Chemnitz und der Casino-Kapitalismus

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Bitte nicht die alten Rituale! Bitte jetzt keine Empörung, die in der Selbstbestätigung haften bleibt. Das hatten wir alles schon. Nach Rostock, nach Hoyerswerda und und und. Die Phänomene sind die gleichen geblieben, Hass ist umgeschlagen in Gewalt, und getroffen hat es diejenigen, die am wenigsten für alles konnten, was die anderen bedrückte. Und dennoch: die moralische Empörung mag einigen Halt geben, politisch verändern wird sie nichts. Noch immer wird von Humanität und Menschenrechten geredet, als seien das sakrale, museale Werte, die irgendwo entstehen und die die guten Menschen bewahren mögen. 

Nein, Menschenrechte sind den Treibern schrecklich egal, die ihre Geld- und Machtpolitik weltweit durchsetzen und immer mehr Orte auf unserem Planeten verwüsten. Die Epoche des Wirtschaftsliberalismus hat die Weltwirtschaft in eine sich wandelnde Koalition von Individuen verwandelt, die Märkte und Ressourcen unter sich aufteilen. Tatsächlich sind die Nationalstaaten im Niedergang, aber nicht, wie manche glauben, zugunsten höherer Institutionen…

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Nur ein Bild

So sah es am ersten Abend im sogenannten Foyer in Lothringen aus, das Mandala ist in seiner Entstehung, nach zehn Tagen löste es sich wieder auf, es trägt noch immer.

Herzliche Grüße in die Runde, schön wieder hier zu sein, wenn auch noch mit wenig Zeit –

Ein bisschen Farbe 001

Duett XVIII  1-2

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Es war einmal in der Bretagne, als ein Mann den Strand entlang ging und eine Frau zeitgleich zum Wasser. Sie kannten sich nicht. Bei dem einen leuchtete der Rucksack rot, bei der anderen die kurze Hose.

Schon lange einmal wollte ich diese Gegenüberstellung machen, nun war es soweit.

Inspiriert hat mich Doru Vultureşti. In unregelmäßigen Abständen zeigt sie Schwarz-weiß-Bilder bei denen auch immer ein kleines bisschen Farbe bleibt. Die Technik dahinter hat mich neugierig gemacht, sodass ich begann zu experimentieren. Dank gimp war es dann einfacher als zunächst gedacht.

 

Unser Umgang mit Armut ist vollkommen falsch!

Zum gestrigen Thema fand ich gerade noch diesen Artikel, den Alice Greschkow schon im Juni dieses Jahres postete und von Achim Spengler: https://achim-spengler.com/ rebloggt wurde – auch möchte ich euch noch darauf aufmerksam machen, dass ich bei meinem heutigen Artikel zwei neue Links hinzugefügt habe.
Auf twitter, siehe noch folgendes: https://twitter.com/JmVolckmann

P.S. es ist noch erstaunlich wieviele Menschen sich schon auf unterschiedlichste Weise mit diesem Thema beschäftigt haben, hier noch ein Link zu Traumspruchs Blog:

https://traumspruch.wordpress.com/2015/05/09/alltagsheld/

und diesen Link, den Jutta Reichelt in den Kommentarstrang bei tikerscherk eingefügt hat, es geht um den Umgang mit Bettler *innen, verfasst von der Caritas:

https://www.caritas.de/beitraege/13-tipps-fuer-den-umgang-mit-bettelnden-menschen/1130389/

ich danke euch allen für euer Mitwirken und euer Mitgefühl, das alles bringt dann eben doch ein bisschen Wärme in die kälter gewordene Welt und nährt nicht nur mich!

Alice in Wonderland

Es ist nicht leicht, direkt über finanzielle Armut zu reden, ohne paternalistisch oder taktlos zu werden, weswegen man lieber gar nicht darüber redet. Wer die Armen Deutschlands sind, von denen in Armutsberichten und Nachrichten über Ungleichheit gesprochen wird, ist unklar – sie haben kein öffentliches Gesicht. Dabei wird der Anteil der Armutsgefährdeten – also jener Menschen, die weniger als 60% des Durchschnittseinkommens erhalten – auf bis zu 15% geschätzt. Natürlich – diese Definition ist trügerisch, da sie die regionalen Unterschiede nicht abbildet, Preise in München sind schließlich nicht mit denen in Chemnitz zu vergleichen, genauso wenig wie Gehälter. Nichtsdestotrotz gibt es auch in Deutschland Fälle von dieser relativen Armut, die einen großen Einfluss auf unsere Gesellschaft und die Politik haben.

Arme Menschen denken anders

Der Psychologe Eldar Shafir (Universität Princeton) und Sendhil Mullainathan, Professor der Volkswirtschaftslehre (Universität Harvard) haben ein sehr kontroverses Buch herausgebracht: „Scarcity: The New Science of Having…

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Schaut doch auch einmal hier

Am 17. Februar startete Julia Feller auf ihrem Blog „Ästhetische Erziehung“ eine neue Serie mit dem Titel „The past was also female“. Ihr Porträtreigen von großartigen Frauen begann mit Frida Kahlo, siehe hier →

http://aesthetische-erziehung.de/2017/02/17/the-past-was-also-female-frida-kahlo-illustration/

Es folgten Porträts von Hanna Arendt, Sophie Scholl und Sylvia Plath. Eine Serie, die mich so begeistert, dass ich mir wünsche, dass sie Viele anschauen!

Ich wünsche euch einen schönen Abend und Freude mit den Zeichnungen von Julia Feller.

Anthologie „Wenn Wurzeln Flügel tragen“ ab sofort erhältlich

Ich freue mich! Ich freue mich, dass meine Geschichte in dieser Anthologie einen Platz genommen hat und ich freue mich, dass diese nun erschienen ist.
Mein herzlicher Dank gilt Tristan Rosenkranz, der die Idee für die Anthologie hatte, Denise Maurer, die mich auf das Projekt aufmerksam gemacht hat, sowie allen, die mitgemacht haben und die dafür gesorgt haben, dass eine Idee Wirklichkeit wurde.

Der Erlös aus dem Verkauf kommt geht an die „gemeinnützige Initiative Gleichmaß e. V.“

Die Fährfrau

Wie sich doch immer wieder alles zusammenfügt und ergänzt und miteinander verbunden ist!
Es ist selten, dass ich einen Artikel reblogge, aber dieser hier von Cambra Skade hat es mir sehr angetan und passt so zum Aufbruch, meinem Aufbruch ins Altwerden hinein und dem heutigen Aufbruch von Jürgen ans Kap …

NO-PROJECT

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Sie erzählt eine Geschichte und doch wieder nicht. Eine Geschichte vom Hinüber, über die Schwelle, hin zu neuen Ufern. Beyond the shores. Das Narrenschiff hat sie als Hut auf, schnell gefaltet aus einer Zeitung. Wohin geht die Reise? Hinüber, hinter, hinaus in die Fremde, ins Unbekannte, ins Unerwartete, ins neue Land. Manchmal auch ins Dazwischen, in den Raum zwischen den festen Dingen, in den Empty Space, ins Unbeschränkte, ins Unentdeckte, Richtung Osten, in die aufgehende Sonne hinein, in Frühlingsgefilde. Sie fährt uns dorthin, wo alles und nichts ist, wo die Geschichten geboren werden. Carry it far. Giving them a trip. There you go.

Jetzt spinne ich einen gewagten Faden ins buddhistische Feld, zu einem Teil meiner Wurzeln. Mit der Fährfrau sind sie aufgetaucht. Es ist der Faden zwischen der Närrin und Prajnaparamita und der Weisheit vom anderen Ufer (Prajna – Weisheit | paramita – anderes Ufer | Prajnaparamita – Mutter aller Buddhas…

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Punkt Null oder alles ist möglich

NullWas ist Leerheit?

Ich zitiere aus dem Buch: Das edle Herz von Karmapa Ogyen Trinley Dorje:

„Der Begriff der Leerheit suggeriert möglicherweise die Vorstellung von Nichts und Leere, doch tatsächlich soll er uns daran erinnern, dass nichts in einem Vakuum existiert …

Leerheit ist voller Potential, voller Wirkkraft. Richtig verstanden kann das Konzept der Leerheit eher unseren Optimismus als unseren Pessimismus nähren, denn es erinnert uns an unsere grenzenlosen Möglichkeiten und an unsere Gestaltungsspielräume in der Welt …

Jeder Zeitpunkt ist der richtige, um an den eigenen Träumen zu arbeiten …

Leerheit kann tatsächlich mit dem Konzept und der Funktion von Null verglichen werden. Null mag wie Nichts erscheinen, doch wir wissen, alles fängt bei null an. Ohne Null würden unsere Computer zusammenbrechen. Ohne die Null könnten wir nicht beginnen zu zählen, es gäbe keine Eins und keine Unendlichkeit. In diesem Sinne kann sich alles und jedes aus der Leerheit manifestieren …

Wir können alles möglich machen, doch nur, indem wir die notwendigen Bedingungen dafür schaffen …“

Es ist diese Definition, die ich vor ca. einem Jahr das erste Mal las, die sich beginnt in mir auszubreiten. Sie ist es, die mir zeigt, dass alles immer möglich ist, dass mein Wohl und Weh nicht abhängig ist von Jugend, von guten Umständen, von Partnern, Freunden und Freundinnen, von einem bestimmten Job etc., sondern einzig und allein an mir und meinen Visionen für mein Leben, meinen Entscheidungen und meinem Handeln.

Natürlich gibt es schwierige und weniger schwierige Umstände, aber genau hier kann ich einhaken, ich kann die Umstände verändern. Als erstes, indem ich sie nicht bewerte, sondern sie nehme als das was sie sind, bzw. (mir) erscheinen. Von hieraus kann ich weitergehen. Ich sehe vor mir den Punkt Null, sehe die Möglichkeit ins Plus oder ins Minus zu wandern, in jedem Moment, in jeder Sekunde meines Lebens …

Hierhinein spielt noch das Konzept der gegenseitigen Abhängigkeit:

„Jeder Mensch, jeder Ort und jedes Ding ist in seiner Existenz vollkommen abhängig von anderen – sowohl von anderen Menschen, als auch von anderen Dingen …

Dazu gehören die zahllosen Mahlzeiten, die wir in unserem Leben bereits eingenommen haben, aber auch die Sonne, die auf die Erde scheint, und die Wolken, die den Regen bringen, sodass Getreide gedeiht. Bestimmte Menschen kümmern sich um das Getreide, ernten es und bringen es zum Markt. Andere bereiten daraus ein Mahl für uns. Dieser Prozess verbindet uns …

Letztlich sind wir mit nichts und niemanden nicht verbunden … wir sind alle miteinader verbunden und zugleich die Bedingung für die Existenz anderer …“

Es sind die Entscheidungen, die wir treffen, die unser Handeln bestimmen und letztlich die Resultate.

„Handeln wir konstruktiv, so entsteht etwas Konstruktives. Handeln wir jedoch destruktiv, werden die Ergebnisse destruktiv und leidbringend sein. Alles ist möglich, doch müssen wir bedenken, dass alles, was wir tun, zählt und weit über uns persönlich hinausreicht …

Es bedeutet, unser Handeln hat Auswirkungen auf andere und dies macht uns füreinander verantwortlich …“

Je länger ich über dieses Konzept nachdenke, umso leichter wird mir. Ja, es wächst Optimismus, anstelle von Pessimismus und die Verantwortung für mich und alles Leben wird leicht, anstatt dass es mir auf die Schultern drückt.

Wie geht es dir damit?