Am Fenster

0189 08.10.15 sie sitzt am Fenster

Die kleine blaue Frau sitzt am Fenster mit den geschlossenen Flügeln ohne Vogelsang. Blüten flogen vorbei, jetzt sind es gelb gewordene Blätter. Später wird der Schnee die Immergrüns verschlucken. Sie wünscht, sie trommelt, sie singt, Gebete zum Wacholdergott.

Manchmal kommt einer vorbei, klopft an. Er, das Brüderchen mit den sich ihr reichenden Händen, den Tanzfüssen und den gold schimmernden Flatterhaaren. Drehen, wenden, biegen, ein Saus. Wir zerfällt. Später. Er reicht seine Hände denen, die sie nehmen. Sie sitzt am Fenster. Alte Weiber weben Tautropfen in Netze. Sie spinnt Frieden ins Rad.

die kleine blaue Frau III

020a 26.01.15 kleine blaue Frau und die Welt

Es ist die Welt zu laut an manchen Tagen für die kleine blaue Frau. Sie geht ins Still. Sie träumt das Blau der Berge, des Himmels, des Wassers und des Nichts, mitten im Grün des Lebens.


 

Das Aquarell malte ich 1975 … die kleine blaue Frau fand ich im Bildernetz, die Künstlerin, der Künstler ist unbekannt. Falls sie oder er hier vorbeikommen sollte und nicht mit der Weiterverarbeitung von mir einverstanden ist, so bitte ich mir dies zu sagen – herzlichen Dank.

 

die kleine blaue Frau träumt Meer

Die kleine blaue Frau träumt Meer. Sie träumt Möwen an den Horizont. Weiss, wie manche Tauben.

kleine blaue Frau träumt Meer

 (draufklick = gross)

P.S.

ich fand diese kleine blaue Frau im Bildernetz, die Künstlerin, der Künstler ist unbekannt, falls sie oder er hier vorbeikommen sollte und nicht mit der Weiterverarbeitung von mir einverstanden ist, so bitte ich mir dies zu sagen – herzlichen Dank.

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So und anders sehe ich die kleine blaue Frau, wie genau, mit wievielen Gesichtern und in welcher Gestalt ist noch ungefähr.

Vielleicht kommt auch einmal Madame Petit-Bleu vorbei, die Cousine der kleinen blauen Frau.

Vielleicht ist auch nur ungefähr.

Eins aber ist gewiss, sie lieben beide rote Schuhe-

blaue Stunde 16 – Madame Petit-Bleu

eiszeit I

Sowohl-als-auch ist gross, grösser, viel grösser als gedacht, seine Weite und sein Raum lassen sie manchmal ängstlich werden. Entweder-oder bietet Grenzen, scheinbare Sicherheiten, sowohl-als-auch scheinbare Haltlosigkeiten. Es gibt kein Absolutum, auch nicht zwischen diesen beiden, nur jetzt nimmt sich das Sowohl-als-auch seinen Raum.Es hat lange gewartet, hat lange kopfschüttelnd die Sorgenfalten sich vertiefen sehen, bei all dem Entweder-oder.

Unter winterlich klar-blauem Himmel singt die kleine blaue Frau das Lied von sich und den Menschen in der Welt, die tun, was es zu tun gilt und sind, was sie ist. Es ist ein leichter Tanz, wenn sie sich entscheidet. Jeden Morgen neu, jeden Morgen die erneute Einbettung in den Lebensfluss.

Der Bach rauscht bis an ihr Bett heran, Madame Petit-bleu hat Herzklopfen, probiert die roten Schuhe in der warmen Stube, sie träumt Leidenschaft, sie lächelt beim Tanz. Sie denkt an Schneeglöckchen, Märzenbecher und wilden weissen Krokus auf den Bergwiesen.

Langsam kommt das Rad wieder in Schwung. Das Fauchen der Percht ist verstummt, wild war sie in diesen rauhen Nächten, hat Äste von Bäumen geschüttelt, Schnee zu Bergen und Tälern geweht, Schneelawinen rutschten krachend von den Dächern, Krähen krächzten, kein Fuchs in der Nacht.

Die kleine blaue Frau singt wieder, tanzt die ersten kleinen Schritte, spürt die stille, feine Bewegung im Erdenreich. Bach rauscht, es wachsen Eiszapfen über Nacht. Die Puppe im Kokon träumt sich dem Schmetterling entgegen, Mond und Sterne erstrahlen im Winterglanz frostiger Januarnächte.

eiszeit II

Rückblick – Januar 2014

b rückblick jan. 2014

Auch ohne Schnee ist das Leben auf dem Berg ruhig geworden, es ist wieder Stille in der Nacht, keine Kuhglocken läuten, der Dorfbrunnen ruht, die Bauern lassen ihre Trecker in den Scheunen stehen, nur die Wiesen schmatzen beim darüberwandern, Bäche rauschen. Fensterlichter am frühen Abend gewähren Einblicke, für Rückblicke ist es spät geworden. Es tanzt die kleine blaue Frau den roten Weg, Laternenlichter leuchten, rote Röcke wehen.

kleine blaue frau tanzt ihren roten Weg

Sie ist jetzt allein, die Weite bietet ihre Freundschaft an. Alte Häuser zerfallen, Blumen wachsen über Mauern, leise Lieder tönen, Rabenkrähen auf Wiesen und Bäumen, Schnee fällt, Schnee schmilzt, keine Eisblumen am Morgenfenster. Grossmutter sah sie an jedem frostigen Wintermorgen. Nur langsam kommt das Neu in Schwung.

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Im Januar war es, als ich begann das Projekt: Memorandum für unsere Grossmütter umzusetzen, die Bilder und Texte aufzufädeln, meine Notizen zu sichten. Es sollte Ende Februar werden, bis es hier seinen Raum einnahm. Im Rückblick denke ich, dass es eine gute Arbeit für die stillen Wintermonate war, sie haben dem Projekt die Tiefe geschenkt.

stille Tage und Nächte – quiet days and nights

blaue Berge, kleine, blaue Frau kl 3

Grün scheint der Mond über den blauen Bergen. Sterne blinken. Erinnern an das Große Licht. Zeit für Tiefe, Stille, das Flüstern der Ahnen, die Neugeburt.

Krähenschwärme wachen über Park und Bahnhof. Still sitzt die Taube, Bächlein springt über Kaskaden. Die kleine, blaue Frau hält einen Ringel, Holzmann hat seine Borke in die Nacht geworfen. Herzsprung.

Moon is shining green above the blue mountains. Stars are twinkling. Reminding the great light. Time of stillness, deepness, the whispering of ancestors, the new birth.

Flock of crows keep watching about park and railstation. Pigeon is sitting in quietness, little stream is jumping over cascades. Little, blue woman is holding a ringlet. Woodman has thrown his bark into the night. Heartskip.

Mit Bild, Text und Musik verabschiede ich mich für eine kleine Weile und sage danke an euch alle, die ihr mit mir ward. Eine kleine Ausnahme gibt es und die heißt pixartix, wo heute wieder ein Bild von mir gezeigt wird.

Wie immer du diese Zeit verbringst, gehe in Verbundenheit und Schönheit …

With pic, text and music I`ll say bye for now. Thanks to you all, who were with me.  Only by pixartix I will be, today they are showing another pic of me.

However you`ll pass this time, please go in conectedness and beauty …

Wintersonnenwende 2013

0169

Die WINTERSONNENWENDE ist dieses Jahr

am 21. Dezember 2013, um 18:11 Uhr

für mich ist es ein Tag, um Rückschau zu halten. In der Stille noch einmal die Bilder und Erlebnisse des vergangenen Jahres aufsteigen zu lassen, den Weg zu würdigen.

Wege, die mich bergauf und bergab geführt haben, über steinigen Grund genauso wie über sandigen, die mich mit nackten Füßen in Bächen haben tanzen, durch Wälder stromern, an Flussufern sitzen, durch Städte schweifen lassen. Noch einmal die Begegnungen streifen, die Neuentdeckungen, das Alte zu mir nehmen, von dem manches noch immer triggert. Dankbarkeit für die, die mit mir auf dem Weg gehen, manchmal Hand in Hand, manchmal jeder für sich.

Dieses Jahr war für mich ein schwieriges Jahr, eins, dass mich zwischenzeitlich hat die Worte vergessen lassen, eins, dass eine Wende eingeläutet hat.

Die kleine, blaue Frau ist und bleibt auf Wanderschaft, ihr Weg rot.

For me its a day, to take  retrospection, to let arise the pictures and experiences of the last year,  to honor the way.

Ways which brought me up- and downhill, over stony grounds,  over sandy ones, as well, which let me dance with naked feet in streams, roaming through woods and towns, sitting by riversides! Again to touch the meetings I had, the new discoveries, to overtake the old, which is still triggering, sometime.Thankfullness for the ones, who are walking with me, sometimes hand in hand, somestimes each for themselve. 

Personal this year had been a difficult year, which let me forgotten my words inbetween, one, which was ringing in a turning point. Still the little blue woman is on her walk, her way red.

0223 21.12.13 kleine, blaue frau auf rotem weg