Ich schenke dem Tag mein Lächeln

Heute gehe ich allein, ich schaue, höre, spüre, rieche, sitze, beobachte, lausche, tue nichts, gehe wieder, fotografiere, schreibe auch, ich spüre mein Lächeln und meine Zufriedenheit in einer Welt der Unzufriedenen und gerade eben will ich nichts anderes als genau dieses hier.

Bussard kreist, er wirft seinen Schatten auf den Weg vor mir, sonst hätte ich ihn vielleicht gar nicht entdeckt. Dann staune ich: mitten im Wald gedeiht ein minikleines Rapsfeld:

Alles ist was es ist und so wie es ist, ist es gut. Ja, es ist sogar schön, richtig schön…

Ich schenkte dem Tag mein Lächeln, so, wie er mir sein „Schön“ schenkte, diesen tiefen, blauen Himmel, die wärmende Sonne, die Kühle des Waldes, die Frische des Grüns, den Tanz der Schmetterlinge durch das Licht der Buchenwälder, kleine Schönwetterwölkchen und alles Getön.

Bye, bye, ich komme wieder…

April, April…

Heute Morgen an meinen Dachfenstern klebten Blütenblätter, Wolken zogen schnell vorbei, der Wind wehte-

ich lauschte einem Gedanken: wie unglaublich wohltuend es ist, sich in sich selbst beheimatet zu fühlen, die Wurzeln tief in der inneren Erde zu spüren, mich inmitten von noch unausgepackten Bananenkartons und vertrauten Dingelingen heimisch zu fühlen und

dass Schönheit in den Momenten zu finden ist:

„Schönheit ist ja nicht das, worauf sich alle einigen können. Sondern der Moment, in dem jemand nicht anders kann, als innezuhalten.“

Miniatur #7-2017

Nichts, nichts weiter #3

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Noch immer ist aus Nichts Etwas geworden. Ich denke an die helle, wattige Nebelwelt, fern jedes bekannten Sterns in dem mich real umgebendem Universum, von dem ich Sonne, Mond und Venus am besten kenne. Merkur, Mars, Jupiter, Saturn habe ich zu manchen Zeiten gesehen. Ich kenne einige wenige Sternbilder, erinnere mich an grandiose Neumondnächte mit Milchstraße und unzähligen namenlosen Sternen und Galaxien.

Unzählbar und namenlos, ich mag das, wie das Nichts, die Leere, weil sie sind, was sie sind: nichts, leer, namenlos- erst einmal. Erst danach wird etwas sichtbar, erspürbar, erahnbar, erfahrbar. Wie sich noch immer etwas gezeigt hat, gegen das Herzklopfen und eine unbestimmte Aufgeregtheit. Orte ohne Fragen nach dem Woher, Wohin, Warum. Orte, die sind, die mich Willkommen heißen, die mir wohl tun in ihrer Vertrautheit ohne Zweifel und Angst. Hier treffe ich Bewohnerinnen, die keine Eile kennen, Bewohner voll weisem Rat. Ein Ort der plätschernden Brunnen und offenen Tempel durch die ein lauer Wind weht, Schneeeule wacht. Mein Olymp ohne Göttinnenzank, ein Pantheon mit einer runden Öffnung zum weiten Raum, den ich Leere nenne, leer, unbenannt, gleich Nichts. Ein Raum, der erst durch mein Betreten Farben und Formen bekommt. Punkt Null, Leere, Nichts, kein Stillstand, nie, viele kurze Momente, die Glasperlenkette eines Lebens.

Winterbilder

Winterimpressionen aus dem Hochtal

Gestern Morgen

0007alle Bilder können für die größere Ansicht angeklickt werden

Sobald die Sonne rauskommt beginnt das Land zu dampfen und sorgt für phantastische Impressionen

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Vorgestern war es, als ich die ersten zaghaften Schritte nach längerem Kranksein in die nahe Welt machte

Kirschen auf Sahne, Hagebutten im Schnee

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Gestern war es, am späten Nachmittag, als mein Autogalama ein Ende fand, ich schnappte mir die Kamera und machte mich auf den Weg, um das Sonnenuntergangslicht einzufangen. Wie überrascht ich war, als ich links abbog und mich plötzlich in dichtem Nebel wiederfand, fast surreal wirkte es und dann sah ich das

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und das

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ich kam wieder raus aus dem Nebel, das sah dann so aus

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Ich freue mich sehr, dass meine Kraft zurückkommt und dass mein Auto wieder fährt, sodass ich heute stromern konnte, nichts mache ich lieber! Ich hatte keine Lust auf das Hochtal und bin in die nahe Wehraschlucht gefahren, Eiswasser fotografieren und was noch so am Wegesrand auftauchte, aber schaut doch selbst. Die Galerie öffnet sich, wenn ihr sie anklickt. Euch allen noch einen schönen Samstagabend.

Sonntagsbild

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Diese kleine Skulptur steht bei einer meiner Freundinnen im Garten. Die Mutter ihres Partners hat sie gemacht und wird von ihm in Ehren gehalten. Zurecht, wie ich finde. Manchmal sind es gerade diese „kleinen“ Werke, die mich besonders anrühren. Wenn ich diese Figur betrachte, denke ich an die Würde des Menschens und an die Kraft der Stille.

Euch allen einen schönen 1. Adventsonntag.

Sonntagsbilder – Septemberimpressionen

Alles, was jetzt stirbt, ist nicht tot.

 – Ein Rückblick auf den September –

Bevor die Sonne aufgeht

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Schwarzwaldimpressionen im späten September

Die Herbstzeitlose – Colchicum autumnale – der Herbstkrokus – giftig und heilsam (homöopathisch)

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Allein der Name „Herbstzeitlose“ ist für mich Poesie im Reigen vom Werden und Vergehen. Im Herbst liegt das Versprechen auf eine Wiederkehr. Sind es im frühen Jahr die wilden, weißen Krokusse in den Bergen, sind es im Herbst die Herbstzeitlosen auf den karg gewordenen Wiesen. Krokusse sind erste und letzte im Jahrestanz. In die Geburt webt sich Tod hinein, in den Tod die Wiedergeburt und so geht es von Jahr zu Jahr und keins ist wie das andere.

Alles fließt, nichts bleibt wie es ist – zeitlos

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Sonntagsbilder

In der Wiese bei zuziehendem Himmel

minimalistisch

am Wasser