es war einmal oder one day, baby, we`ll be old

es war einmal

Es ist Herbst, ein in die Jahre gekommenes Leben, erinnerungsschwer, Felder voller Frage- und Ausrufezeichen, Geschichten voller Gesichter. Altweiber spinnen Worte, trinken Tee, Knochen singen Lieder. Und immer wieder küssen, durchgetanzte Nächte, taumelnde Nachhausewege mit und ohne Mond, mit und ohne dich. Fluss fliesst, Dinge und Menschen zu Strandgut, Brücken schlagen Dächer über türlose Räume. Wo es keine Türen gibt, können keine zugeschlagen werden. Irgendwo da warst du im weit offenen Raum ohne Versprechen. Es blühen noch Rosen im Garten.

Zurückschauen und weitergehen.

one day, baby, we`ll be old

 

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21 Gedanken zu „es war einmal oder one day, baby, we`ll be old

  1. Das Auge im fluchtenden Schnittpunkt.
    Die Treppe abwärts führt den Sehsuchenden nach oben.
    Ihr Text ist wundervoll und inspirierend.
    Morgendlichgraunieselnde Grüsse aus dem lebendigen Bembelland

    (PS: zu der beigegebenen Musik muss man wahrscheinlich eine eigentümliche Beziehung haben. Ich habe als Schüler auf dem Bau wahrscheinlich zuviel mit Vibrationsstampfern arbeiten müssen. So bin ich für diese Art von Musik auf ewig verloren)

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    • dass der Text Sie inspiriert ist eine morgendliche Freude, Herr Ärmel, danke … und das mit der Musik, nun, mein Tanzbein hat sich an so manch neuen Rhythmus angepasst 😉 aber nur Gestampfe … nein, danke-
      sonnigkühle Grüsse vom Berg
      Ulli

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    • ob dir die Musik gefallen wird? -m- es geht ja letztlich auch dabei um den Text, der für mich eine Ergänzung zu meinem ist, ich freue mich, dass er dir gefällt
      danke und herzlich sonnigkühle Grüsse vom Berg ins Tal

      Ulli

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  2. One day is today! Die Rosen blühen Gottseidank sehr ausdauernd. Mir fällt da gerade das Buch von Lotti Huber ein: Diese Zitrone hat noch viel Saft. Ich fand das damals, als ich es las, da war ich aber noch sehr viel jünger, sehr ermutigend für die Zukunft. Da die Zukunft aber schon Gegenwart ist, sind mir die Rosen lieber.
    Herzliche Grüße,
    Elvira

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    • ja, wir gehören schon zu den älteren, aber wirklich schon zu den Alten, und wann fängt das an, ich denke da an siebzig plus … das mit dem Saft sehe ich aber ähnlich und mir sind da die Rosen auch näher …

      danke dir, liebe Elvira und herzliche Grüsse
      Ulli

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  3. Maybe that’s because there is an exhibition of Mauritius Escher in my city (Vitoria, Brazil) nowadays, but I see something like false perspectives in this beautiful photo montage. Anyway, beyond this visual effect of steps going up or down (we don’t really know), there is also this portrait of a woman in a second layer who adds the definitive mystery which makes this work a pure gem, Ulli.

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  4. „wo es keine türen gibt, können keine zugeschlagen werden“
    der ganze text ist sehr schön und berührend, doch diesen satz liebe ich ganz besonders. türen können öffnen und türen können auch ab- oder begrenzen.
    auf jeden fall regeln sie den fluss des lebens. vielleicht.
    und zu dem video:
    ich kenne eine sagenhafte interpretation von asaf avidan

    und noch ein anderes, weil ich solch ein grosser fan von ihm bin

    dir einen wunderbaren morgen ulli,
    eva

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    • liebe Eva, danke für die Videos, bzw. Musike, da höre ich nachher gerne einmal rein, du siehst also, es funktioniert! ich habe gerade auch so meine Mühen mit Musike, wenn sie bei anderen eingestellt wird, warum auch immer noch …
      danke auch für deins zu den Türen, das gefällt mir-
      herzlihe Grüsse Ulli

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      • nein, nein, das „poor boy, lucky man“ video ist leider schon wieder mal zensiert. ich habe dir die ersten liedzeilen kopiert, damit du weisst, um welches lied es sich handelt. ich bin sicher, der text gefällt dir und bringt dich zum denken. und die musik ist sowieso traumhaft, finde ich.

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  5. sorry, eben konnte ich das video noch bei mir sehen.
    es war der song „poor boy, lucky man“ von adaf avian.
    „One boy grew up different from the rest
    Without the insides of his chest
    He didn’t know how he was blessed………“

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    • aaaah, immer diese Zensur in D- das nervt, ich habe jetzt gerade wenigstens das erste Video gehört und angeschaut, was für eine wunderbare Stimme, da werde ich doch gleich mal noch forschen, ich danke dir und ja … der Text stimmt nachdenklich, auch dafür danke

      herzliche Grüsse
      Ulli

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  6. Stufen, die nach unten oder nach oben führen, ein kleiner Mensch schaut noch nicht in die Ferne, sondern auf den Weg, ein älterer hält Rückschau oder sieht auf das, was noch kommt. Eine Art „Trennlinie“ durchschneidet das Bild, soll vielleicht die Grenze darstellen zwischen Jungsein und Altsein… Dazu deine berührenden Worte, liebe Ulli, da schwingt Melancholie ebenso mit wie Lebenskraft und Unbeschwertheit. Ja, zurückschauen und weitergehen, was sonst können wir tun, im Herbst der Zeit. Solange die Rosen noch blühen, ist noch nichts verloren… Danke.

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