Verlassene Orte 06 2019

Das ist eines meiner Lieblinglingsbilder aus der Reihe „Verlassene Orte“.

Das Original

Nicht jedes meiner Lieblingsbilder ist auch euers. Das ist so.

Heute, Samstag, 07.12.2019 habe ich das Bild nachgearbeitet. Fineliner auf entwickeltem Foto.

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So ist der Vergleich vielleicht einfacher?

Die unterschiedlichen Farb- bzw. Helltöne sind der Fotografie und dem jeweilig vorherrschendem Licht geschuldet. Okay, ich habe das bearbeitete Bild auch noch ein ganz kleines bisschen beschnitten.

Nun ist es noch lieblinger.



Glück auf – heute ist Freitag der Dreizehnte.

Rauhnächte

0008 05.01.16 alte TänzeUnd dann ist doch wieder alles so schnell vorbei. Die Magie, der Glanz, die Tiefe und der Klang der Zwischenzeit, der Zwischen-den-Jahren-Zeit, der Rauhnächte-Zeit.

Wieviele dieser Nächte man zählt, ist eine Geschichte für sich und was man mit dieser Zeit verbindet auch. Ich zähle ab Wintersonnenwende dreizehn Nächte und Tage und dann noch einmal 3 Nächte und Tage still. Vorgestern schon war meine dreizehnte Nacht. Ich lud sie ein, die Dreizehn, die Unbekannte, Ungewisse, Geheimnisvolle, die Herausforderung, Koyote und Närrin, Stolper- und Prüfstein.

Was ist Gabe, was Geschenk, was Talent, was Aufgabe, worin liegt die Verantwortung, was hat Priorität, was ist noch offen, was geht voran? Was braucht einen Schubs? Was darf frei gegeben werden und wohin geht es, wenn es frei ist? Was ist Kern, was ist Schale, was noch immer Angst?

Solcherlei Fragen stellte die Dreizehnte. Mit diesen sortiert es sich. Bei manchen Fragen lässt es sich leicht austatmen: gut … das weiss ich, bei anderen versuchen die Hände noch immer den Mond im See zu greifen. Da höre ich die Alte lachen und Koyote hockt in den Ostbergen und heult dazu. Ich steige aufs Rad, weiter gehts. Wie immer … vor und nach der Zwischenzeit, der Zwischen-den-Jahren-Zeit, der Rauhnächtezeit.

Heute Nacht schaue ich noch in den Sternenhimmel, hoch flog die Asche der verbrannten Zettel, weit fliegen die Wünsche, tief ist die Nacht. Die Alte ist fort, ihr Lachen verklungen, Koyote schweigt, lautlos fängt der Fuchs die Maus. Ich hab noch Zeit und immer wieder noch einmal Zwischenzeit …

0009 05.01.16 alte Tänze

Die wilde Dreizehn und LandArt 13

Gleich vorweg, ich habe nichts gegen die Dreizehn, auch wenn sie landesüblich und weit verbreitet im westlichen Denken als Unglückszahl gilt. Dies geht soweit, dass es Häuser gibt, in dem das dreizehnte Stockwerk in der Nummerierung fehlt, in manchen Flugzeugen der Sitzplatz Nummer 13 unauffindbar ist, wenn man ihn denn suchte. Fast JedeR hält erst einmal am Freitag, dem 13. die Luft an und hofft gleichzeitig das Beste, zündet ein Kerzchen an… Nein, ich hatte noch nie Pech an einem Freitag, dem dreizehnten. Nun ja… einmal schon! Da verlor ich meinen noch recht neuen Tintenfüller. Billig war der nicht gewesen. Aber schließlich habe ich ja auch schon an ganz anderen Tagen Dinge verloren oder bin ich über einen Stein gestolpert.
Wir denken auch zugleich an die 13. Fee, die Dornröschen und ihrem Gefolge den 100jährigen Schlaf angehext hat und vielleicht auch an Michael Endes wilde Dreizehn bei Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer. Und ganz vielleicht erinnern wir uns noch daran, dass im Tarotdeck die 13. Karte der Tod ist.
Dann wiederum gibt es Völker, für die die Dreizehn eine Glückszahl ist…

Einen Namen gibt es auch dafür, für die Angst vor der Dreizehn: Triskaidekaphobie. Woher sie kommt, die Angst vor der Dreizehn? Eine der Erklärungen ist die, dass man in den alten Zeiten nur die zwölf Hauptplaneten kannte, alles was darüber hinaus ging, galt als unbekannt. Und was unbekannt ist, was sich unseren Blicken, unserem Wissen und Verstehen entzieht, macht Angst. So wird es wenigstens gesagt. Neugierde und Mut scheinen nicht so weit verbreitet zu sein. Und waren es vielleicht noch nie. Angst oder Unbehagen bei allem was Mensch nicht kennt, nicht sieht, nicht versteht. Und Angst isst Seele, immer noch.

Noch seltsam, dass wir schon fast stolz verkünden: wir wissen nichts, je mehr wir wissen. Denn wüssten wir mehr, gäbe es dann noch eine Triskaidekaphobie?

Frei von solcherlei Phobie, die ich bin, jetzt also

LandArt 13