Sonntagsbild 48 2018

Licht 22

draufklick = große Bilder

Weiß auf weiß

Für nächste Woche ist hier der erste Schnee angesagt. Ein mir lieb gewonnener Gedanke ist, dass die Samen unter ihm schlummern, bis es wieder Frühling wird. So kam es, dass ich vor einigen Jahren eine Schneefläche fotografierte und darunter eine Sonnenblume legte, so entstand das zweite Bild.

Heute auch wieder einmal mit Musik. GoGo Penguin entdeckte ich vor ein paar Wochen, gerne lausche ich ihrer vielfältigen Musik.

Ich wünsche euch einen gemütlichen Novembersonntag.

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Etüde eins im November 2018

Christiane hat zu einer neuen Etüdenrunde eingeladen, die Wortspende stammt dieses Mal von Wortgerinnsel. Ich danke für die feine Gestaltung der Einladung und die drei Wörter:

Knirps – grotesk – notieren

 

Dieses Mal ist es eine Miniatur (010 2018) mit 82 Wörtern und einem Bild geworden.

Eijeijei, was für ein Knirps! Seine braune Augen leuchten, den Schalk hineingeschrieben, stiftet er so manchen Unfug an. Er mag nicht immer hören. Kann ich es ihm nachsehen oder muss ich es notieren? Die Unschuld der Knirpse, die Grenzen der Welt, da wird es hier und da grotesk.

Große Menschen ziehen und zerren an ihnen, sie fühlen sich im Recht. Sie nennen es Erziehung, ich Gewalt. Gewalt hat viele Gesichter. Gewalt ist keine Antwort auf den Unfug der Knirpse. Knirpse sind unschuldig.

Zum verschenken und verschicken

Wie schon im letzten Jahr, habe ich auch in diesem Postkarten gemacht. Klappkarten in Din A6- und Briefkarten in Din A5-Format, beide eignen sich auch für Bilderrahmen. Hier präsentiere ich sie ohne Passpartout, da sich gezeigt hat, dass sie stark an Qualität verlieren, wenn ich sie alle noch einmal abfotografiere, sodass ich mich entschieden habe euch nur die Fotos zu zeigen. Diese werden von mir auf weiße, hellgraue oder auf chamois farbene Pappen geklebt. Die Fotos selbst sind teilweise auf seidenmattem Fotopapier entwickelt, teilweise glänzend.

Bei Interesse kannst du deine Bestellung an meine Mailadresse schicken (s.u.).

Die Preise:

Fotografien Din A6 – 2,50 €/Stück

Kunst in Postkartenformat Din A6 – 5,00 €/Stck.

Kunst in Briefkartenformat Din A5 – 8,50 €/Stück

plus Porto, inclusive je einem Briefumschlag. Bei Abnahme von 10 Postkarten gewähre ich gerne 10% Rabatt. Bitte vergesst nicht mir eure Postadresse zu senden. DANKE.

Die Bestellnummern stehen unter den Bildern.

Fotografien Din A6

Die Galerien öffen sich, die Bilder werden groß, wenn du ein Bild anklickst

Kunst in Postkartenformat Din A6

Kunst in Briefkartenformat Din A5

  Kunst in Briefkartenformat Din A5

aus meinem Fundus vom letzten Jahr



Möglich ist auch die Bestellung von größeren Formaten. Meine Bilder sind pro Motiv auf zwanzig Abzüge limitiert, das Format spielt dabei keine Rolle.

Das copyright erscheint nur hier im Blog auf den Bildern, nicht auf den Postkarten.

Das Bild mit dem Schiffchen auf dem Kaffeelöffel ist eine Gemeinschaftsproduktion von Gerda Kazakou und mir.



Meine Mailadresse: ulli.gau ad web.de

Sonntagsbild 47 2018 – Verlassene Orte 15

Christiane hat am Montag, 22.10.2018 unter anderem, das wunderbare Herbstgedicht von Reiner Maria Rilke eingestellt:

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg Deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke, Herbsttag, aus: Das Buch der Bilder, 1. Buch Teil 2, S. 48, 1902 (Entstehungsdatum), Online-Quelle)

es hat mich zu diesem Bild inspiriert.

Dieses Haus wirkt nur auf den ersten Blick verlassen, auf den zweiten kannst du blühende Blumen im unterem Fenster entdecken, während das obere rechte Fenster von Verlassenheit spricht. Vielleicht aber auch nur von einem Menschen, der hier alleine alt wird, der nur noch Kraft für das Nötigste hat, bei dem es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch er das Haus verlässt.

Nicht bei jedem ist der Herbst des Lebens Freude und Wohlgefühl, man muss sich vorbereiten!


Ich wünsche euch allen einen geselligen Sonntag.

Sonntagsbild 46 2018

Licht -21- oder -weiß auf weiß-

 

draufklick = großes Bild

Die Farbigkeit der Welt und die Sonnenstunden sind im Rückzug. Reich an Frühjahrs-, Sommer- und Herbstfarben, an Eindrücken und Erlebnissen schaue ich der weißgrauen Jahreszeit gelassen entgegen.


mehr zum Thema weiß auf weiß:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/20/weisszeit/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/07/20/weiss/


Habts schön heute …

Alltag -1-

 

Das Immerwiederkehrende

 

Es war an einem Abend im Oktober als ich mit der Kamera durch meine Wohnung streifte, dieses Mal nicht auf der Suche nach dem Besonderen, sondern nach dem Alltäglichen. Das, was ich Tag für Tag in die Hände nehme oder sehe, wie z.B. die blaue Gasflamme, die jeden Tag mehrmals brennt.

Heute ist der Auftakt für die Dinge des Alltags.

Die Idee ist das in Szene zu setzen, was mich alle Tage umgibt. Ich denke an Alltagsgegenstände, meine kleinen Schätze, an Räume, Straßen, Wege, die ich im Alltag gehe. Ich denke auch an Alltagsarbeiten, die mit dem Jahreskreis verbunden sind, wie z.B. die Ernte von Ringelblumenblüten.

Alle Jahre wieder stelle ich eine Ringelblumensalbe für mich und meine Familie her. Zuerst werden die Blütenblätter abgezupft,

Wollfett (Lanolin) wird mit Ringelblumenöl in einem Topf verrührt und langsam erwärmt, die Gasflamme ist dafür ganz klein gestellt, da das Ganze nicht kochen darf. Ich füge die Blüten unter rühren hinzu, ab jetzt heißt es rühren … weiterrühren …  weiterrühren …

nach ca. 15 Minuten wird das Ganze durch ein feines Tuch abgeseiht,

die Masse kommt zurück in den Topf. Ich rühre Ringelblumentinktur ein (Öl und Tinktur stellte ich schon im Sommer her), dann  geschmolzenes Bienenwachs. Wieder heißt es rühren … weiterrühren … bis sich alles vermischt hat. Die Salbe ist nun eigentlich fertig und kann in kleine Gläser oder Salbendosen gefüllt werden. Für die Kinder ist sie das jetzt auch. Für uns Große füge ich zum Schluss noch etwas Perubalsam, den ich in wenig Rhizinusöl aufgelöst habe, und ein paar Tropfen Propolis hinzu. Beides ergibt eine wunderbare Wundsalbe, nur dass Perubalsam für Kinder zu stark ist und mein Enkelsohn dagegen sowieso allergisch.



Dies waren Bilder aus meinem Herbstkräuteralltag, aufgenommen am Sonntag, 21. Oktober 2018.



Ich ahne, dass während diesem Jahr der monatlichen Alltagsbilder noch einiges auftauchen wird, von dem ich jetzt noch keine Ahnung habe. Ich bin gespannt. Auch auf das, was dir dazu einfällt.

Bitte verlinke deinen Beitrag entweder mit diesem hier oder mit der Einladung. Danke!

Die Einladung zu dieser Idee findest du hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/

Willkommen

Sonntagsbilder 45 2018

Es war einmal …

-2-

draufklick = großes Bild

… eine Idee und einige Entwürfe, es blieben zwei Bilder, die jetzt ihre eigenen Geschichten erzählen. Vorigen Sonntag zeigte ich das erste Bild, heute das zweite und letzte. Vielleicht magst du mir ja deine Assoziation/deine Geschichte zum Bild schreiben, ich würde mich freuen.

Bei beiden Bilder dachte ich plötzlich wieder an den Zyklus der „kleinen Stadt“ (siehe Galerie I). Das liegt wohl auch an so manchem Bekannten.



Ich wünsche euch heute Schönes.

Etüde Nummer zwei im Oktober 2018

Wieder hat Christiane zu einer Etüdenrunde eingeladen, dort findet ihr auch die Teilnahmebedingungen.

Die Wörter Pfründe, mondän und lassen hat dieses Mal Bernd von redskiesoverparadise gestiftet. Mein herzlicher Dank an euch beide.

 

 

Man muss seine Pfründe sichern! ICH investiere ja schon länger in Kunst. Schauen Sie einmal … s o w a s kann man sich doch nicht ins Wohnzimmer hängen!“ Die Chice zeigt entrüstet auf ein rotes Bild. Eine Schere hat einen Frauenkörper durchtrennt. Angewidert schüttelt sie ihren Kopf. Ihr Begleiter bleibt stumm.

Er schaut einmal, schaut zweimal und zieht leise seinen Hut, dass sich jemand traut die Beschneidung von Frauen zum Thema zu machen.

Sie ist schon weitergezogen und steht ganz verzückt vor einem Mohnblumenbild: “Nun kommen Sie doch endlich! Das hier, das müssen Sie sehen … das ist Kunst! Das will ich haben, es passt ganz wunderbar zu meiner roten Ledercouch.“

Er nickt. Besser ist das. Nicken, wenig sagen, sie lassen, das gehört zu seinem Job. Nur noch heute, dann … dieses mondäne Leben, dieses geistlose Getue geht ihm auf die Nerven. Dann lieber Barkeeper als Diener und Gespiele, scheiß doch auf´s Geld! Pfründe … pffft.


155 Wörter

Alltag – eine Idee

Alltag mal zwölf

Erinnert ihr euch an das Projekt von Zeilende, dem Zwölfmonatsblick?

Über dieses Projekt habe ich einige Blogger und Bloggerinnen kennengelernt, die mir ansonsten vielleicht nie begegnet wären.

Ich mag neue Begegnungen. Ich mag Netze.

Und ich mag einzelne Themen zu denen jede und jeder die eigenen Assoziationen per Wort, Bild oder Musik umsetzen kann.

Ich möchte dich dazu einladen einmal im Monat, ein Jahr lang, jeweils zum ersten Wochenende eines Monats, ein Bild, einen Text, ein Musikstück auf deiner Seite mit dem Thema „Alltag“ vorzustellen und dieses mit diesem Beitrag zu verlinken.

Gerne kannst du dafür das Logo übernehmen.

Damit auch für Außenstehende das Netz sichtbar werden kann, werde ich jeweils am darauffolgenden ersten Monatswochenende die Teilnehmenden mit den Links zu ihren Seiten veröffentlichen.

Bei aller Gier auf das Besondere, den Hyperkick, das weltbeste Foto zu machen oder den weltbesten Text zu schreiben oder … interessieren mich die Dinge, die während (m)eines Alltags eine Rolle spielen, die immerwiederkehrenden, wie die besonderen; diese zu würdigen, sie in einem speziellem Licht, einer spezieller Perspektive darzustellen. Das Feld ist groß, von der Zahnbürste bis zur Bushaltestelle …

Beginn ist am ersten Wochenende eines jeden Monats, dieses Mal also am 03./04.11. – ich freue mich, wenn du dabei bist.

Ich freue mich auch über die Weitervertreibung dieser Idee und bin gespannt.

Willkommen

Zur Erinnerung und als Beispiel:

die kleine Schönheit war einst auch ein Alltagsgegenstand, mehr von ihr gab es hier zu sehen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/17/kleine-schoenheit/