Mehr Schönes

Am Wasser

Manchmal sehe ich etwas und dann frage ich mich, was ich sehe. In diesem Fall dachte ich spontan an ein verlassenes Nest eines Webervogels, aber sie weben ihre kunstvollen Nester nur südlich der Sahara und in tropischen Gebieten Asiens. Und dann dachte ich, dass vielleicht Jürgen von Linsenfutter Rat weiß ( oder eine andere/ ein anderer von euch), und Zeit und Muße hat mir zu schreiben was ich dort gesehen und festgehalten habe, das wäre schön!

Überhaupt ist es schön, lässt Geschichten spinnen, auch wenn es keinen Namen hat.

weitere Impressionen vom Bergsee in Bad Säckingen

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Das war ein wunderschöner Ferientag, wieder mit meinen Enkelkindern, einer der letzten in diesem Sommer in BW. Am Montag sind die Sommerferien vorbei, für die Enkelkinder und auch für mich. Ein reicher und heißer Sommer ist in seiner späten Zeit angekommen und neigt sich dem baldigen Herbstanfang entgegen.

Ich habe viel in diesem Sommer gesammelt, ich fühle mich reich, auch wenn es wieder kein leichter Sommer gewesen ist → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/06/26/wenn-der-sommer-sich-verdunkelt/.

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Bilder aus dem Garten

Keiner sprach

der Geist, der Gast,

die weißen Chrysanthemen

RYOTA

aus dem Buch: Der Garten des Samurai -Europaverlag – ISBN 3-203-83527-4

Mehr Chrysanthemen

Winden

allerlei Buntes

Randerscheinungen

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An so einem heißen Tag sind die Bienen sehr durstig

Am frühen Abend heißt es gießen gehen, Luna begleitet mich auf meinem Weg

Ein Bogen für Gerda und Luna

Der Garten hat meine Tatkraft dringend gebraucht – erst war meine Auszeit in Lothringen, was wohl auch hier die heißeste Zeit gewesen ist. Danach habe ich eine Woche gekocht, dann dies und das und jenes, gestern war es dann soweit – was heißt schon Wochenende –

Ich wünsche euch eine gute Woche.

Kräutersegen

Vier Frauen sind wir am Mittwochabend gewesen. Ich habe, wie jeden Monat, die Frauen meiner Trommelgruppe (schamanische Reisen) eingeladen. Seit diesem Jahr verknüpfe ich diese Abende verstärkt mit den vier Sonnen- und den vier  Mondfesten. Jetzt ging es um den Kräutersegen.

Es ist das Fest der roten Schnitterin oder auch Lughnasadh oder Lammas genannt. In den alten Zeiten war dies das Fest, das die Getreideernte einläutete. Das Datum ist der 2. August. Da ich aber nie am 2. August daheim bin, habe ich es auf diesen Mittwoch, 15. August gelegt, in der christlichen Tradition Mariä Himmelfahrt genannt wird. Mancherorts ist es noch üblich, dass in den katholischen Gemeinden an diesem Tag eine Kräuterweihe stattfindet. Vieles haben die Christen für sich aus den alten Traditionen übernommen und für sich modelliert (deswegen auch die Datumsverschiebung!), was sich nicht aus den Brauchtümern „vertreiben“ ließ wurde in abgewandelter Form übernommen. So blieb wenigstens noch ein bisschen des archaischen Wissens erhalten.

Irgendwo habe ich dazu gelesen, dass bei Marias Tod einige der Apostel durch die Lüfte zu Marias Totenbett geflogen sein sollen, die einen sagen nach Jerusalem, die anderen nach Ephesos. Was ich noch spannend finde. In Ephesos ist der Tempel der Artemis. Artemis ist die Göttin der Jagd und des Waldes, sie ist die Schützerin der Frauen und Kinder –

Mich interessiert immer wieder die vorchristliche Zeit und das, was davon noch überliefert ist, wohlwissend, dass vieles,  besonders in Bezug auf die Kelten, in den Bereich der Spekulation fällt. An dem Tag des Kräutersegens dachte ich an die alten Geschichten der Kornkönigin, an den ersten Schnitt mit der goldenen Sichel (symbolisch), an Fruchtbarkeit und Tod – wer ernten will muss töten. Die Farben dieses Festes sind rot und schwarz, bzw. nachtblau.

Unsere Kräutersträuße haben wir mit weißem Salbeirauch gesegnet, Dankbarkeit für die diesjährige Ernte im Herzen. Mein Strauß hängt nun in der Stube und wird dort bis zum 02. Februar 2019 hängen, dann beginnt wieder alles von vorne, eine Spiralumdrehung weiter. Möge er mich durch die dunkle Jahreszeit tragen und mich immer wieder daran erinnern, dass unter dem Schnee das Leben (nur) ruht.

Schattenplätze

Schattenplätze waren auf dem diesjährigen Sommercamp in Lothringen sehr begehrt und viele tummelten sich am Nachmittag am nahen Badesee oder in näher gelegenem Bach, ich hatte dazu leider keine Zeit, umso froher war ich, dass mein Wohnraum wunderbar kühl blieb, weil wir nur in der Nacht alle Fenster geöffnet hatten und ab 9:30h alle Rolläden herunter ließen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass alle anderen Mitbewohnerinnen sich ebenfalls daran gehalten haben, es keine Konflikte in diesem Jahr wegen geöffneter oder geschlossener Fenster gab.

Nun bin ich sehr froh, dass es hier abgekühlt hat, dass meine Dachwohnung wieder bewohnbar ist, ohne dass ich wegschmelze und wieder klarer denken kann. Ich hoffe sehr, dass die Stürme im Norden niemanden von euch geschadet hat, mein Mitgefühl haben dennoch alle, die es getroffen hat. Wir müssen wohl lernen mit den Extremen zu leben.

Und gerade eben bin ich weg…

Wie in jedem Jahr fahre ich heute ins schöne Baerenthal, das nicht, wie ich viele Jahre geglaubt habe, im Elsass, sondern in Lothringen liegt. Dort werde ich, wie auch in jedem Jahr, viele Freundinnen und Freunde treffen, werde mit den Jugendlichen „arbeiten“, weisen, auch inspirierenden Gedanken lauschen, am Abend Musik hören, schwatzen, lachen, lauschen, debattieren, schweigen…

Eure Kommentare werde ich nicht mehr lesen können, aber ich weiß, dass ihr mir Gutes wünscht und genau das wünsche ich euch auch – so gut, dass es euch gibt! Danke.


Im Moment wünsche ich mir für diese Zeit, neben aller Freude für mich und euch und alle anderen, dass es viiiel regnen möge, der Wald schaut traurig aus, hier und da schon herbstlich. In den letzten 3 Wochen krachten voll beladene Obstbaumäste herunter, weil sie zu wenig Wasser hatten, Weizenfelder brannten, Früchte verdorrten, Getreide, das nur noch für Viehfutter gereichte und, und – und das nur in diesem Land, in anderen brannten und brennen Städte und Wälder und darüber hinaus ist in diesem Jahr Vieles mehr wie bedenklich.

Heute, am Mittwochabend, verdunkelte sich der Himmel, ein Wind kam auf, Lindenblütenpropeller segelten durch den Dramahimmel zur Erde –

geregnet hat es woanders, hier ist plötzlich die Luft wunderbar frisch geworden und als ich in den Himmel schaute sah ich das –

für mich ist ein Regenbogen ein glückverheißendes Zeichen.

In diesem Sinne, bye for now.

sweet nectar of summertime

Juli 2009

Juli 2018

Leicht und flüchtig, wie der Sommer selbst, flatterten die Weißlinge im Lavendel, stille Momente waren selten.

Ganz anders erschien mir der kleine Fuchs, fast gemächlich, nahezu unerschrocken zog er von Blüte zu Blüte, verweilte und trank den süßen Necktar der Sommerzeit.



Vielleicht bin ich in diesem Jahr so ganz besonders in den Sommer verliebt, weil er sich so reich verschenkt.

Bestimmt aber ist dieser Sommer, wie die vorigen schon, nicht nur leicht, lange Schatten legen sich über manchen Tag als wäre immer Dämmerungszeit, melancholische Momente. Ich kann das Unsägliche nicht in Worte fassen. Aber ich kann mich schämen – fremdschämen.

Aber bestimmt gibt es immer wieder diese federleichten Tage, mit Glühwürmchenglühen am Abend, am gemeinsamen Feuer, mit Purzelbaumgeschichten und Lachsalven, der hereinziehenden Nacht entgegen.

Sommergäste

Ein Heupferdtanz

Wie schon im letzten Jahr beginnt nun die Zeit der Heupferde auf meinen Dachfenstern. Mich interessierte der Unterschied zwischen Heuschrecken und-pferden, Grashüpfern und Grillen.

Die Art ist die Heuschrecke, die über 26.000 verschiedene Gattungen weltweit ausgebildet hat, die zur Familie der Insekten gehört. Zu ihnen gehören auch die Grillen und die kleinen Grashüpfer. Es wird unterschieden zwischen den Langfühlerschrecken = Ensifera und den Kurzfühlerschrecken = Caelifera. Ihnen allen gemein ist, dass die Männchen ihre Hinterbeine an ihrem Körper reiben, sie „zirpen“ und versuchen damit ein Weibchen anzulocken. Das Wort Schrecke ist althochdeutsch und geht auf das Wort schrecken = aufspringen zurück.

Mehr in den bekannten Nachschlagewerken…

Ich weiß jetzt auf alle Fälle, dass mich das grüne Heupferd besuchen kommt, so schaut es von unten auf meinen Dachfenstern aus – aufgenommen an verschiedenen Tagen –

anklick = große Bilder

und ein bisschen Musike