Nähkästchengeplausch und Novemberschreiben

gold

Herzklopfen, Nase zu, glühende Haut, hängende Augen, bellender Husten, kratzender Hals, Teezeit, Schal um den Hals, wirre Träume von grünem Land und roten Häusern, Wellenfeldern und dem Einen und der Anderen. Mimosenduft über einer mittelalterlichen Stadt- hej, ich kann in Träumen sogar riechen! Etwas bringt sich in Erinnerung, jemand sagt: Es gab auch ein paar Intellektuelle – alle lachen – ich wars nicht. As time goes by … (ich musste den Song leider wieder herausnehmen, es kam zu erheblichen Störungen, warum erschliesst sich mir nicht … )

Das ist der Istzustand und das jetzt schon seit zwei Wochen! Nach einer Woche ging ich trotzdem zur Arbeit, aber es wurde wieder schlimmer und nun habe ich gepasst. Ja, mit reichlich schlechtem Gewissen. Wenn ich mich krankmelde, dann müssen andere für mich rennen und rühren und schnibbeln und das macht mir immer noch ein schlechtes Gewissen! Es ist das Gefühl  andere hängen zu lassen, meinen Pflichten nicht nachzukommen und zu versagen …

Novemberblues und Novemberschreiben:

Eine kleine Gruppe hat sich zusammengefunden, die diesen Monat nutzen will, um Geschichten zu schreiben. Ich dachte erst, ich würde jetzt wirklich an meinem zweiten Kinderbuch feilen, aber ich komme nicht in diese Hüpfsprache hinein, dazu bin ich wohl zu verschnupft? Gleichzeitig hoffte ich auf ein Neu. Es ist da und nun schreibe ich und das ist schon die halbe Genesung und ein Antidot fürs schlechte Gewissen. Mein Lichtstreif am Horizont …

Lichtstreif am Horizont

(gestern Abend vor meinem Fenster)

 

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30 Gedanken zu „Nähkästchengeplausch und Novemberschreiben

  1. Das kenn ich auch, dieses nicht-krank-sein-wollen. Bei mir funktioniert es, ich werd tatsächlich nie krank. (Nur vor Jahren mal ein Burnout bzw. Depression …) Ich sollte mir wahrscheilich gelegentlich einen Schnupfen erlauben, aber ich kriegs einfach nicht. Dir wünsche ich jedenfalls gute Besserung und Muße für dein neues Buch. 🙂

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    • Liebe Anhora, ich danke dir für die guten Wünsche. Weisst du, bis vor einem Jahr bekam ich keine einzige Erkältung. Wenn alles um mich herum schniefte und hustete war ich gesund, aber seit letztem Herbst ist es, glaub ich, schon das 7.te Mal … es ist fürchterlich, und niemand weiss so richtig Rat. Ende November habe ich wieder einen Termin bei der Homöopathin, in der Zwischenzeit besorge ich mir ihre empfohlenen Mittel zur Erhöhung der Abwehrkräfte. So moag i nimmi!

      liebe Grüsse
      Ulli

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      • Das ist natürlich auffällig und du tust gut daran, zum Arzt zu gehen. Andererseits wollen/müssen gerade Frauen und vor allem Mütter immer stark sein, und dann ist man es auch. Bis vielleicht eine Grenze kommt in Form von Überbelastung oder einfach Älterwerden. Oder: Man muss nicht mehr stark sein,weil Kinder und/oder Berufs nicht mehr der Lebensmittelpunkt sind. Da sagt der Körper vielleicht: Das ist meine Chance! Ich darf jetzt schwach sein! (Philosophier ich mal so vor mich hin …)
        Hast du es schon mal mit Exberitox versucht? Das hat mir früher einfach immer geholfen.
        Alles Liebe und erhol dich bald! 🙂

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      • Exberitox kenne ich nicht, da schaue ich mal nach, vielen Dank, liebe Anhora, auch für alle deine Gedanken dazu- irgendwo in dem, was dir durch den Kopf geht, ist meine Wahrheit. Die Kinder sind ja schon lange aus dem Haus, aber eben … ich werde bald 60 und irgendwo sträubt sich etwas gegen diese heftigen Kochjobs. Aber von meiner Prozessbgeleitung kann ich immer noch nicht leben und von meiner Kunst schon gar nicht, habe also immer das gefühl, ich müsste noch einige Jahre durchhalten. Ich hoffe ja sehr, dass ich in diesem Feld einen neuen Weg finde.

        herzlichst
        Ulli

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  2. Auch ich kenne das gut, sehr gut sogar, was du hier über sich krank melden und die Pflicht zur Arbeit zu gehen schreibst…

    weiterhin gute Besserung!
    (dein gestriges Abendfoto sieht meinem heutigen sehr ähnlich *lächel* )

    Liebe Abendgrüße
    vom Lu

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    • Herzlich bedankt, lieber Herr Ärmel, ich habe heute viele Seiten November geschrieben, einen phantastischen Sonnuntergang geschaut, so viele liebe Wünsche erhalten, dass ich mich jetzt friedlich in meine Decke wickeln kann und morgen geht es mir bestimmt schon ein kleines bisschen besser und wenn nicht, dann wissen Sie ja: Mandelklösschen und Forellen, das wäre dann fein 😉

      schon wieder fröhlichere Grüsse vom nächtlichen Berg
      Ulli

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    • Ich bin auch ganz platt, wieviele gute Wünsche sich hier gerade versammelt haben, ja, das ist schon eine grosse Freude, nun auch noch von dir 🙂 vielen herzlichen Dank und sonnige Sonntagmorgengrüsse von mir an dich
      Ulli

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  3. Ich schließe mich meinen Vorschreibern an und wünsche dir ebenfalls gute Besserung. Das mit dem schlechten Gewissen kann sich auch rächen. Ich bin drei Wochen mit Erkältung arbeiten gegangen. Dann kam mein Urlaub und mein Husten wurde immer schlimmer. Also ging ich zum Arzt und ließ mich krankschreiben. Gefehlt hätte ich ja sowieso. Nur meinen Urlaub wollte ich nicht opfern. Besserung brachte nach sechs Wochen Husten nur ein Asthmainhalator. Das ist wohl der Geheimtipp fast aller Ärzte, wenn nichtsmehr hilft. Ich habe mir fest vorgenommen, beim nächsten Mal die Erkältung nicht zum verschleppen.
    Herzliche Grüße,
    Elvira

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    • Liebe Elvira, tausendundeinen Dank- ja, bei mir wurde es auch wieder schlimmer, nachdem ich fünf Tage meinte die A …. backen zusammenkneifen zu müssen, so langsam geht es hoffentlich aufwärts, ganz sicher bin ich mir noch nicht- trinke weiterhin Tee und halte mich warm, mache nur Schönes: Novemberschreiben … Nachher mummel ich mich ein und gehe eine Runde raus, es ist gerade so ein zauberhaftes Wetter hier.

      Ich sende Sonnenstrahlen zu dir hin
      liebe Grüsse
      Ulli

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    • Liebe Hanne,

      DAS mache ich … heute war ich im buddhistischen Zentrum und habe viele FreundInnen getroffen und ganz wunderbare teachings gehört- das nährt die Seele, ebenso wie das tolle Wetter hier und mein Holzmann erst … 😉
      gut, haben wir uns doch wieder eingekriegt!

      herzliche Abendgrüsse
      Ulli

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  4. Pingback: Tausendjährige Schildkröte – eine Leseprobe |

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