Der Zwölfmonatsblick #5

Mein fünfter Zwölfmonatsblick zu dem Projekt von Zeilenende, auf seiner Seite findet ihr die Links von allen Teilnehmenden.

Weite am Sonntagmittag mit noch vielen Wolken, die aber auch wieder keinen Regen gebracht haben,

Weite am Sonntagabend ohne Wolken im Abendrot.

Dieses Mal habe ich die Weite mit dem Tele, ohne zu zoomen, fotografiert, aber dann konnte ich es mir doch nicht verkneifen, ich bin ein bisschen zur Seite getreten, habe gezoomt und nun schaut selbst: so nah ist Basel und so hoch ist das Gebäude von Novartis –

und so sieht dieses Gebäude von unten aus, aufgenommen im August letzten Jahres.

Arbeitsplatzimpressionen

Einige von euch haben sich gewünscht, dass ich Bilder von meinem Arbeitsretreat zeige, et voilà …

Der Campingwagen mit dem unverkennbaren Charme der Neunzehnhundertachtziger Jahre, wenn nicht gar der 70er. Die Innenansicht erspare ich euch, ich sag nur Plaste Elaste … und doch habe ich dort wunderbar geschlafen, tief und fest, beschützt vom guten Hollerbusch,

den ich so gerne als Hollebusch bezeichne, vereinigt er doch weiß, rot und schwarz in sich und wirkt er auf mich, wie eine beschützende Mutter. Es war in den sehr alten Zeiten, so erzählt man es sich wenigstens, dass der Hollerbusch die Holle verkörperte, weil sich in ihm die drei Stadien in einem Frauenleben spiegeln, die weiße Unschuld, die rote Fruchtbarkeit, die schwarze (weise) Alte …

aus der Tür heraus fotografiert, so nah, so wunderbar –

Der Garten bietet viele Ansichten, den Mohnzauber habt ihr schon gesehen, ich habe darauf verzichtet das Haus selbst zu fotografieren, habe aber weitere Impressionen gesammelt…

Wenn du ein Bild anklickst, öffnet sich die Galerie, hab Freude, ich hab sie auch, wenn es nach Sommer riecht und schmeckt, dann kann Arbeit leicht werden und alles rückt an seinen Platz.


Buchtipp:

Frau Holle – Das Feenvolk der Dolomiten von Heide Göttner-Abendroth erschienen im Ulrike Helmer Verlag

Arbeitsretreat

Gestern habe ich eine weitere Kochrunde eingeläutet. Da ich dieses Mal auch für den Brunch zuständig bin, habe ich mich entschieden hier zu übernachten, mein Arbeitsweg ist lang geworden. Mein Chef hat einen Campingwagen im Garten stehen, wir haben Sommer und nichts und niemand zwingt mich jeden Abend wieder daheim zu sein.

Wenn ich später in der offenen Türe sitze, ist es, als ob ich inmitten eines Hollerbusches wohnen würde; traumhaft!. Ja, der Holunder blüht wie verrückt in diesem Jahr, eine erste Ladung Holunderblütensirup habe ich schon gemacht, eine zweite wird folgen.

Am Abend fahre ich ein paar Dörfer weiter, wo das alljährliche Frühjahrsretreat stattfindet, um an der Abendmeditation teilzunehmen. Im Anschluss plaudere ich mit dem Einen oder der Anderen, die mir lieb und teuer sind und die ich alle nur sehr selten sehe. Wird es dann dunkel, was ja dauert, ist es Zeit umzudrehen und in meinen Schlafsack im Camper zu krabbeln. Das nenne ich mal eine feine Art zu arbeiten und jetzt gehe ich wieder in den Garten oder doch flugs zum Badesee? Ich habe ja noch Zeit, bis ich mit dem Dreigängemenue starten muss…!

Euch allen noch einen sonnigen Feiertag!

Stromern

Gestern suchte ich eine meiner Lieblingswiesen auf, um zu schauen wie es um die Arnika bestellt ist. Es hatte ein kleines bisschen geregnet, Tropfen, wie festgefroren, hockten auf Lupinenblättern,

Filigranes streifte meinen Weg,

eine Raupe saß auf einem Blatt am Bach,

und Schönheiten über Schönheiten,

nur die Arnika war weit und breit nicht zu sehen. Dachte ich…

So, wie ich mein Leben lang schon reden lerne (und schreiben), so lerne ich auch mein Leben lang sehen. Noch nie habe ich die Arnika knospend gesehen und hätte sich nicht hier und da ein gelbes Blättchen gezeigt, dann hätte ich sie nicht erkannt…

Das Leben ist schön!

 

Der Zwölfmonatsblick #4 und ein Sonntagmorgenspaziergang

Mein vierter Zwölfmonatsblick zu dem Projekt von Zeilenende

Weite am Samstagabend von einem meiner Dachfenster aus gesehen

Weite am Sonntagmorgen von der Stelle aus, die ich für das Projekt gewählt habe

Der Frühsommer hat Einzug gehalten, die ersten Wiesen sind gemäht, andere blühen bunt, auf wieder anderen stehen nun Pferde oder Kühe. Heute Morgen machte ich, nachdem ich den Zwölfmonatsblick eingefangen hatte, einen Spaziergang, ich habe euch noch ein paar Bilder mitgebracht, sehr gefreut habe ich mich über die Begegnung mit dem jungen Rehbock. Die Galerie öffnet sich, wenn ihr auf ein Bild klickt:

Ich wünsche euch allen eine schöne Zeit, mit vielen Stunden vor der Türe.

Sonntagsbild #20

Puppets in the streets #9 – at the boarder – an der Grenze

please click to enlarge – draufklick = großes Bild

Das ist der wohl für mich befremdlichste Fund in meiner Straßenskulpturensammlung. Befremdlich finde ich allerdings nicht die Skulptur selbst, sondern die Wahl des Ortes. „Der Leidende“, wie ich ihn nenne, liegt auf der obersten Treppenstufe zu einem Restaurant mit Biergarten.

Es fehlt der Hinweis auf die Künstlerin/den Künstler…


Wie auch immer noch, habt Freude an diesem Sonntag mit Sonne im Herzen, obs stürmt oder schneit

Rostlandschaften

Wer mich schon etwas länger kennt, die/der weiß, dass ich großer Fan von Rost und seinen Landschaften bin, hier fand ich wieder einmal vier sehr besondere…

Ich bin mir sicher, dass das eine und andere Bild als Hintergrund für meine Fotomontagen wieder auftauchen wird, jetzt sprechen sie erst einmal für sich…

Ich schenke dem Tag mein Lächeln

Heute gehe ich allein, ich schaue, höre, spüre, rieche, sitze, beobachte, lausche, tue nichts, gehe wieder, fotografiere, schreibe auch, ich spüre mein Lächeln und meine Zufriedenheit in einer Welt der Unzufriedenen und gerade eben will ich nichts anderes als genau dieses hier.

Bussard kreist, er wirft seinen Schatten auf den Weg vor mir, sonst hätte ich ihn vielleicht gar nicht entdeckt. Dann staune ich: mitten im Wald gedeiht ein minikleines Rapsfeld:

Alles ist was es ist und so wie es ist, ist es gut. Ja, es ist sogar schön, richtig schön…

Ich schenkte dem Tag mein Lächeln, so, wie er mir sein „Schön“ schenkte, diesen tiefen, blauen Himmel, die wärmende Sonne, die Kühle des Waldes, die Frische des Grüns, den Tanz der Schmetterlinge durch das Licht der Buchenwälder, kleine Schönwetterwölkchen und alles Getön.

Bye, bye, ich komme wieder…