Sonntagsbild 50 2018

Orte 004

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draufklick = große Bilder – please click to enlarge

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Orte also – Wohnorte, Ortschaften, Aborte, Handelsorte und Orte der Handlung. Ortung, sich verorten, Begegnungsorte, ein geweihter Ort, auch ein gesegneter und nicht zu vergessen ein entweihter Ort. Orte, die vorüber ziehen, andere, die festhalten, laute und leise Orte, Heimatorte, versunkene Orte, wachsende Orte und verlassene Orte. Standorte und Sitzorte, hässliche und schöne Orte, Traumorte mit und ohne Ortskern – und eine Straßenbahn, die von einem Ort zum anderen fährt. Kurbeln, bimmeln, gleiten, manchmal auch ein Ruckeln.



Stell es dir doch einfach mal vor … ja, genau, das könnte sehr witzig werden.



Apropos Straßenbahn, wer mag, kann hier einen Text aus dem Jahr 2013 von mir dazu lesen, er beginnt mit der Nomadin, einem Blick durch Facettenaugen und dann kommt sie gefahren: https://cafeweltenall.wordpress.com/2014/08/23/blaue-stunde-13-die-nomadin-in-der-strassenbahn/

Einen fröhlichen Sonntag wünsche ich euch.

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Die Meriangärten in Basel

Eine Zugfahrt nach Basel

zu den Meriangärten

Am Samstag machte ich, zusammen mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen, einen Ausflug nach Basel in die Meriangärten. Schon jetzt weiß ich, dass ich dort nicht zum letzten Mal gewesen bin. Achtzehn Hektar Land lassen sich nicht mal eben so besichtigen.

Ich brauche Zeit und Muße zum entdecken, spüren und natürlich auch für die Fotografie. Das geht in einer Gruppe schlecht, zumal wir uns im Vorfeld entschieden hatten an einer Führung teilzunehmen, die ca. eine Stunde dauerte und während der wir sehr viel Wissenswertes über die Geschichte und Entstehung der Gärten erfahren haben. Nicht alles Gehörte findet in mir uneingeschränkte Zustimmung, dennoch überwiegt eindeutig das Positive.

Neben vielen eindrucksvollen, wunderschönen Gebäuden gibt es eine riesige Obstplantage, in der alte Obstsorten gehegt und gepflegt werden. Von ihr haben wir gar nichts gesehen. Auch war keine Zeit, um die Samenbank aufzusuchen, was ich sehr gerne getan hätte, da hier Samen von sehr alten Kulturpflanzen gesammelt, bewahrt und auch verkauft werden. Auf dem gesamten Areal wird biologisch gewirtschaftet, ob es sich nun um Obst, Gemüse, Kräuter oder Blumen handelt. Es ist eine große Mischung aus Parkanlage mit einzeln stehenden Bäumen, Kräuter- und Gemüsebeeten, Blumenrabatten, einem Rhododendrontal und vielem mehr (s. untenstehenden Link). Von all dem haben wir nur einen Bruchteil gesehen. Ich habe Lust auf mehr und das gerne zu jeder Jahreszeit!

Neben den Pflanzen spielen auch Tiere eine Rolle, so wird hier das Bündner Oberland Schaf gehalten, das vom Aussterben bedroht gewesen ist. Ich staunte über die sehr feine und weiche Wolle. Wäre es möglich gewesen hätte ich mir sofort 200 gr von ihr für Wintersocken gekauft, was aber eben nicht möglich gewesen ist, schade! Mehr erfährst du hier → https://www.lanarara.com/

Schaut einmal wie prächtig sie sind:

Heute wurden sie „vorgeführt“. Normaler Weise leben sie auf einer riesigen grünen Wiese mit großen, schattenspendenden Bäumen. Das nächste Mal möchte ich sie lieber dort antreffen, statt an der Leine, was weder ihnen, noch mir behagte.

Zu sehen waren außerdem alte Hühnersorten und eine Kaninchenart, deren Fell sehr ähnlich dem sibirischen Eichhörnchen ist, einst sehr begehrt für Pelzmützen. Man ging dann dazu über diese aus den Kaninchenfellen zu produzieren, um die sibirischen Eichhörnchen vor dem Aussterben zu retten. Nun ja, ich bin kein Fan von Pelzmützen oder anderen Kleidungsstücken wofür Tiere sterben müssen, aber ich muss gestehen, dass die Kaninchen äusserst hübsch gewesen sind, nur fotografiert habe ich sie nicht.

Gerne zeige ich euch nun einige Impressionen, ein anderes mal mehr, dann mit Muße …

Cynara cardunculus – die wilde Artischocke

Wildäpfel, Fenchelgrün, Buchweizen, mir unbekannt, eine kleine Coctailgurke, Dahlien, Erdbeerbaum

Ein kleines bisschen englischer Garten – hier wurde eine Hochzeit gefeiert. Ach, wie gerne hätte ich die eine und andere Dame und ihre Stöckis fotografiert 😉 , aber nun … stattdessen hatte ich Freude an dem herumstelzendem Graureiher, den Fischen im Teich und an all dem anderem „Schmuckem“.

 

Palmen – Licht und Schatten

Alle Galerien öffen sich, die Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Mehr Informationen findest du hier → https://www.meriangärten.ch/de/besuch/in-den-gaerten/gartenplan.html 

Orte 001 – 003

Das eine sind die verlassenen Orte, das andere Orte an sich.

In Freiburg, in der Umgebung des Bahnhofs, steht dieses Haus:

Noch immer beschäftigt mich das Thema der Durchlässigkeit, der Transparenz, wie zum Beispiel  hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/04/29/sonntagsbild-19-2018/ und hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/01/28/sonntagsbild-05-2018/). Ein weiteres Thema ist die Reduktion.

Was ist tragend, was ist wesentlich, was kann weg? Was bleibt, was entsteht? Themen, die von Innen nach Außen und zurück wirken. Was ist Ursache und was die Wirkung?

Dieses Mal bearbeitete ich das obige Haus mit seiner unterschiedlich wirkenden Glasfläche, mal Spiegel, mal Fenster.

Hier einige Beispiele wie meine Bilder entstehen;

– das Original, ohne Hintergrund (die Transparenz wirkt ohne Hintergrund schwarz), mit neuem Hintergrund und mit reduzierten und stark reduzierten Originalbildern darüber:

die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst



alle Bilder © Ulli Gau