Hieroglyphen

Geheimnisvoll

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Ich beobachte, dass zunehmend Schrift in Bildern verwendet wird. Auch in meiner Serie Z wie Zeit, die ich immer am Sonntag zeige, spielt sie eine wesentliche Rolle, auch wenn sie nicht immer gleich erkannt wird, wie bei meinem letzten Beitrag: Z wie Zeit wie Wurzel.

Schrift ist Zeugnis davon etwas festhalten zu wollen, sich mitzuteilen und/oder für Späterlebende zu erhalten. Nicht alle Völker bedienten sich ihrer. Manche gaben ihre Geschichten von Generation zu Generation mündlich weiter, so ist auch Vieles verloren gegangen. So stehen Forscher:innen, Achäolog:innen heute oft vor Rätseln und ergehen sich in Mutmaßungen, was ich einst in einem PingPongBild von Gerda und mir thematisierte.

Heute zeige ich euch eine Fotomontage mit einem noch recht frischen Fundstück einer Keilschrifttafel, von der es heißt, dass es die bis heute älteste Schrifttafel sei, die bislang gefunden worden ist.

Schrift ist für mich Kommunikation, ist Literatur, ist Poesie, ist Wahrheitssuche, ist Weisheit, ist Spiegel von Zeit und Gedankenwelten in den jeweiligen Epochen. Manches ist Gold aus meiner Sicht, manches unverständlich, geheimnisvoll und wieder anderes ist Manipulation oder schlichtweg Schrott. Hieroglyphen sind für mich wie Noten, beide kann ich nicht lesen und doch bringen sie etwas in mir ins Schwingen. Sie erzählen Geschichten und Gefühle des Menschsseins.


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Noch einmal

Miniatur 002 2021

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Noch einmal in die Zauberkugel schauen. Noch einmal den Perchten lauschen. Leise sind sie in diesem Jahr gewesen, vielleicht ist die Welt ja schon stürmisch genug.

Der Ur lauschen. Sie ist immer da. Sie ist immer schon da gewesen. Besänftigend sind ihre Worte. Mit dem Herzen ein- und ausatmen, sein Gold für die Welt. Neue Kreise ziehen.

(Mehr gibt es gerade nicht zu sagen.)


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Miniaturen #5 – für die abc.etüden

Drei Wörter – maximal zehn Sätze – für Ludwigs Schreibprojekt

In dieser Woche lauten die drei Worte: Wind, Hand, Gold und wie immer geht es um die Liebe

wind

1.

Wieder und wieder ist der Wind über den Glanz der Jahre gestrichen. Ihr Gold schwärzte sich im Grau der Alletage. Manchmal denke ich noch an deine Hand, die meine hielt. Kurz erlaubte Erinnerungsfenster, den Schmerz hat der Wind noch nicht verweht.

gold

2.

Weißt du noch … wann immer du mich fragst, wann immer du dich und mich erinnerst, blinkt im Tief deiner dunklen Augen ein Schimmer von Gold, wie am Anfang unserer Miteinanderzeit. Ich erinnere mich, manchmal, manchmal nicht, nicht so wie du. Nicht alles geht Hand in Hand, nicht von der Hand zur Wange, zum Mund, zum Haar, über die Haut zur Seligkeit. Milde Winde, rauhe Winde, Stürme wehten, zausten, tobten. Sie ließen nicht alles unbeschadet, nicht dich, nicht mich. Schwarz gewordenes Gold kann poliert werden, Narben bleiben.

Anmerkung

Ich denke es ist noch einmal an der Zeit auf meinen Artikel „Die Freiheit des Schreibens“ zu verweisen.

 

Abschied

0223ab-23-10-2016-goldener-oktober

Abschied vom diesjährigen goldenen Oktober mit allen Wettern, von klassisch golden zu täglich immer mehr Buntem, lang und länger werdenderen Schatten. Es gab ein paar Regentage, ja, und es gab Nebelmorgende, aber es gab vor allen Dingen einen Farbenrausch und das besonders in den letzten Tagen.

Am Donnerstag machte ich einen dreistündigen Gang, endlich hatte ich wieder Energie, zwei Wochen lang orgelte ein Virus in mir rum, brach nicht wirklich aus. Ich wurde nur immer so schnell müde, mehr als eine Stunde draussen laufen ging nicht. Umso schöner ist es, wenn die Kraft mit der Sonne zusammen zurückkommt und ich nach Herzenslust stromern kann.

Vor ein paar Tagen erinnerte ich mich, dass ich im Frühling geschrieben hatte:

„Ich habe den Berg Meru noch nicht umrundet. Habe ich je einen Berg umrundet?“ und daran, dass ich doch wenigstens einmal in diesem Jahr um den Hausberg herum gehen wollte. Am Freitag machte ich mich auf den Weg.

Zur Erinnerung: ich lebe auf 1000m Höhe, zu den „Lampenschweinen“, dem Gipfel im Hochtal, sind es weitere hundertundeinpaarmehr Höhenmeter- Wanderschuhe an, Rucksack auf und los, erstmal hinauf. Aber dann eben nicht zum Gipfelkreuz wie sonst, sondern unterhalb drumrum. Die Weidezäune lagen darnieder, freie Wiesen für freie Wanderinnen.

Berg Meru also … die Tibeter_innen umrunden den Berg Kailash, ich die Lampenschweine. Ich singe Mantren. Singen, gehen, schauen, atmen, singen, gehen, atmen, schauen, den Kuhfladen ausweichen und da war es …

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Wie klein es von hier unten ist, das Gipfelkreuz!

Kreuze stellen sich hier oben viele in den Weg. Ich habe keins getragen.

Wieder Zuhause angekommen musste ich mir eingestehen, dass ich zwar den Gipfel umrundet hatte, immerhin, aber nicht den Berg. So bleibt es eine Aufgabe. Ein Anfang ist gemacht und das Wetter ist herrlich für dieses Projekt!

Eine Diashow mit einer Auswahl von Oktoberfotos 2016

Was für ein Fest, was für eine Freude!

Willkommen!

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Novembergoldgrünblau, mit einem Hauch rot

Nur manchmal sehe ich ein bisschen Novembernebel. Am Morgen, wenn ich zur Arbeit fahre zum Beispiel, da wehen manchmal Schleier über Wiesen und Bäume.

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Meistens aber blicke ich auf das silbrigweisse Band des Nebels, stehe unter strahlend blauem Himmel. Malerisch ist es, wenn man von oben schauen darf, für die Menschen unten drunter ist es grau und feucht und kühl, nicht schön!

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Das Gold dieser Tage

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Wir Bergleute sagen, dass es ein besonderer Herbst ist. Allein die frisch ergrünten Wiesen sorgen für ungewohnte Kontraste. Aber es scheint uns auch so, als wären alle anderen Farben intensiver.

Ein herrlicher Herbst, ja! Gerade dachte ich, wenn ich eine Flagge gestalten sollte, dann wäre sie goldgelb, leuchtendgrün und blau mit einem Hauch rot- für den roten Faden. Gerade stelle ich mir vor, dass dieser rote Faden die Völker in all ihrer Unterschiedlichkeit verbindet, dass er das Ende von Krieg und Entzweiung wäre.

Bei allem Schön, hier oben auf dem Berg, sind die Schatten doch immer da …