Stromern

Gestern suchte ich eine meiner Lieblingswiesen auf, um zu schauen wie es um die Arnika bestellt ist. Es hatte ein kleines bisschen geregnet, Tropfen, wie festgefroren, hockten auf Lupinenblättern,

Filigranes streifte meinen Weg,

eine Raupe saß auf einem Blatt am Bach,

und Schönheiten über Schönheiten,

nur die Arnika war weit und breit nicht zu sehen. Dachte ich…

So, wie ich mein Leben lang schon reden lerne (und schreiben), so lerne ich auch mein Leben lang sehen. Noch nie habe ich die Arnika knospend gesehen und hätte sich nicht hier und da ein gelbes Blättchen gezeigt, dann hätte ich sie nicht erkannt…

Das Leben ist schön!

 

Miniatur #10 2017

Sowohl als auch dachte ich lange Zeit, statt entweder oder, nun las ich: mal mehr, mal weniger –

Ich fahre von dem neuen Berg zum alten, mal mehr, mal weniger Freuden und Vermissen. Mal mehr bunte Bergwiesen, braune Kühe im Familienverband, mal mehr toscanische Gefühle und die große Feuerstelle im Hof. Mal mehr du, mal weniger du, mal mehr ich, mal weniger ich, mal mehr wir, mal weniger wir. Zugewandtheit … der Mond nimmt zu.

Selbst im Spiegel

Ich habe mich schon öfters selbst im Spiegel fotografiert, allerdings nie blind, hier kommen meine drei Favoriten der letzten Jahre:

2014 im Arps Museum – im Aufzug

2011 in der Fondation Beyeler

2011 Leipziger Buchmesse

Blind im Spiegel #2

Dies ist mein zweiter Beitrag zu Susanne Hauns Projekt: Selbst im Spiegel – meinen ersten Beitrag findet ihr hier →

Ich hatte heute geplant mit meinem kleinen Badezimmerspiegel in die Natur zu gehen, aber bei diesem Regen… nö! Also entschied ich mich ihn zunächst auf einen Hocker zu stellen und blind auf ihn zuzulaufen und dabei zu knipsen,

dann blieb ich stehen,

dann räumte ich den Hocker wieder weg und legte mich vor den Spiegel, schloss wieder die Augen, zoomte ein bisschen und hoffte, dass schon irgend etwas zu sehen sein würde,

dann zoomte ich noch mehr…

Ich will nicht verschweigen, dass einige Bilder nur den Raum, aber nicht mich zeigten; es ist wirklich nicht so einfach mit so einem kleinen Ding und dann noch blind, ich bleibe dran…

Blind im Spiegel

Susanne hat mich gefragt, ob ich Lust hätte mich blind im Spiegel zu fotografieren. Ja, hab ich! Aber wie sich herausstellt ist dies, zumindest mit meinem kleinen Badezimmerspiegel, eine echte Herausforderung.

Am Freitagmorgen, ziemlich bald nach dem Aufstehen, habe ich es probiert, aber das war nur der Anfang, weitere Versuche werden folgen…

Übrigens … Jürgen hat`s auch schon getan –