Stromern

Oder weitergehen

Die wärmere Jahresezeit ist meine Stromerzeit, neben der Garten- und der Feuerzeit. In diesem Jahr kommt noch die Neue-Wohnung-Zeit dazu. Ich nehme Raum und Platz.

Gartenzeit heißt in diesem Jahr dem neuen Garten erst beim Entblättern und Entfalten zuzuschauen, dann bei seinem Sprießen und Erblühen. Behutsam bin ich mit ihm, will erst sein eigenes Wachsen erkennen, bevor ich hier und da etwas verändere. Will meins in seins integrieren, mit ihm gehen.

So geht es uns gut miteinander!

Kleine Feuer brannten.

Und Stromerzeit. Schneckengleich.

Wege

Ausblicke

Einblicke

Behutsam ist das Zauberwort. Draußen wie Innen. Vorsichtig die Schritte setzen. Freude ist nicht Aufgeregtheit!

Mein Faden spinnt sich leise. Schnecken machen nur beim Essen ein Geräusch.

Nachschlag weicher und realer Blick

Ausblick II

draufklick = großes Bild

Mir fiel beim Scrollen auf, dass das Bild nur im oberen Bereich, beim Blick in die nebelige Ferne, besonders verschwommen/unscharf ist, während der untere Bereich eher das Träumerische, Märchenhafte zeigt. So habe ich den oberen Teil abgeschnitten, um das Ganze zu überprüfen, nun habe ich aber noch eine andere Idee …

So kommen vielleicht auch die verschiedenen Sichtweisen von euch zustande, die ich allesamt spannend fand und für die ich mich auch an dieser Stelle noch einmal bedanken möchte.

Nun bin ich gespannt, ob ihr meinen Eindruck teilt oder ob ihr bei eurem ersten Eindruck bleibt.

Gutes euch!

Ein Herbstspaziergang

Im Wald

Nach den ausgiebigen Regenfällen innerhalb der letzten zwei Wochen haben wir nun strahlend klare Tage, wenn sich am Morgen der Hochnebel verzogen hat. So habe ich gestern endlich einmal wieder einen ausgedehnten Spaziergang durch den Wald gemacht und die Kamera von meiner Tochter ausprobiert. Meine alte Kamera spinnt, mit meiner Kompaktkamera bin ich oft unzufrieden und Handyfotos sind zwar auch ganz hübsch, aber mit einer Spiegelreflexkamera kann ein Handy nicht mithalten. Mir ging es gestern vor allen Dingen um das Licht. ISO, Blende und Zeit stellte ich manuell ein, Nachbearbeitungen waren kaum nötig und ich bin zufrieden.

Am späten Nachmittag

Um den Sonnenuntergang herum

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Ich habe noch einige Bilder von Pilzen und dem Alpenpanorama gemacht, die ich gerne ein anderes Mal zeige.

In den Pilzen oder der etwas andere Urlaub – Reblog

Es ist sehr selten, dass ich einen alten Beitrag von mir reblogge, heute ist es soweit und der Anlass ist der Aufruf vom 22.08.2019 von Ozeankind e.V. (https://www.facebook.com/ozeankind/), auf Spaziergängen durch Wald und Flur Müll einzusammeln. Ja, eine gute Idee, die aber wenig bringt, wenn das Ganze einmalig an einem Wochenende stattfindet.

Den untenstehenden Beitrag schrieb ich im Sommer 2014 und noch immer habe ich auf den meisten Spaziergängen eine Plastiktüte im Rücksack und sammel den herumliegenden Müll auf. Man muss dranbleiben!

Aufgrund meiner neuen Tätigkeit als freie Mitarbeiterin bei einer hiesigen Tageszeitung, berichtete ich über eine Aktion von GrundschülerInnen, kurz bevor die Sommerferien begannen. Sie haben in einer Stunde in „ihrer“ kleinen Stadt 28kg Müll eingesammelt! Das meiste davon waren Zigarettenkippen und kleine Plastikdeckel, leere Dosen etc., insgesamt also alles Leichtkaliber, da darf man dann doch staunen, wenn nach einer Stunde so viele Kilos zusammenkommen …

Hier beginnt mein Reblog vom 19. August 2014 →

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Leider ist die Weiterreise vom Elsass in den Süden Frankreichs ins Wasser gefallen, sodass ich eine Woche Urlaub im schwarzen Wald verbracht habe. Auch schön, wenn auch kalt und sehr, sehr windig. Der späte Sommer ist eher ein früher Herbst, dafür hatte ich aber im Elsass Sommer und durfte endlich auch einmal schwitzen. Dort erlebte ich zauberhafte Tage und Nächte … alle Jahre wieder und alle Jahre wieder ganz anders und das ist gut so!

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Inspiration und Freude habe ich nach 11 Tagen im Baerenthal in meine Reisetasche gepackt und die Erinnerung an Abende voller Gelächter …

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Zurück im schwarzen Wald ging ich auf die eine und andere Wanderschaft. Es ist Pilzzeit, besonders die Pfifferlinge gibt es in diesem Jahr reichlich, da kann ich nicht nein sagen. Aber es begegnen mir auch viele andere Pilze, die ich nicht kenne, die ich stehen lasse, an denen ich mich einfach nur freue.

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Oder ich kenne sie, mag sie aber nicht … wie die Boviste

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Während ich mit dem Blick nach unten durch die Wälder streife, finde ich allerdings auch viel anderes. Mittlerweile habe ich immer eine Tüte oder eine verschliessbare Dose mit im Rucksack, um all die weggeworfenen Bonbonpapiere und andere Plastikschnipsel aufzusammeln und daheim zu entsorgen, ich mag mich nicht mehr nur darüber ärgern. Was nutzt dem Wald, der Wiese mein Ärger? Nichts! Und mir selbst auch nicht.

Gestern aber geriet ich doch etwas aus der Fassung. gerade als ich diese feinen Baumpilze fotografierte,

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fiel mein Blick auf etwas rotes, das unter dem Waldboden hervorlugte, ich begann zu ziehen und fand verbuddelte Plastiksäcke: Löschkalk stand darauf geschrieben. Löschkalk wird in den  hiesigen Wäldern eingesetzt, um den Wald vor Übersäuerung zu schützen. Eigentlich ja gut, aber wenn dann die Waldarbeiter diese Tüten verbuddeln, statt sie ordnungsgemäss zu entsorgen, bricht eine grosse Diskrepanz zwischen dem guten Willen und den Folgetaten auf. Ich barg drei dicke Säcke und sammelte ganz nebenbei unzählige Plasteschnipsel auf, mehr ging nicht in meine Tüte.

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Diese Tüte fand ich übrigens auch, eine andere hatte ich noch im Rucksack, die war allerdings viel zu klein, sodass ich die Tage noch einmal diese Stelle aufsuchen werde, um auch noch die restlichen verbuddelten Säcke auszugraben und mit heim zu nehmen …

Schon im schönen Elsass war der Müll im Wald Thema, wir sammelten Glasscherben in Massen, neben verrostenden Töpfen und Drähten und …

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Es geht ums tun, nicht ums ärgern …

Und dann geniesse ich wieder schöne Aussichten auf erhöhten Bänken,

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und den Zauber der Natur

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wie hier die noch nicht voll aufgeblühte Silberdistel oder Eberwurz, Carlina acaulis L., ein Korbblütengewächs. Vielerorts steht sie unter Naturschutz, hier aber kommt sie noch reichlich vor, wie vieles andere, das man an anderen Orten kaum noch findet, wie Arnika und Augentrost …

In den alten Zeiten benutzte man die Wurzel, u.a. erfolgreich gegen die Pest, da die Wurzel einen antibiotischen Wirkstoff enthält. Ausserdem ist sie harntreibend, gallefördernd, narbenbildend, schweisstreibend, wundreinigend und magenwirksam, sie wurde und wird innerlich und äusserlich angewendet. Gleichsam ist Vorsicht bei Überdorsierung geboten …

und so schaut sie aus, wenn sie aufgeblüht ist

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Hier endet mein Urlaubsbericht, vielleicht hat er ja nun die eine oder den anderen dazu inspiriert das nächste Mal ebenfalls eine Tüte für den herumliegenden Müll mit in den Wanderrucksack zu packen … das würde mich sehr freuen!

Ping Pong 034 und heute ein bisschen mehr

PING 033

GERDA AN ULLI → IM HÄUSCHEN AM RANDE DES WALDES …

PONG 033

ULLI AN GERDA → … WOHNT DIE ALTE MIT DEN SIEBEN SCHNEENAMEN

PING 035

ULLI AN GERDA → NICHTS GEHT VERLOREN UND …

draufklick = große Bilder – please click to enlarge

„Die Alte mit den sieben Schneenamen“ ist eine Zeichnung, die ich in dieses bearbeitete Bild eingefügt habe, bei ihr verbringt „Die kleine blaue Frau“ den Winter und wieder lernt sie Vieles … (s.u.)

Dieses Mal habe ich bei meinem Ping an Gerda in meine Mottenkiste gegriffen, es ist eine Zeichnung mit Ölkreiden und Bleistift aus dem Jahr 1999, ich mag sie noch immer sehr und vieles geht mir dazu durch den Kopf, aber im Vordergrund steht noch immer der Tag, an dem ich dieses Bild gestaltet habe, es war ein sehr schöner Tag!

Woran du wohl denkst, wenn du es betrachtest?

Nun bin ich, wie immer, auf deins und auf Gerdas Pong dazu gespannt.



WAS BISHER GESCHAH → https://cafeweltenall.wordpress.com/galerien/ping-pong/

DIE IDEE→ https://cafeweltenall.wordpress.com/2019/02/05/ping-pong-001-2019/



FÜR MEINE NEUEN LESER*INNEN → LINKS zur KLEINEN BLAUEN FRAU und EIN AUSSCHNITT AUS MEINER NOVELLE „DIE KLEINE BLAUE FRAU TRÄUMT MEER“ (Die leider immer noch nicht veröffentlicht ist) – HIER ZU DER ALTEN MIT DEN SIEBEN SCHNEENAMEN und EIN ÄLTERES BILD DAZU.

Die Alte mit den sieben Schneenamen sagt nie ein Wort zu viel und nie eins zu wenig. Ruhig ist ihr Gang und Wirken. Sie sagt zur kleinen blauen Frau:

„Es gibt keinen Grund zur Euphorie und keinen für die Depression.“ Sie essen die Suppe, sie löschen die Kerzen, sie gehen zu Bett. Am nächsten Morgen begrüßt die Alte die kleine blaue Frau mit einem Lied:

Wir sind Sterne, die singen können. Wir singen unser Licht. Wir sind Feuervögel. Wir fliegen über den Himmel. Wir alle sind wie der Wind, eingehüllt in leuchtende Flügel. Unser Licht ist eine Stimme. Wir bauen eine Straße des Übergangs für die Seelen, die gegangen sind…“

(frei übersetzt nach dem Lied von Dead can dance: Song of the stars)

Ein letztes Mal hackt die kleine blaue Frau das Holz, schürt sie das Feuer, kocht sie die Suppe, da hört sie das Eis krachen. Leise singt sie ihr Leben, träumt sich leuchtende Flügel. Sie wird gen Osten ziehen. Ein warmer Wind schiebt den winterlichen Nebel über den See zurück, erste Sonnenstrahlen wärmen ihr nacktes Gesicht.

Zusammen stehen die Alte mit den sieben Schneenamen und die kleine blaue Frau am nächsten Morgen vor der Türe und singen den Wind. Es kommt das weiße Rentier Mirandash pyree auf seinen durchsichtigen Schwingen heran. Es schaut die kleine blaue Frau, es spitzt die Ohren. Es hört und riecht die kleine blaue Frau. So geht es eine lange Weile, bevor es spricht:

„Du hast die Lieder der Toten gelernt, du hast die Tänze der jungen Frau getanzt, du hast dein Sommermädchen wachgeträumt, du hast das Ist getanzt. Du bist nicht allein. Dein Volk steht in deinem Rücken, die Alte mit dem erdigen Gesicht wohnt in deinem Herzen, gleich neben dem geheimen Gedicht. Du hast deinen Platz gefunden, du hinterlässt keine Spuren. Du singst dein Lied leise. Du hast dein Gesicht gefunden und alle Masken brannten. Du hast das Lied der Erde gelernt, das von der Wiederkehr und das der Steine. Du kennst jetzt keine Eile mehr. Du bist genügsam geworden und zufrieden mit dem was ist. Du hast gelernt für dich und andere zu sorgen, hast das Holz gehackt, das Feuer gehütet, die Suppe gekocht, den alten Büffel gefüttert. Du hast gehandelt und gedient, du hast geträumt und gesehen, gehört und nachgedacht. Nun trage ich dich über den See Richtung Osten, zur Schwarzen mit dem ewigen Gesicht.“

Die kleine blaue Frau nimmt ihren grün-blauen Mantel vom Haken, der rote Faden ist ein Stück weiter durchs Gewebe mäandert. Sie nimmt den Rucksack, der steht schon neben der Tür.

Vor der Tür steht die Alte mit den sieben Schneenamen, sie trägt ihre Kappe mit dem Geweih, der alte Büffel steht an ihrer Seite. Noch einmal schauen sie sich an, eine Wiederkehr ist ungewiss. Dank nickt die kleine blaue Frau ihnen zu. Dann steigt sie auf den Rücken von Mirandash pyree. Es breitet seine durchsichtigen Flügel aus, sie fliegen über den See Richtung Osten.

© Ulli Gau

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/01/16/nicht-identisch/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/02/14/die-kleine-blaue-frau-und-die-welt/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2015/01/26/die-kleine-blaue-frau-iii/

Sonntagsbilder 41 2018

Septemberbilder ohne Worte – ein reicher Monat verabschiedet sich.

Wasserbilder

Im Wald und auf den Wiesen

Eine durstige Biene

In Gärten

Donnerstagabend, 27.09. Abendlicht – die Alpen sind zurück – Flugzeuge fliegen hin und her

Bei Anklick werden alle Bilder groß, die Galerien öffnen sich –



Einen friedlich schönen Sonntag euch.

Der April in Bildern

Ein Wonnemonat mit frühsommerlichen Temperaturen und einer Flora und Fauna, die eigentlich Mai heißt,

kühle Schatten schon willkommen waren

und lieber Besuch die letzten Apriltage beschwingten und bereicherten.



Mit diesem Beitrag verabschiede ich mich für eine Weile, ich lege eine Blogpause ein. Wie immer werde ich die Sonntagsbilder weiterführen und bestimmt auch einmal hier und dort lesen. Mich rufen nun der Garten, die Wälder, Wiesen und Felder.

Ich wünsche euch allen eine gute Zeit, sende herzliche Grüße und meinen Dank an alle für alles.