Bis auf weiteres …

oder die Ruhe vor dem Sturm.

Das eine ist Sturm „Sabine“, der im Anmarsch ist, das andere mein persönlicher Umzugssturm. Mittlerweile stehen leere und auch schon gefüllte Kartons in meiner Wohnung. Ab Dienstag werde ich die eine und andere Kiste in die neue Wohnung bringen. Die große Aktion wird am 29.02. sein.

Am Samstag hatte ich ein Abschiedsessen mit den NachbarInnen. Kommenden Freitag werden noch einmal die Enkelkinder hier schlafen. Sie haben es sich gewünscht.

Wieder einmal heißt es Abschied nehmen. Es ist noch nicht ganz drei Jahre her, dass ich hier voller Freude eingezogen bin. Es entwickelte sich leider ungut. Damals schrieb ich die Beiträge: Schreiben hilft, heute wird es nur diesen Beitrag geben, bevor ich in die Blogpause gehe, eher pragmatisch als lyrisch.

Abschied ist auch immer mit Rückblicken verbunden. An vieles erinnere ich mich gerne, anderes gehört zu meinen Lernfeldern, für die ich dankbar bin. Manches hätte ich nicht gebraucht. Aber wer weiß das schon so genau?

Ich schaue zuversichtlich in die Zukunft und freue mich auf mein neues Zuhause, das mir viel Platz bietet und damit auch mehr Möglichkeiten für die Entfaltung.

Äusserst Willkommen gefühlt habe ich mich am Samstag, als ich vor meiner neuen Haustüre die ersten Schneeglöckchen für 2020 entdeckte.

Und als ich dann später „mein“ neues Gartenstückchen inspizierte, freute ich mich über eine kleine Feuerstelle, die gerade nur nicht eingefasst ist, und über einen Rosenbogen im Südwesten. Ich hatte meine Freude an dem nahezu nahtlosen Übergang zu den Wiesen und an der wilden Ecke im Westen. Das Plätschern des Bächleins von gegenüber hat schon bei der ersten Besichtigung meine Ohren beglückt.

Da ich erst im März wieder richtig aktiv in Bloghausen werde, möchte ich euch noch diese Eisbilder zeigen. Diese hübschen Eisformationen entdeckte ich an einem Bachlauf auf dem alten Berg, als ich am Freitag eine Freundin besucht habe.

draufklick = große Bilder – please click to enlarge

Hier und da werde ich vielleicht noch Muße für ein Sonntagsbild finden und auch zwischendurch kleine Besuche bei der Einen und dem Anderen in Bloghausen machen.

Ich möchte mich bei all denen von euch bedanken, die mir die Daumen für die Wohnungsfindung gedrückt haben. Das hat geholfen. Das scheinbar Unmögliche ist möglich geworden und viel besser als gedacht!

 

Tschüss und bis bald. Schön, dass es euch gibt!



https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/25/blues/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/27/schreiben-hilft/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/28/schreiben-hilft-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/03/01/schreiben-hilft-3/



To my English speaking readers: From now on you can read every article of me in English, too, if you’ll go to the end of my blog page, you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!

Erstaunlich

Ja, es war heute wirklich erstaunlich! Zunächst einmal bin ich heute am späten Vormittag auf die Jagd nach Bananenkartons gegangen und kam mit einem vollbepackten Auto zurück, 12 gehen rein, 12 waren drin und nun sind auch alle zwölf Kartons vollgepackt mit Büchern.

Erstaunlich war, wie leicht es mir dann heute doch fiel mich von so einigen Büchern zu trennen. Da gab es gar kein Drehen und Wenden mehr- ich wusste, nee, die lese ich nie wieder, einmal reicht!

Nun habe ich Bücher abzugeben, wer Interesse hat kann mir gerne per Mail schreiben. Ich verschicke sie gegen Porto (3,00 €/Sendung innerhalb Deutschlands), ein kleiner Obulus wäre noch fein, da sie wirklich noch wie neu sind, hier die Liste:

Klar Ove Knausgard: 1.Sterben, 2.Leben, 3.Träumen,  (vergeben) 4. Alles hat seine Zeit

Ursula Seghezzi: 1. Macht – Geschichte – Sinn, 2. Kompass des Lebens

Lucia Schwellinger: Die Entstehung des Butoh (nicht mehr ganz so frisch, da ich es auch gebraucht erworben habe, da möchte ich auch wirklich nur das Porto haben!) –
schon weg!

Michael Harner: Der Weg des Schamanen

Franz P. Redl: Übergangsrituale

Bill Plotkin: Soulcraft – die Mysterien von Natur und Seele

Candy Bukowski: Wir waren keine Helden

Alle anderen Bücher, die ich aussortiert habe, muss nun noch erst H. anschauen, ob er sie haben will oder nicht, falls nicht, melde ich mich gerne noch einmal, ansonsten werde ich alle diese Bücher in den Bücherschrank im Tal stellen. Das habe ich nun schon zweimal gemacht und immer, wenn ich wieder einmal schaute, waren alle weg- das hat mich gefreut! Ich mag diese Bücherschränke, es ist ein Geben und Nehmen, ich habe dort auch schon das eine und andere lesenswerte Buch gefunden. Nutzt ihr die auch? Gibt es sie in eurer Stadt überhaupt?

Für heute mache ich Feierabend, meine linke Hand muckert, irgendwie habe ich vorhin eine falsche Bewegung gemacht, nun will sie Ruhe, soll sie haben und die Dusche ruft auch…

Kontraste

Meine diesjährige Bilddatei vom März ist ziemlich klein. Als ich gerade über sie schaute dachte ich, ach … das war ja noch am Anfang des Monats- was für ein Kontrast! Erst noch der

Schnee,

dann fließt es wieder

und nun die Blüte…

Kontraste, davon gibt es auch gerade viele in mir. All dieses Viel, die vielen Gefühle und Gedanken, die Freude und die Zweifel, die Ängste und die Zuversicht, der Spagat meines eigenen kleinen Lebens und die Welt, die verrückter kaum noch sein kann. So vieles schmerzt, so weniges nährt und ich selbst ernähre mich schlecht. Es ist so viel zu tun, dass es oft nur für Fastfood reicht, obwohl ich eigentlich immer dagegen wettere. Ja, alles hat seine Zeit, auch die Zeit für sich selbst zu kochen.

Bunte Blumen, ergrünende Wiesen, Bäume, die schon sehr früh im Jahr ausschlagen, ob das gut geht? Wieso kann ich mich nicht einfach nur freuen, wieso habe ich immer wieder diesen scheelen Blick?

Einatmen, ausatmen, weitermachen, immer weiter und weiter. Wofür und wie es dann wird, das wird sich eh erst zeigen und dass es vielleicht für etwas gut ist oder wird oder dass es ein Fehler war oder dass ich mich manchmal nicht mehr auskenne mit der Welt und mir darin und dass ich manchmal einfach nur eine Hand brauche, das muss und will ich mir eingestehen. Dass ich erschöpft bin und alte Gespenster wieder Einzug halten auch. Wehren hilft eh nicht. „Ja“ muss und will ich sagen, zu allen Freuden und allen Leiden, ganz.

Wenn ich jetzt gleich im Garten die Gemüsekisten schrubben gehe, damit ich sie bepacken kann, will ich daran denken, dass jeder Tag auch etwas Schönes und Gutes bereit hält, wie es vorgestern Gerda postete und vor einiger Zeit im Lieberlebenblog erschienen ist. Gerade, beim fotografieren der ersten Blumen in meinem alten Garten, erinnerte ich mich an diese beiden Artikel und war dankbar. Just, in diesem Moment, entdeckte ich das gelbe Primelchen, das ich im letzten Jahr mit aus Asturien brachte…

Es erinnert mich an meine Auszeit und daran, dass es um Weite ging und geht, um Öffnung auch und um Selbständigkeit, um Unabhängigkeit in Verbundenheit und dass ich manchmal nicht weiß, warum wir Menschen es immer und immer wieder so schwer miteinander haben bzw. uns machen…

Auch wenn ich gut voran komme und noch immer in der Zeit bin, ist gerade heute ein sehr trauriger Tag und ich dachte vorhin: das ist der traurigste Umzug, den ich je gemacht habe. Ihr wisst schon: das doppelte Lottchen, die Säge, die sinnbildlich durch die Küchenutensilien kreischt und so manche Träne laufen lässt…


Ich habe heute diesen Artikel in Etappen geschrieben. Mittlerweile sind acht große Küchenkisten gepackt und ich habe brav geteilt: 5 Teller für dich, 5 Teller für mich, 6 Schüsselchen für dich, 6 Schüsselchen für mich, 6 Gabeln für dich, 6 Gabeln für mich und immer so weiter. Damit es am Ende fair ist, habe ich letzten Samstag noch einen Saftkrug, eine Knobipresse und eine Zitronenpresse gekauft, dann hat jedeR von uns einen/eine.

Noch zehn Mal schlafen, noch eine Runde zwischendurch arbeiten und immer weiter packen, ausmisten und hier und da die Tränen rollen lassen, weil sie es wollen.

Vielleicht hätte ich mich noch vor ein paar Tagen gar nicht getraut SO über meinen Wandel zu schreiben, Mut dazu fand ich bei Frau Rebis. auch sie hat es gerade nicht leicht und macht keinen Hehl daraus. Das tut mir gut. Ich danke dir von Herzen an dieser Stelle für deine Ehrlichkeit und Offenheit, liebe Frau Rebis!

Heute, am Mittwoch, war es auch, dass ich mal wieder eine etwas ausführlichere Blogrunde gedreht habe und ich habe gelesen, dass ich nicht alleine bin mit meinem Hader mit mir und der Welt.

Ja, ihr tut mir gut- DANKE.