die Närrin entdeckt das Sommerkleid der kleinen Stadt und hat einige Begegnungen

 

erste Begegnung

0107 19.07.14 die erste Begegnung der Närrin in der kleinen Stadt beginnt

andere gesellen sich dazu

0108 19.07.14 Begegnung - andere kommen hinzu

Nach der langen Zeit, allein mit Klabauter, ist sie sehr an neuen Geschichten interessiert, an Austausch auch-

Dialog I

0109 19.07.14 Dialog

II

0110 19.07.14 Dialog

III

0113 19.07.14 Dialog 3

sie schaut,

0112 19.07.14 sie schaut

sie staunt,

0111 19.07.14 da staunt die Närrin

sie zieht weiter …

0114 19.07.14 die Närrin zieht weiter

und das mache ich jetzt auch-

bye for now – geniesst den Sommer, wo auch immer noch …

ein paar Pausenfüller habe ich vorbereitet …

 

I never gave up

 

dieser Song ist ein kleiner Nachschlag zu meinen letzten Artikeln: ich spucke auf euch und give peace a chance

es ist eins sich den schönen Gedanken und schönen Künsten hinzugeben, aber das andere ist die Welt und ihre Belange. Ich spüre schon länger, dass meine alte Kämpferinnennatur sich wieder meldet. Es gibt so vieles in der Welt, was mich schmerzt, das mich ruft: empöre dich, engagiere dich … dazu passt dieser Song ausgesprochen gut. Verknüpft ist er mit meiner Zeit in Berlin und den zwei Jahren, als ich Türsteherin im berühmt berüchtigten SO 36 war, damals, es waren die frischen Neunzehnhundertneunziger Jahren spielte auch Chumbawamba dort- ich tauschte sehr gerne meinen Platz an der Tür draussen mit der Tür neben der Bühne …

ich möchte gerne den Titel umbenennen in: I`ll never give up …

 

give peace a chance

0127a 27.07.14 give peace a chance

JAWEH AND ALLAH BATTLE

von Allen Ginsberg

Jaweh with Atom Bomb
Allah cuts through of Infidels
Jaweh`s armies beat down neighboring tribes
Will Red Sea waters close & drown th`armies of Allah?

Israel`s tribes worshipping the Golden Calf
Moses brokes the Tablets of Law.

Zalmon Schacter Lubovitcher Rebbe what you say
Stone Commandment broken on the ground
Sufi Sam whaddya say
Shall Prophet`s companions dance circled
round Synagogue while Jewes doven bearded electric?

Both Gods Terrible! Awful Jaweh Allah!
Both hook-nosed gods, circumcised.
Jaweh Allah which unreal?
Which stronger Illusion?
Which stronger Army?
Which gives most frightening command?
What God maintain egohood in Eden? Which be Nameless?
Which enter Abyss of Light?
Worlds of Gods, jealous Warriors, Humans, Animals & Flowers,
Hungry Ghosts, even Hell Beings all die,
Snake, cock and pig eat each other`s tail & perish
All Jews all Moslems`ll die All Israelis all Arabs
Cairo`s angry millions Jerusalem`s multitudes
suffer death`s dream Armies in battle!
Yea let Tribes wander to tin camps at old Europe^s walls?
Yea let the Million sit in desert shantytowns with tin cups?
I`m a Jew cries Allah! Buddha circumcised!
Snake sneaking an apple of Eden-
Alien, Wanderer, Caller of the Great Call!
What Prophet born on this ground
bound me Eternal to Palestine
circled by Armies tanks, droning bomber motors
radar electric computers?
What Mind directed Stern Gang Irgun Al Fatah
Black September?
Meyer Lansky? Nixon Shah? Gangster? Premier? King?
one-eyed General Dayan?
Golda Meir & Kissinger bound me with Arms?
HITLER AND STALIN SENT ME HERE!
WEITZMANN & BEN GURION SENT ME HERE!
NASSER AND SADAT SENT ME HERE!
ARAFAT SENT ME HERE! MESSIAH SENT ME HERE!
GOD SENT ME HERE!
Buchenwald sent me here! Vietnam sent me here!
My-Lai sent me here!
Lidice sent me here!
My mother sent me here!
I WAS BORN HERE IN ISRAEL, Arab
circumcised, my father had a coffee shop in Jerusalem
One day the Soldiers came & told me to walk down road
my hands up
walk away leave my house business forever!

The Israelis sent me here!
Solomon`s Temple the Pyramids & Sphinx sent me here!
JAWEH AND ALLAH SENT ME HERE!
Abraham will take me to his bosom!
Mohammed will guide me to Paradise!
Christ sent me here to be crucified!
Buddha will wipe us out and destroy the world.
The New York Times and Cairo Editorialist Heykal
sent me here!
Commentary and Palestine Review sent me here!
The International Zionist Conspiracy sent me here!
Syrian Politicans sent me here! Heroic Pan-Arab
Nationalists sent me here!
They`re sending Armies to my side-
The Americans & Russians are sending bombing planes tanks
Chinese Egyptians Syrians help me battle for my righteous
house my Soul`s dirt Spirit`s Nation body`s
boundaries & Self`s territory my
Zionist homeland my Palestine inheritance
the Capitalist Communist & Third World Peoples`
republics Dictatorships Police State Socialism
& Democracies
are all sending Deadly Weapons to our aid!
We shall triumph over the Enemy!
Maintain our Seperate Identy! Proud
History evermore!
Defend our own bodies here this Holy land! This hill
Golgotha never forget, never relinquish
inhabit thru Eternity
under Allah Christ Yaweh forever one God
Shema Yisroel Adonoi Eluhenud Adonoi Echad!
La Illaha Illa `llah Hu!
OY! AH! HU! OY! AH! HU!
SHALOM! SHANTIH! SALAAM!

Ginsberg schrieb dieses Gedicht am 18. Januar 1974 – von seiner Aktualität hat es nichts verloren, Namen von Herrschern sind austauschbar …

Ich habe seine Recht- und Gross- bzw. Kleinschreibung so übernommen, wie es in “Mind Breaths” abgedruckt ist.

Ebenso aktuell erscheint mir der Song von John Lennon und Yoko Ono: give peace a chance- zugegeben, damals mochte ich es nicht wirklich, nur seine Botschaft, heute höre ich es als eine Art modernes Mantra …

ich spucke auf euch

ich spucke auf euch

ein Buch, dass ich schon in den Neunzehnhunderneunziger Jahren las, das mir mit aller Deutlichkeit vor Augen führte, was es für Frauen bedeutet, wenn sie beschnitten werden.

Gestern hörte ich in den Nachrichten, dass im neu errichteten Kalifat in Teilen von Irak und Syrien alle Frauen zwischen 11 und 43 Jahren beschnitten werden sollen … da wehrt sich alles in mir, das tut mir mit all diesen Mädchen und Frauen weh, das darf es einfach nicht mehr geben!!! Diesen Frauen wird ihre eigene Lust abgeschnitten … sie wissen, dass da mal etwas war, aber dann ist da nichts mehr. So hat es Nawal El Saadawi beschrieben.

Ein Buch, das kaum auszuhalten ist, aber wichtig ist und war. Es müssen die betroffenen Frauen selbst reden, selbst erzählen, sie müssen sich auf ihre ganz eigene Art wehren, das ist mir damals auch klar geworden. Ich hier, im sogenannten emanzipierten Deutschland, habe kein Recht ihnen zu sagen, was sie tun sollen, ich kann aber solidarisch sein. Ich kann Frauen unterstützen in ihrem Kampf gegen dieses Unrecht und viele andere. Es gibt keinen Grund zu glauben die Emanzipation wäre geschafft. Bei Leibe nicht! Hier nicht. Und in anderen Staaten dieser Erde schon gar nicht!

Ich habe Worte und Bilder, übers Tun denke ich nach …

Heute las ich in der Neuen Zürcher Zeitung dazu einen Winzartikel, es dementierten die “Kalifaten” (herrjeh, in welcher Zeit leben wir?) die Nachrichten von gestern. Es wird nun untersucht und beobachtet, was wahr ist und was Lüge. Nicht einfach in Staaten, wo unabhängige Berichterstattung zur Lebensgefahr wird!

0124ab 25.07.14 keine beschneidungen, nirgendwo

 

dancing in the rain

0119a 23.07.14 dancing in the rain

(draufklick = gross – noch einmal habe ich die Parkschönheit von Photoraum für diese Fotomontage genutzt, please click to enlarge – once again I took the beauty of a park of Photoraum)

der Sommer im Süden hat viel Regengeräusch, da hilft kein Jammer, nur ein Tänzchen oder zwei …

the summer in the south got a lot of rainnoises, there is no need to moan, but to dance one time and a second time …

neue Geschichten

0117ab 20.07.14 Beispiel für alte Geschichten

(Beispiel für alte Geschichten: nachtrauern – draufklick = gross)

Alles begann mit einer Buchbesprechung in der Sommerausgabe des Spuren-Magazins, es ging um eine Neuerscheinung von Charles Eisenstein: „Die schönere Welt, die unser Herz kennt, ist möglich“

Hätte ich nur den Titel in einem Buchladen gelesen, wäre ich weiter gezogen, Esokram, hätte ich wohl gedacht und schon wieder einer, der meint zu wissen, was das Herz weiss und kennt, als ob das so einfach wäre! Ja, ich gebe es zu, in mir ist schon lange eine gewisse Müdigkeit gegenüber all diesen Heilsversprechungen und Workshops, wie: folge deinem Herzen, etc.- Nicht, dass darin nicht eine Wahrheit versteckt wäre, aber ganz so unkompliziert, wie es uns manche glauben machen wollen, ist es eben nicht.

Doch zurück zur Buchbesprechung, etwas setzte sich in mir fest und das waren diese Sätze:

„Charles Eisenstein sieht die Sache darin befördert, dass wir uns neue Geschichten erzählen und uns gegenseitig darin fördern, die neuen Mythen mit Leben zu füllen; Geschichten von der wechselweisen Verbundenheit, von der Welt als Geschenk und vom Menschen als Wundertäter.“

Letzteres möchte ich mal (noch) ausklammern, denn so viele WundertäterInnen sehe ich nicht, aber vielleicht kommt das ja noch, wenn wir nur daran glauben und ob Mythen wirklich neu sein können, möchte ich auch dahingestellt sein lassen …

Mir geht es um die neuen Geschichten, sie sind es, die mich beschäftigen. Mich dünkt, dass wir nichts wirklich ändern in dieser Welt und wir uns selbst auch nicht, wenn wir die alten Geschichten nur immer wiederkäuen und Tag für Tag neu aufleben lassen, die Geschichten von den unglücklichen Lieben zum Beispiel oder den Krankheiten und Gebrechlichkeiten, der Demenz, der Alzheimerkrankheit im Alter, den Weltuntergangsszenarien und dass die Welt sowieso schon immer schlecht war, ist und bleibt. Hierzu gehören auch für mich die Geschichten vom bösen Schicksal, die uns anscheinend nur darin ermutigen zu leiden, oder der, nicht liebenswert zu sein oder etwas ganz besonderes oder der, dass wir sowieso nix ändern können, nicht an der politischen Situation, noch überhaupt.

Zugegeben, wann immer wir neue Geschichten leben, schreiben oder erzählen wollen braucht es Mut, braucht es Verantwortung, Aufmerksamkeit und Achtsamkeit für das Wort, die Tat und tägliche Übung. Aber hier geht es entlang, wenigstens für mich.

Und wie immer, wenn sich etwas in mir beginnt auszubreiten, finde ich Entsprechendes. Wie zum Beispiel diesen Satz von Pema Chödrön:

„Der Schlüssel ist die Veränderung unserer Gewohnheiten, insbesondere unserer geistigen Gewohnheiten.“

Aber auch das Interview mit Richard Lorenz, das Philea alias Petra auf ihrem Blog eingestellt hat, wie der Artikel von Emil über eine alte Dame, die partout nicht alt erscheint, fallen für mich in diesen Bereich, oder dieser Künstler http://www.andresamadorarts.com/.

Ja, neue Geschichten braucht die Welt …

0118 20.07.14 Tanz

 (Beispiel für neue Geschichten: Mut und Lebensfreude – draufklick = gross)

das Foto der Statue stammt ursprünglich von Photoraum alias Thomas W.M.Wanzek, nochmals herzlichen Dank, Thomas!

 

die Närrin kehrt zurück

zwischen Frühling und Sommer

0100 Närrin und Klabauter gehen auf grosse Fahrt

Es hatte der Klabauter die Närrin mit sich genommen, von einem Frühling über den nächsten. Bis in den Sommer hinein, waren sie über die Weltmeere gesegelt. Die Eismeere hatten sie in der dunkelsten Zeit durchkreuzt. Alte Gespenster lehnten an den Masten, hingen in den Takelagen,

0101 15.07.14  Gespenster lehnten an den Masten, hingen in den Takelagen

Dämonen tönten aus der Tiefe des Schiffbauchs herauf.

Es war ein wilder Tanz. Nacht für Nacht.

0102 15.07.14 Dämonentanz im Schiffsbauch

Klabauter lachte, segelte mit dem Nordwind, den Polarstern im Auge. Nur allmählich tauten Frost, Angst und Schrecken. Neue Frühlingswinde wehten. Furchtlosigkeit hatte der Klabauter sie gelehrt. Nacht für Nacht.

Lass Zuversicht und Vertrauen wachsen, hörte sie ihn flüstern, als sie widerstrebend in den Schiffsbauch stieg. Schritt für Schritt, tiefer und tiefer ins Dunkle hinein, dem Getöne entgegen. Sie wuchs, Wärme und Weite in ihren Adern. Aus Abscheu und Angst wurde Empathie. Und wie sie begann die Ungetüme zu füttern, mit allem was sie von ihr forderten, schrumpften sie ins Nichts. Nun waren es andere, die ihr für den Aufstieg die Hände reichten.

Ein Jahr und noch etwas Zeit waren vergangen, bis Klabauter die Ufer der kleinen Stadt erneut erreichte. Er hatte die Segel gestrichen. Keine alten Gespenster lehnten mehr an den Masten, keins hing mehr in den Takelagen, keine Dämonen mehr weit und breit. Die Närrin trägt ein neues Kleid, einen Umhang für rauere Tage und einen neuen Hut. Sie ist leiser geworden. Ihre Freude ist still, als sie die kleine Stadt im Sommerkleid erblickt.

Viele waren gekommen.

Alte und neue Gesichter.

0103 15.07.14 die kleine stadt im sommerkleid begrüsst die närrin

Meer und Land – blaue Stunde 12. Teil

0106 18.07.14 Meer und Land

 

Es heisst alles Leben kommt aus dem Meer, aber woher kommt das Salz im Meer und wo werden die Wellen geboren? Und wenn wirklich das Meer Leben an Land schickte, dann hat das Meer ein Land gebraucht. Und woher kam das? Und was machte all das Leben an Land? Es paarte und vervielfältigte sich, es mutierte, gebar sich wieder und wieder selbst in unzähliger Form. Es wuchsen ihm Felle, Federn, Stacheln, Schuppen, vier, sechs, acht, tausend Beine, Flügel auch und Augen, die sahen, aber nie gleich, bei all den Arten. Und Nasen. Die einen riechen noch das, was in einem Kilometer Ferne ist, die anderen nicht das Naheliegende. So geht es immerfort, das Leben. Das Meer ebbt und flutet dazu.

Vom Nutzen rede ich nicht, auch nicht davon wem es nutzen könnte, sollte oder wollte. Auch vom Sinn rede ich nicht. Es ist nutzlos, sinnlos. Und ob es nun die Spinne war, die einst das Universum webte oder Gott aus Adams Rippe Eva schuf, der grosse Geist über allem schwebt, ob alles mit einem Knall begann oder mit einem Wort, einem Ton, das beschäftigt nur uns Menschen.

Das Leben lebt sich. Es wartet auch nicht. Und es wird sich gepaart, sich multipliziert, sich erhalten, auch verändert, es wird sich weiter- und unterwickelt, es wird sich ausgestorben und wieder auferstanden und erneut geboren … das ist der Reigen. Das ist das Lied vom Meer und vom Land.

Und ich habe mir schon so manches Mal Kiemen gewünscht.

Flügel auch.