Ping Pong 002 2019

Es geht weiter …

Ping 002 Gerda → WENN DIE DAMPFENDE SUPPE AUF DEN ESSER WARTET …

Pong 002 Ulli → … IST WINTERZEIT



PING 003 Ulli an Gerda → LILITH LEBTE NICHT IN DEN RUINEN …



Was bisher geschah:

Ping Pong 001 2019

Wenn du mit der Maus über ein Bild fährst, kannst du die Ping Pong Sätze lesen – anklicken = große Bilder


https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

https://gerdakazakou.com/2019/02/06/ping-pong-001-2019/

 

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Der Hase

Der Hase – eine lose Sammlung oder was mir der Hase ist

„Sinnbild der Wiedergeburt ist der Hase auch für Joseph Beuys, in dessen Werk der Hase immer wieder einen Platz findet. Im Kontext seiner Aktion „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ sagte er, dass der Hase direkt eine Beziehung zur Geburt hat (…).

„Für mich ist der Hase das Symbol für die Inkarnation. Denn der Hase macht das ganz real, was der Mensch nur in Gedanken machen kann. Er gräbt sich ein, er gräbt sich eine Mulde. Er inkarniert sich in der Erde, und das allein ist wichtig.“

Mensch und Hase – zärtliche Gesten

Oma, was macht der Hase eigentlich im Winter?

Mutter, Mutter, der Jäger, der Hase, der Brunnen …

Es war ein Fiebertraum; einen, den ich nie vergessen habe. Es ist eben kein Spaß, wenn ein Hase mit einem Schießgewehr auf mich zielt. Dieser Struwwelpeter …

Frieden

Joseph Beuys – Friedenshase © wize.life

Und ein Hasen-Haiku von Eulenschwinge → https://eulenschwinge.wordpress.com/2017/05/28/hasen-haiku/

Wenn ich an Hasen denke, dann ist das erste was mir einfällt „Zärtlichkeit“. Frag nicht, es ist einfach so. Das zweite ist Frieden, das dritte sein Zick-Zack-Lauf und erst dann kommt alles, was ich im Laufe des Lebens über ihn, sein Verhalten, sein Leben gelernt habe, nicht zuletzt auch wegen der Frage meines Enkelsohnes (s.o.).

Hasen sind für uns Menschen harmlos, sie greifen nicht an, sie flüchten und das aus gutem Grund, nicht nur der Mensch ist des Hasens Feind. Opfertier von Mensch und anderen Tieren, eine Jagdtrophäe war und ist er.

Hasen waren/sind auch ein Symbol für die Fruchtbarkeit (wobei Mäuse sich ja noch emsiger vermehren …).

Dass er ein Symbol für Ostern wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass er im ausgehenden Winter, der Zeit des ersten Frühlingahnens wieder sichtbar wird, nachdem er im Winter, gut getarnt, in seinen Mulden = Sassen liegt, gerne auch unter umgefallenen Baumstämmen. Hungrig hoppelt er nun über Feld und Flur.

Mehr über seine Symbolik in der Kunst und überhaupt kannst du bei Interesse im oberen Link nachlesen.

Das wohl berühmteste Bildnis eines Hasens malte einst Albrecht Dürer.

Der Hase wurde zum „Markenzeichen“ vieler Fluxus-Künstler, (vielleicht) angeregt durch Joseph Beuys, was ich aber nicht so genau weiß und auch nicht recherchieren konnte.

Auch sonst fand der Hase seinen Weg durch alle Zeiten hindurch in die Kunst, wie u.a. bei Gerda Kazakou zu sehen ist (das zweite Bild in der Zärtlichkeits-Galerie).

Nun zeige ich euch noch zwei Hasenskulpturen, die mir seltsam fremd geblieben sind. Gerade fand ich im Netz etwas über ihre Hintergründe und schon sind sie mir etwas weniger fremd.

Fondation Beyeler – Thomas Schütte

Kunst kann man nicht machen. Man kann nur die Bedingungen herstellen, damit etwas Spezielles passiert. Sagte Thomas Schütte gestern bei der Pressekonferenz seiner Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen.

Die monumentale Hasenfigur im Teich dokumentiert, wie etwas Spezielles entstehen kann. Der Hase wurde vor Jahren von seiner kleinen Tochter aus Tonresten gestaltet. Sie nannte ihre 20 Zentimeter hohe Figur einen Allzweckheiligen für alle Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Als Allzweckheiliger stand die kleine Plastik auf dem Schreintisch von Schütte – bis er sie aus einer Laune heraus einer Sendung auf ein monumentales Mass vergrösserte und dann in Styropor schnitt.

Dieser Grosshase stand dann jahrelang in seinem Atelier bis ein Bekannter dringend Arbeit suchte. So bearbeiteten sie beide die Hasenskulptur; und was dann daraus entstand,  fügt sich jetzt  so organisch in das Ambiente des beyelerischen Teiches ein, als ob es gerade dafür geschaffen worden sei.

https://www.journal21.ch/thomas-schuette-in-der-fondadion-beyeler

„De Düvel sinneert över sien Karninken“ (Der Teufel sinniert über sein Kaninchen) von Markus Daams, zu sehen an der Teufelsbrücke in Hamburg

Eine Legende erzählt:

An der Furt, wo heute die Elbchaussee die Flottbek überquert, verunglückten immer wieder Fuhrwerke durch Radbruch. Man nahm an, dass es dort „mit dem Teufel zuginge“. Daraufhin wurde ein Zimmermann beauftragt, eine Brücke über den Bach zu bauen. Dieser nahm für den Bau der Brücke die Hilfe des Teufels in Anspruch und versprach ihm dafür die Seele des ersten Lebewesens, das über die Brücke gehen würde.
Nachdem der Pfarrer aus Nienstedten am Tag der Einweihung die Brücke gesegnet hatte und sie betreten wollte, wurde ein Hase von der Menge aufgescheucht und lief als erstes Lebewesen über die Brücke.

https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelsbr%C3%BCck

An einem Zaun in Priesseck/Wendland entdeckt

Ein letztes Bild – eine Fotomontage von 2011

Das Motiv fand ich ebenfalls an einem Zaun, dieses Mal in Riehen/Schweiz. Inspiriert wurde es wohl von dem „Dreihasenfenster“ am Paderborner Dom oder von dem Dreihasenfenster im Kloster Muottatal in der Schweiz oder …

Das Dreihasenbild stellt drei springende Hasen dar, die in Kreisform angeordnet sind. Eine Beschreibung dieses Symbols findet sich auch in dem Vers: „Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei“. Dabei sind drei Hasen so angeordnet, dass zwar jeder Hase zwei Ohren hat, auf dem Motiv aber insgesamt nur drei Ohren dargestellt sind.

Das Dreihasenbild taucht an verschiedenen Orten und in den unterschiedlichsten Kulturen der Welt auf. Seine ursprüngliche Bedeutung ist nicht klar. Es wird häufig als ein Archetypus angesehen. Eine ähnliche Form der Figurvereinigung, allerdings mit drei menschlichen Köpfen, stellt der Tricephalus, Triceps oder Triphons dar. Allgemein spricht man bei derartigen dreigliedrig-symmetrischen Figuren von Triskelen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dreihasenbild

Und … gestern Abend hoppelten drei Hasen über die Wiese, der Hasenwiese, wie ich sie nenne, als ich vom Tal Nachhause fuhr. Denn wenn Hasen, dann dort!

Ping Pong 001 2019

Der Hase im Winter ist auch ohne Geweih …

draufklick = großes Bild

Darf ich vorstellen? PING PONG ist sein Name. Nein, es ist nicht des Hasens Name, es ist der Name von einem neuem, gemeinsamen Projekt von Gerda Kazakou und mir.

Gerda und ich senden uns einen Satzanfang und ein dazu gestaltetes Bild via Blog zu, die andere vervollständigt den Satz und gestaltet hierzu ein Bild. Dann werden Satzanfang und Satzende zusammen gezeigt, bei ihr und bei mir. So wird es ein spannendes Ping Pong zwischen uns werden und ihr seid life dabei.

Die Idee haben wir von Susanne Haun und Jürgen Küster, aka Buchalov, übernommen. Die hier eingefügten Links führen direkt zu dem „Projekt ohne Namen“, wie es bei Susanne und Jürgen heißt. Um euch einen Eindruck zu geben habe ich unterschiedliche Satzbeiträge von ihnen verlinkt.

Aber nun, liebe Gerda, bist du ja erst einmal dran. Ping …

Ich freue mich sehr über das neue Projekt und bin gespannt wohin uns das führen wird.

Sonntagsbilder 05 2019

Durchlässig 02 2019

Diese Art der Schnitzerei, „Urnes-Stil“ genannt, entdeckte ich vor vielen Jahren an der ältesten Stabkirche in Norwegen.

Eine Fotomontage aus 2014

draufklick = große Bilder/die Galerien öffnen sich

Jetzt hat sie mich dazu inspiriert wieder einmal Scherenschnitte zu machen, so filigran schaffte ich es nicht.

Papier ist kein Holz, meine Fehler lasse ich Fehler sein. Wichtig allein ist diese hohe Kunst der Schnitzerei und ihre über die Jahrhunderte wirkende Inspiration.

kleine Spielereien

Wasser und Eis im Januar 2019

Und immer wieder dieser Brunnen

Da war es nur noch eins

Wasser, Eis und Schneesternchen

Diese zarte Grenzlinie zwischen fest und fließend

Und immer wieder diese Brunnenwand

-filigran-

-expressiv-

-frei-

Eis und Wasser begleiteten mich durch diesen Januar. Spannend war es und ist es noch.

In diesem Monat werde ich keinen Rückblick mit nicht veröffentlichten Bildern erstellen. Stattdessen zeige ich euch die weitere Entwicklung am Brunnen. Zwischen den oberen Bildern und den nun folgenden liegen drei Tage, aufgenommen habe ich sie am vergangenem Sonntag.

Eismusikfestival im norwegischen Geilo

-1- zur Einführung

-2- Der Klang

Es gibt doch wahrlich nichts, was es nicht gibt –

Mit Nadel und Faden

Durchlässig 001 2019

anklick = große Bilder

Wenn ich an Künstlerinnen denke, die unter anderem auch gerne mit Nadel und Faden Kunstwerke geschaffen haben, dann denke ich unter anderen an Sophie Taeuber-Arp, Louise Bourgeois, Mary Bauermeister und auch an Susanne Haun. Letztere hat Beiträge zu „Textiler Kunst“ auf ihrem Blog veröffentlicht, zum Beispiel hier → https://susannehaun.com/?s=Textile+Kunst.

Außerdem denke ich immer mal wieder an die Installation mit dicken, roten Schafwollsträngen der Künstlerin Cecilia Vicuña im Rahmen der Documenta 2017 in Athen, die Gerda Kazakou hier vorstellte → https://gerdakazakou.com/2017/04/29/was-ich-im-emst-sah-1-cecilia-vicuna-und-chryssa/ . Gerda stellt auch Maria Lai vor, die faszinierende Arbeiten mit Nadel und Faden gestaltete → https://gerdakazakou.com/2017/05/01/was-ich-im-emst-sah-3-botschaften-von-maria-lai-und-maria-ender/


Zurzeit arbeite ich wieder an neuen Bildern zum Thema „Durchlässigkeit“. Hierfür bieten sich auch Gardinen an, wie ich es im oberen Bild zeige. Da ich aber auch immer wieder gerne noch mehr reduziere entstand ein weiteres Bild, das von Spuren und losen Fäden erzählt. Bei ihm bin ich mir noch nicht schlüssig, ob mir die vertikale oder die horizontale Ansicht besser gefällt, was meinst du?

Weitere Reduktionen und ein anderer Hintergrund führten mich zu dem unteren Bild.

Den Titel für dieses Bild lasse ich mal weg. Gerda schrieb am Montag: „Dem abstrakten Bild gibt man ja oft einen Titel. Damit vernichtet man in gewisser Weise die Grenze zur gegenständlichen Kunst, denn man suggeriert dem Betrachter, dass er etwas Bestimmtes wahrnehmen oder eine bestimmte Gefühlsqualität abrufen soll.“

Es ist ja nicht neu, dass ich Titel weglasse oder den Bildern erst gar keine gebe, damit öffne ich den Raum für Assoziationen und Empfindungen der Betrachter*innen, auf die ich auch heute wieder sehr gespannt bin.


Okay, ich habe keinen Faden in ein Nadelöhr gefädelt, ich habe Gewebe genommen und verwoben, vielleicht bin ich ja jetzt eine Bilderweberin …



Mary Bauermeister stellte ich 2014 in einem Beitrag über den Raum und die Liebe vor → https://cafeweltenall.wordpress.com/2014/09/06/uber-die-liebe/

mehr Bilder von ihr findest du hier → https://www.google.com/search?q=Bilder+Mary+Bauermeister&client=firefox-b-ab&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=2ahUKEwjhhcet4_nfAhXMLlAKHd9XCZ8QsAR6BAgFEAE&biw=1440&bih=786

mehr Bilder von Cecilia Vicuña (lohnt sich sehr)

Sonntagsbilder 04 2019

Winterklang

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draufklick = große Bilder

Jede Jahreszeit hat ihre ganz eigene Schönheit, ihre eigenen Farben, Rhythmen und eben auch einen ganz eigenen Klang. Um diesen Klang geht es mir in den heutigen Bildern. Um Winterklang in seinen verschiedenen Höhen und Tiefen, seinen Nuancen –

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draufklick = große Bilder

Bei Vivaldi klingt der Winter so – unterlegt mit großartigen Fotografien von Haefeli

Etüde 002a 2019

 

Dieses Mal gibt es von mir eine zweite Etüde, die eher ein Gedicht in Heinz-Erhard-Manier geworden ist. Ich zwinker euch zu.

 

 

 

Dat Marleene hätt so scheene Beene,

so wohljeformt und seidisch,

da sind janz viele neidisch.

Der Tanztheaterdirektor wird se übernehmen,

dat wird ihm mancheene übelnehmen.

Weibsbilder soll´n Salatschüsseln füll´n

und nich mit jungen Männern um die Wette brüll´n.

Dat Marleene kann über solcherlei nur lachen,

sie tanzt und singt, ohn´ in die Bühn zu krachen.

Frauen schütteln ihre Köpfe,

füllen grämig ihre Töpfe.

Männer träumen so manch feuchten Traum,

mit Blick auf Marleenes Röckchensaum.

 

Winterstier

draufklick = großes Bild

Der Stier

Ein jeder Stier hat oben vorn

auf jeder Seite je ein Horn;

doch ist es ihm nicht zuzumuten

auf so ’nem Horn auch noch zu tuten.

Nicht drum, weil er nicht tuten kann,

nein, er kommt mit seinem Maul nicht `ran.

Heinz Erhardt

 

Verlassene Orte 01 2019

Auch in diesem Jahr werde ich Bilder zu meinem Thema „Verlassene Orte“ kreieren, hier die ersten drei:

01

02 und 03

Am Tag und in der Nacht

Das Bild wird groß, die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst


Für diese Fotomontagen habe ich noch einmal Fotografien von Gerda Kazakou benutzt, die sie mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat – danke Gerda.