Nur eine Grippe …

Covid und seine Langzeitwirkung – Persönliches

Ich versuche mich kurz zu fassen. Die Vorgeschichte: nachdem ich letztes Jahr Ende Februar umgezogen war, wurde ich zwei Tage danach krank. Ich hatte Fieber, was für mich ungewöhnlich ist, tagelang Halsschmerzen und einen fiesen Husten. Vier Wochen habe ich gebraucht, bis ich wieder einigermaßen fit gewesen bin. Testen wollte man mich nicht, damals hieß es, dass die Symptome nicht typisch genug seien. Im Sommer wurde ich wieder krank, dieses Mal wurde ich getestet – negativ, aber ein Bluttest auf Antikörper wurde abgelehnt. All das in der Arztpraxis Vorort, ich hatte Gutes von ihnen gehört und wollte mir den langen Weg zu meinem Hausarzt sparen.

Trotzallem hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass ich im März 2020 Corona hatte. Seitdem habe ich mit immer wieder auftretenden Kopfschmerzen zu tun, sowie Schwindelanfällen, Konzentrationsschwierigkeiten, an manchen Tagen habe ich das Gefühl nichts zu verstehen, Nebel im Kopf zu haben, bin oft müde und ermüde schnell bei körperlichen Aktivitäten, depressive Schübe haben sich vermehrt.

Letzte Woche bin ich also wieder zu meinem „alten“ Doc gegangen, der sofort ein Einsehen hatte und einen Antikörpertest veranlasst hat. Ergebnis: positiv. Das heisst, dass alle meine Geschehen als Langzeitcovidsymptome angesehen werden können. Nun folgen neurologische Untersuchungen und Ende Juni ein Besuch der Covid 19 Ambulanz in der Uniklinik Freiburg. Ja, ich bin wild entschlossen wieder gesund zu werden.

Das eine ist die Arztpraxis Vorort, das andere, dass ich mich hab abwimmeln lassen, statt auf einer Antikörperuntersuchung zu bestehen. Unzufrieden bin auch damit, dass ich danach wieder eine Weile gebraucht habe, bis ich mir einen Termin bei meinem Hausarzt besorgt habe. Das war knapp und zeigt mir, dass ich noch etwas zu lernen habe!

Da sich die Antikörper abbauen, kann man sie bei manchen Patient:innen schon nach einem halben Jahr nicht mehr nachweisen, nach einem Jahr nur noch bei den wenigsten. Auch bei mir hat sich im Blutbild gezeigt, dass sie nur noch sehr geringfügig anwesend sind, aber immerhin!

Um Fragen vorzubeugen: die Anzahl der Antikörper, ihr Vorhandensein oder nicht hat nichts mit den Langzeitfolgen zu tun. Das Virus greift sowohl in organische, wie in neurologische Geschehen ein und kann nachhaltig zerstörerisch wirken.

Seit ein paar Tagen habe ich mich im Netz umgesehen. Puh, da muss ich aufpassen keine Angst zu bekommen oder zu nähren, sondern die Zuversicht, dass ich es schaffen werde.

Was man bis heute weiß:

Auch wenn man nicht auf der Intensivstation landet, kann sich Covid 19 so auswirken, dass man, nach Abklingen der eigentlichen Erkrankung, nicht gesund ist, sondern mit Langzeitfolgen zu tun hat. Das betrifft ca. 10-20% der Erkrankten – die Zahlen schwanken. Bei manchen wirkt sich das organisch aus, bei anderen, wie bei mir, neurologisch. Es gibt mittlerweile im Netz viele Informationen, man sollte sich aber nicht zu viel davon versprechen. Wir alle wissen, dass das Coronavirus noch relativ jung ist. Wissenschaftler:innen und Mediziner:innen auf der ganzen Welt forschen auf Hochtouren.

Hier ein paar Links für diejenigen unter euch, die entweder selbst unter Folgeerscheinungen leiden oder einfach nur interessiert sind, es lässt sich noch einiges mehr finden, wenn ihr einmal selbst nachforscht, deswegen hier nur eine kleine Auswahl:

https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-folgen-von-covid-19-im-gehirn-ld.1604355?utm_source=pocket-newtab-global-de-DE

https://www.deutschlandfunk.de/long-covid-was-wir-ueber-langzeitfolgen-von-covid-19-wissen.2897.de.html?dram:article_id=492315

https://www.nakos.de/aktuelles/corona/ – Adressen von Selbsthilfegruppen

Post-COVID-19 Ambulanzen (Deutschland)

Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich hier keine Angst schüren will, es geht mir um Fakten – ausserdem komme ich einer Bitte von einigen meiner Leser:innen nach, die bei meinem letzten Beitrag auf dem Kommentarstrang geäussert wurde. Ich halte euch gerne auf dem Laufenden.


Wer immer noch meint, dass Covid 19 doch nur eine harmlose Grippe sei, der/dem ist wirklich nicht zu helfen! Und das hat nichts mit durchaus infrage zu stellenden Maßnahmen und Bestimmungen zu tun. Ich möchte euch bitten hierin zu unterscheiden. Danke. „Verschwörungstheoretische“ Kommentare behalte ich mir vor zu löschen oder nicht zu beantworten.


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117 Gedanken zu „Nur eine Grippe …

  1. Puh, Ulli. Das muss jetzt erstmal sacken. Nein, zu spaßen ist wirklich nicht mit dem Virus. Danke für deine gründliche Recherche. Und jetzt wünsche ich dir, das deine Selbstheilungskräfte dich nicht verlassen und du zuversichtlich in die kommende Zeit schauen kannst. Alles Gute. Marie

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  2. Heftig, wirklich heftig!
    Liebe Ulli, die besten Genesungswünsche von mir, lass dich nicht verrückt machen, das wird schon. Optimismus ist hier besser angebracht als ein düsterer Blick auf die Zukunft. Gute Besserung wünsche ich Dir, Liebe Grüße
    Jürgen

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    • Das ist wohl wahr, lieber Jürgen, ich visualisiere mich jetzt immer putzmunter 😉
      Ohne Unterstützung wird es nicht gehen. Bin dran. Dank für dein Mitfühlen 🙏
      Liebe Grüße
      Ulli

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  3. Auch bei mir musste es erst einmal sacken. Es gibt Menschen, die denken, das immer schon alles vorhanden ist in der Welt, in der wir leben. Und in möglichen Bedingungen für Existenz/Evolution ausgeprägt leben. Dies können wir aktuell deutlich sehen und uns fragen, welche Bedingungen zu dieser Situation führen. Klimawandel mit allen seinen Facetten wäre hier ein Stichwort. Aber auch in welchem Gleichgewicht mit dem Miljö, in welchem wir leben, wir uns als Population befinden? Eine Erkenntnis aus der Evolutionslehre ist wohl, dass Populationen, die sich nicht in einem verträglichen Zusammensein mit ihrer Umgebung befinden, sich dezimieren. Merkwürdiges Beispiel dafür sind Lemminge, die bei Überpopulation, in grossen Gruppen, sich selber Ertränken. Aber vielleicht gibt es dieses Gleichgewicht als stabilen Zustand gar nicht und muss immer wieder neu verhandelt werden. Corona, – wem fiel dieser Name ein? – setzt allem die Krone auf. Es holt aus allem das Beste (das Gute), wie das Schlechteste (das Böse) heraus, sagte jemand. Und „-Es gibt viel zu verzeihen (danach)“ – wer sagte das noch einmal? Gerne würde ich dich (unter)stützen. Wir würden das wohl nur als schützende und einander-tragende Gruppe, in welcher Form auch immer, gut überstehen. Dafür ist ist gut, wie Du, aus der Privatheit des Krankseins zu treten. Danke dafür. Halt die Ohren steif! Alle guten Wünsche! LG Ruth

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  4. Danke, dass du das Private öffentlich machst. Ich halte es für sehr wichtig, vertrauenswürdige Berichte nicht kumuliert zu lesen, sondern von Menschen, die man „kennt“, denen man länger folgt, von denen man etwas weiß. Gern lese ich alles, was du darüber schreibst (und nicht nur darüber 😉).
    Dir weiterhin alles Liebe, mögest du gesunden und bald wieder heil sein ❤️
    Herzliche Morgenkaffeegrüße 😁🌥️☕🥐👍

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    • Liebe Christiane, drei Knoten in einem Band: alles ist vorüber fließend, ich habe Freundinnen und Freunde, ich bin stark und zart. So schrieb ich es, so machte ich es, als Mutmacher und Erinnerung an mich.
      Ich habe nun einen Termin Ende Juni bei der Ambulanz, zuvor muss ich einen Neurologen finden. Ja, ich werde berichten. Merke, dass es auch etwas Befreiendes hat aus der privaten Leidensnische herauszutreten.
      Danke dir für dein Mitfühlen 🙏
      Liebe Grüße
      Ulli ❤️

      Gefällt 7 Personen

  5. Ich wünsche Dir gute Besserung, liebe Ulli.
    Meine Tochter hat sich letztes Jahr im November auf dem Weg zur oder in der Kita angesteckt, in der sie ein FSJ macht. Sie kann bis heute immer noch nicht alles riechen.
    Ich drück Dir, ihr und allen anderen Betroffenen die Daumen. Liebe Grüße. Birgit

    Gefällt 6 Personen

  6. Ich schicke dir hier auch noch digitales kleines Licht 🕯, das dir leuchten soll. Als ich dir die Karte schickte, ahnte ich nur, dass es dir mehr als nicht gut geht. Dass es aber solche Tragweite hat, hätte ich nicht gedacht. Du weißt, dass ich immer ein offenes Ohr für dich habe!
    Fühl dich umarmt!
    Elvira

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    • Behandelt von außen wurde ich gar nicht, ich habe für den Husten und die Halsschmerzen spezielle Kräutertees getrunken und später Vitam B Kapseln auf natürlichen Wirkstoffen basierend genommen, sowie Padma 28. Hab mir Ruhe gegönnt, mein Kranksein angenommen und als ich wieder konnte täglich meine Runden gedreht. Warum fragst du?
      Danke für deine Genesungswünsche ❤
      herzliche Grüße
      Ulli

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      • Nimmst du Vitamin D? Ich habe das Gefühl, dass es bei mir ein wenig aufwärts geht, seit ich das wieder hochdosiert einnehme. Wobei ich die Symptome, die du beschreibst, durch meine Grunderkrankung ohnehin sehr gut kenne – und ich auch überhaupt nicht unterscheiden kann, was an meinem derzeitigen Zustand Corona geschuldet ist, und was meiner Grunderkrankung, und was den mit den Umständen meiner Infektion damals zusammenhängenden psychischen Belastungen…. .
        LG und gute Besserung!
        Maren

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        • Nein, nehme ich nicht, wäre aber auch schon noch eine Idee. Ich nehme Vitamin B (Komplex auf natürlicher Grndlage), um mein Immunsystem zu puschen.
          Ich wünsche auch dir gute Besserung und danke dir für deine an mich.
          Herzliche Grüße
          Ulli

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            • Ja, das kläre ich ab. Heute hat mir mein Doc die Untersuchungsergebnisse zugeschickt. Gut, dass sonst alles okay ist, sogar der Eisenwert, der früher immer gerne im Keller gewesen ist. Bleiben also die neurologischen Beschwerden, das wird schwierig. Aber ich bleibe zuversichtlich.

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  7. Liebe Ulli, ich bin einfach glücklich, dass du gesund werden willst und letztes Jahr Corona ohne Krankenhaus überstehen konntest! Fachlich gute Ärzte müssen nicht zwangsläufig gute Menschenkenner sein. Ich habe vor 17 Jahren mit meiner Hausärztin gewettet, dass ich meine Krankheit besser diagnostizieren kann als sie und wenn ich Recht behalten würde, müsste sie mir in Zukunft vertrauen. Ich behielt Recht und wir wurden so etwas wie Freunde, was mir sicher immer sehr geholfen hat. Ich hoffe dein neuer Hausarzt lernt aus seinem Fehler! Allerbeste Genesung von mir und den Jungs ❤

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    • Liebe Birgit, das ist leider sehr unterschiedlich, manchmal merke ich nichts und dann wieder kann ich mich nur ins Bett legen oder ringen, das nötigste geschafft zu bekommen. Deswegen bin ich ja nun auf der Suche nach Unterstützung.
      Hab herzlichen Dank für deine Genesungswünsche. Liebe Grüße, Ulli

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  8. Liebe Ulli,
    danke für den Link zum DF, der spannt einen brauchbaren Bogen für an der Thematik Interessierte scheint mir, ob nun direkt betroffen oder nicht. Vor allem der Stand zu Langzeitfolgen dürfte recht aktuell sein … bis Juni warten zu müssen, bis dir medizinisch geholfen werden kann, erscheint mir eine lange Zeit – die Wartezeit ist aber offenbar nicht zu ändern.
    Ich wünsche dir natürlich ebenfalls, daß du die offenbar chronisch gewordenen Langzeitfolgen gut überstehen wirst; sei es durch eigene Fähigkeiten oder den Fortschritt (hoffentlich) in der Medizin – eben im Verbund. Möge deine eben zu prosperieren beginnende Umgebung dazu beitragen !

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    • Gerne, lieber Olpo, ich bin gerade auf der Suche nach einer Neurologin/einem Neurologen, den muss ich eh zuvor aufsuchen, laut Uniklinik und dann schauen wir einmal weiter. Ausserdem habe ich am Montag einen Termin bei meiner Homöopathin, die Homöopathie kann vielleicht hier nicht heilen, aber ganz bestimmt abpuffern. Ich habe schon viele gute Erfahrungen mit ihr gemacht.
      Ich danke dir und grüße dich herzlich,
      Ulli

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      • Ich wünsche dir, daß du kompetente Neurologen findest, wenigstens aber eine/n, ich habe die Vorbedingung gelesen (was muß der/die denn vorab feststellen ?) Homöpathie halte ich selbst durchaus für wirksam und seien es bloß die aktivierten Selbstheilungskräfte, auf welche du vertraust – jedenfalls hat sie nichts mit Gauklerei zu tun, denke ich, wenn sie seriös angewandt wird (und nicht von einschlägigen Konzernen vereinnahmt wird wie ‚Bio‘ von Rewe und Konsorten) – die asiatischen Ärzte sind ja nicht blöd…

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        • Liebe Ulrike, „Natur & Heilen“ hatte ich auch sehr lange abonniert, das ist wirklich ein gutes Magazin. Ich danke dir für den Tipp und werde versuchen diese Ausgabe bei ihnen selbst zu bestellen, aber erst einmal folge ich jetzt dem Link.
          Herzliche Grüße
          Ulli 🌺❤️🙏

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  9. huii, was ein faden, liebe ulli, das tut mir sehr leid. immerhin weißt du jetzt, woran du bist und wie deine ganzen symptome einzuordnen sind… nein, diese krankheit ist verdammt nicht zu unterschätzen. ich wünsche dir von herzen gute und vollständige genesung! ❤
    alles liebe, diana

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    • Liebe Katharina, das wäre schön, wenn es die eine oder den anderen etwas vorsichtiger sein ließe. Leider aber befürchte ich, dass diejenigen, die nicht an das Virus glauben, den MS ablehenen, damit auch nicht überzeugt werden. Es ist schon seltsam mit den Menschen.
      Hab Dank für deine Genesungswünsche. Herzliche Grüße
      Ulli ❤

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  10. Das ist ein absolut sauberer Text! Chapeau.
    Von daher konnte ich mir nicht vorstellen, welche Art Kommentare Du befürchten würdest.
    Es ist keine Angstmacherei, auch ist kein Fehlverhalten zu erkennen, rein garnichts.

    Für mich speziell war das Runterspielen dieser Pandemie immer ein Graus, so ungefähr im Wortlaut: „Ab in die Freiheit, umarmt euch. Ich erkläre die Pandemie für beendet“.
    Soviel dazu erst mal.

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  11. Liebe Ulli,
    das tut mir leid, dass es dich mit Long-Covid erwischt hat – mögest du zu denen gehören, bei denen es einigermaßen short bleibt… Aus meinem Umfeld kenne ich zwischenzeitlich auch zwei solche Schicksale, das ist recht heftig und verlangt den Betroffenen viel Kraft und Geduld ab (und den Außenstehenden/Mitfühlenden beschert es wieder einmal Wut auf die, die das Virus nach wie vor für einen Schnupfen und einen Gutteil der Nachrichten für fake news halten).
    Alles Gute für dich und liebe Grüße von mir und hier
    Natascha

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    • Liebe Natascha, ja, Geduld brauche ich wohl auch. Ich habe ein wunderbar mitfühlendes Umfeld, das ist wunderbar.
      Die Coronaleugner:innen sind mittlerweile aus meinem Freundeskreis verbannt, was nicht heißt, dass ich nicht auch Kritik an Maßnahmen und Bestimmungen habe, aber das ist ein vollkommen anderes Feld.
      Ganz liebe Grüße und meinen herzlichen Dank für dein Mitfühlen,
      Ulli 🌞🌺🙏

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  12. Liebe Ulli von ganzen Herzen wünsche ich dir gute Besserung. Hör bitte immer auf dein Gefühl, egal was das Ego erzählt. Reflektiere bitte die Zusammenhänge Umzug – Erkrankung – Immunsystem – körperliche Schwäche – weite Entfernung Kosten – Depression🤔 Denn unter Berücksichtigung des medizinischen Befundes, schaue ich immer auf den Körper und die Seele – dabei spielt die Art der Erkrankung keine Rolle. Ein anderer Blickwinkel kann beim Gesunden enorm helfen. Wird ein Baum krank, ist es auch nicht nur der Käfer, der an ihm knabbert😉

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    • Womit du Recht hast, liebe Erika, es gab in den letzten 4 Jahren so einige Brüche in meinem Leben, die schwer zu verdauen waren und sind. Aber ich neige viel zu schnell und oft zu lang dazu in der Seele zu suchen, dabei vergesse ich dann gerne die Abklärung beim Doc. Es wirkt ja nicht nur die Seele auf den Körper, sondern auch der Körper auf die Seele.
      Hab herzlichen Dank❣️
      Liebe Grüße
      Ulli

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  13. Liebe Ulli, von diesen Langzeitfolgen habe ich bereits einiges gehört und sie sind es auch, die mir Sorgen machen – auch in Bezug auf meine Kinder.
    Ich selbst hatte im Alter von 18 Jahren Masern (trotz Impfung) und jahrelang danach regelmäßige Infekte und Kopfschmerzen, die mich in meinem Aktionsradius nachhaltig beschränkt haben. Ob die Erkrankungen nun psychosomatisch waren oder Langzeitfolge der Masern, ist unklar. Jedenfalls beunruhigt mich die Vorstellung, dass mir nahe stehende Personen auf lange Zeit derart körperlich und seelisch eingeschränkt sein könnten, selbst wenn sie die Krankheit an sich „leicht“ überstehen.
    Es tut mir leid zu hören, dass auch Du von diesen blöden Langzeitfolgen betroffen bist und wünsche Dir, dass Du schnell Hilfe und Besserung finden kannst.
    Mit den besten Wünschen
    Herzliche Grüße
    Ines

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    • Es ist wahrlich schwierig das eine vom anderen zu unterscheiden, liebe Ines. Ich kenn das ja leider nur zu gut, da ich ja auch eine chronische Borreliose habe. Die z.B. dafür sorgt, dass mein Immunsystem immer wieder gepeppt werden mzss, was ich auch tue. Seelische Belastungen sind auch immer mit ein Faktor. Ich bemühe mich alles mit einzubeziehen.
      Ich danke dir, liebe Grüße
      Ulli 🙏🌺

      Gefällt 4 Personen

  14. Ich wünsche Dir gute Besserung. Mich hat es letztes Jahr im Oktober erwischt. Ich habe auch drei Tage flach gelegen und hatte dann sieben Tage weder Geschmack noch Geruchssinn. Das wünsche ich niemanden. Zum Glück scheint es ohne Folgen abgegangen zu sein. Ich frage mich natürlich auch manchmal wenn etwas wehtut oder ich müde bin, ob das mit der Coronainfektion zu tun haben könnte. In einer Nachuntersuchung wurde nichts festgestellt. Es ist auch schwierig momentan, da alle Schwimmbäder geschlossen sind und ich nicht regelmäßig schwimmen kann. Das hat bestimmt Auswirkung auf das Wohlbefinden. Sicher ist so eine Infektion eine Belastung für den Körper und beschleunigt Alterungsprozesse. Deshalb finde ich es wichtig gesund bleiben zu wollen, möglichst gesund zu leben, sich regelmäßig ärztlich durchchecken zu lassen und auf die Selbstheilungsprozess im Körper zu vertrauen.

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  15. Liebe Ulli, es tut mir wirklich leid zu hören, dass du vom Long-Covid-Syndrom betroffen bist und unter neurologischen Spät- bzw. Langzeitfolgen dieses miesen Virus zu leiden hast. Andererseits könnte ich mir vorstellen, dass die bis vor Kurzem unbeantwortete Frage: „Hatte ich Corona oder nicht, sind meine monatelangen Probleme Folgen davon oder was plagt mich so?“ ebenfalls sehr belastet hat und allein die Klärung etwas bewegt! Irgendwie ist so ein Ansatz da, und auch was Behandlung oder Therapie angeht, wirst du von ärztlicher Seite aus jetzt anders betrachtet, als wäre alles nur eine „vage Vermutung“.
    Ich wünsche dir gute Besserung, und wenn dann ab Juni sehr gezielt weiter untersucht und behandelt wird, drücke ich dir sehr die Daumen, dass dein Schwindel und sämtliche anderen Beeinträchtigungen, die du in deinem Post nanntest, zurückgehen.
    Alles Gute! Lieber Gruß
    Michèle

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    • Liebe Michèle, ja genau, seitdem ich weiß womit ich es zu tun habe, geht es mir tatsächlich etwas besser, da ich nicht mehr grübeln muss und auch meine psychischen „Befindlichkeiten“ besser zuordnen kann. Jeder Mensch hat ja eigene Präpositionen = Anfälligkeiten, bei mir ist es das neurologische System und eben auch die depressiven Verstimmungen, die sich aber meist auf 2-3 Tage beschränken, was jetzt aber deutlich länger angehalten hat und mich wirklich stutzig machte.
      Ich danke auch dir für dein Mitfühlen.
      Liebe Grüße
      Ulli

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  16. Liebe Ulli, das tut mir unendlich leid – ich habe diese Krankheit nicht eine einzige Minute in frage gestellt – im Gegenteil, ich habe fast schon gebetet, dass ich sie nicht bekomme, weil ich schon vieles andere am Hals habe. Du hast ja im Laufe der Zeit immer mal Andeutungen gemacht, dass es dir nicht so richtig gut geht – doch ich hätte nicht gedacht, dass du dir den Virus geholt hast. Ich wünsche dir ganz sehr, dass dir jetzt geholfen wird, damit diese Symptome verschwinden.
    Vielleicht hätte ich mich nicht abweisen lassen – aber vielleicht eben auch, weil ich nicht hätte konkret wissen wollen, dass ich Corona hatte.
    Ich werde bis Anfang April noch sehr, sehr vorsichtig sein – dann ist mein erster Impftermin.
    Ganz viel Kraft und Langmut wünsche ich dir, liebe Ulli.
    Ganz herzliche Grüße schickt dir Clara

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  17. Im März ging es mir noch gut, liebe Ulli, während Dich der Virus damals schon erwischte, obwohl es nun so spät erst erkannt wurde.
    Mich erwischte er scheinbar Ende Oktober, leichtes Erkältungsgefühl, und am 2. November hatte ich einen Test, der positiv ausfiel. Zeitgleich hatte ich einen körperlichen Zusammenbruch, einen Kreislaufkollaps, den ich erst mitbekam, als ich aus meiner Ohnmacht am Boden erwachte.
    Urplötzlich ging nichts mehr, eine Ambulanz brachte mich in eine nahe Klinik und am Abend wurde ich weitertransportiert nach HD. Zwei Tage Intensiv und dann 7 Tage Corona-Normalstation. Keine gute Zeit, viele Medis über Infusionen, aber beatmet mußte ich nicht werden. Das blieb mir erspart.
    Kurze Zeit wurde ich über die Klinik noch ambulant betreut und dann daraus wieder entlassen. Für sie war ich *geheilt* . Nun war der Hausarzt an der Reihe. Die Blutwerte waren noch lange nicht gut, der Blutdruck viel zu hoch und beim Sturz am 2. Nov. wurde das Steißbein heftig geprellt. Lange konnte ich nicht wirklich aufrecht und schmerzfrei gehen.(Leider gab es plötzlich einen neuen Bruch an der Lendenwirbelsäule und ich trage für nun noch zwei Monte eine Wirbelsäulenorthese… )
    Die Konzentration hat sich einigermaßen erholt, aber die Müdigkeit hat mich immer noch schnell im Griff, liebe Ulli.
    Halsschmerzen, Husten, Kopfschmerzen hatte ich nie, auch keine Depressionen, bis heute nicht.
    Es ist sehr unterschiedlich, wie der Virus angreift. Er findet die Schwachstellen eines jeden …
    Jetzt habe ich doch mehr erzählt als ich wollte, liebe Ulli.
    Ich hoffe, Du wirst bald mehr erfahren und einen wirklich guten Neurologen finden.
    Liebe Grüße von Bruni an Dich

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  18. Liebe Ulli,
    diese Nachricht von Dir zu hoeren macht mich sehr betroffen. Ich kann Dir nur von hier aus alles Liebe und Gute wuenschen – dass die Langzeitfolgen doch noch nachlassen werden, und dass Du wieder ganz gesund wirst. Ich halte Dir dafuerganz fest die Daumen: gute Besserung und vollstaendige Genesung!
    Sei ganz herzlich gegruesst und umarmt,
    Pit

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  19. guten morgen ulli und alle!
    genau deshalb habe ich solche angst vor dieser krankheit: wegen der langzeitwirkungen, die mich meinen job und damit meine existenz kosten könnten sowie der tatsache, dass alle mittel in die impfungen, aber nichts in wirksame medikamente gesteckt wird.
    ich wünsche dir und alle, die noch kämpfen müssen, gute besserung und viel kraft!

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  20. Ich habe es erst jetzt gelesen. Gute Besserung wünsche ich dir und dass du wieder richtig gesund wirst. Überhaupt wünsche ich mir, dass wir das alle gut überstehen, überall.
    Liebe Grüße an dich und an alle anderen.

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  21. Liebe Ulli, zunächst einmal Gute Besserung . Mögen deine schlimmen Symptome schnell abklingen und dir die alte Gelassenheit wieder zurückbringen. Ich bin froh, dass du an deinem authentischen Beispiel einmal sehr deutlich hast zeigen können, dass es Corona gibt und damit nicht zu spaßen ist.
    Liebe Grüße,
    Joachim.

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  22. Liebe Ulli, ich wünsche dir von Herzen ganz gute Besserung und hoffe sehr, dass die Folgen ganz verschwinden werden! Ich finde gut, dass du hier davon berichtest. Danke für dein offenes Erzählen. Viele liebe Grüße, Marion

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    • Sehr gerne, Marion. Das Ganze zieht Kreise, hier und auf anderen Kanälen. Ich bin nicht allein. Und ich mache anscheinend Mut selbst zu erzählen, wenn auch eher hinter den Kulissen, ist aber auch Willkommen.
      Herzlichen Dank und liebe Grüße
      Ulli 💫

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  23. Liebe Ulli, auch ich wünsche dir weiterhin alles Gute und daß du wieder ganz gesund wirst! Ich würde nicht zu viel im Internet graben (ich denke, daß tust du auch nicht) und versuchen, nach vorne zu sehen. Wir neigen ja alle dazu, auf den verschiedenen Seiten zu lesen, aber ich glaube, man sollte sich da sehr zurückhalten. Zum Glück können viele Symptome, die gekommen sind, genauso wieder verschwinden. Ich hoffe, daß sie dich bald loslassen und es dir wieder gut geht. Alles Liebe!
    Almuth

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  24. Liebe Ulli,
    zuersteinmal wünsche ich dir gute Besserung und danke dir für die vielen Informationen, die du uns zur Krankheit vermittelt hast. Ich werde deine Links meiner Nichte weiterleiten, ihr geht es wie dir.
    Ich drücke die Daumen, dass es dir bald wieder besser geht.
    Liebe Grüße von Susanne

    Gefällt 3 Personen

  25. Liebe Ulli, mit großer Betroffenheit habe ich eben gelesen, dass auch du von dieser Krankheit erwischt wurdest und schwer an den Folgen leidest. Möge dein Wille zur Gesundung Früchte tragen. Wer nicht an dieses Virus und seine Gefährlichkeit „glaubt“, ist ein Träumer. Wer glaubt, es könne mit den verordneten Methoden an der Ausbreitung gehindert werden, ebenfalls. Von Anfang an war für mich klar: wir müssen mit diesem Virus, der uns aus Gründen, über die noch gerätselt wird, heimsucht, zu leben lernen. Manche denken ja, es ginge mit Mundschutz und Abstandhalten und Händewaschen und Lockdowns, andere denken, es gebe eine sichere Impfung – und Schluss. Ich glaube weder an das eine noch das andere.
    Nun, egal was ich glaube. Dir eine möglichst schnelle Gesundung und eine warme Umarmung. Gerda

    Gefällt 3 Personen

    • Ich danke dir, Gerda. Gerade geht es mir wieder nicht so gut. Die Symptome kommen und gehen in Wellen, was ich schon von der Borreliose kenne, nur jetzt sind sie kürzer und von der Symptomatik ganz anders. Ich bin weiterhin entschlossen gesund zu werden.
      Herzliche Grüße, Ulli

      Gefällt 1 Person

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