Schneeglöckchen

Schneeglöckchen, Weißröckchen, jetzt ist es soweit,

du erfreust alle Herzen, in der Vorfrühlingszeit.

(aus dem Archiv – Närrinnenzyklus – der Schneeglöckchentanz)

Leichtigkeit in schwierigen Zeiten ist kein Widerspruch, es ist pure Medizin. Ich denke an mein Sommermädchen, an rote Glockenröcke über  nackten Beinen, an nackte Füße, die über Sommerwiesen laufen, an Springseil hüpfen und Lieder singen. Ich denke an Tänze in kühlen Bergbächen, an rote Bälle mit weißen Punkten, an Johannisbeeren und Kirschen, Schwalben und Kinderlachen schwirren durch die Luft. Und schon hebt sich die Schwere von der Brust, der Atem fließt frei und mit all dem kommt frischer Wind in meinen ernsten Wintergeist.

Frischen Wind braucht es in diesen Zeiten, damit wir wieder träumen können, damit wir Schlösser voller Lebensfreude bauen, mitten hinein ins „Geht-doch-nicht“.

Und während ich all das in der letzten Nacht dachte und fühlte, in Gedanken diesen Beitrag webte, die Schneeglöckchenbilder gestaltete, las ich gerade bei Cambra Skadé ein Pendant. So ist das mit Seelenschwestern → https://cambraskade.blog/2021/02/26/sommerkinder-medizin/. Schön ist das!


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Nach der Schneeschmelze

Nach dem Hochwasser

Der vorbei gegangene Winter hat einiges verändert. Unzählige Bäume haben nicht überlebt, das Hochwasser hinterließ Sandbänke auf einstigen Wiesen,

Plastikmüll in Bäumen, Sträuchern und Uferwegen. Gestern haben eine Freundin und ich einen Teil davon aufgesammelt. Der mitgenommene gelbe Sack war schnell voll und wie werden noch einmal losziehen müssen und nehmen dann wohl mehr als nur einen Sack mit. So landet das Zeug nicht im Meer und auch nicht in den Mägen der Vögel.

Die derzeitigen afrikanischen Hochdruckströme bescheren ungewöhnlich warme Februartage und Saharastaub. Der Blick in den Südwesten zeigt es, während der Blick in den Nordosten nahezu ungetrübt ist.

Ungetrübt ist auch die Freude an den Schneeglöckchen und an dem Nachmittag mit der Freundin.

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Bis auf weiteres …

oder die Ruhe vor dem Sturm.

Das eine ist Sturm „Sabine“, der im Anmarsch ist, das andere mein persönlicher Umzugssturm. Mittlerweile stehen leere und auch schon gefüllte Kartons in meiner Wohnung. Ab Dienstag werde ich die eine und andere Kiste in die neue Wohnung bringen. Die große Aktion wird am 29.02. sein.

Am Samstag hatte ich ein Abschiedsessen mit den NachbarInnen. Kommenden Freitag werden noch einmal die Enkelkinder hier schlafen. Sie haben es sich gewünscht.

Wieder einmal heißt es Abschied nehmen. Es ist noch nicht ganz drei Jahre her, dass ich hier voller Freude eingezogen bin. Es entwickelte sich leider ungut. Damals schrieb ich die Beiträge: Schreiben hilft, heute wird es nur diesen Beitrag geben, bevor ich in die Blogpause gehe, eher pragmatisch als lyrisch.

Abschied ist auch immer mit Rückblicken verbunden. An vieles erinnere ich mich gerne, anderes gehört zu meinen Lernfeldern, für die ich dankbar bin. Manches hätte ich nicht gebraucht. Aber wer weiß das schon so genau?

Ich schaue zuversichtlich in die Zukunft und freue mich auf mein neues Zuhause, das mir viel Platz bietet und damit auch mehr Möglichkeiten für die Entfaltung.

Äusserst Willkommen gefühlt habe ich mich am Samstag, als ich vor meiner neuen Haustüre die ersten Schneeglöckchen für 2020 entdeckte.

Und als ich dann später „mein“ neues Gartenstückchen inspizierte, freute ich mich über eine kleine Feuerstelle, die gerade nur nicht eingefasst ist, und über einen Rosenbogen im Südwesten. Ich hatte meine Freude an dem nahezu nahtlosen Übergang zu den Wiesen und an der wilden Ecke im Westen. Das Plätschern des Bächleins von gegenüber hat schon bei der ersten Besichtigung meine Ohren beglückt.

Da ich erst im März wieder richtig aktiv in Bloghausen werde, möchte ich euch noch diese Eisbilder zeigen. Diese hübschen Eisformationen entdeckte ich an einem Bachlauf auf dem alten Berg, als ich am Freitag eine Freundin besucht habe.

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Hier und da werde ich vielleicht noch Muße für ein Sonntagsbild finden und auch zwischendurch kleine Besuche bei der Einen und dem Anderen in Bloghausen machen.

Ich möchte mich bei all denen von euch bedanken, die mir die Daumen für die Wohnungsfindung gedrückt haben. Das hat geholfen. Das scheinbar Unmögliche ist möglich geworden und viel besser als gedacht!

 

Tschüss und bis bald. Schön, dass es euch gibt!



https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/25/blues/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/27/schreiben-hilft/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/02/28/schreiben-hilft-2/

https://cafeweltenall.wordpress.com/2017/03/01/schreiben-hilft-3/



To my English speaking readers: From now on you can read every article of me in English, too, if you’ll go to the end of my blog page, you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!

Schneeglöckchen – Snowdrop

Noch eine Erinnerung an die kleine Stadt. 

Just another memory of the little town.

Schneeglöckchentanz – Snowdropdance

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Weil jetzt wieder die Schneeglöckchen läuten.

Und weil Quilttraum und Blaue Feder beim Anblick der diesjährigen Schneeglöckchen das Tanzbein gejuckt hat.

Because the snowdrops are ringing again.

And because the dancing legs of Quilttraum and Blaue Feder got itching, in the moment when they saw snowdrops for the first time in this year. (Links to Quilttraum and Blaue Feder in the German version upon, if you want to see, what they are showing in their blogs.)

Sonntagsbilder 08 2019

Eulenzeit …

… und andere Zeit,

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Eulenzeit ist nicht vorbei.

Auch wenn nun die Amseln wieder singen, im Breisgau die Störche zurück sind, in der Nacht der Fuchs bellt, die Schneeglöckchen blühen, die ersten Zitronenfalter flattern und die Sonne in der Mittagszeit wärmt – die Eule schuhuht. Leises Frohlocken.

Einen genussvollen Sonntag wünsche ich euch.

blaue Stunde -17- Schichten

001 schichten

 

Klick gleich gross – heute Morgen im Hochtal

Schicht für Schicht türmt sich der Schnee vom Tag zur Nacht zum nächsten Morgen. Wind bläst Dünenlandschaften, wellt die Hochebene. Eiszapfen wachsen.

Was macht der Fuchs, wenn der Dachs schläft? Was machen die Karpfen im Teich?

Wattebäusche liegen über den Gedanken, nur langsam gleitet der Füller voran. Imbolc- vier Nächte vor Vollmond. Fräulein Smilla wüsste all die verschiedenen Schneeformen der letzten Tage zu benennen. Ich kenne Pulverschnee, damit fing alles an. Und ich kenne verharschten Schnee und Schneegraupel, damit ging es weiter. Mit Schneeregen und Schneematsch hört es wieder auf, irgendwann. Und das kann dauern in diesem Jahr! Fünf Worte für Schnee, aber es gibt so viel mehr Schneekonsistenzen, die in meinen Breiten namenlos bleiben. Fräulein Smilla könnte helfen.

Wir können jetzt Iglus bauen, eine Schneegarage gibt es schon.

002 Schneegarage

 

Wir können Körner für die Vögel streuen und Essensreste in den Hauseinigang stellen. Winzige Pfoten verraten am Morgen den nächtlichen Besucher. Möge er sich satt gefressen haben!

003 spuren

 

Ich bin ein bisschen wie der Igel, die Bärin oder der Dachs, mag meine warme Höhle, labe mich an den gesammelten Vorräten des letzten Jahres, verzehre den Weihnachtsspeck.

Ich träume, erträume mir das kommende Jahr.

Ein bisschen bin ich auch wie Tomte Tummetott. Schleiche durch die Nächte, tröste und flüstere in die Ohren der vom schweren Mut hängenden Köpfe Schneeglöckchenbilder. Und wieder habe ich im Herbst vergessen die Knollen der Märzenbecher in die Erde zu stecken. Schade! Ich flüstere in die Ohren derer, die süchtig nach dem Sehnen was gerade nicht ist sind: es wächst die Vogelmiere weiter unter dem Schnee und in wenigen Wochen läuten die Glöckchen an den südlichen Hauswänden den Frühling ein.

Ich träume. Es ist die Zeit dazu. Erträume mir das Neu. Spüre hin zu den Pfaden, die Vertiefung wollen, lupfe den Deckel des Kessels, den ich zur Wintersonnenwende schloss. Lasse den Duft der Lebenssuppe frei, schmecke ihre Ingredenzien, betrachte die Komposition und beginne zu würzen und zu verfeinern. Zwölf Monde habe ich jetzt Zeit.

Die stille Zeit ist vorbei. Sie war eine Fledermaus in diesem Jahr: husch und weg. Die Unruhe der Welt hat sie mit sich genommen, der Wind blies dazu. Kaum eine Nacht in der er geruht hat. Hier stehen noch alle Bäume.

Es schichten sich die Fragen, wie der Schnee. Bin ich gerüstet für all das, was noch kommen kann? Bin ich nicht manchmal zu sehr Igel, Dachs oder Bärin? Die Freundin sagt, dass niemand wirklich auf die Probleme vorbereitet ist, die es jetzt in der Welt zu lösen gilt. Ich stimme zu und zubbel an der eigenen Nase.

Es schichten sich die Jahre, wie der Schnee auf der Hochebene, nicht alle haben einen Namen.

004 Winterstill

time for tea

009 09.01.14 teatime 2

 

so schwankt er hin und her, der Februar, gestern noch Frühlingszwitsch und Schneeglöckchentanz, heute Schneeschauer vor dem Fenster, die Welt versinkt in Grau und Weiß. Ich ändere nichts, wenn ich jammer, its just time for tea …