Nach der Schneeschmelze

Nach dem Hochwasser

Der vorbei gegangene Winter hat einiges verändert. Unzählige Bäume haben nicht überlebt, das Hochwasser hinterließ Sandbänke auf einstigen Wiesen,

Plastikmüll in Bäumen, Sträuchern und Uferwegen. Gestern haben eine Freundin und ich einen Teil davon aufgesammelt. Der mitgenommene gelbe Sack war schnell voll und wie werden noch einmal losziehen müssen und nehmen dann wohl mehr als nur einen Sack mit. So landet das Zeug nicht im Meer und auch nicht in den Mägen der Vögel.

Die derzeitigen afrikanischen Hochdruckströme bescheren ungewöhnlich warme Februartage und Saharastaub. Der Blick in den Südwesten zeigt es, während der Blick in den Nordosten nahezu ungetrübt ist.

Ungetrübt ist auch die Freude an den Schneeglöckchen und an dem Nachmittag mit der Freundin.

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In den Pilzen oder der etwas andere Urlaub – Reblog

Es ist sehr selten, dass ich einen alten Beitrag von mir reblogge, heute ist es soweit und der Anlass ist der Aufruf vom 22.08.2019 von Ozeankind e.V. (https://www.facebook.com/ozeankind/), auf Spaziergängen durch Wald und Flur Müll einzusammeln. Ja, eine gute Idee, die aber wenig bringt, wenn das Ganze einmalig an einem Wochenende stattfindet.

Den untenstehenden Beitrag schrieb ich im Sommer 2014 und noch immer habe ich auf den meisten Spaziergängen eine Plastiktüte im Rücksack und sammel den herumliegenden Müll auf. Man muss dranbleiben!

Aufgrund meiner neuen Tätigkeit als freie Mitarbeiterin bei einer hiesigen Tageszeitung, berichtete ich über eine Aktion von GrundschülerInnen, kurz bevor die Sommerferien begannen. Sie haben in einer Stunde in „ihrer“ kleinen Stadt 28kg Müll eingesammelt! Das meiste davon waren Zigarettenkippen und kleine Plastikdeckel, leere Dosen etc., insgesamt also alles Leichtkaliber, da darf man dann doch staunen, wenn nach einer Stunde so viele Kilos zusammenkommen …

Hier beginnt mein Reblog vom 19. August 2014 →

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Leider ist die Weiterreise vom Elsass in den Süden Frankreichs ins Wasser gefallen, sodass ich eine Woche Urlaub im schwarzen Wald verbracht habe. Auch schön, wenn auch kalt und sehr, sehr windig. Der späte Sommer ist eher ein früher Herbst, dafür hatte ich aber im Elsass Sommer und durfte endlich auch einmal schwitzen. Dort erlebte ich zauberhafte Tage und Nächte … alle Jahre wieder und alle Jahre wieder ganz anders und das ist gut so!

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Inspiration und Freude habe ich nach 11 Tagen im Baerenthal in meine Reisetasche gepackt und die Erinnerung an Abende voller Gelächter …

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Zurück im schwarzen Wald ging ich auf die eine und andere Wanderschaft. Es ist Pilzzeit, besonders die Pfifferlinge gibt es in diesem Jahr reichlich, da kann ich nicht nein sagen. Aber es begegnen mir auch viele andere Pilze, die ich nicht kenne, die ich stehen lasse, an denen ich mich einfach nur freue.

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Oder ich kenne sie, mag sie aber nicht … wie die Boviste

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Während ich mit dem Blick nach unten durch die Wälder streife, finde ich allerdings auch viel anderes. Mittlerweile habe ich immer eine Tüte oder eine verschliessbare Dose mit im Rucksack, um all die weggeworfenen Bonbonpapiere und andere Plastikschnipsel aufzusammeln und daheim zu entsorgen, ich mag mich nicht mehr nur darüber ärgern. Was nutzt dem Wald, der Wiese mein Ärger? Nichts! Und mir selbst auch nicht.

Gestern aber geriet ich doch etwas aus der Fassung. gerade als ich diese feinen Baumpilze fotografierte,

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fiel mein Blick auf etwas rotes, das unter dem Waldboden hervorlugte, ich begann zu ziehen und fand verbuddelte Plastiksäcke: Löschkalk stand darauf geschrieben. Löschkalk wird in den  hiesigen Wäldern eingesetzt, um den Wald vor Übersäuerung zu schützen. Eigentlich ja gut, aber wenn dann die Waldarbeiter diese Tüten verbuddeln, statt sie ordnungsgemäss zu entsorgen, bricht eine grosse Diskrepanz zwischen dem guten Willen und den Folgetaten auf. Ich barg drei dicke Säcke und sammelte ganz nebenbei unzählige Plasteschnipsel auf, mehr ging nicht in meine Tüte.

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Diese Tüte fand ich übrigens auch, eine andere hatte ich noch im Rucksack, die war allerdings viel zu klein, sodass ich die Tage noch einmal diese Stelle aufsuchen werde, um auch noch die restlichen verbuddelten Säcke auszugraben und mit heim zu nehmen …

Schon im schönen Elsass war der Müll im Wald Thema, wir sammelten Glasscherben in Massen, neben verrostenden Töpfen und Drähten und …

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Es geht ums tun, nicht ums ärgern …

Und dann geniesse ich wieder schöne Aussichten auf erhöhten Bänken,

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und den Zauber der Natur

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wie hier die noch nicht voll aufgeblühte Silberdistel oder Eberwurz, Carlina acaulis L., ein Korbblütengewächs. Vielerorts steht sie unter Naturschutz, hier aber kommt sie noch reichlich vor, wie vieles andere, das man an anderen Orten kaum noch findet, wie Arnika und Augentrost …

In den alten Zeiten benutzte man die Wurzel, u.a. erfolgreich gegen die Pest, da die Wurzel einen antibiotischen Wirkstoff enthält. Ausserdem ist sie harntreibend, gallefördernd, narbenbildend, schweisstreibend, wundreinigend und magenwirksam, sie wurde und wird innerlich und äusserlich angewendet. Gleichsam ist Vorsicht bei Überdorsierung geboten …

und so schaut sie aus, wenn sie aufgeblüht ist

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Hier endet mein Urlaubsbericht, vielleicht hat er ja nun die eine oder den anderen dazu inspiriert das nächste Mal ebenfalls eine Tüte für den herumliegenden Müll mit in den Wanderrucksack zu packen … das würde mich sehr freuen!