Etüde 04 2021

Neue Runde, neues Schreibeglück. Christiane hat wieder eingeladen, die Wortspende ist dieses Mal von Berlinautor. Vielen Dank euch beiden!

Die Etüde muss die 3 Wörter: Klassenkeile, schwammig und trödeln beinhalten und darf nicht mehr als 300 Wörter beinhalten.

Mehr zu den Regeln kannst du bei Interesse auf Christianes Seite lesen (s. Link oben).


Triggerwarnung: Es geht in dieser Etüde um Gewalt.


Viele gegen Eine*n. Treten, schlagen, boxen, spucken.

Immer weiter treten, schlagen, boxen, spucken. Blut. Das erste.

Verhöhnen, erniedrigen, weiter treten, schlagen, boxen, spucken. Mehr Blut.

Weiter treten, schlagen, boxen, spucken. Bis.

Dummheit gegen Schwächere.

Zuerst die Klassenkeile,

dann die Gangs.

Vorbei trödelnde Menschen haben nichts gesehen. Nie.

Schwammige Antworten.

Keine Antworten.

 

51 Wörter


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Die letzte Erinnerungsrunde an mein Alphabet der mutigen Träume

Willkommen zur dritten und letzten Erinnerung an mein Alphabet der mutigen Träume!

Q = Querdenken. Ist es nicht traurig, wie manche Begriffe mit der Zeit negativ besetzt werden? Ich bemühe mich in der Regel bei solchen Wörtern an ihre Wurzel zu denken und negative Bewertungen, die Zeit und Wandel verursachen, wegzulassen. Das ist nicht generell und immer möglich. Zu dem, was ich 2017 in Bezug auf „Querdenken“ geschrieben habe, stehe ich. Zu dem, was im letzten Jahr daraus gemacht wurde, nicht.

Hier die Links von Q – Z

Q = Querdenken → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/19/q-querdenken/

R = Richtungswechsel → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/20/r-richtungswechsel/

S = Spiel → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/21/s-spiel/

T = (mutige) Träume → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/24/t-traeume/

U = Utopie → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/25/u-utopie/

V = Vertrauen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/26/v-vertrauen/

W = Widerstand und Wohlwollen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/27/w-widerstand-und-wohlwollen/

X = das Unbekannte → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/28/x-das-unbekannte/

Y = Yin und Yang → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/30/y-yin-und-yang/

Z = Zuversicht → https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/01/31/z-zuversicht/


So, das war’s. Mehr habe ich auch nicht mehr zum Alphabet oder zu den mutigen Träumen zu sagen. Mögen die einen und die anderen Inspiration gefunden haben und zusammen mit mir und anderen gute Samen in die Welt streuen.


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Transformation 5

Der Kern und die Schale

Unter dem Pflaster liegt der Strand – so hieß es. Andere Zeiten. Ich bleibe bei Kern und Schale und gestaltete ein Bild mit dem Titel „Unter dem Sand liegen Schale und Kern“

Was ist der Sand? Was ist Schale, was Kern?

Der Sand ist die Zeit, die überdeckt oder freilegt, je nachdem. Die Schale verdeckt den Kern. Schutz und Reifungshülle für den Kern. Aber war der Kern denn nicht immer schon da? Je nachdem.

Unter dem Sand liegen Stacheln und Frucht.

(DAS lasse ich jetzt mal so stehen)

Unter dem Stachelkleid ist nackte Haut. Unter der Haut…

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Worauf ich so komme, während mich die Gedanken über die Transformation durch diese Tage tragen. Mal mehr, mal weniger präsent. Sie wirken, wie alles wirkt, mal mehr, mal weniger bewusst. Ich lasse mich tragen und am Abend lasse ich los und fließen. Es zeigt sich, was sich zeigt.



Ein Link zum 17.01.2016 – und immer noch aktuell, wenn auch mit anderen Untertiteln → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/01/17/zeitungsvogel-und-stachelkleid/



Zum Thema „Transformation“ habe ich bisher folgende Beiträge erstellt:

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/11/05/transformation-4/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/11/04/transformation-3/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/11/03/transformation-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/11/02/transformation-1/



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Der Apfelbaum

Eine Buchempfehlung

Der Apfelbaum von Christian Berkel

Irgendwann muss es doch mal gut sein! Kann es je einmal gut sein, wenn es um die Greueltaten der Menschen gegen Mitmenschen geht? Ich finde nicht. Christian Berkel findet das auch nicht. Seine Frage ist auch meine Frage, seine Antwort ist meine Antwort und sein Apfelbaum ist auch mein Apfelbaum und dann doch vielleicht eine andere Sorte.

Christian Berkel ist hierzulande mehr als Schauspieler, denn als Schriftsteller bekannt. Manche haben mehrere Talente. Christian Berkel kann schauspielern und er kann schreiben. In seinem Buch „Der Apfelbaum“ beweist er es mit fein gedrechselten Sätzen und tiefen Erkenntnissen.

Der Plot ist Berkels Spurensuche nach seiner Familiengeschichte, seinen Ahnen und ihrem Sein. In seinen Vor- und Zurückblenden schafft er einen Spannungsbogen von den Ahnen zu seinem jetzigen Sein. Das ist nicht nur einfach eine klassische Familiensaga, es ist mehr. Mehr deswegen, weil es um die Traumen von Kriegs- und Nachkriegsgeborenen geht und wie mensch sich als Nachgeborener in diesem Dschungel der Widersprüchlichkeiten zurecht findet.

Meine Mutter erzählte ihre Geschichten auch immer wieder anders. Was konnte ich ihr glauben? Was war Wahrheit, was war Übertünchung? Nie kannte ich mich wirklich aus und mein Bruder auch nicht. Genau das schildert auch Christian Berkel. Wie war ich erstaunt! Zum ersten Mal las ich darüber. Zum ersten Mal deckte sich diese Wahrnehmung mit der eines anderen.

Berkel machte sich auf den Weg. Er ist weit gekommen, viel weiter als ich je kam. Seine Familiengeschichte ist nicht vergleichbar mit meiner, und dann eben doch wieder. Was haben unsere Eltern verdrängt, was geschönt, was schob sich zwischen die nackten Erinnerungen und ihrem Sein? Fragen, die niemand beantworten kann, die im Raum stehen bleiben, über den Tod hinaus. Was haben sie verschwiegen und warum? Kann ich als Nachgeborene ihre Qualen begreifen oder nur erahnen? Was weiß ich von Lagern, von Flucht, von Gefangenschaft, von Hunger und Durst?

Fremdsein im eigenen Land, plötzlich zu den Unerwünschten und den Verfolgten zu gehören, das vereint auf anderer Ebene. Das lässt Mitgefühl für Schicksale entstehen. Das lässt mich und auch Berkel sagen: „Es kann nicht gut sein. Vergebung vielleicht, aber kein Vergessen, solange ich lebe.“

„Vergebung ist der einzige Weg, um den irreversiblen Fluss der Geschichte umzukehren.“ Hannah Arendt

Mich haben viele Zeilen und Abschnitte in diesem Buch tief berüht, letztlich die ganze Geschichte. Denen unter euch, die wie ich finden, dass es noch immer nicht gut sein darf, der/dem möchte ich dieses Buch ans Herz legen und dieses Mal ganz ohne Zitate.

Nur einen kleinen Makel habe ich zu benennen: ich hätte gerne mehr über den Werdegang von Berkels Schwester Ada erfahren.

(Wie ich gerade gesehen habe, ist nun ein Buch von Berkel mit dem Titel „Ada“ erschienen. -M-)

Christian Berkel – Der Apfelbaum – ullstein Verlag ISBN 978-3-548-06086-6


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Kunst für meinen Hut 006

Foto © J. B.*

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Als ich den ersten Beitrag: Kunst für meinen Hut eingestellt habe, schrieb mir eine Blogfreundin, dass sie Interesse an dem „Memorandum für unsere Großmütter“ im Buchformat hätte. Eine zweite Blogerin schloss sich ihr an.

Ich habe immer wieder über das Wie und Wo gegrübelt. Das Naheliegendste sah ich nicht. Wie so oft war es erst einmal „too near to see“.

Dass ich ein Fotobuch daraus machen kann, fiel mir erst nach Tagen ein! Nun fand ich endlich die Zeit mich näher damit zu befassen.

Es gibt einen sehr guten Fotoentwickler, der auch Fotobücher im Angebot hat  – ich werde hier nun keine Schleichwerbung machen – bei diesem Anbieter fand ich ein Fotobuch mit einem Hardcovereinband und einer besonderen Bindung bzw. Klebung. Hinzu kommt meine Erfahrung, dass sich hier wirklich um Qualität bemüht wird. Und Qualität hat das Memorandum für unsere Großmütter, an dem so viele Menschen mitgewirkt haben, verdient.

Heute möchte ich gerne von euch wissen, ob es noch mehr Interessierte an diesem Werk gibt, bevor ich mich an die Arbeit mache. Mich würde es sehr freuen, wenn damit das Memonrandum ENDLICH einen Weg gefunden hätte, um in die Welt zu gehen, weiter als es dies bislang gemacht hat.

Näheres dann gerne wieder im Mailaustausch, wie schon bei meinen Bildern und Postkarten

*Der Name der Fotografin ist mir bekannt, sie möchte hier aber nicht namentlich genannt werden.


Wer das Memonrandum noch nicht kennt, siehe hier →

https://cafeweltenall.wordpress.com/galerie-iii-memorandum-fur-unsere-grosmutter/ 

An diesem Werk haben viele Freundinnen und Freunde – auch aus meiner Blogwelt mitgewirkt – wofür ich noch immer sehr dankbar bin.

Die Idee entstand nachdem ich einige Bücher über Frauenschicksale während des letzten Jahrhunderts gelesen hatte und damit an das Leben meiner Großmutter erinnert wurde, von dem ich letztlich viel zu wenig weiß. Aber eins weiß ich, sie hat zwei Weltkriege erlebt, sie hat vier Kinder geboren. Ihr Mann – mein Opa, den ich nie kennelernen sollte – und ihre jüngste Tochter starben während der unsäglichen Hitlerzeit an Lungenentzündung. Deutsche Ärzte haben sie nicht behandeln wollen – meine Großeltern stammten aus Polen …

Diese Generation von Frauen war maßgeblich daran beteiligt, dass Deutschland überhaupt wieder auf die Beine gekommen ist. Denkmäler für „Die Trümmerfrauen“ aber gibt es – soweit ich informiert bin – nur zwei in ganz Deutschland. Kennst du eins davon? Eben … und so kam es zu der Idee dieses Memorandums.


Dieses Angebot bezieht sich auf mein Projekt „Ich stelle einen Hut auf“

Ihr wisst schon, so einen, wie er auf den Straßen bei MusikerInnen zu sehen ist oder bei MalerInnen, AkrobatInnen und natürlich bei BettlerInnen … → hier geht es weiter, für diejenigen von euch, die neu dazugekommen sind → https://cafeweltenall.wordpress.com/2020/04/15/kunst-fuer-den-hut-001/



To my English speaking readers:

If you are interested, you can read every article of me in English. You have to go to the end of my blog page, there you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!

Januarbilder 2020 – Januarypics 2020

Januar 2020 im Rückblick

A retrospection of January 2020

Während dieser Januar Vielerorts vernebelt gewesen ist, schien auf den Bergen meistens die Sonne. Du kannst es auf den ersten beiden Bildern sehen. Wenig Schnee im Schwarzwald, manchmal ein bisschen Regen, meistens in der Nacht. Noch immer ist es insgesamt zu trocken – so lautet das Resümee des ersten Monats im neuen Jahr.

Viele Bilder habe ich schon im Laufe dieser vergangenen Wochen gezeigt. Hier nun noch eine Auswahl von den nicht gezeigten Fotos. Habt Freude!

During this January a lot of areas were foggy in Germany. On the mountains we had a lot of sun this year. You can see this on the following two pics. Less snow in the Black Forest, from time to time rain, mostly during the nights. Still it is too dry – this is the résumé of the first month in 2020.

During the last weeks I showed a lot of pics of my walks. Here I’ll show you a selection of unshowed pics. Enjoy!

Wenn die Sonne aufgeht – During the Sunrise

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In der Ferne strecken die Alpen ihre Gipfel in den Himmel – In the distance the Alps are stretching their peaks into the sky

Auf einem anderen Berg – On another mountain

Zu Besuch auf dem Biolandhof, auf dem auch mein Sohn lebt und arbeitet. – Visiting the biological farm, where my son is living and working, too.

Ich liebe Hühner. Wusstest du, dass sie an siebter Stelle der lernfähigen Vögel stehen? Die Rabenvögel nehmen den ersten Platz ein. Aber hier und jetzt geht es um zwei Hühner und einen Hahn.

I love chickens. Do you know, that chickens are on the seventh place of  adaptived birds? The ravens are taking the first place. But here and now it’s about two chickens and one cock.

Die Vögel an meinem Futterhäuschen –The birds by my little bird feeder

 

Unterwegs mit den Enkelkindern, während sich die Eine auf Fasnacht vorbereitet, übt der Andere fleißig mit der neuen Kamera.

On the way with my grand children, while one was preparing herself to carneval, the other was practicing with his new camera.

 

Reifzeichnungen – Drawings of frost

Eisformationen – Formations of ice

Die Hamamelis/Zaubernuss beginnt zu blühen – ein Hauch von Frühling – weichgezeichnet – The Witch Hazel starts zu flower – a breath of spring – soft-focused

Zum Schluss noch zwei Handyspielereien

At last two gadgets with my smartphone.

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Schneeglöckchen – Snowdrop

Noch eine Erinnerung an die kleine Stadt. 

Just another memory of the little town.

Schneeglöckchentanz – Snowdropdance

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Weil jetzt wieder die Schneeglöckchen läuten.

Und weil Quilttraum und Blaue Feder beim Anblick der diesjährigen Schneeglöckchen das Tanzbein gejuckt hat.

Because the snowdrops are ringing again.

And because the dancing legs of Quilttraum and Blaue Feder got itching, in the moment when they saw snowdrops for the first time in this year. (Links to Quilttraum and Blaue Feder in the German version upon, if you want to see, what they are showing in their blogs.)

Dezemberlied – Finale 2019

Rückwärtsblicke fallen über die Schulter, vorwärts schauen geht der Nase entlang.

Rückwärtsblick bei fortwährendem Voranschreiten, so verging der Tag.

Gerade noch blühten Blumen im Garten, leuchteten gelb die Gräser und Blätter, die letzte Wärme floh in steigenden Nebeln, ein Balanceakt.

Feuer wurde ins Haus getragen,

Holz gesägt.

Altwerden birgt Fragen. Wo

und wie?

Vor und zurück, Frieden schließen. Ein Wind wehte durch die Jahre. Nicht beantwortete Fragen blieben im Raum.

Worte verebbten.

Sieben Jahre.

Sieben Jahre Findewege. Vor und zurück.

Sieben Raben, dreizehn Feen, drei Eulen. Ab und an wintert es.

Stille kehrt ein – Wintersonnenwende.

Morgen

früh.

eine Textcollage meiner Rückblicke von 2013-19

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Ich sage bye for now und danke euch allen dafür, dass ihr mich durch dieses Jahr begleitet habt, kommentiert und nachgefragt habt, dass ihr treue Besucherinnen und Besucher meines Cafés gewesen seid.

Wir lesen uns im Januar 2020 wieder, so ihr mögt.

Ich wünsche Jeder und Jedem fröhlich ausgelassene,  staunende, freudige, schöne, stille, innige und friedliche Momente.

Eine Überraschung gibt es ab dem 24.12. bei Frau Graugans – Willkommen in der Raunächtezeit.