Schattenplätze

Schattenplätze waren auf dem diesjährigen Sommercamp in Lothringen sehr begehrt und viele tummelten sich am Nachmittag am nahen Badesee oder in näher gelegenem Bach, ich hatte dazu leider keine Zeit, umso froher war ich, dass mein Wohnraum wunderbar kühl blieb, weil wir nur in der Nacht alle Fenster geöffnet hatten und ab 9:30h alle Rolläden herunter ließen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass alle anderen Mitbewohnerinnen sich ebenfalls daran gehalten haben, es keine Konflikte in diesem Jahr wegen geöffneter oder geschlossener Fenster gab.

Nun bin ich sehr froh, dass es hier abgekühlt hat, dass meine Dachwohnung wieder bewohnbar ist, ohne dass ich wegschmelze und wieder klarer denken kann. Ich hoffe sehr, dass die Stürme im Norden niemanden von euch geschadet hat, mein Mitgefühl haben dennoch alle, die es getroffen hat. Wir müssen wohl lernen mit den Extremen zu leben.

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Und gerade eben bin ich weg…

Wie in jedem Jahr fahre ich heute ins schöne Baerenthal, das nicht, wie ich viele Jahre geglaubt habe, im Elsass, sondern in Lothringen liegt. Dort werde ich, wie auch in jedem Jahr, viele Freundinnen und Freunde treffen, werde mit den Jugendlichen „arbeiten“, weisen, auch inspirierenden Gedanken lauschen, am Abend Musik hören, schwatzen, lachen, lauschen, debattieren, schweigen…

Eure Kommentare werde ich nicht mehr lesen können, aber ich weiß, dass ihr mir Gutes wünscht und genau das wünsche ich euch auch – so gut, dass es euch gibt! Danke.


Im Moment wünsche ich mir für diese Zeit, neben aller Freude für mich und euch und alle anderen, dass es viiiel regnen möge, der Wald schaut traurig aus, hier und da schon herbstlich. In den letzten 3 Wochen krachten voll beladene Obstbaumäste herunter, weil sie zu wenig Wasser hatten, Weizenfelder brannten, Früchte verdorrten, Getreide, das nur noch für Viehfutter gereichte und, und – und das nur in diesem Land, in anderen brannten und brennen Städte und Wälder und darüber hinaus ist in diesem Jahr Vieles mehr wie bedenklich.

Heute, am Mittwochabend, verdunkelte sich der Himmel, ein Wind kam auf, Lindenblütenpropeller segelten durch den Dramahimmel zur Erde –

geregnet hat es woanders, hier ist plötzlich die Luft wunderbar frisch geworden und als ich in den Himmel schaute sah ich das –

für mich ist ein Regenbogen ein glückverheißendes Zeichen.

In diesem Sinne, bye for now.

sweet nectar of summertime

Juli 2009

Juli 2018

Leicht und flüchtig, wie der Sommer selbst, flatterten die Weißlinge im Lavendel, stille Momente waren selten.

Ganz anders erschien mir der kleine Fuchs, fast gemächlich, nahezu unerschrocken zog er von Blüte zu Blüte, verweilte und trank den süßen Necktar der Sommerzeit.



Vielleicht bin ich in diesem Jahr so ganz besonders in den Sommer verliebt, weil er sich so reich verschenkt.

Bestimmt aber ist dieser Sommer, wie die vorigen schon, nicht nur leicht, lange Schatten legen sich über manchen Tag als wäre immer Dämmerungszeit, melancholische Momente. Ich kann das Unsägliche nicht in Worte fassen. Aber ich kann mich schämen – fremdschämen.

Aber bestimmt gibt es immer wieder diese federleichten Tage, mit Glühwürmchenglühen am Abend, am gemeinsamen Feuer, mit Purzelbaumgeschichten und Lachsalven, der hereinziehenden Nacht entgegen.

Sommergäste

Ein Heupferdtanz

Wie schon im letzten Jahr beginnt nun die Zeit der Heupferde auf meinen Dachfenstern. Mich interessierte der Unterschied zwischen Heuschrecken und-pferden, Grashüpfern und Grillen.

Die Art ist die Heuschrecke, die über 26.000 verschiedene Gattungen weltweit ausgebildet hat, die zur Familie der Insekten gehört. Zu ihnen gehören auch die Grillen und die kleinen Grashüpfer. Es wird unterschieden zwischen den Langfühlerschrecken = Ensifera und den Kurzfühlerschrecken = Caelifera. Ihnen allen gemein ist, dass die Männchen ihre Hinterbeine an ihrem Körper reiben, sie „zirpen“ und versuchen damit ein Weibchen anzulocken. Das Wort Schrecke ist althochdeutsch und geht auf das Wort schrecken = aufspringen zurück.

Mehr in den bekannten Nachschlagewerken…

Ich weiß jetzt auf alle Fälle, dass mich das grüne Heupferd besuchen kommt, so schaut es von unten auf meinen Dachfenstern aus – aufgenommen an verschiedenen Tagen –

anklick = große Bilder

und ein bisschen Musike

Wenn der Sommer sich verdunkelt,

Er verdunkelt sich seit vielen Jahren.

Im Sommer gehen die meisten afrikanischen Menschen auf die Schiffe/Gummiboote, um nach Europa zu gelangen, was immer schwieriger gelingt.

Libyen soll für Europa das gelobte Land sein, das Europa die Geflüchteten abnimmt, aber was dort passiert ist für mich kaum noch zu fassen.

Wer es wissen will → https://dvwelt.wordpress.com/2018/06/25/finde-die-fehler/

Wie die Dame von Welt selbst schreibt, es braucht einen Eimer Schnaps, um diese Bilder und Berichte zu verdauen, ich habe keinen und will auch keinen, ich machte das obige und untere Bild. Was hier und jetzt in der Welt geschieht, kann und soll kein Ball vertuschen.

Keine Frage, ich liebe den Sommer und ich genieße ihn auch, aber ich gestehe auch, dass er schon lange nicht mehr so leicht ist wie einst.



https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/08/26/sommerlied/

Sommer, Musik und ein Film

stand up – look around – scale down

 

Es ist die große und, wie ich finde, immer größere werdende Diskrepanz zwischen den Menschen, die achtsam mit der Natur umgehen, sich als Teil von ihr begreifen, die damit verknüpfte Verbundenheit nähren und stärken und ihre Kraft daraus ziehen und denen, die sich um nichts scheren. „Mach dir die Erde untertan“ wirkt immer noch auf fatalste Weise, als gäbe es keine Enkelkinder, als hätten wir nichts zu vererben.

Ganz abgesehen davon wie Menschen mit Menschen umgehen, ich sag nur: geflüchtete Menschen und Europa und das Drama an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze sind nur eine weitere Spitzen des Dramas in dem wir leben.

Ich fand zu den Themen in den letzten Tagen bezeichnende Beiträge, so z.B. bei Dame von Welt https://dvwelt.wordpress.com/2018/06/22/do-u/, bei Geno über die Gorilladame Koko → https://campogeno.wordpress.com/2018/06/22/trauer-um-gorilla-dame-koko/, bei red skies over paradise darüber was der übermäßige und immer noch weit verbreitete Fleischkonsum für die Tiere und die Natur bedeutet → https://redskiesoverparadise.wordpress.com/2018/06/23/spaetere-generationen-werden-fuer-unsere-versaeumnisse-zahlen/ und diesen zauberhaften Sommerfilm von Cambra Skadé

stand up – look around – scale down