Komm spiel mit mir

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Das Sommermädchen in mir möchte rote Bälle mit weißen Punkten fangen. Komm spiel mit mir!

Und dort, wo das Sommermädchen tanzt, ist auch die Närrin nah. Die Närrin mit den zwei Gesichtern. Das eine ist die Prüferin, der Archetyp, der auch Trickster genannt wird, das andere ist der verrückte Seelenanteil, der sich Raum nimmt, der mich im Vorfrühling mit nackten Füßen tanzen und springen lässt, über und hinter mir ein blauweißer Sommerhimmel aus dem mir ein roter Ball mit weißen Punkten entgegen fliegt.

Cambra Skadé schrieb auf FB:

Wo sind gute Medizinwege in diesen Zeiten? Die Nase im Wind und die Fährte aufnehmen. Das führt neben den wilden Südpfaden auch nach Osten, ins Land der Närrin. Dort könnte etwas Wichtiges auf uns warten – nämlich gute Nahrung für die verrücktesten und wildesten Landstriche unseres Seins. Warum das so bedeutsam ist? Weil unsere Verrücktheiten uns vor dem Wahnsinn bewahren könnten.

In Zeiten von weitest gehender Isolation und der Ungewissheit wohin wir als Gesellschaft und als Menschheit überhaupt gehen, ist auch aus meiner Sicht die Verbindung zu meiner inneren Närrin Medizin und Antidot für schwere und dunkle Gedanken, für Hoffnungslosigkeit und Depression. Mir tut das Lachen und Rumalbern mit einer Freundin gut, so, wie einmal Nonsens reden oder im Vorfrühling mit nackten Füßen zu tanzen und rote Bälle mit weißen Punkten zu fangen und weiterzugeben. Komm spiel mit mir!


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Alle Hühner heißen Berta

Ein Blog lesen wie ein Buch, sagt die Freundin in ihrer Sprechpost an mich. Ja.

Nicht jedes Ich bin ich, nicht Nairobi und nicht die kleine blaue Frau, noch nicht einmal ein Ich bin ich. Einmal abgesehen von der Frage was und wer dieses Ich denn sei. Als wäre es eine feststehende Größe, unabänderlich, in Stein gemeißelt mit ehernen Wurzeln.

Facettenreich, bunt schillernd, schwarz, weiß und grau und alles dazwischen. Vom Kindlichen zum Alten, ein Wandern und Wandeln. Transformationen, vielleicht mit einem Kern, der war, ist und sein wird. Ein Kern, um den alle Verwandlungen kreiseln, wie die Fragen, die zu weiteren Fragen führen und jede Antwort doch nur vorübergehend ist.

Und dann wiederum bin ich es, deren Finger auf den Tasten klappern, die den Stift, den Pinsel über Leinwand und Papier führt, die Punkte, Linien, Worte aufsteigen lässt oder pflückt, je nachdem; die verknüpft, wiederkäut, mehr oder weniger genüsslich, die sät und düngt. Nur … mit welchem Gesicht?

So trage ich die Sprechpost, die auch eine Hörpost ist, mit mir durch die Wiesen und am Fluss entlang. Mein Weg kreuzt sich mit den Wanderhühnern, die mir noch jedes Mal ein Lächeln entlockt haben. Hallo Bertas! Ja, alle Hühner heißen Berta, so wie alle Kühe Lisa heißen. Frag nicht.

Nur zwei Tage vergingen zwischen eisig und frühlingshaft, zwischen glitzerndem Eis und gelben Blüten.

Das Hochwasser hat seine Spuren hinterlassen, wie der Winter selbst. In den umgefallenen und entasteten Bäumen am Ufer hängen zigfarbene Plastikteile. Schulklassen werden sie entfernen, wie jedes Jahr oder ich.

Meine russische Wildseele weint. Sie weint um die gezähmte Natur, die verunreinigte Natur.

Am Morgen lachte die russische Seele mit der Neunundsiebzigjährigen. Die – alleine lebend – auf Schlittschuhen eine halbe Stunde über den tiefgefrorenen Baikalsee zum nächst gelegenen Dorf gleitet, um einzukaufen. Die in ihrem Häuschen auf dem Sofa sitzt und über die generelle Unzufriedenheit der Menschen spricht.

„Ob arm, ob reich, sterben müssen wir alle, ob in einer Hütte oder einem Palast. Vier Wände um sich herum und ein Dach über dem Kopf, mehr braucht es nicht“, und dann lacht sie ihr mich ansteckendes Lachen. Vier Wände, ein Dach, einen Freund und eine Flöte – ergänze ich.

Kaum, dass der Schnee geschmolzen ist, klingeln die Glöckchen, strecken sich frische, grüne Spitzen ihrem Erblühen entgegen. Ich kaufe im Dorfladen keine Narzissen, auch keine Tulpen, ich warte. In meinem Zuhause blühen die vielfarbigen Kunstgewächse von anderen und mir an den Wänden. Jedes hat eine eigene Geschichte. Manche können sie lesen, wie meine Leerstellen zwischen Zeilen und Worten.

Zugewandtheiten aus mehr oder weniger Entfernungen wachsen mir zu. Noch immer und immer wieder staune ich über bunte Post mit Persönlichworten, garniert mit Buchgeschenken in meinem Postkasten. Über eine Tüte voller Lebensmitteln vor meiner Wohnungstür, über ein Zweistundentelefonat mit einer mir eigentlich Unbekannten. Wir rühren uns gegenseitig zu Tränen. Ich staune auch über die Freundin, die mir sagt was sie von mir lernt. Dankbarkeit, die sich schreibt, spricht und spürt – groß und tief.

Reichtum zwischen den Regalen, den Sperrmüllmöbeln, inmitten der erzählenden Kunstgewächse. Zimmerreisen ist ein warmes Wort. Ich reise allein, durch die Wanderdünen meines Seins, weil ich es so will – noch.

Eine sagt, dass sie noch Zeit braucht – viel Zeit. Ich denke an die hübschen, braunen Kühe, die mit ihren warmen Leibern den Schnee unter sich zum Schmelzen brachten, an ihr genüssliches Wiederkäuen und an ihre sanften, braunen Augen. Vieles will lesen gelernt werden. Das ganze Leben braucht es. Wie sprechen und hören lernen, laufen auch, der angemessene Schritt auf welchem Terrain auch immer noch. Die feine Note des Apfelkompotts und der Sonate, des gesprochenen, geschriebenen Wortes. Wohlklanghaftes zu Linien und Punkten. Das Herunterbrechen der Fülle zu einer Essenz auf Leinwand, auf Papier – Bild, Wort, Form, Klang, Silbe, Zeichen. Vermittler zwischen Eigensein und Welt.

Oder wie Mary Bauermeister sagt: Den Dingen eine Ordnung geben.

(Danke Frau Wildgans – der Filmtrailer führte mich vom Höcksken aufs Stöcksken)


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Hieroglyphen

Geheimnisvoll

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Ich beobachte, dass zunehmend Schrift in Bildern verwendet wird. Auch in meiner Serie Z wie Zeit, die ich immer am Sonntag zeige, spielt sie eine wesentliche Rolle, auch wenn sie nicht immer gleich erkannt wird, wie bei meinem letzten Beitrag: Z wie Zeit wie Wurzel.

Schrift ist Zeugnis davon etwas festhalten zu wollen, sich mitzuteilen und/oder für Späterlebende zu erhalten. Nicht alle Völker bedienten sich ihrer. Manche gaben ihre Geschichten von Generation zu Generation mündlich weiter, so ist auch Vieles verloren gegangen. So stehen Forscher:innen, Achäolog:innen heute oft vor Rätseln und ergehen sich in Mutmaßungen, was ich einst in einem PingPongBild von Gerda und mir thematisierte.

Heute zeige ich euch eine Fotomontage mit einem noch recht frischen Fundstück einer Keilschrifttafel, von der es heißt, dass es die bis heute älteste Schrifttafel sei, die bislang gefunden worden ist.

Schrift ist für mich Kommunikation, ist Literatur, ist Poesie, ist Wahrheitssuche, ist Weisheit, ist Spiegel von Zeit und Gedankenwelten in den jeweiligen Epochen. Manches ist Gold aus meiner Sicht, manches unverständlich, geheimnisvoll und wieder anderes ist Manipulation oder schlichtweg Schrott. Hieroglyphen sind für mich wie Noten, beide kann ich nicht lesen und doch bringen sie etwas in mir ins Schwingen. Sie erzählen Geschichten und Gefühle des Menschsseins.


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Etüde 003 2021

Neue Runde, neues Schreibeglück. Christiane hat wieder eingeladen, die Wortspende ist dieses Mal von Wortman. Vielen Dank euch beiden!

Die Etüde

Nicht mein Affe, nicht mein Zirkus hat sie in Großlettern auf einen Zettel geschrieben und gut sichtbar über ihren Schreibtisch gehängt. Eine neue Strategie, um bei sich zu bleiben, unterscheiden zu lernen, was sie wirklich betrifft und was sie getrost bei anderen lassen kann. Sie ist es leid, sich mit Dingen zu beschäftigen, die sie nur blockieren, die Projektionen und Manipulationsversuche von anderen sind.

 

 

Die letzte Erinnerungsrunde an mein Alphabet der mutigen Träume

Willkommen zur dritten und letzten Erinnerung an mein Alphabet der mutigen Träume!

Q = Querdenken. Ist es nicht traurig, wie manche Begriffe mit der Zeit negativ besetzt werden? Ich bemühe mich in der Regel bei solchen Wörtern an ihre Wurzel zu denken und negative Bewertungen, die Zeit und Wandel verursachen, wegzulassen. Das ist nicht generell und immer möglich. Zu dem, was ich 2017 in Bezug auf „Querdenken“ geschrieben habe, stehe ich. Zu dem, was im letzten Jahr daraus gemacht wurde, nicht.

Hier die Links von Q – Z

Q = Querdenken → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/19/q-querdenken/

R = Richtungswechsel → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/20/r-richtungswechsel/

S = Spiel → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/21/s-spiel/

T = (mutige) Träume → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/24/t-traeume/

U = Utopie → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/25/u-utopie/

V = Vertrauen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/26/v-vertrauen/

W = Widerstand und Wohlwollen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/27/w-widerstand-und-wohlwollen/

X = das Unbekannte → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/28/x-das-unbekannte/

Y = Yin und Yang → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/30/y-yin-und-yang/

Z = Zuversicht → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/31/z-zuversicht/


So, das war’s. Mehr habe ich auch nicht mehr zum Alphabet oder zu den mutigen Träumen zu sagen. Mögen die einen und die anderen Inspiration gefunden haben und zusammen mit mir und anderen gute Samen in die Welt streuen.


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Etüde 002 2021

Vier Jahre schon gibt es die Etüden, wie Christiane in ihrer zweiten Einladung in diesem Jahr zu der neuen Etüdenrunde schreibt. Ich staune, ich stöbere und werde fündig. Hej, ich war von Anfang an dabei, wenn auch nicht in jeder Runde.

Hier geht es zu meiner ersten Etüde → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/18/miniatur-2-2017-fuer-ein-blogprojekt/ Willkommen!


Die Wörter, die dieses Mal in einen Text eingebaut werden sollen, stehen auf der Grafik, gespendet hat sie Blaupause. Dankeschön! Und mein Dank natürlich auch an dich, liebe Christiane, die du der Etüden und ihrer Moderation noch immer nicht müde geworden bist.



Aus dem Lautsprecher tönen Melancholiemelodien. Vor dem Fenster fallen dicke Flocken. Bademanteltag und Sehnen. Nein, nicht nach Frühling. Irgendetwas hat sie erschüttert, hat sie herausgerissen aus dem Flow der letzten Wochen.

Manche schwören ja auf Farbtherapie. Orange, sagen sie, sei ein Kraftspender. Würde fröhlich machen, wäre wärmend, erhellend für das Gemüt. Orange sei die Farbe der Freude, der Geselligkeit, schenke gar Geborgenheit und Gemütlichkeit, beeinflusse positiv Depressionen und Antriebsarmut und hätte noch Jede und Jeden gelockert, die oder der im Grau der Alletage erstarrt sei.

Sie starrt auf die Apfelsine, die sie neben sich gelegt hat und starrt und starrt.

Sie nimmt den Pinsel und holt den Aquarellkasten aus der Schublade, füllt das weiße Blatt mit purem Orange.

Sie kapituliert.

Sie schenkt der Melancholie ihr Ohr. So kommt sie sich näher. So öffnet sie der Wandelkraft die Türe. Das ist ihre Medizin.

144 Wörter

Weiterführende Gedanken zum Alphabet der mutigen Träume

Es geht ums Tun

Ich merke immer wieder, dass der Begriff „Träumen“ bei den Lesenden in die Irre führt und die meisten damit „Träumereien“ assoziieren. Mutig träumen aber ist aktiv und hat nichts mit Gefühlsduseleien zu tun. Es geht um die Kraft der Gedanken, der Visionen und den eigenen Haltungen, die man in die Welt sendet.

Jedes: „Das war schon immer so und wird sich auch nicht ändern“, jedes: „Ja-aber“ gegenüber ethischen Haltungen schwächt, nimmt die Kraft wirklich etwas zu verändern. Veränderungen finden zuerst bei sich selbst statt. Man muss Veränderungen wirklich wollen, bereit sein Begrifflichkeiten zu durchdringen und man sollte aufrichtig in sich hinein schauen und horchen, wo die Schatten sind, warum sie da sind und wie man sie verwandeln kann. Haltungen stehen auf dem Boden von Wissen und Erfahrungen. Veränderungen kommen nicht über Nacht und nicht von alleine, sie setzen etwas Aktives voraus.

Es geht ums Tun, statt auf Godot zu warten, auf bessere Umstände oder im passiven Hoffen stecken zu bleiben.

Gestern las ich bei Bernd von „Red Skies over Paradise“ kluge Gedanken von Kästner, der das ausspricht, wobei es auch bei den mutigen Träumen geht:

Jeder ist mitverantwortlich für das, was geschieht, und für das, was unterbleibt. Und jeder von uns und euch muss es spüren, wann die Mitverantwortung neben ihn tritt und schweigend wartet. Wartet, dass er handele, helfe, spreche, sich weigere oder empöre, je nachdem.“

Mehr kannst du hier lesen →

https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2021/01/14/1952-1953-1954-1955-1956-1957-1958-1959-1960-1961-1962-1963-1964-1965-1966-1967-1968-1969-1970-1971-1972-1973-1974-1975-1976-1977-1978-1979-1980-1981-1982-1983-1984-19/

Nicht jede und jeder kann alles. Es geht auch um die Qualitäten jeder und jedes Einzelnen, um die eigenen Werkzeuge und um den eigenen Platz in der Welt, diesen zu entdecken, einzunehmen und von hieraus zu wirken.

Es geht um die Haltungen einer und eines jeden, die sie/er in die Welt trägt und damit in der Welt wirkt.

Ich stelle fest, dass der Gedanke zu handeln bei einigen in diesem Jahr in den Vordergrund tritt. Ich finde eben auch, dass gerade meine Generation lange genug Zeit hatte zu diskutieren, nachzudenken, Begrifflichkeiten zu durchdringen, Haltungen einzunehmen, nun gilt es sie auch umzusetzen. Natürlich machen das auch einige, aber viele andere verharren in der pubertären Haltung der ewigen Negierungen, ohne jemals dabei eine klare Haltung zu was auch immer noch entwickelt zu haben und somit tragen sie ihre Schwammigkeit in die Welt und tragen in keinster Weise zu einer Veränderung bei.

Bequemlichkeit ist eine der Fallen des Menschseins.

Die Kraft der Gedanken wird nicht von jeder und jedem anerkannt. Sie wird, wie so vieles andere auch, gerne in die „esoterische Ecke“ verbrämt. So vieles wird schlecht gemacht, was aus meiner Sicht Wandelkraft inne hat. Noch einmal: es geht ums Tun, um die Erfahrung was sich im eigenen Leben wandelt (oder schon gewandelt hat), wenn man den einen und anderen Gedanken nährt. Wie schon geschrieben, Veränderungen passieren nicht von alleine, sie brauchen den Willen, die aktive Handlung, die Disziplin dran zu bleiben und die Hingabe.

Mit diesem Text lade ich dich zu einer Debatte auf meinem Kommentarstrang ein:

  • Wie sind deine eigenen Erfahrungen mit Veränderungen, die du in dir selbst vollzogen hast?
  • Was hält dich davon ab zu handeln?
  • Was ist dein größter Wunsch in Bezug auf den Wandel in der Welt?
  • Und letztlich: wie sieht für dich eine bessere Welt aus? Sei mutig, stelle sie dir einfach mal vor, egal wie unrealistisch sie dir auch erscheinen mag und dann schaue genau, was davon du dir vorstellen kannst in die Welt zu „träumen“.

Maren, von dem Blog lachmitmaren, hat gestern vorgeschlagen, ob nicht die Eine oder der Andere Lust hat jeden Abend von 20h bis 20.30h gemeinsam und der Reihe nach zu den Begrifflichkeiten von A-Z zu meditieren. Heute also beginnen wir mit dem Buchstaben A = Allgemeinwohl. Schaue in der Meditation welche Assoziationen, welche Bilder in dir erscheinen, du kannst das für dich machen, du kannst aber auch deine Erfahrung, wenn du willst, im Kommentarstrang teilen oder einen eigenen Beitrag dazu schreiben – as you like it – kein Zwang. WILLKOMMEN!


Mein Alphabet der mutigen Träume von I bis P

I = Ideale → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/07/i-ideale/

J = Ja → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/09/j-ja/

K = Kommunikation → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/10/k-kommunikation/

L = Liebe → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/11/l-liebe/

M = Mitgefühl → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/12/m-mitgefuehl/

N = Natürlichkeit/Natur → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/13/n-natuerlichkeit/

O = Offenheit → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/17/o-offenheit/

P = Prudentia/Klugheit → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/18/p-prudentiaklugheit/


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Erinnerung an das Alphabet des mutigen Träumens

Durch einen Beitrag von TeggyTiggs in der letzten Woche erinnerte ich mich noch einmal an mein Alphabet des „Mutigen Träumens“. Seitdem sind ein paar Tage vergangen, aber interessanter Weise tauchte das mutige Träumen auch bei Bruni Wortbehagen auf und am Mittwoch bei meinem 11. Fragment. Hier schrieb ich am Ende: „Nairobi träumt den Frieden in die Welt“. Lachmitmaren schrieb im Kommentarstrang: „Oh ja, lasst uns mit Nairobi den Frieden in die Welt träumen … :-)!“ Auch Pit ist dieser Meinung!

Nein, ich will jetzt keine Neuauflage starten. Wie es Ende 2016 zu dem Alphabet kam und wie es weiterging stelle ich via Links heute hier ein. Den Startschuss hierfür gab mir TeggyTiggs. Sie ist der Meinung, dass es gerade in diesen Zeiten umso wichtiger ist der Angst vor der Zukunft und dem Bild der jetzigen Welt etwas dagegen zu stellen. Hierin sind wir uns einig. Auch darin, dass es für meine neuen Leserinnen und Leser interessant sein kann, mein Alphabet kennenzulernen und sich damit auseinander zu setzen.

Für mich kommt noch ein weiterer Gedanke dazu: viele von uns spüren und denken schon länger, dass es so mit der Welt nicht weitergehen kann, dass es gilt dem etwas entgegen zu setzen, es braucht aus meiner Sicht mehr Aktivität. Mir geht es ums Tun. Gedacht und gegrübelt haben die meisten von uns lange genug!

Um Missverständnissen vorzubeugen: es geht nicht um Tagträume, es geht nicht um Nachtträume, nicht um luzides Träumen. Den Begriff „Mutig träumen“ habe ich von Alberto Villoldo* übernommen, doch lest selbst:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/10/17/mutig-traeumen-1/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/10/19/mutig-traeumen-2/

Es gab vor einiger Zeit ein Experiment in einer US amerikanischen Kleinstadt mit 100.000 Einwohner.innen (es können auch 300.000 gewesen sein, daran erinnere ich mich nicht mehr ganz genau):

1000 Einwohner.innen dieser Stadt verbanden sich jeden Tag per Meditation mit dem Frieden und der Vorstellung einer friedlichen Welt, bzw. in ihrer Stadt. Sie träumten also den Frieden in ihre Stadt. Dies machten sie einen Monat lang. Während diesen Monats nahm die Kriminalität spürbar ab und insgesamt wurden die Einwohner.innen friedlicher, es gab weniger Anrufe wegen Ruhestörung oder häuslicher Gewalt. Als dann der Monat rum war und somit das Experiment zuende, nahm die Kriminalität und alles andere wieder zu.

Für mich ein Beweis, dass mutiges Träumen funktionieren kann, wenn sich genügend Menschen finden, die aktiv eine bessere, friedlichere, gerechtere Welt träumen. Zudem beweist dieses Experiment, dass nicht alle Menschen den selben Traum in die Welt setzen müssen, 1.000 zu 100.00 sind 1,111%! Übersetzt heißt das, es würden, auf die Welt gesehen, 2-10% der Menschheit reichen, um einen spürbaren Wandel zu erreichen. Wie ich aber schon bei meinen Beiträgen „Mutig träumen 1 und 2 (Links s.o.) schrieb: es braucht Disziplin, Ausdauer und Aufrichtigkeit im Träumen. Schon das kleinste „Ja, aber“ macht alles zunichte!

In meinem Alphabet tauchen viele ethische Begriffe auf, ohne Ethik, bzw. ethischem Verhalten, finde ich, kann die Welt nicht zu einem besseren Ort werden.

Hier nun die Links zum mutigen Alphabet von A – H

A-B → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/11/alphabet-2/

C → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/12/alphabet-3-c/

D → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/12/14/alphabet-mutig-getraeumt-d/

E → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/02/alphabet-mutig-getraeumt-eeinigung/

F → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/03/alphabet-mutig-getraeumt-f-frieden/

G→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/04/g-guete/

H→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/06/h-hilfe/

Erwähnen möchte ich noch, dass Gerda Kazakou parallel zu meinem Alphabet der mutigen Träume an einem Alphabet des freien Denkens gearbeitet hat. Wie wir beide heute feststellten, war das eine wunderbare Zusammenarbeit. Und eigentlich finde ich immer noch, dass daraus ein Buch werden sollte. Nun, schauen wir einmal.

Wer nun Interesse hat, das ganze ABC kennenzulernen, die/der kann sich an der obigen Tafel orientieren und in die Suchmaschine z.B. L = Liebe eingeben oder K = Kommunikation oder Q = Querdenken* und gelangt dann zu dem jeweiligen Beitrag, den dazu gehörigen Bildern und den Kommentaren. Da ich nun selbst noch einmal das eine und andere nachgelesen habe, fand ich in dem Fall den Kommentarstrang bereichernd und spannend, weil ich Gedankenanstöße fand.

*Herrjeh, schon wieder ein Wort, das über die Zeit negativ kontuniert ist! Das ist auch so ein Thema, das mich beschäftigt, gestern schrieb ich: „Ich nehme die Worte bei ihren Wurzeln.“

So, jetzt aber viel Spaß mit meinem ABC der mutigen Träume.


*Alberto Villoldo – einen kurzen Lebenslauf fand ich bei „LovelyBooks“: Alberto Villoldo lebt in Los Angeles und ist klassisch ausgebildeter medizinischer Anthropologe. 25 Jahre lang bereiste er die Hochländer der Anden und des Amazonas’ und studierte die schamanischen Heilpraktiken. In seinen Seminaren führt er alljährlich Tausende von Medizinern und Laien in die energiemedizinischen Techniken ein. Er ist Autor zahlreicher Bücher.


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Sonntagsbild 46 2020 und eine Idee

Der blaue Vogel oder die Halkyonischen Tage

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Vor kurzem sind mir zum ersten Mal die „Halkyonischen Tage“ begegnet. Ich fand sie bei meiner Blogfreundin „Blaue Feder“ https://blauefeder.home.blog/2020/11/20/14354/. Weil ich aber nicht ganz schlau daraus wurde, schaute ich bei Wiki nach:
https://de.wikipedia.org/wiki/Halkyonische_Tage Jetzt sah ich schon klarer und dann hat es auch nicht mehr lange gedauert, dass mir ein Ritual für die Zeit der Halkyonischen Tage, der Wintersonnenwende und den Rauhnächten eingefallen ist.

Ja, nach diesem außergewöhnlichen Jahr möchte ich den Jahresausklang rituell begehen. Allein. Aber gerne im Herzen mit anderen verbunden.

Ich finde, dass die Welt neue Visionen, neue Geschichten und neue Ideen braucht. Jede und jeder kann sich von diesem Ritual gerufen fühlen. Jede und Jeder macht es auf ihre/seine ganz eigene Weise oder eben auch nicht. Rituale haben Kraft und Kraft braucht die Welt, wie eben auch neue Geschichten!

Nur noch eins, bevor ich das Ritual beschreibe, ich sagte ja schon vor einiger Zeit, dass ich festgestellt habe, dass immer mehr Menschen von der Angst getrieben sind, Angst vor dem Virus, Angst aus der Ungewissheit heraus, wie sich unser aller Zukunft entfalten wird. Wir sind nicht ausgeliefert. Jede und Jeder kann etwas dazu beitragen, dass dieser wunderschöne Planet auch für die nächsten sieben Generationen und darüber hinaus ein sicherer und zauberhafter Ort bleibt und er gesunden kann.

Corona und der Klimawandel sind eine große Herausforderung und eine Chance für einen Wandel – einen Wandel zum Guten, zum Lebensbejahenden, zur Freude und für mehr Liebe in dieser Welt.

Zurzeit geht eine Spaltung durch das Land, durch die Welt, ja, auch durch den Kreis der Freundinnen und Freunde. Das muss nicht sein! Jede Angst hat ihre Berechtigung. Es geht nicht darum andere von der eigenen Meinung zu überzeugen, es geht darum Jede und Jeden ernst zu nehmen. Auch zu halten, wenn es das braucht, wenn Die- oder Derjenige das möchte. Und es geht immer wieder darum die/den Anderen anders sein zu lassen, statt Türen zuzumachen.

Juli Zeh, ihres Zeichens Schriftstellerin, Juristin und Richterin am Verfassungsgericht des Landes Brandenburg, schreibt Folgendes:

„Wir haben in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein wertvolles Geschenk erhalten: eine Gesellschaft, in der wir angstfrei miteinander leben und reden können. Lasst uns die Gesundheit der Gesellschaft schützen, indem wir den AHA-Bestimmungen drei SOS-Regeln zur Seite stellen: Sensibilität im Umgang mit fremden Ängsten, Offenheit für abweichende Positionen, Sorgfalt beim Formulieren der eigenen Ansichten…“

Doch nun zu den Halkyonischen Tage und dem Ritual, das ich euch vorschlagen möchte:

Beginn ist Montag, 14.12. am Neumondabend. Hier beginnen die Halkyonischen Tage und der Nestbau (bitte lies erst bei Wiki, falls du Interesse hast, sonst ist das jetzt nicht verständlich!). Möge es ein schönes, ein gemütliches Nest für das Ei werden! Das Ei wird am Mo., 21.12. zur Wintersonnenwende, zum zunehmenden Halbmond hineingelegt. Wie genau schaut das Ei aus, ist es groß, klein, mittel, ist es golden, blau, oder beige mit bunten Punkten oder…? (Zur Erinnerung: das alles sind symbolische und visuelle Handlungen! Sie können in Worte gefasst, in Bildern dargestellt werden. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt!)
Am 21.12. beginnt also die Zeit der Bebrütung, sich eine Woche auf dieses Ei zu setzen, in es hinein zu spüren, es mit durch die Tage zu tragen und es dabei immer schön warm zu halten. Vielleicht ist am Abend Zeit, um einmal in Stille auf dem Ei zu hocken, mit ihm zu sprechen, so wie einige von uns einst mit dem kleinen, werdenden Wesen in ihrem Bauch gesprochen hat – gibt das kleine, werdende Wesen eine Antwort? Und wenn, welche? Vielleicht schreibst du die Antwort auf, um sie zu bewahren.

Dann kommt der Tag der Geburt, am Montag, 28.12. darfst du gespannt sein, was sich da aus der Schale schält. Vielleicht braucht es etwas länger und schlüpft erst am 30.12., in der Nacht des Vollmondes. Wie auch immer noch und was auch immer es sei, behüte es wie einen Schatz und trage es durch den neuen Jahreskreis bis zur nächsten Wintersonnenwende. Dann ist das „Küken“ groß geworden und es gibt bestimmt einige Abenteuer zu berichten. Wenn alles gut gegangen ist, dann sind neue Geschichten, frische Ideen geboren, die du mit Freundinnen und Freunden an einem Feuer teilen, und in die Welt tragen kannst.


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