Wie es gerade ist

Wieder kein Bild.

Ich komme einfach nicht dazu mich um eine neue Blogseite zu kümmern. Seit letztem Montag lag ich schon wieder flach. Heute habe ich einen PCR-Test. Nach fünf Monaten, die ich hier lebe, habe ich ENDLICH einen Arzt gefunden, den mir eine Freundin empfohlen hat und der bereit gewesen ist mich aufzunehmen. Alles nicht so einfach im neuen Bundesland.

Sowieso ist alles nicht so einfach, seitdem ich im März 2020 Covid hatte. Es gab und gibt immer wieder gute Zeiten, aber die halten nur kurz und dann kommt wieder die Leere, die Ideenlosigkeit, die Konzentrationsmühen. Mir macht das immer wieder Angst. Natürlich steuer ich dagegen, bisher aber nur mit mäßigen und vorübergehenden Erfolgen. Gestern erzählte mir eine Freundin vom Fatigue Syndrom – du meine Güte, da passt ja fast alles! Darauf werde ich den Arzt aufmerksam machen und hoffe erstens, dass er Verständnis hat und zweitens, dass mir geholfen werden kann. Ich möchte einmal wieder vor Ideen übersprudeln, ob es nun meine Texte oder meine Bilder betrifft, ich wünsche mir wieder lange Spaziergänge, ohne, dass ich nach einer halben bis einer Stunde vollkommen am Ende bin.

So seht es mir bitte nach, dass ich weiterhin nur sporadisch meinen Blog weiterführen werde. Sowie ich Zeit, Raum und genügend Konzentration habe lese ich bei euch und kommentiere auch.

Dies alles schreibe ich nicht, um mich zu rechtfertigen, denn dafür gibt es schlichtweg keinen Grund, ich schreibe das, damit ihr wisst, warum mein Blog vor sich hin kümmert. Danke für euer Verstehen.

78 Gedanken zu „Wie es gerade ist

  1. liebe ulli, du hast mein verständnis ganz und gar – auch ich kann mich ja nur sehr eingeschränkt um meinen blog kümmern …
    ich wünsche dir, dass du wieder in deine kraft kommst!
    ganz herzliche grüße zu dir und eine feste umarmung: pega 😘🍀

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  2. Liebe Ulli, das wusste ich nicht. Fatigue haben meistens auch Patienten nach Chemotherapie, was wir da empfehlen, ist, dass sie sich fordern aber nicht überfordern. Kleine Schritte, die fatigue akzeptieren, annehmen und trotzdem jeden Tag einen kleinen Erfolg vornehmen. Ea dauert lange so etwas, aber lass dich nicht entmutigen. Es wird vorwärts gehen, in kleinen Schritten, sei sanft zu dir selber. Alles Liebe Katrin

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  3. Liebe Ulli, du hast einen harten Kampf zu ertragen. Ich hatte bisher das Glück mich nicht anzustecken, doch bei Depressionen gibt es ebenfalls diese elend langen Phasen der eigenen Nutzlosigkeit, wo man froh um jeden Moment des alten Seins ist. Ich drücke dich ❤

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  4. Liebe Ulli, es gibt ganz viele Berichte auch im Netz von Ärzten, die über dieses Fatigue-Sydrom berichten: es ist erwiesenermaßen eine Folgekrankheit (auch schon bei Kindern) einer Coronainfektion. Bitte Deine Ärztin, sich nach Fachärzten für Dich zu erkundigen – da brauchst Du unbedingt ärztliche Begleitung. Auch ein Austausch in einer Gruppe von Betroffenen dürfte hilfreich sein.
    Oft hilft ja schon das Wissen, um was es sich handelt weiter.
    Ich wünsche Dir Kraft und nicht mutlos werden, eines Tages wird alles der Vergangenheit angehören.
    Sei herzliche gegrüßt, Karin

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    • Liebe Karin, es geht eben um eine Diagnose, das Fatigue-Syndrom ist eine der Möglichkeiten, die mir zur Zeit am plausibelsten erscheint. Heute habe ich den PCR-Test gemacht, in drei Tagen geht es dann weiter. Herzlichen Dank für deins.
      Liebe Grüße
      Ulli

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  5. Moin Ulli, ein Etüdenblogger hat ME/CFS. Eine Frau aus meinem Umfeld hat es seit vielen Jahren. Ich kann dir nur wünschen, dass es dich nicht erwischt hat, und dass du „nur“ Long Covid hast – wobei die Symptome deckungsgleich sein können, aber wohl nicht müssen. Ansonsten schließe ich mich Karin an.
    Sei ganz herzlich gegrüßt 😏🌬️🌧️☕🍪👍

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    • Ja, liebe Christiane, es gibt mehrere Möglichkeiten, deswegen ist mir eine adäquate Diagnose so wichtig. Durch den Umzug habe ich einiges vernachlässigt, leider.
      Hab Dank und liebe Grüße an dich, Ulli

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  6. Liebe Ulli,
    Das klingt schlimm…
    …und ich wünsche Dir eine erfolgreiche ärztliche Behandlung. Mit ganz kleinen Heil-Schritten kenne ich mich gut aus, die kosten in manchen Fällen viel mehr Kraft als die großen.
    Alles Gute für Dich ❣️
    Mit herzlichen Grüßen
    Amélie ✨

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  7. Deine volle Kraft und dein mutiges Träumen, liebe Ulli, mögen bald ganz zu dir zurückkehren. Gute Gespräche mit dem Arzt wünsche ich dir, aber sieh deine Beschwerden nicht monokausal. Ich erinnere mich, wie du auch zuvor nach dem Zeckenbiss lange gelitten hast, hinzu kommen die insgesamt bedrückenden Lebensumstände, die einem sensiblen Menschen wie dir besonders zusetzen. Kopf hoch und ein abraccio!

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  8. Liebe Ulli,
    eine warme Umarmung von mir und Kraft! Ich hoffe, Dein Arzt kann Dir helfen und Du findest langsam aus diesem Tal heraus. Dieses ständige Ausgebremstsein lähmt und zehrt und macht negative Gefühle, die wiederum eine Abwärtsspirale in Gang setzen, das verstehe ich gut. Ein kleiner Hoffnungsschimmer für Dich mag sein, dass aktuell viel über Long-Covid geforscht wird und damit auch das Fatigue-Syndrom in den ärztlichen Fokus geraten ist – ich wünsche Dir, dass du bald Hilfe und Unterstützung findest.
    Herzliche Grüße
    Ines

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  9. Manchmal ist es im Leben einfach so, liebe Ulli, die große Müdigkeit ist da und hat einen gut und fest im Griff, nicht ganz einfach da wieder herauszukommen,, eines braucht man auf jeden Fall dann: viiieeel Geduld 🙂
    Gute Besserung und Heilung!
    HG vom Lu

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  10. Liebe Ulli, ich finde nicht das dein Blog verkümmert. Es ist ein schöner Blog, der im Moment einfach etwas weniger gefüllt wird. In deinem Fall ist der Grund das unschöne und ich wünsche dir von Herzen, dass du dich bald wieder wohl fühlst, rundum gesund bist und all das Lähmende und die Müdigkeit abfallen. Toi toi toi mit dem Arzt und dass er sich die Zeit nimmt für dich. Ein guter Hausarzt ist ja Gold wert. Herzliche Grüße

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    • Liebe Mitzi, ich danke dir für deinen mitfühlenden und auch wärmenden Kommentar. Gerne berichte ich wieder. Bin auf „Doc Himmel“ sehr gespannt, der Namen zumindest lässt ja hoffen 😉
      Herzliche Grüße
      Ulli

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  11. Was langwierige Zustände betrifft, da kenne ich mich auch aus – das sei Dir vielleicht ein Trost.:-)
    Ich hatte um die Jahrtausendwende 15 Monate lang schwerste Depressionen, die einfach nicht abklingen wollten.
    Durch eine Zeichnung von mir eines Abends kam die Wende. Es war einfach so.
    Nach 15 Monaten andauernder Krise solch ein Geschenk, noch dazu selbst bewirkt.

    Meine Frau probiert auch lange schon verschiedenes gegen allerlei Beschwerden: Ein Osteopathe richtet bei ihr regelmässig Verspannungen wieder zurecht. Dann hat sie eine Ärztin mit Naturheilverfahrenanteil: Magnetmatten/Infusionen/Blutaustausch ect.
    All das und noch viel mehr führte zu einer guten Gesundheit. Die sie sonst nicht hätte !!
    Sie hatte auch jahrelang Haarwurzelschmerzen, hat aber seit einem Jahr ein Mittel fürs Haarwaschen in der Hand, das dieses Problem erschlagen hat.

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  12. Liebe Ulli, meine Infektion war im November 2020 und noch immer habe ich diese Müdigkeitsattacken, so wie Du.
    Ich kenne sie und lebe damit, aber die übersprudelnde Lebenskraft, wie noch vor Covid 19, die ist nicht mehr da.
    Ärzliche Betreuung, ganz regelmäßig, ist sehr wichtig. Ich merke es gut.
    Was Gerda in ihrem Kommi schrieb, hat mir sehr eingeleuchtet. Es passt, liebe Ulli.
    Mit Geduld und kleinen Schritten wird es weitergehen, Du wirst sehen und wenn die Sonne uns endlich wieder mehr verwöhnt, wirst Du merken, wie es aufwärts geht und die Lebensgeister endlich wieder erwachen.
    Ganz herzlich, Bruni, die Dir eine gute und entspannte Nacht wünscht.

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  13. Liebe Ulli,
    rechtfertigen brauchst Du Dich wirklich nicht, ber danke, dass Du uns wissen laesst, wie es um Dich steht. Es tut mir sehr leid zu hoeren, dass es Dir immer noch nicht endgueltig besser geht. Meine Gedanken sind bei Dir und ich wuensche Dir von ganzem Herzen gute Besserung. Ich halte Dir ganz fest die Daumen, dass dieser Arzt nicht nur Verstaendnis fuer Dich hat – so wichtig das auch ist – sondern dass er Dir auch helfen kann.
    Sei ganz herzlich gegruesst und umarmt,
    Pit

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  14. Kein „Like“! Dafür nicht. Ich weiß nicht, was alles in den Kommentaren steht, es waren zu viele. Aber das zeigt auch, wieviele Menschen du etwas bedeutest. Ich hatte heute auch einen Anstrich, irgendein Infekt beutelt mich seit Samstag. Nicht Erkältungsmäßig, aber Übelkeit, Magen- und Rückenschmerzen und heute auch ein Durchfall. Alles blöde gerade. Keine Lust zu irgendwas. Schon gar nicht mehr Twitter, da regt mich zu viel auf. Ich wünsche dir, dass dein Arzt ein dir zugewandter sein wird.
    Alles Liebe,
    Elvira

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    • Liebe Elvira, ich wünsche dir von Herzen Gute Besserung und danke dir für deine guten Wünsche.
      Es dauert ein bisschen auf Twitter, bis man eine nette TL zusammen hat und dann kann es wirklich sehr herzlich zugehen.
      Liebe Grüße
      Ulli

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      • Genau das ist eines der Dinge, die ich nicht so wirklich mag. Manche Herzlichkeit scheint mir so gekünstelt. Ich bevorzuge doch Menschen, die ich auch persönlich kennengelernt habe, die ich vor mir sehe, wenn ich sie lese. Twitter bin ich damals beigetreten, um meinem Sohn und dessen Autorenfreunden zu folgen. Dann ein bisschen Medien und hier und da einem Menschen. War anfangs ganz nett. Dann hatte ich den Eindruck, dass es den meisten nur um Klicks und Follower geht. Ich sage mal so, wer z.B. von Kunst lebt, wie du und einige andere, der muss sehen, dass er viele Menschen erreicht, die diese Kunst zu schätzen wissen. Und das nicht nur theoretisch. Mich erinnert Twitter immer mehr an diese kurzen Sätze, die über Messengerdienste geschickt werden, in denen selbst Wörter amputiert werden. Ab und an schaue ich noch rein, aber es bringt mir nichts. Wie gesagt, persönliche Herzlichkeit ziehe ich vor. Wobei es natürlich durchaus möglich ist, dass aus einigen TL-Beziehungen auch reale Freundschaften entstehen können.
        Wenn ich dich jetzt grüße, sehe ich dich vor mir und denke voller Zuneigung an dich!

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        • Mich stören eigentlich nur diese „Großaccounts“, die zu fein sind zu antworten, mal abgesehen von diesem Hass und der Hetze, die es ja nun auch reichlich dort gibt, von denen ich zwar bislang verschont geblieben bin, dazu bin ich wohl zu unwichtig, was ja gut ist.
          Durch Twitter habe ich ja auch die Hörspielgruppe kennengelernt, auch persönlich, und das ist nun wirklich eine Bereicherung. Aus der Welt der Blogs habe ich einige wunderbare Menschen kennenlernen dürfen, wie ja auch dich, aber die meisten kenne ich natürlich auch nicht.
          Wir sollten mal wieder telefonieren, es gäbe noch viel dazu zu sagen und sowieso steht das ja eigentlich mal wieder an 😉
          Ich wünsche dir, dass es dir besser geht und grüße von Herz zu Herz ❤

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  15. Mit einer virtuellen, dennoch herzlichen Umarmung wünsche ich dir, dass du bald wieder ganz gesund wirst. Dann kommen auch die neuen Ideen. Die schlummern bestimmt schon in dir drinnen, warten nur auf den richtigen Moment. 😊
    Alles Liebe ❤️
    Rosa

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  16. Ich hatte mal so eine Fatigue nach einer stinknormalen, aber eben doch heftigen Grippe. Das hat ziemlich lange gedauert. Mehr als zwei Jahre und ich hatte noch einmal eine Art Rückfall. Das waren dann nochmal zwei Jahre. Es waren schwierige Zeiten, weil ich voll berufstätig sein musste. Zum Glück (in diesem Fall) habe ich keine Kinder, so dass ich nur mich durch die Tage bringen musste. Für Dich: Das ist zu schaffen! Wichtig ist, meiner Erfahrung nach, sich nicht zu überfordern. Aber sich auch nicht zu beschimpfen. Es kann so enttäuschend sein, jeden Tag 16 Stunden zu schlafen. Oder kaum mehr als 200 Meter zu Fuß zu bewältigen. Manchmal dachte ich, ich bin 90. Es hat sich am Ende – glaube ich zumindest – ausgezahlt, dranzubleiben. Die 8 Stunden Wachzeit dann auch konsequent zu nutzen, mich nicht verrückt machen zu lassen, und jeden Tag rauszugehen, um die 200 Meter wieder auszuweiten. Heute renne ich, wenn es sein muss, wieder 10 Stunden durchs Gelände, ich schlafe wieder 8 Stunden und bin den Rest relativ wach und munter. ES GEHT! Ich habe aber auch viele Dinge überdacht, und mich von Gewohnheiten getrennt, die einfach nicht mehr passten. Ich habe verstanden, wo ich mich – meist emotional – völlig überforderte. Bin aber an Dingen dran geblieben, die mir wichtig waren: Zum Beispiel, die Verantwortung für meine Mutter habe ich die ganze Zeit behalten, auch wenn Ärzt/innen mich regelmäßig als überambitioniert darstellen wollten. Ich blieb (zum Glück) dabei, nur eine Mutter zu haben. Kurz, diese Zeiten sind krass, aber auch lehrreich. Ich bin zuversichtlich, dass du das schaffst. Bleib dran, es lohnt sich!

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  17. Liebe Ulli, du hattest vor einiger Zeit schon einmal den Verdacht geäußert, dass dich Corona ereilt haben könnte und du von Wirkungen geredet hast, die Longcovid passten. Danach habe ich es wohl nicht mitbekommen, dass eine solchartige Diagnose sich erhärtet hat. Ich bin jetzt sehr bekümmert über deinen Zustand und mir fehlen jetzt ein wenig die Worte. Und doch möchte ich dir Zuversicht machen, dass die Symptome irgendwann nachlassen werden und über kurz oder lang verschwinden werden. Es mag noch etliche Zeit dauern und du wirst weiterhin darunter zu leiden haben, jedoch stimmen mich viele Schilderungen von Menschen zuversichtlich, dass es vorübergehen wird. Bis dahin wünsche ich dir Kraft, Mut und Zuversicht. Lasse dich nicht unterkriegen, packe der Stier bei den Hörnern möchte ich dir zurufen. Alles Liebe, Achim

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    • Guten Morgen, lieber Achim. Deine Worte berühren mich sehr. Ich spüre so viel Wärme dahinter.
      Nun, zwei Jahre (im März sind sie es) ist schon eine lange Zeit. Es hat ja eine Weile gedauert, bis ich hier einen Arzt gefunden habe. Den habe ich nun, gestern war das Kennenlerngespräch. Erst einmal fühle ich mich wahrgenommen, alles andere wird sich weisen. Es folgen nun erst einmal Blutuntersuchungen und dann ein weiteres Gespräch, leider alles in der norddeutschen Langsamkeit, sprich Anfang März. Das ging bei meinem Hausarzt im Süden doch deutlich schneller. Vielleicht bin ich deswegen hierher gezogen, um die Langsamkeit in mir weit werden zu lassen? 😉
      Wie auch immer noch, ich danke dir von Herzen und wünsche dir eine gute Zeit.
      Liebe Grüße von Nord nach Süd, Ulli

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