Sonntagsbilder 16 2020

D R E I Z E I T I G

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Erinnerungsschaukel 04

U N T E R W E G S  –  D R E I S P U R I G

Zunächst ist es der Tanz mit den Kurven, der Kupplung, dem Schaltknüppel und den Bremsen, während der Blick über blühende Löwenzahnwiesen, weisse Kirsch- und Pflaumenbäume gleitet, hin zu den verblühten Fliederbüschen im Tal und den frischen Holunderblüten.

Was … jetzt schon? Ich staune. So, wie ich immer staune, wenn die Ebene in einem Kleid erscheint, das auf dem Berg noch im Schrank hängt. Surreal wirkt die leuchtend rote Klatschmohnwiese unter dem Alupalast, zwischen der Höhe und unten angekommen.

Nach all dem Gleiten und Schalten von oben nach unten hat mich irgendwann der Sog der Strasse wieder. Der Sog, der mich immer mal wieder, am Ziel angekommen, fragen lässt, wer sich nun eigentlich bewegt hat: die Strasse unter den Rädern, einem Fliessband gleich, oder eben doch ich den faradayschen Käfig? Wären da nicht die Pausen und damit mein Blick von aussen auf die Bahn, mit einer eigenen Komponente von Unwirklichkeit, wüsste ich es manchmal nicht mit Gewissheit zu sagen. Fahren auf der Autobahn kommt oft einer Trance gleich, einer mit hellwachen Sinnen, immer das Obachtschild im Kopf, die Strasse und ihr Geschehen im Auge.

Geschichten von damals und vordamals weben sich ins Jetzt hinein. Manchmal genügt ein Kennzeichen und schon halte ich Ausschau nach Menschen aus längst vergangenen Zeiten. Oder es ist eine Ausfahrt zu einem Ort, wo ich einst jemanden kannte oder selbst einmal lebte oder Besuche machte und mache, nur nicht gerade jetzt, oder es ist eine Raststätte, ein Parkplatz wo sich Geschichten über das Jetzt legen. Sie kommen und gehen im Takt der vorwärts rollenden Räder.

Weisst du noch … es erzählt sich von selbst …

… diese drei schweren Jungs von vor ein paar Wochen, ihre Blicke so finster, wie das gesamte Drumherum … drei schwere Jungs und die Helden der Dreispurigkeit im Allgemeinen, ihre Ungeduld, ihr Gedrängel, ihre Lichthupen und ihre bösen Blicke, wenn ich endlich rechts einschere, um sie vorbei rasen zu lassen. Manchmal gerate ich dabei in zu viel gesehene amerikanische Spielfilme, halte kurz den Atem an, spüre fast schon den Aufprall auf der linken Seite, als ob sie mich endgültig von der Bahn schubsen wollten …

Brumm, brumm, brumm der olle Grimm, der fährt herum, wer ihn anschaut oder lacht, kriegt den Buckel voll gemacht …

Ausatmen, weiterfahren, den schweifenden Blick geradeaus, nach hinten und zur Seite. Felder bestückt mit Windrädern, neuerdings auch mit Sonnenkollektoren,neben blühenden Rapsfeldern. Die junge Gerste schaukelt ihre Grannen im Wind … Die nächste Raststätte kommt. Pause.

Seltsam leer ist es hier und ich frage mich, ob sie nicht ganz geschlossen wurde. Steige aus, trete ein. Drinnen palavern zwei Italiener an der leeren Lounge. Ich folge dem WC-Schild. Als ich zurückkomme, palavern beide, nun auch von lebhaften Gesten untermalt, mit zwei Polizisten:
„Ein LKW-Fahrer, er sprach nur schlecht Deutsch, hat uns gesagt, dass dort hinten eine Frau liegt. Tot ist sie nicht. Aber wir wissen auch nicht. Sie reagiert nicht.“

Dann bin ich auch schon wieder draussen. Was war das denn? Ich steige ein, fahre weiter und lausche der Fortsetzung des Krimihörbuchs von Hakan Nesser …

Pinkelpausen müssen sein. Das nächste Mal ist es ein Parkplatz. Der Wald ruft. Auf dem Weg kommt einer, der sich gerade den Hosenstall hochzieht von rechts, ich gehe nach links. Gut so … denn nur kurz dahinter kommt schon der Zweite. Autobahnstrich für Kerle? Seltsam … Was passiert hier?

Die nächste Geschichte kommt, die von den Wohnwagen, die neben der Strasse in einem Waldstück abgestellt wurden, mit Herzchen verziert und leuchtenden roten Lämpchen am Abend. Von hier geht es zu den verdreckten Dünen vor den Türen Roms, zwischen denen ausgemergelte farbige Frauen auf Campingstühlen sassen, einer wackeliger als der andere …

Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal ein anderes Hörbuch wählen, eins, das mich zum lachen bringt, wie vor einigen Wochen der Hundertjährige, der aus dem Fenster sprang, vielleicht finden ja dann die kleinen Krimis innerhalb der Realityshow auf anderen Pausenplätzen statt. Oder ich höre wieder nur Musik, Lieder bei denen ich laut mitsingen kann, Töne finde, die ich sonst zurückhalte, nur nicht in meinem faradayschen Käfig, dem einzigen Käfig, in den ich mich gerne freiwillig begebe.

Auf meinen Wegen von Süd nach Nord und zurück liegen die Geschichten und Bilder am Wegesrand. Mutter, Mutter wie (weit) darf ich reisen?

2014


Stimmt, dieses Mal schwingt die Schaukel schon sehr nah ins Jetzt hinein, über die Kindheit, das Kindsein hinaus. Wobei ich ja manchmal noch immer wie eine Fünfjährige reagieren kann. Aber das ist wieder ein anderes Thema und keins, das mir oder dir Freude macht. Also vergesse ich es. Die Schaukel und mein PC, da gab es nämlich mal wieder Updates, ich kann sie nicht wirklich leiden, und schwupps sucht nun wieder Google statt Ecosia, wenn ich nicht Ecosia anklicke. Mache ich, klar, ich will ja Bäume pflanzen, von hier bis zum Mond und zurück. Auch egal, um nun Ecosia wieder zu etablieren suche ich mich selbst und finde diesen Beitrag, lese ihn aus fast sechs Jahren Distanz. Ich bin wieder unterwegs. Gut fühlt sich das an!


Nur noch einmal zur Erinnerung (huch schon wieder eine), alle diese Texte, die ich hier einstelle, schrieb ich vor einigen Jahren und stellte diese hier auch schon ein, so kann es sein, dass ältere Leser*innen diese schon kennen. Ich mache dies für mich und die neuen Leser*innen, vielleicht wird


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Sonntagsbilder 15 2020

Ich wünsche dir von Herzen frohe Ostern!

Ja, ich weiß, für viele von uns ist es gerade schwer froh zu sein. Unser Leben ist und bleibt reglementiert. Die gewohnten Osteraktivitäten fallen flach. Kreativität und Umdenken ist gefragt. Mir hilft das Wissen, dass wir alle im selben Boot sitzen, das verbindet über zig Kilometer hinweg.

Mir hilft auch täglich kleine Freuden in die Welt zu säen, mal hier, mal dort.

In diesem Sinne, bleib gesund und nähre die guten Gedanken.

Vielleicht konnte ich dir mit diesen drei Bildern ein kleines Lächeln auf dein Gesicht zaubern. Dann freue ich mich sehr!

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Was mich froh macht

Ein Spaziergang am frühen Morgen am Fluss, der auch hier Wiese heißt.

Vorher wohnte ich an der kleinen Wiese, jetzt an der großen. Nicht weit von hier fließen sie zusammen und kurz vor Basel fließen sie in den Rhein.

Froh machen mich auch die Nachbarschaften von Steinen und Bäumen,

die Stille der Steine,

ein Vogel, der nicht wegfliegt, wenn ich ihn fotografieren will, auch wenn ich seinen Namen (leider) nicht weiß. (Vielleicht kann mir ja jemand helfen?)

Froh macht mich ebenfalls der Birnbaum vor meinem Fenster, der nun angefangen hat zu blühen und …

… dass nicht alle Magnolienblüten erfroren sind.

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Es ist zu jeder Zeit gut zu wissen was einen froh macht, mehr noch in dieser, für uns alle nicht einfachen Zeit.

Mich machen nicht nur solche frühen Morgenspaziergänge froh. Hinzu kommt der Kontakt mit meinen Freundinnen und Freunden über das Netz, über Telefon, Briefe und Postkarten. Ich bin froh, dass unsere Familie wohlauf ist. Ich bin froh und dankbar für alle Werkzeuge, die ich im Laufe meines Lebens geschenkt bekommen habe und dass ich sie zu nutzen weiß. Froh und dankbar bin ich für alle Menschen, die mich darin unterstützt haben die zu werden, die ich heute bin. Große Freude habe ich an meiner Kreativität, meinem offenen Herzen und an der täglichen Meditation. Und natürlich bin ich sehr froh über Bloghausen und dass es euch gibt!

Vieles ließe sich hier noch aufzählen, aber ich lasse es mal hier stehen, denn ich bin neugierig, was dich froh macht! Vielleicht magst das ja im Kommentar schreiben?!


Ich mache in dieser Woche eine Pause mit meinem Projekt der „Erinnernungsschaukel“. So sehr ich sie einerseits mag, so wichtig erscheint es mir gerade im Hier und Jetzt zu sein.



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Sonntagsbild 12 2020

Ohne Worte – Without Words

01 2020

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Dieser Song geht mir seit Tagen nicht aus dem Kopf – aus Gründen, klar!


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Gutes und Schönes

Bilder vom Fließen, Sprießen und Schnattern

Dieser Beitrag ist dem Projekt von Rene gewidmet,

der sich über gute Nachrichten freut.

Vom Fließen

Vom Sprießen

Vom Schnattern

Während die Einen ruhen, putzt sich der Andere

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Das Gute daran ist, dass mich solche Spaziergänge glücklich machen, dass dem Frühling das Menschengehassel egal ist und schön ist der Frühling allemal. Neu ist nichts daran, denn schließlich ist jedes Jahr Frühling, auch wenn mir persönlich immer wieder etwas Neues vor die Linse springt.

Nun wünsche ich euch einen schönen Samstag.


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Gestern, heute, morgen

Alte Mode neu aufgelegt, futuristisch verpackt

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Es ist schon eine Weile her, dass mir „Gesichtslose“ ins Auge gesprungen sind. 2014 gab es auf meinem Blog eine Galerie mit dem Titel: Die Gesichtslosen.  Später entstand die Serie: Puppets in the streets. Dieses Duo entdeckte ich letzten Samstag. Ich will nicht verschweigen, dass es mich seltsam berührt hat.

Wie geht es dir damit?


weitere Beiträge → https://cafeweltenall.wordpress.com/2014/06/04/die-gesichtslosen-ii/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/07/30/sonntagsbild-30-pausenbild/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/03/05/sonntagsbild-9/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/12/sonntagsbild-7-2017/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/05/sonntagsbild-5-2017/

 

Sonntagsbild 08 2020

Auf Wanderschaft

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Eine kleine Handyspielerei und Kritzelei, die ich letzten Herbst machte, um das Malprogramm auszuprobieren. Heute passt es! Ich bin unterwegs und schaue frühestens am Dienstag hier herein.

Gutes euch!


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Bis auf weiteres …

oder die Ruhe vor dem Sturm.

Das eine ist Sturm „Sabine“, der im Anmarsch ist, das andere mein persönlicher Umzugssturm. Mittlerweile stehen leere und auch schon gefüllte Kartons in meiner Wohnung. Ab Dienstag werde ich die eine und andere Kiste in die neue Wohnung bringen. Die große Aktion wird am 29.02. sein.

Am Samstag hatte ich ein Abschiedsessen mit den NachbarInnen. Kommenden Freitag werden noch einmal die Enkelkinder hier schlafen. Sie haben es sich gewünscht.

Wieder einmal heißt es Abschied nehmen. Es ist noch nicht ganz drei Jahre her, dass ich hier voller Freude eingezogen bin. Es entwickelte sich leider ungut. Damals schrieb ich die Beiträge: Schreiben hilft, heute wird es nur diesen Beitrag geben, bevor ich in die Blogpause gehe, eher pragmatisch als lyrisch.

Abschied ist auch immer mit Rückblicken verbunden. An vieles erinnere ich mich gerne, anderes gehört zu meinen Lernfeldern, für die ich dankbar bin. Manches hätte ich nicht gebraucht. Aber wer weiß das schon so genau?

Ich schaue zuversichtlich in die Zukunft und freue mich auf mein neues Zuhause, das mir viel Platz bietet und damit auch mehr Möglichkeiten für die Entfaltung.

Äusserst Willkommen gefühlt habe ich mich am Samstag, als ich vor meiner neuen Haustüre die ersten Schneeglöckchen für 2020 entdeckte.

Und als ich dann später „mein“ neues Gartenstückchen inspizierte, freute ich mich über eine kleine Feuerstelle, die gerade nur nicht eingefasst ist, und über einen Rosenbogen im Südwesten. Ich hatte meine Freude an dem nahezu nahtlosen Übergang zu den Wiesen und an der wilden Ecke im Westen. Das Plätschern des Bächleins von gegenüber hat schon bei der ersten Besichtigung meine Ohren beglückt.

Da ich erst im März wieder richtig aktiv in Bloghausen werde, möchte ich euch noch diese Eisbilder zeigen. Diese hübschen Eisformationen entdeckte ich an einem Bachlauf auf dem alten Berg, als ich am Freitag eine Freundin besucht habe.

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Hier und da werde ich vielleicht noch Muße für ein Sonntagsbild finden und auch zwischendurch kleine Besuche bei der Einen und dem Anderen in Bloghausen machen.

Ich möchte mich bei all denen von euch bedanken, die mir die Daumen für die Wohnungsfindung gedrückt haben. Das hat geholfen. Das scheinbar Unmögliche ist möglich geworden und viel besser als gedacht!

 

Tschüss und bis bald. Schön, dass es euch gibt!



https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/25/blues/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/27/schreiben-hilft/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/28/schreiben-hilft-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/03/01/schreiben-hilft-3/



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