beitrag nicht an dem Thema Ethik an, dem, bevor ich gefahren bin und bin ich nun kein Schmetterling geworden? Ich bin beflügelt und mit leichterem Schritt zurückgekehrt, aber die Themen Umwelt, Chaos in der Welt und dem Umgang damit machen auch vor einem buddhistischem Sommercamp nicht Halt und das ist gut so!

Und doch … der Sommer ist auch zum Tanzen da, auch auf einem buddhistischem Somercamp!

 

 

Der Zwölfmonatsblick #6

Mein sechster Zwölfmonatsblick zu dem Projekt von Zeilenende

 

Weite am Mittwochnachmittag

Da ich zum Monatsende schon verreist bin, habe ich noch schnell heute, am Mittwochnachmittag, meine Aussichtsbank besucht. Es tat gut wenigstens einmal kurz in die Weite zu schauen und auszuatmen, es gibt ja immer noch sooo viel zu tun, bevor man die Türe hinter sich schließt und in die Ferne rollt.

Eure Kommentare und eure Zwölfmonatsblicke schaue ich mir gerne an, wenn ich zurück bin. Ich freue mich auf eine netzlose Zeit. Habts guat, gelle?!

Ethik – 2

Gestern Abend entdeckte ich auf dem Blog: Red skies over paradise folgenden Artikel → https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2017/07/24/unsere-freiheit-wird-gar-nicht-beschnitten-wenn-wir-die-rechte-der-tiere-achten-wir-moegen-ein-paar-zutaten-beim-kochen-verlieren-doch-als-menschen-koennen-wir-dabei-nur-gewinnen/

Aus meiner Sicht wird hier vieles sehr klar benannt, was ich selbst zum Thema denke und empfinde, es aber so nicht auszudrücken vermag.

Ich möchte mich bei euch an dieser Stelle für die gestrige rege Diskussion bedanken. Ich wollte den kleinsten gemeinsamen Nenner in ethischen Fragen in Bezug auf Mensch und Tier finden, den kleinsten gemeinsamen Nenner gibt es wohl nicht, aber es gibt einige, die immer wieder benannt wurden:

  • Respekt
  • Toleranz
  • Achtsamkeit
  • Dankbarkeit
  • maßvolles Handeln

Es zeigte sich auch, dass Vieles immer in Relation zu sehen ist, Achim Spengler sagte folgendes im Kommentarstrang:

Solange ich als Westler nicht Opfer oder Täter in fürchterlichen kriegerischen Auseinandersetzungen bin, insofern nichts weiß über meine Reaktionen und Aktionen in diesen, werde ich mich hüten, für mich letzte gültige Aussagen zu machen über Ethik, moralisches oder richtiges Handeln. Das (biblische) Gebot „Du sollst nicht töten“ und weitere Gebote (die ich mir trotzdem ich Atheist bin zu eigen mache) , der kategorische Imperativ von Kant, beide sind für mich Richtschnur meines Handelns in Friedenszeiten. Weltweite, ökonomische Verteilungsgerechtigkeit, der Schutz unserer natürlichen Grundlagen, die Verteidigung der Demokratie als Staats- und Regierungsform. Gespräch anstelle diskussionsverhindernde Gewaltbereitschaft. Konsensorientiertes Agieren, das als verbindlich und akzeptabel „durch zwanglosen und vernünftigen Diskurs“ der interessierten Teilnehmer anerkannt wird.

hikeonart machte auf folgenden podcast aufmerksam, danke dafür!

SWR2 Aula „Das Rätsel der negativen Emotionen: Über tierisches und menschliches Leiden“

Diese Diskussion, die Gerda und Nadia angestoßen haben, geht bei ihnen weiter …

Banal?

Rede ich doch heute einmal vom Wetter. Ja, wir haben Wetter, wir hier, im Süden von Deutschland, haben Sommer. Viele Tage Hitze, wenig Regen, viel zu wenig und nun kommen die Wetter. Gewitter, so sagte heute der Radiowettermann, gehören zum Sommer dazu. Ja, sehe ich auch so, aber wenn es Bäume entwurzelt und Häuser abdeckt, dann ist das für die Betroffenen eine Katastrophe und Wetter alles andere als banal (so vorgestern, nicht weit von hier, geschehen).

Uns geht es gut. Ich bin dankbar.

Das Wetter am Freitag. Es kommt …

es beginnt zu wehen,

(das ist eine gif-Animationen, bitte anklicken, falls es nicht von alleine läuft)

die ersten dunklen Tropfen gesellen sich zu den Flechten auf dem Dach,

noch kann ich die Linde hinter dem geschlossenem Dachfenster sehen,

jetzt nicht mehr,

das richtige Wetter, um Postkarten zu kleben und gute Wünsche in die Welt zu schicken,

ich denke auch an die Menschen in Griechenland … hier ist das Gewitter nun vorbei und ich mache mir dennoch meine Gedanken.

Über die Pflaumen und Äpfel, die massenhaft unreif von den Bäumen fallen, über die blühenden Kräuter, die aufblühen, sich verströmen, schon vorbei, über all die Schäden und dass wir noch immer alle satt sind. Wie lange noch? Ich denke darüber nach Orangen- und Zitronenbäume anzupflanzen, vielleicht auch Oliven?

zur Freiheit

-Du bist noch ziemlich jung, weißt du. Dies mit den Wegen der Freiheit ist eine Sache, die man ziemlich langsam lernt. Ich verstehe mich eigentlich überhaupt nicht auf das Zeitalter, das dabei ist, deine Schüler zu prägen, ich verstehe mich kaum auf das Zeitalter, das dich geprägt hat. Aber das, welches mich geprägt hat, hatte seine schauderhaften Seiten, und trotzdem war es möglich, auch aus solchen Kindheiten auszubrechen. Du verstehst was ich meine?

Auch du wirst aus der Mausefalle herausfinden, wenn du nur ruhig bleibst, so ruhig, wie du kannst.

-Ich will nicht zu viel sagen, sagte ich, aber soviel ist klar, deine Zeit hatte greifbarere Feinde als meine. Ihr habt euch nicht mit einem Nebel herumgeschlagen, ihr hattet sichtbare Tyrannen, Scheißkaiser, Päpste auf ihren Thronen. Aber wir, wir schlagen uns mit Schemen herum. Ihr hattet die Macht sichtbar auf ihrem Thron, wir haben sie als Schmerz im Hinterkopf, als Spinnwebennetz von Halbwahrheiten rings um uns her.

Lars Gustafsson – Risse in der Mauer

Sprache

Wir besitzen unsere Sprache nicht. Sie kommt zu uns oder lässt uns im Stich, und vor allen Dingen dürfen wir niemals glauben, dass wir uns verstecken können.

Lars Gustafsson – Risse in der Mauer