Fragment 08

Sie hat das Feuer ins Haus getragen. Erste Tropfen fielen. Apfelernte – wie sie duften!

„And tomorrow I’ll be gone.“ Sie ist Nairobi, die Zugvogelfrau. Ihre Asche soll einst im Wind tanzen. Sie wird auf ihre Art Welt werden!

Andere Momente. Ein Tausendfüssler schlängelt auf seinem Weg von hier nach dort über den Boden und sie hat keinen Namen. Nicht Fluss, nicht Stein und auch nicht Nairobi – Zukunftsnebel.

Wer ist sie, wenn sie namenlos ist? Ein U, ein O, ein I, ein E, ein A, ein Ah, ein Ei, ein Ih, ein Oh, ein Ui? Leere ist nicht Leerheit, ist nicht Null.

Es ist ein Tausendfüssler, geschwind sich schlängelnd auf seinem Weg von hier nach dort und sie mit zwei schweren Beinen.


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Punkt Null oder alles ist möglich

NullWas ist Leerheit?

Ich zitiere aus dem Buch: Das edle Herz von Karmapa Ogyen Trinley Dorje:

„Der Begriff der Leerheit suggeriert möglicherweise die Vorstellung von Nichts und Leere, doch tatsächlich soll er uns daran erinnern, dass nichts in einem Vakuum existiert …

Leerheit ist voller Potential, voller Wirkkraft. Richtig verstanden kann das Konzept der Leerheit eher unseren Optimismus als unseren Pessimismus nähren, denn es erinnert uns an unsere grenzenlosen Möglichkeiten und an unsere Gestaltungsspielräume in der Welt …

Jeder Zeitpunkt ist der richtige, um an den eigenen Träumen zu arbeiten …

Leerheit kann tatsächlich mit dem Konzept und der Funktion von Null verglichen werden. Null mag wie Nichts erscheinen, doch wir wissen, alles fängt bei null an. Ohne Null würden unsere Computer zusammenbrechen. Ohne die Null könnten wir nicht beginnen zu zählen, es gäbe keine Eins und keine Unendlichkeit. In diesem Sinne kann sich alles und jedes aus der Leerheit manifestieren …

Wir können alles möglich machen, doch nur, indem wir die notwendigen Bedingungen dafür schaffen …“

Es ist diese Definition, die ich vor ca. einem Jahr das erste Mal las, die sich beginnt in mir auszubreiten. Sie ist es, die mir zeigt, dass alles immer möglich ist, dass mein Wohl und Weh nicht abhängig ist von Jugend, von guten Umständen, von Partnern, Freunden und Freundinnen, von einem bestimmten Job etc., sondern einzig und allein an mir und meinen Visionen für mein Leben, meinen Entscheidungen und meinem Handeln.

Natürlich gibt es schwierige und weniger schwierige Umstände, aber genau hier kann ich einhaken, ich kann die Umstände verändern. Als erstes, indem ich sie nicht bewerte, sondern sie nehme als das was sie sind, bzw. (mir) erscheinen. Von hieraus kann ich weitergehen. Ich sehe vor mir den Punkt Null, sehe die Möglichkeit ins Plus oder ins Minus zu wandern, in jedem Moment, in jeder Sekunde meines Lebens …

Hierhinein spielt noch das Konzept der gegenseitigen Abhängigkeit:

„Jeder Mensch, jeder Ort und jedes Ding ist in seiner Existenz vollkommen abhängig von anderen – sowohl von anderen Menschen, als auch von anderen Dingen …

Dazu gehören die zahllosen Mahlzeiten, die wir in unserem Leben bereits eingenommen haben, aber auch die Sonne, die auf die Erde scheint, und die Wolken, die den Regen bringen, sodass Getreide gedeiht. Bestimmte Menschen kümmern sich um das Getreide, ernten es und bringen es zum Markt. Andere bereiten daraus ein Mahl für uns. Dieser Prozess verbindet uns …

Letztlich sind wir mit nichts und niemanden nicht verbunden … wir sind alle miteinader verbunden und zugleich die Bedingung für die Existenz anderer …“

Es sind die Entscheidungen, die wir treffen, die unser Handeln bestimmen und letztlich die Resultate.

„Handeln wir konstruktiv, so entsteht etwas Konstruktives. Handeln wir jedoch destruktiv, werden die Ergebnisse destruktiv und leidbringend sein. Alles ist möglich, doch müssen wir bedenken, dass alles, was wir tun, zählt und weit über uns persönlich hinausreicht …

Es bedeutet, unser Handeln hat Auswirkungen auf andere und dies macht uns füreinander verantwortlich …“

Je länger ich über dieses Konzept nachdenke, umso leichter wird mir. Ja, es wächst Optimismus, anstelle von Pessimismus und die Verantwortung für mich und alles Leben wird leicht, anstatt dass es mir auf die Schultern drückt.

Wie geht es dir damit?