Licht und Schatten

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Viele tragen schwer, sie tragen ihre Schatten. Ich lese es in ihren Gesichtern, hinter ihren Worten, zwischen ihrem Lächeln, das ihre Augen nicht erreicht. Sozialisation und Schicksalsschläge machen aus offenen Gesichtern verschlossene, nehmen den Glanz aus Kinderaugen. Es bräuchte nicht so viele Therapien und auch keine Medikamente, wenn es nicht so wäre. Es ist, als ob das Licht hinter dem Dunkel ginge.

Häutungen, Ballastabwürfe und zu der und dem werden, die, der man immer schon war, damit das Licht vor dem Schatten läuft. Das ist ein Weg.


Gerda und ich treten in einen Dialog: in unregelmäßigen Abständen wird sie auf ihrer Seite auf einen Gedanken, einen Satz, ein Bild von mir mit ihrem antworten und umgekehrt. Dies ist meine Antwort auf ihren Artikel von gestern: https://gerdakazakou.com/2016/11/26/licht-schatten-pirouetten/

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21 Gedanken zu „Licht und Schatten

  1. bin noch in Athen. Attika hat schwere Überschwemmungen, morgen gehts weiter damit. Tito zittert, wenn Zeus blitzt donnert, so sehr, dass das Sofa wackelt, als gäbs ein Erdbeben. .Aber nun ist erst mal Ruhe. Uns gehts gut, danke! Schön, dass du dich auch wieder daheim fühlst.

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  2. So etwas sollte viel häufiger geschehen, die Reaktionen aufeinander, ein Dialog, das nimmt dem ganzen Bloggeschehen ein wenig von dem Autismus und Narzissmus, der mich manchmal so anödet, insbesondere bei mir selbst. Danke an euch für diesen Gegenimpuls.

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    • Nun, liebe Mützenfalterin, du hast doch das projekt der Tausend Mutterbilder eröffnet, eine gute Seite für den Dialog. Zugegeben, er findet kaum statt und ich weiss des Rätsels Lösung nicht.
      Wie auch immer noch, ich freue mich über deinen Zuspruch und gerne können wir ja auch einmal überlegen ob und wie …
      herzliche Grüsse vom azurblauem Berg
      Ulli

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    • Danke dir für deinen Zuspruch, Mützenfalterin. Und wie Ulli schon sagt: du hast dies schöne Projekt „Tausend Mütterbilder“ gestartet. Schade, dass es nicht so vorangeht, wie es wünschenswert wäre. Vielleicht liegt es an einer gewissen Hemmung, die eigenen Gefühle als und zur Mutter, die man ja als tief nur zu einem selbst zugehörig erlebt, in einen so großen Rahmen zu stellen? Ich weiß es nicht.

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      • Ich erlaube mir mich mal kurz noch einzuklinken: ja, Gerda, das ist vielleicht eine der Möglichkeiten, die andere ist vielleicht die, dass viele nicht „die“ liebe Mutter hatten und es schwer ist sich als nicht geliebtes Kind zu zeigen oder, oder, oder …

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  3. Zwei Gedanken zu deinem, liebe Ulli:

    „das Licht hinter dem Dunkel“

    Wie wirkt es? Der dichte Körper lässt das Licht nicht durch, also erscheint er als dunkle Silhouette. Aber: das Licht, das von hinten kommt, kann einen Körper durchscheinend machen. Entweder, indem es Schicht um Schicht von außen nach innen abarbeitet, oder indem es den Körper leise durchdringt. Nichts ist vollkommen intransparent, oder?

    „das Licht vor dem Schatten“
    .
    Da stelle ich mir vor: Elfen auf einer Waldeswiese, hell fällt ein Sonnenstrahl auf sie, oder sie leuchten sogar von innen. Sie sind hell, aber sie beeinflussen die Dunkelheit nicht. Fast möchte ich sagen: sie machen das Dunkel noch dunkler, noch undurchdringlicher, weil sie das Licht herausgesogen und auf sich konzentriert haben.

    Liebe Grüße aus einem dunklen Tag

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    • liebe Gerda, so verhält es sich mit dem physikalischen Licht und vielleicht ist es so, wie du es beschreibst, ich weiss nämlich nicht, ob es irgendwas vollkommen Intransparentes gibt, Röntgenstrahlen oder CTM machen ja z.B. alles Innere sichtbar- mir aber geht es und ich denke, dass du das auch weisst, aber einen anderen Aspekt hineibringen willst, um das innere Licht und die innere Dunkelheit, die Menschen, je nach ihrer Sozialisation, ihrer Genese und ihrem Schicksal im Aussen zeigen.
      ich danke dir von Herzen und noch denke ich über die Elfen nach …
      herzlichst
      Ulli

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  4. Liebe Ulli, ich weiß natürlich, dass es dir um das innere Licht und Dunkel geht. Doch wie bei allen Analogien, ist es gut, auch das anzuschauen, auf das man sich im Äußeren bezieht. Wenn ich zB von einem „Berg von Problemen“ rede, meine ich keinen Berg, auf den ich steige, sondern einen, den ich abräumen muss – aber in beiden Fällen ist es etwas hoch Aufgetürmtes. Und bei Licht und Dunkel? Auch da gibt es diese Analogie. Und ich frage mich: ist es nicht auch beim „inneren Dunkel“ so, dass es sich aufhellt, wenn es „von hinten“ (indirekt, geduldig, unaufdringlich) vom Licht durchstrahlt wird? Und wirkt das Dunkel nicht dunkler, wenn sich „Lichtgestalten“ davon absetzen und tanzen und sagen: Schaut, wir sind wunderschön hell? Sie ziehen, wie ich sagte, alles Licht auf sich, so dass die Dunklen noch finsterer wirken. Besonders die Lichtvollen können dann oft überhaupt kein Licht mehr in den Finsteren entdecken. Der aber, der selbst in gebrochenem Licht lebt (wie ich), sieht das Licht im Dunkeln. Liebste Grüße dir!

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