Und erstens kommt es anders …

… und zweitens als man denkt –

Heute mag ich ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Ja, ich war auf dem alten Berg, Tauwetter war es, als ich am Donnerstagabend dort angekommen bin.

Einerseits habe ich mich noch an Schnee und Formen erfreut und genoss die wärmende Sonne, andererseits war ich wieder einmal froh, dass diese Schneemassen nicht mehr meinen Alltag bestimmen.

Dennoch hatte ich ein paar Hürden zu nehmen: vereiste Parkplätze auf dem Arbeitsplatz, eine Rutschpartie zum Arbeitsplatz hinein. Nein, es ging nicht alles gut, einmal bin ich gestürzt, einmal musste ich die Schuhe ausziehen und auf Socken die wenigen Meter vom Parkplatz zum Haus gehen. Spikes stehen nun auf meiner Einkaufsliste, noch einmal passiert mir das nicht und ob der Winter nun dort oben dem Ende zugeht ist, wie immer, ungewiss. Mein Glück ist, dass außer meinem Schrecken nichts weiter gewesen ist.

Am Sonntag waren schon am Morgen Plusgrade – wunderbar! Aber eben, in den Bergen kann man sich nicht in Sicherheit wiegen. Schon am Mittag kündigte sich „Wetter“ an. Nur noch über den weit entfernten Alpen schien die Sonne, graue Wolken zogen über dem Schwarzwald auf.

Und dann kam ein Wintergewitter mit Sturm und mächtig viel Schnee im Gepäck. Die Temperaturen fielen von +7° auf -2° innerhalb einer Stunde. An eine Heimfahrt dachte ich nicht mehr, saß stattdessen geborgen im alten Haus und war dankbar bleiben zu können.

Erst heute waren die Straßen wieder frei. Endlich wieder Zuhause angekommen, hatte ich Freude an schneefreiem Land und dem Himmelsblau im Brunnen.

Nun braucht es noch etwas Zeit, bis die Stube wieder richtig warm ist und um eine Runde durch Bloghausen zu wandern. Schön ist es wieder hier zu sein!

Habt vielen herzlichen Dank für alle eure Kommentare. Wenigstens die habe ich mittlerweile beantworten können. Und bald gibt es auch das Pong auf Gerdas Ping → https://gerdakazakou.com/2019/02/06/ping-pong-001-2019/ und https://gerdakazakou.com/2019/02/09/ping-ping-ping-die-dampfende-suppe-wartet-auf-den-esser/

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Momentaufnahme Januar 2019

Versuch eines Rückblicks in Worten – Januar 2019

Erfüllt mit glänzender Stille, flüsternden Sternennächten und winterblauen Bergweitsichten begann in diesem Jahr der Januar. Kein Streit, kein Hader, keine schlechten Nachrichten. Das Leben darf leicht sein. Ich darf leicht sein und ich darf sowieso glückliche Tage leben – sie sind so rar. Nicht, dass alle anderen Tage zwingend Unglückstage sind, mehr wohl Traurigtage, Grübeltage, Zaudertage, Schwerebeinetage, Hängebäckchentage.

Die Leichtglücklichtage kommen in die rote Lackschachtel. Die anderen Tage werden durchlebt. Mit allem Licht, mit allem Dunkel, mit allem Traurigem, Grübeligem, Zauderigem … alles dreht sich immerzu, weg oder zueinander hin. Nichts schwebt im luftleerem Raum. Alles hat Wurzeln. Sie halten sich mit ihren kleinsten, feinsten Armen. Sie flüstern miteinander. Schneedecke lässt keine Untererdelaute durch. Ungehört auch die Mäuse unter ihr. Grundfrost hält den Lauch im Garten fest. Buntspecht am Meisenknödel verwackelt. Januartage sind auch Spurentage.

Und Ofentage. Jeden Morgen anfeuern. Manche Morgende Schnee schippen. Jeden Tag Holz holen. Wie jeden Tag aufstehen, Kaffee kochen, wach werden, Träumen hinterherschauen, waschen, anziehen, weitermachen, was und wie auch immer noch. Schön, wenn es mit einem Lächelgesicht geschieht. Schön, wenn im Laufe des Tages die Geh- und Sitzbeine zu Tanzbeinen werden.

Spazieren mehr Innen als Außen, viel in den Archiven. Zusammenlegungen, Ordnungen, kein Ende in Sicht. Herauskristallisationen von Bewahrenswertem und Daskannweg. Winter in den Bergen braucht Mut, braucht Zähigkeit, braucht Ausdauer, die hohe Zeit der Gehörnten in den Felswänden. An Verzagtheitstagen fahre ich kein Auto.

Alles fließt – immer. Gedanken, wie Gefühle und Emotionen, wie Blut und Lymphe, wie Wasser vom und unter dem Himmel, in verschiedensten Aggregatzuständen. Ich mäander durch erneute Arbeitslosigkeit – Grübel-, Zaudertage, je länger der graue Himmel blaues Weit bedeckt und der Januar dauert. Ich schenke mir Trostpflästerchen. Und viele Eis- und Wasserfotos, neue Fotomontagen, lese manch gutes Buch, schaue manch guten Film und freue mich über manch nährenden Austausch.

Tag um Tag mit Inhalt füllen, mal mehr, mal weniger erfolgreich. Zufriedenheit am Abend stellt sich nicht unweigerlich ein. Atmen, lauschen, dem zunehmendem Licht zuschauen, stille Freuden nähren, Zärtlichkeitsblicke entdecken Schönheiten; kleine und große. Im Januar ist Eulenzeit.

Und jetzt kommt der Schnee.

Sonntagsbilder 04 2019

Winterklang

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draufklick = große Bilder

Jede Jahreszeit hat ihre ganz eigene Schönheit, ihre eigenen Farben, Rhythmen und eben auch einen ganz eigenen Klang. Um diesen Klang geht es mir in den heutigen Bildern. Um Winterklang in seinen verschiedenen Höhen und Tiefen, seinen Nuancen –

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draufklick = große Bilder

Bei Vivaldi klingt der Winter so – unterlegt mit großartigen Fotografien von Haefeli

Schnee und Vögel

Manchmal müssen es zwei Beiträge pro Tag sein. Heute ist so ein Tag …

Endlich ist es mir gelungen ein paar akzeptable Fotos von den Vögeln zu machen, die sich auf meiner Terrasse laben. Die Überraschung des heutigen Morgens war der Eichelhäher, der aber viel zu groß für das Futterhäuschen ist, das ich zusammen mit meinem Enkelsohn angemalt habe.

die Bilder werden groß, die Galerien öffnen sich, wenn du ein Bild anklickst

Frau Amsel ist akrobatisch unterwegs:

Nun habe ich es ihr etwas einfacher gemacht und die Kokosnuss über die Haltestange der Wäscheleine gehängt, mal schauen, wie es dann für sie sein wird.

Die Meisen turnen auch, aber bei ihnen sieht es doch um einiges leichter aus. Unsicher bin ich, ob es sich hierbei um Tannenmeisen oder Kohlmeisen handelt, ich tendiere zu ersteren. Was meint ihr?

Es scheint, dass die Spatzenbande heute in ihren Nestern sitzt, noch nicht einer kam ans Häuschen. Das Rotkehlchen konnte ich leider noch nicht einfangen. Kleiber und Buntspecht haben sich in diesem Jahr noch nicht gezeigt (erinnert ihr euch? → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/12/kleiber-2-und-ein-paar-wenige-montagsimpressionen/, und hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2018/02/05/hungrige-meisen-amseln-und-ein-buntspecht/ Der Winter hat gerade erst angefangen.

Es schneit weiter und weiter und weiter und ich gehe jetzt mal schippen … es ist 13.34h.

Schwupps hört der Schneefall auf und blaue Himmelslöcher erscheinen.

Während Frau Amsel noch immer auf meiner Terrasse Gymnastik macht, sitzt Herr Amselrich bei der Nachbarin im Geäst und schaut …

Schnee schenkt Konturen. Besonders mag ich es, wenn noch alles ganz unberührt erscheint.

Um 15.30h bin ich wieder in der warmen Stube, Holz ist jetzt erst einmal bis morgen Mittag oben, erste Winterfotos vom Platz gemacht, das Auto freigeschippt und ein Schwatz mit der lieben Nachbarin war auch dabei.

Der Himmel hat sich wieder zugezogen, der Schneefall geht weiter. Dunkel ist es schon geworden. Es ist 16.27h.

Sonntagsbilder 01 2019

Here we go

Jetzt ist der Winter hier angekommen, sowohl hier, wie Erstrecht auf dem alten Berg, wo ich wieder arbeite und während dieser Zeit dann auch wohne.

Guten Morgen, ihr Schönen

High noon

 

Räume

Am Abend

Alle Bilder werden groß, die Galerie öffnet sich, wenn du ein Bild anklickst –

Raum und Licht, anstelle von Raum und Zeit, nehmen sich Raum in mir und ich bin gespannt wie sie sich ausdrücken werden. Mehr dazu demnächst.

Jetzt wünsche ich euch/dir einen guten Wintersonntag, mit einem kleinem bisschen Glücklichsein.

 

Hungrige Meisen, Amseln und ein Buntspecht

 

alle Fotos © Ulli Gau – aufgenommen am 31.01. und am 03.02.2018

klicke ein Bild an und die Galerie öffnet sich – please click on one pic and the gallery will get open

Wen doch diese Meisenknödel alles anlocken! Bislang ließen sich die Tannenmeise und der Eichelhäher noch nicht fotografieren, beide sind so aufmerksam, dass sie mich selbst hinter der Fensterscheibe meiner Haustüre bemerken und sofort auf und davon sind, der Eichelhäher natürlich mit lautem Protest! Die Kohlmeise ist noch die unerschrockendste. Eine große Freude war es, als ich den Buntspecht „erwischte“.