Bussard

Lagerkoller

Ich muss hier raus! Die Magie von Wintersonnenwende und Raunächten ist endgültig vorbei. Die Wärme des Ofens ist zu warm geworden. Ich brauche Luft, frische Luft, Wind um meine Nase, Matsch unter meinen Füßen. Es ist nichts passiert. Gar nichts. Kein Konflikt, keine Unbill, nur ich mit mir. Das ist nicht immer komfortabel, nicht zwingend gemütlich, bereichernd oder gar erholsam. Zu viel – zu wenig. Bewegung braucht es. Grünes sehen, Wind atmen.

Der Bussard fliegt so nah über das Auto, dass ich bremse, er dreht ab. Einige Kurven später fliegt er parallel zu meiner Fahrtrichtung, landet auf einem nahestehendem Baum. Wieder einige Kurven später kreuzt er erneut meinen Weg, dieses Mal fliegt er höher, eine Kollision ist ausgeschlossen.

Was will er mir nur sagen?

Der Bussard

Sieh den Bussard.
Wie kann es gelingen,
ohne Halt im Winde
Halt zu fassen
schwebend
ausgesöhnt mit allen Dingen,
und sich so mit aufgespannten
Schwingen
stürzend, stürzend, stürzend
tragen zu lassen?

von Friedrich Hofmann 1914

D a s will mir der Bussard sagen – ausgesöhnt sein mit allen Dingen, ohne Halt im Winde Halt fassen, stürzend mich tragen lassen.

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Schnee und Vögel

Manchmal müssen es zwei Beiträge pro Tag sein. Heute ist so ein Tag …

Endlich ist es mir gelungen ein paar akzeptable Fotos von den Vögeln zu machen, die sich auf meiner Terrasse laben. Die Überraschung des heutigen Morgens war der Eichelhäher, der aber viel zu groß für das Futterhäuschen ist, das ich zusammen mit meinem Enkelsohn angemalt habe.

die Bilder werden groß, die Galerien öffnen sich, wenn du ein Bild anklickst

Frau Amsel ist akrobatisch unterwegs:

Nun habe ich es ihr etwas einfacher gemacht und die Kokosnuss über die Haltestange der Wäscheleine gehängt, mal schauen, wie es dann für sie sein wird.

Die Meisen turnen auch, aber bei ihnen sieht es doch um einiges leichter aus. Unsicher bin ich, ob es sich hierbei um Tannenmeisen oder Kohlmeisen handelt, ich tendiere zu ersteren. Was meint ihr?

Es scheint, dass die Spatzenbande heute in ihren Nestern sitzt, noch nicht einer kam ans Häuschen. Das Rotkehlchen konnte ich leider noch nicht einfangen. Kleiber und Buntspecht haben sich in diesem Jahr noch nicht gezeigt (erinnert ihr euch? → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/12/kleiber-2-und-ein-paar-wenige-montagsimpressionen/, und hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/05/hungrige-meisen-amseln-und-ein-buntspecht/ Der Winter hat gerade erst angefangen.

Es schneit weiter und weiter und weiter und ich gehe jetzt mal schippen … es ist 13.34h.

Schwupps hört der Schneefall auf und blaue Himmelslöcher erscheinen.

Während Frau Amsel noch immer auf meiner Terrasse Gymnastik macht, sitzt Herr Amselrich bei der Nachbarin im Geäst und schaut …

Schnee schenkt Konturen. Besonders mag ich es, wenn noch alles ganz unberührt erscheint.

Um 15.30h bin ich wieder in der warmen Stube, Holz ist jetzt erst einmal bis morgen Mittag oben, erste Winterfotos vom Platz gemacht, das Auto freigeschippt und ein Schwatz mit der lieben Nachbarin war auch dabei.

Der Himmel hat sich wieder zugezogen, der Schneefall geht weiter. Dunkel ist es schon geworden. Es ist 16.27h.

Pausenzeichen

Habt herzlichen Dank für alle eure guten Wünsche. Meine Zeit mit Gerda in Griechenland ist auf vielen Gebieten reich und inspirierend.

Hier habe ich eine Legearbeit mit Jürgens Schnipseln gemacht: „Die Vögel kehren wieder“ und hier zwitschern sie so intensiv, wie ich sie schon lange nicht mehr gehört habe! All das und vieles mehr ist einfach nur Freude.

Diese Zeit hier ist knapp bemessen, es ist ein Anfang, das was zählt ist die Dankbarkeit, die leichten Schritte, die grosse Stadt, das Meer und die ersten Frühlingsblüten.

Bald wieder mehr!

Hungrige Meisen, Amseln und ein Buntspecht

 

alle Fotos © Ulli Gau – aufgenommen am 31.01. und am 03.02.2018

klicke ein Bild an und die Galerie öffnet sich – please click on one pic and the gallery will get open

Wen doch diese Meisenknödel alles anlocken! Bislang ließen sich die Tannenmeise und der Eichelhäher noch nicht fotografieren, beide sind so aufmerksam, dass sie mich selbst hinter der Fensterscheibe meiner Haustüre bemerken und sofort auf und davon sind, der Eichelhäher natürlich mit lautem Protest! Die Kohlmeise ist noch die unerschrockendste. Eine große Freude war es, als ich den Buntspecht „erwischte“.