Nur eine Grippe …

Covid und seine Langzeitwirkung – Persönliches

Ich versuche mich kurz zu fassen. Die Vorgeschichte: nachdem ich letztes Jahr Ende Februar umgezogen war, wurde ich zwei Tage danach krank. Ich hatte Fieber, was für mich ungewöhnlich ist, tagelang Halsschmerzen und einen fiesen Husten. Vier Wochen habe ich gebraucht, bis ich wieder einigermaßen fit gewesen bin. Testen wollte man mich nicht, damals hieß es, dass die Symptome nicht typisch genug seien. Im Sommer wurde ich wieder krank, dieses Mal wurde ich getestet – negativ, aber ein Bluttest auf Antikörper wurde abgelehnt. All das in der Arztpraxis Vorort, ich hatte Gutes von ihnen gehört und wollte mir den langen Weg zu meinem Hausarzt sparen.

Trotzallem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass ich im März 2020 Corona hatte. Seitdem habe ich mit immer wieder auftretenden Kopfschmerzen zu tun, sowie Schwindelanfällen, Konzentrationsschwierigkeiten, an manchen Tagen habe ich das Gefühl nichts zu verstehen, Nebel im Kopf zu haben, bin oft müde und ermüde schnell bei körperlichen Aktivitäten, depressive Schübe haben sich vermehrt.

Letzte Woche bin ich also wieder zu meinem „alten“ Doc gegangen, der sofort ein Einsehen hatte und einen Antikörpertest veranlasst hat. Ergebnis: positiv. Das heisst, dass alle meine Geschehen als Langzeitcovidsymptome angesehen werden können. Nun folgen neurologische Untersuchungen und Ende Juni ein Besuch der Covid 19 Ambulanz in der Uniklinik Freiburg. Ja, ich bin wild entschlossen wieder gesund zu werden.

Das eine ist die Arztpraxis Vorort, das andere, dass ich mich hab abwimmeln lassen, statt auf einer Antikörperuntersuchung zu bestehen. Unzufrieden bin auch damit, dass ich danach wieder eine Weile gebraucht habe, bis ich mir einen Termin bei meinem Hausarzt besorgt habe. Das war knapp und zeigt mir, dass ich noch etwas zu lernen habe!

Da sich die Antikörper abbauen, kann man sie bei manchen Patient:innen schon nach einem halben Jahr nicht mehr nachweisen, nach einem Jahr nur noch bei den wenigsten. Auch bei mir hat sich im Blutbild gezeigt, dass sie nur noch sehr geringfügig anwesend sind, aber immerhin!

Um Fragen vorzubeugen: die Anzahl der Antikörper, ihr Vorhandensein oder nicht hat nichts mit den Langzeitfolgen zu tun. Das Virus greift sowohl in organische, wie in neurologische Geschehen ein und kann nachhaltig zerstörerisch wirken.

Seit ein paar Tagen habe ich mich im Netz umgesehen. Puh, da muss ich aufpassen keine Angst zu bekommen oder zu nähren, sondern die Zuversicht, dass ich es schaffen werde.

Was man bis heute weiß:

Auch wenn man nicht auf der Intensivstation landet, kann sich Covid 19 so auswirken, dass man, nach Abklingen der eigentlichen Erkrankung, nicht gesund ist, sondern mit Langzeitfolgen zu tun hat. Das betrifft ca. 10-20% der Erkrankten – die Zahlen schwanken. Bei manchen wirkt sich das organisch aus, bei anderen, wie bei mir, neurologisch. Es gibt mittlerweile im Netz viele Informationen, man sollte sich aber nicht zu viel davon versprechen. Wir alle wissen, dass das Coronavirus noch relativ jung ist. Wissenschaftler:innen und Mediziner:innen auf der ganzen Welt forschen auf Hochtouren.

Hier ein paar Links für diejenigen unter euch, die entweder selbst unter Folgeerscheinungen leiden oder einfach nur interessiert sind, es lässt sich noch einiges mehr finden, wenn ihr einmal selbst nachforscht, deswegen hier nur eine kleine Auswahl:

https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-folgen-von-covid-19-im-gehirn-ld.1604355?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

https://www.deutschlandfunk.de/long-covid-was-wir-ueber-langzeitfolgen-von-covid-19-wissen.2897.de.html?dram:article_id=492315

https://www.nakos.de/aktuelles/corona/ – Adressen von Selbsthilfegruppen

Post-COVID-19 Ambulanzen (Deutschland)

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich hier keine Angst schüren will, es geht mir um Fakten – ausserdem komme ich einer Bitte von einigen meiner Leser:innen nach, die bei meinem letzten Beitrag auf dem Kommentarstrang geäussert wurde. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden.


Wer immer noch meint, dass Covid 19 doch nur eine harmlose Grippe sei, der/dem ist wirklich nicht zu helfen! Und das hat nichts mit durchaus infrage zu stellenden Maßnahmen und Bestimmungen zu tun. Ich möchte euch bitten hierin zu unterscheiden. Danke. „Verschwörungstheoretische“ Kommentare behalte ich mir vor zu löschen oder nicht zu beantworten.


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Leeres Urban

Nach einem Jahr Lockdown

Am Samstag war ich des Waldes, der Wiesen, des Flüsschens, des eigenen Gartens, des Dorfes müde. Ein Jahr habe ich nichts anderes gesehen, ich hatte Lust auf mehr Urbanität und fuhr in die nächstgelegene Kleinstadt. Mehr ist noch nicht drin. Basel ist noch für Deutsche dicht, Freiburg lockte mich nicht und an Hamburg oder Berlin musste ich erst gar nicht denken. Und dachte dann doch daran.

Ein Gruß aus oder an Berlin-Kreuzberg 36

Nahezu heimatlich

Grafittis auf den Stützen einer Autobahnbrücke

Kinder sollen draußen spielen und toben, sie sollen sich und ihre Grenzen erfahren.

Eine Crossradstrecke unter der Autobahn für Kids.

Corona?

Leerstand, leere Fußgängerzonen, leere Läden, nackte Büsten.

 

Wohin gehen wir?

Puppets in the streets*

Und es ward Frühling, der Zweite.

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* einige Beispiele aus meiner Serie „Puppets in the Streets“

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/22/sonntagsbild-3-2017/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/07/30/sonntagsbild-30-pausenbild/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/08/sonntagsbild-1-2017/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/10/15/sonntagsbild-42/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/06/25/sonntagsbild-25/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/12/sonntagsbild-7-2017/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/05/sonntagsbild-5-2017/


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Fenster

Von Innen nach Außen und umgekehrt und irgendwas dazwischen

Susanne Haun stellte letztens Zeichnungen zum Thema Fenster ein und fragte mich, ob ich nicht auch Bilder dazu hätte. Ja, habe ich, auch richtig viele, wie ich festgestellt habe als ich durch meine Archive stromerte.

Myriade zeigt in der Impulswerkstatt in diesem Monat ebenfalls einen Blick aus einem Fenster. Somit ist dies auch ein Beitrag zu ihrem Projekt.

Mir war es zu langweilig euch nun einfach eine Auswahl von alten Fotos zu zeigen, sodass ich ein bisschen gespielt habe.

-1- und -2-

What is behind that curtain (Laurie Anderson)

-3-

Von Innen nach Außen

-4-

Von Außen nach Draußen

-5-

Von Außen nach Innen

(keine Fotomontage – so in Bonn gesehen)

-6-

Schaufenster

Ich habe ein Faible für kuriose Schaufenster und habe davon so einige Fotos, dieses hier habe ich aber bislang noch nicht gezeigt, gefunden in Hamburg

-7-

Aus aktuellem Anlass: „Geschlossen“

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Die letzte Erinnerungsrunde an mein Alphabet der mutigen Träume

Willkommen zur dritten und letzten Erinnerung an mein Alphabet der mutigen Träume!

Q = Querdenken. Ist es nicht traurig, wie manche Begriffe mit der Zeit negativ besetzt werden? Ich bemühe mich in der Regel bei solchen Wörtern an ihre Wurzel zu denken und negative Bewertungen, die Zeit und Wandel verursachen, wegzulassen. Das ist nicht generell und immer möglich. Zu dem, was ich 2017 in Bezug auf „Querdenken“ geschrieben habe, stehe ich. Zu dem, was im letzten Jahr daraus gemacht wurde, nicht.

Hier die Links von Q – Z

Q = Querdenken → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/19/q-querdenken/

R = Richtungswechsel → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/20/r-richtungswechsel/

S = Spiel → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/21/s-spiel/

T = (mutige) Träume → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/24/t-traeume/

U = Utopie → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/25/u-utopie/

V = Vertrauen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/26/v-vertrauen/

W = Widerstand und Wohlwollen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/27/w-widerstand-und-wohlwollen/

X = das Unbekannte → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/28/x-das-unbekannte/

Y = Yin und Yang → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/30/y-yin-und-yang/

Z = Zuversicht → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/31/z-zuversicht/


So, das war’s. Mehr habe ich auch nicht mehr zum Alphabet oder zu den mutigen Träumen zu sagen. Mögen die einen und die anderen Inspiration gefunden haben und zusammen mit mir und anderen gute Samen in die Welt streuen.


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Etüde 002 2021

Vier Jahre schon gibt es die Etüden, wie Christiane in ihrer zweiten Einladung in diesem Jahr zu der neuen Etüdenrunde schreibt. Ich staune, ich stöbere und werde fündig. Hej, ich war von Anfang an dabei, wenn auch nicht in jeder Runde.

Hier geht es zu meiner ersten Etüde → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/18/miniatur-2-2017-fuer-ein-blogprojekt/ Willkommen!


Die Wörter, die dieses Mal in einen Text eingebaut werden sollen, stehen auf der Grafik, gespendet hat sie Blaupause. Dankeschön! Und mein Dank natürlich auch an dich, liebe Christiane, die du der Etüden und ihrer Moderation noch immer nicht müde geworden bist.



Aus dem Lautsprecher tönen Melancholiemelodien. Vor dem Fenster fallen dicke Flocken. Bademanteltag und Sehnen. Nein, nicht nach Frühling. Irgendetwas hat sie erschüttert, hat sie herausgerissen aus dem Flow der letzten Wochen.

Manche schwören ja auf Farbtherapie. Orange, sagen sie, sei ein Kraftspender. Würde fröhlich machen, wäre wärmend, erhellend für das Gemüt. Orange sei die Farbe der Freude, der Geselligkeit, schenke gar Geborgenheit und Gemütlichkeit, beeinflusse positiv Depressionen und Antriebsarmut und hätte noch Jede und Jeden gelockert, die oder der im Grau der Alletage erstarrt sei.

Sie starrt auf die Apfelsine, die sie neben sich gelegt hat und starrt und starrt.

Sie nimmt den Pinsel und holt den Aquarellkasten aus der Schublade, füllt das weiße Blatt mit purem Orange.

Sie kapituliert.

Sie schenkt der Melancholie ihr Ohr. So kommt sie sich näher. So öffnet sie der Wandelkraft die Türe. Das ist ihre Medizin.

144 Wörter

Weiterführende Gedanken zum Alphabet der mutigen Träume

Es geht ums Tun

Ich merke immer wieder, dass der Begriff „Träumen“ bei den Lesenden in die Irre führt und die meisten damit „Träumereien“ assoziieren. Mutig träumen aber ist aktiv und hat nichts mit Gefühlsduseleien zu tun. Es geht um die Kraft der Gedanken, der Visionen und den eigenen Haltungen, die man in die Welt sendet.

Jedes: „Das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern“, jedes: „Ja-aber“ gegenüber ethischen Haltungen schwächt, nimmt die Kraft wirklich etwas zu verändern. Veränderungen finden zuerst bei sich selbst statt. Man muss Veränderungen wirklich wollen, bereit sein Begrifflichkeiten zu durchdringen und man sollte aufrichtig in sich hinein schauen und horchen, wo die Schatten sind, warum sie da sind und wie man sie verwandeln kann. Haltungen stehen auf dem Boden von Wissen und Erfahrungen. Veränderungen kommen nicht über Nacht und nicht von alleine, sie setzen etwas Aktives voraus.

Es geht ums Tun, statt auf Godot zu warten, auf bessere Umstände oder im passiven Hoffen stecken zu bleiben.

Gestern las ich bei Bernd von „Red Skies over Paradise“ kluge Gedanken von Kästner, der das ausspricht, wobei es auch bei den mutigen Träumen geht:

Jeder ist mitverantwortlich für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt. Und jeder von uns und euch muss es spüren, wann die Mitverantwortung neben ihn tritt und schweigend wartet. Wartet, dass er handele, helfe, spreche, sich weigere oder empöre, je nachdem.“

Mehr kannst du hier lesen →

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2021/01/14/1952-1953-1954-1955-1956-1957-1958-1959-1960-1961-1962-1963-1964-1965-1966-1967-1968-1969-1970-1971-1972-1973-1974-1975-1976-1977-1978-1979-1980-1981-1982-1983-1984-19/

Nicht jede und jeder kann alles. Es geht auch um die Qualitäten jeder und jedes Einzelnen, um die eigenen Werkzeuge und um den eigenen Platz in der Welt, diesen zu entdecken, einzunehmen und von hieraus zu wirken.

Es geht um die Haltungen einer und eines jeden, die sie/er in die Welt trägt und damit in der Welt wirkt.

Ich stelle fest, dass der Gedanke zu handeln bei einigen in diesem Jahr in den Vordergrund tritt. Ich finde eben auch, dass gerade meine Generation lange genug Zeit hatte zu diskutieren, nachzudenken, Begrifflichkeiten zu durchdringen, Haltungen einzunehmen, nun gilt es sie auch umzusetzen. Natürlich machen das auch einige, aber viele andere verharren in der pubertären Haltung der ewigen Negierungen, ohne jemals dabei eine klare Haltung zu was auch immer noch entwickelt zu haben und somit tragen sie ihre Schwammigkeit in die Welt und tragen in keinster Weise zu einer Veränderung bei.

Bequemlichkeit ist eine der Fallen des Menschseins.

Die Kraft der Gedanken wird nicht von jeder und jedem anerkannt. Sie wird, wie so vieles andere auch, gerne in die „esoterische Ecke“ verbrämt. So vieles wird schlecht gemacht, was aus meiner Sicht Wandelkraft inne hat. Noch einmal: es geht ums Tun, um die Erfahrung was sich im eigenen Leben wandelt (oder schon gewandelt hat), wenn man den einen und anderen Gedanken nährt. Wie schon geschrieben, Veränderungen passieren nicht von alleine, sie brauchen den Willen, die aktive Handlung, die Disziplin dran zu bleiben und die Hingabe.

Mit diesem Text lade ich dich zu einer Debatte auf meinem Kommentarstrang ein:

  • Wie sind deine eigenen Erfahrungen mit Veränderungen, die du in dir selbst vollzogen hast?
  • Was hält dich davon ab zu handeln?
  • Was ist dein größter Wunsch in Bezug auf den Wandel in der Welt?
  • Und letztlich: wie sieht für dich eine bessere Welt aus? Sei mutig, stelle sie dir einfach mal vor, egal wie unrealistisch sie dir auch erscheinen mag und dann schaue genau, was davon du dir vorstellen kannst in die Welt zu „träumen“.

Maren, von dem Blog lachmitmaren, hat gestern vorgeschlagen, ob nicht die Eine oder der Andere Lust hat jeden Abend von 20h bis 20.30h gemeinsam und der Reihe nach zu den Begrifflichkeiten von A-Z zu meditieren. Heute also beginnen wir mit dem Buchstaben A = Allgemeinwohl. Schaue in der Meditation welche Assoziationen, welche Bilder in dir erscheinen, du kannst das für dich machen, du kannst aber auch deine Erfahrung, wenn du willst, im Kommentarstrang teilen oder einen eigenen Beitrag dazu schreiben – as you like it – kein Zwang. WILLKOMMEN!


Mein Alphabet der mutigen Träume von I bis P

I = Ideale → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/07/i-ideale/

J = Ja → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/09/j-ja/

K = Kommunikation → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/10/k-kommunikation/

L = Liebe → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/11/l-liebe/

M = Mitgefühl → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/12/m-mitgefuehl/

N = Natürlichkeit/Natur → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/13/n-natuerlichkeit/

O = Offenheit → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/17/o-offenheit/

P = Prudentia/Klugheit → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/18/p-prudentiaklugheit/


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Erinnerung an das Alphabet des mutigen Träumens

Durch einen Beitrag von TeggyTiggs in der letzten Woche erinnerte ich mich noch einmal an mein Alphabet des „Mutigen Träumens“. Seitdem sind ein paar Tage vergangen, aber interessanter Weise tauchte das mutige Träumen auch bei Bruni Wortbehagen auf und am Mittwoch bei meinem 11. Fragment. Hier schrieb ich am Ende: „Nairobi träumt den Frieden in die Welt“. Lachmitmaren schrieb im Kommentarstrang: „Oh ja, lasst uns mit Nairobi den Frieden in die Welt träumen … :-)!“ Auch Pit ist dieser Meinung!

Nein, ich will jetzt keine Neuauflage starten. Wie es Ende 2016 zu dem Alphabet kam und wie es weiterging stelle ich via Links heute hier ein. Den Startschuss hierfür gab mir TeggyTiggs. Sie ist der Meinung, dass es gerade in diesen Zeiten umso wichtiger ist der Angst vor der Zukunft und dem Bild der jetzigen Welt etwas dagegen zu stellen. Hierin sind wir uns einig. Auch darin, dass es für meine neuen Leserinnen und Leser interessant sein kann, mein Alphabet kennenzulernen und sich damit auseinander zu setzen.

Für mich kommt noch ein weiterer Gedanke dazu: viele von uns spüren und denken schon länger, dass es so mit der Welt nicht weitergehen kann, dass es gilt dem etwas entgegen zu setzen, es braucht aus meiner Sicht mehr Aktivität. Mir geht es ums Tun. Gedacht und gegrübelt haben die meisten von uns lange genug!

Um Missverständnissen vorzubeugen: es geht nicht um Tagträume, es geht nicht um Nachtträume, nicht um luzides Träumen. Den Begriff „Mutig träumen“ habe ich von Alberto Villoldo* übernommen, doch lest selbst:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/10/17/mutig-traeumen-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/10/19/mutig-traeumen-2/

Es gab vor einiger Zeit ein Experiment in einer US amerikanischen Kleinstadt mit 100.000 Einwohner.innen (es können auch 300.000 gewesen sein, daran erinnere ich mich nicht mehr ganz genau):

1000 Einwohner.innen dieser Stadt verbanden sich jeden Tag per Meditation mit dem Frieden und der Vorstellung einer friedlichen Welt, bzw. in ihrer Stadt. Sie träumten also den Frieden in ihre Stadt. Dies machten sie einen Monat lang. Während diesen Monats nahm die Kriminalität spürbar ab und insgesamt wurden die Einwohner.innen friedlicher, es gab weniger Anrufe wegen Ruhestörung oder häuslicher Gewalt. Als dann der Monat rum war und somit das Experiment zuende, nahm die Kriminalität und alles andere wieder zu.

Für mich ein Beweis, dass mutiges Träumen funktionieren kann, wenn sich genügend Menschen finden, die aktiv eine bessere, friedlichere, gerechtere Welt träumen. Zudem beweist dieses Experiment, dass nicht alle Menschen den selben Traum in die Welt setzen müssen, 1.000 zu 100.00 sind 1,111%! Übersetzt heißt das, es würden, auf die Welt gesehen, 2-10% der Menschheit reichen, um einen spürbaren Wandel zu erreichen. Wie ich aber schon bei meinen Beiträgen „Mutig träumen 1 und 2 (Links s.o.) schrieb: es braucht Disziplin, Ausdauer und Aufrichtigkeit im Träumen. Schon das kleinste „Ja, aber“ macht alles zunichte!

In meinem Alphabet tauchen viele ethische Begriffe auf, ohne Ethik, bzw. ethischem Verhalten, finde ich, kann die Welt nicht zu einem besseren Ort werden.

Hier nun die Links zum mutigen Alphabet von A – H

A-B → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/11/alphabet-2/

C → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/12/alphabet-3-c/

D → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/14/alphabet-mutig-getraeumt-d/

E → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/02/alphabet-mutig-getraeumt-eeinigung/

F → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/03/alphabet-mutig-getraeumt-f-frieden/

G→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/04/g-guete/

H→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/06/h-hilfe/

Erwähnen möchte ich noch, dass Gerda Kazakou parallel zu meinem Alphabet der mutigen Träume an einem Alphabet des freien Denkens gearbeitet hat. Wie wir beide heute feststellten, war das eine wunderbare Zusammenarbeit. Und eigentlich finde ich immer noch, dass daraus ein Buch werden sollte. Nun, schauen wir einmal.

Wer nun Interesse hat, das ganze ABC kennenzulernen, die/der kann sich an der obigen Tafel orientieren und in die Suchmaschine z.B. L = Liebe eingeben oder K = Kommunikation oder Q = Querdenken* und gelangt dann zu dem jeweiligen Beitrag, den dazu gehörigen Bildern und den Kommentaren. Da ich nun selbst noch einmal das eine und andere nachgelesen habe, fand ich in dem Fall den Kommentarstrang bereichernd und spannend, weil ich Gedankenanstöße fand.

*Herrjeh, schon wieder ein Wort, das über die Zeit negativ kontuniert ist! Das ist auch so ein Thema, das mich beschäftigt, gestern schrieb ich: „Ich nehme die Worte bei ihren Wurzeln.“

So, jetzt aber viel Spaß mit meinem ABC der mutigen Träume.


*Alberto Villoldo – einen kurzen Lebenslauf fand ich bei „LovelyBooks“: Alberto Villoldo lebt in Los Angeles und ist klassisch ausgebildeter medizinischer Anthropologe. 25 Jahre lang bereiste er die Hochländer der Anden und des Amazonas’ und studierte die schamanischen Heilpraktiken. In seinen Seminaren führt er alljährlich Tausende von Medizinern und Laien in die energiemedizinischen Techniken ein. Er ist Autor zahlreicher Bücher.


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Erkundungen der fernen Nähe

Dritter Beitrag zum Projekt von Frau Graugans

An der Wiese, die ja ein Fluss ist, leben seit ein paar Wochen Biber. Schon im September entdeckte ich die ersten Spuren und wunderte mich. Ein rundrum angenagter Baum stand am Ufer, mit Draht geschützt. Das muss doch ein Biber gewesen sein? Nichts weiter. Weitergehen. Nichts war publik.

Aber jetzt. Nun wissen es alle. Man ist fleißig am rechten Ufer der Wiese gewesen. Unterstützer:innen fällten angenagte Bäume, damit sie den Spaziergänger:innen nicht auf den Kopf fallen. Irgendwann. Und auch nicht den Hunden, die dort täglich ausgeführt werden. Kreuz und quer liegen die gefällten Bäume über dem Weg. Mensch und Hunde können sie umrunden. Und die Biber haben weiterhin etwas zu nagen, können sich von der Borke und Rinde ernähren, Äste abnagen und zu ihrem Bau abtransportieren. Wie lange wohl?

Von einem Biberdamm ist noch nichts zu sehen.

Biber also an der Wiese. Einmal einen Biber sehen! Dafür muss ich dann irgendwann einmal sehr früh aufstehen und gaaanz leise und unbeweglich im Gebüsch hocken. Ob ich das einmal schaffen werde?

Und den Eisvogel gilt es ja auch noch zu entdecken.


Hier ein paar wenige Handyfotos. Leider ist das vom Biberbau aufgrund des Handyzooms grottenschlecht. Demnächst werde ich mal mit der Kamera losgehen und weiter dokumentieren, für heute, hier und jetzt soll es aber reichen!

draufklick = große Bilder – please click to enlarge


Wer mehr über den Biber und seine Lebensweise erfahren möchte kann hier schauen → https://de.wikipedia.org/wiki/Biber


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Horx oder wider der Angst

Angst essen Seele auf, meine Seele kriegt sie nicht.

Erinnert ihr euch noch an Matthias Horx? Im Frühjahr stellte ich diesen Beitrag über/von ihm ein:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/03/21/das-gefaellt-mir/ Viele von euch waren begeistert. Monate sind seitdem vergangen und das Virus hat uns fester im Griff als schon. Die Angst wächst, leider auch die Aggression und der Streit,  Freundschaften brechen, Feindschaften wuchern. Viele meinen die Wahrheit gepachtet zu haben und verteidigen sie mit spitzer Zunge und Unerbittlichkeit.

Ich mache nicht mehr mit, wie ich einigen von euch in der letzten Woche mitgeteilt habe. Das soll aber kein Grund sein vollkommen zu schweigen!

Nein, ich habe auch keine Antworten, aber ich verhalte mich wider der Angst, die die meisten schüren, ob nun Drosten zugewandt oder der Gegenseite. Ja, ich stehe der einen oder anderen Maßnahme kritisch gegenüber, heiße noch lange nicht alles gut, zumal manche der Maßnahmen aus meiner Sicht jegliche Logik vermissen lässt.

Die Gegenseite lässt mich immer öfter die Stirne runzeln. Mal von den Menschen abgesehen, die scheinbar nicht mit Intelligenz und eigenem Denken gesegnet sind, habe ich kein Verständnis für Diejenigen, die sich mit Nazis gemein machen und sich mit ihnen die Straße teilen. DAS GEHT FÜR MICH GAR NICHT! Hier ist für mich klare Abgrenzung angesagt. Ich kann auch anders meine Kritik oder meine Fragen stellen, als zusammen mit alt bekannten Neunazis zu maschieren, die schon gar keine Neunazis mehr sind. Manche von ihnen sind mir seit Anfang der 1990er Jahren bekannt. Es ist perfide genug, dass sie nun einen Samen gefunden haben, den sie vereinnahmen und dadurch Menschen für ihr Ansinnen instrumentalisieren, die eigentlich „nur“ gegen die Maßnahmen auf die Straße gehen.

Ich möchte nicht missverstanden werden, ich habe keine Probleme den MNS zu tragen, Abstand zu halten und Hygieneregeln einzuhalten. Es gibt wahrlich Schlimmeres und es verlangt mir nicht wirklich etwas ab.

Aber zurück zu Matthias Horx. Am Samstag hörte ich ein Interview mit ihm, das ich nun gerne mit euch teilen möchte. Vielleicht trägt es ja dazu bei eigene Gedanken zu hegen, die nichts mit Angst und Sorgen zu tun haben.

https://www.ardaudiothek.de/zeitgenossen/matthias-horx-das-alte-normal-kommt-nie-wieder/83285126

Meinen herzlichen Dank an Wechselzeiten, die diesen Link am Sonntag geteilt hat und mir erstens erlaubt hat, dass ich den Link kopieren darf und mir zweitens Recherche im Netz erspart hat, da ich eh vor hatte dieses Interview hier einzustellen.


Wie immer sind Kommentare Willkommen, aber bitte verschont mich mit Links und anderem, die meinen etwas beweisen zu können, ich kann selbst lesen und denken und tue das auch. Bitte respektiert meine Haltung und Meinung, ich mache das umgekehrt auch. Und bitte bleibt freundlich. Herzlichen Dank!


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Sonntagsbilder 42 2020

Samstagmorgenspaziergang

Und während sich nun einige von euch diese Bilder von meinem gestrigen Morgenspaziergang anschauen, bin ich schon wieder auf den Höhen unterwegs. Es tut mir gut am Morgen in der Sonne zu sein und in die Weite zu schauen! Psychohygiene und Seelenheil, beides brauche ich gerade. Das eine ist das Geschrei in der Welt, das andere sind Worte wie Ausgangssperre und Zwangseinweisung. Das wieder andere sind private Sorgen. In solchen Zeiten muss ich gut für mich sorgen. Und genau das tue ich. Nenne es Selbstliebe.

Über den Nebeln scheint die Sonne

Die Kleinen

Wegrandbegegnung

Licht oder das Gold dieser Tage

draufklick = große Bilder – please click to enlarge

Nun bleibt mir nur noch euch allen einen sonnigen Sonntag mit kleinen oder größeren Freuden zu wünschen.


Und danken möchte ich euch für den Zuspruch zu der Woche der Transformation, die Jürgen aka Buchalov initiiert hat. Danke auch dir Jürgen, das war wirklich eine spannende Woche und ich bin begeistert, wer sich alles beteiligt hat und wieviele Aspekte zusammen gekommen sind. Besonders berührt hat mich, wie eins ins andere übergegangen ist, sowie die gegenseitige Inspiration. Ich gehe noch immer mit dem Satz: „Zeige deine Wunde“ und all dem was daraus bei dir, Jürgen, erwachsen ist.

„Wie nackt wollen/können wir uns zeigen?“ Diese Frage bewegt mich JETZT.



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