Nachschlag – Sonntagsbilder

Huuu, nun schneit es sogar im Rheintal, einen nassen Pappschnee, der liegen bleibt. Die Runde mit dem kleinen Hund war heute nicht sooo lang, da auch ein heftiger Wind wehte und ich schon sehr schnell eine lebende Schneefrau gewesen bin. Nun habe ich ein paar Bilder bei der Freundin im Garten gemacht und bevor ich mich jetzt gleich auf den Weg nach Bonn mache, stelle ich diese noch flugs ein. Da wird wohl heute kaum etwas los sein und ich werde mich ganz dick einpacken 😉

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Sonntagsbild #48

Aus meinem Bilderarchiv

der Laacher See

die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst

Schon lange wollte ich einmal die Bilder vom Laacher See zeigen, die ich im September diesen Jahres aufnahm. Weil ich gerade keine Zeit für Neues habe, greife ich auf bisher nicht Gezeigtes zurück.

Den Laacher See findet man in der Vulkaneifel. Wiki schreibt folgendes dazu:

Obwohl der Laacher See oft als „das größte Maar der Vulkaneifel“ bezeichnet wird, ist er geologisch gesehen weder ein Maar noch ein Kratersee, sondern eine wassergefüllte Caldera – ein mehr oder weniger kreisrundes Becken, das durch das Absacken der Decke der entleerten Magmakammer unterhalb des Vulkans entstanden ist. Im Laufe der Zeit kann sich ein solcher Kessel mit Wasser füllen. Der Laacher See ist in der Eifel, neben dem benachbarten Wehrer Kessel, die größte Caldera und die einzige wassergefüllte in Mitteleuropa.

mehr dazu hier →

Die Bläschen, die auf den ersten drei Bildern zu sehen sind, sind tatsächlich Bläschen und keine Wasser- bzw. Regentropfen. Der unter dem See liegende Vulkan arbeitet immer noch, das aufsteigende Kohlenstoffdioxid ist der Beweis. An diesen Stellen liegt ein leicht schwefeliger Geruch in der Luft. Man findet dieses Phänomen am südöstlichen Ufer.

Euch einen schönen Sonntag, mit oder ohne Kerze.

Sonntagsbild #47

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Das ist das zweite Bild, das ich für das Projekt von Mützenfalterin der „Tausend Mutterbilder“ kreiierte und wieder freue ich mich auf eure Gedanken und Assoziationen hierzu.



Mit diesem Bild verabschiede ich mich für drei Wochen, drei Wochen Weihnachtsmarkt im Rheinland, aber die Sonntagsbilder stelle ich weiterhin ein, ob ich aber die Kommentare beantworten kann, weiß ich noch nicht. Herzliche Grüße und euch allen einen entspannten Sonntag und eine schöne Adventszeit, vielleicht trifft man sich ja zufällig auf dem Markt 😉

Zwölfmonatsblick #10…

und Novemberimpressionen um ihn herum

Nun aber erst einmal der 10. Zwölfmonatsblick → ein Projekt von Zeilenende, dem viele Blogger *innen folgen. Wenn ihr den Link anklickt, findet ihr unten auch alle anderen Teilnehmenden.

Da ich gerade etwas Zeitnot habe und ab Sonntag für drei Wochen unterwegs bin, bitte ich um Verzeihung, dass ich dieses Mal mir nicht alle anschauen kann, aber ich hole das sehr gerne nach.

Der Zwölfmonatsblick von Freitag, 24.11.2017

Der Zwölfmonatsblick am Abend, 22.11.2017

mit Alpen

Zusätzlich folgen nun einige Novemberimpressionen. Ich bin erstaunt, dass es immer noch so viel Gold und Grün gibt, trotz zweimaligem Schneefall, stürmischem Wetter und auch schon sehr frostigen Tagen und Nächten. Die letzten fünf Tage waren allerdings frühlingshaft warm, gerade eben (Freitagabend) regnet es.

Wie immer werden die Bilder groß, öffnet sich die Galerie, wenn ihr sie anklickt.

Nun möchte ich euch noch einen Fotografenblog empfehlen, auch hier finden sich zauberhafte Herbstimpressionen und viele wunderbare Bilder → der Lichtzeichenblog von Werner Braun

Und diese Nachricht bekam ich just heute:

Glückwunsch zum Jahrestag mit WordPress.com!
Du hast dich vor 7 Jahren auf WordPress.com registriert.
Danke für dein Vertrauen. Weiter viel Erfolg beim Bloggen!
Ich mag die sieben und denke, waaas, erst sieben 😉

Euch allen einen schönen Samstag und morgen folgt, wie immer, das Sonntagsbild –

Sonntagsbild #46

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Leider ruht das Projekt von Mützenfalterin der „Tausend Mutterbilder“

Als ich gerade durch mein Archiv stöberte, fand ich diese Fotomontage wieder, die ich für dieses Projekt gemacht habe, sodass ich mich entschieden habe es nun hier als Sonntagsbild einzustellen, ein anderes werde ich euch am kommenden Sonntag zeigen.  Bewusst habe ich keinen Titel gewählt und möchte gerade eben auch nicht mehr dazu schreiben, aber ich bin sehr gespannt auf eure Assoziationen vom Bild zum Thema.

Ansonsten wünsche ich euch, wie jeden Sonntag, einen gemütlichen und entspannten Tag.

August der Schäfer hat Wölfe gehört

 

Anna aus Berlin hat am 08. Oktober diesen Jahres erneut zu einer Blogparade aufgerufen: Schreiben gegen rechts – dieses Mal möchte sie ein Buch der Zuversicht aus den unterschiedlichen Texten erstellen.

 

August der Schäfer hat Wölfe gehört, zwar nur zwei, doch der Schäfer der schwört…

(s.u.)

Es ist noch nicht so lange her.

Schon lange sind es mehr als zwei, sie heulen wieder, sie zündeln, sie morden, sie hassen, ihre Sprache ist menschenverachtend, sie sind rechts und viele radikal.

Schreiben gegen rechts, demonstrieren gegen rechts, argumentieren gegen rechts, aber sie werden mehr. Sie sind laut, sie lügen, sie bekommen Zulauf und Stimmen. Sie sitzen jetzt im Bundestag. Und ich nähre noch immer die Zuversicht. Nenne mich Blauauge.

Lange schon ist das Leben in den deutschen Straßen bunt geworden, früh schon habe ich Freundschaften geschlossen. Ich frage nicht nach schwarz oder weiß, nicht nach Süd, nach Nord, nach West, nach Ost, ich frage nach den Menschen. Unterschiedlichkeit bereichert mein Leben.

Ich denke an den Freund aus Sizilien, lang ist es her! Ich denke an die Nachbarin aus Kenia und an ihre Freundinnen, wir feierten ein Sommerfest im gemeinsamen Hinterhof. Wir tanzten durch die Nacht. Wir haben viel gelacht. Ich denke an den Freund aus der Karibik, er war ein großer, ein schwarzer Mann, ich sah es nicht, er war ein Freund und so begrüßten wir uns auch, als Freund und Freundin, mit einer Umarmung von Herz zu Herz, es wurde still, alle Köpfe drehten sich. Ach…

Ich denke an die einstige Kollegin, die aus Kroatien kam, an die Nachbarin, die in Rumänien geboren wurde und ich denke an einen Abend im letzten Jahr: meine Freundin hatte eine junge syrische Familie begleitet, es war ihr letzter Abend in diesem Landkreis. Die Freundin hatte ihnen eine Wohnung in einer Stadt besorgt, in der Freunde von ihnen wohnten. Bei aller Anteilnahme hier, fühlten sie sich auch immer wieder einsam. Sie kamen und wir hatten für sie gekocht und gebacken. Sie, das war eine junge Frau von fünfundzwanzig Jahren, ihr Mann etwas älter und ihr Baby neun Monate alt. Wir aßen und sprachen und die junge Frau erzählte von ihrer Fahrt über das Meer, über ihre Angst und ihrem tiefen Wunsch, dass es ihrem Baby einst besser gehen soll.

Sie hatte Tränen in den Augen, als sie von ihrer Familie sprach, die noch immer in Syrien war. Dann wischte sie entschlossen die Tränen weg, herzte ihr Baby und wir gingen auf die Terrasse, tranken, lachten und feierten ihr Überleben. Selten habe ich eine Frau so ausgelassen tanzen gesehen.

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen

Guy de Maupassant

Sonntagsbild #45

puppets in the streets #16

draufklick = großes Bild – please click to enlarge


Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, möget ihr eure warmen Stuben genießen. Es ist jetzt die Zeit, in der ich immer wieder auch an die Menschen denke, die jetzt keine Stube haben und auch nie ein Haus bauten…



hier noch zwei Lesetipps, Belmonte hat sich von meinem Text >Winter ist anders< inspirieren lassen → https://vnicornis.wordpress.com/2017/11/11/anders-is-dera-winteru/

und Frau Rebis von den Maisfreuden

https://fraurebis.wordpress.com/2017/11/11/aussen-und-innen/

Wie schön es immer wieder ist, wenn Eine*r den Faden aufnimmt und auf eigene Weise weiterspinnt! Auch an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Gruß und Dank an euch!

1000 Tode

Es ist schon eine Weile her, dass der Frohmann-Verlag für sein Projekt „1000 Tode“ Texte gesammelt hat. 1000 Texte von 1000 verschiedenen Menschen wie sie mit dem Tod und der Trauer umgegangen sind, respektive umgehen, wie ihre Sicht auf Tod und Trauer ist. Ich habe gestaunt wieviele Blogger*innen, denen ich folge und sie mir, dort zu finden sind. Mein Text erschien unter der Nummer 225, auf Nachfrage stelle ich ihn nun hier ein.

225

Hatte sie eigentlich damals getrauert? Diese Frage war in diesem Jahr schon einmal aufgetaucht. Sie hatte in ihrem Auto bei prasselndem Regen vor einem Bahnhof gesessen, der Zug ihrer Freundin kam eine Stunde später. Viel Zeit. Es stellte sich ihr die Frage plötzlich, unerwartet, ohne Vorgeschichte.

Die Erinnerung ist ein Standbild ohne Ton.

Das Telefon hatte geklingelt, ihr Neffe rief sie an: „Die Omma ist tot.“ Die Omma war ihre Mutter. Ab da wurde es still. Sie weiß, dass er ihr noch das Wie und Wann erzählt hatte, dass sie ihm Fragen gestellt und seine beantwortet hatte, an all das erinnert sie sich, nur ohne Ton. Danach hatte sie auf der Treppe gesessen, hatte über das Hochtal geschaut, über die Alpen bis in den Himmel und zurück. Tagelang. Es kann nicht stimmen, es fühlt sich nur so an. Eingefroren, Stille, bis am Abend das Käuzchen rief. Mutter hatte immer gesagt, wenn sie es hörten:

Jetzt ist jemand gestorben.“

Sie sagte: „Mutter, es ist gut, ruhe in Frieden.“

Zur gleichen Zeit schaute der Neffe inmitten einer Kleinstadt aus seinem Bürozimmer, es stand ein Reh am Rand der Büsche der betriebseigenen Grünanlagen, unverwandt schaute es ihn an.

Machet jut Omma“, hatte er gedacht. Das Reh sprang davon. Er hatte es nur ihr erzählt, weil nur sie ihn nicht auslachen oder für verrückt erklären würde. Sie schwiegen und ahnten, dass es mehr geben müsste, mehr als Leben und Tod. Etwas dazwischen, darüber oder darunter.

Wie ist das für Eine, wenn sie die Mutter nie gespürt, nie unter ihrem Schutz gestanden hat? Wie war das für andere, als ihre Mütter starben? Mutter ist tot. Sieben Jahre schon, und sie weiß nicht, ob sie getrauert hat.

Sie war aufgestanden, hörte wieder den Bach rauschen und die Kirchenglocken ihren Viertelstundentakt schlagen. Sie hatte genickt und war ins Haus gegangen. Es war vorbei. Sie hatte nicht geweint, hatte keinen Schmerz gespürt, es gab nur diese Stille und ihre Worte am Abend

Ruhe in Frieden.“

Das Käuzchen war verstummt.



Ich konnte es nicht lassen und habe zwei, drei geringfügige Korrekturen vorgenommen. Heute würde ich den Text wohl anders schreiben, aber so ist das wohl…



zum Tod des Vaters → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/09/30/miniaturen-vater/