Hieroglyphen

Geheimnisvoll

draufklick = großes Bild – please click to enlarge

Ich beobachte, dass zunehmend Schrift in Bildern verwendet wird. Auch in meiner Serie Z wie Zeit, die ich immer am Sonntag zeige, spielt sie eine wesentliche Rolle, auch wenn sie nicht immer gleich erkannt wird, wie bei meinem letzten Beitrag: Z wie Zeit wie Wurzel.

Schrift ist Zeugnis davon etwas festhalten zu wollen, sich mitzuteilen und/oder für Späterlebende zu erhalten. Nicht alle Völker bedienten sich ihrer. Manche gaben ihre Geschichten von Generation zu Generation mündlich weiter, so ist auch Vieles verloren gegangen. So stehen Forscher:innen, Achäolog:innen heute oft vor Rätseln und ergehen sich in Mutmaßungen, was ich einst in einem PingPongBild von Gerda und mir thematisierte.

Heute zeige ich euch eine Fotomontage mit einem noch recht frischen Fundstück einer Keilschrifttafel, von der es heißt, dass es die bis heute älteste Schrifttafel sei, die bislang gefunden worden ist.

Schrift ist für mich Kommunikation, ist Literatur, ist Poesie, ist Wahrheitssuche, ist Weisheit, ist Spiegel von Zeit und Gedankenwelten in den jeweiligen Epochen. Manches ist Gold aus meiner Sicht, manches unverständlich, geheimnisvoll und wieder anderes ist Manipulation oder schlichtweg Schrott. Hieroglyphen sind für mich wie Noten, beide kann ich nicht lesen und doch bringen sie etwas in mir ins Schwingen. Sie erzählen Geschichten und Gefühle des Menschsseins.


Übersetzen / Translation / Traduction

Powered by Google Übersetzer

Natur – Freude – Schutz

Dies ist ein Beitrag zu Petra Pawlofskys Projekt

„Die Natur und Erde schützen – ein Gewinn“

Weißdornblüte – fotografiert am Mi. 18.03.2020

Ich bin nicht getrennt von der Natur, ich bin Teil von ihr.

Wenn dies die Menschen wieder verstehen würden, dann gäbe es nichts zu schützen.

Je mehr die Wissenschaft messen kann, umso Erstaunlicheres tritt (wieder) in das Bewusstsein von mehr und mehr Menschen. Letztlich sind viele der Erkenntnisse nicht neu, man konnte sie nur nicht messen.

Über Jahrhunderte wurde die Fähigkeit von Menschen mit Tieren und/oder Pflanzen zu kommunizieren und/oder die Erde und ihre Geschehen „lesen“ zu können zunächst negiert, dann verfolgt. Es war der grausame Versuch altes Wissen, alte Bräuche zu eliminieren. Die Hexenverfolgung und das Auslöschen von Tausenden von Stämmen indigener Völker wurde mit der Arroganz der weißen Herrenrasse Zivilisation und Christianisierung genannt und hat nur eins bewirkt: die Menschen haben sich immer mehr von der Natur und ihrer Zugehörigkeit entfernt. Sie lernten, dass die Natur ihr Feind ist und stellten sich über sie, nach dem Kirchenmotto: Mache dir die Welt untertan.

Ja, man hat viel dafür getan altes Wissen zu zerstören. So wurde es „geheim“. Zum Schutz.

Doch einmal eingesammeltes Wissen lässt sich nicht in Gänze tilgen. Nichts geht verloren. Einige Wissende haben das alte Wissen bewahrt und weitergegeben, neues ist hinzugekommen. Es kursiert zum Wohle aller, wenn es denn wohl verstanden wird.

Wenn man in Kontakt mit der Natur geht, sich mit ihr verbindet und somit die Trennung aufhebt fängt sie an zu „sprechen“, man muss nur hinhören und hinschauen. Sie zeigt uns ihre Bedürfnisse, ihre Wunden und gleichzeitig ihre Kraft.

Wenn es also darum gehen soll, die Natur zu schützen, womit nichts anderes gemeint ist, als das zu erhalten was noch da ist, was noch einigermaßen gesund ist und wieder gesünder werden kann, dann ist es aus meiner Sicht notwendig der Natur nicht unsere Ideen und Konzepte überzustülpen, sondern sie zu beobachten, sie lesen zu lernen und mit ihr zu gehen. Sie wird es uns danken.

Was sich hier nun ein bisschen pathetisch anhören mag, wird letztlich schon seit zig Jahrzehnten in der biologischen Landwirtschaft, in Permakulturgärten und in einigen Projekten und Wäldchen weltweit umgesetzt. Ihre Ergebnisse zeigen: es geht! Es sind nur immer noch viel zu wenige.

Als ich vorgestern los ging, um bei der Nachbarin ihren prächtigen Magnolienbaum zu fotografieren, kam ich mit ihr ins Gespräch. Sie sprach von ihrem Naturgarten, ihrem Gemüse- und Kräuteranbau hinter dem Haus. Die Freude strahlte von ihr zu mir, ihre Freude und ihre Gesundheit. Ihr Garten schenkt mir jeden Tag Freude, wenn ich an ihm vorbeigehe.

Die Natur selbst verschenkt und verströmt sich Jahr für Jahr, absichtlos. Ich bin dankbar für jedes Kräutlein, das in meine Dosen wandert, um meine Gesundheit und mein Immunsystem zu stärken. Es ist ein Nehmen und Geben, nur haben dies leider die meisten vergessen. Du fragst was ich der Natur gebe? Meine Dankbarkeit, kleine Opfergaben hier und da und meine Lieder. Meine Haltung, nicht mehr zu nehmen als ich brauche, kommt hinzu. Mein eingesammeltes Wissen teile ich gerne mit denen, die wollen. Die Abbilder der Schönheiten hier und dort.

Und jeden Abend singt nun die Amsel vor meinem Fenster. Auch das ist Freude.

Freude ist ein wunderbares Antidot für jegliche Angst und stärkt gleichzeitig unser Immunsystem.

Anklick = große Bilder – please click to enlarge


To my English speaking readers: From now on you can read every article of me in English, too, if you’ll go to the end of my blog page, you’ll find the button „Google Translater“. Enjoy!

Momentaufnahme Dezember 2018

Momentaufnahme

draufklick = großes Bild

Nach all den vielen Jahren von „Lalülala und wrommrommm“, von einer Art doppeltem Herzschlag bei Tag und bei Nacht und besonderenem Stolpern des Großstadtherzens zu besonderen Anlässen, staune ich, nach immerhin achtzehn Jahren Bergleben, noch immer – über die Stille.

Ja, in der Nacht.

Manchmal ruft das Käuzchen. Manchmal pupst Nachbarins Pferd. Manchmal brummt ein Flugzeug. Oft knackt der Ofen. Selten, sehr selten fährt ein Auto vorbei.

Ich sag´s ja, Stille. Winterstille.

Leise Pfoten auf feuchtnassem Grund. Glitzerreif an Nordecken. Brunnentropfen bilden einen Zapfen. Ungehört. Sonnenschein am Tag, Mondschein in der Nacht und am Morgen die Venus – so hell!

Die Trommel singt Frieden um die Welt – in sie hinein. Gute Geister flüstern. Wilde Geister, weit weg. Lachen. Laut und leise, keine bösen Töne. Kerzenschein. Salbeiduft. Und der Harz der Douglasie an deinen Händen.

Stille Nächte. Raunächte. Zwischen den Jahren sein. Zwischen den Welten sein. Zaunreiterin sein.



Kommunikativ sind diese Raunächte, anders als die Jahre zuvor, trotz gleichzeitiger Stille. Klirrkälte, Mütze, Mantel, Schal, Nordost. Der blaue Weg mäandert weiter.

K = Kommunikation

Alphabet – mutig geträumt

dialog-1-0057-25-01-13-dialog-1

Ja bin ich denn des Wahnsinns fette Beute, konnte ich mir nichts anderes auf die Fahnen schreiben als Kommunikation- wie wäre es denn mit Kunst gewesen oder Konsens oder Kritikfähigkeit oder Kuss?

Aber hej, das gehört ja alles auch zur Kommunikation! Nichts anderes bedeutet ja Kommunikation, aus dem lat. stammend: communicatio = Mitteilung = Austausch oder Übertragung von Informationen.

Kunst kommuniziert mit meinem Innen und geht damit nach außen, gleichzeitig sind es äußere Eindrücke, die ich in meinen Bildern und Texten verarbeite. Dann stehen die Bilder und Texte in meinen Raum, ich beginne mit ihnen zu kommunizieren, beginne darin zu lesen, finde manche verborgene Botschaft, sowohl zwischen meinen Zeilen, wie in den Bildern. Immer mal wieder wissen diese mehr als ich selbst, in dem Moment ihrer Erschaffung. Später dann, wenn ich mich dazu entschließe meine Texte oder Bilder in den öffentlichen Raum zu stellen, kommunizieren sie mit den Betrachterinnen und LeserInnen. Manch neues Fenster öffnet sich.

Hierüber lerne ich offen für Kritik und Erweiterung zu sein und nicht nur an meinem festzuhalten. Kritik (ein K-Wort) ist ein schwieriges Feld, nicht nur für mich. Ich mag es, wenn sie konstruktiv (ah, noch ein K-Wort) ist, wenn die Kritikerin, der Kritiker von sich aus spricht und nicht versucht Allgemeinplätze einzunehmen. Kritik aber, die nur dazu dient sich selbst zu erhöhen, um andere zu erniedrigen lehne ich ab, da kann ich schon mal grantig werden!

dialog-6-0221-17-12-13

Und schwupps bin ich mittendrin in der Kommunikation. Ich habe es ja schon oft geschrieben, dass ich ein großer Fan davon bin in Kreisen (und noch ein K-Wort) zu sitzen und sich darin auszutauschen. Kreise haben den Vorteil der gleichen Augenhöhe, niemand kann von oben herab „lehrmeistern“.

Irgendwann schrieb ich schon einmal über die Technik des Councils, die so neu nicht ist. Denn es gab und gibt die Kulturen (= K-Wort) in denen es selbstverständlich war und ist, im Kreis zu sitzen, sich gegenseitig zuzuhören, sich aussprechen zu lassen und vom Herzen her zu sprechen und mit dem Herzen zuzuhören. Wir „Postmodernen“ müssen/dürfen das erst einmal wieder lernen.

So, wie ich diese Methode während meiner Ausbildung lernte und übte, so lernte ich einige Jahre zuvor die Methode der Gewaltfreien Kommunikation nach Marshall Rosenberg kennen, kurz GfK genannt. Auch hier heißt es, spreche von dir selbst, besonders in einem Konflikt, sage wie es dir mit der Sache geht, was es mit dir macht, was du brauchst und was du dir wünschst→ die vier Eckpfeiler der GfK.

dialog-0114-17-07-15

Schön und gut, letztlich hatte das Ganze auch immer dann Erfolg, wenn ich mit Menschen übte oder sprach, die die selbe Grundlage hatten, aber allein die Sprache der GfK erschien mir immer wieder sehr gekünstelt, sodass ich erst einmal üben musste weiterhin in meiner Sprache zu bleiben, weil ich ansonsten schneller auf Abwehr stieß, als ich es mir je hätte träumen lassen. Doch selbst dann, wenn ich einfach nur von mir, meiner Wahrnehmung, meinen Gefühlen, Bedürfnissen und Wünschen sprach oder spreche, kann ich nicht darauf hoffen, dass mein Gegenüber das Ganze wohlwollend aufnimmt. Eine Krux ist das!

Beide Methoden können unterstützend in Konflikten und im generellen Austausch sein, wie auch andere Methoden, ich lasse es hier stehen, da es nur ein Punkt der Kommunikation ist und beide Methoden Bücher füllten (s.u.).

dialog-5-0068-05-02-13-dialog-4

Dass in dieser Welt vieles an der Kommunikationen bzw. der Nichtkommunikation scheitert, weiß wohl jede und jeder hier und ich bin davon überzeugt, je besser eine Jede und ein Jeder lernt zu kommunizieren, umso friedlicher kann diese Welt werden. Deswegen plädiere ich immer wieder gerne für ein neues Schulfach: Kommunikation eben. Es gibt die unterschiedlichen Meinungen und Ansichten und es heißt immer wieder einen Umgang mit ihnen zu finden.

(Wie schwierig es ist in Worten präzise das darzustellen, was ich meine, denke und fühle, was ich vermittlen will, sehe ich gerade auch bei diesem Projekt, bei dem es schon einige Missverständnisse gab, wenn auch keine gravierenden.)

dialog-2-0059-30-01-13-ton-in-ton-4-dialog-2

Die hier eingestellten Bilder sind in dem Zeitraum von 2013-2015 zum Thema „Dialog“ entstanden.

Wenn wir etwas über die/den anderen erfahren wollen, auch über uns selbst, sowie über das Wesen einer Pflanze, eines Tieres, eines Baums oder eines Steins, dann passiert dies über den Dialog.

Um beim Alphabet des mutigen Träumens zu bleiben, ist der Verlauf eines Austauschs bestimmt von meiner eigenen Haltung gegenüber meinem Gesprächspartner, meiner Gesprächspartnerin. Wohlwollen, Vertrauen, Zugewandtheit, Offenheit und Neugier sind prächtige Böden, auf denen gegenseitig Nährendes und Kräftigendes für den Wandel in der Welt wachsen kann!

dialog-7-004-06-01-14-talk-talk

Bei diesem Bild fällt mir noch ein Baustein der Kommunikation ein: der Raum, den wir der/dem anderen schenken und lassen, sowie die Lücke, die uns erlaubt erst einmal zurückzutreten, ob nun von uns selbst oder der/dem anderen.

Kommunikation braucht einen gesunden Menschenverstand, um Konflikte zu lösen, konstruktiv miteinander umzugehen und schwingt somit ganz wunderbar mit Gerdas N, dem „Νους/Νοος=Verstand“

Verstand korrespondiert (K-Wort) mit Verstehen und der Bemühung darum- ohne Verstehen kein Fortkommen, weder im Zwischenmenschlichem, noch im und um das Leben herum. Und wir brauchen ihn, um die Dinge zu durchdringen und um früchtetragend mutig zu träumen. Denn darum geht es ja hier: Kommunikation in Bezug auf das Alphabet der mutigen Träume…

Nun habe ich lange nur über die Kommunikation in Worten und letztlich bei Konfliktlösungen geschrieben. Kommunikation geht weit darüber hinaus, es sind die Blicke, die Gesten, die Gefühle mit denen wir ebenfalls kommunzieren, in Kontakt gehen oder ihn zu vermeiden suchen, unabhängig ob mit Menschen, Tieren oder auch mit Pflanzen, Bäumen, Steinen…

Mit anderen Lebewesen zu kommunzieren funktioniert mehr über Gestik und Mimik. Bei Pflanzen und Bäumen kann man über die Signaturenlehre gehen, über genaue Beobachtung und Hinspüren. So verstehe ich es immer, wenn es heißt, dass z.B. ein Baum zu mir spricht oder eine Pflanze. Na, mir schenken sie eh meistens Lieder und das ist dann noch einmal eine ganz andere Kommunikation, die der Musik eben.

Kommunikation beginnt am Morgen, wenn ich die Augen aufschlage und beginne mich zu regen und endet am Abend, wenn ich schlafe, egal ob ich alleine bin oder nicht. In der Nacht gibt es noch die Träume, der Moment in dem mein Unterbewusstsein mit mir kommuniziert.

Darauf zu schauen wie ich kommuniziere, was es dabei noch zu lernen, zu vertiefen gibt, aber auch welchen Informationen ich mich zuwende, sind für mich die Fragen in Bezug darauf, wie ich mit Hilfe meiner Kommunikationswerkzeuge bereichernd, nährend, unterstützend sein kann, wie ich  Wohlwollen und Freude säen kann, statt Missverständnisse und Unmut in die Welt zu setzen. Eine lebenslange Lernaufgabe- finde ich.

Ergänzendes und Weiterführendes

https://cafeweltenall.wordpress.com/2012/05/10/faszinosum-sprache/

Bücher:

Friedemann Schulz von Thun hat mehrere Bücher zur Psychologie der Kommunikation geschrieben, ich beschäftigte mich mit seinem ersten Buch: Miteinander reden Band 1 und fand seinen Ansatz spannend und lehrreich

Jack Zimmermann & Virginia Coyle: Der große Rat – Das Coucil – mit dem Herzen hören und sprechen, den Kreis erweitern

Mehr zum Thema Council hier:

http://www.hrweb.at/2011/09/council-ruckkehr-zum-zuhoren/

http://www.umweltbildung.at/cms/download/1386.pdf

Informationen zur GfK hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gewaltfreie_Kommunikation