Sonntagsbild 22 2019

Maifarben – colours of May

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Ja, es ist Absicht, dass dieses Bild nicht scharf ist, manchmal möchte ich nur die Farben aufnehmen.

Aber ich möchte euch das Motiv selbst auch nicht vorenthalten. So eine Vielfalt, auf so einem winzigen Fleck! Ehrenpreis, wilder, blühender Thymian (oder ist es Dost?), blühender Frauenmantel, Spitzwegerich, Schafgarbenblättchen und natürlich Gräser …

 

Euch allen einen sonnigen und wunderschönen Junisonntag.

Im Atemhaus

Im Atemhaus

Unsichtbare Brücken spannen
von dir zu Menschen und Dingen
von der Luft zu deinem Atem

Mit Blumen sprechen
wie mit Menschen
die du liebst

Im Atemhaus wohnen
eine Menschblumenzeit

Rose Ausländer

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Ping Pong 034 und heute ein bisschen mehr

PING 033

GERDA AN ULLI → IM HÄUSCHEN AM RANDE DES WALDES …

PONG 033

ULLI AN GERDA → … WOHNT DIE ALTE MIT DEN SIEBEN SCHNEENAMEN

PING 035

ULLI AN GERDA → NICHTS GEHT VERLOREN UND …

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„Die Alte mit den sieben Schneenamen“ ist eine Zeichnung, die ich in dieses bearbeitete Bild eingefügt habe, bei ihr verbringt „Die kleine blaue Frau“ den Winter und wieder lernt sie Vieles … (s.u.)

Dieses Mal habe ich bei meinem Ping an Gerda in meine Mottenkiste gegriffen, es ist eine Zeichnung mit Ölkreiden und Bleistift aus dem Jahr 1999, ich mag sie noch immer sehr und vieles geht mir dazu durch den Kopf, aber im Vordergrund steht noch immer der Tag, an dem ich dieses Bild gestaltet habe, es war ein sehr schöner Tag!

Woran du wohl denkst, wenn du es betrachtest?

Nun bin ich, wie immer, auf deins und auf Gerdas Pong dazu gespannt.



WAS BISHER GESCHAH → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/



FÜR MEINE NEUEN LESER*INNEN → LINKS zur KLEINEN BLAUEN FRAU und EIN AUSSCHNITT AUS MEINER NOVELLE „DIE KLEINE BLAUE FRAU TRÄUMT MEER“ (Die leider immer noch nicht veröffentlicht ist) – HIER ZU DER ALTEN MIT DEN SIEBEN SCHNEENAMEN und EIN ÄLTERES BILD DAZU.

Die Alte mit den sieben Schneenamen sagt nie ein Wort zu viel und nie eins zu wenig. Ruhig ist ihr Gang und Wirken. Sie sagt zur kleinen blauen Frau:

„Es gibt keinen Grund zur Euphorie und keinen für die Depression.“ Sie essen die Suppe, sie löschen die Kerzen, sie gehen zu Bett. Am nächsten Morgen begrüßt die Alte die kleine blaue Frau mit einem Lied:

Wir sind Sterne, die singen können. Wir singen unser Licht. Wir sind Feuervögel. Wir fliegen über den Himmel. Wir alle sind wie der Wind, eingehüllt in leuchtende Flügel. Unser Licht ist eine Stimme. Wir bauen eine Straße des Übergangs für die Seelen, die gegangen sind…“

(frei übersetzt nach dem Lied von Dead can dance: Song of the stars)

Ein letztes Mal hackt die kleine blaue Frau das Holz, schürt sie das Feuer, kocht sie die Suppe, da hört sie das Eis krachen. Leise singt sie ihr Leben, träumt sich leuchtende Flügel. Sie wird gen Osten ziehen. Ein warmer Wind schiebt den winterlichen Nebel über den See zurück, erste Sonnenstrahlen wärmen ihr nacktes Gesicht.

Zusammen stehen die Alte mit den sieben Schneenamen und die kleine blaue Frau am nächsten Morgen vor der Türe und singen den Wind. Es kommt das weiße Rentier Mirandash pyree auf seinen durchsichtigen Schwingen heran. Es schaut die kleine blaue Frau, es spitzt die Ohren. Es hört und riecht die kleine blaue Frau. So geht es eine lange Weile, bevor es spricht:

„Du hast die Lieder der Toten gelernt, du hast die Tänze der jungen Frau getanzt, du hast dein Sommermädchen wachgeträumt, du hast das Ist getanzt. Du bist nicht allein. Dein Volk steht in deinem Rücken, die Alte mit dem erdigen Gesicht wohnt in deinem Herzen, gleich neben dem geheimen Gedicht. Du hast deinen Platz gefunden, du hinterlässt keine Spuren. Du singst dein Lied leise. Du hast dein Gesicht gefunden und alle Masken brannten. Du hast das Lied der Erde gelernt, das von der Wiederkehr und das der Steine. Du kennst jetzt keine Eile mehr. Du bist genügsam geworden und zufrieden mit dem was ist. Du hast gelernt für dich und andere zu sorgen, hast das Holz gehackt, das Feuer gehütet, die Suppe gekocht, den alten Büffel gefüttert. Du hast gehandelt und gedient, du hast geträumt und gesehen, gehört und nachgedacht. Nun trage ich dich über den See Richtung Osten, zur Schwarzen mit dem ewigen Gesicht.“

Die kleine blaue Frau nimmt ihren grün-blauen Mantel vom Haken, der rote Faden ist ein Stück weiter durchs Gewebe mäandert. Sie nimmt den Rucksack, der steht schon neben der Tür.

Vor der Tür steht die Alte mit den sieben Schneenamen, sie trägt ihre Kappe mit dem Geweih, der alte Büffel steht an ihrer Seite. Noch einmal schauen sie sich an, eine Wiederkehr ist ungewiss. Dank nickt die kleine blaue Frau ihnen zu. Dann steigt sie auf den Rücken von Mirandash pyree. Es breitet seine durchsichtigen Flügel aus, sie fliegen über den See Richtung Osten.

© Ulli Gau

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/01/16/nicht-identisch/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/02/14/die-kleine-blaue-frau-und-die-welt/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/01/26/die-kleine-blaue-frau-iii/

Ping Pong 032

PING

GERDA AN ULLI → WENN DIE HEXEN IN DER WALPURGISNACHT AUSREITEN …

PONG

ULLI AN GERDA → … SPRINGEN, TANZEN UND FLIEGEN, LODERN DIE FEUER HOCH

PING 033

ULLI AN GERDA → DIESE FÜLLE …

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Rückblick April 2019

Da ich meinen Blog nicht als Tagebuch führe und ich, gerade im April, meinen eigenen Projekten und denen von und mit anderen folgte, bleibt am Ende dieses Monats eine Menge an Bildern übrig, die ich wieder gerne in einem Rückblick zusammenfasse und zeige. Dieses Mal auch mit Text.

Da ich gesundheitlich nicht in Topform bin, war ich auch lange nicht soviel unterwegs wie sonst, sodass ich viele Blüten nicht fotografiert habe. Die Natur zeigt sich im schönsten Kleid, sehr früh blühten und blühen in diesem Jahr die Bäume, Sträucher und Blumen, für mich sind es mehr Mai- als Aprileindrücke. Die Kirschblüten hatten es mir in diesem Frühjahr ganz besonders angetan, einige davon zeigte ich schon, nun noch zwei weitere und andere Blütenbilder.

Gelbes Habichtskraut mit Hummel

Am Ende des Monats war ich in Basel, um mir im Baseler Antikenmuseum – Sammlung Ludwig – zum einem die aktuelle Ausstellung „Nackt“ anzuschauen, wie auch die Sammlung selbst. Hier sind viele Statuen und kleine Figuren aus Griechenland, Persien und Ägypten ausgestellt. Ganz besonders hatten es mir die kleinen Figuren angetan, die zum Teil schon 3000 Jahre und älter sind.

Nackt also. Der Anlass ist die immer wiederkehrende Diskussion um klassische Gemälde, die nackte Frauenkörper zeigen. Vielleicht erinnerst du dich noch an den Streit um das Bild von John William Waterhouse: Hylas und die Nymphen.

In diesem Bild griff Waterhouse ein Thema aus der griechischen Mythologie auf. Was einst gewürdigt wurde, gilt heute bei manchen als anstößig und sexistisch. Dieses wollte und will nicht jede Kuratorin/jeder Kurator hinnehmen, zurecht, wie ich finde.

Ich habe zwei Banner im Antikenmuseum fotografiert, ich hoffe du kannst die Texte lesen – hier gilt, was generell gilt, wenn du auf das Bild klickst, wird es größer und damit auch leichter lesbar, so öffnen sich auch die Galerien.

Archaische Darstellungen einer Fruchtbarkeitsgöttin und zweier -götter

Ich kann unmöglich alle Fotos aus dem Museum zeigen, darum hier nur meine Lieblinge. Vielleicht ergibt sich ja die Gelegenheit, dass ich ein anderes Mal noch mehr zeige.

Kleine Tierfiguren

Bleibe ich für dieses Mal bei den Tieren, nun wieder en nature. Zwei Eidechsen entdeckten meine Enkelkinder und ich auf einem Morgenspaziergang, eine Smaragdeidechse und eine mit sehr dickem Bauch. Wir überlegten, ob sie kurz vor der Eiablage stand.

Am Nachmittag des selben Tages, es war der 7. Geburtstag meiner Enkelin, fuhren wir, zusammen mit ihren Eltern, in den Baseler Zoo. Sie hatte sich das gewünscht. Ich bin nicht die große Zooliebhaberin, auch wenn sich in den letzten zwei Jahrzehnten einiges an der Tierhaltung geändert hat, sprich die Tiere mehr Platz haben. Trotzdem hat mich das eine und andere wieder sehr nachdenklich gestimmt. Das behielt ich aber für mich. Die Kinder hatten so viel Freude und die wollte ich ihnen nicht nehmen. Das Thema hat noch Zeit!

Ein Malaienbär, der mir bis dato unbekannt gewesen ist

Die wundersame Welt der Quallen, plus zwei Seepferdchen

 

Vier- und Zweibeiner

Bilder vom Brunnen im Frühlingskleid, mit und ohne Biene

Impressionen vom letzten Sonntag im April

Das Küchendachfenster – die Linde trägt nun wieder ihr grünes Kleid, Hagelschmelz auf der Scheibe

Kleine Hagelkörner, Regen und Blütenblätter auf einem der anderen Dachfenster

Am Abend – der Blick aus meinem Bürofenster (wenn ich auf den Stuhl klettere 😉 )

ENDE

Ich wünsche euch einen beschwingten Tanz in den Mai.



alle Bilder © Ulli Gau – bis auf das Gemälde von John William Waterhouse, das ich in der Bildersuche fand.

Blüten, Knospen, Zwei- und Vierbeiner

Pustehuflattichblumen

alle Bilder werden groß, die Galerien öffnen sich, wenn du ein Bild anklickst

Als ich am Dienstagmittag Nachhause fuhr und sich zwischen dem letzten Dorf und „meinem“ Abbiegefeldweg das Tal öffnete, weiß getupft mit Obst- und Beerenblüten und über die Wiese vier Störche stakten, war ich glücklich. War es den ganzen Tag. Ich lud nur schnell meine Einkäufe daheim ab, schnappte mir die Kamera und fuhr wieder los. Zwei Stunden stromerte ich im Tal herum. Leider hatte sich der Himmel zugezogen, sodass das eine und andere Bild lange nicht so strahlend ist, wie es hätte sein können.

Blüten und Knospen

Ich erwischte eine ganz junge, noch sehr zarte Schrecke auf einer Löwenzahnblüte

Am meisten aber habe ich mich gefreut, dass es mir gelang zwei Störche zu fotografieren. Ich musste den Zoom bis zum Anschlag ausfahren und hatte meine Bedenken wegen der Schärfe, aber ich bin zufrieden.

So innig, so berührend und schön

Ein Sprung,

hin zu Gründonnerstagmorgen, kurz nach dem Erwachen,

so klassisch Tulpe –

Die Sonne scheint wieder, Licht wirft Schatten –

One big Yes

Kirschblüten

Heute liegt ein persönlicher Brief neben mir. Ich habe ihn noch nicht geöffnet. Er ist mein Betthupferl, mein Sahnehäubchen auf diesen Tag, der nun schon langsam Nacht wird. Kostbar sind sie geworden, die persönlichen Briefe und Karten. Kleinode der Alletage. Freude sind sie, Seelenwärmflaschen auch.

Du rückst näher, ich lasse den Faden baumeln. Ich habe die Hand nicht genommen, erinnerst du dich? Nur den Faden nahm ich und webte daraus ein Herzensnest. Es wärmt mich. Es hält mich. Der Vogelvater und die Vogelmutter füttern mich mit fetten Würmern und Käfern, auf dass ich flügge werde.

Darauf läuft alles hinaus.

 

 

 

Und dann ist da erst einmal eine große Stille.

 

 

 

Und Kirschblüten.

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Es ist erst vor kurzem gewesen, um genau zu sein am 04.03., dass ich hier schrieb:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/03/04/erinnerungen-2/

Manchmal staune ich, wie leicht ich schon schreiben konnte, es will mir so nicht mehr gelingen. Und ich hoffe sehr, dass dies nur eine Phase ist, die nun allerdings schon fast zwei Jahre anhält -m- .“

Und dann kam der rote Faden zu mir und mit ihm die RoteFadenGeschichten und die Gedankenfäden. Sie haben mich erinnert wie gerne ich Geschichten erzähle, auf meine Weise, sie gaben mir Worte und Rhythmen zurück. Ich freue mich.

Märzrückblick

Und schwupps ist schon April. Das Jahr schreitet voran, ich halte kurz inne und zeige euch noch einige Märzbilder, die ich hier noch nicht gezeigt habe.

Ein Spaziergang am Anfang des Monats

sprießen, sprossen, blühen – drinnen und draußen

Fundstücke auf dem Hof und die Vierbeiner

Am Brunnen und am Bach

 

Dungzeit

Baumfällzeit

Orte 005*

draufklick = große Bilder, die Galerien öffnen sich

Es geht weiter … byebye März, welcome April!



*mehr Orte → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/02/sonntagsbild-50-2018/

Ping Pong 014

Ping 014

Gerda an Ulli → WER SICH DER MAGIE VERSCHREIBT

PONG 014

Pong Ulli an Gerda → … SOLLTE ZWISCHEN SCHWARZ UND WEISS UNTERSCHEIDEN KÖNNEN

PING 015

Ulli an Gerda → WENN DER FRÜHLING KOMMT …

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DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

WAS BISHER GESCHAH → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

Im Märzen der Bauern oder …

… ja, wir haben Wetter,

ihr auch! Und ich habe wieder freie Sicht, weil der Vermieter die Äste vor meiner Sicht beschnitten hat (s.o). Die andere Richtung zeigt, dass es nun wirklich Frühling wird, der Belchen hat seine Schneekappe abgegeben.

So gern hätte ich euch viel mehr Bilder von den Dramenhimmeln der letzten Tage gezeigt, aber ich hatte zu tun, sodass ich euch nur noch diese Bilder vom Sturm zeigen kann.

Den Rest müsst ihr jetzt imaginieren: all dieses Sprudeln, Sausen, Sprutzeln, Rauschen und Tosen der wiederbelebten Bäche und Flüsse; die, an den Rändern, überschwemmten Wiesen; die, nur noch wie eine Illusion, erscheinenden Restschneeflecken auf dem alten Berg, all die sich selbst jagenden Wolkenfelder … Und … ihr dürft lauschen, all dem Prasseln des Regens, dem Geheul der Windes … ja, der Winter wird weggejagt.

Immer mehr Vögel singen am Morgen und am Abend: Frühling, Frühling wird es nun bald.