All over Heimat

Eine Rezension

all over Heimat ist eine Anthologie, herausgegeben von Matthias Engels, Thomas Kade und Thorsten Trelenberg.

Sie sammelten von 150 Autor*innen und Lyriker*innen auf internationaler Ebene Texte und Gedichte zum Thema Heimat. Ein Begriff, der in den letzten Jahren immer wieder besprochen wurde und wird, zu dem sich auf verschiedensten Ebenen Kunstschaffende, Schreibende, Filmemacher*innen Gedanken gemacht haben und machen.

Heimat ist ein großes Wort.

Meinen herzlichen Dank, nun auch noch einmal von dieser Stelle, an Matthias für das Rezensionsexemplar.

Heute ist Premiere. Die Anthologie wird von den drei Herausgebern im Rahmen der Reihe „Nacht der Bibliotheken“ in der Steinfurter Stadtbücherei vorgestellt.

Es wird ein sehr abwechslungsreicher Abend mit Gästen und internationalen Häppchen- literarischer und kulinarischer Art. Wer in der Nähe weilt oder gern ins nördliche Münsterland fährt- wir freuen uns über Besuch!

Mehr kannst du bei Interesse lesen, wenn du dem Link folgst.

Wie aber soll ich nun diese Anthologie rezensieren? Diese Frage stellte sich mir sehr bald, nachdem sie bei mir angekommen ist. Einhundertfünfzig Autor*innen gerecht zu werden ist schlichtweg unmöglich. Einhundertfünfzig Autor*innen heißt auch einhundertfünfzig unterschiedliche Sicht-, bzw. Herangehensweisen an das Thema in zigfachen Facetten. Und genau das macht diese Anthologie so besonders. Heimat ist, je nach Hintergrund der/des Schreibenden, anders, fühlt sich unterschiedlich an, füllt sich mit unterschiedlichen Inhalten.

Geflüchtete Menschen erleben, beschreiben und empfinden Heimat anders als ausgewanderte, als hiergeborene.

Viele, die in Deutschland geboren wurden, hadern mit ihrem Heimatland, auch dieses findet Raum in der Anthologie und ließ mich streckenweise an das Projekt am Ende des letzten Jahres von Graugans aka Margarete Helminger denken: die Mutmaßungen über das Deutschsein, – ein literarisch/philosophischer Adventskalender …

Doch zurück zu all over Heimat

Seit gut zwei Wochen schlage ich die Anthologie immer wieder auf, um einen Text, ein Gedicht zu lesen, manchmal auch mehrere hintereinander, ich wurde noch nicht einmal enttäuscht. Das Niveau ist hoch.

Einhundertfünfzig Autor*innen, aber weitaus mehr Beiträge haben die drei Herausgeber hier versammelt, manche sind nur mit einem Beitrag vertreten, andere mit mehreren.

Sehr gefallen hat mir die Zusammenarbeit von Klára Hůrková mit Monika Littau und Maria Topali, sie haben drei Sicht- oder Erlebnisweisen in einem Gedicht vereint – ungewöhnlich und erfrischend zugleich.

So, wie mich die vielen Gedanken über und um die Heimat herum bewegen und berühren, mich zum Nachspüren und Weiterdenken inspirieren, so gefällt mir auch die Gestaltung des Buches und die Idee nach den Beiträgen die Autorin/den Autor kurz vorzustellen. Es ist anders, ob ich erst nach hinten blättern und die Schreibenden dort aufspüren muss oder gleich etwas über sie lesen kann –

Mein Fazit lautet: sehr gelungen und sehr empfehlenswert. Für mich ist all over Heimat eine Anthologie aus einem Guss.

Sehr gefreut hat mich auch, dass Pega Mund und Diana, zwei Lyrikerinnen von einhundertfünfzig sind. Meinen herzlichen Glückwunsch ihr Zwei, auch von dieser Stelle!

Um euch nun einen Geschmack zu geben, erlaube ich mir zwei Beiträge zu zitieren*. Ja, ich will euch neugierig auf diese gelungene Anthologie machen, das hat sie verdient.

diss heimatdingl

dörfl mir abhanden fein gefältelt im

erinnern laden schübe ballast viel zu viel

von allem drückt mich schweigend

schimmernd scheint erscheint es lampe

lichtmess auf dem tisch die schüssel

weit geschwungen heller dampf und

duftet nach dem beten hör ich löffel

schaben aus den tellern erdäpfel butter

schmales salz

Pega Mund

Mein Garten im Osten

Es gibt dort eine Feuerstätte

nah an den beiden Lindenbäumen

Am Zaun sind tibetische

Gebetsfahnen gespannt

Flieder blüht dort

Pfingstrosen und Jasmin

Im Kreis geordnet stehen

astrologische Zeichen

 

Im Blumenbeet liegt

ein Hund begraben

daneben eine Katze

Am Abend kommen

viele Insekten

und Bachstelzen und Schwalben

Der Kuckuck fragt

aus dem Wald:

Wo ist mein Heim?

Klára Hůrková

Für mich ist übrigens Heimat ein Apfelbaum im Garten … und eine äußerst fragile Angelegenheit



*sollte ich hiermit gegen das Urheberrecht verstoßen oder solltest du, Pega, und Sie, Frau Hůrková, nicht mit der Veröffentlichung deines, Ihres Gedichtes einverstanden sein, so bitte ich mir dies mitzuteilen, dann nehme ich sie wieder raus. Danke.

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Ping Pong 010

Ping 010

Gerda an Ulli → Wenn der Zwerg vorbeischaut …

Pong 010

Ulli an Gerda → … freut sich Einer.



Ping 011 Ulli an Gerda → Wurzeln und Flügel wachsen, wenn …

alle Bilder werden groß, wenn du sie anklickst



Die Idee → https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/

Was bisher geschah → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

 

Sonntagsbilder 10 2019

Jetzt ist Kranichzeit

… wenn auch nicht unbedingt hier. Blogger*innen aus den nördlicheren Gefilden von Deutschland haben mich daran erinnert und dann ich mich, wie es um diese Jahreszeit im Wendland gewesen ist, wenn die Kraniche trötender Weise über die weiten Himmel geflogen sind.


Und noch zwei Fotomontagen, die ich im Herbst 2014 machte.

draufklick = große Bilder



Schöne Bilder zur Kranichbalz zeigte Puzzleblume → https://2puzzle4.wordpress.com/2019/02/26/kranichbalz/ und zum Kranichflug auch → https://2puzzle4.wordpress.com/2019/03/03/ziehende-kraniche/, mehr findet ihr auf ihrer Seite.


Einen kurzen Film über Räume und Geschichten fand ich am letzten Montag auf der Seite von Cambra Skade – Tanz – Musik – Ausdruck


Habt´s schön heute!

Alltag 5

Willkommen zur fünften Runde mit Bildern und/oder Texten aus meinem Alltag. Seitdem Alltag 4 erschienen ist, veröffentliche ich meinen monatlichen Beitrag am ersten Freitag eines Monats. So habe ich Luft euers anzuschauen, zu lesen, zu kommentieren und in die Linkliste aufzunehmen..

Für die Leser*innen, die neu hier sind: dieses Projekt nahm seinen Anfang im letzten Oktober → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/.

Alle weiteren Beiträge und die Linkliste aller Teilnehmer*innen s.u. –

TANZ ist mein heutiges Thema. Ich läute es mit einem Gedicht von Friedrich Schiller ein:

Der Tanz

Siehe wie schwebenden Schritts im Wellenschwung sich die Paare
Drehen, den Boden berührt kaum der geflügelte Fuß.
Seh ich flüchtige Schatten, befreit von der Schwere des Leibes?
Schlingen im Mondlicht dort Elfen den luftigen Reihn?
Wie, vom Zephyr gewiegt, der leichte Rauch in die Luft fließt,
Wie sich leise der Kahn schaukelt auf silberner Flut,
Hüpft der gelehrige Fuß auf des Takts melodischer Woge,
Säuselndes Saitengetön hebt den ätherischen Leib.

Jetzt, als wollt es mit Macht durchreißen die Kette des Tanzes
Schwingt sich ein mutiges Paar dort in den dichtesten Reihn.
Schnell vor ihm her entsteht ihm die Bahn, die hinter ihm schwindet,
Wie durch magische Hand öffnet und schließt sich der Weg.
Sieh! Jetzt schwand es dem Blick, in wildem Gewirr durcheinander
Stürzt der zierliche Bau dieser beweglichen Welt.
Nein, dort schwebt es frohlockend herauf, der Knoten entwirrt sich,
Nur mit verändertem Reiz stellet die Regel sich her.

Ewig zerstört, es erzeugt sich ewig die drehende Schöpfung,
Und ein stilles Gesetz lenkt der Verwandlungen Spiel.
Sprich wie geschiehts, daß rastlos erneut die Bildungen schwanken,
Und die Ruhe besteht in der bewegten Gestalt?
Jeder ein Herrscher, frei, nur dem eigenen Herzen gehorchet,
Und im eilenden Lauf findet die einzige Bahn?
Willst du es wissen? Es ist des Wohllauts mächtige Gottheit,
Die zum geselligen Tanz ordnet den tobenden Sprung,

Die, der Nemesis gleich, an des Rhythmus goldenem Zügel
Lenkt die brausende Lust und die verwilderte zähmt;
Und dir rauschen umsonst die Harmonieen des Weltalls,
Dich ergreift nicht der Strom dieses erhabnen Gesangs,
Nicht der begeisternde Takt, den alle Wesen dir schlagen,
Nicht der wirbelnde Tanz, der durch den ewigen Raum
Leuchtende Sonnen schwingt in kühn gewundenen Bahnen?
Das du im Spiele doch ehrst, fliehst du im Handeln, das Maaß.

Viele Texte habe ich geschrieben, viele Bilder habe ich gestaltet, die um das Thema Tanz kreisen. Tanz gehört zu meinem Alltag. Weil ich das Leben als Tanz begreife. Tanz ist nicht immer nur leichter Schritt. Tanz ist Ausdruck. Tanz ist ein Gefährte der Musik. Tanz tanzt sich mit inneren und äußeren Melodien und Stimmen. Tanz ist Interaktion, ist Anziehung und weg, ist Verschmelzung und jede*r für sich. Tanz ist immer Jetzt.

Tatsächlich tanze ich auch während meiner Alletage. Manchmal mit den Fingerspitzen auf der Tastatur. Manchmal quer durch diesen wunderbaren Raum. Manchmal mit anderen. Meist allein. Ja, ich tanze gerne für mich.

(Pssst … das war jetzt ein Geständnis – ich lache)

Und das ist das, was der Tanz mit mir macht, irgendwann werde ich leicht, egal wie schwer anfangs noch die Schritte waren, irgendwann verschmelze ich mit dem Klang, dem äußerem und dem innerem Lied. Tanz ist mein Antidot für die Zuschwerkräfte.

Es darf leicht sein.

Ein Tanz durch die Jahre und JahresZeiten

Draufklick und die Galerie öffnet sich, die Bilder werden groß und du kannst auch die Titel lesen.



Hier sind die Links zu allen anderen Teilnehmer*innen – Habt vielen herzlichen Dank, es ist jeden Monat eine Freude.

Falls ich jemanden vergessen haben sollte, dann bitte melde dich!

https://pawlo.wordpress.com/2019/02/01/farbig-bitte-coloured-please-2/

http://www.schorfheidewald.de/das-immerwiederkehrende-jahresaktion/das-immerwiederkehrende-4/

https://kopfundgestalt.com/2019/02/01/alltagsfrucht/

https://amazonasknallerbse1.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4-buero/

https://worteausdemwunderland.wordpress.com/2019/02/02/alltag-februar/

https://erntetank.wordpress.com/2019/02/02/alltag-00004/

https://alpinerot.wordpress.com/2019/02/02/jeden-tag-in-einer-deutschen-schule-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

https://alpinerot.wordpress.com/2019/02/02/werkbankalltag-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

http://voller-worte.de/blog/2019/02/02/alltag-februar/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/02/02/alltag-4-wandlungen-oder-stufen/

https://gerdakazakou.com/2019/02/02/alltag-4/

https://mitziirsaj.com/2019/02/02/alltag-fotos-iv/

https://klunkerdesalltags.blog/2019/02/02/alltag-ist-ein-kind-des-februars/

https://agnesblogsite.wordpress.com/2019/02/02/s-bahn-skizzen-%ef%bb%bf53-alltag-4/

https://fundevogelnest.wordpress.com/2019/02/02/aus-dem-nestalltag-fuer-das-projekt-alltag-von-ulli-gau/

https://geschichtenundmeer.wordpress.com/2019/02/02/ein-samstag-im-februar/

https://fraurebis.wordpress.com/2019/02/03/alltag-4-worte/

https://mmandarin.wordpress.com/2019/02/03/alltag/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2019/02/03/alltag-februar-2019/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2019/02/03/alltag-januar-2019/

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2019/02/05/alltag-februar/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/februar/zu_ullis_projekt_alltag_4

https://versspruenge.wordpress.com/2019/02/05/allabendlich/

https://susannehaun.com/2019/02/06/alltag-4-susanne-haun/

https://fuenfprozentfrau.blogger.de/stories/2713790/



Beiträge 1 – 4

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/11/03/alltag-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/01/alltag-4/

Sowohl als auch –

– oder manchmal kann ich mich nicht entscheiden.

Gestern zeigte ich euch meine Antwort = Pong auf Gerdas Ping:

MUSIKANTEN SIND IN DER GANZEN WELT … AUFSPIELER ZUM TANZ

… Aufspieler zum Tanz

Ich habe noch andere Varianten gestaltet →

als gif -eventuell musst du es anklicken, damit es läuft –

und noch einmal ganz anders.

 

Wofür entschiedest du dich?

Muss man sich immer entscheiden?

https://cafeweltenall.wordpress.com/2012/05/31/frau-blau/

Manchmal gilt Sowohl-als-auch.

Manchmal gilt Entweder-oder.

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/11/18/this-or-that/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/06/07/miniatur-10-2017-2/

Der Hase

Der Hase – eine lose Sammlung oder was mir der Hase ist

„Sinnbild der Wiedergeburt ist der Hase auch für Joseph Beuys, in dessen Werk der Hase immer wieder einen Platz findet. Im Kontext seiner Aktion „Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt“ sagte er, dass der Hase direkt eine Beziehung zur Geburt hat (…).

„Für mich ist der Hase das Symbol für die Inkarnation. Denn der Hase macht das ganz real, was der Mensch nur in Gedanken machen kann. Er gräbt sich ein, er gräbt sich eine Mulde. Er inkarniert sich in der Erde, und das allein ist wichtig.“

Mensch und Hase – zärtliche Gesten

Oma, was macht der Hase eigentlich im Winter?

Mutter, Mutter, der Jäger, der Hase, der Brunnen …

Es war ein Fiebertraum; einen, den ich nie vergessen habe. Es ist eben kein Spaß, wenn ein Hase mit einem Schießgewehr auf mich zielt. Dieser Struwwelpeter …

Frieden

Joseph Beuys – Friedenshase © wize.life

Und ein Hasen-Haiku von Eulenschwinge → https://eulenschwinge.wordpress.com/2017/05/28/hasen-haiku/

Wenn ich an Hasen denke, dann ist das erste was mir einfällt „Zärtlichkeit“. Frag nicht, es ist einfach so. Das zweite ist Frieden, das dritte sein Zick-Zack-Lauf und erst dann kommt alles, was ich im Laufe des Lebens über ihn, sein Verhalten, sein Leben gelernt habe, nicht zuletzt auch wegen der Frage meines Enkelsohnes (s.o.).

Hasen sind für uns Menschen harmlos, sie greifen nicht an, sie flüchten und das aus gutem Grund, nicht nur der Mensch ist des Hasens Feind. Opfertier von Mensch und anderen Tieren, eine Jagdtrophäe war und ist er.

Hasen waren/sind auch ein Symbol für die Fruchtbarkeit (wobei Mäuse sich ja noch emsiger vermehren …).

Dass er ein Symbol für Ostern wurde, ist der Tatsache geschuldet, dass er im ausgehenden Winter, der Zeit des ersten Frühlingahnens wieder sichtbar wird, nachdem er im Winter, gut getarnt, in seinen Mulden = Sassen liegt, gerne auch unter umgefallenen Baumstämmen. Hungrig hoppelt er nun über Feld und Flur.

Mehr über seine Symbolik in der Kunst und überhaupt kannst du bei Interesse im oberen Link nachlesen.

Das wohl berühmteste Bildnis eines Hasens malte einst Albrecht Dürer.

Der Hase wurde zum „Markenzeichen“ vieler Fluxus-Künstler, (vielleicht) angeregt durch Joseph Beuys, was ich aber nicht so genau weiß und auch nicht recherchieren konnte.

Auch sonst fand der Hase seinen Weg durch alle Zeiten hindurch in die Kunst, wie u.a. bei Gerda Kazakou zu sehen ist (das zweite Bild in der Zärtlichkeits-Galerie).

Nun zeige ich euch noch zwei Hasenskulpturen, die mir seltsam fremd geblieben sind. Gerade fand ich im Netz etwas über ihre Hintergründe und schon sind sie mir etwas weniger fremd.

Fondation Beyeler – Thomas Schütte

Kunst kann man nicht machen. Man kann nur die Bedingungen herstellen, damit etwas Spezielles passiert. Sagte Thomas Schütte gestern bei der Pressekonferenz seiner Ausstellung in der Fondation Beyeler in Riehen.

Die monumentale Hasenfigur im Teich dokumentiert, wie etwas Spezielles entstehen kann. Der Hase wurde vor Jahren von seiner kleinen Tochter aus Tonresten gestaltet. Sie nannte ihre 20 Zentimeter hohe Figur einen Allzweckheiligen für alle Feste wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten. Als Allzweckheiliger stand die kleine Plastik auf dem Schreintisch von Schütte – bis er sie aus einer Laune heraus einer Sendung auf ein monumentales Mass vergrösserte und dann in Styropor schnitt.

Dieser Grosshase stand dann jahrelang in seinem Atelier bis ein Bekannter dringend Arbeit suchte. So bearbeiteten sie beide die Hasenskulptur; und was dann daraus entstand,  fügt sich jetzt  so organisch in das Ambiente des beyelerischen Teiches ein, als ob es gerade dafür geschaffen worden sei.

https://www.journal21.ch/thomas-schuette-in-der-fondadion-beyeler

„De Düvel sinneert över sien Karninken“ (Der Teufel sinniert über sein Kaninchen) von Markus Daams, zu sehen an der Teufelsbrücke in Hamburg

Eine Legende erzählt:

An der Furt, wo heute die Elbchaussee die Flottbek überquert, verunglückten immer wieder Fuhrwerke durch Radbruch. Man nahm an, dass es dort „mit dem Teufel zuginge“. Daraufhin wurde ein Zimmermann beauftragt, eine Brücke über den Bach zu bauen. Dieser nahm für den Bau der Brücke die Hilfe des Teufels in Anspruch und versprach ihm dafür die Seele des ersten Lebewesens, das über die Brücke gehen würde.
Nachdem der Pfarrer aus Nienstedten am Tag der Einweihung die Brücke gesegnet hatte und sie betreten wollte, wurde ein Hase von der Menge aufgescheucht und lief als erstes Lebewesen über die Brücke.

https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelsbr%C3%BCck

An einem Zaun in Priesseck/Wendland entdeckt

Ein letztes Bild – eine Fotomontage von 2011

Das Motiv fand ich ebenfalls an einem Zaun, dieses Mal in Riehen/Schweiz. Inspiriert wurde es wohl von dem „Dreihasenfenster“ am Paderborner Dom oder von dem Dreihasenfenster im Kloster Muottatal in der Schweiz oder …

Das Dreihasenbild stellt drei springende Hasen dar, die in Kreisform angeordnet sind. Eine Beschreibung dieses Symbols findet sich auch in dem Vers: „Der Hasen und der Löffel drei, und doch hat jeder Hase zwei“. Dabei sind drei Hasen so angeordnet, dass zwar jeder Hase zwei Ohren hat, auf dem Motiv aber insgesamt nur drei Ohren dargestellt sind.

Das Dreihasenbild taucht an verschiedenen Orten und in den unterschiedlichsten Kulturen der Welt auf. Seine ursprüngliche Bedeutung ist nicht klar. Es wird häufig als ein Archetypus angesehen. Eine ähnliche Form der Figurvereinigung, allerdings mit drei menschlichen Köpfen, stellt der Tricephalus, Triceps oder Triphons dar. Allgemein spricht man bei derartigen dreigliedrig-symmetrischen Figuren von Triskelen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dreihasenbild

Und … gestern Abend hoppelten drei Hasen über die Wiese, der Hasenwiese, wie ich sie nenne, als ich vom Tal Nachhause fuhr. Denn wenn Hasen, dann dort!

Alltag 4

Willkommen zur vierten Runde mit Bildern und/oder Texten aus meinem Alltag. Stimmt, es ist erst Freitag, aber am Freitag wird das Wochenende eingeläutet, und da immer einiges an Kommentaren und Beiträgen von euch zum Thema dazu kommt, nehme ich mir gerne Raum zum lesen, antworten, kommentieren und um  die Linkliste neu zu befüllen. So habe ich mich entschieden meine Alltagsbeiträge schon Freitags einzustellen.

Für die Leser*innen, die neu hier sind: dieses Projekt nahm seinen Anfang im letzten Oktober → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/.

Im November sind wir dann gestartet, wir waren von Anfang an Viele und wurden dann mehr und mehr. Schön ist das! Nicht immer können alle jeden Monat oder nicht genau am ersten Wochenende des Monats … Willkommen, so wie es passt und Freude macht!

Siebenunddreißig Beiträge habe ich in der dritten Runde gezählt! Ist doch umwerfend, oderrr?! Eine Besonderheit ist, dass Petra Pawlofsky ihr Thema immer weiter durch ihre Januaralletage getragen hat, es weiter komponierte und immer noch weiter, sodass ich sechs Beiträge von ihr verlinken konnte, zwei Beiträge stellte Alice aus dem Wunderland ein (s. Linkliste unter meinem Beitrag). So gerechnet waren wir 31 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Wie mich das freut!!!

Herzensdank an euch alle.

Ich freue mich auf die vierte Runde!

Bitte verlinkt eure Beiträge mit diesem hier, für die neue Linkliste im März. Danke.


Lichter meines Alltags

Wie sie durchscheinen,

wie sie wärmen,

wie sie tanzen,

mal schnell,

mal so, wie du es willst,

ihre Formen,

ihr Spiel.

Alle Bilder werden groß, die Galerien öffnen sich, wenn du ein Bild anklickst.



Die Links zu allen Beiträgen aus der dritten Runde.

Bitte meldet euch, wenn ich jemanden übersehen haben sollte (hoffentlich nicht). Merci.

https://www.jaellekatz.de/allgemein/alltag-in-der-kueche

https://alpinerot.wordpress.com/2019/01/05/in-einer-grossen-stadt-ein-sachtext-fuer-ullis-projekt-alltag/

https://arnovonrosen.wordpress.com/2019/01/05/alltag-dezember-2018/

https://erntetank.wordpress.com/2019/01/05/alltag-00003/

http://www.schorfheidewald.de/das-immerwiederkehrende-jahresaktion/das-immerwiederkehrende-3/

http://voller-worte.de/blog/2019/01/05/kuechenalltag/

https://laparoleaetedonneealhomme.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3-eine-hass-liebe/

https://annalenaslesestuebchen.wordpress.com/2019/01/05/alltag-das-immerwiederkehrende-3/

https://pawlo.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3-feuer-everyday-life-3-fire/

https://pawlo.wordpress.com/2019/01/08/ardente-feurig-gluehend/

https://pawlo.wordpress.com/2019/01/11/feuertanz/

https://pawlo.wordpress.com/2019/01/14/feuriger-zauber-firy-charm/

https://pawlo.wordpress.com/2019/01/17/klangfeuer-sound-fire/

https://pawlo.wordpress.com/2019/01/21/der-feuervogel-the-firebird/

https://gerdakazakou.com/2019/01/03/projekt-alltag-no-3-mein-taeglicher-spaziergang/

https://klunkerdesalltags.blog/2019/01/05/alltag-im-januar/

https://handundgemacht.wordpress.com/2018/11/30/the-portkey-to-hogwarts/

https://fruchtigherb.wordpress.com/2019/01/06/alltag-januar-2019/

https://geschichtenundmeer.wordpress.com/2019/01/06/ein-samstag-im-januar/

https://vrojongliert.wordpress.com/2019/01/06/alltag-3-12/

https://mitziirsaj.com/2019/01/06/alltag-pause-iii/

https://agnesblogsite.wordpress.com/2019/01/06/alltag-3-tageszeitung-aus-papier/

https://365tageasatzaday.wordpress.com/2019/01/06/alltag-januar/

http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2019/januar/zu_ullis_projekt_alltag_3

https://driftout.wordpress.com/2019/01/06/alltag-schnee-wetter-fenster-strase-mull-tee-dreikonig/

https://eulenschwinge.wordpress.com/2019/01/07/alltag-januar-07-01-18/

https://worteausdemwunderland.wordpress.com/2019/01/07/alltag-eine-idee/

https://worteausdemwunderland.wordpress.com/2019/01/07/alltag-januar/

https://versspruenge.wordpress.com/2019/01/08/skizze-84/

https://susannehaun.com/2019/01/08/44975/

https://derdilettant.wordpress.com/2019/01/08/in-positur-und-anderswo/

https://kopfundgestalt.com/2019/01/08/alltag-das-kaffchen/

https://fuenfprozentfrau.blogger.de/stories/2710446/

https://thehighwaytales.wordpress.com/2019/01/10/auf-und-ab/

https://friend-of-friends.com/2019/01/11/schublade-zusammenhang-gesucht-1/



Beiträge 1 – 3

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/11/03/alltag-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/12/01/alltag-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/01/05/alltag-3/

Winterminimalismus -2-

Minimalismus und Fülle

Wenn du ein Bild anklickst öffnet sich die Galerie, die Bilder werden groß

Einmal Schneefülle und dieses zauberhafte Winterlicht, wenn die Sonne denn einmal scheint, wie am Dienstag geschehen.

Und wenn es dann so ist, dann wird mir immer Sibirien und Sapmiland (Lappland) ganz nah, plötzlich denke ich dann auch wieder an die wunderbare Sainkho Namtchylak – enjoy.

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Sainkho_Namtchylak

Mit Nadel und Faden

Durchlässig 001 2019

anklick = große Bilder

Wenn ich an Künstlerinnen denke, die unter anderem auch gerne mit Nadel und Faden Kunstwerke geschaffen haben, dann denke ich unter anderen an Sophie Taeuber-Arp, Louise Bourgeois, Mary Bauermeister und auch an Susanne Haun. Letztere hat Beiträge zu „Textiler Kunst“ auf ihrem Blog veröffentlicht, zum Beispiel hier → https://susannehaun.com/?s=Textile+Kunst.

Außerdem denke ich immer mal wieder an die Installation mit dicken, roten Schafwollsträngen der Künstlerin Cecilia Vicuña im Rahmen der Documenta 2017 in Athen, die Gerda Kazakou hier vorstellte → https://gerdakazakou.com/2017/04/29/was-ich-im-emst-sah-1-cecilia-vicuna-und-chryssa/ . Gerda stellt auch Maria Lai vor, die faszinierende Arbeiten mit Nadel und Faden gestaltete → https://gerdakazakou.com/2017/05/01/was-ich-im-emst-sah-3-botschaften-von-maria-lai-und-maria-ender/


Zurzeit arbeite ich wieder an neuen Bildern zum Thema „Durchlässigkeit“. Hierfür bieten sich auch Gardinen an, wie ich es im oberen Bild zeige. Da ich aber auch immer wieder gerne noch mehr reduziere entstand ein weiteres Bild, das von Spuren und losen Fäden erzählt. Bei ihm bin ich mir noch nicht schlüssig, ob mir die vertikale oder die horizontale Ansicht besser gefällt, was meinst du?

Weitere Reduktionen und ein anderer Hintergrund führten mich zu dem unteren Bild.

Den Titel für dieses Bild lasse ich mal weg. Gerda schrieb am Montag: „Dem abstrakten Bild gibt man ja oft einen Titel. Damit vernichtet man in gewisser Weise die Grenze zur gegenständlichen Kunst, denn man suggeriert dem Betrachter, dass er etwas Bestimmtes wahrnehmen oder eine bestimmte Gefühlsqualität abrufen soll.“

Es ist ja nicht neu, dass ich Titel weglasse oder den Bildern erst gar keine gebe, damit öffne ich den Raum für Assoziationen und Empfindungen der Betrachter*innen, auf die ich auch heute wieder sehr gespannt bin.


Okay, ich habe keinen Faden in ein Nadelöhr gefädelt, ich habe Gewebe genommen und verwoben, vielleicht bin ich ja jetzt eine Bilderweberin …



Mary Bauermeister stellte ich 2014 in einem Beitrag über den Raum und die Liebe vor → https://cafeweltenall.wordpress.com/2014/09/06/uber-die-liebe/

mehr Bilder von ihr findest du hier → https://www.google.com/search?q=Bilder+Mary+Bauermeister&client=firefox-b-ab&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=2ahUKEwjhhcet4_nfAhXMLlAKHd9XCZ8QsAR6BAgFEAE&biw=1440&bih=786

mehr Bilder von Cecilia Vicuña (lohnt sich sehr)

Dünnes Eis

Wieder ist es der Brunnen im Hof, der mich gelockt hat, filigrane Eisformen haben sich hier über Nacht auf seiner Außenwand und im Gras unter ihm gebildet.

Auf Joachim Schlichtings Blog kann man eine Menge über Eisbildungen lesen und lernen, sehr empfehlenswert! Zum Beispiel hier → https://hjschlichting.wordpress.com/2019/01/23/strukturbildung-im-pfuetzeneis/ und hier → https://hjschlichting.wordpress.com/2015/12/04/kunst-unter-der-eisdecke/

All das ist nur möglich, weil das Wasser des Brunnens an einer Stelle über seinen Rand fließt und dann auf der Brunnenwand erstarrt. Ich werde Eis und Brunnen im Auge behalten.

Alle Bilder werden groß, wenn du sie anklickst.