Rückblick – Januar 2014

b rückblick jan. 2014

Auch ohne Schnee ist das Leben auf dem Berg ruhig geworden, es ist wieder Stille in der Nacht, keine Kuhglocken läuten, der Dorfbrunnen ruht, die Bauern lassen ihre Trecker in den Scheunen stehen, nur die Wiesen schmatzen beim darüberwandern, Bäche rauschen. Fensterlichter am frühen Abend gewähren Einblicke, für Rückblicke ist es spät geworden. Es tanzt die kleine blaue Frau den roten Weg, Laternenlichter leuchten, rote Röcke wehen.

kleine blaue frau tanzt ihren roten Weg

Sie ist jetzt allein, die Weite bietet ihre Freundschaft an. Alte Häuser zerfallen, Blumen wachsen über Mauern, leise Lieder tönen, Rabenkrähen auf Wiesen und Bäumen, Schnee fällt, Schnee schmilzt, keine Eisblumen am Morgenfenster. Grossmutter sah sie an jedem frostigen Wintermorgen. Nur langsam kommt das Neu in Schwung.

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Im Januar war es, als ich begann das Projekt: Memorandum für unsere Grossmütter umzusetzen, die Bilder und Texte aufzufädeln, meine Notizen zu sichten. Es sollte Ende Februar werden, bis es hier seinen Raum einnahm. Im Rückblick denke ich, dass es eine gute Arbeit für die stillen Wintermonate war, sie haben dem Projekt die Tiefe geschenkt.

Wintersonnenwende 2013

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Die WINTERSONNENWENDE ist dieses Jahr

am 21. Dezember 2013, um 18:11 Uhr

für mich ist es ein Tag, um Rückschau zu halten. In der Stille noch einmal die Bilder und Erlebnisse des vergangenen Jahres aufsteigen zu lassen, den Weg zu würdigen.

Wege, die mich bergauf und bergab geführt haben, über steinigen Grund genauso wie über sandigen, die mich mit nackten Füßen in Bächen haben tanzen, durch Wälder stromern, an Flussufern sitzen, durch Städte schweifen lassen. Noch einmal die Begegnungen streifen, die Neuentdeckungen, das Alte zu mir nehmen, von dem manches noch immer triggert. Dankbarkeit für die, die mit mir auf dem Weg gehen, manchmal Hand in Hand, manchmal jeder für sich.

Dieses Jahr war für mich ein schwieriges Jahr, eins, dass mich zwischenzeitlich hat die Worte vergessen lassen, eins, dass eine Wende eingeläutet hat.

Die kleine, blaue Frau ist und bleibt auf Wanderschaft, ihr Weg rot.

For me its a day, to take  retrospection, to let arise the pictures and experiences of the last year,  to honor the way.

Ways which brought me up- and downhill, over stony grounds,  over sandy ones, as well, which let me dance with naked feet in streams, roaming through woods and towns, sitting by riversides! Again to touch the meetings I had, the new discoveries, to overtake the old, which is still triggering, sometime.Thankfullness for the ones, who are walking with me, sometimes hand in hand, somestimes each for themselve. 

Personal this year had been a difficult year, which let me forgotten my words inbetween, one, which was ringing in a turning point. Still the little blue woman is on her walk, her way red.

0223 21.12.13 kleine, blaue frau auf rotem weg