Sonntagsbild #31

Die Klage der Kaiserin

Die Bilder zu dieser Collage fand ich hier:

https://www.google.de/search?q=bilder+zu+die+Klage+der+Kaiserin+von+Pina+Bausch&client=firefox-b&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwjz6e72jcHVAhUFaFAKHdzfCrgQsAQIKA&biw=1440&bih=791#imgrc=ffyLLaIpWPgNAM:


https://daoweg.wordpress.com/2017/07/30/pina-bausch-die-klage-der-kaiserin/ – dieses Video von Pina Bausch braucht Zeit, nehmen sie wir uns doch einfach – danke Gerda. Danke Ralph Butler.


Elvira am 30.07.

Die Welt geht unter. Das Klima hat sich verändert. Beim Wetter und in der Moral. Ob eine Taucherbrille und Schwimmflossen helfen?…

Von mir modellierte Fragmente von lieberlebenblog aus ihrem Kommentar zu meinem Sonntagsbild #30 am 30.07.

Verlorene Gestalten … trostlose Kulisse … Inspiration …. Hoffnung … Nahrung … mutige … Träume … träumen … den Weg finden…

bruniwortbehagen schrieb:

…aus dem Alten wird Neues entstehen.

Fragmente, von mir modelliert, von TeggyTiggs (hej, ich hab die Hürde genommen, TeggyTiggs 😉 )

auf dem Boden der Tatsachen kein Glück … keine Zukunft? … Fessel? … sich ergeben … Ruhe finden…


Es ist immer beides gleichzeitig: Leid und Glück, Klage und Freude, selbst in dieser Welt, in der so vieles immer dunkler zu werden scheint und sich das Chaos seinen Raum nimmt. Chaos hier, neue Wege dort. Wir sind alle gefragt, wenn wir uns wünschen, dass die Welt zu einem besseren Ort wird.

Vielleicht wundert ihr euch über diesen Beitrag, schließt dieser Beitrag nicht an dem Thema Ethik an, dem, bevor ich gefahren bin und bin ich nun kein Schmetterling geworden? Ich bin beflügelt und mit leichterem Schritt zurückgekehrt, aber die Themen Umwelt, Chaos in der Welt und dem Umgang damit machen auch vor einem buddhistischem Sommercamp nicht Halt und das ist gut so!

Und doch … der Sommer ist auch zum Tanzen da, auch auf einem buddhistischem Somercamp!

 

 

Sonntagsbild #30 – Pausenbild

puppets in the streets #14

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Da ich dort, wo ich jetzt bin, kein Netz habe, kann ich eure Kommentare erst in einer Woche lesen,

bis dahin

all the best to everyone –



Anmerkung

die „Dame“ im goldenen Badeanzug und Taucherbrille © Bruni Wortbehagen – nochmals meinen herzlichen Dank dafür, liebe Bruni

 

 

Der Zwölfmonatsblick #6

Mein sechster Zwölfmonatsblick zu dem Projekt von Zeilenende

 

Weite am Mittwochnachmittag

Da ich zum Monatsende schon verreist bin, habe ich noch schnell heute, am Mittwochnachmittag, meine Aussichtsbank besucht. Es tat gut wenigstens einmal kurz in die Weite zu schauen und auszuatmen, es gibt ja immer noch sooo viel zu tun, bevor man die Türe hinter sich schließt und in die Ferne rollt.

Eure Kommentare und eure Zwölfmonatsblicke schaue ich mir gerne an, wenn ich zurück bin. Ich freue mich auf eine netzlose Zeit. Habts guat, gelle?!

Ethik

Die Welt ist komplex, es gibt für das Allerwenigste schnelle Lösungen und die Meinungsmaschine wird tagtäglich gut geölt, um die selbstdenkenden Gehirnzellen zu verschmieren. Groß ist der Glaube: wir können doch eh nix tun, es wird sich doch eh nüscht ändern…

Nee, so nu wirklich nicht!

Ich sage –und doch können wir, in jedem kleinen Augenblick! Vielleicht gilt es nur einmal innezuhalten und nachzudenken für welches Thema du brennst, wofür du bereit bist einzutreten, dich zu engagieren und Flagge zu zeigen, damit die Welt eben doch ein besserer Ort wird. Nicht jedeR kann alles, aber jedeR kann ein bisschen.

Bloghausen ist für mich auch ein Ort, um Themen zu diskutieren, wunderbar hat dies bei Gerdas und meinen Alphabeten geklappt (wer sie nicht kennt, kann sie bei mir und bei ihr in die Suchmaschine eingeben). Nun haben Gerda und Nadia Baumgart eine neue Idee, sie werden das Thema Tiere, ihre Haltung, ihr Sein und den menschlichen Fleischkonsum untersuchen. Alles begann mit diesem Artikel von Gerda https://gerdakazakou.com/2017/07/21/uralte-schauer/ und ging hier bei Nadia https://nadiapittura.com/2017/07/22/animal-ethics-tierethik/ weiter.

Es geht (auch) um Ethik. Mich interessiert dabei der kleinste gemeinsame Nenner, deshalb frage ich dich und dich und dich was für dich Ethik ist, in Bezug auf Menschen, Tiere und Pflanzen (nur weil wir die Pflanzen nicht schreien hören sind es dennoch Lebewesen, und wie man schon untersucht hat, fühlende Wesen… )…

Sonntagsbild #29

puppets in the streets #13 – oder lost in memories

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Nein, lost in memories ist nicht dasselbe wie lost memories … ich widme dieses Bild Mützenfalterin und ihrer grandiosen Serie „lost memories“, aber schaut mal selbst → https://muetzenfalterin.wordpress.com/2017/07/19/lost-memories-18/ es ist schon das 18. Bild ihrer Serie, runterscrollen lohnt sich!

Ansonsten wünsche ich euch allen einen erholsamen Sonntag.

Schön hier!

Am Samstag war es soweit, die Anthologie: Schön hier! Lieblingsplätze und Herzensorte in Westfalen, lag in meinem Postkasten.

Herausgeber sind Matthias Engels, Thomas Kade und Thorsten Trelenberg, denen ich an dieser Stelle noch einmal herzlich für ihr Engagement danken möchte.

Ich wurde durch einen Artikel bei Matthias auf das Projekt aufmerksam, schrieb eine Geschichte und sandte sie ihm zu. Ich habe mich sehr gefreut, dass sie einen Platz in dieser Anthologie gefunden hat.

Vielleicht fragt sich jetzt die Eine oder der Andere wie ich dazu komme eine westfälische Geschichte zu schreiben. Das ist einfach, am Rande des Ruhrgebiets geboren und aufgewachsen, hatte ich Verwandte im Pott, bei denen ich mich immer mehr Zuhause fühlte als in meiner Heimatstadt. Später zog die Familie an den Rand des Ruhrgebiets und somit an die Grenze von Pott und Westfalen und so heißt auch meine kleine Geschichte: Ickern// Kindertage zwischen Pott und Westfalen

Matthias schrieb am 19. Juni 2017 in seinem Blog:

…Von da an ging es fix…28 Autorinnen folgten unserem Aufruf und lieferten wunderbare Texte.

Wir hatten nach ganz persönlichen, völlig subjektiven Lieblingsorten in der Region gefragt und jeder der angesprochenen Autoren konnte nach einigem Überlegen letztlich einen oder sogar mehrere solcher Orte benennen. Die Gestaltung der Texte war -bis auf eine gewisse Längenvorgabe- völlig frei: so erhielten wir wunderbare Gedichte, tolle Geschichten und andere interessante Texte.
Genauso breit gefächert wie die Formen sind die regionale Lage und die Art dieser besonderen Orte: von der Bank am Kanal in Münster über den Ostmarkt in Bielefeld bis zum eigenen Bett in Lünen ist alles vertreten. Viele Autoren steuerten außerdem sehr charmante eigene Fotos der ausgewählten Orte bei.

Die offizielle Präsentation des ca. 200 Seiten starken Buches findet am 26.08. im Rahmen der Auftaktveranstaltung des Literaturfestivals hier! des Literaturlandes Westfalen statt.
Erhältlich wird es allerdings schon früher sein. Wir geben Bescheid!

Mit dabei sind und einen herzlichen Dank haben verdient:

Heide Bertram, Thorsten Trelenberg, Marion Gay, Hans- Ulrich Heuser, Patricia Malcher, Artur Nickel, Gottfried Schäfers, Jürgen Flenker, Ulrike Gau, Eva von der Dunk, Peter Gallus, Josef Krug, Antonia Kruse, Maike Frie, Andreas Laugesen, Thomas Kade, H.D. Gölzenleuchter, Matthias Engels, Torsten Reters, Hans Lüttmann, Hermann Borgerding, Annette Gonserowski, Viktor Sons, Sabine Lipan, Anne-Kathrin Koppetsch, Claudia Hummelsheim,
Angelika Ahlmann

Das Cover wie das Layout stammen von Manuela Dörr, der wir ebenfalls zu Dank verpflichtet sind.


Hier folgt nun der erste Teil meiner Geschichte:

Kindertage zwischen Pott und Westfalen

Sechs Kinderbeine mit herunter gerutschten Kniestrümpfen rannten aus der Siedlung hinaus den Bergen entgegen. Es rannten zwei Jungs und ein Mädchen. Abenteueralter. Sie waren Tom Sawyer und Huckleberry Finn, waren Goldmarie und Suleika.

Die Berge, wildzerklüftet, zwischen ihnen gähnten wassergefüllte Abgründe, Frösche quakten. Jungs fingen Frösche, sie sah sich um; Frösche werden nun einmal nicht zu Prinzen, wenn man sie aufbläst. Sie entfernte sich, erklomm die Höhen, schritt durch die Senken, nahm die letzten Felsen, sie schaute von oben auf den Rhein-Herne-Kanal hinab. Schiffe schleppten Frieden von Herne zum Rhein, von der Quelle zur Mündung. Schiffe schlugen Wellen für die Kinder, die in ihnen sprangen und schwammen.

Die Familie zog um. Die Zechen waren jetzt weiter weg, der Garten kleiner. Einen Innenhof gab es nicht mehr, auch keine zwei Schweine mehr im Stall, die an roten Kinderpantoffeln knabberten, keine Hasen, keine Hühner mehr, nur die Tauben waren geblieben und Wellensittich Peterlieb. Noch. Er sollte bald einen Ausflug machen, aber das wusste noch keiner. Keiner wusste, dass er für eine lange Weile aus dem Fenster hinaus, in die weite Welt hinein fliegen und mit dem knallgelben Kanari zurückkommen würde. Es war Peterliebs Geheimnis. Er sollte es auflösen, später…

Die Familie hieß Palewski, so, wie viele Familiennamen hier auf lewski, lawski, lowski endeten. Anfang der Neunzehnhunderterjahre waren sie von Polen in den wachsenden Pott gekommen, um das schwarze Gold aus der Erde zu puhlen. Das schwarze Gold, das dann seinen Wert verlor. Zechen schlossen, Kulturlandschaften wuchsen, Kohlepfennige wischten Augen. Die Law-Lew-Lowskis rauchten, husteten, fütterten gurrend ihre Tauben. Kinder schwammen in den Wellen der vorbeiziehenden Frachtschiffe, fuhren auf zu großen Fahrrädern und fielen sich schwarze Schlackesteinchen in die Knie…


Wer nun neugierig geworden ist und ein Exemplar erwerben möchte, kann sich über den Kommentarstrang gerne bei mir melden oder über meine Mailadresse, zu finden in euren Kommentarsträngen, ansonsten ist das Buch ebenfalls im Handel für 12,50€ erhältlich: ISBN 978-3-945238-17-2 , wir danken…