Sonntagsbilder 39 2018

Jetzt beginnt die Zeit der wallenden Nebel am Morgen

 

So schaute es gestern Morgen aus, als ich mich um kurz nach 8h auf den Weg gemacht habe. Meine Enkelin ist gestern eingeschult worden, was für ein bewegter Tag!

Es ist schade, dass ich euch kein Bild von ihr zeigen kann, das verbietet mir meine Ethik. Gerade dachte ich, ich könnte ja ein Bild von der ganzen Klasse zeigen, als sie nach der Zeremonie in der Aula mit ihren Sonnenblumentöpfen und den Schultüten in ihren Händen, ihren Ranzen auf den kleinen Rücken vor der Schultüre standen, aber dann fragte ich mich worin der Unterschied bestünde – statt einem kleinem Mädchen würde ich viele kleine Mädchen, plus viele kleine Jungs zeigen. Ich müsste meine Enkelin nicht benennen, wer sie kennt, würde sie erkennen – nein ist nein, ich kann und will das nicht!

Ihr alle kennt Kindergesichter, ob mit dunklen oder hellen Zöpfen, ob mit Pferdeschwanz oder Kurzhaarfrisur, ob mit langen oder kurzen Hosen, ob mit bunten Sommerkleidern oder Blusen/T-Shirts und Röcken. Ihr könnt euch diese kleinen, aufgeregten Menschen vorstellen, bei manchen seht ihr helle, bei manchen stille Freude, bei anderen Schalk oder Skepsis durchscheinen … Ihr alle kennt die Szenen auf der Schultreppe, mit der Lehrerin, dem Lehrer an der Seite, mal hinten links oder hinten rechts stehend, ihr seht in verlegene oder strahlende, in offene und verschämte Gesichter, vielleicht hier und da in ein gelangweiltes, aber immer ist es die Schultreppe und immer sind es kleine Menschen, die ihren ersten Schultag hatten!

Manches ändert sich nicht und manches eben doch, wenn ich mein Klassenfoto aus der 1. Klasse anschaue: wir wurden „drapiert“, wir waren noch mehr Kinder in einer Klasse, die Mode war eine andere und das Foto wurde nicht am Einschulungstag aufgenommen, auch nicht von den Eltern oder Großeltern, es kam der Schulfotograf …

Wenn ich dieses Foto betrachte, erinnere ich mich an viele dieser Mädchen und Jungen, wer welchen Namen trug, wie wer gewesen ist, mit wem ich Freundschaften pflegte, mit wem nicht, wer die Pfiffigen und Lustigen, die Liebenswerten waren und wer die Doofies … lang ist`s her, sechsundfünfzig Jahre.

Ich freue mich, dass M. seit heute in die 1. Klasse der hiesigen Waldorfschule geht, ich wünsche ihr viel Freude am Lernen und viele bereichernde Stunden, sowie gute Freundinnen und Freunde, wohlwollende Lehrerinnen und Lehrer auf ihrem Weg.


Hier zeige ich euch noch zwei Ausschnitte des Schulgartens, es fehlen die Gemüse- und Blumenbeete, die Schafe, Enten und Hühner, das Labyrinth, die Jurte, die Holzwerkstatt, die Schuppen in denen Kerzen gezogen werden oder die Gartengeräte ihren Platz haben. Ja, ich bin froh und dankbar, dass es solche Schulen gibt!

Habts schön heute!

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Sonntagsbilder 38 2018

Am Wasser

So habe ich es gesehen, so habe ich es fotografiert, keine Bearbeitung danach, hier nicht und auch nicht bei den nun zwei folgenden Bildern

Auf meiner Terrasse

für Gerda von (Ver-)Biegungen und Bögen

alle Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Habts gut heute!

Sonntagsbild 37 2018

Entwicklung

zuerst waren viele Sommerbilder, die ich zu einer Bildtafel zusammenfügte, aus ihr webte ich einen Flickenteppich und kreierte ein Bild.

die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst

Warum auch immer noch fotografiere ich Zurzeit fast gar nicht und kreiere auch aus meinem vorhandenem Material kaum neue Bilder, sodass ich auf Werke von 2017 zurückgreife, die ich so noch nicht gezeigt habe. Manchmal verschieben sich die Prioritäten und ich tanze mit dem was ist und kommt.

Das war eine schwierige und auch aufreibende Woche! Wie wäre es mit ein bisschen Leichtigkeit, sprich mit Musik?

Ich wünsche euch allen einen friedlichen Sonntag.

Sonntagsbild 36 2018

Himmelsbrücke

draufklick = großes Bild

Dieses Bild habe ich 2012 schon einmal gezeigt. Es zeigt meine Vorstellung von meinem Gang auf die andere Seite.

Jetzt fand ich es wieder, als ich durch meine Archive für Gerdas Projekt stromerte und dachte, dass ich es ruhig noch einmal zeigen kann. Es passt zumindest thematisch zu den „Bögen“. Außerdem gehörten viele von euch damals noch nicht zu meinen Gästen.

Euch allen einen schönen Sonntag.

Von Bäuchen und Höhlen

Für Gerdas Projekt

Venus von Willendorf, Venus vom Hohle Fels, eine Erdmutter

Wieder stöberte ich durch meine und durch digitale Archive. Hängen geblieben ist der Satz unter dem Bild der Venus vom Hohle Fels: „Die Geburt der Kunst“.

Ja, um Geburt geht es mir, ob nun von Kunst oder dem Leben. Kunst ist Ausdruck des menschlichen Lebens, ist Verehrung, ist Liebe, ist Schönheit, ist Kritik, ist Spiegel und mehr.

Um Höhlen geht es mir, ihrem Blick von Innen nach Außen. Luna darf für mich bei diesem Thema nicht fehlen!

Um Schutzräume geht es mir. Höhlen sind Schutzräume für Tier und Mensch. Höhlen führen ins Erdinnere, in andere Welten, mal Unterwelt, auch Hades genannt oder Untere Welten, wie es im Schamanismus heißt und sie führen in Schattenreiche, aus psychologischer Sicht.

Um Bäuche geht es mir, Bäuche sind Höhlen, sind Schutzräume für die Organe, Schutzräume für neues Leben bei den Frauen.

Ich denke an Nester,

an Nestbau,

an Fruchtbarkeit und an rote Eier.


So schlage ich meine Bögen von einem zum anderem …

Die Bilder stammen aus verschiedenen Epochen, nur die erste Bildtafel ist neu zusammengestellt.

Wer mir schon länger folgt weiß,  dass die Venus von Willendorf im Närrinnenzyklus auftauchte. Die Erdmutter ist eine Tonfigur von einer meiner Lehrerinnen, die ich abfotografiert habe. Wer sie geformt hat weiß ich nicht. Sie war Bestandteil der einen und anderen Fotomontage und Collage in 2011 und 2012, z.B. hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2012/01/24/oh-du-alte-mutter-erde/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2012/10/28/its-a-black-magic-woman/

Das Nest ist eine neue Fotomontage und die drei folgenden Bilder habe ich heute bearbeitet, diese aber lasse ich jetzt unkommentiert, vielleicht magst ja du? Nur so viel will ich verraten, eins ergibt das andere.

wie immer werden alle Bilder groß, die Galerie öffnet sich, wenn du sie anklickst –


Die Bilder der Venus von Willendorf und der Venus vom Hohle Fels habe ich aus dem Netz gefischt, alle anderen Bilder © Ulli Gau

Von Bögen und Toren

Italien kann Bögen und Tore

Diese Fotos stammen von meiner Reise nach Cinque Terre 2001. Damals fotografierte ich noch analog, sodass ich diese Bilder heute abfotografiert habe, die Qualität ist so lala. Die zwei letzten Bilder zeigen eine Baukunst vom Feinsten!

 

Auch Frankreich kann Tore und Bögen – aufgenommen 2012, nun schon digital

ein Schlangenweg

Die alte Holzbrücke in Bad Säckingen, ein Tor zwischen Deutschland und der Schweiz

Ein besonderes Tor, das ich in schwedisch Lappland 2008 entdeckte (ein Tor zur unteren Welt?!)

Zu Bögen und Schädel fällt mir noch diese Fotomontage ein, damit lasse ich es vorerst gut sein, vielleicht noch ein anderes Mal mehr…

alle Bilder werden groß, die Galerien öffnen sich, wenn du auf die Bilder klickst


Dies ist jetzt nur eine kleine Auswahl zum Thema (Torbogen, Gewölbe, Durchgang, Kuppel, Schädel und Bauch), das Gerda angestoßen hat, wer von euch ebenfalls Lust hat eigene Tore und Bögen zu zeigen kann dies gerne tun und mit Gerdas Ursprungsartikel verlinken, sie schreibt hierzu:

Ich würde mich sehr freuen, wenn du, sofern du Einträge zum Thema hast (Gemaltes, Gezeichnetes, Fotografiertes, Gedichtetes, Collagiertes ….) , Petra nacheiferst und sie bei mir verlinkst. Wenn einiges zusammenkommt, mache ich einen Extra-Eintrag mit den Verlinkungen.


alle Bilder © Ulli Gau

Sonntagsbilder 33 2018

Die Decke in einem Athener U-bahnhof

draufklick = große Bilder

Was ist Glas, was ist Rahmen, was ist Boden, was ist Gestalt, was ist Spiegel, was bedingt das Licht? Hier heben sich die Ebenen auf, mein Auge wird gefordert, es switcht, neue Bilder entstehen –

Originalaufnahme

ein Ausschnitt davon, dieser in Himmelsrichtung 4 x 90° gedreht – vier verschiedene Bilder mit einer Grundstimmung, aber von unterschiedlicher Gestalt und Wirkung –


Diesen Beitrag habe ich Ende Juli vor meiner Abfahrt vorbereitet, weil Kontinuität förderlich ist, weil ein schwarzer Vogel durch Bloghausen fliegt und weil Sonntag ist. Deshalb zeige ich euch heute Bilder vom Februar, die ich schon längst einmal zeigen wollte, als ich Gerda in Griechenland besucht habe und weil ich zwar schon wieder da bin, aber dann eben doch noch nicht und weil ich das auch schon Ende Juli absehen kann (konnte). Piano, piano – einen schönen Sonntag euch!

Sonntagsbild 32 2018

Licht 16

Vor ein paar Tagen habe ich das Licht und den Schatten einer kleinen Solarlampe fotografiert, die ich mit Glasmurmeln befüllt habe. Am PC habe ich jedes Originalfoto blau eingefärbt. Was bleibt, wie verhält sich das Licht, wie der Schatten?

Lichtpaar 001

Lichtpaar 002

Lichtpaar 003

Lichtpaar 004

Lichtpaar 005

Lichtpaar 006

Lichtpaar 007

alle Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Ich freue mich auf eure Kommentare, wenn ich kommenden Samstag wieder hier bin. Bis dahin habt es gut, ich wünsche euch Freude und einen leichten Schritt.