Weiß

Weiß auf weiß –  das ist ein Thema was mich immer wieder einmal umtreibt. Vor ein paar Tagen zeigte ich Bilder von den „aufgeregten“ Weißlingen. Einer ist dann doch scharf ins Bild gekommen, dies inspirierte mich hierzu –

…als trüge der Weißling die Blüte über den Horizont – hin zu wem?

…als wüchse alles aus einem schwarzem Loch – das schwarze Loch saugt ein, spuckt aus, Schöpfung ohne Erschöpfung –


Was ist surreal? Surreal ist eine Dimension jenseits dessen was man real nennt, es können Traumbilder sein, Visionen, Imaginationen, Assoziationen, Halluzinationen, Un-wirklichkeit –

Es heißt: „alles hat seine Zeit“, ja, und ist zuvor und wirkt darüber hinaus.

Was aber wirklich oder unwirklich ist, was Zeit ist und was Sein und was Traum, was Imagination und was überhaupt ist, das sind so Fragen. Was immer ist und was es ist, es ist Jetzt.

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Buchalov war hier

bye-bye – Auf-Wiedersehen

Zwei Tage können lang oder kurz sein. Zwei Tage können kurzweilig sein – eine kurzweilige, intensive Zeit. Eine Zeit des miteinander Vertrautseins, sogar nach drei Jahren und wenig davor, so, wie ich es hier geschrieben habe → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/06/16/buchalov-ist-hier/

Im Austausch, im Geplauder und Gespräch finden sich Punkte für die gemeinsame Arbeit, die dann wieder ganz andere Wege geht als gedacht. Ich habe in diesen zwei Tagen immer wieder über den Begriff, und die damit verbundene Haltung, des Sich-Freilassens nachgedacht,  habe ihr nachgespürt und Raum gegeben.

Man sagt so einfach: „Fühl dich frei“ … Worte sind noch keine Haltung, Worte können Wegweiser sein. Schön, wenn zwei Menschen ihnen einfach folgen, ohne sie zuvor gelesen zu haben.

Soweit erst einmal. Alles andere lasse ich jetzt erst einmal sacken. Hier die gemeinsamen Bilder von Buchalov aka Jürgen Küster und mir.

Auf einer gemeinsamen Grundierung von Samstag –

Dito …

aber „eigentlich“ verworfen, dann umgedreht: auf die Perspektive kommt es an. Dann der zweite Schritt …

ein dritter und vierter –

Bei den folgenden Arbeiten benutzten wir als Hintergrundmaterial Bilder der Künstlergemeinschaft „MachArt“ aus Brüggen, die sie Jürgen mit den Worten mitgegeben haben: mach unterwegs was draus – wir machten…

Eins, zwei,

eins, zwei

und mehr.

Jetzt – Raum.



alle Bilder © Jürgen Küster, Ulli Gau und Künstlergruppe MachArt – mein Dank an die Gruppe MachArt und an dich, Jürgen, schön, dass du hier warst! Auf bald!

Ein Feiertagsbild

oder Sonntagsbild 23 2018 – verspätet

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

© Gerda Kazakou links, Ulli Gau rechts, siehe dazu: https://gerdakazakou.com/2018/05/20/rueckblende-malerei-passing-by/ und https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/05/20/sonntagsbild-22-2018/

Gerda schrieb im Kommentarstrang:

eben sah ich zufällig mein heutiges Bild „passing by“ und dein Sonntagsbild in klein nebeneinander, und seltsam, sie wirkten wie Verwandte – nur dass bei dir die Striche hell, bei mir dunkel sind.

Ja, sie haben etwas Verwandtes, nicht nur wegen der Striche, auch der goldene Schimmer ist eine Gemeinsamkeit und … der Regen.

Manche von euch dachten bei meinem Bild an Narziss, aber wenn man ganz genau hinschaut, dann trifft sich der Blick des Blässhuhns nicht mit dem seines Spiegelbildes. Ist es nicht eher so, als versuchte es seinen Blick zu fangen, aber das Spiegelbild schüchtern ausweicht und dabei ganz leicht nach links abdriftet … just „passing by“…?



Habt herzlichen Dank für all euer Vermissen und eure Nachfragen, mich berührt das alles immer sehr und für mich ist das alles absolut nicht selbstverständlich!

Wir hatten hier einen Blitzeinschlag und manchmal dauert es, wenn man so ländlich lebt, wie ich, bis wieder alles funktioniert. Das ist das eine. Das andere ist, dass ich in Bloghausen kürzer treten will. Schon länger geht es mir so, dass ich die vielen Informationen und auch Kommentare nicht mehr wirklich alle aufnehmen kann, sodass ab jetzt „weniger ist mehr“ gilt.

Leben … nichts als leben.

Boote und Schiffe – Ende

Prolog

 

„Doch ein Verlangen überkommt ihn, über das Wasser hin zu fahren.
Zur Frucht wird die Blüte, die Schönheit der Beeren erscheint,
je schöner die Flur je leichter die Reise,
all das ruft nach dem Menschen kühnen Gemüts,
dem Reisen fliegt sein Herz zu, schon zieht er in Gedanken
auf Meeresfluten in die weite, weite Ferne.“

The Seafarer nach Ezra Pound


Mit diesem Beitrag geht die Blogparade der „Boote und Schiffe“ zuende. Wir haben unglaublich viele Schiffsbilder betrachtet und neue Schiffsbezeichnungen kennengelernt, wir haben Zeilen über Schiffe, Boote und Kähne gelesen, manche fuhren über Flüsse, andere übers Meer, wieder andere schwebten durch den Himmel und die Zeiten. Wir lasen über Fischer, wartende Frauen und den Ozean. Das alles ist so viel geworden, dass ich zwar meine Anfangs angedachte Diashow als Finale umgesetzt, mich aber in der Regel nur für ein, zwei Bilder, pro Person und ihrem verlinkten Beitrag entschieden habe.

Die Bilder erscheinen (weitestgehend) chronologisch nach Beiträgen und Verlinkungen.

Copyright von Bildern und Texten: Petra Pawlofsky, Gerda Kazakou, Mannedante, Pit, Kopf und Gestalt, Jürgen Küster, Sabine Waldmannbrunn, Myriade, Kormoranflug, Bruni Wortbehagen, Findesatz, mmandarin, tontoeppe, Random Randomsen, Frau Knobloch, Wolf, Lu Finbar, Verssprünge, Susanne Haun, Emily Carter Mitchell, sowie von mir. (Links zu diesen Blogs und ihren Beiträgen findest du in den Beiträgen der Blogparade von 001 – 010)

Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, danke für alle Kommentare und Sternchen, durch und mit euch ist die Blogparade der Boote und Schiffe vielfältig, tief und bunt geworden, sie hat mir und vielen anderen große Freude gemacht und nicht nur einmal saß ich hier bewegt und berührt, auch dafür danke ich euch.



Finales

Drei Bilder, die mir Marie per Mail zugesendet hat. Sie fand sie im ostasiatischen Museum, wo auch das Urheberrecht verortet ist. Herzlichen Dank dafür, liebe Marie!


Eine Zusammenarbeit von Gerda Kazakou und mir

Manchmal falte ich kleine Boote – Glücksboote – und die verschenke ich dann. Dieses Mal war es für Gerda bestimmt, die mich für drei Tage spontan besucht hat.

Wir saßen im Bistro des Tinguely Museum in Basel unter einem roten Sonnenschirm mit Blick auf den Rhein und dann kam eins zum anderem…

Auch auf dem kleinsten Kaffeelöffel ist Platz für ein Boot

Kaffeelöffel und Faltboot, Installation Gerda Kazakou, Foto und -montage Ulli Gau

 

Kaffeelöffel und Faltboot, Installation Gerda Kazakou, Foto Ulli Gau


Die finale Diashow mit Musik von Claude Debussy „La Mer“

Der Kreis hat sich geschlossen, Boote und Schiffe kommen und gehen…

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.



Die freie Enzyklopädie der Schiffsbezeichnungen

129 verschiedene Schiffbezeichnungen (bis jetzt und falls ich mich nicht verzählt habe…) haben wir zusammengetragen.

Von A – Z – die, die ihr schon kennt und die, die dazu gekommen sind, auch hierfür meinen herzlichen Dank an euch.

Äppelkahn, Arche, Ahnenboot, Argo (das schnelle Schiff der Argonauten), Ausflugsdampfer,

Baggerschiff, Barkasse, Barke, Bächleboot, Beiboot, Borkenschiffchen, Brigatine, Brigg, Büse, Buddelschiff, Butterschiff, Cafeschiff, Containerschiff,

Dampfschiff, Drachenschiff, Dreimaster, Dschunke,

Einbaum, Einhandsegler, Eisbrecher, Expeditionsschiff,

Fahrgastschiff, Fähre, Faltboot, Feuerschiff, Feuerwehrschiff, Fischerboot, Fischtrawler, Fliegender Holländer, Floß, Fluchtschiff, Flugzeugträger, Flußkreuzfahrtschiff, Forschungschiff, Frachtschiff, Fregatte,

Gaffelschoner, Galeere, Glücksboot, Gondel, Großsegler, Gummiboot,

Hausboot, Holzboot,

Jolle,

Kahn, Kajak, Kanonenboot, Kanu, Karavelle, Katamaran, Kirchenschiff, Klappschute, Klipper, Knorr,  Kogge, Korvette, Kriegsschiff,  Kutter, Kümos = Küstenmotorschiffe,

Langschiff, Lastkahn, Leihboot, Linienschiff, Lotsenboot, Lotsenversetzboot, Luxusliner,

Marineschiff, Mondboot, Motorboot, Motoryacht, Museumsschiff,

Nachen, Nachtschiff, Nao, Narrenschiff, Narrowboat, Nussschale,

Öltanker, Optimist,

Paddelboot, Papierschiffchen, Piratenschiff, Piroge, Polizeiboot, Postschiff, Prahm,

Raddampfer, Ruderboot, Rettungsboot,

Schaluppe, Schaufelraddampfer, Schlauchboot, Schlepper, schnittiges Boot, Schiffswrack, Schilfboot, Schnellboot, Schoner, Schubboot, Seenotrettungskreuzer, Segelyacht, Segelschiff, Spendenschiffchen, Stakkähne, Stocherkahn, Sportboot, Starboot,

Tauchschiff, Traumschiff, Treidelkahn, Tretboot, Trimaran,

U-Boot,

Viermaster, Vollschiff,

Weberschiffchen, Wikingerschiff, Windjammer, Wolkenschiff, Wunschboot, Wüstenschiff,

Yacht,

Zerstörer



Links

Ruth Freter hat mir ein sehr besonderes Bild gewidmet, schaut doch bitte einmal hier → https://ruthfreter.wordpress.com/2018/04/27/besonders-fuer-ulli/

Petras finaler Beitrag erzählt von Schiffen und Musik → https://pawlo.wordpress.com/2018/04/27/schiffe-und-musik/

Karin zeigt das wunderbare Bild von Munch: Das Postschiff, dazu erklingen Schubertlieder → https://11sternschnuppe11.wordpress.com/2018/04/28/boote-und-schiffe-ein-postboot-und-zwei-schubertiaden/

Random hatte nun aufgrund dieser Blogparade die Idee einer eigenen Reihe, nämlich die der Wassermusik, schaut doch noch einmal hier → https://randomrandomsen.wordpress.com/2018/04/28/wassermusik-i-•-boote-schiffe/

Link zu einem Weberschiffchen → https://www.bfhg.de/sammlung-prisard/varia/weberschiffchen/

von mirhttps://cafeweltenall.wordpress.com/2018/01/27/nachtrag-landschaft/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/03/05/eine-weitere-legearbeit-another-work-with-snippets/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/19/schiffe-kommen-und-gehen/



Epilog

Euch allen allzeit gute Fahrt, mit immer dem richtigen Wind in den Segeln und einen beschwingten Tanz in den Mai – Ahoi

Boote und Schiffe 007

Heute wird es hier ein bisschen närrisch zugehen…

Petra dachte bei meinem Wüstenschiff an eine Variante in Blau, voilá

Gerda schickte mir noch einmal einige Links zur Blogparade. Zunächst las ich nur eine Überschrift: „Lebe deinen Mythos“ und wieder dachte ich an das Wüstenschiff in Blau, aber nun nicht als Fata Morgana.

Sand- und Wasserwellen, Wellen auf Baumrinden, auf Steinen, auf den Bergrücken – ein Leben in Wellen, ein Leben mit Ebbe und Flut, mit Stürmen und Flaute. Manchmal als Segelschiffchen im Sturm, manchmal als dicker Ozeandampfer, sicher auf hoher See. Wellen gehen vor, Wellen ziehen sich zurück. Manchmal regnet es in der Wüste und alle Wüstenblumen blühen –



An dieser Stelle möchte ich euch allen danken, die ihr euch so rege an dieser Blogparade beteiligt, ich freue mich sehr darüber!

Im letzten Artikel eröffnete ich einen Reigen mit Schiffsbezeichnungen und ich staunte wieviele noch dazu gekommen sind. Die ganze „Enzyklopädie“, mit allen euren Ergänzungen, stelle ich beim großen Finale der Blogparade ein.

Random Randomsen erwähnte im Kommentar ein Lied von Reinhard Mey: „Das Narrenschiff (s.u.)“

Ein Närrinnenschiff in meiner Welt ist kein Narrenschiff, keins im Sinne von Hieronymus Bosch, das eine Anspielung auf die Todsünden ist, wie überhaupt auf vielen Darstellungen von Narrenschiffen das sogenannte lasterhafte Leben eine große Rolle spielt. Der Narr aber dreht dem närrischen Treiben den Rücken…

Mehr kannst du bei Wiki lesen und dort ist auch das Bild größer anzuschauen → https://de.wikipedia.org/wiki/Bilder_von_Hieronymus_Bosch#Das_Narrenschiff

Das närrische Volk ist verschieden vom Archetyp des Narren, die Närrin ist nicht prinzipiell verschieden vom Narren, nur in ihrem Geschlecht, ein kleiner, aber auch sehr feiner Unterschied…

In der Bildersuche fand ich noch einige andere Darstellungen von Narrenschiffen, ihre Urheber stehen jeweils unter den Bildern, sodass ich hoffe kein Urheberrecht verletzt zu haben.

Je länger ich die Bilder betrachte, umso klarer wird mir, dass mir etwas anderes vorschwebt, dass ich Bezug auf den Archetypus nehmen möchte, auf den Humor, den Trickster, auf die Geschichten, die mich oder dich zum Lachen bringen, dass ich das närrische Volk närrisches Volk sein lassen will, Freude anstelle von Todsünden, Humor anstelle von Verdammnis…

Manche von euch werden sich an den Bilderzyklus der Närrin und der kleinen Stadt erinnern, auch dort tauchten Boote auf, auch die Närrin saß mal auf, oder in einem, aber all das ist es eben auch nicht, nicht in meiner jetzigen Welt. Ich grübele noch, sowohl über eine neue Gestalt für die Närrin, wie auch über das Boot selbst…



Links

Cambra Skadé stellte im November 2015  „die Fährfrau und das Narrenschiff“ ein, sie spricht von so Vielem, das mir so vertraut ist und mir doch immer mal wieder wegrutscht, sodass mir gerade eben ihr Artikel eine sehr willkommene Erinnerung ist → https://cambraskade.wordpress.com/2015/11/20/die-faehrfrau-und-das-narrenschiff/

Marion von Findesatz steuert feine Zeilen und ein ebenso feines Bild zur Blogparade bei →  https://findesatz.blog/2018/04/16/16-april-5/

von Gerda → https://gerdakazakou.com/2015/07/22/lebe-deinen-mythos/

Erinnerung an einen kleinen Hafen

zauberhaft schön: Schnee, Dorf, See und Boot → https://gerdakazakou.com/2015/11/27/schnee-dorf-see-boot/

und weil es zum Dorf und zum Schnee passt, hier ein Artikel von mir, mit der Frage, ob das Boot selbst der sichere Hafen ist → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/02/29/ende-februar/

ein anderes Thema und ein spezielles Ruderboot mit einem speziellen Ruderer kannst du hier sehen →

https://cafeweltenall.wordpress.com/2014/02/27/der-alte-mann-und-vielleicht-das-meer/

Frau Kobloch brilliert mit einer Lustbarkeitsschaluppenjubelillusion → https://bittemito.wordpress.com/2018/04/12/lustbarkeitsschaluppenjubelillusion/

Petra zeigt einen Arbeitsprozess, bei dem am Ende auch wieder ein Schiff zu sehen ist → https://pawlo.wordpress.com/2018/04/13/das-bild-wieder-heimwaerts-im-arbeitsprozess/

Gerhard von Kopf und Gestalt zeigt ein Keramikschiff → https://kopfundgestalt.com/2018/04/12/schiffe-aller-art-3/

von Pithttps://pitsbilderbuch.wordpress.com/2011/07/22/england-reise-fruhjahr-2011-25/

auch zeigt er ein wunderbares Segelschiff und hat es mit Musik unterlegt, ihr kennt das Lied alle, mehr verrate ich aber nicht → https://pitsbilderbuch.wordpress.com/2018/04/16/sailing-to-be-free/

Pit machte mich außerdem auf den Blog von Emily Carter Mitchell aufmerksam, hier gibt es wunderbare Schilfboote und mehr zu sehen und zu lesen → https://bellaremyphotography.com/2018/04/12/suriqui-island/

Kormoran zeigt Schiffdetails → https://kormoranflug.wordpress.com/2018/04/15/blogparade-schiffe-und-boote-02-anker/

Fortsetzung folgt…

Paul Klee in der Foundation Beyeler

Am 31.12.2017 fuhr ich spontan nach Riehen (in der Schweiz) in die Foundation Beyeler, die angekündigten abstrakten Werke von Paul Klee anzuschauen. Der Tag war außergewöhnlich mild und blau, sodass ich nach einer ersten Runde in den Park ging, um meine Augen auszuruhen und mir die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen.

So viele, so kleine Bilder und so viele Menschen und immer wieder die Lücken und mein Raum, meine Freude und wunderbare Entdeckungen.

Es ist lange her, dass ich eine Ausstellung von Paul Klee besucht habe, damals war ich noch sehr jung und sehr fasziniert. Wie weit er mich aber wirklich inspiriert hat, begriff ich erst gestern, als ich das eine und andere Bild auf mich wirken ließ und mich dann an eigene Aquarelle und Ölbilder erinnerte, die ich in jungen Jahren gemalt habe, aber nun nur noch teilweise besitze.

Ich will nichts weiter zu diesem großartigen Künstler schreiben, das haben schon Viele getan und auch bei Wiki kann man ausführlich über sein Leben und Wirken nachlesen → https://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Klee.

Lieber zeige ich jetzt ein paar Bilder, die mich besonders angesprochen haben und noch immer auf meiner Netzhaut liegen. Ganz besonders haben es mir die Bilder angetan, die aus unzähligen, kleinen Punkten/Strichen bestehen, wie die zwei folgenden:

Klassische Küste

draufklick = großes Bild

(aus dem Netz gefischt – Bildarchiv – Foto – Marburg, auch alle anderen Bilder habe ich im Netz unter google Bilder gefunden)

Aufgehender Stern

Hier nun noch eine kleine Galerie mit Bildern aus unterschiedlichen Zeiten – wie wichtig es doch ist, dachte ich u.a., die Werke auch immer im zeitlich politischen Kontext anzuschauen, wie z.B. das Bild Feuer bei Vollmond von 1933…

 

Es gab viele Boote zu betrachten, manche sehr klein und detailliert, andere archaisch mit breitem Pinselstrich

verzweifelt rudern aus dem Jahr 1940

Paul Klee starb 1940 an Sklerodomie = Verhärtung der Haut, es war mit ein Grund warum er zu breiteren Pinseln griff, die ihm das Malen erleichterten. Dies ist die Tragik des Bildes plus Klees Ringen um die Einbürgerung in die Schweiz, galt doch seine Kunst in Deutschland als entartet…

In Bern wurde ihm zu Ehren das Zentrum Paul Klee gegründet und mit seinem Nachlass bestückt. Ein Besuch dort steht schon lange auf meiner Wunschliste, vielleicht klappt es ja in diesem Jahr.

Entstehungsgeschichte

Manche von euch haben mich am Sonntag nach den Originalbildern zu den zwei Fotomontagen am Anfang gefragt, gerne zeige ich euch die Schritte. Zur Erinnerung:

I. Herbstblatt

1.Erde

2. das Blatt im Original

3. das Blatt bearbeitet (mit dem Photoshopfilter: verflüssigen)

Danach habe ich das Blatt ausgeschnitten, aufgehellt und die Farbsättigung etwas erhöht, um es dann in das Erdfoto einzusetzen, fehlen nur noch die Tropfen,

Tropfen im Original

ausgeschnittene Tropfen

Im letzten Schritt habe ich die Tropfen eingefügt und fertig war das Bild.

II. Herbstimpression

1.wieder ist es ein Herbstblatt,

im zweiten Schritt habe ich daraus einen Ausschnitt gewählt,

3.in Photoshop mit dem Filter „verflüssigen“ verändert,

4. da mir dies zu grell war, habe ich noch einen Hintergrund gewählt, den ich dann etwas aufgehellt habe (hier nicht zu sehen).

Im 5. Schritt habe ich das Blatt über diesen Hintergrund gelegt. Damit die Struktur des Hintergrunds sichtbar wird, habe ich das Blatt transparenter gemacht und im 6. Schritt die Tropfen eingefügt, fertig.

Auf ähnliche Weise ist ein drittes Bild enstanden, ein anderes Blatt war die Grundlage.

Die Herbstvögel

Damit wäre es vielleicht gut gewesen, wenn ich nicht so viel Mühe mit der Intensität der Farben gehabt hätte,

außerdem lockten die großen Tropfen.

Herbstmelancholie

Ich habe es bedauert, dass die Herbstvögel in den Hintergund getreten sind, auch wenn mir die Farben so besser gefallen, noch immer suche ich nach einer Lösung!


Nicht bei jedem Bild kann ich im Nachhinein Schritt für Schritt darlegen, dieses Mal war es einfach. Und auch wenn ich nicht alles minutiös erkläre, hast du vielleicht eine Ahnung bekommen, wie ich arbeite. Vielleicht noch das: ich benutze Photoshop, gimp und photoscape, letzteres ist ein sehr einfaches Fotoprogramm und ich kann es allen Einsteiger*innen nur empfehlen, man kann dort allerdings nichts ausschneiden, einfügen aber schon!

Bahnhof Rolandseck – Arp Museum # 04

Die Toiletten des Bahnhofs

(für Maren herzlichste Grüße 😉 )

Als ich das erste Mal den Bahnhof, bzw. das Arp-Museum besucht hatte, meinte meine Freundin später ich müsse mir unbedingt einmal die Toiletten des Bahnhofs anschauen. Dieses Mal hat es geklappt. Über Geschmack lässt sich ja trefflich streiten oder lieber gar nicht … kurios ist mein Wort hierzu. Wer die Toiletten gestaltet hat weiß ich nicht, ich vermute mal ein Mann … 😉

Die Frauentoiletten

In die Männertoilette traute ich mich nicht wirklich hinein, ich fotografierte durch die geöffnete Tür, dass ich dabei beobachtet wurde, habe ich nicht bemerkt …

wie immer öffnen sich die Galerien, wenn man auf ein Bild klickt

Mit einem Zitat von Hans Arp und einem Wolkenbild von eben diesem Tag endet meine diesjährige Führung durch das Arp-Museum und den Bahnhof Rolandseck. Bis zum nächsten Mal … gerne komme ich wieder!