Sonntagsbilder 41 2018

Septemberbilder ohne Worte – ein reicher Monat verabschiedet sich.

Wasserbilder

Im Wald und auf den Wiesen

Eine durstige Biene

In Gärten

Donnerstagabend, 27.09. Abendlicht – die Alpen sind zurück – Flugzeuge fliegen hin und her

Bei Anklick werden alle Bilder groß, die Galerien öffnen sich –



Einen friedlich schönen Sonntag euch.

Sonntagsbilder #12

Ich hatte geschrieben, dass die Sonntagsbilder weiterhin regelmässig erscheinen. Nun komme ich gerade weder besonders viel dazu zu fotografieren, noch Fotomontagen oder Collagen zu machen, sodass ich euch nun einige Bilder vom 26.03., oder um diesen Tag herum, aus den letzten Jahren zeigen werde. Die innere Kritikerin musste gerade schweigen, es zählte einzig und allein das Datum. Und jetzt schweigt auch die Kommentatorin und Geschichtenerzählerin, vielleicht dass es ja Eine oder Einer von euch übernimmt…

An der Wintersonnenwende 2008 begann ich am PC Bilder zu bearbeiten, Collagen und Fotomontagen zu machen. Der erste Zyklus hieß 365 Tage: jeden Tag ein Bild. Das erste Bild, das ich euch zeige ist vom 26.03.2009, hier beginnt mein Reigen:

26.03.2009

22.03.2010

26.03.2011

22.03.2012

26.03.2013

26.03.2014

26.03.2015

26.03.2016

Und dann noch gestern, Samstag, 25.03.2017, ich schaute auf frisch gestrichene Wände und Stühle, geputzte Böden, geschliffene, lasierte oder geölte Holzflächen, Uraltdreck war weggescheuert und nun kann ich hier weiter ausmisten und packen, es geht voran!

Wie jeden Sonntag wünsche ich euch, dass ihr ihn für die Erholung und die Freude nutzen könnt, dafür sind Sonntage da…

Damals und jetzt – Dezemberrück- und Jetztblick

Das ist mein letzter Rückblick und ein Blick auf gestern und jetzt

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2010 – 15  –  draufklick = groß

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Dezemberrückblicke, das waren schon in den letzten zwei Jahren nichts als Rückblicke, sprich Bildtafeln mit Erinnerungsstücken und hier und da ein Einschub. Also kann ich jetzt fast auch schon „Alle Jahre“ wieder sagen. Aber, aber, kein Jahr ist wie das andere, auch wenn es manchmal so scheint. Im letzten Jahr war ich voller Metaphern und meine Rückblicke gerieten „lyrisch“. In diesem Jahr empfinde ich die Rückschau eher als nüchtern. Ja, ich fühle mich auch ein stückweit ernüchtert. Alles, was bis vor kurzem noch feststand, ist nun ins Wanken gekommen, kein fester Stand, keine Idee, wenigstens nicht jetzt.

Ja, das Leben ist Wandel und der Mensch macht einen Plan und ich singe das Lied von der Unzulänglichkeit von Bert Brecht. weil es passt, weil es immer wieder passt, ob ich will oder nicht. Ich bin ein Mensch und bei all meinem Streben … ihr wisst schon…

Nicht? Na dann schaut doch mal bei meinem Link oben … oder bei diesem hier →

Und gestern? Und heute? Vieles ist in diesem Monat hier vor lauter Rückblicken zu kurz gekommen. Sei es nun die Fortführung des Alphabets des mutigen Träumens oder Bilder aus diesem Monat. Wir haben die Gnade eines blauen Himmels, ab und an mit Wolken und das jetzt schon den ganzen Dezember. In den Niederungen und Tälern sitzen die Menschen unter einer dichten Nebeldecke, feucht ist es bei ihnen und grau, manchmal regnet es sogar oder es nieselt, wie zeitweise am Sonntag in Basel. Hu, uselig ist das! Ich aber bin dankbar für die Wetterlage, die Sonne am Tag und die mond- und sternenklaren Nächte.

Mit Fotos von diesem Dezember schließe ich den Kreis.

Alpensicht auf dem Berg

Uselig und zauberhaft – auf dem Weg nach Basel am Sonntag am Wehrataler Stausee

Basel am 4. Advent

Am Montagmorgen bei meiner Tochter

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Rückblick # 11 – Januar

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2011 – 15  –  draufklick = groß

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„Wenn der Schnee Gewicht hat“, so lautet der Titel des Buchs von Elke Engelhard, das ich hiermit gerne in Erinnerung bringen möchte. Was passt besser zum Januar, wenn der Schnee wirklich Gewicht hat? Ja, ich las Elke Engelhards Buch in diesem Januar und besprach es (siehe mein Link), ein wunderbares Buch für kalte Wintertage oder für die Lyrikliebhaberinnnen/Lyrikliebhaber unter uns.

Januar, das waren viele graue Tage mit tief hängendem Himmel, der uns dann in nur einer Nacht, Schneeflocke für Schneeflocke, einen halben Meter Neuschnee bescherte. Es waren aber auch Tage voll tiefem Blau und Diamantenglitzer, wohin die Sonnenstrahlen fielen. Ich stapfte so manchen Weg und saß so manche Stunden in der warmen Stube. Ich hatte Zeit für meine Zeichnungen, Bilder und Geschichten.

Der Tod von David Bowie machte viele von uns traurig und beschäftigte uns. Am Ende des Jahres ist es ein Tod unter vielen, etwas, das uns durch das ganze Jahr begleitet hat. So viele Abschiede! Und nichts wurde wirklich besser. Wir werden sehen wie all das im neuen Jahr weitergeht, ob es sich wendet, ob einmal etwas Ruhe einkehrt, ob…

Ich wäre blauäugig würde ich sagen, klar, es ist noch immer alles gut gegangen. Ist es das? Aber ich sehe wenigstens Bemühungen in andere, in neue Richtungen, nicht alles ist schlecht!

Luisa Francia hat, wie in jedem Jahr, das Horoskop für 2017 erstellt, wen es interessiert bitte hier entlang →

Im Januar 2013 schrieb ich: „Närrin sein für eine Weile. Sie trägt des Frühlings Kleider. Grün und weiß und gelb die Bänder, klingelingeling die Schellen, groß die Schuh, groß der Schritt. Sie geht über modernde Grenzen. Kein Zögern, kein Zweifel, keine Furcht. Närrin werden, heißt in ihren Schuhen gehen. Eingerissen ist das zu enge Korsett.“ Ja, ich erinnere mich, es war Januar, als die Närrin mich fand, ich in ihre Kleider und Schuhe schlüpfte und durch die Jahreszeiten wanderte. Die Frau auf Wanderschaft und die Närrin, sie waren und sind eins, auch wenn es gerade etwas ruhig um sie geworden ist, aber auch das kam schon vor…

Januar 2016

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Rückblick # 10 – Februar

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 2011-15  –  draufklick = groß

Immer im Februar macht sich in mir eine Vorfreude breit, die Vorfreude auf den Frühling.

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In manchen Jahren tropft es sogar auch schon im Februar hier oben auf dem Berg von den Dächern. Flüsse und Bäche beginnen wieder ihr ungestümes Fließen, auf den Seen knackt das Eis. In anderen Jahren türmt sich noch der Schnee und der Mann mit Hut und die Frau mit Mütze schaufeln sich die Wege frei.

Es ist ein Monat, um Projekte abzuschließen, wie 2014 das Großmutterprojekt oder in diesem Jahr die Novelle „Die kleine blaue Frau träumt Meer“ (Die kleine blaue Frau träumt Meer. Sie träumt Möwen an den Horizont. Weiss, wie manche Tauben… – damit fing alles an), für die ich leider noch immer keinen Verlag gefunden habe, keine Antworten sind auch Antworten. Und noch immer bin ich unentschlossen, ob ich nun den Weg über e-book gehe oder über BoD oder … vielleicht hat ja jemand einen Tipp für mich?

In diesem Jahr hatte ich viel Schwung, der Schnee schmolz und ich zeichnete, malte und verarbeitete dieses zu neuen Bildern am PC, sah Schemen, die keine Schatten warfen. Sie wurden zu Bildern, die ich noch immer gerne anschaue, was keine Selbstverständlichkeit ist. Viele Bilder gehen nicht oder nur kurz über den Moment des Schaffens hinaus, sie landen dann im Archiv und werden für andere Zwecke manchmal noch hervorgeholt oder sie bleiben, wo sie sind.

Außerdem schrieb ich viele kurze Zeilen, die ich dann später im Jahr Miniaturen nannte, diese werde ich in diesem Winter bündeln und auch hierfür einen Verlag suchen oder finden…

Anna aus Berlin rief zu einer Blogparade auf: Schreiben gegen rechts, der sich viele anschlossen, auch ich. Leider habe ich dann doch die Blogparade verpasst, da ich bei ihrem Erscheinen mal wieder ohne PC unterwegs war und ich habe es auch nicht geschafft dies nachzuholen. Wie auch immer noch, es gilt, was im Februar galt und immer gelten wird: „Bei aller Freude an dem, was uns als Menschen miteinander und dieser wunderbaren Welt verbindet, gibt es einiges womit ich mich nie verbinden werde: nicht mit Faschismus, Rassismus und Sexismus, nicht mit Unterdrückung, Terror, Diktatur, Folter, Todesstrafe, Kapitalismus und Wachstum auf Deubel komm raus.“

Gerade eben passieren bei mir viele seltsame Dinge, die mir den Schwung nehmen, die die Zweifel wieder wachsen lassen, da tut es mir gut, mich zu erinnern, dass es solche und solche Zeiten gibt und es noch immer wieder neue Ideen gegeben hat. Manchmal muss ich eben, wie viele andere auch, mit der zeitweisen Leere gehen.

Februar 2016

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Rückblick # 9 – März

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2011-15  –  draufklick = groß

Ich hörte Frühlingsflüstern unter dem Schee, wir packten unsere Reisetaschen, wir reisten nach Asturien. Alles was es dazu zu erzählen gibt, tat ich schon

hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/03/29/ankommen/

hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/03/31/auszeit-in-der-auszeit/

hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/04/02/bilder-und-mehr-aus-asturien/

hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/04/04/llanes-bilder-und-mehr-2/

hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/04/07/asturien-bilder-und-mehr-3/

hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/04/08/asturien-und-meer-5/

und hier → https://cafeweltenall.wordpress.com/2016/04/10/kuriositaeten-kurios/

Da werde ich ein bisschen wehmütig, beim Erinnern, aber dann halte ich es eben doch wieder wie Pooh der Bär auf der obigen Collage:

„What day is it“, asked Pooh. „It`s today“, squeaked Piglet. „My favorite day“, said Pooh.

Und husch ist sie weg, die Wehmut, es bleibt das Blau des asturischen Frühlinghimmels, getüpfelt mit reifen gelben Zitronen, orangenen Apfelsinen und Mandarinen, von all dem Erwachen in den Wiesen und Gärten ganz zu schweigen. Es bleiben die morbiden Schönheiten des Verfalls,

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die weiten Himmel, die Gänge in die Berge hinauf, die frei lebenden Pferde, die Geier über meinem Kopf und dieses kleine, urgemütliche Haus. Es bleiben auch die Ausflüge ans Meer, die Fahrten durch Schluchten, die wilden Ziegen in den Hängen und so manch anderes Tier.

Wir kamen am Ostersamstag zurück. Während meiner Abwesenheit hatten die Karwochen begonnen und damit ein Projekt von Graugans aka Margarete Helminger, Mützenfalterin aka Elke Engelhard und mir, wir schrieben Passionsgeschichten → Wie so oft, wenn ich mich auf ein Projekt einlasse, habe ich auch hier die Wucht des Themas unterschätzt, die Wucht der Erinnerungen. Zorn und Ohnmacht hieß dieses Mal das Gemisch. Es wurde mehr als Zeit, dass das Kreuz wirklich brannte- es brannte in den Bergen Asturiens während meiner Auszeit. Nun ist es gut.

2016

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Rückblick # 8 – April

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Bei den vielen Bildern braucht es Luft dazwischen. Mir waren die letzten Bildtafeln defintiv zu voll. So habe ich bei den Blogerinnerungen nicht nur  Luft gelassen, sondern auch zwei Tafeln gemacht. Mir geht es nicht nur um viele bunte Bildchen, für mich ist das Ganze auch eine Archivierung und ich betrachte sehr aufmerksam meinen Weg bei den Fotomontagen und Collagen von 2010/11 bis hierher.

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April 2016 stand noch ganz unter den Eindrücken unserer Reise nach Asturien. Frühling streckte seine Arme aus. Am Ende des Monats packte ich schon wieder das Auto, nun sollte es ein Monat Wendland werden. Ich fuhr gerade rechtzeitig ab. Hinter mir fiel der Schnee und deckte noch einmal alles zu, lies die ersten zarten Buchenblätter erfrieren, sodass die Buchen dann erst im Juni wirklich ausschlugen. Das war eine der Merkwürdigkeiten in diesem Jahr.

Mein April hatte Schwung, da war einerseits die Reise, die noch nachwirkte, andererseits gab es hier die ersten Tage zum Niederknien und die eine und andere Kuriosität, Erinnerungen hatten wieder nackte Beine und ich zeigte Selbstporträts. Langsam begann die Schaukel zwischen Gerda und mir zu schwingen. Die Selbstporträts zeigte ich aufgrund einer Anregung von ihr, aber auch von Susanne Haun. Seitdem gab und gibt es immer wieder gegenseitige Inspirationen. Gerade denke ich auch an Jürgen, der irgendwann in diesem Jahr feststellte, wie schade es doch ist, dass es kaum noch Künstler und Künstlerinnen gibt, die etwas Gemeinsames machen, dass die Tendenz, wie im wirklichen Leben, immer mehr dahin geht, dass nur noch jede und jeder für sich wurschtelt. Hier in Bloghausen finden sich gemeinsame Projekte, wie aktuell zum Beispiel die Tausend Mutterbilder von Mützenfalterin, Jürgen und Susanne lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen und nun auch Gerda und ich, wir tasten uns langsam heran und im nächsten Jahr wissen wir dann mehr. Leider ist der Austausch auf pixartix eingeschlafen, aber wer weiß, vielleicht ist es ja nur ein Dornröschenschlaf?!

Wie auch immer noch, ich mag Gemeinsames und dann auch wieder nur meins. Die, die mich hier schon länger begleiten wissen, dass ich mich gerne im Sowohl-als-auch bewege, entweder-oder gilt auch, aber eben nicht immer und überall.

2016

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Rückblick # 7 – Mai

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2011-15  –  draufklick = groß

Wenn ich die Bilder in der obigen Collage betrachte, dann merke ich einmal mehr, dass der Wonnemonat Mai hier oben auf dem Berg oft noch sehr kühl ist. Erst ab Mitte des Monats blühen die Apfelbäume. Wie anders es doch da im Wendland ist, besonders in diesem Jahr, das ganze Land war eine Blütenpracht, nicht nur die Apfelbäume lockten die Bienen. Die Nachtigallen sangen jede Nacht. Und ich kann nicht die Menschen verstehen, die sich darüber beschweren. Kann man denn lieblicher in den Schlaf gesungen werden?

Ach, es war eine Wonne, ein Frühlingsfest vom Feinsten und ich wurde sechzig, auch das feierten wir. Ganz besonders aber hat mir ein spontanes Fest gefallen, als eine noch sehr junge syrische Familie mit Baby ihre neue Wohnung feierte, zu der ihnen meine Freundin Vorort verholfen hatte. Zuerst waren es noch ernste Gespräche, ich fragte die Frau (ihr Mann war sehr schüchtern und konnte auch nicht so gut Englisch) nach ihren Erlebnissen auf der Flucht. Man stelle sich eine Flucht übers Meer mit einem 6 wochenalten Säugling vor, man stelle sich weiterhin vor, dass ihre und seine Familie in Aleppo geblieben sind. Tränen flossen. Später haben wir unter freiem Himmel getanzt. Der Mann hielt das Baby, die Frau hatte alles Sorgen hintenan gestellt und tanzte voller Freude und Wildheit! Ihr Lachen ist unvergessen, ihr Tanz auch.

Und natürlich war auch noch die KLP (Kulturelle LandPartie), ein Landkreis im Ausnahmezustand. Zehn Tage lang zeigen Künstlerinnen und Künstler, Handwerkerinnen und Handwerker auf ihren Höfen, in den Scheunen und in ihren Gärten ihre Erzeugnisse, Konzerte, Zirkus, Theater und Lesungen runden das Ganze ab, nicht zu vergessen alles Kulinarische. Man stelle es sich vor: über 600 Angebote und zigtausende von BesucherInnen, die per Radel oder Auto durch den Landkreis stromern. An manchen Tagen war mit dem Auto über die Feldstrassen kaum ein Vorwärtskommen möglich. Ich sah nur einen Bruchteil, vieles war banal, einiges blieb haften, wie z.B. die Lichtkästen von Polimeno (s.u.)

Zu 60 gibt es nur eins zu sagen: gegrübelt habe ich davor und dann war es doch, wie in jedem Jahr: die Zahl ändert sich, ich mich langsam.

2016

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Anmerkung

Den Lichtbildleiterkasten als Grundgerüst, ohne die bunten Bilder darin © Pino Polimeno → mehr über ihn hier →