Verlassene Orte 01 2019

Auch in diesem Jahr werde ich Bilder zu meinem Thema „Verlassene Orte“ kreieren, hier die ersten drei:

01

02 und 03

Am Tag und in der Nacht

Das Bild wird groß, die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst


Für diese Fotomontagen habe ich noch einmal Fotografien von Gerda Kazakou benutzt, die sie mir freundlicher Weise zur Verfügung gestellt hat – danke Gerda.

Advertisements

Raum

Dritter und vorerst letzter Teil

Der Raum (von mhd. rûm „das nicht Ausgefüllte“, „freier Platz“) ist eine grundlegende Komponente der Wirklichkeit. Raum definiert sich als Ausdehnung in Höhe, Länge und Breite. Philosophisch strittig ist, ob der Raum „an sich“, unabhängig von Wahrnehmung und Vorstellung, existiert oder lediglich eine Anschauungsform des wahrnehmenden Subjekts ist, ob also mathematischer Raum, physikalischer Raum und der Raum der Erfahrung zusammenfallen.

Quelle → https://de.wikipedia.org/wiki/Raum_(Philosophie)

Die Kunst besteht darin, den Raum zum Ort zu machen.

 schrieb Joachim Schlichting zu meinem zweitem Raumbeitrag im Kommentarstrang https://hjschlichting.wordpress.com/

Der Kommentar von Joachim brachte mich auf die Idee euch heute eine Auswahl von Bildern aus den letzten Jahren zu zeigen, in denen ich Räume/Zimmer/Ortschaften am PC für meine Bilder „baute“. Selbstredend erschafft man mit jedem Bild, dass man malt, zeichnet, gestaltet einen Raum und doch ist es noch einmal anders, wenn ich aus verschiedenen Elementen einen Raum (Zimmer, Stadtansicht, Straße) zusammensetze, der dann damit zu einem neuem Ort wird.

Nicht alles ist nach perspektivischen Kriterien gelungen, was mir aber auch nicht immer wichtig gewesen ist, kleine Fehler entdeckte ich erst heute … aber ihr kennt ja sicherlich noch mein Motto:

When too perfect, dann liebe Gott böse

Nam June Paik

2011 – 2014

2015 – 2018

Die Galerien öffnen sich, die Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Zu guter letzt noch ein Foto vom letzten Dezember. Weite, Leere, Raum und die Stadt Basel von oben gesehen, eine Ergänzung zu Gerda Kazakous gestrigem Beitrag „Weite“, in dem sie sich zeichnerisch fragte:

Wieviel Unterstützung braucht die Leere durch einen ausformulierten Vordergrund, durch Bergkulissen, Baumsilhouetten, Wolkenränder, Meereshorizonte?

Wenig, aber etwas.

Bei einem Bild, bei dem mein Augenmerk auf Raum und Leere liegt, braucht es für mich einen Sog hinaus, einen Augenweg weg vom Vordergrund, weg von allem Gegenständlichen.


Hier endet vorerst meine Annäherung und mein Kreisen um Raum und Leere. Habt vielen Dank für euer Mitgehen und Mitsinnieren, ich durfte weiterlernen, nun werde ich verdauen.

Habt eine friedliche Woche.

Raum

Zweiter Teil

Der unendliche Raum ist blau am Tag und leer, wenn keine Wolke zieht.

So leer schenkt er keinen Halt. Ein Stern, eine Wolke, ein Flugzeug ändert sofort alles.

Um Raum darstellen zu können braucht es also „etwas“, sonst zeigt sich „nur“ ein azurblaues Rechteck.

Zugegeben, eine sehr feine Projektionsfläche!

draufklick = große Bilder

Liezi (ca. 450 v. Chr.) befasste sich u. a. mit Fragen zur Grenzenlosigkeit von Zeit und Raum. Seine Ausführungen zeigen Parallelen zu den Antinomien der reinen Vernunft von Immanuel Kant

In seinem Werk Liezi, Das wahre Buch vom quellenden Urgrund werden im 5. Buch diese Fragen näher erörtert:

Tang von Yin sprach: „Gibt es dann im Raum eine äußere Grenze und letzte einfache Teile?“ Gi von Hia sprach: „Das weiß ich nicht.“ Tang fragte dringender. Gi sprach: „Gibt es einen leeren Raum, so hat er keine Grenzen, gibt es nur erfüllten Raum, so hat er letzte einfache Teile. Wie kann ich das erkennen? Doch kann man jenseits der Grenzen des Leeren noch einmal ein grenzenlos-grenzenloses Leere denken, innerhalb der unendlich kleinen Teile noch einmal unendlich-unendlich kleine Teile denken. Da jenseits des Grenzenlosen noch wieder ein grenzenlos Grenzenloses und innerhalb des unendlich Kleinen noch wieder ein unendlich-unendliches Kleines ist, so kann ich mir denken, dass es keine Grenzen und keine letzten einfachen Teile gibt, nicht aber denken, dass es Grenzen und einfache Teile gibt.“
Quelle → https://de.wikipedia.org/wiki/Raum_(Philosophie) 


Wie geht es dir mit der Unendlichkeit, bzw. mit der Grenzenlosigkeit des Raums?

Etüde 001 2019

Neues Jahr, neues Etüdenglück, zu denen auch in diesem Jahr wieder Christiane einlädt. Von ihr stammt auch diese wunderbare Gestaltung.

Dieses Mal hat die 3 Begriffe Ludwig Zeidler gespendet, der einst die abcEtüden ins Leben gerufen hat.

Herzlichen Dank und herzliche Grüße an euch beide!


Manni hat heute ein besonderes Glück, ein Abfallglück.

Heute arbeitet wieder Yussuf im Supermarkt und der weigert sich heimlich, still und leise am Abend den Müllcontainer mit einer Eisenkette und einem Vorhängeschloss zu sichern. Er tut nur so als ob. Und das weiß Manni. Und Yussuf weiß, dass Manni weiß. Und das ist gut so. Gut für Manni und für einige andere, die sich aus diesem Container Yoghurt, Milch, Quark und ähnliches fischen, das dem Verfallsdatum zum Opfer gefallen ist.

Verfallsdatum! Was kümmert das Manni? Es kümmert ihn auch nicht, dass der Paragraph „Mundraub“ schon vor vielen Jahren abgeschafft worden ist. Lieber Nahrungsmittel auf den Müll, anstatt zu verschenken? Das hat nichts mit schuldig oder unschuldig zu tun!

War Manni Schuld daran, dass er erst arbeitslos und später dann auch wohnungslos wurde? Schuld daran, dass er den Druck und das ewige Gerenne nicht mehr ausgehalten hat? Alle haben doch getrunken oder Pillen genommen oder Kette geraucht, um mithalten zu können! Dann verlor er das Maß. Was langsam begonnen hatte, endete im Desaster.

Es ist besser geworden. Mittlerweile schreibt er für die Straßengazette  kleine Artikel, verdient sich ein minikleines Zubrot zu seiner Stütze durch ihren Straßenverkauf dazu, gehört zu einer Gruppe, hat jetzt wieder ein Dach über dem Kopf und hat es geschafft dem Alk zu widerstehen. Zwei Jahre schon. Jetzt. Jetzt hat Manni wieder Pläne und heute ein besonderes Glück, ein Abfallglück. Danke Yussuf!

235 Wörter



P.S. gerade fand ich bei Ralpf Butler einen Beitrag zu Lebensmittelverschwendung, der Link ist wegen seiner Überschrift etwas irreführend, führt aber zu eben benanntem Artikel und weiter … → https://daoweg.wordpress.com/2019/01/09/akupunktur-kleine-nadeln-gegen-grosse-krankheiten/

Sonntagsbilder 01 2019

Here we go

Jetzt ist der Winter hier angekommen, sowohl hier, wie Erstrecht auf dem alten Berg, wo ich wieder arbeite und während dieser Zeit dann auch wohne.

Guten Morgen, ihr Schönen

High noon

 

Räume

Am Abend

Alle Bilder werden groß, die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst –

Raum und Licht, anstelle von Raum und Zeit, nehmen sich Raum in mir und ich bin gespannt wie sie sich ausdrücken werden. Mehr dazu demnächst.

Jetzt wünsche ich euch/dir einen guten Wintersonntag, mit einem kleinem bisschen Glücklichsein.

 

Alltag 3

Weiter geht es mit den Bildern und Geschichten rund um meinen Alltag oder wie ich lieber sage: um meine „Alletage„.

Ein Projekt zu dem ich Mitte Oktober die Idee hatte → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/

Diese Idee hat so viel Anklang gefunden, dass daraus ein sehr bewegtes Projekt geworden ist, Alltag 1 und Alltag 2 sind schon Vergangenheit, aber vielleicht hast du ja noch gar nicht alle Beiträge dazu gelesen? Hier noch einmal der Link zu Alltag 2 → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/, bei dem am Ende die Liste aller Mitwirkenden zu Alltag 1 steht, so, wie auch in diesem Beitrag die Liste aller Mitwirkenden zu Alltag 2 am Ende steht.

Und wenn nun auch du in der 3. Runde mit dabei bist, dann verlinke doch bitte deins mit DIESEM Beitrag, dann habe ich es einfach diese zu sammeln und in der 4. Runde aufzulisten. MERCI!

Heute zeige ich euch eine Auswahl kleiner Dingelinge aus meiner Welt. Manche von ihnen begleiten mich schon seit meiner Kindheit, andere kamen nach und nach dazu, manche sind Fundstücke, andere sind Geschenke, aber allen ist eins gemein, sie tragen eine Geschichte und sind Teil meiner eigenen.

Weitreichende Erinnerungsgeschichten, ohne und mit Blitz

-1-

-2-

Wichtel-und-Enkelkinder-Geschichten

Tochtergeschichten

Fundstück-und-Verbundenheitsgeschichten

Alte und lange Geschichten

Trotz meiner unzähligen Umzüge habe ich es geschafft einiges aus meiner Kindheit von einem Ort zum anderen mitzunehmen, habe den Ideen anderer getrotzt und zum Beispiel meinen Goofy nie weggeschmissen. Ja, alt ist er geworden, mittlerweile lebt er seit 54 Jahren mit mir, nicht ohne Blessuren, wie auch? Noch älter ist der kleine Holzelefant im oben abgebildetem Regal bei mir, ihn brachte mein Vater vor 60 Jahren aus Indien mit, nur seine winzigen Stoßzähne hat er auf den vielen Wegen von dort nach hier verloren. Und dann noch der Same, ebenfalls im Regal zu entdecken, der seit 56 Jahren bei mir wohnt. Seit zehn Jahren ist er nicht mehr allein, ich brachte ihm die kleine Trolldame aus Schwedisch Lappland mit, seitdem sind sie unzertrennlich.

Anderes ging verloren oder wurde mir geklaut. Ja, auch das hat es in meinem Leben gegeben, damals, während der wilden Jahre. Diese Dinge gibt es zwar nicht mehr in meiner Stube, aber in meinem inneren Schatzkästchen sind sie wohl verwahrt.



Habt vielen herzlichen Dank für eure Begeisterung für diese Idee, für eure Kreativität, eure Bilder und Geschichten, jeder einzelne Beitrag ist ein Geschenk. Und nun bin ich sehr gespannt auf euers in der 3. Runde!

https://erntetank.wordpress.com/2018/11/30/alltag-00002/

https://pawlo.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://alpinerot.wordpress.com/2018/12/01/noch-ein-sachtext-alltag/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://fuenfprozentfrau.blogger.de/stories/2706889

https://kopfundgestalt.com/2018/12/01/alltag-meine-leseroutinen/

https://gerdakazakou.com/2018/12/01/alltag-2/

https://amazonasknallerbse1.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2-abendrituale/

https://friend-of-friends.com/2018/12/01/das-besondere-im-alltag-kaffee-und-ich-eine-erfolgsgeschichte/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2018/12/02/alltag-dezember-2018/

https://mitziirsaj.com/2018/12/02/alltag-der-substantiv-maskulin-ohne-plural/

https://klunkerdesalltags.blog/2018/12/02/alltag-im-advent/

https://www.jaellekatz.de/allgemein/alltag-gerne

https://eulenschwinge.wordpress.com/2018/12/02/alltag-dezember-02-12-18/

https://geschichtenundmeer.wordpress.com/2018/12/02/ein-samstag-im-dezember/

http://voller-worte.de/2018/alltag-mal-wieder/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2018/dezember/zu_ullis_projekt_alltag_2

https://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/2018/12/02/alltag-das-immerwiederkehrende-2/

https://agnesblogsite.wordpress.com/2018/12/02/alltag-2-nicht-ganz-zum-ursprung/

https://lebenskreisblog.wordpress.com/2018/12/02/dezember-alltag/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2018/12/03/alltag-november-2018/

https://kormoranflug.wordpress.com/2018/12/03/alltag/

https://pawlo.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://susannehaun.com/2018/12/04/alltag-2-von-susanne-haun/

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2018/12/04/alltag-dezember/

https://handundgemacht.wordpress.com/2018/12/08/alltag/

Momentaufnahme Dezember 2018

Momentaufnahme

draufklick = großes Bild

Nach all den vielen Jahren von „Lalülala und wrommrommm“, von einer Art doppeltem Herzschlag bei Tag und bei Nacht und besonderenem Stolpern des Großstadtherzens zu besonderen Anlässen, staune ich, nach immerhin achtzehn Jahren Bergleben, noch immer – über die Stille.

Ja, in der Nacht.

Manchmal ruft das Käuzchen. Manchmal pupst Nachbarins Pferd. Manchmal brummt ein Flugzeug. Oft knackt der Ofen. Selten, sehr selten fährt ein Auto vorbei.

Ich sag´s ja, Stille. Winterstille.

Leise Pfoten auf feuchtnassem Grund. Glitzerreif an Nordecken. Brunnentropfen bilden einen Zapfen. Ungehört. Sonnenschein am Tag, Mondschein in der Nacht und am Morgen die Venus – so hell!

Die Trommel singt Frieden um die Welt – in sie hinein. Gute Geister flüstern. Wilde Geister, weit weg. Lachen. Laut und leise, keine bösen Töne. Kerzenschein. Salbeiduft. Und der Harz der Douglasie an deinen Händen.

Stille Nächte. Raunächte. Zwischen den Jahren sein. Zwischen den Welten sein. Zaunreiterin sein.



Kommunikativ sind diese Raunächte, anders als die Jahre zuvor, trotz gleichzeitiger Stille. Klirrkälte, Mütze, Mantel, Schal, Nordost. Der blaue Weg mäandert weiter.

Sonntagsbilder 53 2018

Durchlässig – permeable 010

oder – or

Form im Formlosen – form in informality

draufklick = große Bilder – please click to enlarge

Zur Form im Formlosen fand ich folgendes im Netz:

„1.2. Das Formlose
Auf das Formlose sind Rückschlüsse möglich. Es ist jedoch nicht als Objekt der Betrachtung erkennbar. Es ist vielmehr das Subjekt des Betrachteten.
Im Formlosen gibt es keine Unterscheidungen. Es entspricht der Möglichkeit, sich in Unterscheidbares zu verwirklichen. Da Tatsächliches nur tatsächlich sein kann, wenn es möglich ist, ist die unentschiedene Möglichkeit Ursprung und Grund­lage des Verwirklichten.
Obwohl Möglichkeiten des Formlosen womöglich nicht verwirklicht sind, ist die Wirkkraft der Wirklichkeit im Formlosen tiefer verankert als im Verwirklichten selbst. Das Formlose liegt dem Geformten zugrunde. Es ist wirklicher als das Verwirklichte. Aus seiner Sicht erscheint die Wirklichkeit des Verwirklichten austauschbar. Sie ist somit nachgeordnet.
2. Übergänge
Geformtes und Formloses sind keine getrennten Welten. Es liegt im Wesen des Form­losen unbegrenzt zu sein und somit nicht an den Grenzen des Geformten zu enden. Daher liegt allem Geformten das Formlose inne.
Formen sind umso geformter, je komplexer sie sind. Je komplexer Formen sind, desto mehr wird das Formlose überlagert.“

https://www.seele-und-gesundheit.de/exis/form.html

 Winterlich Durchlässiges aus dem Garten

Am Brunnen

Am Teich

Das Gewächshaus in der Winterpause

Einmal werden wir noch wach … Friedliches, Schönes und Freudiges wünsche ich euch.