Verlassene Orte 010

Verlassene Orte – abandoded places – 010

Gerda zeigte am 13. Juni Fotos von einem zerfallenem Haus → https://gerdakazakou.com/2018/06/13/backstein/ Die Nahaufnahmen der Backsteine hatten es mir sofort angetan. Danke Gerda, dass ich ein Bild kopieren durfte!!! Die Eule ist dir gewidmet.

Viele der Fotomontagen zu diesem Thema sind melancholisch, traurig, schwer. Sie erzählen von Zerstörung und Kriegen, von Flucht, von Tod, so ging es mir auch bei dem obigen Bild (siehe dazu auch den gestrigen Artikel von Gerda → https://gerdakazakou.com/2018/06/14/verbrannte-doerfer/).

Und plötzlich war mir nach einer Prise Humor, zwei Variationen mit „Glücksboot“, das ich für Gerda in Basel faltete und hier zeigte →https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/04/30/boote-und-schiffe-ende/



ursprüngliches Foto © Gerda Kazakou – https://gerdakazakou.com/

Fotomontagen © Ulli Gau

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Ein Feiertagsbild

oder Sonntagsbild 23 2018 – verspätet

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

© Gerda Kazakou links, Ulli Gau rechts, siehe dazu: https://gerdakazakou.com/2018/05/20/rueckblende-malerei-passing-by/ und https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/05/20/sonntagsbild-22-2018/

Gerda schrieb im Kommentarstrang:

eben sah ich zufällig mein heutiges Bild „passing by“ und dein Sonntagsbild in klein nebeneinander, und seltsam, sie wirkten wie Verwandte – nur dass bei dir die Striche hell, bei mir dunkel sind.

Ja, sie haben etwas Verwandtes, nicht nur wegen der Striche, auch der goldene Schimmer ist eine Gemeinsamkeit und … der Regen.

Manche von euch dachten bei meinem Bild an Narziss, aber wenn man ganz genau hinschaut, dann trifft sich der Blick des Blässhuhns nicht mit dem seines Spiegelbildes. Ist es nicht eher so, als versuchte es seinen Blick zu fangen, aber das Spiegelbild schüchtern ausweicht und dabei ganz leicht nach links abdriftet … just „passing by“…?



Habt herzlichen Dank für all euer Vermissen und eure Nachfragen, mich berührt das alles immer sehr und für mich ist das alles absolut nicht selbstverständlich!

Wir hatten hier einen Blitzeinschlag und manchmal dauert es, wenn man so ländlich lebt, wie ich, bis wieder alles funktioniert. Das ist das eine. Das andere ist, dass ich in Bloghausen kürzer treten will. Schon länger geht es mir so, dass ich die vielen Informationen und auch Kommentare nicht mehr wirklich alle aufnehmen kann, sodass ab jetzt „weniger ist mehr“ gilt.

Leben … nichts als leben.

Boote und Schiffe – Ende

Prolog

 

„Doch ein Verlangen überkommt ihn, über das Wasser hin zu fahren.
Zur Frucht wird die Blüte, die Schönheit der Beeren erscheint,
je schöner die Flur je leichter die Reise,
all das ruft nach dem Menschen kühnen Gemüts,
dem Reisen fliegt sein Herz zu, schon zieht er in Gedanken
auf Meeresfluten in die weite, weite Ferne.“

The Seafarer nach Ezra Pound


Mit diesem Beitrag geht die Blogparade der „Boote und Schiffe“ zuende. Wir haben unglaublich viele Schiffsbilder betrachtet und neue Schiffsbezeichnungen kennengelernt, wir haben Zeilen über Schiffe, Boote und Kähne gelesen, manche fuhren über Flüsse, andere übers Meer, wieder andere schwebten durch den Himmel und die Zeiten. Wir lasen über Fischer, wartende Frauen und den Ozean. Das alles ist so viel geworden, dass ich zwar meine Anfangs angedachte Diashow als Finale umgesetzt, mich aber in der Regel nur für ein, zwei Bilder, pro Person und ihrem verlinkten Beitrag entschieden habe.

Die Bilder erscheinen (weitestgehend) chronologisch nach Beiträgen und Verlinkungen.

Copyright von Bildern und Texten: Petra Pawlofsky, Gerda Kazakou, Mannedante, Pit, Kopf und Gestalt, Jürgen Küster, Sabine Waldmannbrunn, Myriade, Kormoranflug, Bruni Wortbehagen, Findesatz, mmandarin, tontoeppe, Random Randomsen, Frau Knobloch, Wolf, Lu Finbar, Verssprünge, Susanne Haun, Emily Carter Mitchell, sowie von mir. (Links zu diesen Blogs und ihren Beiträgen findest du in den Beiträgen der Blogparade von 001 – 010)

Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, danke für alle Kommentare und Sternchen, durch und mit euch ist die Blogparade der Boote und Schiffe vielfältig, tief und bunt geworden, sie hat mir und vielen anderen große Freude gemacht und nicht nur einmal saß ich hier bewegt und berührt, auch dafür danke ich euch.



Finales

Drei Bilder, die mir Marie per Mail zugesendet hat. Sie fand sie im ostasiatischen Museum, wo auch das Urheberrecht verortet ist. Herzlichen Dank dafür, liebe Marie!


Eine Zusammenarbeit von Gerda Kazakou und mir

Manchmal falte ich kleine Boote – Glücksboote – und die verschenke ich dann. Dieses Mal war es für Gerda bestimmt, die mich für drei Tage spontan besucht hat.

Wir saßen im Bistro des Tinguely Museum in Basel unter einem roten Sonnenschirm mit Blick auf den Rhein und dann kam eins zum anderem…

Auch auf dem kleinsten Kaffeelöffel ist Platz für ein Boot

Kaffeelöffel und Faltboot, Installation Gerda Kazakou, Foto und -montage Ulli Gau

 

Kaffeelöffel und Faltboot, Installation Gerda Kazakou, Foto Ulli Gau


Die finale Diashow mit Musik von Claude Debussy „La Mer“

Der Kreis hat sich geschlossen, Boote und Schiffe kommen und gehen…

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.



Die freie Enzyklopädie der Schiffsbezeichnungen

129 verschiedene Schiffbezeichnungen (bis jetzt und falls ich mich nicht verzählt habe…) haben wir zusammengetragen.

Von A – Z – die, die ihr schon kennt und die, die dazu gekommen sind, auch hierfür meinen herzlichen Dank an euch.

Äppelkahn, Arche, Ahnenboot, Argo (das schnelle Schiff der Argonauten), Ausflugsdampfer,

Baggerschiff, Barkasse, Barke, Bächleboot, Beiboot, Borkenschiffchen, Brigatine, Brigg, Büse, Buddelschiff, Butterschiff, Cafeschiff, Containerschiff,

Dampfschiff, Drachenschiff, Dreimaster, Dschunke,

Einbaum, Einhandsegler, Eisbrecher, Expeditionsschiff,

Fahrgastschiff, Fähre, Faltboot, Feuerschiff, Feuerwehrschiff, Fischerboot, Fischtrawler, Fliegender Holländer, Floß, Fluchtschiff, Flugzeugträger, Flußkreuzfahrtschiff, Forschungschiff, Frachtschiff, Fregatte,

Gaffelschoner, Galeere, Glücksboot, Gondel, Großsegler, Gummiboot,

Hausboot, Holzboot,

Jolle,

Kahn, Kajak, Kanonenboot, Kanu, Karavelle, Katamaran, Kirchenschiff, Klappschute, Klipper, Knorr,  Kogge, Korvette, Kriegsschiff,  Kutter, Kümos = Küstenmotorschiffe,

Langschiff, Lastkahn, Leihboot, Linienschiff, Lotsenboot, Lotsenversetzboot, Luxusliner,

Marineschiff, Mondboot, Motorboot, Motoryacht, Museumsschiff,

Nachen, Nachtschiff, Nao, Narrenschiff, Narrowboat, Nussschale,

Öltanker, Optimist,

Paddelboot, Papierschiffchen, Piratenschiff, Piroge, Polizeiboot, Postschiff, Prahm,

Raddampfer, Ruderboot, Rettungsboot,

Schaluppe, Schaufelraddampfer, Schlauchboot, Schlepper, schnittiges Boot, Schiffswrack, Schilfboot, Schnellboot, Schoner, Schubboot, Seenotrettungskreuzer, Segelyacht, Segelschiff, Spendenschiffchen, Stakkähne, Stocherkahn, Sportboot, Starboot,

Tauchschiff, Traumschiff, Treidelkahn, Tretboot, Trimaran,

U-Boot,

Viermaster, Vollschiff,

Weberschiffchen, Wikingerschiff, Windjammer, Wolkenschiff, Wunschboot, Wüstenschiff,

Yacht,

Zerstörer



Links

Ruth Freter hat mir ein sehr besonderes Bild gewidmet, schaut doch bitte einmal hier → https://ruthfreter.wordpress.com/2018/04/27/besonders-fuer-ulli/

Petras finaler Beitrag erzählt von Schiffen und Musik → https://pawlo.wordpress.com/2018/04/27/schiffe-und-musik/

Karin zeigt das wunderbare Bild von Munch: Das Postschiff, dazu erklingen Schubertlieder → https://11sternschnuppe11.wordpress.com/2018/04/28/boote-und-schiffe-ein-postboot-und-zwei-schubertiaden/

Random hatte nun aufgrund dieser Blogparade die Idee einer eigenen Reihe, nämlich die der Wassermusik, schaut doch noch einmal hier → https://randomrandomsen.wordpress.com/2018/04/28/wassermusik-i-•-boote-schiffe/

Link zu einem Weberschiffchen → https://www.bfhg.de/sammlung-prisard/varia/weberschiffchen/

von mirhttps://cafeweltenall.wordpress.com/2018/01/27/nachtrag-landschaft/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/03/05/eine-weitere-legearbeit-another-work-with-snippets/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/19/schiffe-kommen-und-gehen/



Epilog

Euch allen allzeit gute Fahrt, mit immer dem richtigen Wind in den Segeln und einen beschwingten Tanz in den Mai – Ahoi

Boote und Schiffe 009

Paarweise zum Zweiten

Vielleicht erinnert ihr euch noch daran, dass Gerda und ich von den Hafenbildern in Kalamata Paare gebildet haben → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/03/12/der-hafen-von-kalamata/ https://gerdakazakou.com/2018/03/12/paarungen-boote-in-der-reparaturwerft/

In diesem Zusammenhang fielen mir Fotos ein, die ich in der Bretagne gemacht habe und bildete noch einmal Paare mit diesen und den Hafenbildern von Kalamata

Bretage / Kalamata

Bretagne/Kalamata

Bretagne/Kalamata

Bretagne/Kalamata

Bretagne/Kalamata

Interessant daran finde ich, dass ich in der Bretagne mehr die Perspektive eingenommen habe, die Gerda in Kalamata eingenommen hat, während ich in Kalamata detailverliebter gewesen bin…

Wie auch immer noch, es gibt große Schiffe, kleine Boote, solche die auf dem Trockenen liegen, andere, die fahren, es gibt große Häfen und kleine und es gibt Museumsschiffe…

Bretagne 2015



Links

Ein Traumboot von Bruni Wortbehagen → http://wortbehagen.de/index.php/gedichte/2011/dezember/traumboot

Petra erinnert an ein Lied aus Kindertagen mit zauberhaften Bildern dazu → https://pawlo.wordpress.com/2018/04/20/war-einst-ein-kleines-segelschiffchen/

hier hat Petra eine Zusammenfassung ihrer Beiträge zur Blogparade gemacht → https://pawlo.wordpress.com/portfolio/boote-und-schiffe/

sehenswert ist auch ihre Galerie: immer noch auf der Flucht → https://pawlo.wordpress.com/portfolio/auf-der-flucht-on-the-run/

Gerda zeichnet Geschichten mit Skulpturen aus ihrem Zuhause, mit Fundstücken aus der Natur und auch Boote spielen dabei immer wieder eine Rolle, so, wie hier → https://gerdakazakou.com/2018/04/19/kykladische-goettin/



Das Ende der Blogparade nähert sich, am Freitag erscheint Beitrag 010 mit weiteren Links, am Montag, 30.04. ertönt das tiefe A in Moll, dann verlassen die Boote und Schiffe erst einmal diesen Hafen…

Griechenlandfotos 06

Flora und Fauna – jetzt kommt der Frühling (und das Ende Februar)!

Noch in Athen

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Zu meiner Freude „erwischte“ ich noch ein Mimosenbäumchen bevor es ganz verblühte

Und nun die Mani

Bei diesen Wiesen dachte ich immer wieder an Ostern und an rot gefärbte Eier. Überall unter den Olivenbäumen wuchs gelb blühender Klee, der, wenn man es nicht weiß, aus der Ferne betrachtet frisch grüne Wiesen mit gelben Blümchen suggeriert.



Anemonentanz

Ein Aronstabgewächs

Ein Blütenpotpourri

Ein aufrechtes Alpenveilchen

Die junge Palme in Gerdas Garten

Ja, hier lässt es sich leben, besonders im Frühling, Herbst und Winter, im Sommer hätte ich bestimmt Probleme mit der Hitze und müsste erst einmal lernen mit ihr umzugehen. Andererseits geht es ja nicht nur mir so, es braucht dann einen anderen Tagesrhythmus: am frühen Morgen und ab späten Nachmittag vor der Türe sein und in der Mittagszeit dann die Kühle des Schattens und der Häuser aufsuchen und die Nächte unter dem Sternenhimmel verbringen, so, wie es auch Gerda und ihr Mann halten.

Eins würde ich ganz bestimmt tun: durch die Berge streifen und Kräuter sammeln, so, wie es auch heute noch viele GriechInnen tun. Diese werden dann auf den Märkten verkauft.

Jetzt war Fastenzeit in Griechenland, d.h., dass fast gar keine Fleischgerichte in den Tavernen angeboten wurden (ich habe nichts vermisst!), dafür aber z.B. wild gesammelte kleine Zwiebeln, die eingelegt werden und ganz köstlich schmecken. An die griechische Küche könnte ich mich sofort gewöhnen, so viel Frisches, hier und da einen Fisch oder gegrillten Oktopus, dazu immer eine Karaffe Wasser und ein Körbchen mit Brot auf dem Tisch und eine kleine Süßigkeit zum Nachtisch. Es gibt wunderbare Kuchen, Plätzchen und Halva in verschiedensten Varianten, die Süße ist gerade richtig, nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ich mochte auch sehr den Brauch viele kleine Speisen zu bestellen, die auf kleinen Tellern seperat gebracht werden und dann von allen zusammen gegessen werden, da bekommt das Wort Mahlzeit wieder einen Sinn. Vielleicht habe ich es schon einmal geschrieben, dass ein Lehrer von mir einstmals sagte, dass das Wort Mahlzeit von „Vermählung“ kommt und wirklich, ich esse am liebsten in freundlicher Gesellschaft.

Fortsetzung folgt…

Griechenlandfotos 05

Am Meer

Der erste Morgen in der Mani

Dreimal sind Gerda und ich am Meer gewesen. Ich hatte nahezu vergessen welche Vielfalt an Grün-Blau-Türkistönen es am Mittelmeer zu bewundern gibt, lang ist es her, dass ich es gesehen habe! Vergessen hatte ich auch das kollernde Geräusch der Steine, wenn die Wellen sie wieder mit sich nehmen…

Nach unserem Spaziergang kehrten wir in eine Taverne ein, die Gerda gerne nach einem Strandspaziergang aufsucht, sie hat schon über sie berichtet, z.B. hier → https://gerdakazakou.com/2017/10/30/montags-ist-fototermin-bei-babis/.

Wir saßen auf der Terrasse, blickten aufs Meer, plauderten und ich fotografierte noch die schöne Dekoarbeit der Inhaberin Ana. Wenn mich nicht alles täuscht, kennen wir diese Art hier als „Serviettentechnik“. Mir gefiel das Zusammenspiel von Menschengestaltung und der weiteren Gestaltung von Sonne, Wind, Meer und Regen.

Als wir am Mittwoch aus Kalamata zurückgefahren sind, besuchten wir eine kleine Bucht, der Wind hatte aufgefrischt und heftige Wellen überspülten die kleine Promenade. Ich lernte, dass nur jede siebte Welle wirklich groß ist und wirklich … jede siebte schwappte über. Um dies zu verdeutlichen zeige ich dies in einer Diashow, allerdings nur mit drei Bildern.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, und dann gaaanz schnell auf die andere Seite rennen, dann wieder stehen, schauen, zählen, dann umdrehen und die heftig schaukelnden Fischerboote in dem kleinen Fischereihafen betrachten.

 

Viel passt auf so ein kleines Boot

Am Wegesrand

Von dem Grafittikünstler Skitsofrenis hat Gerda immer wieder berichtet → https://gerdakazakou.com/2017/12/22/das-abaton-von-skitsofrenis/. Auch wenn ich andere Bilder von ihm eindrücklicher fand als dieses, so kann ich ihm dennoch nicht Tiefsinnigkeit bzw. Mehrdeutigkeit absprechen, die für mich in den drei Worten steckt: „god is hungry“ … mir hat sich dieser Satz eingeprägt, ich fand mehrere Antwortmöglichkeiten, obwohl der Satz keine Frage ist, aber eine aufwirft – wie geht es dir mit diesem Satz, plus dem Bild, wenn du ihn liest, es anschaust und ihnen nachspürst?



Am letzten Morgen in der Mani gingen wir zufuß zu der kleinen Bucht, in der Gerda im Sommer schwimmen geht. Hier verbrachten wir eine kurze meditative Zeit. Am Mittag würden wir zurück nach Athen fahren, eine kleine Wehmut machte sich in mir breit, denn schon am nächsten Tag sollte ich zurückfliegen, aber noch stand uns die dreistündige Rückfahrt bevor, sowie das Wiedersehen in Athen mit Gerdas Mann und ihrem Hund Tito.

Die Bucht

Irgendwann legte ich mich auf den Bauch und versuchte die Wellen in dem Moment zu fotografieren in dem sie anrollen, kurz vor ihrem Überschlag.

Weitere Impressionen aus dieser Bucht

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Fortsetzung folgt…

Griechenlandfotos 04

Athener Stadtansichten – 3 –

Ein Mosaik, das ich in einem Hauseingang zu einer Galerie entdeckte, die aber leider geschlossen hatte. Mich faszinierte sehr das eingearbeitete Gesicht…

Ein paar wenige Graffitis.

Wie in allen großen Städten gibt es natürlich jede Menge Graffitis und die sogenannten „Tags“, die an vielen Hauswänden zu finden sind. Viele sind für mich nur Markierungen, nach dem Motto: Ich war hier – sie langweilen mich und schön finde ich die wenigsten. Und so manches, gerade erst frisch gestrichene, alte Haus wird dadurch in meinen Augen verschandelt. Ich habe nur wenige Graffitis fotografiert, dort, wo wir unterwegs waren sah ich einfach zu wenig Originelles.



Ein Reisender verdient sich sein Geld mit Seifenblasenmacherei, allen zur Freude!

Ein Markttag geht zuende

Das letzte Bild zeigt eine alte Frau, die Reste von den Marktständen eingesammelt hat. Die Armut in Griechenland/in Athen ist sichtbar. Bettler *innen aus allen möglichen Ländern und Kontinenten, Obdachlosenlager direkt neben einer S-Bahn-Strecke. Menschen, die versuchen irgendetwas zu verkaufen, seien es Roma, Sintis (hier waren es insbesondere die Frauen), Albanerinnen*, die Tischdecken angeboten haben oder viele kleine Stände, wo es von gerösteten Kastanien über allerlei Tand vieles zu sehen und zu kaufen gab. All das zu fotografieren behagt mir nicht. Ich denke dann immer an den Satz: „Wir sind doch hier nicht im Zoo!“

Bilder, die nicht nur in Athen zu finden sind, die Schere zwischen arm und reich hat sich weltweit geöffnet und öffnet sich immer weiter, auch in Deutschland. Auch hier wird die zunehmende Armut immer sichtbarer, auch wenn dies deutsche Politiker *innen negieren oder als Lüge bezeichnen – Ich bin mir bewusst, dass ich die Situation in Griechenland nicht mit Deutschland und auch nicht mit anderen Ländern vergleichen kann. An der sogenannten Krise in Griechenland verdient der deutsche Staat ziemlich gut, auch wenn dies in unseren Medien nur selten benannt wird. Wie überhaupt immer irgendjemand an einer Krise verdient, ein anderer verliert.

Diese Themen bieten viel Gedankenstoff und Diskussionsfläche und sollen in diesem Reisebericht zwar anklingen, aber nicht vertieft werden (Kommentarstrang ausgenommen). Zurück nach Athen →

Sehr kreativ fand ich diese Frau, die unterhalb der Akropolis in einer der Gassen Second-Hand-Klamotten und selbstgemachten Schmuck angeboten hat, sie war sehr guter Dinge, mit ihr kurz zu plaudern ist eine Freude gewesen!

Hier enden meine Bilder aus Athen, es fehlen die Katzen, die vielen Orangen- und Zitronenbäume, das eine oder andere Blümelein, die vielleicht später noch einen Ort finden. Morgen geht es erst einmal mit Bildern aus der Mani und vom Meer weiter.



*P.S. Ich habe Gerda missverstanden, es waren keine Albanerinnen, die Tischdecken angeboten haben, sie schrieb mir gerade im Kommentarstrang Folgendes dazu:

Eine Korrektur möchte ich anbringen: es sind keine Albanerinnen, die Tischdecken im Straßenverkauf anbieten. Ich finde es falsch, „Armut“ und „Straßenhandel“ gleichzusetzen. Solche Jobs sind spezialisiert. In diesem Fall waren es Frauen aus Osteuropa, vielleicht Russland, sonst sind es Zigeunerinnen, die zur heimischen Bevölkerung gehören oder aus Bulgarien kommen. Warum betone ich das? Ich habe in all den Jahren, seit hunderttausende Albaner barfuß über die Grenzgebirge kamen, nie einen bettelnden oder hökernden Albaner gesehen. Sie haben jeden anderen Job angenommen, den sie fanden, überall in Griechenland, auch im allerletzten Kaff, oft völlig allein – Erntehelfer, Schafhirt, Bauarbeiter, Reparaturwerkstätten, sie lernten blitzschnell die Sprache und so ziemlich alle Berufe. Die Frauen gingen putzen oder arbeiteten als Serviererinnen, Köchinnen. Alle, die ich kenne, haben sich inzwischen verbessert, haben ihre Kinder in den griechischen Schulen, haben Wohneigentum erworben…

Griechenlandfotos 03

Athen – 2 – Antikes und anderes

Der Turm der acht Winde – Horoligion

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Von jeher mag ich die Vor- und Darstellungen der „Alten“ und der sogenannten „Naturvölker“, dass in jeder Pflanze, jedem Baum, Stein, Fluss, Berg etc. eine Seele wohnt, der man dann ein Gesicht und oft auch eine Gestalt gab/gibt. Hier haben die acht Winde jeweils ein Gesicht und eine Gestalt bekommen, hinzugefügt wurden Attribute, um die jeweiligen Eigenschaften zu verdeutlichen. Oben seht ihr den Südostwind, der feinen Regen bringt und somit Fruchtbarkeit. Vielleicht liegt es daran, dass ich eine Maigeborene bin, dass ich ihn ganz besonders ins Herz geschlossen habe, Fruchtbarkeit und Fülle sind u.a. meine Lebenselexiere.

Mehr zum Turm der Winde kann man hier nachlesen → https://de.wikipedia.org/wiki/Turm_der_Winde_(Athen)

Bruchstücke um den Turm herum und das Fragment eines Tores am anderen Ende. Gerda schrieb mir, dass das, was ich als Tor ansehe einst die Hadrianbibliothek gewesen ist und hat mir hierzu diesen Link geschickt → das war mal die Hadriansbibliothek https://www.google.gr/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=4&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjhxvfesOvZAhVQr6QKHWFVAR0QFghYMAM&url=https%3A%2F%2Fwww.ilpap.gr%2Fhadriansbibliothek.html&usg=AOvVaw0hDwZIiEBG_kuA8eb2DWot

Ein römisches Theater, das Theater Odeon des Herodes von Attika oder „Herodeion“ unterhalb der Akropolis, in dem auch heutzutage noch Theatervorführungen stattfinden und Konzerte gegeben werden, besonders in der wärmeren Jahreszeit und oftmals zu Vollmond. Gerda erzählte mir, dass es in Griechenland noch usus ist den Vollmond besonders zu würdigen und zu ehren.

Wer mehr erfahren möchte, kann dies hier (danke Gerda für alle Links und die Namen!) → https://de.wikipedia.org/wiki/Odeon_des_Herodes_Atticus

In einem der Gassen entdeckten wir auf unserem zweiten Streifzug durch Athen ein kleines Museum http://www.melt.gr/gr/episkepsi/to-ktirio-tis-odou-panos-22/. Hier wurden handgemachte Werkzeuge aus der „alten“ Zeit gezeigt, der Zeit, die vielleicht an manchen Orten noch gar nicht geendet hat.

Ich begreife den zweiten Weltkrieg als eine Zeitenwende. Vielleicht aber war das Voranbringen des sogenannten Fortschritts und die Zeitenwende in Deutschland schneller/deutlicher und vielleicht auch zerstörerischer als in anderen Ländern?

Es war eine Freude mit welcher Liebe hier die Bodenbearbeitungsgerätschaften und die verschiedenen Handwerksberufe und ihre Werkzeuge dargestellt wurden, lange nicht alles habe ich fotografiert, stattdessen lieber gelesen, mich an den Dingen erfreut und über die verschiedenen Zeiten und Welten sinniert.

Gleich im ersten Raum empfing uns eine Installation mit der Frage:

Was ist es was wir nicht sehen?

Darunter selbstgemachte Landarbeitwerkzeuge und ein alter Pflug, den ich aber leider nicht mit aufs Bild genommen habe.

Weitere, meist geschmiedete Werkzeuge, sowie ein Brett, mit dessen Hilfe man die Steine aus den Böden bekam, das mich ganz besonders faszinierte.

Das waren für heute schon wieder sehr viele Bilder, sodass ich mich entschieden habe noch einen dritten Athener Bildbeitrag zu machen.

Fortsetzung folgt…

Griechenlandfotos 02 – Athen

Athener Stadtansichten – 1 –

Von oben betrachtet

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Von unten nach oben geschaut

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In den Gassen und Straßen

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Details

Gerda hat mich an zwei Tagen durch die Straßen und Gassen Athens geführt, sozusagen im Halbkreis um die Akropolis herum. Ich nähere mich gerne fremden Städten indem ich ersteinmal in ihnen mäandere, die jeweilig spezielle Atmosphäre aufnehme und nachspüre, erst später widme ich mich in der Regel den sogenannten Sehenswürdigkeiten.

Immer wieder teilte Gerda ihr großes geschichtliches Wissen mit mir, wusste auch vieles über die aktuelle Politik zu erzählen, ich habe all das gerne aufgenommen, aber es ist mir unmöglich all das wiederzugeben, vieles darf vertieft werden, ich lerne durch Wiederholungen.

Dieses Mal sind wir nicht auf die Akropolis gestiegen, haben das Akropolismuseum nicht besucht. Die Antike hat nun schon so lange auf mich gewartet, dass sie nun auch noch ein kleines Weilchen weiter warten wird, bis zur Wiederkehr… Allerdings kann man auch nicht durch Athen gehen und der Antike dabei nicht begegnen. Ein selbstverständliches Nebeneinander von Jetzigem und Einstgewesenem. Hier wurde an mehr als nur an einer Stelle deutlich, dass wir immer auch über die Böden von längst Vergangenem wandeln oder gar unter diesem. Wenn nämlich ein U-Bahntunnel gebaut werden soll, dann kann es passieren, dass man um die Fundschichten herum bauen muss, was gerade noch auf Fußhöhe gewesen ist, schwebt plötzlich über deinem Kopf. Denn so, wie es in Athen verboten ist höher als die Akropolis zu bauen, so darf auch dort, wo Antikes zutage tritt, erst einmal (oder gar nicht) weitergebaut werden, es sei denn man kann die Fundstelle umbuddeln und/oder tiefer graben.

Deckengestaltungen in zwei U-Bahnhöfen zum heutigen Abschluss

Fortsetzung folgt…


P.S. Ich bin erst spät am gestrigen Abend dazu gekommen die Paare der Hafenbilder von Gerda und mir, dieses Mal von ihrer Hand, zu sehen und auf meinem gestrigen Artikel zu verlinken, wer dies nicht gesehen hat, hier ist der Link zu Gerdas Hafenpaaren, jeweils mit einem Foto von ihr und mir

→ https://gerdakazakou.com/2018/03/12/paarungen-boote-in-der-reparaturwerft/

und hier geht es noch einmal zu meinen Paaren

https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/03/12/der-hafen-von-kalamata/



Ich möchte euch noch auf einen relativ neuen Blog aufmerksam machen, den ich über Gerda entdeckt habe, ich bin sehr angetan von der Sicht- und Schreibweise der Autorin, die erst vor kurzem von Deutschland nach Athen gezogen ist → https://athenmosaik.wordpress.com/

Griechenlandfotos 01

Der Hafen von Kalamata

working class heroes 003 (von Schiffswerft zu Schiffswerft)

 

 

 

Im Winter werden die Schiffe und Yachten aufgebockt, entrostet und frisch gestrichen oder eben verpackt.

Die Masten

Von unten

Oben und Innen

Außerhalb des Yachthafens

Gerda hat schon am 03.03. ihre Hafenimpressionen eingestellt, mit der Frage: Warum fotografiere ich was und wie → https://gerdakazakou.com/2018/03/03/warum-fotografiere-ich-was-und-wie-hafenbilder/

Unterwegs habe ich mir, wie schon so oft, auch wieder die Frage nach dem Sinn und Zweck meiner Fotografiererei gestellt. Eins ist sicherlich die persönliche Dokumentation, das andere, dass ich meine Fotocollagen dabei im Sinn habe. Ich sammel Hintergründe, Schiffe, Abrisshäuser, Details, Konkretes, Absurdes und – gewisse Themen tauchen immer wieder auf, ich werde einmal solche Themenkreise zusammenstellen. Eine weitere Motivation ist die Schönheit und die Schattenseiten abzulichten, Freude oder Nachdenklichkeit in die Welt zu schicken, meinen Blick auf die, meine Gedanken und Gefühle in der Welt zu spiegeln und zu teilen.

Doch zurück nach Griechenland und dem Austausch von Gerda und mir – wir haben uns am Hafen getrennt und jede hat sich ihre Motive gesucht, dabei wurden vollkommen unterschiedliche Blickwinkel sichtbar. Spannend wäre noch das selbe Sujet von selbem Standort aus zu fotografieren (das machen wir dann beim nächsten Mal 😉 )

Hier die Paarbildung von Gerdas und meinen Bildern, Bildern, die in den obigen Galerien nicht sind. Gerda wird ebenfalls Paare bilden, dazu habe ich ihr Bilder gschickt, die meisten sind die, die ich auch hier zeige, aber es gibt auch andere- und wieder bin ich sehr gespannt auf ihre Zusammenstellung.

Hier ist sie → https://gerdakazakou.com/2018/03/12/paarungen-boote-in-der-reparaturwerft/

Duett XVII 1-11

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oder so -11-

 

Alle Bilder werden groß, wenn du sie anklickst.

Fortsetzung folgt…



P.S.

  • noch einmal zur Blogparade der Boote und Schiffe, wie schon am Freitag geschrieben, beginnt diese am 26. März und endet am 29. April, ich werde selbst in dieser Zeit immer wieder Bilder von Schiffen und Booten zeigen. Die Artikel/Bilder und Geschichten oder Gedichte von euch werde ich immer am Ende einer Woche verlinken. Bitte verlinkt dazu eure Artikel erst einmal mit meinem Aufruf. Ich bin gespannt…
  • gestern erinnerte ich mich auch an die Begegnung von Jürgen Küster und mir im Sommer 2015, nachdem Jürgen weitergereist ist, habe ich damals ebenfalls Duette kreiert, zu sehen sind jeweils die Ausgangslage (ein Foto/eine Fotomontage von mir) und dem was wir daraus geschaffen haben. Ich weiß, das hier waren jetzt schon viele Bilder, aber vielleicht hat ja dennoch die eine oder der andere Muße auch hier noch zu schauen → https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/07/20/zwei-welten/