Der Zwölfmonatsblick #6

Mein sechster Zwölfmonatsblick zu dem Projekt von Zeilenende

 

Weite am Mittwochnachmittag

Da ich zum Monatsende schon verreist bin, habe ich noch schnell heute, am Mittwochnachmittag, meine Aussichtsbank besucht. Es tat gut wenigstens einmal kurz in die Weite zu schauen und auszuatmen, es gibt ja immer noch sooo viel zu tun, bevor man die Türe hinter sich schließt und in die Ferne rollt.

Eure Kommentare und eure Zwölfmonatsblicke schaue ich mir gerne an, wenn ich zurück bin. Ich freue mich auf eine netzlose Zeit. Habts guat, gelle?!

Du-Land

Und plötzlich sind wir wieder im Du-Land. Hier duzt jede jeden und umgekehrt und dann och noch auf Berlinerisch! Wie jerne ick dette höre!

Und alle helfen. An den ersten beiden Schleusen muss der gerade geborene Kapitän noch n´büschen üben, is noch n`büschen grrrün de Jong, nech?!

Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Herzlichkeit und eine Prise Humor bei Regenwetter beim Hin und Her auf den Kanälen und Seen ist eine kleine Freiheit…

Und plötzlich sind wir den Enten und Schwänen ganz nah.

 

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(für Gerda…)

…und ich will einen Fischkutter und einen schönen Kapitän

Es war einmal eine Mutter, die hatte zwei Kinder. Wie alle Kinder kamen auch sie, erst der Eine, dann die Andere, in die Ich-will-haben-Phase. Nicht alles war erfüllbar und schon gar nicht sofort und überhaupt, dieses „ich will, ich will, ich will“, da mußte sich die Mutter etwas einfallen lassen. Wann immer sie genug von Ich-will- oder Ich-will-haben hatte, sagte sie: „Und weißt du was ich will … ich will einen Fischkutter und einen schönen Kapitän.“

Jahre gingen ins Land. Die Kinder schenkten der Mutter Fischkutter und schöne Kapitäne in vielen Formen, dann waren die Kinder groß, der eine und andere Fischkutter verstaubte in der Ecke, der schöne Kapitän war eine Urlaubsaffäre, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Im letzten Jahr war es, dass die Mutter 60 Jahre alt wurde und die Kinder schenkten ihr … nicht ganz, aber fast … eine Floßfahrt auf der Mecklenburgischen Seenplatte, der Sohn sollte den schönen Kapitän ersetzen. Nun hat es noch einmal ein Jahr gedauert, bis die Floßfahrt Wirklichkeit wurde, leider mit viel Wasser von oben, der Seite und von unten ja sowieso, das jedoch kann eine Seefrau nicht erschüttern und auch nicht die Matrosin und den schönen Kapitän…

Es gab Regenpausen, einen sehr frühen sonnigen Morgen, eine sonnige Rückfahrt am Sonntag und unglaublich viel Spaß miteinander. Noch einmal dachte die Mutter, dass sie diese Beiden in ihrem Leben nicht vermissen wollen würde. Danke für euch!

Wasser

Wenn du ein Bild anklickst, öffnet sich die Galerie, Einzelfotos werden groß –

Der Angler im Regen

Fortsetzung folgt…

Der Zwölfmonatsblick #5

Mein fünfter Zwölfmonatsblick zu dem Projekt von Zeilenende, auf seiner Seite findet ihr die Links von allen Teilnehmenden.

Weite am Sonntagmittag mit noch vielen Wolken, die aber auch wieder keinen Regen gebracht haben,

Weite am Sonntagabend ohne Wolken im Abendrot.

Dieses Mal habe ich die Weite mit dem Tele, ohne zu zoomen, fotografiert, aber dann konnte ich es mir doch nicht verkneifen, ich bin ein bisschen zur Seite getreten, habe gezoomt und nun schaut selbst: so nah ist Basel und so hoch ist das Gebäude von Novartis –

und so sieht dieses Gebäude von unten aus, aufgenommen im August letzten Jahres.

Arbeitsplatzimpressionen

Einige von euch haben sich gewünscht, dass ich Bilder von meinem Arbeitsretreat zeige, et voilà …

Der Campingwagen mit dem unverkennbaren Charme der Neunzehnhundertachtziger Jahre, wenn nicht gar der 70er. Die Innenansicht erspare ich euch, ich sag nur Plaste Elaste … und doch habe ich dort wunderbar geschlafen, tief und fest, beschützt vom guten Hollerbusch,

den ich so gerne als Hollebusch bezeichne, vereinigt er doch weiß, rot und schwarz in sich und wirkt er auf mich, wie eine beschützende Mutter. Es war in den sehr alten Zeiten, so erzählt man es sich wenigstens, dass der Hollerbusch die Holle verkörperte, weil sich in ihm die drei Stadien in einem Frauenleben spiegeln, die weiße Unschuld, die rote Fruchtbarkeit, die schwarze (weise) Alte …

aus der Tür heraus fotografiert, so nah, so wunderbar –

Der Garten bietet viele Ansichten, den Mohnzauber habt ihr schon gesehen, ich habe darauf verzichtet das Haus selbst zu fotografieren, habe aber weitere Impressionen gesammelt…

Wenn du ein Bild anklickst, öffnet sich die Galerie, hab Freude, ich hab sie auch, wenn es nach Sommer riecht und schmeckt, dann kann Arbeit leicht werden und alles rückt an seinen Platz.


Buchtipp:

Frau Holle – Das Feenvolk der Dolomiten von Heide Göttner-Abendroth erschienen im Ulrike Helmer Verlag

Arbeitsretreat

Gestern habe ich eine weitere Kochrunde eingeläutet. Da ich dieses Mal auch für den Brunch zuständig bin, habe ich mich entschieden hier zu übernachten, mein Arbeitsweg ist lang geworden. Mein Chef hat einen Campingwagen im Garten stehen, wir haben Sommer und nichts und niemand zwingt mich jeden Abend wieder daheim zu sein.

Wenn ich später in der offenen Türe sitze, ist es, als ob ich inmitten eines Hollerbusches wohnen würde; traumhaft!. Ja, der Holunder blüht wie verrückt in diesem Jahr, eine erste Ladung Holunderblütensirup habe ich schon gemacht, eine zweite wird folgen.

Am Abend fahre ich ein paar Dörfer weiter, wo das alljährliche Frühjahrsretreat stattfindet, um an der Abendmeditation teilzunehmen. Im Anschluss plaudere ich mit dem Einen oder der Anderen, die mir lieb und teuer sind und die ich alle nur sehr selten sehe. Wird es dann dunkel, was ja dauert, ist es Zeit umzudrehen und in meinen Schlafsack im Camper zu krabbeln. Das nenne ich mal eine feine Art zu arbeiten und jetzt gehe ich wieder in den Garten oder doch flugs zum Badesee? Ich habe ja noch Zeit, bis ich mit dem Dreigängemenue starten muss…!

Euch allen noch einen sonnigen Feiertag!