Fragment 09

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Es braucht Aufrichtigkeit, nicht Moral. Bunte Fäden spinnen tragbare Netze. Es braucht einen geraden Rücken, wenn alle Masken fallen. Straucheln, scheitern, auch. Aufstehen und weitergehen, gehen um des Gehens Willen. Wege öffen sich, mit dem Fluss zum Meer, von der Quelle zur Mündung.

Kein Wort, kein leises, kein grelles, keine Sternenkarte. Lichtzauber. Ein Kommen, ein Gehen, kein Ziel, kein Eingreifen. Fluss trägt.

Nairobi liegt auf dem Rücken. Über ihr der Himmel, unter ihr das Wasser. Erde trägt sie und ihn. Blauer Mond erzählt von Widderkraft. Gehörnte wissen in Schnee und Eis zu überleben, Kargheit ist ihr Element. Friedvolle Genügsamkeit, Konkurrenz unerwünscht. Wildnis spricht, Wege kann man lesen. Spüren – gerade noch da, dann weg.

Nairobi holt den Wintermantel, Fährfrau sitzt am Ofen.

Kein Er. Nicht weit und breit, noch nah, noch fern, jede und jeder am eigenen Platz.



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Fragment 07

Das Rad dreht die Spirale wieder nach Innen, an den Ort, wo Etwas die Worte des trägen Sommers gesammelt hat. Leichte Herbstbrisen treiben sie langsam an die Oberfläche. Ihre Ohren neigen sich ihnen zu. Weiter wandert sie auf der hauchdünnen Linie zwischen Sein und nicht, schon lange nicht mehr Anna, Nairobi ein Versuch für Kommendes. Der große, kühle Fluss, nicht mehr nur Bruder. Er werden, in all seiner Gelassenheit an seiner weitesten Stelle, wo er See scheint und Fluss ist. Dort, wo die Schneeberge im Westen stehen und Bärin ihre Höhle hat. Die Linie verbreitern für den sicheren Schritt zwischen Sein und nicht und Allem, was möglich scheint, wenigstens für einen Atemzug.

Er hat alle Namen verloren, seine und ihre.

Sie hat Keinen vergessen. Punkt Null. Jede Bewegung ist möglich, absteigend, aufsteigend, geradeaus, diagonal, wellenförmig, im Kreis, in der Spirale. Sie geht das Labyrinth. Sie verbeugt sich. Form ist leer. Leerheit ist Form. Vom Herz in den Kopf und zurück.

Ein ganzes Leben eine Zentrierung, die drehende Scheibe, die formenden Hände, ein Tanz. Sie macht eine Bewegung. Vollendete Kreise, die sich nicht schließen, noch nicht. Sie folgt ihrem Schritt. Anna ruht wohl geborgen, Nairobi tanzt Japan. Choreographie und Kalligraphie.

Sie wird wieder Steine sammeln. Sie wird ihnen Namen geben, Gesichter werden erscheinen. Ahnengesichter, Freundinnengesichter, Freundegesichter, dazwischen Liebhaber- und Gefährtengesichter, Enkel- und Kindergesichter. In solch einem Kreis lässt es sich gut sitzen! Lauschen, leise Sätze sagen, Dankbarkeitssätze, Verzeihungssätze, Liebesworte, Wertschätzungssätze – kein böses Wort, keine Schuld und keine Angst. Etwas wird überleben. Das hat es immer getan, darin liegen alle Samen.


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Sonntagsbilder 39 2020

Viel Wasser

Die meisten von euch wissen, dass ich gerne immer wieder das Wasser aufsuche. Sei es einen Bergbach, einen Fluss, einen See oder ein Meer. Wasser beruhigt mich, ob Bach, Fluss, See oder Meer. Vielleicht aber schenken mir Seen am meisten Stille und Entspannung?

Schon lange träume ich davon an einem See zu wohnen. Aber nun lebe ich eben am Rand der Berge und 20 Jahre davon auf dem einen und anderen Berg. Alles hat eine eigene Qualität, ob Stadt oder Land, ob flaches Land oder Bergwelt, ob Bach, Fluss, See oder Meer.

Jede:r von uns hat die Wahl sich auf die Qualitäten zu konzentrieren oder auf die Mankos. Ich habe mich für die Qualitäten entschieden.

Jetzt aber zum Wasser … in diesem Beitrag möchte ich euch die Unterschiedlichkeit der verschiedenen Gewässer zeigen. Ob sie sichtbar werden?

Bergbach

1-3

Weil alle guten Dinge drei sind – Der Mühlbach/Todtmoos-Au

 

Fluss

-1-

Stromschnelle – Große Wiese

-2-

Ein Fluss wie ein See – Der Kalix in Schwedisch Lappland

-3-

Der gute, alte Rhein – Von Frankreich aus gesehen

Seen

-1-

Der Bergsee/Bad Säckingen

-2-

Auf Seen wachsen Seerosen – Klosterweiher/Südschwarzwald

-3-

Der Bodensee – Von einem Ufer zum anderen

Meer

-1-

In Griechenland (bei Gerda)

-2-

Das Meer in Ligurien

-3-

In der Bretagne

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Aber vielleicht ist Wasser eben doch nur Wasser, ob süß oder salzig? Und vielleicht ist ein Meer alle Meere?


Wie gerne ich euch noch viel mehr Bilder zeigen würde! Aber mein Oktober ist pickepacke voll, vielleicht schaffe ich es noch einmal, wie heute, zwischendurch Luft zu holen, Bilder einzustellen, Worte zu teilen – ein bisschen vermisse ich Bloghausen schon!

Ich wünsche euch allen einen behaglichen Sonntag und sowieso nur Gutes und Schönes, bei all dem Wahnsinn in der Welt.


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Fließen lassen

Wenn es eng wird in mir, dann gehe ich zum Fluss,

sehe das Weiche, lasse das Harte,

und schaue auf die Schatten,

lasse los und schaue auf das, was wirklich wichtig ist.

Ich habe eine Verwandte, ich bin wie sie. Erschrecke ich mich, ziehe ich mich zurück. Dieses Mal nicht ganz. Ich warte, ich spüre, ich lausche.

Wenn es ruhiger wird, dann strecke ich langsam,

sehr langsam

meinen Körper und meine Fühler

hinaus. Behutsam gehe ich weiter

und sehe die Schönheit der Welt.

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Ich lausche den Sounds of Silence

In restless dreams I walked alone
Narrow streets of cobblestone
‚Neath the halo of a streetlamp
I turned my collar to the cold and damp
When my eyes were stabbed by the flash of a neon light
That split the night
And touched the sound of silence

And in the naked light I saw
Ten thousand people, maybe more
People talking without speaking
People hearing without listening
People writing songs that voices never shared
No one dared
Disturb the sound of silence

„Fools“, said I, „You do not know“
„Silence like a cancer grows
Hear my words that I might teach you
Take my arms that I might reach you“
But my words like silent raindrops fell
And echoed in the wells of silence

And the people bowed and prayed
To the neon god they made
And the sign flashed out its warning
In the words that it was forming
And the sign said
„The words of the prophets are written on the subway walls
And tenement halls
And whispered in the sounds of silence“



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Was mich froh macht

Ein Spaziergang am frühen Morgen am Fluss, der auch hier Wiese heißt.

Vorher wohnte ich an der kleinen Wiese, jetzt an der großen. Nicht weit von hier fließen sie zusammen und kurz vor Basel fließen sie in den Rhein.

Froh machen mich auch die Nachbarschaften von Steinen und Bäumen,

die Stille der Steine,

ein Vogel, der nicht wegfliegt, wenn ich ihn fotografieren will, auch wenn ich seinen Namen (leider) nicht weiß. (Vielleicht kann mir ja jemand helfen?)

Froh macht mich ebenfalls der Birnbaum vor meinem Fenster, der nun angefangen hat zu blühen und …

… dass nicht alle Magnolienblüten erfroren sind.

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Es ist zu jeder Zeit gut zu wissen was einen froh macht, mehr noch in dieser, für uns alle nicht einfachen Zeit.

Mich machen nicht nur solche frühen Morgenspaziergänge froh. Hinzu kommt der Kontakt mit meinen Freundinnen und Freunden über das Netz, über Telefon, Briefe und Postkarten. Ich bin froh, dass unsere Familie wohlauf ist. Ich bin froh und dankbar für alle Werkzeuge, die ich im Laufe meines Lebens geschenkt bekommen habe und dass ich sie zu nutzen weiß. Froh und dankbar bin ich für alle Menschen, die mich darin unterstützt haben die zu werden, die ich heute bin. Große Freude habe ich an meiner Kreativität, meinem offenen Herzen und an der täglichen Meditation. Und natürlich bin ich sehr froh über Bloghausen und dass es euch gibt!

Vieles ließe sich hier noch aufzählen, aber ich lasse es mal hier stehen, denn ich bin neugierig, was dich froh macht! Vielleicht magst das ja im Kommentar schreiben?!


Ich mache in dieser Woche eine Pause mit meinem Projekt der „Erinnernungsschaukel“. So sehr ich sie einerseits mag, so wichtig erscheint es mir gerade im Hier und Jetzt zu sein.



To my English speaking readers: From now on you can read every article of me in English, too, if you’ll go to the end of my blog page, you’ll find the butto Aus diesenn „Google Translater“. Enjoy!

Ein Spaziergang

Kunterbunte Eindrücke von einem Freitagnachmittagspaziergang

Es ist milder geworden,

viel milder.

Am Fluss

Im Gegenlicht zeigt sich die spätherbstliche Frische.

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Meine Poesie drückt sich Zurzeit, wenn überhaupt, in Bildern aus. Kein Wort will auf einen Satz fallen. Dieses Jahr hat es mir ein bisschen die Sprache verschlagen. Es kommen auch wieder andere Zeiten.

Spätsommerimpressionen 2019

So viele schöne Tage, so viel Schönheit in der Welt –

In und um den Garten herum

Was so rumsteht

Am Fluss

Blumig in drei Varianten

Durchlässig 06/07 2019

Licht und Schatten

die Galerien öffen sich, wenn du ein Bild anklickst

Bilder, die niemanden weh tun. Bilder, die Schönheit und Freude teilen möchten – meinen Blick auf die Schönheit der Welt, meine Freude.

Freude und Segen auf eure Wege – am Freitag den Dreizehnten.

Im Märzen der Bauern oder …

… ja, wir haben Wetter,

ihr auch! Und ich habe wieder freie Sicht, weil der Vermieter die Äste vor meiner Sicht beschnitten hat (s.o). Die andere Richtung zeigt, dass es nun wirklich Frühling wird, der Belchen hat seine Schneekappe abgegeben.

So gern hätte ich euch viel mehr Bilder von den Dramenhimmeln der letzten Tage gezeigt, aber ich hatte zu tun, sodass ich euch nur noch diese Bilder vom Sturm zeigen kann.

Den Rest müsst ihr jetzt imaginieren: all dieses Sprudeln, Sausen, Sprutzeln, Rauschen und Tosen der wiederbelebten Bäche und Flüsse; die, an den Rändern, überschwemmten Wiesen; die, nur noch wie eine Illusion, erscheinenden Restschneeflecken auf dem alten Berg, all die sich selbst jagenden Wolkenfelder … Und … ihr dürft lauschen, all dem Prasseln des Regens, dem Geheul der Windes … ja, der Winter wird weggejagt.

Immer mehr Vögel singen am Morgen und am Abend: Frühling, Frühling wird es nun bald.

Schönes

Mir ist nach Schönem. Mir ist nach Septemberlicht. Mir ist nach Wasser.

Wir haben hier in den letzten Tagen unglaublich viel diskutiert, ich danke allen, die sich daran beteiligt haben. Nichts von dem geht an mir vorbei, weder Zuspruch, noch Widerspruch, noch Zwischentöne und es gibt noch vieles zu überdenken.

Ich muss nicht alles vom anderen mögen.

Jetzt aber möchte ich mich einstweilen wieder den schönen Seiten des Lebens zuwenden. Schönheit nährt Herz und Seele. Schönheit schenkt mir Kraft, Ja zum Leben zu sagen. Schönheit wohnt in den Augenblicken.

Das sind Bilder von Dienstag, 04. September, als ich mit meinen Enkelkindern einen Rheinspaziergang gemacht habe und der Schwan wiederkam, er kommt immer, wenn ich dort bin und jedes Mal noch näher. Ich „baute“ mit den Kindern einen Flussarm. Sie hatten gefragt was das denn sei, ein Flussarm … nun wissen sie auch das –