Soll ich oder soll ich nicht?

Es ist ja einfach auf twitter hier und da meinen Unmut rauszuzwitschern oder meinen schwermütigen Gedanken Raum zu geben oder für ein bisschen Freude zu sorgen, aber hier? Soll ich denn hier sagen wie es mir so wirklich geht? Dass ich zweifel. Dass ich jeden Tag über unendlich viele Widersprüchlichkeiten stolpere. Dass ich mir gefühlt fünfzig Mal pro Tag die Hände wasche. Dass ich ungewohnt viele erotische Träume habe. Dass mir das Miteinander, fern jeder Virtualität, beginnt zu fehlen. Dass ich mich wieder fühle wie damals, als das Meer meinen roten Ball mitnahm.

Was soll ich glauben? Und wieso komme ich mir immer wieder vor als wäre ich in einem weltweiten Versuchslabor gelandet?

Ja, die Zahlen steigen und steigen und steigen und nun sollen in Bayern über allen Krankenbetten Kruzifixe aufgehängt werden und das Personal wird ebenfalls dazu verpflichtet eins zu tragen. Ja Kruzifix noch einmal! (Nachtrag – sorry, ich bin einem Aprilscherz von der taz aufgesessen. Aber undenkbar ist es eben nicht!)

Von traurig über sprachlos über freudig über depressiv über ausgelassen über hilflos über nachdenklich über zornig, das bin ich jetzt.

99 Gedanken zu „Soll ich oder soll ich nicht?

    • Oberpeinlich, ich habe gerade erst gesehen, dass es ein Aprilscherz der taz gewesen ist – aber nun lasse ich es hier stehen, ist ja auch lustig 🙂
      Und ein bisschen Spaß muss dann in diesen sprachlosen Zeiten auch sein.
      Woran kann man denn überhaupt glauben? Schwierig!
      Liebe Grüße
      Ulli

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  1. Es geht mir genauso. Das weltweite Versuchslabor und wir darin die Mäuse, Das Fehlen von direktem menschlichem Miteinander, der dürftige Ersatz durch die Medien. Allles wirkt so dünn, so dünn. Die vielen vielen Fragezeichen, und keine die Vernunft befriedigenden Antworten. Der oft verzweifelte Versuch, dies alles irgendwie doch in eine Sinnstruktur einmünden zu lassen, das Positive zu sehen (klare Luft, eine Natur, die sich erholt, Klimaschutz) und das Gefühl zu stärken, dass wir uns endlich global sehen müssen. und und und. Es ist eine große Herausforderung, Ulli. Ob wir ihr gewachsen sind? Eine Umarmung aus der Ferne. Gerda

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    • Liebe Gerda,
      ich weiß wirklich nicht, ob wir dem gewachsen sind. In der ersten Woche der Isolation waren die Leute noch freundlich, es wurde viel gescherzt, gelächelt. Jetzt sieht man, außer bei den SpaziergängerInnen, die hier vorbei kommen, fast nur noch missmutige Gesichter und es wird auch mehr rumgerüpelt. Dann überall Wachschutz, Absperrungen, Schilder mit VERBOTEN – mir wird da manchmal ganz anders.
      Klar, ich baue mir ja meine Oasen, sehe auch die Tochterfamilie, es war heute z.B. total schön die rotwangigen Kinder aus der Ferne zu sehen und ihnen zuzuwinken, aber ich möchte sie mal wieder so richtig knuddeln dürfen.
      Die Natur macht mir auch schon wieder Sorgen – mein Rasen knirscht, so trocken ist es, die Bäche sind schon wieder dünn, Obstblüten sind erfroren und und und, manchmal weiß ich nicht wohin mit all dem. Dann wieder mache ich einfach weiter, tanze sogar, scherze herum, verdränge … setze gute Gedanken und mutige Träume dagegen, aber …
      Von mir auch eine Herzensumarmung für dich
      Ulli

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    • Nee, wird es nicht. Zumal die Politik Entscheidungen trifft, da wird mir schlecht. Wie z.B. heute, dass nun das Kindergeld für diejenigen aufgestockt wird, die nun weniger verdienen, aber den Hartz IVlern wird immer noch das Kindergeld von ihrem Mindestsatz abgezogen. Sowas macht mich sooo wütend! Da zeigt sich worum es wirklich geht.
      Liebe Grüße an dich,
      Ulli

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  2. Liebe Frau Ulli, Sie sind genau das, was wir alle jetzt sind. Wir alle haben unsere roten Bälle, werfen sie lustvoll in unsere Träume, müssen sie an ewige Wasser verlieren oder zornig gegen übertriebene Paradigmen werfen. Wir leben mit alledem. Wir haben doch nur diese eine Entscheidung: Wollen wir oder nicht?

    Ich habe hier lange nicht mitgelesen, meine Pause war wichtig für mich. Sie sind mir als eine wahrhafte, ehrliche Schreiberin erinnerlich. Nicht twitterig, sondern buchstabenbalancierend. Photophantastös zudem. Blogbalancierend. Sie fragen und ich antworte: Ja. Sie sollen.

    Ich grüße Sie ganz herzlich und lege ein Sträußchen duftende Narzissen bei.
    Ihre Frau Käthe, jetztzeitig zugeneigt.

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    • Danke. Es ist nur in Bloghausen so gar nicht mehr meine Art. Deswegen diese Frage in der Überschrift.
      Aber, wie ich gerade schon Frau Wildgans schrieb, ich hab eigentlich nichts zu verlieren.
      Ganz liebe Grüße
      Ulli ❤️

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  3. Vor vielen Jahren sagte einmal ein Patient in der Psychiatrie:“ich muss mir nicht alles von mir gefallen lassen“ ….. das hat mir gut gefallen und es hat sich tief eingegraben. Wir müssen es zulassen, so wie es kommt. Wir dürfen verwirrt sein, verzweifelt, zuversichtlich, wütend, traurig, fröhlich. So zeigt sich das Leben derzeit. Alles so dicht beieinander und in einer Intensität, das einem schwindelig werden kann oder es den Schlaf raubt.(wie gerade jetzt) Wir sitzen alle in der großen Arche und hoffen, das bald ein Vogel mit einem Ast im Schnabel an Deck landet und „Land in Sicht“ verkündet. Fühl dich umarmt. Maria ……. und nochwas, blöder Söder…..

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  4. Hier ist Kleinamerika am Beginn – viele Tote in Stockholm – ungeschützt kommt der Keim über uns. Eigensinn kommt vor den Fall, sagten die Alten. Es ist aber auch die Staatsdoktrin sichtbar: Der Staat ist wichtiger als seine Teile. Der schwedische Sonderweg besteht dazu in Konzept der gleichzeitigen Expertenrepublik: der Herr Staatsepidemolog: wissenschaftlich? hmm – und nicht persönlich/privat/menschlich betroffen ist nicht in der Lage über die Folgen seiner wissenschaftlich angewandten Erkenntnis zu reflektieren. Und erklärt mich zum Herdentier. Bemerkung: möchte aber geliebt werden. Da bekommt der Direktor des Institutets regelmässig in Pressekonferenzen ein heftiges nervöses Zucken im Gesicht. Es gibt scheinbar auch Utilis die noch was merken. Ich halte mich seit nun fast 6 Wochen bedeckt – seit eine Freundin aus dem Winterurlaub in Tyrol hustend und von 2 Fiebertagen im Hotel berichtend, mit mir Kaffee trank. Weil ich nicht getestet bin, kenne ich meinen Immunitätsstatus nicht. Eine andere Freundin, die ich am selben Tag traf, hatte dieselben leichten Beschwerden wie ich – Kopfschmerzen, leichtes Fieber und Halsschmerzen und das einige Tage. Auf meinen Spaziergängen sehe ich Grosseltern, die mit ihren Enkeln unterwegs sind – diese aus dem Kindergarten abholen. Der 70plus(are) will sich nicht ein- und beschränken lassen steht in der Zeitung. Bizarr wie intelligente Menschen ihren „Experten“ folgen. Wissenschaftliche Expertise als outsourcing von möglichen Gefahren/Schwierigkeiten im täglichen Leben. Klopapier gibt es, aber Medikamente werden ab heute rationalisiert – es soll halt nicht wehtun und es gab schon immer für alles eine Pille. Da bin ich froh, dass es einen Herrn Wieler gibt. Und einen Herrn Stichler – der Name ist wohl hier auch Programm. Auch hier müsste es mal wieder richtig regnen. Liebe Grüsse an alle Bloghausener Ruth

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    • Oh je, liebe Ruth, willst du dich nicht testen lassen?
      Weltweit grassiert dieses Virus, einheitliches Handeln gibt es nicht, jeder kocht sein eigenes Süppchen.
      Viel Gutes wünsche ich dir.
      Liebe Grüße
      Ulli 🌺

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      • In Schweden werden nur Patienten zur Diagnosesicherung getestet. Selbst Personal im Krankenhaus wird nicht getestet. Das ist schade, macht aber gute Statistiken. Hoffe das ändert sich bald. Draussen stürmt es. LG Ruth

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        • Meine ältere Tochter litt seit anfang der Woche unter leichtem Fieber und Halsschmerzen. Arztbesuch und Untersuchung nach dem Warten im separaten Infektionszimmer: Da sie in keinster Weise zu einer Risikogruppe gehören und die Erkältungsbeschwerden in einigen Tagen vermutlich vorbei sein werden, wird im Moment nicht getestet. Irgendwann wird es einen Test zum Bestimmen der Antikörper geben. Dann wissen wir, wer den Virus schon hatte und wer nicht. Diesen Test gibt es aber noch nicht.
          Die Beschwerden ließen von Tag zu Tag nach und nun spürt sie so gut wie nichts mehr… Aber wir halten alle Abstand zueinander und das vor zwei wochen geborene Enkelchen (von der jüngeren Tochter) konnten wir bisher nur durch die Scheibe sehen. Ansonsten kleine Videos und Bildchen, die die Eltern herschicken…

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  5. Ich habe meinen Weg gefunden. Genau an alle Regeln halten und danach lasse ich nichts weiter an Meldungen an mich herankommen. Alles wird ausgeblendet und nicht beachtet. Ausnahme die seriösen Abendnachrichten. Anders geht es nicht mehr.
    LG Jürgen

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  6. Corona verlangt mir fast nichts ab, denn so lebe ich schon seit fünf Jahren, doch die einsilbigen Entscheidungen der Politik regen mich auf, aber außer darüber schreiben bleibt nicht viel. Bleib gesund und munter liebe Ulli ❤

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  7. Ach, liebe Ulli, dir geht es nicht anders als uns allen, wie ich sehe, und jede(r) sucht einen Weg, damit umzugehen. Auch ich suche noch, pendle zwischen Verdrängung und manischer Informationssuche.
    Vor dem offenen Klagen scheue ich noch zurück, fürchte, dadurch in eine unbeherrschbare, depressive Jammerspirale zu geraten.

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  8. Liebe Ulli, vor dem eigentlichen Virus habe ich wenig Angst, eines Tages gibt es ein Mittel dagegen bis ein neues auftaucht. Wenn mich das Virus erwischt, ich gehöre ja altersmäßig zur Hochrisikogruppe, dann muß mein Organismus aus eigener Kraft damit kämpfen und ich möchte an keine Beatmungsmaschine, da sollen Jüngere dran. Was mir täglich mehr Kopfzerbrechen bereitet, ist die Frage, wie sieht unsere Welt nach der Rückkehr zur Normalität aus. Alle sagen, es wäre wie nach dem Krieg – was ein Blödsinn. Nach dem Krieg mußte Zerstörtes neu aufgebaut werden, alle konnten wieder arbeiten, es ging bergauf langsam, stetig, wir bekamen ein funktionierendes Sozialsystem und… wir landeten in der Hybris von heute. Jetzt sind keine Häuser aufzubauen, sie stehen bald verwaist in den Großstädten herum – Karstadt/Kaufhof haben Insolvenz angemeldet (schon um die eigene Haut zu retten) – es bedarf auch nicht zweier Häuser im Abstand von wenigen hundert Metern, die die gleichen Waren anbieten, aber wer soll in den Leestand einziehen. Die Bankgebäude werden verwaisen usw. Was ist mit den entsorgten Mitarbeitern, den vielen Kleinen, die auf der Strecke bleiben. Die Sklaverei ist doch angeblich abgeschafft? Was betreiben wir denn seit Jahrzehnten als Gastarbeiter getarnt im Baugewerbe, dem Straßenbau, dem Bau, dem Gesundheitsdienst, im Verkauf? Sie alle fallen ins Bodenlose und das weltweit – das macht mir Angst. Wenn es ums Überleben geht – ob dann die Menschen solidarisch sind – es wäre eine neue Erfahrung in der Geschichte. Vielleicht lernen -gerade wir Deutschen – auch wieder, uns für keine Arbeit zu schade zu sein.
    Unsere Haut durch Rücksichtsnahme jetzt zu retten ist die kleinste und leichteste Aufgabe – was wir zu tun haben, wenn der Spuk vorbei ist – das kann keiner sagen, weil es auch keiner weiß, denn die Normalität wie vor dem Virus wird es nicht mehr geben.

    Graue Gedanken in einen so herrlichen Frühlingstag, Karin

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      • Ach lass man, Ulli! Wenn wir uns wieder bewegen können, dann erst können wir wissen, wie wir mit der „Situation danach“ umgehen. Ich werde mich erst mal zutiefst freuen, und du sicher auch, wenn ich wieder Menschen umarmen darf, wenn ich wieder hingehen kann, wohin es mich zieht. Der Zustand der Isolierung ist krankhaft und macht krank, der Mensch ist ein zoon poiitikon, wie Aristoteles sagt, ein Lebewesen, das die Gemeinschaft braucht. Manchmal mag man sich zurückziehen, aber das ist was ganz anderes als dieses Kontaktverbot.
        Also versuch dir vorzustellen, dass dieser Spuk vorbei sein wird. Und du aufatmen kannst. Und Schritte machen kannst, um dein Leben aktiv zu ordnen, anstatt nur zu grübeln. Ich weiß, diese Vorstellung ist schwer aufrechtzuerhalten, immer bricht sie ein unter der Last der Angst, dass sich hier ein Dauerzustand einschleicht – aber nein: Es wird kein Dauerzustand sein, denn dann stürben wir alle wie unbegossene Blumen dahin. Wir werden darüber hinwegkommen! Und dann sehen wir weiter. Mutiges Träumen, liebe Ulli, ist jetzt angesagt! Und tägliches sich Kümmern um dich selbst und das Haus und eine Verdienstquelle. Da hast du wirklich schon sehr viel auf dem Programm. Sei dick umärmelt! Gerda

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        • Schwer zu lassen. Ja, ich freue mich auch auf die Zeit danach, wenigstens im privaten Bereich. Was es gesellschaftlich machen wird, kann niemand wirklich sagen. Es gibt auch jetzt erstaunlich solidarische Aktionen, dagegen stehen die Hamsterer, Egomanen und Unker. Ich halte mich moeglichst fern von ihnen, kenne auch niemanden in meinem Umfeld, gut so!
          Viel Gutes dir, liebe Gerda❣️

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    • Ich bin zwar wieder ein bisschen zu spät, möchte mich trotzdem kurz hier einklinken.
      Es tut mir gerade gut, auf diese Zeilen aufmerksam geworden zu sein, denn gerade schrieb ich von meinen gerade nicht so prickelnden Gefühlen und mir fehlte der Zuspruch, der hier geteilt wird.
      Nun ja, ich blogge hier auch erst seit ungefähr einem Monat und kann nicht auf so viele Follower blicken.
      So freut es mich einmal mehr, hier zu lesen, dass viele so empfinden, wie ich.
      Danke dafür.

      Herzlichst,
      das Licht

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      • Hallo „Licht“, zunächst einmal Herzlich Willkommen in meinem Café.
        Es ist gut, wenn man ab und an mal die Türen öffnet, um auch das auszudrücken, was sonst eher im stillen Kämmerlein bleibt. Die Resonanz war dieses Mal schon enorm, zeigt aber eben auch wievielen es so geht. Mein heutiger Beitrag schließt sich dort an, steht allerdings unter einem ganz anderen Licht.
        Gerne schaue ich einmal auf dein Blog, wenn vielleicht nicht gleich heute. An sich bin ich Zurzeit nicht viel in „Bloghausen“ unterwegs, da ich Vieles andere zu tun habe.
        Ich wünsche dir gutes Sein.
        Herzliche Grüße
        Ulli

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  9. Im Moment kann ich gar nicht so viel laufen, wie die Wut in mir hoch kocht😅 und wie oft ich das Gefühl habe, dass wir verarscht werden und irgendwo jemand sitzt und sich kaputtlacht, weil wir so Gehorsam und gutgläubig sind. Und dann kommt der stärkere Anteil in mir und schaut auf all das Positive in der Natur und den Menschen, halte meine Welt Angst-Virus-frei und vertraue darauf, dass all das und diese Zeit einen Sinn hat und haben wird. Lass uns in den Wald gehen und an den Blumen riechen…..🤗

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  10. so ehrliche worte, liebe ulli, die sehr berühren, weil sie vermutlich vielen, auch mir, aus dem herzen sprechen. „april im herzen“ hab ichs genannt, unsicherheit, einerseits stille (die man ja auch nutzen könnte) und leere, andererseits dieses rudern, sich, alle(s)! über wasser halten. ein auf und ab, ein für und wider… schwierige zeiten!
    fühl dich umarmt und von herzen gegrüßt!
    diana

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    • Liebe Diana, ja, wir sitzen alle in einem Boot, manchmal hat es ganz heftigen Wellengang! Wenn du magst, dann lese doch mal meinen Kommentar an Erika Laufer, dann muss ich mich jetzt nicht wiederholen.
      Ich sende dir von Herzen eine sanfte Brise,
      Ulli ❤

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  11. Liebe Ulli, erst einmal fühl dich umärmelt. Ich persönlich halte nichts von Klagen. Zuversicht ist das, was in diesen Wochen hilft. Ich selbst gehöre zur Risikogruppe. Ich habe chronische lymphatische Leukämie und eine chronische Polyneuropathie hinzu. Das Virus nimmt mir die Zuversicht nicht. Es fordert mich allenfalls heraus. Ich verhalte mich verantwortungsvoll , mir selbst und meinen Mitmenschen gegenüber. Mein Motto: Keep calm and Carry on. Wir haben zu beweisen, dass wir den hilfreichen Weg der Isolation nicht als Gehorsam und Obrigkeitsglauben auslegen, sondern der Vernunft geschuldet. Wer anders darüber denkt, der begibt sich in die Klauen der Verschwörungstheorie. Es steht außer Frage, dass viele unter dieser Situation zu leiden haben, psychisch, wirtschaftlich und durch soziale Isolation. Entscheidend hierbei ist Blick auf die nähere Zukunft. Wollen wir weiter am Gängelband des wirtschaftlichen Virus der Lohnausbeutung, des Konsumwahns, der Zerstörung unserer Umwelt, der Klimakrise usw. ins Auge schauen, oder Abkehr davon leisten. Vor diese Frage stellt uns die Pandemie, das ist die Herausforderung, der wir uns zu stellen haben. Und dieser Umstand kann etwas in uns freisetzen, von dem wir allenfalls nur geträumt haben. Rüsten wir uns. Wenn wir es anders haben wollen, müssen wir jetzt, in diesem Augenblick damit beginnen. Zuletzt, fühl dich umarmt.
    Alles Gute und Liebe dir.
    Achim

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  12. Hallo Ulli, ich möchte Dich nicht weiter verunsichern aber bei Computern gibt es Viren die sich einnisten und zunächst relativ harmlos erscheinen- diese Viren ermöglichen jetzt das problemlose Nachladen verschiedenster Programme oder Schadsoftware die keiner möchte. Hoffentlich ist das C nicht nur der trojanische Vorreiter.

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  13. NUn hast Du so viele Tips, die Dich aufbauen, liebe Ulli, daß ich kein einziges wort mehr dazu shreiben sollte. Aber so ganz kann ich es ja nie lassen *lächel*
    Weiter oben hab ich ja schon geschrieben, wie es bei uns in der kleinen Family aussieht und das ist auch nicht prickelnd. Dazu kommt, daß ich ja auch zur Risikogruppe gehöre und mein Arzt, den ich wegen etwas anderem aufsuchen mußte, beim Rausgehen meinte, passen sie gut auf ihr lauerndes Asthma auf…
    Ich will es seit zig Jahren nicht wahrhaben und bezeichne es immer noch als chron.Bronchtis *g* und gehe auch so mit ihr um. Klar lebe ich mit Cortison seit einigen Jahren, aber so gering dosiert, daß ich keinerlei Nebenwirklungen spüre und doch genug, mich frei von Atemnot zu halten. Für den Notfall habe ich noch ein anderes, versteckt in meiner Handtasche, die ich ständig mit mir rumschleppe 🙂
    Laß Dich nicht runterziehen, sieh doch auf das Schöne, das Dich umgibt, erkenne das, was Dir alles schon gelungen ist und weiter gelingen wird. Du bist eine starke Frau, die die Gabe hat, sich zu öffnen und mitzuteilen. Mir fällt das viel schwerer, wie mir immer wieder auffällt. Glaub an Dich, dann tun es auch andere. (Ein guter Rat, den ich selbst mal beherzigen sollte…) Fühl Dich gedrückt von mir

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    • Liebe Bruni, herzlichen Dank.
      Es gibt diese Stunden, manchmal auch Tage in denen ich ins Dunkeltal falle, das darf auch sein! Gleichzeitig habe ich im Laufe des Lebens viele Werkzeuge einsammeln dürfen, plus den Meditationspraktiken, sodass ich immer schneller aus diesen dunklen Täerln wieder hinauskomme. Dafür bin ich unglaublich dankbar. Dennoch bin ich froh, dass ich diesen Beitrag online gestellt habe. Ich bin ja nicht allein mit dem Auf und Ab dieser Tage, mit den Zweifeln, den Fragen, der Traurigkeit, den Einsamkeitsgefühlen. Dies dann gespiegelt zu bekommen hilft ja auch.
      Ich wünsche dir, dass du ein freundliches Auge auf dich werfen kannst, du tust oft so Vielen mit deinen Zeilen und Bildern gut.
      Bleib gesund,
      liebe Grüße
      Ulli

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  14. Ich kämpfe ja auch, aber ich sehe es eher pragmatisch, weil ich es nicht ändern kann.
    Du bist wahrhaftig nicht alleine mit den Zweifeln, den Fragen, der Traurigkeit und jeder geht auf seine Weise damit um. Lasse ich mich runterziehen, dann ziehe ich zu vieles mit hinunter und das gestatte ich mir einfach nicht…
    Meine eigenen immer vorhandenen Ängste liegen in anderen Dingen…
    Liebes Grüßle an Dich

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    • Liebe Bruni, ich bin keine Freundin von Kämpfen und Kriegen, auch nicht mit sich selbst, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass man dann immer nur verlieren kann. Die Ängste, Zweifel etc. wollen ihren Raum, so, wie die Freude, der Mut etc. – im JA zu ihnen liegt sehr viel Kraft, erstens weil man ihnen dann zuhören kann und zweitens weil sie sich druch das JA = ihrer Annahme überhaupt nur wandeln können.
      Ich habe gerade einen neuen Beitrag veröffentlicht. Möge er dich ermutigen!
      Ganz herzliche Grüße
      Ulli

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  15. Liebe Ulli,
    hilflos gegenueber der jetzigen Situation fuehle ich mich in gewisser Weise natuerlich auch, weil dieses Virus so heimtueckisch ist. Andererseits aber nicht mutlos, weil ich denke, dass wir schon Einiges dazu tun koennen, dass wir uns nicht anstecken.
    Zornig aber, echt wuetend, bin ich ueber den „schlauesten Praesidenten aller Zeiten“, wie er mit dieser Krise umgeht – von Herrunterreden, Nichtwahrhabenwollen, bis zu Ausnutzen fuer seinen Wahlkampf und seine persoenlichens Interessen ist Alles dabei – und mehr. Dazu kommt ein Versagen der Behoerden und sonstiger Beteiligter. Ich fasse es nicht, dass z.B. Aerzte ENTLASSEN werden weil sie oeffentlich die Notlage in ihrem Krankenhaus schildern, ihren eigenen Schutzanzug [dieselbe Schutzklasse wie die im Krankenhaus] mitbringen moechten, oder nicht nur beim Patienten, sondern auch auf den Fluren ihre Schutzmaske tragen {das Krankenhaus fuerchtete eine IMAGESCHADEN!]. Ich kann es nicht fassen.
    Trotzdem: wir bemuehen uns mit gutem Erfolg, nicht den Mut zu verlieren, und das wuensche ich Dir auch – von ganzem Herzen.
    Liebe Gruesse, und bleib‘ gesund,
    Pit

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    • Lieber Pit,
      von den Aktionen der Trompete habe ich hier einiges mitbekommen – unsäglich, aber ich erwarte auch gar nichts anders mehr. Schlimmer ist das was du sonst noch schilderst, das ist ja krank!
      Mir selbst geht es wieder besser, ich habe mich schnell wieder eingefangen – dieser Beitrag und die vielen Kommentaren waren unterstützend dafür.
      Bleib auch du gesund, ebenso Mary und bleibt zuversichtlich,
      von Herzen alles Gute, Ulli

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  16. Und du sprichst so vielen von uns aus dem Herzen…. jedenfalls mir.
    Die Quarantäne drückt nicht so schwer, da wir zu 6. sind, aber die Gedanken schon … auf und ab… was/ wem soll man glauben… wo stehen wir?
    Danke für deine Gedanken. Liebe Grüße, Priska

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    • Liebe Priska, seit ein paar Tagen habe ich diese Gedanken mal in tiefereEtagen zum ausruhen geschickt, manchmal rumoren sie, wollen aufstehen, aber nein, jetzt gerade nicht 😊
      Ganz liebe Grüße und schöne Ostertage
      Ulli 🐣🐞🦋🌷🐌🌺❤️

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