Die Meriangärten in Basel

Eine Zugfahrt nach Basel

zu den Meriangärten

Am Samstag machte ich, zusammen mit meinen neuen Kolleginnen und Kollegen, einen Ausflug nach Basel in die Meriangärten. Schon jetzt weiß ich, dass ich dort nicht zum letzten Mal gewesen bin. Achtzehn Hektar Land lassen sich nicht mal eben so besichtigen.

Ich brauche Zeit und Muße zum entdecken, spüren und natürlich auch für die Fotografie. Das geht in einer Gruppe schlecht, zumal wir uns im Vorfeld entschieden hatten an einer Führung teilzunehmen, die ca. eine Stunde dauerte und während der wir sehr viel Wissenswertes über die Geschichte und Entstehung der Gärten erfahren haben. Nicht alles Gehörte findet in mir uneingeschränkte Zustimmung, dennoch überwiegt eindeutig das Positive.

Neben vielen eindrucksvollen, wunderschönen Gebäuden gibt es eine riesige Obstplantage, in der alte Obstsorten gehegt und gepflegt werden. Von ihr haben wir gar nichts gesehen. Auch war keine Zeit, um die Samenbank aufzusuchen, was ich sehr gerne getan hätte, da hier Samen von sehr alten Kulturpflanzen gesammelt, bewahrt und auch verkauft werden. Auf dem gesamten Areal wird biologisch gewirtschaftet, ob es sich nun um Obst, Gemüse, Kräuter oder Blumen handelt. Es ist eine große Mischung aus Parkanlage mit einzeln stehenden Bäumen, Kräuter- und Gemüsebeeten, Blumenrabatten, einem Rhododendrontal und vielem mehr (s. untenstehenden Link). Von all dem haben wir nur einen Bruchteil gesehen. Ich habe Lust auf mehr und das gerne zu jeder Jahreszeit!

Neben den Pflanzen spielen auch Tiere eine Rolle, so wird hier das Bündner Oberland Schaf gehalten, das vom Aussterben bedroht gewesen ist. Ich staunte über die sehr feine und weiche Wolle. Wäre es möglich gewesen hätte ich mir sofort 200 gr von ihr für Wintersocken gekauft, was aber eben nicht möglich gewesen ist, schade! Mehr erfährst du hier → https://www.lanarara.com/

Schaut einmal wie prächtig sie sind:

Heute wurden sie „vorgeführt“. Normaler Weise leben sie auf einer riesigen grünen Wiese mit großen, schattenspendenden Bäumen. Das nächste Mal möchte ich sie lieber dort antreffen, statt an der Leine, was weder ihnen, noch mir behagte.

Zu sehen waren außerdem alte Hühnersorten und eine Kaninchenart, deren Fell sehr ähnlich dem sibirischen Eichhörnchen ist, einst sehr begehrt für Pelzmützen. Man ging dann dazu über diese aus den Kaninchenfellen zu produzieren, um die sibirischen Eichhörnchen vor dem Aussterben zu retten. Nun ja, ich bin kein Fan von Pelzmützen oder anderen Kleidungsstücken wofür Tiere sterben müssen, aber ich muss gestehen, dass die Kaninchen äusserst hübsch gewesen sind, nur fotografiert habe ich sie nicht.

Gerne zeige ich euch nun einige Impressionen, ein anderes mal mehr, dann mit Muße …

Cynara cardunculus – die wilde Artischocke

Wildäpfel, Fenchelgrün, Buchweizen, mir unbekannt, eine kleine Coctailgurke, Dahlien, Erdbeerbaum

Ein kleines bisschen englischer Garten – hier wurde eine Hochzeit gefeiert. Ach, wie gerne hätte ich die eine und andere Dame und ihre Stöckis fotografiert 😉 , aber nun … stattdessen hatte ich Freude an dem herumstelzendem Graureiher, den Fischen im Teich und an all dem anderem „Schmuckem“.

 

Palmen – Licht und Schatten

Alle Galerien öffen sich, die Bilder werden groß, wenn du sie anklickst

Mehr Informationen findest du hier → https://www.meriangärten.ch/de/besuch/in-den-gaerten/gartenplan.html 

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46 Gedanken zu „Die Meriangärten in Basel

    • Guten Morgen, Petra, er hat mich so fasziniert, dass ich ihn noch im Oktober wieder besuchen werde, zumal er wirklich gut von hieraus zu erreichen ist. Basel liegt ja quasi vor der Haustür.
      Ich wünsche dir einen guten Tag, herzlichst, Ulli

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  1. Schade.. Damen mit Stöckies im Garten haben doch was.. .aber du hast uns entschädigt. Das Schaf ist eindrucksvoll…. da würde ich auch gerne flanieren…Gärten haben etwas Heilendes, finde ich. Hab eine gute Wiche, Marie

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  2. Guten Morgen liebe Ulli, ein wunderbares Reiseziel, auch wenn ich dir zustimme, dass ein Tausch von Eichhörnchen zu Kanninchen wirklich fragwürdig ist. Die Obstgärten hätte ich sehr gerne gesehen und natürlich Saatgut gekauft, aber ich kann ja ebenfalls mal nach Basel fahren und mich auf deine Spuren begeben. Vielen Dank für die wunderbaren Bilder und deine Schilderung!

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  3. Die Meriangärten zu Basel sind wirklich eine Reise und Besuch wert, liebe Ulli. Da gibt es eine Samenbank, die du bestimmt beim nächsten Besuch aufsuchen wirst. In der modernen Landwirtschaft ist der Trend mehr und mehr in Richtung Monokultur. Dabei liegt die Stärke der Natur in ihrer Vielseitigkeit. Vielleicht kannst du das nächste mal von der Samenbank berichten. Alles Gute zur neuen Woche! Peter

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    • Ich habe fest vor noch im Oktober in die Gärten zu fahren, eben auch wegen der Samen, gerne möchte ich dort ein paar erstehen, schauen wir mal, es gelten dort ja auch Schweizer Preise und die sind üppig! Aber berichten werde ich sehr gerne.
      hab eine gute Woche, herzlichst, Ulli

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  4. Liebe Ulli. Der Botanische Garten hat unsere Familie auch schon mehrmals beglückt. Ich mag die Beschriftungen, so kann ich einiges dazulernen, aber auch die Tiere, wie eben das Bündner Oberland Schaf. Deine Bilder streichen die Schönheiten heraus. Vielen Dank.
    Liebe Grüße. Priska

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  5. Ach, liebe Ulli, wie schön, ich kenne sie, die Gärten in Brüglingen, die Meriangärten.
    Wie gerne war ich da und jedes Mal war es irgendwie anders als das Mal zuvor. Gibt es die Kutschen noch?
    Das Rhododendrontal stand einmal in voller Blüte und war beeindruckend schön.
    Das Areal ist so groß, da lohnen sich viele Besuche, liebe Ulli. Und immer blüht Neues, immer gibt es anderes zu sehen, es ist wirklich ein Paradies, das aber nie langweilig wird *lächel*

    Ganz herzlich, Bruni

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    • Liebe Bruni, das habe ich mir gedacht, dass du die Gärten kennst! Ich bin ja nicht sooo ein Rhododendronfan, aber zu dieser Jahreszeit möchte ich ihn gerne einmal sehen – spannend finde ich auch die Irissammlung, die ich wiederum sehr mag, im Frühling dann 😉
      ich wünsche dir einen schönen Tag, herzlichst, Ull

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      • *lächel*, im Laufe der Jahre habe ich dort vieles gesehen und immer war es wunderschön.
        Aber die Samenbank *g* habe ich nie gesehen, wenigstens erinnere ich mich nicht, liebe Ulli. Schade, heute würde sie mich auch sehr interessieren.

        Herzlichst, Bruni

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  6. Ich muss gestehen, die Merian-Gärten noch nie besucht zu haben, obwohl er fast vor meiner Haustüre liegt. Die Cocktail-Gurke von Pro Specie Rara machte mir letztes Jahr im Gemüsegarten sehr viel Freude, eine Unmenge Früchte und viel Arbeit beim einsammeln, aber fein im Salat. Pro Specie kümmert sich um die genetische Vielfalt der Kulturpflanzen und Nutztiere in der Schweiz. Der Link: https://www.prospecierara.ch/de/home

    Danke für die wunderbaren Informationen und herrlichen Bilder. Ein lieber Gruss Ernst.

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    • Lieber Ernst, ich war ja nach 19 Jahren hier auch zumersten Mal dort, es gibt so vieles wasich noch immer nicht kenne, sei es im Schweizer land oder im nahen Elsass, den Vogesen …
      danke auch für deinen Link, da schaue ich gerne einmal.
      Herzliche Grüße, Ulli

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  7. Liebe Ulli, ich glaube, um die Schafe musst du dich nicht sorgen. Wenn man sie von klein an daran gewöhnt. laufen sie mit ihrem Lieblingsmenschen auch am Halfter mit. Ich hatte so einen Bock in der Herde, ein Rhönschaf, das zur Zucht zugelassen werden sollte. Irgendwann entdeckten man einen weißen Fleck auf seiner schwarzen Stirn und damit galt er als nicht reinrassig. Mir was das Wurst und der sanfte Bock in der kleinen Herde war für mich eine Freude. Wenn ich ihm in die Wolle fasste am Hals, dann wusste er, was zu tun war und ging mit mir mit. Einfach so. Und die Herde kam hinter her. Dafür bekam er oft hinter dem Ohr gekrault.
    Liebe Grüße

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