Novemberbilder 2018

Am Ende des Monats zeige ich euch gerne wieder die Bilder, die ich bislang noch nicht gezeigt habe. Grauer November? Nicht hier. Wenn nur nicht der Wassermangel wäre … aber irgendwas ist ja immer.

Raus geht`s

Vor der Haustüre – mit und ohne erstem Schnee

Oh … hallo!

Unterwegs

Im Garten

Am Brunnen

Die Ziegen sind von ihrer Sommerweide zurück, ich habe sie vermisst! Und Kleine gibt es auch schon wieder.

Kein Monat ohne Vollmond, dieses Mal etwas diffus und eine Nacht bevor er ganz rund war, auf dem Weg von hier nach da

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Weiter geht`s – Auf Wiedersehen November – Willkommen Dezember

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Novemberleuchten

Am Montag war es, als ich einen Besuch machte. Auf meinem Hin- und Rückweg und mittendrin musste ich immer wieder innehalten, um dieses zauberhafte Leuchten, das noch immer in der Welt ist, zu fotografieren. Es ist zwar kalt am Abend und am Morgen geworden, aber während des Tages gibt es noch immer jackenlose Stunden.

auf dem Hinweg

mittendrin

noch während des Aufbruchs entdeckt

am Stausee

am Fluss

Das sind die Momente, die mir Kraft für die übervollen arbeitsreichen Novemberwochen schenken, die mich glücklich machen.

Noch viel mehr Bilder habe ich in meinem innerem Fotoalbum gespeichert. Es sind die zauberhaften Nebelmorgende, wenn ich vom Berg ins Tal zur Arbeit fahre, bei denen keine Zeit für die Fotografie bleibt, was ich aber mitnichten bedauer. Es sind die inneren Bilder, die mich auf besondere Art nähren und mit Freude erfüllen.

Sonntagsbild 47 2018 – Verlassene Orte 15

Christiane hat am Montag, 22.10.2018 unter anderem, das wunderbare Herbstgedicht von Reiner Maria Rilke eingestellt:

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg Deinen Schatten auf die Sonnenuhren
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern wenn die Blätter treiben.

(Rainer Maria Rilke, Herbsttag, aus: Das Buch der Bilder, 1. Buch Teil 2, S. 48, 1902 (Entstehungsdatum), Online-Quelle)

es hat mich zu diesem Bild inspiriert.

Dieses Haus wirkt nur auf den ersten Blick verlassen, auf den zweiten kannst du blühende Blumen im unterem Fenster entdecken, während das obere rechte Fenster von Verlassenheit spricht. Vielleicht aber auch nur von einem Menschen, der hier alleine alt wird, der nur noch Kraft für das Nötigste hat, bei dem es vielleicht nur noch eine Frage der Zeit ist, bis auch er das Haus verlässt.

Nicht bei jedem ist der Herbst des Lebens Freude und Wohlgefühl, man muss sich vorbereiten!


Ich wünsche euch allen einen geselligen Sonntag.

Sonntagsbild 46 2018

Licht -21- oder -weiß auf weiß-

 

draufklick = großes Bild

Die Farbigkeit der Welt und die Sonnenstunden sind im Rückzug. Reich an Frühjahrs-, Sommer- und Herbstfarben, an Eindrücken und Erlebnissen schaue ich der weißgrauen Jahreszeit gelassen entgegen.


mehr zum Thema weiß auf weiß:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/20/weisszeit/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/07/20/weiss/


Habts schön heute …

Alltag -1-

 

Das Immerwiederkehrende

 

Es war an einem Abend im Oktober als ich mit der Kamera durch meine Wohnung streifte, dieses Mal nicht auf der Suche nach dem Besonderen, sondern nach dem Alltäglichen. Das, was ich Tag für Tag in die Hände nehme oder sehe, wie z.B. die blaue Gasflamme, die jeden Tag mehrmals brennt.

Heute ist der Auftakt für die Dinge des Alltags.

Die Idee ist das in Szene zu setzen, was mich alle Tage umgibt. Ich denke an Alltagsgegenstände, meine kleinen Schätze, an Räume, Straßen, Wege, die ich im Alltag gehe. Ich denke auch an Alltagsarbeiten, die mit dem Jahreskreis verbunden sind, wie z.B. die Ernte von Ringelblumenblüten.

Alle Jahre wieder stelle ich eine Ringelblumensalbe für mich und meine Familie her. Zuerst werden die Blütenblätter abgezupft,

Wollfett (Lanolin) wird mit Ringelblumenöl in einem Topf verrührt und langsam erwärmt, die Gasflamme ist dafür ganz klein gestellt, da das Ganze nicht kochen darf. Ich füge die Blüten unter rühren hinzu, ab jetzt heißt es rühren … weiterrühren …  weiterrühren …

nach ca. 15 Minuten wird das Ganze durch ein feines Tuch abgeseiht,

die Masse kommt zurück in den Topf. Ich rühre Ringelblumentinktur ein (Öl und Tinktur stellte ich schon im Sommer her), dann  geschmolzenes Bienenwachs. Wieder heißt es rühren … weiterrühren … bis sich alles vermischt hat. Die Salbe ist nun eigentlich fertig und kann in kleine Gläser oder Salbendosen gefüllt werden. Für die Kinder ist sie das jetzt auch. Für uns Große füge ich zum Schluss noch etwas Perubalsam, den ich in wenig Rhizinusöl aufgelöst habe, und ein paar Tropfen Propolis hinzu. Beides ergibt eine wunderbare Wundsalbe, nur dass Perubalsam für Kinder zu stark ist und mein Enkelsohn dagegen sowieso allergisch.



Dies waren Bilder aus meinem Herbstkräuteralltag, aufgenommen am Sonntag, 21. Oktober 2018.



Ich ahne, dass während diesem Jahr der monatlichen Alltagsbilder noch einiges auftauchen wird, von dem ich jetzt noch keine Ahnung habe. Ich bin gespannt. Auch auf das, was dir dazu einfällt.

Bitte verlinke deinen Beitrag entweder mit diesem hier oder mit der Einladung. Danke!

Die Einladung zu dieser Idee findest du hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/

Willkommen

Rückblick – Oktober 2018

Der Oktober ging so schnell vorbei!

Heute zeige ich wieder Fotos vom vergangenem Monat, die ich bislang noch nicht gezeigt habe. Viel war ich nicht unterwegs. Zweimal habe ich mir einen Virus im Kindergarten eingefangen und hütete Bett und Wohnung, sodass ich auch einige Stillleben fotografierte. Kaum war ich wieder genesen war die To-Do-Liste lang. Manchmal freue ich mich schon jetzt aufs Rentnerinnendasein!

Stillleben

Vor der Türe

Ein Sonntagsspaziergang mit dem Liebsten

Im Garten

Das Hängebauchhausschwein freut sich über den verbliebenen Schnittmangold.

Noch ist wenig Wasser ist in den Bächen und kleinen Flüssen, aber es ließ sich Gold in ihnen finden und im Rhein auch.

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Nun gehen alle Kräfte nach Innen, die Nebelzeit kommt, seit Samstag regnet es immer wieder, es windet, wie gut das tut! Auf Wiedersehen Oktober, hallo November!

Zur Erinnerung, am kommenden Wochenende beginnt der zwölfmonatige Zyklus mit Bildern, Geschichten und Musik aus dem Alltag → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/10/19/alltag-eine-idee/


alle Bilder © Ulli Gau

Am Rhein – ein Ausflug

Am letzten Freitag habe ich einen Ausflug an den Rhein gemacht. Dieses mal fuhr ich in Huningue bei Weil am Rhein über die Grenze von D nach F, einer Brücke, die über den Rhein führt. Schon lange einmal wollte ich dieses Gebiet erkunden. Gleich hinter der Grenze führt eine kleine D-Straße nach Village Neuf und weiter, immer am Rhein entlang. Am Ende von Village Neuf fand ich einen Parkplatz und machte mich auf den Weg. Das Wetter war strahlend blau, die nachmittägliche Sonne wärmte. Mich begrüßten Möwen, Enten, Nilgänse (?)ganz sicher bin ich mir nicht), ein kleiner Vogel, den ich noch nicht bestimmt habe und Kormorane weit weg. Warum auch immer noch dachte ich zum ersten Mal bei ihrem Anblick an Pinguine (leider ist das Bild ziemlich unscharf, da ich weit zoomen musste und das ohne Stativ).

Kormorane flogen von rechts nach links, seltener von links nach rechts. Kormoranrhythmen.

Mit der Kamera ließ sich ein schwimmender erwischen.

Auch hier gab es Schwäne. Friedlich glitten sie am Ufer entlang. Bis eine Gruppe von mehreren Kindern mit zwei Frauen und einem Hund kamen. Offensichtlich hatten die Kinder Freude daran den Schwan zu reizen, sie warfen mit Steinen nach ihm, nicht angstfrei, ein Mädchen bewaffnete sich mit einem Stock. Die Frauen sagten nichts. Ich kam mit meiner Kamera dazu und fotografierte den Schwan, die Kinder ließen von ihm ab, der Schwan glitt davon. So kann man wohl auch gegen etwas wirken, was einem nicht behagt und die Sprache nicht spricht?

Der Schwan faucht, er wundert sich, er faucht etwas weniger, er gleitet davon.

Bis auf diese Begegnung war ich auf dem Weg die meiste Zeit allein unterwegs. Ich dachte an meine Idee einmal eine längere Zeit nur zu gehen und erinnerte mich noch einmal an Werner Herzogs Buch: Vom Gehen im Eis. Auf solch einem tagelangen Weg müsste ich mich fotografisch disziplinieren, sonst käme ich wohl kaum vom Fleck. Ich möchte im flachen Land gehen, an Wassern entlang, immer an anderen …

Hier, im Grenzgebiet von Frankreich und Deutschland ist der Krieg wieder nah. Alte Bunker/Gefechtsstationen erzählen von ihm. Getränkedosen und eine gefüllte Plastiktüte an einem der Bunker stellen die Frage, ob hier vielleicht an kalten Tagen Obdachlose ein Dach über dem Kopf finden? Zugegeben, es ist eine makabre und auch grusige Vorstellung, aber denkbar.

Da ich kein französisch kann verstehe ich nicht wirklich den Sinn dieser Tafeln. Soviel habe ich verstanden, dass sowohl das Commando d`afrique wie auch das 3e Genie Bataillone der franzöischen Armee gewesen sind, ob sie hier eine entscheidende Schlacht gegen die Deutschen geschlagen haben entzieht sich meinem Wissen.

„Nie wieder Krieg“, denke ich, seufze und gehe weiter.

Wo ein starker Strom fließt, wird auch Strom erzeugt. Es sirrte und surrte, Stromleitungen führten von einem Ufer zum anderen und erinnerten mich an Notenblätter.

Mir sirrte und surrte es zu viel, ich ging zurück und fuhr ein Stückchen weiter. Es war wie ein kleines Stückchen Norddeutschland, schlanke Pappeln, goldzittrige Espen, Birken, viele Weiden, Wiesen und Felder. Die Gemeinden Krembs und Rosenau (Rosenöl stand darunter) schienen exakt den gleichen Kirchturm zu haben, das erforsche ich ein anderes Mal. Hinter Rosenau – Rosenöl fand ich wieder eine Parkmöglichkeit und ließ mich vom Gold am gegenüberliegendem Ufer des Rheins und seinem Wiederschein im Wasser betören.

Und dann kam doch noch ein Schiff. Ich war wieder das Mädchen, dass zusammen mit seinem Cousin und dessen Cousin auf die Wellen wartete, um sich juchzend in sie zu schmeißen. Am Freitag juchzte mein Fotoherz.

ein gif

Das waren bis hierher wieder so viele Bilder, dass ich andere ein anderes Mal zeigen werde. Ich hoffe ihr hattet Freude.  Eine  gute Woche wünsche ich euch.


alle Bilder © Ulli Gau

Licht – 20 –

Die Birke

Für mich ist die Birke ein Lichtbaum, in dem Feen wohnen.

Mancherorts ist die Birke ein Symbol für die Jungfräulichkeit, die junge Göttin, die weiße Frau. An anderen Orten ist sie der Baum der Liebe, des Lebens und des Glücks. Sie ist Symbol für Neubeginn und deswegen auch immer noch in vielen Orten der Maienbaum.

Gerade eben ist sie ein Oktoberbaum, sie hat dem Wind ihre Blätter geschenkt.

Mai und Oktober liegen sich gegenüber, ich bin ein Maienkind und liebe den Oktober so wie den Mai, vielleicht fiel mir deswegen vor ein paar Tagen die Birke ein, als ich mal wieder zeichnete.