Gedankenfäden 002

RoteFadenGeschichte 014 – 016

Oben hinein, unten heraus, dazwischen, davor, dahinter, danach nichts weiter.

Oben hinein, er bleibt, sie kreiselt um den roten Faden herum, der sich verwickelt, verknotet, Anfang und Ende sind kaum noch zu unterscheiden.

Er gibt unerwartet Leine, bildet eine Linie von der Großmutter, zur Mutter, zur Tochter, zur Tochtertochter, zur Enkelin. Verbunden, verstrickt, entknotet strebt er weiter, führt um sie herum, kein Kreis, schlangenähnlich zieht er weiter.

Manchmal verwirrt verknäult er sich. Sie hält den Anfang in ihren Händen. Oder ist es das Ende?

Was, wenn er zerreißt – mittendrin – auf dem Weg heraus aus dem Labyrinth?

Was, wenn der rote Faden auf den blauen Weg fällt, hin zum Grün des Lebens strebt?

Was, wenn Einer kommt und ihn um seinen kleinen Finger wickelt?

Sie wird ihm folgen, ihm standhalten, seinen kleinen Finger nehmen. Er gibt ihr die ganze Hand. Sie nimmt sie nicht. Sie nimmt den roten Faden. Sie wickelt ihn um ihr Herz, es braucht jetzt ein Nest.

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Unendliche Geschichten, ihre eigenen, die der anderen, die fremden – verschachtelt, in- und umeinander, Wanderdünen in ihrem Kopf.

Sie steht jetzt auf, zieht sich ihre Socken an, den dicken Pullover über, das schafft sie, genügend Holz für einen weiteren Tag zu holen, die gerade geschlüpften Sonnenblumen zu gießen, sie und sich in die Wärme der Märzsonne zu stellen.

Kleine Opfergaben für die neue Haut, die alte ist ihr zu eng geworden. Sie reißt, fällt in Schuppen auf den zurückgelegten Weg, den sie nicht mehr betreten wird. Pelzig ist die Zunge, der nicht zu löschende Durst treibt sie. Eine Kanne Zitronenhonigwasser, Altbewährtes auf neuem Weg. Sie hat den Tränenbach überquert. Schnell und schneller geht sie seiner Mündung entgegen, am Ziel angekommen, wird die Quelle versiegen.



P.S. RoteFadenGeschichten habe ich die Serie der Bilder genannt, die Texte Gedankenfäden.

Sonntagsbild #45

puppets in the streets #16

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Ich wünsche euch einen schönen Sonntag, möget ihr eure warmen Stuben genießen. Es ist jetzt die Zeit, in der ich immer wieder auch an die Menschen denke, die jetzt keine Stube haben und auch nie ein Haus bauten…



hier noch zwei Lesetipps, Belmonte hat sich von meinem Text >Winter ist anders< inspirieren lassen → https://vnicornis.wordpress.com/2017/11/11/anders-is-dera-winteru/

und Frau Rebis von den Maisfreuden

https://fraurebis.wordpress.com/2017/11/11/aussen-und-innen/

Wie schön es immer wieder ist, wenn Eine*r den Faden aufnimmt und auf eigene Weise weiterspinnt! Auch an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichen Gruß und Dank an euch!

Sonntagsbild #41

puppets in the streets #15

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Stimmt, vorletzten Sonntag zeigte ich ein Bild mit diesem Hintergrund und diesem roten Auto, die Zeit ist weiter gegangen, ein Zeitfenster hat sich geschlossen und nun das…

Ich habe mehrfach überlegt das Bild nicht zu zeigen, aber hej, auch das ist eine Realität! Die Schaufensterpuppe entdeckte ich übrigens letztes Jahr in der Weihnachtszeit in Basel in der Front eines Dessousgeschäfts zusammen mit einem großen goldenen Bären:

Absurdistan lässt grüßen 😉

Euch allen einen freudigen Sonntag!

Sonntagsbild #30 – Pausenbild

puppets in the streets #14

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Da ich dort, wo ich jetzt bin, kein Netz habe, kann ich eure Kommentare erst in einer Woche lesen,

bis dahin

all the best to everyone –



Anmerkung

die „Dame“ im goldenen Badeanzug und Taucherbrille © Bruni Wortbehagen – nochmals meinen herzlichen Dank dafür, liebe Bruni

 

 

Sonntagsbild #29

puppets in the streets #13 – oder lost in memories

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Nein, lost in memories ist nicht dasselbe wie lost memories … ich widme dieses Bild Mützenfalterin und ihrer grandiosen Serie „lost memories“, aber schaut mal selbst → https://muetzenfalterin.wordpress.com/2017/07/19/lost-memories-18/ es ist schon das 18. Bild ihrer Serie, runterscrollen lohnt sich!

Ansonsten wünsche ich euch allen einen erholsamen Sonntag.