Etüde 017 2019 – bereinigt

Die Wortspende zum Etüdenprojekt von Christiane ist dieses Mal von Red Skies over Paradise, herzlichen Dank euch beiden.

Nun habe ich noch ein bisschen gefeilt, damit aus unbehaust wieder Unbehaustheit wurde und aus der Schwermut wieder schwermütig.

Ein Minigedicht

Es lebte einst ein Schweinehund,
Unlust war sein Name.
Unbehaustheit trieb ihn um,
bis er nach mir haschte.
Er hielt mich fest in meinem Haus,
schwermütig wanderte ich herum,
wusste nicht mehr ein, noch aus,
heut‘ hat es dann gereicht
ich schob ihn flugs zur Tür hinaus.

47 Wörter

Etüde 002a 2019

 

Dieses Mal gibt es von mir eine zweite Etüde, die eher ein Gedicht in Heinz-Erhard-Manier geworden ist. Ich zwinker euch zu.

 

 

 

Dat Marleene hätt so scheene Beene,

so wohljeformt und seidisch,

da sind janz viele neidisch.

Der Tanztheaterdirektor wird se übernehmen,

dat wird ihm mancheene übelnehmen.

Weibsbilder soll´n Salatschüsseln füll´n

und nich mit jungen Männern um die Wette brüll´n.

Dat Marleene kann über solcherlei nur lachen,

sie tanzt und singt, ohn´ in die Bühn zu krachen.

Frauen schütteln ihre Köpfe,

füllen grämig ihre Töpfe.

Männer träumen so manch feuchten Traum,

mit Blick auf Marleenes Röckchensaum.